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admin007 - 29.12.2006, 18:47
Die ersten Wrk und jagtzeuge von Neandertalern
Faustkeile und Blattspitzen
Aufgrund der Erhaltungsbedingungen kennen wir meist nur Steinwerkzeuge. Die organischen Materialien haben sich nur in Ausnahmefällen erhalten. Gebrauchsspuren an den Steinwerkzeugen belegen jedoch, dass die Neandertaler intensive Holzbearbeitung betrieben.
Die Rohmaterialien brachten sie als Rohknollen oder als präparierte Kerne zu ihren Lagerplätzen mit. Dort stellten sie ein breites Spektrum an zweiseitig flächig bearbeiteten Geräten her: Faustkeile, Fäustel und Keilmesser. Am Ende dieser Entwicklung stehen dünne Werkzeuge mit blattförmigem Umriss, so genannte Blattspitzen, die wahrscheinlich als Speerspitzen oder multifunktionale Messer verwendet wurden.
Hölzerne Wurfspeere und Stoßlanzen
Daneben kannte der Neandertaler auch schon Geschossspitzen aus Knochen und hölzerne Wurfspeere. Im Jahre 1948 wurde in Lehringen das Skelett eines Waldelefanten zusammen mit einer Eibenholzlanze entdeckt. Die Lanze steckte noch zwischen den Rippen des Elefanten, welcher im Uferbereich eines kleinen Sees eingesunken war. Die etwa 2,40 m lange Lanze wurde an ihrer gesamten Oberfläche äußerst sorgfältig bearbeitet.
Aufgrund besonders günstiger Erhaltungsbedingungen konnten in einem Braunkohletagebau bei Schöningen in Niedersachsen bis 1994 neun Wurfspeere geborgen werden. Aus kleinen Fichtenstämmen hergestellt, wiesen sie eine Länge von bis zu 2,5 m auf. Hier wurde am Seeufer gezielt Jagd auf Wildpferde gemacht und die Jagdbeute anschließend verwertet.
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