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der Mitternachtstraum - 02.01.2007, 23:46
Dein Blick kann ich vergessen... Oder nicht!? {PG16}
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1. Autor: Zu 100% Ich >Mitternachtstraum<
2. Art der Story: Mischung zwischen Depri, Humor, und allem
3. Hauptpersonen: Annabel van der Germou, Bill und Tom Kaulitz, Merle Straubinger/und noch einige andere
4. Warnungen: Sollte nur gelesen werden, wenn man emotional nicht ganz am Waser gebaut ist/aus Erfahrungswerten
5. Disclaimer: Weder Tokio Hotel noch andere Personen, Gebäude, etc. gehören mir. Ich kenne keinen der Bandmitglieder und verdiene mit dieser Geschichte kein Geld.
6. Claimer: Bei Postings in anderen Boards bitte ich um eine kurze Rückmeldung ansonsten werde ich es nicht aktzeptieren. Des weiteren gehören mir nur die Personen, welche ihr nicht kennt
7. Reiche Eltern, reicher Freund mit reichen Eltern. Super Schule, eigener Hund. Das Leben der 16-jährigen Annabel scheint für Ausenstehende perfekt zu sein. Und auch sie sieht es so. Mit ihren Eltern kommt sie, zumindest in Grundlegenden Dingen, immer super zu Recht. Ihr Freund schenkt ihr die Aufmerksamkeit, sie sie ihrer Meinung nach, auch verdient hat, und alle ihre Freundinnen stehen ehrlich zu ihr. Annabel liebt es, doch nun scheint sich das alles zu ändern. Der Freund zeigt sein wahres Interesse an ihr, und die Eltern fallen ihr in den Rücken. Das diese Erfahrung nicht ohne Folgen bleibt, werdet ihr Erfahren, wenn ihr weiter lest...
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1. Teil: Mein Leben zerbricht...
Sicht von Annabel:
„Mach doch langsamer, ich komm kaum hinter her…!“ Mein Atem fällt immer schwerer, aber dennoch zieht er mich an der Hand von einem zum nächsten Geschäft. Ich folge ihm, ziehe zwar immer wieder an der Leine, doch mein Hund hat den stärkeren Willen, und so kommen wir letztlich erst zum stehen, als meine Augen an der Fensterscheibe des Juwelierladens kleben bleiben.
Begeistert funkeln meine Augen mit den verschiedensten Diamanten und Juwelen um die Wette, und mein Herz macht einen Freudensprung.
In der Hoffnung, noch etwas mehr Einsicht in die Pracht der Schmuckstücke zu gewinnen, presse ich meine Nase gegen die Schreibe und der Atem lässt die Scheibe immer wieder etwas beschlagen. Doch das ist mir redlich egal..
„Die Ringe sind wirklich wunderschön…“, schwärme ich mehr für mich selber als für andere, vor mich hin, und beginne die Überlegungen, wie viel mich wohl der billigste hier kosten würde. „Such dir einen aus, und ich werde ihn dir schenken!.“
Ich zucke kurz zusammen, als Basti´s Atem mein Ohr umschlängelt und ordne meinen Kopf neu. Vergessen die schönen Ringe, vergessen der Hund, der heute unermüdlich zu seien scheint. Doch schnell entweiche ich wieder meinen Gedanken, und beginne leise vor mich hin zu kichern. Langsam drehe ich mich scherzen Herzens zu ihm um, und sehe ihn mit ernsten und großen Augen an.
„Ja so machen wird das, und dann machst du mir im Bad mit Rosen einen kitschigen Heiratsantrag…!“ Immer noch kichern, will ich gerade Abschied von den schönen Ketten und Armbändern nehmen, als Basti mich erneut zu sich dreht, und mir mit ernsten und ausdrucksstarken Blick zu verstehen gibt, dass das keineswegs so abwegig für ihn ist.
„Eigentlich hab ich es mir genau so vorgestellt. Warum auch nicht?“ Für kurze Zeit suche ich in seinem Gesicht oder an seiner Mimik Punkte, welche mir verraten, dass es einfach nur ein Witz von ihm ist, doch schnell wird mir klar, dass es schlicht und einfach kein Scherz oder Witz seiner Seit ist, sondern das es er sehr Ernst meint, mit seinem Vorhaben.
„Wie soll ich das den verstehen?“ Seine Gesichtszüge entspannen sich, und für einen kurzen Moment versuche auch ich wieder uriger zu atmen, doch wem fällt das schon leicht wenn er kurz vorher einen sozusagen Verlobungsantrag erhalten hat.
Alleine bei dem Gedanken ist die Ruhe wieder dahin, und ich habe Probleme, überhaupt noch zu folgen, was er mir versucht zu erklären. „Annabel. Komm schon, wir sind jetzt zwei Jahre zusammen. Unsere Familie ehrt großes Ansehen, und alle warten nur darauf, dass wir endlich heiraten. Was also spricht dagegen?“
Es ist, als wäre alles so einfach. Heiraten, weil die Eltern es so erwarten. Natürlich. Was spricht dagegen? Mich überkommt solch ein Groll über meine Familie und vor allem Basti, keinen Moment länger, will ich seine Hand noch halten.
Mit einem Ruck ziehe ich sie eng an meinem Körper und er blickt mich nur erstaunt an. Klar, wer würde ihm schon ein Nein entgegen bringen. Wer würde sich das schon wagen. „Nur damit ich dich richtig verstehe. Du siehst unsere Beziehung also als eine Auffassung der Zweckgemeinschaft an…?“
Ich stocke kurz den Atem, doch in meinem Kopf überschlägt sich alles förmlich. Tränen drängen an die Außenwand meines Auges, doch ich will nicht weinen. Nicht vor ich, und vor allem nicht wegen ihm. Wenn er wirklich so über uns denkt, sehe ich kein Grund mehr, weshalb ich hier noch warten sollte.
„Nein, nein. Ich liebe dich, und das weißt du auch. Aber ich finde es ist gerade der richtige Zeitpunkt. Und es ist doch kein schlechter Nebeneffekt, dass unsere beiden Familien eben angesehen sind. Was können wir den dafür.
Willst du deswegen niemals heiraten?“ Seine Stimme senkt sich mehr, doch in mir bleibt nur noch Leere. Auf einmal kommt mir alles falsch vor, was ich jemals für ihn empfunden habe. Wie kann er behaupten, dass es der richtige Zeitpunkt wäre. Ich bin gerade mal 16. Wie stellt er sich das alles bitte vor? „Deine Eltern hätten auch nichts dagegen. Sie finden die Idee selber sehr ansprechend…“
Er senkt seinen Kopf und versucht blind nach meiner Hand zu greifen, doch ich entweiche ihm. Verwundert blickt er mich an, doch ich schüttle nur noch mit dem Kopf.
„Du kannst so verletzend sein, wenn du nicht darüber nachdenkst was du sagst…!“ Still rinnen mir erste Tränen über die Wange, und ohne eines weiteren Blickes wende ich mich von ihm ab, und ziehe diesmal meinen Hund hinter her. Immer schneller werden meine Schritte. Ich will einfach nur noch weg.
Weg von ihm, weg von diesem Schmerz. Wie kann er nur so reden. Warum hatte er nicht einmal mit mir darüber gesprochen. Ich bin 16, weder habe ich Lust mich jetzt schon zu vermählen, noch ist es rechtlich überhaupt möglich. Und so angesehen meine Eltern auch sind, noch Lebe ich in Deutschland. Und da darf jeder selber entscheiden, wann er heiratet.
Und mit 16 hab ich nie einen Gedanken darüber verhangen, ob ich nun Basti heiratet. Mir war immer klar, das ich ihn heiraten werde. Meine Liebe ist au jeden Fall da, aber meine Reife noch nicht. Mein Herz beginnt zu rasen, wieso versteht keiner, dass ich das nicht will.
Meine Eltern nicht, und seine Eltern auch nicht. Selbst Basti will nicht einsehen, dass es eine gute Idee ist, jetzt schon zu heiraten. In mir wühlt sich alles auf.
Und auch wenn es mich tierisch enttäuscht, wundern tut es mich nicht, dass sogar meine eigenen Eltern mir so in den Rücken fallen. Ich muss sofort nach Hause, und das mit ihnen klären.
Die können was erleben, so über meinen Kopf hinweg über mein Leben zu entscheiden. Ich beschleunige meinen Schritt noch etwas, achte nicht mehr darauf was um mich herum passiert. Menschen, Wege und Geschehnisse sind vollkommen aus meinem Kopf verbannt.
Es gibt nur noch mich und diese geplante Hochzeit.
Es überraschte mich nicht, dass meine Eltern ihre Finger mit im Spiel hatten, genau wie sie es immer taten. Die könnten was erleben, wenn ich daheim bin.
Ich schenke dem Verkehr und den Straßen keinerlei Aufmerksamkeit mehr, überkreuze die Ampeln ohne darauf zu achten, welche Farben sie tragen. Renne über die Straßen, anstatt ein paar Schritte weiter über den Zebrastreifen zu gebrauchen.
Hecktisch setzte ich einen Fuß vor den anderen, ziehe meinen Hund immer härter hinter mir her, bis plötzlich ein lautes und grauenhaftes quietschen meine Ohren erfüllt, und schon wenige Momente später mein ganzer Körper mit einem schmerz durchzogen wird, welcher mich zwanghaft zu Boden sinken lässt. Mein Atem geht stockend, und regungslos liege ich da, bis meine Augen sich schließen, und ich mich in vollkommener Dunkelheit und Leere zu verlieren scheine….
Auszug aus Teil 2:
„Was machen wir heute Abend?“ Ich halte kurz, und sehe ihn fragend an. Ja, was sollen wir heute schon machen? Wie wär‘s mit der Idee zu der Geburtstagsfeier seiner Freundin zu gehen? Na super, jede Wette. Er hat es vergessen. Was würde er eigentlich ohne mich machen. „Falls du es vergessen oder verdrängt haben solltest, wir sind auf der Geburtstagsfeier DEINER Freundin eingeladen.“ Ein unnütze tadelnder Blick meiner Seits, und ein erschrockener Blick seiner Seits und schon setzte ich meine Schritte voran.
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Ich hoffe es gefällt euch, lasst komi da, dann gehts sicher auch weiter;)
lg eure anja
woelkchen - 03.01.2007, 00:00
Hui! Du hast ja nochmal ne FF on gesetzt! -freu wie Honigkuchenpferd-
Na, ich bin sicher, die wird genauso super wie die andre. Kritik gibts mal wieder keine, nur dieser Auszug aus Teil 2 war etwas verwirrend (was aber vllt geplant war um einen nachdenklich zu machen? xDDD)
Also, nochmal ein frohes neues :lol: und n greezle! ^^
babe - 05.01.2007, 14:17
so ich hab mir jetzt mal den anfang durchgelesen und ich find den anfang echt gut!
heiraten mit 16???? da versteh ich sie ja das sie das net will
schnell WEITER
der Mitternachtstraum - 05.01.2007, 21:30
uiuiuiuiuii zwei komis*freu*
dann geht es auch ma weiterXD
vielen dank für eure komis ich hoffe es gefällt euch weiterhinXD
ps.: das mit der vorschau soll verwirrend wirken jaXD das ist der sinn.. dmait ihr interesse zeigt und gezwungen seit weiter zu lesen*bin ich fieß :evil: *
pps. hier ist es vorallem wichtig das ihr lest aus welcher sicht gerade geschrieben wirda ber ich glaube das wisst ihr schon;)
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Teil 2: Großer Bruder... Große Qual-.-
Bill
„Verdammt! Kannst du nicht einmal dein entzückendes Maul halten?“ Toms Lachen dringt durch meinen ganzen Körper. Einen tollen Zwillingen haben mir meine Eltern da angedreht. Ich rolle genervt mit den Augen und versuche damit auszublenden, dass Tom mich fordernd ansieht. Nein Bill, du wirst jetzt nicht auf offener Straße mit deinem Bruder einen Machtkampf ausführen. Erst Recht nicht, wenn er eh wieder gewinnen wird. Erspar dir die Blamage. Erspar sie dir!!! Die Drohungen an mich selber ziehen einige Momente, doch Tom stachelt immer weiter. „Wird Billybaby jetzt etwa böse? Ich kann ja auch nichts dafür, dass alle Mädchen immer nur auf mich stehen.“ Siegessicher grinst er mir entgegen und ich schüttle nur mit dem Kopf, um dann weiter dem Weg entlang zu folgen, nur um Toms albernes gehabe zu unterdrücken. Pff, das ich nicht lache. Er und mehr Mädchen. Nur weil ich nicht jede Beziehung eingehe, die mir angeboten wird, heißt das noch lange nichts… Oder doch? Ohman, nicht schon wieder. Nein, diesmal lasse ich ihn das Spiel nicht gewinnen. Über so ein kindisches Verhalten bin ich nämlich schon lange hinweg. Ade und auf Wiedersehen.
So alt und dennoch so unreif. Nein, darüber kann ich nur belustigend den den Kopf schütteln. Einige Meter herrscht Stille zwischen uns. Tom lauscht mit einem Ohr seinem I-Pod und folge mit voller Aufmerksamkeit der Umwelt um mich. Es ist immer wieder interessant die Menschen zu beobachten. Egal wenn du siehst, er hat immer einen anderen Eindruck auf dich. Sie laufen anders, sie denken anders, sie handeln anders. Essen anders, und haben sogar…
„Was machen wir heute Abend?“ Ich halte kurz, und sehe ihn fragend an. Ja, was sollen wir heute schon machen? Wie wär‘s mit der Idee zu der Geburtstagsfeier seiner Freundin zu gehen? Na super, jede Wette. Er hat es vergessen. Was würde er eigentlich ohne mich machen. „Falls du es vergessen oder verdrängt haben solltest, wir sind auf der Geburtstagsfeier DEINER Freundin eingeladen.“ Ein unnütze tadelnder Blick meiner Seits, und ein erschrockener Blick seiner Seits und schon setzte ich meine Schritte voran. Verärgert darüber, dass er mich in meinen unglaublich wichtigen Gedankenzügen unterbrochen hat, schlurfte ich über den Gehweg, und nach einem Blick auf die Uhr beschleunige ich meinen Schritt noch etwas. Schließlich muss Mum ja nicht unbedingt mitbekommen, dass wir mal wieder klammheimlich von zu Hause abgehauen sind zu Andy, obwohl dies eigentlich strengstes für heute untersagt war. Ich zucke nur mit den Schultern. Scheiß drauf, hat sich alle male gelohnt. Wie immer wenn Andy, Tom und ich zusammen mit Georg und Gustav im Proberaum sind. In meinem Kopf lasse ich den Tag noch einmal Revoui passieren, bis Toms Hand mich auf einmal zum stehen bleiben zwingt. Seine Augen mustern mich geschockt und gleichzeitig stinkend wütend. Dieser Blick. Was hab ich den jetzt schon wieder verbrochen. Ist es jetzt etwa bei dem Herrn auch schon nicht mehr erlaubt über den vergangen Tag zu lachen? „Was los Tom?“ „Na das mit Merle… Ich meine, sie… Sie hat heu…“ Doch mit einem Schlag zucken Tom sowie ich erschrocken zusammen. Tom hält auch einige Momente nach dem ohrenbetäubenden Reifenqietschen noch inne und blickt mich fragend an. Ein lauter Schrei ist zu hören, und Hundegewinsel lässt mich endgültig geschockt meinen Körper von Tom wegreißen und den Stimmen folgen. Auch Tom rennt so schnell es eben möglich ist hinter mir her, und schon bald sehen wir, weshalb unser Gespräch unterbrochen wurde, und der Anblick lässt mich kalt schaudern. Meine Augen presse ich für kurze Schrecksekunden zusammen. Am liebsten würde ich sie nie mehr öffnen, nur um nicht mehr dieses erschreckende Bild sehen zu müssen…
Auszug aus Teil 3:
Ich meine, was will ich mehr. Er lässt mich endlich mal alleine. Alleine mit einem Mädchen! Das ist für ihn alles andere als selbstverständlich. Und nun musste ich ihn noch nicht einmal darum beten. Nein, noch nicht einmal fragen. Ganz im Gegenteil, der lässt mich hier alleine mit dieser Schönheit...
Halt! Was rede ich den da! Geschlagen gehöre ich! Sie liegt hier schwerverletzt am Boden, leidet wahrscheinlich unglaublich unter den Schmerzen. Und womit beschäftige ich mich? Genau! Damit, den Sarkasmus über meinen Bruder in meinen Gedanken funkeln zu lassen... Tom die Runde geht wieder an dich. Als Eigentor!
jenny15 - 05.01.2007, 21:51
huhu!
ich habe deine ff eben entdeckt und der anfang gefällt mir schon mal echt gut!
die teile waren auch echt gut beschrieben!
typsich tom lässt immer den macho raushängen und vergisst dann auch noch den geb, seiner freundin also wirklich. na na na *lol*
Hoffentlich ist Annabel nicht in Lebensgefahr!!!
Bitte lass mich nicht zu lange zappeln und es geht gaaanz schnell weiter!!!
ich bin echt mächtig gespannt!
lg jenny
babe - 06.01.2007, 15:00
oh ja mit der vorschau verwirrst du einen!! lol :-D
supi teil
weis grad net was ich schreiben soll!!
schnell WEITER
der Mitternachtstraum - 06.01.2007, 18:20
hey ihr zwei danke für eure komis find ich coool 8)
ich mach dann gleich ma weiter was XD
wünsch euch viel spaß und wie gesagt
es hat ja einen sinn weshalb ich auszüge schreibe *rofl*
lg eure anja *bussis verteil und nochma danke an alle leser sags*
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Teil 3: Mein bester Freund, der Sarkasmus /toms sicht/
Mein Bruder ist das beste was mir passieren kann. Ja, das ist mein Ernst. Ich meine, glatte vier bis fünf Stunden werde ich von ihm daran erinnert, das heute der Birthday meiner Süßen ist. Das ist doch besser wie jede Alarmfunktion.
Und wenn ich ihm jetzt noch beibringen kann, dass er das ganze ein paar Stunden vorzieht, darf ich mich wirklich nicht über ihn beschweren. Was will ich mehr. Ohman, ich und mein Sarkasmus. Was mach ich den jetzt? Jetzt steh ich hier in den Straßen Magdeburgs und hab keine Ahnung, was ich ihr jetzt auf die schnelle schenken sollte.
Ok, ich könnte mich selber schenken? Gut, wenn man danach geht, hätte Merle ja dann jeden Tag Geburtstag. Auch unlogisch. Ich greife nach Bill´s Schulter und zwinge ihn zum halten. „Na das mit Merle… Ich meine, sie.. Sie hat heu…“
Ein ohrenbetäubendes Quietschen, und meine Worte werden regelrecht erstickt. Der laute Schrei und das darauf folgende Winseln lässt mich innerlich Schaudern, und bevor Bill losrennt, um herauszufinden, was da passiert ist, wechseln wir noch kurz unsichere Blicke.
Unter der Verfolgungsjagd mit Bill, fühle ich schon jetzt, wie Übelkeit mich überkommt. Mit jedem Schritt wird mir flauer im Magen. Der Schrei gerade hat sich anscheinend direkt auf mein Magen gelegt, so hell und schrill er war.
Den Gedanken an meine Süße und deren Geburtstag verdränge ich ins hinterste Eck meines Hirnes. Jetzt zählen wahrscheinlich ganz andere Sachen, und mir ist unwohl bei der Sache. Ich war noch nie wirklich der richtige, für Katastrophensituationen. Da ist und bleibt Bill einfach der bessere Ansprechpartner.
Und im Moment bin ich dankbar dafür, dass er hier bei mir ist und ich nicht alleine durch die Straßen gezogen bin. Ungefähr 200 Meter trennen uns von der Unfallstelle, doch diese scheinen mir kaum zu vergehen.
Und fast wünsche ich mir, dass sie nie vergangen wären, den er Anblick der sich mir bietet raubt mir jeglichen, mit Testosteron getränkten Verstand. Blut, überall Blut. Und nur noch von weitem ist ein flüchtendes Auto mit qualmenden Reifen zu erkennen, welches jedoch nicht lange meine Aufmerksamkeit behält.
Mich interessierte nicht der Asphalt der bei dieser Aktion wirklich in Mitleidenschaft gezogen wurde, und sicher auch nicht der Fahrer, der sich mit der Raserei in Gefahr brachte.
Mich interessierte nur das Mädchen, welches reglos und mit geschlossenen Augen auf dem Teer legt und nicht mehr zu atmen scheint. Ihre Knochen sind gebrochen, dass kann ich auch ohne Fachabitur behaupten. Denn solch eine Stellung der Körperteile kann nicht ohne Bruch von sich gehen. Aber wahrscheinlich kann das Mädchen noch froh sein, wenn es wirklich nur ein paar Knochen sind, welche in sich zusammen gebrochen sind.
Denn so wie sie daliegt, so.. Ja so reglos. Ohne jegliches Leben. Für einen Augenblick stehe ich fassungslos vor dem Mädchen und halte die Luft an, um ja kein Laut von mir geben zu müssen. Genauso wie Bill. Wir blickten uns fragend an, rühren uns kaum.
Doch dann ist es wie immer Bill, welcher seine Vernunft und sein Wissen zurückgewinnt und nach seinem Handy zückt. „Ich ruf den Notarzt. Geh zu ihr und… Ja guck einfach ob sie… Man mach einfach irgendwas!“ Mein Blick folgt Bill noch hinterher, bis er letztlich in einer Seitenstraße einbiegt, um dem Lärm des nahe liegenden Kindergartens entkommen zu können.
Super, habe ich schon erwähnt das ich einen wirklich liebenswerten und wunderbaren Bruder hatte. Auf den man immer zählen konnte? Nein, dann hohle ich das jetzt hiermit nach.
Ich meine, was will ich mehr. Er lässt mich endlich mal alleine. Alleine mit einem Mädchen! Das ist für ihn alles andere als selbstverständlich. Und nun musste ich ihn noch nicht einmal darum beten. Nein, noch nicht einmal fragen.
Ganz im Gegenteil, der lässt mich hier alleine mit dieser Schönheit... Halt! Was rede ich den da! Geschlagen gehöre ich! Sie liegt hier schwer verletzt am Boden, leidet wahrscheinlich unglaublich unter den Schmerzen.
Und womit beschäftige ich mich? Genau! Damit, den Sarkasmus über meinen Bruder in meinen Gedanken funkeln zu lassen... Tom die Runde geht wieder an dich. Als Eigentor!
Toll Tom Kaulitz. Manchmal wäre es wohl für viele einfacher, wenn du dich für deinen Sarkasmus einfach erschlagen würdest.
Ich atme noch einmal tief aus und gehe dann die letzten kleinen Schritte auf das Mädchen zu. Außer ich ist niemand hier, versichere ich mich selber noch einmal, in dem ich prüfend meinen Blick über die Straße streife. Doch Gott verdammt.
Ich habe keine Ahnung, was ich mit dieser Situation jetzt anfangen sollte. Was wenn ich sie noch mehr verletzte, durch meine Berührungen. O.K. Wenn man jetzt streng und objektiv wäre, könnte man behaupten, dass ich das bei jedem anderen Mädchen auch mache, sie mit meinen Berührungen zu verletzten.
Doch da ich alles andere als objektiv bin, und das aus Überzeugung, kann ich nur sagen, dass das hier eine ganz andere Situation ist. Bei den anderen Mädchen auf den Partys und Feten, waren es nur Seelen. Seelen die etwas Schaden nahmen. Aber das hier, ist etwas ganz anderes.
Auszug aus Teil 3.2:
Jeder, der jetzt überlegt, was er an meiner Stelle nun machen würde, wäre wahrscheinlich sicher, dass er genau das selbe machen würde, wie ich. Einfach nur Präsents zeigen und wie oft hatte man den bitte schon gehört, dass Menschen in den schlimmsten Lagen ihres Lebens einfach nur Nähe brauchen. Und auch wenn sie eigentlich kein Recht auf meine Zuneigung hat, so schwirrt mir immer wieder mein Vorsatz vor Augen, nicht als Mörder ins Bett steigen zu müssen.
babe - 06.01.2007, 20:03
jaja tom!!
supi teil!!
schnell WEITER
Toms Secret Affair - 07.01.2007, 21:47
heyho :D
du hast nen klasse schreibstil und immer wieder tolle ideen für ne ff....aber auch einige rechtschreib- und grammatikfehler. Trtz. mach biiddddeee weiter!!!!
der Mitternachtstraum - 08.01.2007, 15:51
heyho ebenfallsXD
freu mich natürlich über eure komis, und vergebt mir wenn hin udn wieder mal fehler sind, aber wenn ich einmal in meinem schreibfieber bin, da achte ich da nich mehr so drauf :oops: :lol: ;)
ich hoffe ihr vergebt mir und lest trotzdem weiterXD
lg eure anja
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Teil 3.2:
/immer noch Tom Sicht/
Gott ich will heute Abend nicht im Bett liegen und mit dem Gedanken einschlafen, dass ich einen Menschen das Leben genommen habe, nur weil ich ihn berührt hatte.
Nein, so werde ich heute sicher nicht einschlafen. Seufzend knie ich mich hinunter zu dem Mädchen. Aber mein Hirn scheint wie ausgeblendet zu sein. Ich weiß nichts mehr. Alles gelernte ist wie weg. Meine Bewegungen scheinen wie automatisiert.
Zögernd ziehe ich meine Trainingsjacke aus und hebe ihren Kopf etwas an, um die Jacke darunter zu platzieren. Ihr schmerzerfülltes Seufzen verführt mich fasst dazu, ihren Kopf vor Schreck wieder fallen zu lassen, doch ich fange mich im letzten Moment und legen den Kopf so sanft wie mir nur möglich auf meine Jacke.
So viele Fragen stoßen durch meinen Kopf. Warum ich? Wieso eigentlich immer ich zur falschen Zeit am falschen Ort. Was für einen Grund gibt es eigentlich, dass gerade ich hier jetzt auf meinen Knien herumrutsche und einer Schwerverletzten alleine helfen soll?
Und warum in Gottes Namen kommt Bill eigentlich nicht wieder? Die Übelkeit in mir ist mittlerweile umgestiegen in regelrechten Brechreiz. Es scheint mir, als würde ich jeden Moment brechen müssen, doch natürlich bleibt auch dies aus.
Ohne jegliches Wissen, was ich jetzt eigentlich am besten mache, setzte ich mich letztlich auf den Boden, da meine Knie vor Anspannung schon schmerzen. Unüberlegt greife ich fast schon verzweifelt nach ihrer Hand, da ich mir so unglaublich hilflos vorkomme.
Schon fast verloren. Und das ist ein Gefühl, dass ich bis jetzt noch nicht oft fühlte. Und mein Drang danach, es jetzt wieder aufzupolieren, ist eigentlich ziemlich gering. Und so streichle ich vorsichtig über die verletzte Hand. Schürfwunden sind auf ihren zarten, kleinen Fingern verteilt, und sie tut mir schrecklich leid.
Jeder, der jetzt überlegt, was er an meiner Stelle nun machen würde, wäre wahrscheinlich sicher, dass er genau das selbe machen würde, wie ich. Einfach nur Präsents zeigen und wie oft hatte man den bitte schon gehört, dass Menschen in den schlimmsten Lagen ihres Lebens einfach nur Nähe brauchen.
Und auch wenn sie eigentlich kein Recht auf meine Zuneigung hat, so schwirrt mir immer wieder mein Vorsatz vor Augen, nicht als Mörder ins Bett steigen zu müssen.
Ich greife vorsichtig nach ihrer rechten Hand, ich will ihr ja nicht noch mehr weh tun, als es das eh schon passiert ist. Und auch diese Hand ist völlig aufgeschürft und blutend. Narben ziehen sicher über die gesamte Hand und treffen sich, kreuzen sich, um letztlich in kleinen Bluttropfen ihr Ende zu finden.
Es sieht schrecklich aus, und so hart es auch klingt, es ekelt mich, ihr Blut an meiner Hand zu spüren. Doch mein Gewissen scheint mich regelrecht anzuschreien, dass ich jetzt ja nicht los lassen solle. Ich kann mich an keinen Moment in meinem Leben erinnern, an dem ich mir so hilflos vorkam, wie nun.
Was hab ich den groß für Möglichkeiten zu helfen? Genau, keine. Und so bleibt mir nichts anderes übrig, als ihr mit meiner bisher noch freien Hand übervorsichtig über den Kopf zu streicheln und zu beten, dass Bill schnellst möglich wieder zurück kommt.
Am besten noch mit professioneller Hilfe. Aber mir reicht es schon, wenn er wenigstens wieder hier wäre. Denn so anstrengend er auch sein konnte in manchen Lebenslagen, jetzt könnte man, oder besser gesagt ich ihn sehr gut gebrauchen. Schon alleine weil er es doch war, der den Erste Hilfe Kurs mit Mum gemacht hat.
Meine Mum wollte auch, dass ich mitkomme. Zwei Nachmittage. Zwei Stunden, welche mir damals zu viel waren, aber mir in diesen wenigen Sekunden die Sicherheit hätten geben können, das richtige zu tun. Aber so muss ich nun warten, und die Zeit scheint überhaupt nicht mehr weiter schreiten zu wollen.
Unendlichlange dauert es, bis ich mich aufraffe, und nach Bill rufe. Solange kann selbst er nicht beim telefonieren brauchen. „Bill!!! Komm verdammt noch mal endlich!“ Meine Stimme hallt in den Straßen. Bis jetzt hatte ich so was noch nie erlebt, ich kenne diese Szenarien nur aus schlechten Filmen.
Aus ziemlich schlechten Filmen, wie ich jetzt behaupten darf. Alle weg, und ich alleine hier. Keine Hilfe, und auch keine Unterstützung. So ein Scheiß! „Bill wenn du jetzt nicht gleich kommst tick ich aus!“ Langsam aber sicher übertrumpft in mir der Zorn, das ungute Gefühl, hilflos zu sein.
Doch meine Stimme will nicht zu laut sein, auch wenn ich am liebsten schreien würde. „Schau Tom. Ich glaube er… Er ist.. Ich glaube der lebt nicht mehr!“ Sofort reiße ich meine Augen ein Stück auf und wende mich in Richtung Bill.
Bitte was, etwa noch ein Verletzter. Mein Blick fällt sofort auf Bill, welcher nur ein paar Schritte hinter mir steht. Seine Mimik spricht Bände der Verzweiflung, doch als ich meinen Blick auf seine Arme streifen lasse, kann ich nur entsetzt mit dem Kopf schütteln.
Ein kleiner Hund liegt reglos auf seinen Armen, welche sich beschützend um ihn schlängen. Ein Hund! Gott verdammt. Wie kann Bill den in dieser Situation an einen Hund denken.
So sehr mir der Hund auch leit tut, aber in meinen Armen liegt ein Mädchen, welches ebenfalls bald nicht mehr unter uns weilen wird, wenn das hier nicht bald voran geht. Und er hat keine anderen Sorgen als diesen Hund. So viel zum Thema, Erster Hilfe Kurs.
Ich will gar nicht mehr wissen, was sie da genau gelernt haben. Das einzigste wozu er im Stande ist, ist mir die Auskunft geben zu können, dass es noch zehn Minuten dauern würde, bis der Krankenwagen eintreffen würde. Während er sich weiterhin an das leblose Tier hält, lösen sich meine Finger nicht einmal von der Hand das Mädchens. Was sie wohl für einen Namen hat. Vielleicht Jenny.
Oder Christina. Obwohl, wenn man vom aussehen her geht, könnte es auch eine Lorena oder so sein. Zehn Minuten können verdammt lang sein. Vor allem, wenn der eigene Bruder auf einmal unter die Tierliebhaber und Schweiger gegangen ist.
Unbeholfen wandern meine Fingern immer wieder über die des Mädchens, bis letztlich die Minuten verstrichen sind, und man von der weite die Sirene vernehmen kann. Erleichtert atme ich laut auf. Hilfe, endlich Hilfe. Und dann nichts wie weg hier. Einfach nur noch weg, in mein normales Leben. Merle wird auch nur einmal 15. Und das gehört gefeiert…
Auszug aus Teil 4:
Ohne Angst, streife ich ihr erst eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lege meine Hand, dann auf ihre Stirn. Immer wieder überfallen mich Gedanken und in meinem Kopf fühlt es sich so an, als würde er jetzt das erste mal in meinem ganzen Leben richtig denken zu wollen. Hätte ich nur auf Mum gehört und wäre daheim geblieben.
KOMIS ?
lg eure anja
ps. vergebt mir jegliche Fehler bitteXD
babe - 08.01.2007, 18:10
hammer teil!!
schnell WEITER
jenny15 - 09.01.2007, 21:22
wow die beiden teile waren der hammer!!!!!!!!!
das ist ja mal voll heftig!
bitte lass mich nicht zu lange zappeln und es geht gaaaaanz schnell weiter!!!
bin echt gespannt!
Lg Jenny
woelkchen - 09.01.2007, 21:38
Ooooooooooooooooohaaa die Teile warn ja ma voll der Oberhammer ^^
Ganz toll!! -lob- Mach weida so... Toller Stil...
greezle
der Mitternachtstraum - 11.01.2007, 22:13
hier mal das nächste, vielen Dank für eure Komis. Ich hoffe ich kann euch weiterhin mit der FF beeindrucken;)
lg eure anja
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Teil 4: Seit ihr Verwandte... Nein, nur Freunde!
Mein Blick steht im ständigen Wechsel zwischen dem Hund in meinen Armen und Tom. Ich wage mich nicht wirklich, dass neben ihm leidende Mädchen anzusehen. Mir persönlich reicht schon der Anblick des Hundes. Wieder könnte ich mich dafür verfluchen, dass ich so verdammt sensibel sein muss. Jetzt im Moment wäre es für meine Psyche um einiges einfacher, das alles hier zu ertragen, wenn ich nicht schon beim Gedanken an den Unfall innerlich Schaudern würde. Und so starre ich auch weiterhin Regungs- und tonlos auf den Hund, und warte ab, bis endlich das Geräusch des Krankenwagens in meine Ohren strömt. Wie schön sich dieses Geräusch doch anhören kann, wenn man erst einmal dringest darauf wartet. Während des wartens auf den Krankenwagen, ließ ich meine Finger immer wieder vorsichtig über den Kopf des Hundes wandern, während ich beobachtete, wie Tom nervös über die Hand des Mädchens streichelte. Ich kenne ihn zwar selber gut genug, aber es ist immer wieder gut zu wissen, oder eher gesagt beruhigend, dass er auch anders kann, wenn er nur will. Doch während ich immer noch warte, dass das Geräusch des Krankenwagens endlich neben mir zum stehen kommt, kreisen meine Gedanken immer wieder im Kreis. Der Hund, das Mädchen. Das Mädchen, und dann Tom. Tom, ich. Ich, der Hund… Immer so weiter, bis ich letztlich etwas zur Seite weichen muss, damit der Krankenwagen wirklich zum stehen kommen kann. Sofort stürmen einige Leute regelrecht aus den Flügeltüren des Wagens und beachten mich nicht weiter, sondern nehmen sofort Ziel auf Tom und das Mädchen. Sanft drücken sie Tom zu Seite, um sich dann über das Mädchen zu beugen. Und so langsam die Zeit bis nun auch verstrichen war, um so schneller scheint sie jetzt vor mir weg rennen zu wollen. Der Notarzt und zwei Sanitäter beugen sich noch etwas tiefer über das Mädchen, betrachten scheinbar fachmännisch ihre Wunden. Und in der Zeit, in der einer der beiden Sanitäter der Verletzten ein Tropf an legt, wechseln der zweite Helfer sowie der Notarzt kurze aber eindeutige, besorgte Blicke. Auch ein Verband wird schnell um den Kopf des Mädchens gewickelt. Gerade hatte Tom noch mit größter Sorgfalt versucht, ihren Kopf auf seiner Jacke zu platzieren, und nun scheint jeder Handschlag schon routiniert zu sein. Ich spüre förmlich, wie Toms Herz bis zu mir schlagen zu scheint. Sein Blick lässt er prüfend und skeptisch zwischen dem Arzt und seiner Patientin hin und her wandern, eigentlich unwissend, was er tun bzw. wie er helfen kann. Und so bleibt ihm nichts anderes, als an seiner Kleidung zu nesteln und dies pflegt er jetzt auch mit größter Sorgfalt zu Hand haben. Immer wieder schiebt er sein Cap etwas nach unten um es dann mit einem zügigen Fingernschnippen nach oben zu befördern. Mein Zeitgefühl ist dahin, mir kommt es vor, als würde ich nur wenige Sekunden hier gestanden haben, bis die Sirene nun erneut zu vernehmen ist. Unter dessen sind die Sanitäter schon damit beschäftigt, das Mädchen sanft auf der Trage in den Krankenwagen zu heben. Das Blaulicht ist mittlerweile bei uns angekommen. Täusch ich mich, oder hatte ich vorhin das Martinshorn des Krankenwagens ewig nur in meinem Rücken, anstatt neben mir? Ich schenke meinen Blick zu dem geparkten Auto und augenblicklich wird mir unwohl. Polizeiauflauf. Das fehlt jetzt auch noch. Mum würde eh schon stinke sauer sein, da Tom und ich einfach gegangen waren, wenn sie uns jetzt auch noch zu einer Zeugenaussage begleiten dürfte, wäre sicher, dass Tom und ich die längste Zeit die coolsten Zwillinge gewesen sein würden. Doch bevor ich weiter darüber nachdenken kann, wie ich Tom und mich aus dieser Situation am gesündesten manövrieren kann, werde ich schon von eben genannten am Arm gezogen und mit einem sanften Stoß in den Krankenwagen geschubst. Einige Momente herrscht vollkommene Stille im Wagen. Nur das fiepen, eines mir bislang nicht bekannten Gerätes stört die gewollte Ruhe. Ich versuche ein paar klärende Blicke mit Tom auszutauschen, doch bevor ich ihn wirklich zur Rede stellen kann, tut dies schon freundlicherweise der Notarzt für mich. „Ihr seid ihre Verwandten?“ Eine kurze Musterung unserer Personen, und eigentlich müsste dem Arzt genau jetzt klar sein, dass es unmöglich ist, dass wir Verwandt sind. Sie pickfein angezogen und Tom und ich. Naja, eben anders. Nicht so Schicki Micky. Das scheint wohl selbst Tom klar zu sein, und so räumt er gleich ein, dass wir keine Verwandten sind. „Nein, aber gute Freunde.“ Häh? Was sind wir? Gute Freunde. Na klasse. Also bin ich jetzt ein Freund von ihr. Also von dem Mädchen. Meine Fresse ich weiß ja noch nicht mal ihren Namen, wie soll ich bitte glaubwürdig rüber bringen, dass ich einer der besten Freunde von ihr darstelle. Super Tom, wirklich wieder klasse gemacht. Was in Gottes Namen, verspricht er sich eigentlich daraus? Erneut will ich gerade ansetzten und Tom mit meinen Fragen löchern, als eine mitte fünfzig Jährige Polizistin an den Wagen tritt und das Gespräch mit mir sucht. „Entschuldigung? Waren Sie bei dem Unfallgeschehen dabei?“ Ihr sanft scheinendes Lächeln, welches Sie schon beim aussteigen aufgesetzt hatte, trägt meiner Meinung nach jedoch nicht gerade dazu bei, ihre Falten im Gesicht weniger oder gar besser wirken zu lassen. Doch bevor ich endgültig in der Musterung der Person versinke, schiebe ich sämtliche Augmerkmale beiseite und konzentriere mich lediglich auf das von ihr gesprochene. Hilfe von meinem Lieblingsbruder brauche ich ja nicht zu erwarten, denn dieser ist gerade dabei, sich selbst strafbar zu machen, in dem er unauffällig in der Handtasche des Mädchens zu kramen beginnt. Höchstwahrscheinlicht ist nun auch ihm aufgefallen, dass wir nichts über sie wissen, und so sucht er nun nach dem Ausweis oder anderen Angaben über ihre Person. Trottel. Und wehe jemand kommt jetzt mit dem Argument, ihr seit Zwillinge, ihr müsst gleich sein. Ich schüttle benommen mit dem Kopf und ein leises Nein huscht über meine Lippen. Sollen die ruhig denken ich hab nen Schock oder sonst etwas, was mich um die Tatsache boxt weiter auf die Fragen der Frau eingehen zu müssen. „Ich war nicht dabei. Aber das war alles so schrecklich. Ich weiß nichts mehr. Sie… Der Hund… Was ist mit dem Hund… Es ist alles so schrecklich!“ Ich lasse meine Stimme immer panischer klingen und sinke geschafft auf den Boden des Krankenwagens um meinen Kopf auf die Knie zu stüzten. Schluchze betroffen auf, und höre nur mit einem Ohr, wie der Arzt mit dem Polizisten tuschelt. Die beiden Beamten verabschieden sich von Tom und drücken ihm noch ein kleines Kärtchen in die Hand, bevor sie aus meinem Sichtfeld endgültig verschwinden. Ich blicke kurz versohlen zu Tom, welcher anscheinend endlich den Ausweis unbemerkt gefunden haben zu scheint. „Annabel, jetzt wach doch endlich auf!“ Erneut streift Tom ihr besorgt über den Kopf, und zwinkert mir heimlich zu. Währe mir im Moment nicht ziemlich schlecht, wäre ich wohl ziemlich stolz auf Tom. Aber mir ist gerade wirklich nicht so zu Mute, Spielchen zu spielen. Ich nicke nur gefühlskalt und lege meinen Kopf dann in den Nacken. Irgendwie muss ich meinen Kopf erst einmal wieder versuchen zu ordnen. Doch das ist schier unmöglich. Tom macht mich wahnsinnig mit seinem Geschwafel, was Annabel auch nur nicht wieder aus ihrem Schlaf holen wird. Die Ärzte die unaufhörlich in ihrem Fachdeutsch umherreden, dass wir auch ja nur nichts verstehen und ich nahe eines Ausraster, der sich gewaschen hat. Wieso rennt Tom den Problemen hinter her. Ich könnte jetzt zu Hause vor der Kiste sitzen und mir King of Queens ansehen, oder sonst irgendwas sinnloses machen, aber nein wo bin ich. Genau im Krankenwagen, welcher eben anfährt, um uns alle in das nächstgelegene Krankenhaus zu bringe, wie es der Arzt, eben so schön erklärte. Ich kann ihn nicht wirklich verstehen. Wieso läuft er den Problemen hinter her?
Aber anstatt zu protestieren, treibt mich die Neugierde doch dazu, heraus zu finden, was genau Tom nun dazu treibt, hier rum zusitzen und einen auf bester Freund von Madame zu machen, als sich mit seiner eigentlichen Freundin zu begnügen. „Wie heißt ihr zwei eigentlich?“ Auch der Arzt hat sich mittlerweile auf einen Sitz niedergelassen und betrachtet Annabel, wie sie seelenruhig zu schlafen scheint. „Das ist Tom und ich bin Bill. Kaulitz. Wir sind Zwillinge!“ Wie monoton das schon aus mir kommt. Wie eine Tonbandansage, die bei Befehl einfach abgespult wird. „Ok, hier setzt du dich zu ihr. Vielleicht hilft es ihr ja, dass sie wieder wach wird, wenn sie dich um sich herum spürt!“ Entsetzt reiße ich meine Augen auf. Ich? Was hab ich den mit ihr zu tun. Ich glaube kaum, dass sie das wirklich interessieren wird. Halt. Achso, ich bin ja ein sehr guter Freund. Ich funkle Tom böse an, während ich mich von meinem Platz aufhiefe um mich neben Annabel wieder fallen zu lassen. Erst jetzt fällt mir eigentlich auf, wie sehr sie zugerichtet ist. Ihre Augen umkreisen stechende Farben von Rot zu Grün alles und über die wahrscheinlich sonst sehr gepflegte Haut ziehen sich kleine und größere Schürfwunden. Mir schmerzt es schon überall, dass nur ansehen zu müssen, und deswegen scheue ich mich auch, sie zu berühren. Die Angst ist doch da, dass ich sie verletzte, oder es ihr weh tut, wenn ich sie berühre. Auch wenn ich sie nicht kenne, kann man ja doch etwas vorsichtig sein. Vor allem, wenn jemand eh schon so aussieht. Ich versuche in mir meine Gedanken auszuschalten und meine Finger einfach machen zu lassen. So wie beim schreiben. Wenn ich an nichts denke, klappt das am besten. Warum nicht auch hier. Ohne Angst, streife ich ihr erst eine Haarsträhne aus dem Gesicht und lege meine Hand, dann auf ihre Stirn. Immer wieder überfallen mich Gedanken und in meinem Kopf fühlt es sich so an, als würde er jetzt das erste mal in meinem ganzen Leben richtig denken zu wollen. Hätte ich nur auf Mum gehört und wäre daheim geblieben.
Auszug aus Teil 4.2:
Ich kann nur nicken. Was soll ich dazu auch groß sagen. Hätte er mich vor ungefähr zwei Stunden gefragt ob wir etwas über sie erfahren würden, wenn wir mit in den Krankenwagen steigen würden als angebliche Freunde, hätte ich ihm diese Auskunft auch schon geben können. Ich schließe erschöpf meine Augen doch anstatt ich meine gewünschte Ruhe finden kann, flammen plötzlich wieder zwei strahlend blaue Augen vor mir auf.
jenny15 - 11.01.2007, 22:34
hey echt wieder super geiler teil!
echt heftig, was da so abgeht!
die arme tut mir so leid, und wie tom sich so um sie kümmert ist auch ziemlich süß. ;)
hoffe es geht bald weiter, ich will unbedingt wissen, wie es weiter geht!
sweet kisses
Jenny
babe - 12.01.2007, 20:17
super teil!!
schnell WEITER
süßehexe - 23.01.2007, 16:47
Guck ma wer dir hier ein Kommi hinterlassen hat
und guck ma wer deine FF gaaaanz toll findet
und guck ma wer hier auf den nächsten teil wartet
Und rat ma wer bald nen neuen teil on setzten wird
sry.. das sind imma noch meine 5 Minuten.. :D
der Mitternachtstraum - 23.03.2007, 19:18
Heyhey ihr^^
sry das es solange gedauert hat aber ich hab mir jetzt fest vorgenommen nur für diese FF zu arbeiten, also stehen die Chancen ziemlich gut für euch, dass ihr nicht mehr so sehr warten müsst, ist ja peinlich :oops:
also sry nochmal
lg eure anja
@jenny15: ich liebe heftiges :twisted: nein quatsch vielen dank für dein komi und seien wir ehrlich so süß wie tom sihc um das mädl kümmert da wünscht man sich doch auch iwie sie zu sein;)
@babe: Danke fürs komi
@süßehexe:XD kanns sein das du deine fünf minuten immer hast;) nein quatsch vielen Dank für dein Komi und sry das du warten musstes bis ich mal ausm arsche komme aber jetzt gehts weiter*kizz*
lg eure anja
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Teil 4.2: Schweigepflicht gilt für alle... Gut das ich anders bin
Toll hinterher ist man immer schlauer. Ich rolle genervt mit den Augen und streichle immer wieder über die Wange von Annabel. „Bill, ich glaub sie macht die Augen auf?“
Toms hysterischer Schreianfall, lässt alle Insassen im Wagen zusammen zucken und vor allem mich erschrocken meine Hand wieder von ihrem Kopf reißen. Sofort hefte ich meinen Blick an das kleine Fenster über Toms Kopf, nur um nicht in das Gesicht von Annabel sehen zu müssen.
Auf einmal macht mir das alles ziemliche Angst. Die Leute, die Verletzte, der Fahrer des Wagens, die Wolken. Alles. Nur eins nicht. Diese unglaublich blauen Augen von Annabel. Diese strahlend blauen Augen.
Tom krallte sich aufgeregt an einen der Sanitäter , während ich in ihre Augen bestaune. Mir verschlägt es förmlich die Sprache. Unfähig noch irgendetwas zu denken oder zu tun, richte ich einen Blick zurück auf diese Augen, welche ängstlich durch den Wagen blicken.
Tränen bringen das blau noch mehr zum strahlen und unbedacht, streichle ich wieder über die Stirn des Mädchens. Es tut weh sie weinen zu sehen. Sie hat doch so schon genug schmerzen.
Soll sie doch wenigstens das Gefühl haben, dass sie nicht alleine ist. Für mich könnte die Zeit jetzt stehen bleiben, alles um mich herum auflösen, doch der Arzt stöhst mich unsanft zurück an meinen alten Platz um Annabel wach halten zu können. I
ch wage mich nicht mehr Tom anzusehen, auch wenn ich spüre wie er seinen Blick zwischen ihr und mir wandern lässt. Seine Augen scheinen sich ja schon fast in meine Haut einbrennen zu wollen, doch ich gebe nicht nach und betrachte meinen heute früh noch frisch lackierten Nägel.
Schwarz, und die Spitzen sorgfältig weiß. Wirklich gute Arbeit die meine Mum da diesmal geleistet hatte. O.k. eigentlich war ich es selber. Gott ich bin ja total bescheuert im Kopf. Jetzt beruhig dich mal wieder.
Aber zumindest kann ich Tom jetzt verstehen. Ich muss wissen ob es ihr gut geht, früher würde ich nicht gehen. Ob ich nun wollte oder musste. Der Rest der Fahrt vergeht für mich wie im Flug. An Annabel komm ich nicht mehr heran, da die Sanitäter und der Arzt mit allen Mittel versuchen sie bei Bewusstsein zu halten.
Doch Tom streichelt ihr immer noch unverändert über die Handfläche und sie dankt es ihm in Gedanken. Wahrscheinlich fühlt er sich ziemlich unwohl, den sein Blick spricht mehr als tausend Bänder.
Endlich vor dem Krankenhaus angekommen, geht dann alles noch etwas hektischer. Tom und ich werden in einen kleinen Raum gebracht, in dem ein paar Flaschen Cola und Wasser so wie Tee und Kaffee bereit steht.
Was mit Annabel passiert weiß keiner von uns beiden und die Schwester, welche alle viertel Stunde nach uns sehen zu scheint, darf oder will uns auch nicht mehr sagen, als das sie gerade operiert wird.
„Ich denke nicht, dass sie uns sagen, wie es ihr geht!“, stellt Tom auf einmal mit schleppender Stimme fest, während die Schwester erneut das Zimmer für die nächsten fünfzehn Minuten verlassen hat. „Die Schweigepflicht erlaubt es ihnen nicht und wir sind keine Verwandten von ihr.“
Ich kann nur nicken. Was soll ich dazu auch groß sagen. Hätte er mich vor ungefähr zwei Stunden gefragt ob wir etwas über sie erfahren würden, wenn wir mit in den Krankenwagen steigen würden als angebliche Freunde, hätte ich ihm diese Auskunft auch schon geben können.
Ich schließe erschöpf meine Augen doch anstatt ich meine gewünschte Ruhe finden kann, flammen plötzlich wieder zwei strahlend blaue Augen vor mir auf. Und das sind eindeutig ihre Augen. Ich lasse meine Lider sofort wieder in die Höhe schnellen und versuche das mir anscheinend eingebrannte Bild von ihr am Boden zu vergessen.
Wie hilflos sie dalag. Und wie fürsorglich Tom neben ihr sahs. „Was denkst du. Ob sie schon die Eltern informiert haben? Mit uns redet man ja nicht!“ Ich senke meinen Kopf erneut.
„Kein Peil. Aber ich bin mir mit einem ganz sicher. Annabel muss ziemlich angesehen sein. Gib dir mal den Namen. Annabel van der Germou. Das kann man ja kaum aussprechen. Naja wie dem auch sei. Ich denke mal schon das die hier die Eltern schon informiert haben. Und dann können wir uns unser Ärger abholen und werden trotzdem nichts erfahren!“
Auch wenn es hart klingt, Recht hat er leider. Wieso kann man uns auch nicht einfach sagen, ob sie zumindest außer Lebensgefahr ist. Wie es um sie steht. Und überhaupt.
Wenigstens darauf haben wir wohl als erst Helfer ein Recht. Mir graut es jetzt schon davor, wenn wir das erste Mal den Eltern über den Weg laufen werden. Und das wird wahrscheinlich unumgänglich sein. Die Situation ist echt zum Haar raufen. Schon alleine weil ich warten verabscheue.
Genervt greife ich nach einer Zeitung und überblättere die Seiten. Doch ich lasse sie sofort wieder zurück auf den Tisch fallen, als ich durch die Tür einen Mann mit weißem Kittel kommen sehe.
Tom und ich stehen fast zeitgleich auf, um dem Arzt die Hand entgegen zustrecken, welcher sich uns als Dr. Podlaski vorstellt. Auch Tom und ich stellen uns vor, und folgen dann mit fragendem Gesichts Ausdruck der Aufforderung vom Arzt, ihm zu folgen.
Der Geruch von Desinfektionsmittel sticht mir scharf in der Nase und ich muss mich leicht räuspern, da ein Gefühl der Übelkeit mich überkommt. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich ziemlich nervös bin. Wer weiß schon, was nun mit dem Mädchen ist, dass sogar Tom und ich es erfahren.
Ohne vorher überhaupt nur ein Wort mit den wirklichen Freunden oder gar Verwandten gewechselt zu haben. Ein ziemlich komisches Gefühl. Wir folgen dem Arzt immer weiter durch die schier unendlichen Gänge des Krankenhauses, bis wir letztlich durch eine Glastür im dritten Stock vor der Holztüre von Zimmer 304 ankommen.
Dort stopt der Arzt kurz. Unterwegs hatte er nicht viel mit uns gesprochen. Lediglich die Aussage, das wir uns keine Sorgen machen bräuchten, die Eltern schon von allem bescheid wüssten, aber sie gerade im Ausland wären, und erst später zu uns kommen könnten, erhielten wir.
Super Sache. Muss ja ne ziemlich tolle Familie sein, wenn sie ihre 16 jährige Tochter alleine in Deutschland lassen, während die Eltern sonst wo in der Welt umher touren. Ich verdränge den Gedanken wieder aus meinem Kopf und folge der Rede des Arztes.
„Also wie schon erwähnt, ihr Zustand ist nicht mehr lebensgefährlich, aber sie hat eine schwere Amnesie. Ihr habt davon sicher schon einmal gehört!“ Wir nicken nur kurz. Schließlich wohnen wir vielleicht auf dem Land, aber nun auch nicht auf dem Mond.
Der Arzt blickt uns zufrieden an, und führt dann mit seiner Ansage fort. „Sie kennt weder ihre Identität noch sonst etwas, was man mit ihrem bisherigen Leben in Bezug bringen kann. Soweit ich richtig informiert bin, scheint ihr ja die Freunde von Frau van der Germou zu sein. Da ihr Freunde von ihr seid, würde ich Sie darum bitten Namen und Adresse aufzuschreiben. Es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, welche uns von den Eltern vorgeschrieben wurde, bevor wir euch zu ihr lassen dürfen.“
Herr Podlaski lässt seinen Blick fordernd zwischen mir und Tom wandern, während ich versuche Tom innerlich für seine Lügen zu erschlagen.
Auszug aus Teil 4.3:
„Dann haben wir wohl ein Problem…“ Der Arzt lässt seinen Blick noch einmal kurz um unser beiden Köpfe kreisen, bevor er ohne ein weiteres Wort geht und hinter der nächsten Ecke verschwindet. Etwas irritiert über das plötzliche verschwinden des Docktors lasse ich meinen Blick zu Tom wandern.
„Na der ist weg!“, bringe ich trocken hervor und erstaune selber über meine unglaubliche Auffassungsgabe. „Oja, der ist weg!“, wiederholt Tom mich in meinem Tonfall, und sein hinterlistiges Grinsen kann einem gar nicht entgehen, selbst wenn man das wollte.
„Tom, vergiß es. Für heute haben wir beide genug sch***e angerichtet. Wir werden jetzt beide hier schön brav auf den Arzt warten, dessen Namen man nicht mal aussprechen kann, und dann werden wir hier aubha…!“
LG eure Anja
Dani288 - 23.03.2007, 22:10
Hallöchen...,
so muss hier jetzt auch mal einen Kommi hinterlassen.
Finde deine Story echt hammer gut. Man, du hast wirklich Ausdauer beim schreiben.
Oh gott, Bill und Tom sind ja in eine Situation reingeruscht in der ich nicht reinrutschen möchte...
Aber bis jetzt haben sie ja alles gut gemeistert.
Finde es besser, wenn du Absätze rein bringen würdest, so wie im letzten Teil. Das liest sich einfacher.
Und es freut mich riesig, dass du dich jetzt auf diese Story konzentrieren willst!
Also mich hast du als Leserin schon mal sicher! :-D
Hoffe es geht bald weiter.
Liebe Grüße
Dani
der Mitternachtstraum - 28.03.2007, 19:12
Heyhey Dani288°G°
vielen dank für dein Komi freut mich das dir die FF gefällt und hier gibts jetzt auch mal den nächsten teil ich hoffe er gefällt dir und ich kann wieder ein komi von dir /und den stilllesern/ erhalten^^
würde mich sehr darüber freuen
lg anja
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Teil 4.3: Lügen haben kurze Beine...
Toll hinterher ist man immer schlauer. Ich rolle genervt mit den Augen und streichle immer wieder über die Wange von Annabel. „BIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIILLLLLLLLLLL!!!!!! Ich glaub sie macht die Augen auf?“
Toms hysterischer Schreianfall, lässt alle Insassen im Wagen zusammen zucken und vor allem mich erschrocken meine Hand wieder von ihrem Kopf reißen. Sofort hefte ich meinen Blick an das kleine Fenster über Toms Kopf, nur um nicht in das Gesicht von Annabel sehen zu müssen. Auf einmal macht mir das alles ziemliche Angst.
Die Leute, die Verletzte, der Fahrer des Wagens die Wolken. Alles. Nur eins nicht. Diese unglaublich blauen Augen von Annabel. Diese strahlend blauen Augen. Tom krallte sich aufgeregt an einen der Sanitäter , während ich in ihre Augen bestaune.
Mir verschlägt es förmlich die Sprache. Unfähig noch irgendetwas zu denken oder zu tun, richte ich einen Blick zurück auf diese Augen, welche ängstlich durch den Wagen blicken. Tränen bringen das blau noch mehr zum strahlen und unbedacht, streichle ich wieder über die Stirn des Mädchens.
Es tut sie weinen zu sehen. Sie hat doch so schon genug schmerzen. Soll sie doch wenigstens das Gefühl haben, dass sie nicht alleine ist. Für mich könnte die Zeit jetzt stehen bleiben, alles um mich herum auflösen, doch der Arzt stöhst mich unsanft zurück an meinen alten Platz um Annabel wach halten zu können.
Ich wage mich nicht mehr Tom anzusehen, auch wenn ich spüre wie er seinen Blick zwischen ihr und mir wandern lässt. Seine Augen scheinen sich ja schon fast in meine Haut einbrennen zu wollen, doch ich gebe nicht nach und betrachte meinen heute früh noch frisch lackierten Nägel. Schwarz, und die Spitzen sorgfältig weiß.
Wirklich gute Arbeit die meine Mum da diesmal geleistet hatte. O.k. eigentlich war ich es selber. Gott ich bin ja total bescheuert im Kopf. Jetzt beruhig dich mal wieder. Aber zumindest kann ich tot jetzt verstehen. Ich muss wissen ob es ihr gut geht, früher würde ich nicht gehen. Ob ich nun wollte oder musste.
Der Rest der Fahrt vergeht für mich wie im Flug. An Annabel komm ich nicht mehr heran, da die Sanitäter und der Arzt mit allen Mittel versuchen sie bei Bewusstsein zu halten. Doch Tom streichelt ihr immer noch unverändert über die Handfläche und sie dankt es ihm in Gedanken. Wahrscheinlich fühlt er sich ziemlich unwohl, den sein Blick spricht mehr als tausend Bänder.
Endlich vor dem Krankenhaus angekommen, geht dann alles noch etwas hektischer. Tom und ich werden in einen kleinen Raum gebracht, in dem ein paar Flaschen Cola und Wasser so wie Tee und Kaffee bereit steht. Was mit Annabel passiert weiß keiner von uns beiden und die Schwester, welche alle viertel Stunde nach uns sehen zu scheint, darf oder will uns auch nicht mehr sagen, als das sie gerade operiert wird.
„Ich denke nicht, dass sie uns sagen, wie es ihr geht!“, stellt Tom auf einmal mit schleppender Stimme fest, während die Schwester erneut das Zimmer für die nächsten fünfzehn Minuten verlassen hat. „Die Schweigepflicht erlaubt es ihnen nicht und wir sind keine Verwandten von ihr.“
Ich kann nur nicken. Was soll ich dazu auch groß sagen. Hätte er mich vor ungefähr zwei Stunden gefragt ob wir etwas über sie erfahren würden, wenn wir mit in den Krankenwagen steigen würden als angebliche Freunde, hätte ich ihm diese Auskunft auch schon geben können.
Ich schließe erschöpf meine Augen doch anstatt ich meine gewünschte Ruhe finden kann, flammen plötzlich wieder zwei strahlend blaue Augen vor mir auf. Und das sind eindeutig ihre Augen. Ich lasse meine Lider sofort wieder in die Höhe schnellen und versuche das mir anscheinend eingebrannte Bild von ihr am Boden zu vergessen. Wie hilflos sie dalag. Und wie fürsorglich Tom neben ihr sahs.
„Was denkst du. Ob sie schon die Eltern informiert haben? Mit uns redet man ja nicht!“ Ich senke meinen Kopf erneut. „Kein Peil. Aber ich bin mir mit einem ganz sicher. Annabel muss ziemlich angesehen sein. Gib dir mal den Namen.
Annabel van der Germou. Das kann man ja kaum aussprechen. Naja wie dem auch sei. Ich denke mal schon das die hier die Eltern schon informiert haben. Und dann können wir uns unser Ärger abholen und werden trotzdem nichts erfahren!“ Auch wenn es hart klingt, Recht hat er leider.
Wieso kann man uns auch nicht einfach sagen, ob sie zumindest außer Lebensgefahr ist. Wie es um sie steht. Und überhaupt. Wenigstens darauf haben wir wohl als erst Helfer ein Recht. Mir graut es jetzt schon davor, wenn wir das erste Mal den Eltern über den Weg laufen werden. Und das wird wahrscheinlich unumgänglich sein.
Die Situation ist echt zum Haar raufen. Schon alleine weil ich warten verabscheue. Genervt greife ich nach einer Zeitung und überblättere die Seiten. Doch ich lasse sie sofort wieder zurück auf den
Tisch fallen, als ich durch die Tür einen Mann mit weißem Kittel kommen sehe. Tom und ich stehen fast zeitgleich auf, um dem Arzt die Hand entgegen zustrecken, welcher sich uns als Dr. Podlaski vorstellt. Auch Tom und ich stellen uns vor, und folgen dann mit fragendem Gesichts Ausdruck der Aufforderung vom Arzt, ihm zu folgen.
Der Geruch von Desinfektionsmittel sticht mir scharf in der Nase und ich muss mich leicht räuspern, da ein Gefühl der Übelkeit mit überkommt. Aber das liegt wohl eher daran, dass ich ziemlich nervös bin. Wer weiß schon, was nun mit dem Mädchen ist, dass sogar Tom und ich es erfahren.
Ohne vorher überhaupt nur ein Wort mit den wirklichen Freunden oder gar Verwandten gewechselt zu haben. Ein ziemlich komisches Gefühl. Wir folgen dem Arzt immer weiter durch die schier unendlichen Gänge des Krankenhauses, bis wir letztlich durch eine Glastür im dritten Stock vor der Holztüre von Zimmer 304 ankommen.
Dort stoppt der Arzt kurz. Unterwegs hatte er nicht viel mit uns gesprochen. Lediglich die Aussage, das wir uns keine Sorgen machen bräuchten, die Eltern schon von allem bescheid wüssten, aber sie gerade im Ausland wären, und erst später zu uns kommen könnten, erhielten wir. Super Sache. Muss ja ne ziemlich tolle Familie sein, wenn sie ihre 16 jährige Tochter alleine in Deutschland lassen, während die Eltern sonst wo in der Welt umher touren.
Ich verdränge den Gedanken wieder aus meinem Kopf und folge der Rede des Arztes. „Also wie schon erwähnt, ihr Zustand ist nicht mehr lebensgefährlich, aber sie hat eine schwere Amnesie. Ihr habt davon sicher schon einmal gehört!“ Wir nicken nur kurz. Schließlich wohnen wir vielleicht auf dem Land, aber nun auch nicht auf dem Mond.
Der Arzt blickt uns zufrieden an, und führt dann mit seiner Ansage fort. „Sie kennt weder ihre Identität noch sonst etwas, was man mit ihrem bisherigen Leben in Bezug bringen kann. Soweit ich richtig informiert bin, scheint ihr ja die Freunde von Frau van der Germou zu sein, Da ihr Freunde von ihr seid, würde ich Sie darum bitten Namen und Adresse aufzuschreiben.
Es ist nur eine Vorsichtsmaßnahme, welche uns von den Eltern vorgeschrieben wurde, bevor wir euch zu ihr lassen dürfen.“ Herr Podlaski lässt seinen Blick fordernd zwischen mir und Tom wandern, während ich versuche Tom innerlich für seine Lügen zu erschlagen.
„Naja…ähm…es ist so, dass…ähm…na…sie…wissen…ach man…bill jetzt sag doch auch mal was.“ Bitte was?! Na toll, und schon darf ich wieder für alles bluten oder wie. Erneut rattert es in meinem Hirn und ich versuche unter Druck eine passende Antwort zu finden, doch was soll ich groß sagen. Es wird einfach Zeit für die Wahrheit.
„Also was Tom damit sagen will ist, dass er gelogen hat und wir Annabel heute zum aller ersten Mal in unserem Leben gesehen haben. Wobei ich noch anmerken darf, dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe!“ Entschlossen hebe ich meinen Kopf in Richtung des Kopfes des Mannes, welche mir trotz meiner 1,83 immer noch locker auf den Kopf spucken könnte.
Den letzten Satz füge ich lieber noch hinter her, am Ende darf ich sonst noch den Kopf hinhalten. Ok. Mitgegangen mit gefangen. Aber man sagt nicht umsonst von mir, dass ich ein Egoist bin. Während ich mir nur Gedanken über die Standpauke von Mum mache, und Tom versucht dem strengen Blick des Arztes zu entkommen, lässt dieser seine Aufmerksamkeit auch nicht von Annabel schweifen.
Erst jetzt fällt mir auf, dass die Tür ein Spalt geöffnet ist, so dass er ein Auge immer auf sie werfen kann. Auch ich erhasche einen kurzen Blick nach innen, doch erkenne ich nur eine weiße Wand, da ich leider noch nicht gelernt habe, um Ecken blicken zu können. „Dann haben wir wohl ein Problem…“
Der Arzt lässt seinen Blick noch einmal kurz um unser beiden Köpfe kreisen, bevor er ohne ein weiteres Wort geht und hinter der nächsten Ecke verschwindet. Etwas irritiert über das plötzliche verschwinden des Docktors lasse ich meinen Blick zu Tom wandern.
„Na der ist weg!“, bringe ich trocken hervor und erstaune selber über meine unglaubliche Auffassungsgabe. „Oja, der ist weg!“, wiederholt Tom mich in meinem Tonfall, und sein hinterlistiges Grinsen kann einem gar nicht entgehen, selbst wenn man das wollte.
„Tom, vergaß es. Für heute haben wir beide genug sch***e angerichtet. Wir werden jetzt beide hier schön brav auf den Arzt warten, dessen Namen man nicht mal aussprechen kann, und dann werden wir hier aubhau…!“
Bevor ich meine Moralpredigt gebührend beenden kann, hat Tom mich am Handgelenk gefasst und ohne Wimperzucken durch die Tür gezogen. Augenblicklich lässt er sie wieder hinter mir zufallen, bedacht ja keine Aufmerksamkeit zu erregen.
Im Zwiespalt mit mir selber, ob ich nun Tom an den Haaren wieder heraus zerren soll, oder doch noch ein wenig Zeit bei ihr verbringen zu können, entscheide ich mich letztlich doch, Tom nachzugeben und lasse mich auf einen kleinen schwarzen Stuhl neben dem Bett fallen.
Tom hat sich schon den Stuhl von der anderen Seite zum Bett gezogen und nun sitzen wir beide sprachlos da und betrachten, wie hilflos sie daliegt und kaum zu atmen scheint. Ängstlich lasse ich meinen Kopf über ihren Körper wandern, welcher nun eingewickelt ist von einer weißen Decke und ich bin dem Herrn Dankbar das ich nicht das ganze unheil sehen muss, welches sich auf ihrem Körper ausbreiten zu scheint.
Erst Toms Worte reißen mich erneute aus den Gedanken. Es ist einfach nicht in seiner Natur, mal mehr wie ne Minute still zu sein. „Muss echt krass sein, wenn mal alles vergessen hat. Alles! Von der Familie bis zu den besten Freunden!“
Entsetzt blickt er mich an und ich kann erneut nur mit den Schultern zucken. Denn weder habe ich es jemals erlebt noch könnte ich dann sagen ob es schlimm ist. Vielleicht ist es ja auch gut. Ohne Grund verliert man doch nicht sein Gedächtnis.
Vielleicht hat sie ja gar keine Freunde und will sich deswegen im inneren gar nicht mehr erinnern wer sie eigentlich ist. Will so zusagen ein zweites Leben beginnen. Ok, klingt komisch, aber kann ja zumindest mal drüber nachgedacht werden.
Ich bin einfach viel zu wenige mit dem Thema informiert, wäre einfacher, wenn man wüsste, was Betroffene dabei empfinden oder so. Meine Güte, ich sollte Forscher werden. Ich glaube kaum, das es Annabel etwas bringt, wenn sie weiß, wie andere sich damit fühlen. Ich persönlich empfinde es jedenfalls erschrecken, wenn ich daran denke, dass ich nicht mehr weiß wer ich bin, und was ich bin vor allem.
Ich seufze kurz und wage es zum ersten Mal seit dem Krankenwagen zu Annabels Augen zu sehen. Sie sind immer noch geschlossen. Keiner weiß, wann sie sie wieder öffnet. „Vielleicht bringts ja was, wenn du wieder so was machst wie im Krankenwagen vorhin Bill!“ Ich sehe Tom erstaunt an und ziehe eine Augenbraue in die Höhe.
„Was hab ich den bitte im Krankenwagen gemachte?“ Er zuckt nur mit den Schultern und weiß darauf selber wahrscheinlich keine Antwort, weil es darauf keine gibt.
Aber ok, wenn es ihm etwas gibt, dann kann ich ihr ja noch mal über die Stirn streicheln. Und so hebe ich meine rechte Hand wieder und lege sie kurz auf ihrem Kopf ab. Auch Tom hat wieder ihre Hand gegriffen, und streichelt ihr liebevoll darüber.
Irgendwie ist es komisch, Tom gar so liebevoll und fürsorglich zu erleben. Selbst Merle kennt Tom so glaub ich nicht wirklich. Wirr im Kopf streichle ich sorgsam über den Kopf, immer bedacht nicht die kleine Platzwunde zu erwischen. Doch wie schon von mir erwartet, zeigt sie natürlich keine Reaktion.
Wäre wirklich ein ziemlich dummer Zufall gewesen. Aber eigentlich will ich Annabel gar nicht mehr los lassen. Am liebsten wäre es mir jetzt, wenn sie einfach ihre Augen öffnen würde, mir sagen könnte ihr geht es gut, und ich könnte einfach gehen und versuchen zu vergessen.
Doch irgendwie hab ich schon jetzt das Gefühl, dass das nicht so einfach werden wird. Entkräftet und müde lasse ich nach einer halben Stunde des Schweigens wieder von ihr ab. Mein Arm verkrampft sich schon langsam, und ich lasse zur Entspannung etwas mein Schultergelenk kreisen, als ich auf einmal in Annabels geöffnete Augen blicke. Für einen kurzen Moment scheint mein Herz stehen zu bleiben, denn ihr Blick scheint meinen förmlich auffressen zu wollen. „Los Tom! Hol einen Arzt! Bel ist wach!“
Auszug aus Teil 5:
Ich lasse die Türe hinter mir ins Schloss fallen, und rolle genervt mit den Augen. Anstrengender Tag. Angstenge Frauen, anstrengendes Leben von Tom Kaulitz. So jetzt nur noch zum Arzt und dann geht’s ab zu Merle. Geburtstag und das heißt Geschenkauspacken. Schon alleine beim Gedanken an Merle „auspacken“ wird es mir nicht nur warm ums Herz.
Dani288 - 29.03.2007, 19:43
Hallöchen...,
so, wie versprochen bin ich jetzt auch wieder da...!!!
Oh man, fand den Teil voll schön und es ist unglaublich, wie du Bill seine Gedanken beschreibst. Kann mir das richtig gut vorstellen, wie er in der Situation eigentlich gar nicht klar kommt und total überfordert ist... :)
War erst ein wenig verwundert und irritiert, weil du den vorherigen Teil nochmal gepostet hast, was jetzt aber nicht weiter tragisch ist. :-D
Und ich find es toll, dass du Absätze hinein gebracht hast.
Zitat: „Naja…ähm…es ist so, dass…ähm…na…sie…wissen…ach man…bill jetzt sag doch auch mal was.“
Die Stelle find ich voll niedlich. Tom stottert sich da einen ab und meint dann ganz bockig, dass Bill ja auch mal was dazu sagen kann...
Zitat: „Also was Tom damit sagen will ist, dass er gelogen hat und wir Annabel heute zum aller ersten Mal in unserem Leben gesehen haben. Wobei ich noch anmerken darf, dass ich mit der ganzen Sache nichts zu tun habe!“
Da hat der Herr sich aber wunderbar rausgeredet... Klar, Tom hat ihm die Sache mit eingebrockt, aber man muss doch den anderen nicht so verpetzen...und schon gar nicht, wenn es sich um den eigenen Bruder handelt.
Böser Bill!
Zitat: „Na der ist weg!“, bringe ich trocken hervor und erstaune selber über meine unglaubliche Auffassungsgabe. „Oja, der ist weg!“, wiederholt Tom mich in meinem Tonfall, und sein hinterlistiges Grinsen kann einem gar nicht entgehen, selbst wenn man das wollte.
Na das sind ja mal ganz schlaue Kerlchen - richtige Blitzmerker. :-D
Und dann hast du das richtig schön beschrieben, wie Bill seine Hand wieder auf ihre Stirn legt und Tom ihre Hand hält...
Zitat: „Los Tom! Hol einen Arzt! Bel ist wach!“
Oh wie süß...Bill hat schon einen Spitznamen für sie!
Bitte, bitte schreib schnell weiter...
Liebe Grüße
Dani
der Mitternachtstraum - 29.03.2007, 20:29
Heyhey ^^
Vielen Dank für dein Komi macht einen richtig stolz sowas zu lesen das e sdir gefällt und damit du nich so lange warten musst kriegst du hier noch einen teil aber dann muss ich erstmal wieder schreiben ^^
lg anja
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Teil 5: Selbstbewusst... Das bin ich/Toms sicht
„Los Tom! Hol einen Arzt!“, klingt Bills Stimme in meinen Ohren, doch bis zu meinem Hirn scheint sie nicht vordringen zu wollen. Starr sehe ich erneut in diese wunderschönen Augen, an denen ich mich kaum satt sehen zu wollen scheine.
Mein Denkvermögen scheint wie ausgeschalten zu sein, und das Schweigen legt sich wie eine Eisenkette darüber. Hilflos und vollkommen verängstigt blicken sie zu erst kurz zu Bill und folgen dann meinen Arm entlang zu meinem Gesicht.
Wie auf Comando lächle ich ihr entgegen, doch ihr Gesichtsausdruck scheint nur danach zu schreien, Antworten zu kriegen. Unzählige Fragezeichen stehen unsichtbar auf ihrer Stirn geschrieben und schon löst sich die erste Träne aus ihrem Auge.
Ich hab schon wieder keine Ahnung was ich machen soll, und umschlinge deshalb ihre Hand noch ein bisschen enger, und auch sie legt ihre Finger noch enger um meine.
Ich will nicht behaupten das es gerade ein kraftvoller Druck ist, aber ich spüre auf jeden Fall schon einmal etwas Leben in ihrem Körper wieder kehren.
Und auch wenn das Leben wirklich nur schwach ist, besser wie gar nichts, rede ich es mir in dem Moment ein. Nichts ist mehr in meinem Kopf. Ich weiß nicht was ich sagen soll, und ein Blick zu Bill verrät mir, dass er genauso wenig Ahnung hat, was wir jetzt machen sollen.
Was sagt man den bitte zu jemandem, der gerade sein Gedächtnis verloren hat. Alles was man sonst im Krankenhaus sagt, passt hier irgendwie nicht. Man kann ja wohl kaum fragen, ob man jemanden von der Familie informieren soll.
Oder ob man nach Hause entlassen möchte. Alles wäre in diesem Moment irgendwie unpassend, aber dennoch ist die Stille noch viel schlimmer. Wollen wir uns jetzt etwa zu dritt die ganze Zeit anschweigen.
In die Stille leben und darauf hoffen, das der andere schon irgendwann etwas sagen wird? Ich glaube da können wir uns lange auf den nächsten verlassen. Keiner findet die richtigen Worte hier für. So kommen wir auf jeden Fall schon mal nicht weiter.
Irgendwas muss mir doch einfallen. Eigentlich bin ich nun wirklich nicht der Typ der auf den Mund gefallen ist. „Tom?“ Ich schrecke aus meinen selbstverurteilenden Gedanken auf und blicke in zwei fragende Augen von Bill.
„Tom. Geh doch jetzt bitte zum Arzt! Und danach geh einfach nen Kaffee trinken. Rauch eine oder mach sonst irgendwas. Aber versuch dich runter zu bringen. Glaub dir wird es dann schon besser gehen, wenn du erstmal wieder Nikotinnachschub hattest. Aber tu uns allen den Gefallen, und hol einen Arzt!“
Na super. Jetzt schreibt mir mein kleiner Bruder schon vor, was ich zu tun und zu lassen habe. Das kann ja wohl wirklich nicht sein ernst sein, wer bitte hat sich den zu ihr auf den Boden gesetzt, als es ihr so schlecht geht. Genau Tom Kaulitz.
Wer hat sich seine Klamotten an dem Blut versaut ohne auch nur darüber nachzudenken. Genau Tom Kaulitz. Und wer will hier jetzt einen auf super Hirn machen. Genau Bill Kaulitz.
Eine Wut kocht in mir auf, welche ich lieber nicht herauslassen möchte, aus Respekt vor Annabel. Aber Bill wird heute sicher noch Freude mit mir finden. Mich zu behandeln wie sein Schoßhündchen. Na danke. Ohne weitere Worte stehe ich auf, würdige Bill keinen weiteren Blickes. Mich hält hier nichts mehr, also kann ich auch gehen.
Einfach verabschieden, die Türe hinter mir schließen und dann zurück in mein altes Leben, in dem ich ohne Probleme erhobenen Hauptes durch die Straßen laufen kann.
Selbstbewusst und mit monotonen Grinsen. Ich reiche dem Mädchen ein letztes Mal meine Hand, schüttle ihre kurz. Worte fallen mir nicht wirklich ein. Genauso wie vorhin schon, aber ein Wunder ist es nicht wirklich. Wie in Gottes Namen soll man in einem Zimmer das vor weiß nur so strahlt auch gute Stimmung erzeugen können.
Ich schüttle den Kopf und werfe dann eine 0 8 15 Verabschiedung hin. „Auf Wiedersehen und dir alles erdenklich gute. Vielleicht sehen wir uns ja noch mal. Aber komm bitte schnell wieder auf die Beine!“ Ich winke ihr noch einmal kurz an der Tür und sehe wie sich ein Lächeln hervorkämpfen möchte, doch unter schmerzen wieder zurück ins Kissen sinkt, und Bills Hand eng umschlingt.
Na klar, ich bin nicht mehr da, da passt der gute Bruder schon. Oman. Ich lasse die Türe hinter mir ins Schloss fallen, und rolle genervt mit den Augen. Anstrengender Tag. Angstenge Frauen, anstrengendes Leben von Tom Kaulitz. So jetzt nur noch zum Arzt und dann geht’s ab zu Merle. Geburtstag und das heißt Geschenkauspacken.
Schon alleine beim Gedanken an Merle „auspacken“ wird es mir nicht nur warm ums Herz. Diese Kurven, dieser Körper. Alles an ihr ist wortwörtlich perfekt. Und da nehme ich gerne in kauf, keine strahlend blauen Augen zu haben, wenn ich dafür Normalität habe…
Auszug aus Teil 6:
„sch***e Tom! Komm zurück, irgendwas stimmt nicht mit ihr!“ Starr liege ich da und überlege, was er damit meint. Ich blicke ihn verängstigt an, doch habe ich meinen Blick sofort von ihm gewendet, als sich die Türe öffnet, und ein Mann mit weißem Kittel eintritt.
LG anja
Dani288 - 29.03.2007, 22:10
Hallöchen...,
ich freu mich riesig, dass du noch ein Kapitel on gestellt hast und natürlich warte ich brav, bist du wieder etwas geschrieben hast. Erstens lohnt sich das und zweitens bleibt mir eh nichts anderes übrig. :lol:
Aber kommen wir erstmal zu diesem Teil.
Mein erster Kommentar: Ui, nach hier gings ja ab!!! :-D
Zitat: Starr sehe ich erneut in diese wunderschönen Augen, an denen ich mich kaum satt sehen zu wollen scheine.
Na da haben ja beide den selben Geschmack...zumindest kann sich keiner der beiden von den blauen Augen abwenden.
Find es irgendwie auch total knufflig, dass beide nicht so recht wissen, was sie machen sollen.
Die armen Zwillinge! :)
Zitat: „Tom. Geh doch jetzt bitte zum Arzt! Und danach geh einfach nen Kaffee trinken. Rauch eine oder mach sonst irgendwas. Aber versuch dich runter zu bringen. Glaub dir wird es dann schon besser gehen, wenn du erstmal wieder Nikotinnachschub hattest. Aber tu uns allen den Gefallen, und hol einen Arzt!“
Ich fand die Aufforderung von Bill eigentlich gar nicht so schlimm. Hätt nie gedacht, dass Tom jetzt deswegen so wütend wird...
Oder hat das vielleicht andere Gründe...?
Zitat: Wer hat sich seine Klamotten an dem Blut versaut ohne auch nur darüber nachzudenken. Genau Tom Kaulitz. Und wer will hier jetzt einen auf super Hirn machen. Genau Bill Kaulitz.
Über die Passage musste ich ganz schön schmunzeln. Süß wie er sich aufregt...
Ich kann mir schlecht vorstellen, dass er jetzt einfach so wieder in sein "normales" Leben eintauchen kann...
...und die Verabschiedung war ja wohl der Oberhammer. Also da hätt ich ja ein wenig mehr von Tom erwartet.
Jedenfalls wünsch ich ihm viel Spaß beim Geschenk auspacken...! :oops:
Also wie gesagt, ich warte gerne bist du wieder etwas neues hast, denn ich liebe deine Story einfach so dermaßen...!!!
Bis dahin.
Liebe Grüße
Dani
der Mitternachtstraum - 31.03.2007, 12:51
hey Danie^^
auch wenn du hier die einzigste bist die list, freut mich aufjedenfall tierisch;)
hier mal der nächste teil für dich sry das ic h es gerstern nich mehr geschafft hab :oops:
LG Anja
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Teil 6: Können raue Hände ehrlich sein?/Annabels Sicht
Stimmen um mich herum, lassen mich langsam aufwachen. Wo bin ich hier? Wieso tut mein Kopf so weh? Die Stimmen scheinen immer laute zu werden, doch es dauert einige Zeit, bis ich genug Kraft gesammelt habe, um meine Lider vorsichtig zu öffnen.
Sofort strahlt mir helles gelbes Licht entgegen und es fällt mir schwer meine Augen geöffnet zu halten. Im ersten Moment erkenne ich jedoch nur einen sterilen Raum Überall weiß, trostlos und leer. Ein paar Geräte stehen hier aber ansonsten nicht viel. Wo bin ich hier nur gelandet.
Diesen Raum hab ich noch nie gesehen in meinem Leben. Doch im nächsten Moment erst erblicke ich zwei Rehbraune Augen, welche mich unsicher mustern. Sofort keimt in mir ein unwohles Gefühl auf. Ich kenne diese Leute nicht. Wer soll das bitte sein. Und warum hält da anscheinend jemand anders meine Hand.
Ich mustere den Jungen, welcher links von mir sitzt. Schwarze Haare, ziemlich lang. Ist das überhaupt ein Junge? Ich hab den noch nie gesehen, was soll das den bitte? Erst jetzt spüre ich, wie jemand meine Hand fest hält.
Ein gewohntes Gefühl, sofort drücke ich dankbar etwas zurück, doch viel Kraft habe ich nicht. Ich drehe den Kopf in Richtung der Person, welche sich so fürsorglich um mich zu kümmern scheint und sehe jedoch erneut nur jemanden, den nicht noch nie vorher gesehen habe. Eine Träne rinnt meine Wange entlang.
Wieso geht den jetzt der Junge mit den Dreadlooks. Ich will nicht das er geht. Er soll hier bleiben. Er hatte doch etwas vertrautes, wenn ich nur wüsste was. Ich setzte an, um etwas zu sagen, doch kostet es mich zu viel Kraft. Ich reiche ihm meine Hand, welche er kurz schüttelt. Was er sagt, verstehe ich nicht.
Es dringt nicht bis zu meinem Kopf. Es versetzt mir schon fast einen Stich, als er noch einmal kurz durch den Türspalt blinzelt und dann geht. Ich greife schnell nach der Hand des andern Jungen, in der Hoffnung dort vielleicht auch die Wärme wieder zu finden, welche mir der andere Junge geben konnte, doch dem ist nicht so.
Die Hände sind so viel anders. Warum ist der Junge nur gegangen. Gut ich kenne ich nicht, aber er hätte doch trotzdem bleiben können. Ich versuche tief in meinem Gedächtnis zu kramen und herauszufinden, was ich hier eigentlich mache.
Doch irgendwie ist da oben alles leer. Ich weiß nicht wer hier neben mir sitzt und unsicher von ein in die nächst Ecke des Raumes blickt und ich weiß nicht was ich hier mache. Ich weiß eigentlich noch nicht mal, wer ich bin. Nichts, da ist überhaupt nichts mehr.
Ein schreckliches Gefühl der Angst, lässt mich unter der Decke zusammenzucken. Ich hab das Gefühl, als wäre ich vollkommen verloren. Nichts ist mehr da, ich kann mich nicht daran erinnern wie ich heiße, wo ich wohne oder wie alt ich bin. Das ist doch nicht normal, oh nein. Das ist alles andere als normal.
Panisch drücke ich die Hand des Jungen noch fester, in der Hoffnung er würde mich vielleicht auch ohne Worte verstehen, doch er setzt nur erschrocken seinen Blick zu mir, und so werde ich fast erschlagen von diesen wunderschönen braunen Augen.
Wenn ich jetzt wüsste was in meinem Leben schon passiert ist, könnte ich wohl behaupten, ich hab noch nie in meinem Leben so schöne braune Augen gesehen. Doch leider kann ich das nicht. Es fällt mir immer schwerer, die Tränen zu unterdrücken. Ich fühl mich so alleine.
Ich versuche mich aufzurichten, doch ein Schmerz zieht durch meinen ganzen Körper und ein einziger Schrei klingt aus meiner Kehle. Ansonsten nichts. Tränen laufen nun wie kleine Bäche aus meinen Augen. Und als hätte ich nicht schon so genug Angst, fängt nun auch noch dieser Junge neben mir zu schreien.
„sch***e Tom! Komm zurück, irgendwas stimmt nicht mit ihr!“ Starr liege ich da und überlege, was er damit meint. Ich blicke ihn verängstigt an, doch habe ich meinen Blick sofort von ihm gewendet, als sich die Türe öffnet, und ein Mann mit weißem Kittel eintritt.
Mein ganzer Körper scheint zu zittern. Ich kann nicht einmal mehr genug Kraft aufwenden um dem Arzt die Hand zureichen. Die beiden wechseln noch kurz Blicke, bevor der schwarz Haarige sich vom Stuhl erhebt. „Tut mir leid. Ich bin dann mal weg.
Ich wünsch dir alles gute. Du kommst sicher bald wieder klar. Machs gut!“ Er streift mir kurz über den Kopf und erneut fühle ich etwas, wie Bekanntheit. Ein Gefühl das sich in den letzten Minuten sehr von mir verabschiedet zu haben scheint.
Und schon wieder schließt sich die Tür von außen und ich bleibe mit einer Person alleine zurück, welche ich nicht kenne. Wieso gehen den alle. Ich will hier nicht alleine bleiben. Diese Jungen sollen wieder Kommen. Nein dieser Junge soll wieder kommen.
Ich will wieder den Trost in seinen Fingern spüren, die so zärtlich über meine streifen. Still rollen mir ein paar Tränen über die Wange während ich versuche dem Arzt zu folgen. Doch das einzigste, worauf ich mich konzentrieren kann, ist diese raue Hand, welche so viel Liebe in sich zu tragen scheint…
Auszug aus Teil 7.1:
. “Tom, willst du mir jetzt erzählen, dass du mich schon wieder versetzt oder was?” Ihre Stimme klingt drohend, und alleine beim Gedanken wie sie jetzt nervös an ihrem Shirt zupft um die Beherrschung nicht vollkommen zu verlieren, macht mich schon vollkommen wahnsinnig. Ich sollte mich dringend mal in Therapie oder so begeben. “Merle, bitte beruhig dich. Ich erklär dir alles heute Abend. Versprochen? Ich ruf dich an ok?” Hoffentlich springt sie drauf an. Bitte Herr, steh einmal auf meiner Seite. Lass Merle einmal nicht zickig sein.
Dani288 - 04.04.2007, 20:39
Hallöchen...,
muss erstmal ein dickes sorry loswerden, dass ich erst so spät ein Kommi hinterlasse. Aber ich hab eine Entschuldigung: War in Prag... :-D
Aber trotzdem freu ich mich jetzt wieder in Deutschland zu sein und endlich wieder zu lesen...!!!
Ich kann das übrigens auch gar nicht verstehen, dass ich die einzigste Kommi-Schreiberin bin...
Also an alle Still-Leser: Schreibt einen Kommi!!! Diese Story hat es verdient...!
So kommen wir nun zum eigentlichen Teil:
*freu*
Ich fand es schön, dass dieser Teil aus Annabels Sicht geschrieben wurde. Sie tat mir so unendlich leid...
Ich kann mir das gar nicht vorstellen, aufzuwachen und nicht mehr zu wissen wer man ist, wo man sich befindet usw...
Zitat: Panisch drücke ich die Hand des Jungen noch fester, in der Hoffnung er würde mich vielleicht auch ohne Worte verstehen, doch er setzt nur erschrocken seinen Blick zu mir, und so werde ich fast erschlagen von diesen wunderschönen braunen Augen.
Oh man, da wacht sie auf und weiß schon nicht mehr wo ihr der Kopf steht. Erst streichelt Tom ihre Hand, was in ihr ein gewohntes Gefühl auslöst und dann blickt sie auch noch in Bills Augen...
Hast du sehr schön geschrieben...!!!
Bin gespannt wie es weiter geht. Ich musste schon sehr über den Auszug schmunzeln. :-D
Also schreib schnell weiter!!!
Liebe Grüße
Dani
der Mitternachtstraum - 05.04.2007, 15:27
Heyhey Dani^^
danke für dein Komi ich hab hier mal das nächste Komi für dich, freut mich immer so schöne Komis von dir zubekommen. Und lieber eins als keins und deins bedeutet mir sehr viel^^
lg kiss habs you lieb anja
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Kapitel 7.1: Das neue Bett, und doch kein Schlaf...
“Ja, sie ist wach. Und Bill ist noch bei ihr! Wir wollten sie nicht alleine lassen. Und ja ich verspreche ich werde nicht mehr heimlich zu ihr gehen. Und ja ich verspreche ich gehe überhaupt nicht zu ihr!” So ich glaub ich hab nichts vergessen.
Der Arzt sieht mich tadelnd an. “Wissen Sie was alles hätte passieren können. Ihr Bruder ist sicher überfordert mit der Situation. Am besten ist wenn Sie jetzt das Krankenhaus verlassen. Ich schicke Ihnen Ihren Bruder auch sofort!”
Er schüttelt mir noch kurz die Hand und lässt mich dann in der Empfangshalle des Krankenhauses alleine stehen. Na toll, jetzt darf ich wieder auf den warten. Reicht es nicht das ich sonst schon immer wegen ihm zu spät kom.
Nein, jetzt kom ich erneut wegen ihm zu spät. Und warum, weil er hier einen auf San Marita machen muss. Ich lasse mich genervt auf einen der Plastikstühle sinken und verbringe die Zeit bis Bill endlich da ist, damit den heißen Kaffee zu schlürfen und die Uhr zum langsamer weiter wandern anzuflehen.
Oman, ich hab noch kein Geschenk für meine Süße und es ist schon halb fünf. Super Sache. Echt klasse. Erleichtert springe ich auf, als ich endlich Bill um die Ecke trotten seh. Aber sein Anblick ist nicht gerade sehr aufmunternd. Ihn hat das wahrscheinlich mehr mitgenommen als mich.
Auch wenn ich ihn etwas verstehen kann, aber dem Mädchen geht es ja jetzt wieder gut, also sollen wir bitte jetzt trauern? Also das ist wirklich zu viel des Gutens. Aus meiner Ansicht zumindest. Ich schlendere mit den Händen in meinen Hosentaschen Bill entgegen, welcher nicht einmal den Kopf aufrichtet, als wir beinahe zusammenstoßen.
Er folgt mir stumm und kickt einen kleinen Stein vor seinen Füßen. Auch ich versuche mich damit abzulenken, doch so wirklich gelingt es mir nicht, wenn Bill hier ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter macht. Ich grübele kurz und hab dann eine hoffentlich keimende Idee. “Bill, wie sieht’s aus. Also ich hab nach wie vor kein Geschenk für Merle. Kommst du mit.
Du kennst mich doch, ich bin im Geschenke aussuchte nicht wirklich begabt!” Ich stoße ihm neckisch in die Rippen, doch er scheint weiter in seine Gedankenwelt vertieft zu sein.
Mir fehlen letztlich doch die richtigen Worte um ihn hier und jetzt auf offener Straße abzulenken, also ziehe ich ihn mehr oder weniger gut hinter mir her, und manövriere ihn dann auf einen der Metallsitze an der Bushaltestelle.
Noch eine halbe Stunde warten, ohman. Wo ist die Zeit nur wenn man sie braucht. Immer wieder lasse ich heimlich meinen Blick zu Bill wandern, doch der ist wie hypnotisiert.
Nichts und niemand kann ihn jetzt ansprechen. Ich zücke letztlich nach einem innerlichen Kampf mit mir selbst, mein Handy und wähle die Nummer von Merle ins Handy. Nach kurzem läuten, hebt sie auch schon gut gelaunt ab und mir fällt meine Entscheidung jetzt schon schwer. “Hey Süße, happy birthday!”, wünsche ich ihr übers Telefon.
Sehr romantisch. Naja, harte Zeiten erfordern eben auch Opfer. “Hey Schatz. Danke dir. Ich sag’s dir ich hab ein neues Bett von meiner Oma bekommen. Wo bleibst du den?” Ein neues Bett? Ja streu nur Salz in die Wunde Herr.
Da will ich einmal wirklich einmal hart bleiben und dann kommt so was. “Oman Süße. Das ist wirklich klasse, aber ich glaub das Bett müssen wir wann anders zusammen einweihen!”
Während meine Stimme immer kleinlauter wird, herrscht am andern Ende der Leitung schon totenstille. Bestimmt zwei Minuten verbringen wir damit, uns gegenseitig anzuschweigen. Ich trau mich nichts mehr zu sagen, und sie überlegt sich wahrscheinlich gerade ernsthaft, ob ich noch ne Chance kriege, das Bett jemals noch mal von innen sehen zu dürfen.
Doch letztlich findet sie doch die Sprache wieder, und das mehr als deutlich. “Tom, willst du mir jetzt erzählen, dass du mich schon wieder versetzt oder was?” Ihre Stimme klingt drohend, und alleine beim Gedanken wie sie jetzt nervös an ihrem Shirt zupft um die Beherrschung nicht vollkommen zu verlieren, macht mich schon vollkommen wahnsinnig. Ich sollte mich dringend mal in Therapie oder so begeben.
“Merle, bitte beruhig dich. Ich erklär dir alles heute Abend. Versprochen? Ich ruf dich an ok?” Hoffentlich springt sie drauf an. Bitte Herr, steh einmal auf meiner Seite. Lass Merle einmal nicht zickig sein. “Tom, Entschuldigung. Ich wollte nicht so ausrasten. Ist den was passiert, dass du nicht kommen kannst?”
Oh Gott, jetzt kommt auch noch die Nummer. Ihr Engelsblick. Entsetzt schließe ich meine Augen und versuche mir Hella von Sinnen beim Duschen vorzustellen, nur um meine Merle und ihren erotischen Bick vertreiben zu können, während ich nach einer Antwort ringe. “Süße, pass auf. Ja es ist etwas passiert.
Ich kann das jetzt nicht weiter vertiefen. Ab um halb zwölf bist du alleine. Das wir uns verstanden haben, dann gehörst du mir! Und wehe dein großer Bruder blockiert die Leitung dann komm ich höchst persönlich und hau in kaputt!” Mein Herz rast schon um das dreifache, scheint es mir. Bill hab ich vollkommen vergessen.
Was auch nicht besonders schwer fällt, wenn er nur schweigend auf seine Fingernägel starrt und sich nicht rührt. “Na dann wird ich wohl meinen Bruder dafür bezahlen das er die Leitung blockiert, dann wird das wohl mit dem Betteinweihen doch noch etwas. Nein quatsch, ist O.K. Wo ist Bill eigentlich?”
Tada. Falsche Frage. Sofort ist meine Stimmung wieder kaputt, und alles wieder da. Der Autounfall, das Mädchen, Bill, die Sorgen, die Augen. Augenblicklich überkommt mich ein kalter Schauer und ich versuche mir nichts anmerken zulassen, doch schon alleine mein gestotterte Verrät mich.
“Er ist… Naja weißt du. Ach Süße, ich erklär dir später alles. Der Bus ist da, ich lieb dich und mach dir keine Sorgen. Bill geht’s körperlich gut!” Und aufgelegt. Meine Güte. Merle kann einem wirklich um den Verstand bringen. Und wirklich um jeden Verstand. Ich schlucke den Kloß, der sich in meinem Hals aufbauen zu scheint hinunter. “Bill, alles gut bei dir?”
Dumme Frage, ich weiß. Aber irgendwie muss man ja anfangen, und lieber so als gar nicht. “Dumme Frage Tom! Seh ich so aus, als würde es mir gut gehen?” Ja ist ja ok. Ich weiß ja das es eine dumme Frage war. Ich senke betroffen den Kopf, doch irgendwie tut es auch gut, Bill wieder reden zu hören. “Ich weiß nicht was mit mir los ist Tom!”
Auszug aus Kapitel 7.2:
Und Ablenkung bei Liebeskummer ist bei mir immer noch Sex. Aber bei Bill? Vielleicht Maniküre? Oder doch Frisör. Ja vielleicht hilft das ja bei ihm. “Bill wie wärs wenn wir heute Abend mal wieder zu Dad fahren?” Oh Tom. Dein Dad ist kein Frisör.
Dani288 - 05.04.2007, 16:22
Hey meine Maus...,
ich glaube, das hier wird schon so eine Art Zwei-Mann-Geschichte. Du postest und ich kommentiere dann fleißig. :-D
Und es freut mich total, dass dir meine Kommis gefallen und du trotzdem schön fleißig weiter postest, obwohl ich die einzigste Kommi-Schreiberin bin...!
Über diesen Teil musste ich echt schmunzeln, aber an einigen Stellen war es schon ganz schön traurig.
Zitat: Na toll, jetzt darf ich wieder auf den warten. Reicht es nicht das ich sonst schon immer wegen ihm zu spät kom.
Nein, jetzt kom ich erneut wegen ihm zu spät. Und warum, weil er hier einen auf San Marita machen muss.
Ach süß wie Tom sich da so aufregt. Ja ja, wegen Bill kommt er immer zu spät. Sowas lieb ich ja.
Bill scheint ganz schön mitgenommen zu sein. Er tut mir total leid. Und Tom seine Aufmunterungsversuche helfen auch nicht...oh man!
Aber das Telefongespräch mit Merle war voll niedlich. Merle hat ein neues Bett bekommen und Tom kann heute nicht kommen... :-D
Ich finde es aber gut, dass er bei Bill bleiben will. Ihm gehts echt nicht gut und den Geburtstag werden beide auf ihre Weise bestimmt noch nachfeiern...
Bin gespannt, was sich Tom für Bill jetzt einfallen lässt.
Ich freu mich schon tierisch auf den nächsten Teil.
Bis dahin.
Knutsch
Dani
der Mitternachtstraum - 06.04.2007, 16:23
heyhey^^
sodala und wieder ein neuer teil für dich:ink:
bla bla bla es gefällt die hoffenltich blabliblub
sry mein auge du weißt ja bescheid nächstes ma gibts wieder gutes backreview;)
lg kiss liebs you anja
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Kapitel 7.2: Fürs Leben lernen...
sch***e, was rede ich nur immer. Nichts gegen meinen Dad, er ist wirklich in Ordnung. Aber wenn wir zu ihm fahren, kommen wir so schnell nicht mehr los.
Was natürlich nicht so schlecht ist, wenn man Liebeskummer hat. Aber was nicht cool ist, wenn man eigentlich gute Stimmung hat, weil man ein Leben gerettet hat, und von der Freundin dafür die Belohnung abholen könnte. Naja ok.
Ich bin ja kein Egoist. Also mal guggen was Bill davon hält. Jedoch spricht sein Gesichtsausdruck nicht gerade dafür. “Man Tom, du fährst nachher zu Merle und ich werde mit Mum wieder irgend einen Müll im TV sehen. Das passt schon.
Mach jetzt bitte keinen Aufstand!” Er sieht mich flehen an, doch bitte. Jetzt hab ich Merle einmal abgesagt, dass wird jetzt geklärt. “Also Bill. Wir machen es anders. Du fährst zu Dad. Du weißt doch noch, die Aufnahmen die ich mit Georg und Gusti gemacht habe, als du bei Melissa warst!”
Ich warte kurz seine Reaktion ab, und rede dann noch schneller um Bill nicht von einem tief ins nächste fallen zu lassen. “O.K. Du bringst Dad das Tape und pennst dann bei ihm.
Dann kann ich zu Merle gehen, du bist abgelenkt und kannst die Stimme aufnehmen und alle sind glücklich. Zumindest sind alle mal beschäftigt. Und morgen treffen wir uns um drei beim Proberaum und dann sehen wir weiter.
Vielleicht klappt es ja doch noch mit dem Gig in Wanzleben!” Mit einer schnippenden Handbewegung lasse ich die Kippe auf die Straße fliegen und lenke dann meinen Blick wieder auf meine Hose, welche mit nicht wenig Blut befleckt ist.
Sieht echt sch***e aus, die Hose kann ich vergessen. Ich hoffe das der Einsatz sich wenigstens gelohnt hat, und das Mädchen schnell wieder auf die Beine kommt. Sah ja sehr symphatisch aus. “Wo habt ihr das Tape den hingeschmissen?”
Kleinlaut tritt Bill auf seiner Zigarette hin und her, bis sie letztlich dünner wie ein Stück Papier zu seien scheint. Sofort fängt es in meinem Hirn an zu rattern und ich versuche mich daran zu erinnern, wo ich das Tape letztlich hingeschmissen hatte.
Wir waren im Proberaum, dann noch kurz mit Merle im New Yorker, dann musste Georg gehen und dann sind Gusti, Merle und ich noch ins Kino. Aber das Tape hab ich vorher glaub ich noch nach Hause zu Mum gebracht. Mum, genau. Das ist die Rettung.
“Da musst du mit Mum reden. Ich hab es ihr in die Hand gedrückt!” Zum ersten mal an diesem Tag, besser gesagt seit dem Vorfall sehe ich Bill wieder lachen.
Es ist sehr erleichternd ihn wieder lachen zu sehen. Auch wenn ich mich noch nicht wirklich wohl fühle, ihn alleine zu Dad gehen zu lassen, in seinem seelischen Zustand, aber Merle hat nun mal Geburtstag. Irgendwie ist da der Zwiespalt doch eher für Merle. Aber mein Bruder ist wichtiger.
Das war uns immer klar. Ich kann doch jetzt nicht einfach nen Rückzieher machen und unsere Jahrelang gepflegten Bräuche tretten und behandeln als wären sie nie da gewesen. Scheiß Gewissen, kann das mal jemand bitte abstellen. Mir sträubt es schon die Haare, vor denken.
Ich hab für heute wirklich genug nachgedacht. Irgendwann hat alles mal sein Ende. Und meins hat jetzt ein Ende. Bill hat gesiegt und Merle kann auch noch mit mir morgen nachfeiern.
“Bill, ich komm mit. Ich lass dich nicht hänge, sry! Und bevor du jetzt protestierst, da kommt der Bus. Also einsteigen und Mund halten!” Mit einem Zug hab ich ihn am Arm aufgezogen und in den Bus gedrückt. Wir werden wie immer musternd von den Erwachsenen betrachtet, und von den Mädchen beäugt. Ich verstehe Bill eigentlich nicht.
So viel Auswahl, und er bleibt immer an den Mädels hängen, die nicht gerade sehr gute Wahl sind. Oder besser gesagt, einfache. Naja getreu dem Motto, wieso einfach wenn es auch schwer geht. “Du brauchst wirklich nicht mitkommen!
Ich will doch nicht dran verantwortlich sein, wenn das Bett nicht eingeweiht werden kann!” Bills freches Grinsen übertrumpft glatt seine düstere Miene und wäre er nicht so schlecht Gelaunt, hätte ich mir das nicht zweimal sagen lassen.
Aber so wie er sich gerade fühlt, geht das einfach gegen jede Ehre von mir, ihn hängen zu lasse. “Bill, das Bett wird sicher morgen noch genauso gut sein wie heute. Und wenn nicht, finden wir sicher auch nen andern Platz. DA hatten wir bis jetzt noch keine Probleme!” Ich zwinkere ihm entschlossen zu, und er verdreht nur genervt die Augen. Zja Kleiner, lern von mir, dann lernst du was fürs Leben…
Auszug aus Kapitel 8:
“Ich hab keine Chance dich davon zu überzeugen das ich auch alleine zu Dad kann oder?” Bitte schüttele jetzt mit dem Kopf, komm schon Tom. Lass mich nicht hängen, bitte. Innerlich betend, schüttelt er natürlich mit dem Kopf und zückt erneut sein Handy und kurze Zeit später dringen dumpfe Raptöne aus diesem in sein Ohr. Interessierte Blicke von einer Gruppe Mädchen vor uns treffen ihn, und locker lächelt er ihnen entgegen.
Dani288 - 06.04.2007, 17:00
So meine Maus...,
*freu*
der Teil war absolut schön...!!!
Wie Tom sich um Bill kümmert - einfach nur süß. Du hast diesen Zwiespalt den Tom hatte gut beschrieben. Ich find es sehr gut, dass er sich dann doch noch entschieden hat, mit Bill zu ihren Dad zu fahren. Und wie er schon sagte, kann er mit Merle das Bett ja auch noch morgen einweihen. Da geht sein Bruder schon mal vor...!
Zitat: Ich hab für heute wirklich genug nachgedacht. Irgendwann hat alles mal sein Ende. Und meins hat jetzt ein Ende.
Über diese Stelle musste ich total schmunzeln. Aber ich glaube, dass viele denken, hat Tom jetzt nicht so doll geschadet... :-D
Zitat: “Bill, das Bett wird sicher morgen noch genauso gut sein wie heute. Und wenn nicht, finden wir sicher auch nen andern Platz. DA hatten wir bis jetzt noch keine Probleme!” Ich zwinkere ihm entschlossen zu, und er verdreht nur genervt die Augen. Zja Kleiner, lern von mir, dann lernst du was fürs Leben…
Typisch Tom.... :-D Und der letzte Satz ist wirklich ein super Abschluss für dieses Kapitel...Ich glaube, auf so eine Weißheit von Tom, kann man echt viel geben... :-D
Es freut mich echt, dass du trotzdem noch weiter postest, obwohl ich die einzigste Kommi-Schreiberin bin. Ich weiß, ich wiederhole mich zwar grad, aber wollt dir das unbedingt noch mal sagen. Ich liebe deinen Schreibstiel total.
Ich hoffe, es geht bald weiter. Bin schon sehr gespannt.
*dicken-knutsch-geb*
Love you
Dani
der Mitternachtstraum - 08.04.2007, 14:50
Heyhey süßeXD
eigenltich könnte ich dir die teile ja auch einfach so chickenXD aber ich glaube hier lesen doch enige so mit deswegen wollenwir nich so sein und gegen auch den stilllesern den nächsten teil was;)
wirsind ja keine unmenschen+lach+
liebs you und vielen dank fürs posten ihc kann nur immer wieder danke sagen XD *mehr gibbet ja auch nich zu sagen eigentlich**boah anja laber dich aus und mach den nächsten teil ey-.-*
ok ich spinn wieder also hier der hächste teil viel spaß und nochmal danke für das komi*du wiederholst dihc so schrecklich anja +drop+*
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Kapitel 8.1: Oberflächlich... warum eigentlich nicht?
Bill:
“Bill, das Bett wird sicher morgen noch genauso gut sein, wie heute. Und wenn nicht, finden wir sicher auch nen andern Platz. Da hatten wir bis jetzt noch keine Probleme!” Mir bleibt mal wieder nur das Augen rollen. Echt super.
Seine Lebenseinstellung und man hat glaub ich keine Sorgen mehr, außer das ständige Telefon klingeln. Wieso kann ich nicht einfach auch so oberflächlich sein, wie er. Nicht darauf achtend, ob ich jemanden verletzte, oder nicht.
Das Girl dahinten zum Beispiel. Sie sieht nicht schlecht aus, und heilig kommt sie auch nicht rüber. Für ne Nacht sicher keine schlechte Wahl. Was hält mich den eigentlich davon ab, jetzt zu ihr rüber zu gehen? O.K. Diese Augen halten mich ab.
Wieso verfolgen die mich eigentlich überall hin. Egal wo ich steh und sitze. Seit dem ich sie gesehen habe kriege ich sie nicht mehr los. Und noch viel schlimmer ist es für mich zu wissen, das ich Bel nicht mehr sehen werde. Ich hab für mich selber entschieden, dass ich sie Bel nennen werde. Annabel ist mir zu formell und vor allem viel zu lang.
Mehr wie vier Buchstaben ist für mein Hirn zu viel arbeit. “Ich hab keine Chance dich davon zu überzeugen das ich auch alleine zu Dad kann oder?” Bitte schüttele jetzt mit dem Kopf, komm schon Tom. Lass mich nicht hängen, bitte.
Innerlich betend, schüttelt er natürlich mit dem Kopf und zückt erneut sein Handy und kurze Zeit später dringen dumpfe Raptöne aus diesem in sein Ohr. Interessierte Blicke von einer Gruppe Mädchen vor uns treffen ihn, und locker lächelt er ihnen entgegen. Er ist Merle zu hundert Prozent treu, und das weiß sie auch.
Deswegen kann sie wahrscheinlich so locker damit umgehen, wie Tom mit den fremden Mädchen umgeht. Lange war sie auch nur eines der Mädchen, die Tom eben mochte. Doch ich schenke ihr mein höchsten Respekt, dass sie dennoch immer auch die beste Freundin für ihn war. Wahrscheinlich ist Tom auch jetzt noch mit ihr zusammen.
Mir ist klar, dass es ihm schmerzt, nicht bei ihr sein zu können. Ihr Geburtstag, die Heldentat die er heute geleistet hat, und das neue Bett sprechen eigentlich eher dafür, dass er zu Merle fährt, als mit mir zu unserm Dad fährt.
Ich bin ihm mehr als dankbar, dass er dennoch bei mir ist, und sich nicht davon abbringen lässt und ich werde es auch nicht mehr versuchen, es sei denn es geschieht noch ein Wunder. Aber da ich in meinem Leben keine Wunder erwarte, hab ich mich damit abgefunden, dass dies nicht passieren wird.
Auch ich stelle meinen I-Pod an, und schließe meine Augen. Doch lange lasse ich sie nicht geschlossen, denn sofort sehe ich wieder diese Augen vor meinem inneren Auge. Was soll das den. Man, soll ich jetzt nicht mehr schlafen, ohne von diesen paar Augen träumen zu müssen, oder was? Ich sinke etwas tiefer in den Sitz, um endlich den Blicken der Mädchen entflüchten zu können, welche Tom und mich begierig ein paar Reihen weiter vorne im Bus gerieg mustern.
Wahrscheinlich streiten sie sich jetzt gerade darum, wer wen bekommt von uns beiden um am Ende enttäuscht zu sein, wenn sie bemerken werden, dass weder Tom noch ich Interesse an diesen 0 8 15 Nummern haben. Naja ok, zumindest trifft das bei mir immer zu.
Und bei Tom hat eh niemand eine Chance, solange er in einer Beziehung ist. Und diese wird so schnell wahrscheinlich auch nicht zu Ende gehen. Das hoffe ich zumindest für ihn. Ich weiß mittlerweile wie sehr es weh tut. Melissa hat es mich mehr als spüren lassen, dass es weh tun kann, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Vor allem, wenn alles eigentlich so perfekt schien.
Auszug aus 8.2:
“Mein Gott Jungs. Was habt ihr den nur mitgemacht?” Immer wieder streift mir meine Mum durch die Haare und ich bin jetzt schon genervt davon, ein Held gewesen zu sein. Was bringt einem das schon? Nur Ärger. Und blaue Augen die einen verfolgen. Ohnein, nicht schon wieder. Ich seufze laut aus. Können die mich nicht mal fünf Minuten in Ruhe lassen.
Dani288 - 08.04.2007, 16:20
Hallöchen meine Maus...,
so da jetzt alle fleißig einen Osterspaziergang machen und ich meine Ma davon überzeugt habe, dass ich nicht mit brauche und mich eh nur langweile, kann ich jetzt in aller Ruhe einen Kommi schreiben.
Genialer Teil. Das ist echt das beste Ostergeschenk, was du mir machen hättest können. *weiß gar nicht, ob der Satz zu grammatisch richtig ist* :roll:
Egal.
Ich liebe es, wie du die Gedanken von Tom und Bill beschreibst. Eigentlich ist es ja eine traurige Angelegenheit, wo die beiden reingeraten sind, aber an manchen Stellen muss ich sowas von grinsen...Wenn die beiden mal denken, ist das echt zu witzig...!!! :lol:
Zitat: Das Girl dahinten zum Beispiel. Sie sieht nicht schlecht aus, und heilig kommt sie auch nicht rüber. Für ne Nacht sicher keine schlechte Wahl. Was hält mich den eigentlich davon ab, jetzt zu ihr rüber zu gehen? O.K. Diese Augen halten mich ab.
Oh man, ihm hat es ja richtig erwischt...Diese Augen lassen ihn ja gar nicht mehr in Ruhe. Und es ist total süß, dass er sie Bel nennt. Naja Annabel klingt wirklich ein bisschen formell und außerdem kann er Namen die mehr als vier Buchstaben haben, eh nicht merken... :-D
Ach der arme Bill ist schon etwas überfordert...
Zitat: “Ich hab keine Chance dich davon zu überzeugen das ich auch alleine zu Dad kann oder?” Bitte schüttele jetzt mit dem Kopf, komm schon Tom. Lass mich nicht hängen, bitte.
Und dann wird immer gesagt, Frauen denken das eine und sagen aber das andere...
Total knuffig wie Bill den Starken spielt und innerlich aber betet, dass Tom ihn nicht alleine lässt. Und Tom beweist echte Bruderliebe und lässt ihn natürlich nicht alleine...
Zitat: Ich weiß mittlerweile wie sehr es weh tut. Melissa hat es mich mehr als spüren lassen, dass es weh tun kann, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Vor allem, wenn alles eigentlich so perfekt schien.
Oh man, da tut er mir unendlich leid... Will nicht das er so traurig ist...!
So Maus, war wieder ein sehr entzückender Teil...Aber ich liebe eh jeden Teil von dir...!
Und es ist sehr großzügig von dir, dass du den Stilllesern immer wieder eine Chance gibst. Aber so sachte könnten sie sich mal erkenntlich zeigen und endlich mal einen Kommi hinterlassen!!! Auch wenn es nur ein klitze kleiner ist...
Naja. Ich bleibe dir jedenfalls treu!!!
Und freue mich schon tierisch auf den nächsten Teil...! Ich hoffe du lässt mich nicht zu lange warten... *grins*
*anlauf nehm*
*auf dich rauf spring*
*und dir einen dicken Sabberknutsch geb*
Love you
Dani
der Mitternachtstraum - 08.04.2007, 23:54
Jap zeitig zeitig sag ich da jetzt kommst du gerad eonXD muss ich mich beeilen mit abschicken wa +rofl+ *dann red nich so viel anja * is ja gut ey mein gewissen wieder+lach+
wie dem auch sei danke fürs komi und ich denke die andernwerden sihc nich mehr melden:wink: trotzdem danke fürs lesen^^
liebs you kiss
Vorhang auf Vorhang auf für den nächsten teil:wink:
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Teil 8.2 In die Hölle des Löwens, ohne passene Frisur/bill
Ich verstehe bis heute eigentlich nicht, wieso wir uns so auseinander gelebt haben. Es war eigentlich immer alles so einfach. Vielleicht war es ja einfach zu einfach. Ok, hier fehlt nun sämtliche Logik, aber es kann ja sein, dass am Ende einfach die Luft raus war.
Meine Stimmung scheint immer tiefer zu sinken, während der Bus immer weiter aus der Stadt hinaus fährt. Immer mehr Land und Bäume. Und immer weniger Menschen im Bus. Bis der Bus letztlich in Loitsche angekommen ist, sind alle schon ausgestiegen und Tom und ich sind schnell im Haus verschwunden.
“Mum?” Toms Stimme schrillt durchs ganze Haus. Und es dauert nicht lange, bis Scooty schon angerannt kommt und Tom überfällt. Dieser streichelt seinen Hund eingiebig, während ich nur meine Jacke nur in die nächst beste Ecke des Flurs schmeiße und dabei zum hundertsten Mal die Kunstblumen um schmeiße und dann sofort durch die Türe in die Küche verschwinde.
Ohne weiter zu beachten, was sich im Wohnzimmer abspielt, greife ich in den Kühlschrank und ziehe die Milchpackung heraus und nehme einen großen Schluck daraus.
Meine Stimme muss ja geölt sein, wenn ich nachher noch singen soll. Irgendwie bin ich erleichtert über die Idee von Tom, und alleine deswegen bräuchte er eigentlich wirklich nicht mitkommen. Aber mit ihm ist man einfach immer beschäftigt, und kommt nur selten wirklich zum nachdenken.
Ich bin gerade dabei mir ein Red Bull aus dem Kühlschrank zu ziehen, als auch Tom in die Küche kommt und mir mit seinem Zeigefinger auf dem Mund deutet, dass ich leise sein sollte.
Sofort halte ich für einen kurzen Augenblick die Luft an, um seinem Finger zu folgen, welcher ins Wohnzimmer zeigt. Und dort sehe ich schon, wovor es mir schon einmal gegraut hat. Die Polizistin sitzt mit einem jungen Kollegen auf dem Sofa und nippt an einer Tasse, höchst wahrscheinlich Kaffee.
Ich blicke Tom fragend an, welcher versucht den Gesichtsausdruck von meiner Mum zu deuten. Doch er zuckt nur mit den Schultern und winkt mich zu ihm. Ich stelle die kühle Büchse zurück in den Kühlschrank und stelle mich dann neben ihm.
Doch viel erkenne auch ich nicht. Nicht mal Gesprächsfetzen können wir auffassen, da keiner etwas zu sagen vermag. Ich ziehe eine Augenbraue in die Höhe. War ja klar, dass wir einer Zeugenaussage nicht aus dem Weg gehen konnten.
Das war ja so klar. Also wieso nicht gleich in die Hölle des Löwens. Vielleicht wird Mum ja bei der Bestrafung bedenken, dass wir einen Menschen das Leben gerettet haben.
Ich atme noch einmal tief durch, bevor ich Tom ins Wohnzimmer schubse, welcher erschrocken in der Runde stehen bleibt, und sich regungslos der Knuddelattacke von Mum hingibt. Ich beobachte das Bild kurz, und bekomme dann noch mehr Angst, vor meiner Mum.
Ist das jetzt, weil sie uns blamieren möchte, oder weil die Polizei ihr erzählt hat, das wir eigentlich schon halbtot sind? Auch ich entkomme nicht der Umarmung von Mum, und schüttle so erst nach Tom die Hände der Beamten.
“Mein Gott Jungs. Was habt ihr den nur mitgemacht?” Immer wieder streift mir meine Mum durch die Haare und ich bin jetzt schon genervt davon, ein Held gewesen zu sein. Was bringt einem das schon? Eine Frisur die ruiniert ist und gar nicht mehr Löwenhaft aussieht.
Nur Ärger. Und blaue Augen die einen verfolgen. Ohnein, nicht schon wieder. Ich seufze laut aus. Können die mich nicht mal fünf Minuten in Ruhe lassen.
Wenigstens solange ich hier mit der Polizei zu tun habe, am Ende denken die noch ich hab was zu verbergen bei dem gestamel. Großzügig überlasse ich zu Erst Tom das Wort.
Und er erzählt auch gut und lange, wie es dazu kam, dass wir jetzt von Mum behandelt werden, als hätten wir den Staatspreis gewonnen. Klar, ich bin ja irgendwie auch stolz auf das was ich mit Tom getan habe, aber zählen wir es doch einfach auf Glück oder so. Jedenfalls für Bel. “O.k. Dann können wir uns jetzt verabschieden.
Sollten Sie noch fragen an uns haben, können sie mich jeder Zeit unter dieser Nummer erreichen!” Freundlich lächelnd, reicht die ältere Polizistin zu erst meiner Mum eine kleine Karte, und dann die Hand.
Auch wir verabschieden uns noch von den Polizisten und als endlich die Türe ins Schloss fällt, seufzen Tom und ich erleichtert aus. Mein Blick fällt sofort auf die Uhr, welche mir einen halben Schlag versetzt. Schon halb zehn.
Draußen sieht man kaum mehr etwas, und nur die kleine Straßenlaterne beleuchtet den dunklen Asphalt. Scheiße, na jetzt brauchen Tom und ich auch nicht mehr zu Dad. Genervt rolle ich erneut mit den Augen und bevor meine Mum wieder von der Tür zurück kehren kann, bin ich schon im Bad verschwunden um heiß zu baden.
Etwas anderes scheint meinen Verstand wahrscheinlich nicht mehr aufrütteln zu wollen. “Ich bin baden. Wenn du noch zu Merle willst, dann zisch ab, solange ich im Bad bin. Danach werde ich dich sonst zuquasseln über die neuesten Trends!” Ich lächle ihm noch einmal schwach entgegen und verschwinde dann für einzige Zeit ins Bad. Mir ist schon jetzt klar, dass Tom gehen wird, aber verübeln werde ich es ihm nicht…
LG anja
Dani288 - 09.04.2007, 00:37
So Maus...,
wie lange sollte ich denn noch weg bleiben...? Du weist doch, lange halte ich es nicht aus. Fange dann schon immer an zu zittern. Ich brauch dann immer ein neues Kapitel von dir. Und diesmal war es echt schon aller höchste Eisenbahn...! :lol:
Du glaubst gar nicht, was ich auf einmal für gute Laune habe...
Zitat: Teil 8.2 In die Hölle des Löwens, ohne passene Frisur/bill
Ich musste schon so über den Namen des Kapitels lachen. Wie soll es da denn bitte schön noch weiter gehen? Ich weiß es nicht. In die Hölle des Löwens ohne passende Frisur. Irgendwie kann ich diesen Satz zu typisch Bill einbuchen...
Zitat: Ich verstehe bis heute eigentlich nicht, wieso wir uns so auseinander gelebt haben. Es war eigentlich immer alles so einfach. Vielleicht war es ja einfach zu einfach.
Oh man, grad war ich noch voll lustig drauf und nun bin ich ja total verwirrt. Kann aber auch an der späten Uhrzeit liegen. *grins*
Zitat: Dieser streichelt seinen Hund eingiebig, während ich nur meine Jacke nur in die nächst beste Ecke des Flurs schmeiße und dabei zum hundertsten Mal die Kunstblumen um schmeiße und dann sofort durch die Türe in die Küche verschwinde.
Zitat: Ohne weiter zu beachten, was sich im Wohnzimmer abspielt, greife ich in den Kühlschrank und ziehe die Milchpackung heraus und nehme einen großen Schluck daraus.
Jaja so sind Jugendliche...schmeißen alles in die nächst beste Ecke...keine Angst vor Verluste...kenne das irgenwo her...
Ui, na das ist ja ekelig...man nimmt doch ein Glas und trinkt nicht aus der Verpackung. Wer weiß, wer da schon dran genuckelt hat...
Zitat: Und dort sehe ich schon, wovor es mir schon einmal gegraut hat. Die Polizistin sitzt mit einem jungen Kollegen auf dem Sofa und nippt an einer Tasse, höchst wahrscheinlich Kaffee.
Mit sowas hab ich ja jetzt gar nicht gerechnet. Na jetzt wär ich erst mal geschockt.
*ganz schnell am weiter lesen*
Zitat: Ich atme noch einmal tief durch, bevor ich Tom ins Wohnzimmer schubse, welcher erschrocken in der Runde stehen bleibt, und sich regungslos der Knuddelattacke von Mum hingibt.
Ja ja, so sind Mütter... Aber wär könnte Tom und Bill nicht knuddeln...??? Also, wusste ich es doch.
Zitat: Immer wieder streift mir meine Mum durch die Haare und ich bin jetzt schon genervt davon, ein Held gewesen zu sein. Was bringt einem das schon? Eine Frisur die ruiniert ist und gar nicht mehr Löwenhaft aussieht.
Oh man. Bill ist echt zu witzig. Seine armen Haare. Der soll sich mal nicht so haben.
Zitat: “Ich bin baden. Wenn du noch zu Merle willst, dann zisch ab, solange ich im Bad bin. Danach werde ich dich sonst zuquasseln über die neuesten Trends!”
Naja, jetzt bekommt Tom ja doch noch das, was er eigentlich schon den ganzen Tag haben wollte...Aber Bill geht es ja schon etwas besser, wenn er Tom schon mit den neuesten Trends zuquasseln will. Das freut mich.
Man, Mausi...hast ja gar kein Auszug on gestellt. Dann muss ich mich eben überraschen lassen. Du weist ja...Vorfreude usw.
Jedenfalls war der Teil wieder echt super!!! Daumen hoch! Aber das sag ich dir ja eigentlich jedes Mal. Ach ich liebe Bill seine Gedanken. *gr*
Ok, ich hör lieber auf.
Love you
Knutsch
Dani
der Mitternachtstraum - 09.04.2007, 17:50
Heyhey schatzi^^
so hier noch der nächste teil sry ich hab iim kopf keine großen worte mehrXD ich bin froh das ich die FF heute noch geschafft habe nich das du mir noch am Rad drehst XD naja also hier mal der nächste teil danke für dien komi und viel spaß beim lesen*kiss*
liebs you busis kiss
deine anja
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Trennung auf Zeit?!*Tom*
Oman, war das jetzt anstrengend. Die Polizei hätte ruhig auch noch bis morgen warten können, um sich unsere Gesichte anzuhören. Jetzt ist es schon zu spät um Dad noch zu besuchen. Während Mum die Polizisten noch zur Tür begleitet, verabschiedet sich auch Bill von mir, und lässt mich alleine zurück im Wohnzimmer. Ich bin im Bad, wenn du noch zu Merle willst, dann zisch ab, solange ich im Bad bin…. Blabla und blubb. Toll, natürlich will ich noch zu Merle.
Was soll das den bitte. Aber es geht halt nicht, am besten ich rufe sie jetzt doch schon an, nachher werde ich mir dann anhören können, was für schöne Augen Annabel hatte. Ja, als würde ich das nicht selber bemerkt haben. Wieso bin ich eigentlich so gutmütig? Ja ich weiß, Bill ist mein Bruder.
Aber verpflichtet mich das eigentlich automatisch dazu, dass ich immer für ihn da bin? Ich rümpfe meine Nase etwas, und greife nach ein paar M&M´s, welche meine Mum auf den Tisch gestellt hatte, und beginne damit, einen nach dem andern in meinen Mund zu schmeißen. Jedoch läuft es eher darauf hinaus, dass ich immer wieder einen leisen Aufschlag auf das Paket im Wohnzimmer hören kann, als das ich wirklich auch mal einen mit meinem Mund auffangen kann.
Letztlich gebe ich es auf, als ich meine Mum die Treppen wieder hinauf kommen höre. Ich lege mich aufs Sofa, und schließe für einige Momente die Augen. War ziemlich anstrengend der Tag, wenn man noch mal so zurück denkt.
Zuerst den ganzen Vormittag bei Andy, dann der eigentlich geplante Weg nach Hause, auf dem wir dann Zeugen eines Autounfalls wurden. Annabel, der Krankenwagen, das Krankenhaus und jetzt ein total durcheinander geratener Bill.
Oja, ziemlich anstrengender Tag. Ich atme tief aus, und erschrecke leicht, als plötzlich ein zarter Mund meine Lippen berührt. Erschrocken weiten sich meine Augen um ein fünffaches, doch als ich in das süße Gesicht von Merle blicke, beruhigt sich auch mein Herz wieder und ich steige vorsichtig auf den Kuss. Nach ein paar Minuten lösen wir uns wieder, und ich lecke gierig über meine Lippen um den Geschmack von Merle noch einmal genießen zu können.
“Hey Tom!” Merle lächelt mir unsicher entgegen und setzt sich neben mich auf das Sofa. Wenn ich es nicht besser wissen würde, könnte ich glatt behaupten, dass sie ein schlechtes Gewissen plagt, jedoch fällt mir kein Grund ein, weshalb sie eines haben sollte.
Vor allem sie. Ich hab noch nie erlebt, dass sie etwas ausgefressen hatte. Fast automatisch lasse ich meinen Arm um ihre Schultern wandern und ziehe sie eng an mich. Die Ruhe mit ihr zu genießen tut ziemlich gut. Merle kann mir einfach immer das geben, was ich gerade brauche. Und dafür bin ich ihr mehr als dankbar.
Ein Leben ohne sie kann ich mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, auch wenn ich das bis vor einigen Monaten nie zugeben hätte. “Na? Was treibt dich den so spät in der Nacht noch zu mir Kleine?” “Na was wird mich wohl in dieses Dorf treiben?” Kritisch beäugt sie mich, und ihr entfällt auch nicht das Blut, welches schon lange getrocknet jedoch immer noch auf der Jeans klebt.
Augenblicklich weiten sich ihre Augen und ihre Kinnlade scheint auf den Boden fallen zu wollen. Ziemlich süß, wenn sie Angst hat. Aber die Sorgen in ihrem Blick kann ich ihr wenigstens nehmen, in dem ich ihr in Ruhe versuche zu erklären, was heute eigentlich alles passiert ist.
Die ersten Momente verhält sie sich eher ruhig, doch dann wendet sie sich immer näher zu mir, bis sie letztlich auf meinem Schoss sitzt, und gebannt lauscht, wie ich ihr von der Geschichte und vor allem von Annabel erzähle.
Um alles noch etwas zu unterstreichen, streichelt sie mir immer wieder über meine Wange, während ich meine Hände sanft um ihre Hüften gelegt habe. “Und was ist jetzt eigentlich mit Bill?”, ist ihre einzigste Frage, nach dem ich mit einer perfekten Pointe die Erzählung beendet habe. Ich zucke nur mit den Schulten, da ich selber nicht genau weiß, was mit ihm ist. Eigentlich will ich lieber bis morgen oder übermorgen abwarten, bevor ich wirklich eine feste Entscheidung über ihn treffen will. Vielleicht hat ihn das alles nur ziemlich mitgenommen und er ist deswegen so durcheinander.
“Keine Ahnung Merle, aber deswegen wollte ich auch heute lieber hier bei ihm bleiben. Er ist ziemlich gaga wegen der Sach