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Josef D. - 12.07.2007, 21:04
Pauli will CSU-Vorsitzende werden?
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/politik/deutschland/458014
Quelle: http://www.rp-online.de
Das hab ich heute schon in der Tagesschau mitbekommen, jetzt noch mal online... Gabriele Pauli, die CSU-Rebellin, will Vorsitzende werden. Na gut, soll sie es versuchen. Ich denke aber, die Chancen werden nicht sehr groß sein, dass sie gewählt wird. Der Parteitag im Herbst kann aber wirklich interessant werden.
AW - 13.07.2007, 18:23
Hm, das Einzige, was ihr gelingen könnte, ist, dass die beiden anderen im ersten Wahlgang das Quorum verfehlen. Das wird's dann auch schon gewesen sein...
Josef D. - 14.07.2007, 16:59
Da hast du Recht, so wird es aller Wahrscheinlichkeit nach laufen. Obwohl ich auch noch eine andere Möglichkeit sehe: Alle meinen, es würde erst mal keiner das Quorum schaffen, und deshalb wählen viele aus Jux Frau Pauli... und dann hat die plötzlich die Mehrheit! :D Da würden sie alle doof aus der Wäsche schauen! :D
Josef D. - 20.09.2007, 21:18
Nun ist sie mit einem neuen Vorschlag gekommen: Befristete Ehe! Sie meint, es wäre eine gute Idee, Ehen auf 7 Jahre zu befristen, weil so viele ohnehin auseinander gehen. Ich meine, wenn man sich nicht sicher ist, ob es mit dem Partner passt, sich ewig zu binden, dann soll man lieber gar nicht heiraten.
http://www.zeit.de/online/2007/39/pauli-kritik
ReCon242 - 20.09.2007, 22:50
Ich glaube, sie möchte nur ganz ganz sicher gehen, daß sie nicht gewählt wird.
Josef D. - 20.09.2007, 23:04
Das wäre natürlich auch eine Möglichkeit... oder sie meint, sie hat damit wirklich eine gute Idee gehabt... man weiß es nicht.
ReCon242 - 20.09.2007, 23:41
Langsam habe ich bei der auch das Gefühl, die ist der nächste "Quartals-Irre" a la Möllemann.
AW - 21.09.2007, 09:07
Ich sehe das ein bisschen anders. Sie hat versucht, sich wieder ins Gespräch zu bringen und progressive Vorschläge zu bringen und sich somit ein Profil zu verschaffen. Um den Vorschlag als solchen geht es ja gar nicht, der wird eh nicht umgesetzt. ;-) Leider hat sie es ziemlich dilettantisch angestellt.
ReCon242 - 21.09.2007, 11:04
Aber bitte, für solche Vorschläge ist sie in der falschen Partei, bei den Grünen oder Linken wäre sie damit besser aufgehoben.
Der Vorschlag an sich ist ja auch gar nicht sooo schlecht, nur realpolitisch gesehen halt Schwachsinn.
Besser wäre eine Vereinfachung des Scheidungsrechts, aber da wird wohl die Juristen-Lobby was dagegen haben....;)
Progressive Vorschläge gut und schön, aber wenn tatsächlich die Bereitschaft zu solch radikalen Veränderungen da wäre, dann wüßte ich auch noch ein paar Bereiche, wo progressive Vorschläge dringender gebraucht würden.
Josef D. - 22.09.2007, 10:38
Da muss ich ReCon allerdings zustimmen, für solche Vorschläge ist Frau Pauli wirklich in der falschen Partei. In der CSU gewinnt sie damit keinen Blumentopf. Aber wer weiß, vielleicht wechselt sie nach dem Parteitag sogar die Partei. Ich traue ihr alles zu.
Josef D. - 29.09.2007, 16:10
Das war's dann wohl, Frau Pauli! 28 von 959 gültigen Stimmen ist nicht als gutes Ergebnis zu sehen. War aber zu erwarten, dass es so läuft.
AW - 29.09.2007, 16:46
Tja, sie hatte ein absolut beschissenes Ergebnis. Eigentlich schade. Ich fand aber auch ihre Rede nicht sonderlich berauschend. Es fehlte an einer klaren Linie, man verstand oft nicht immer gleich, worauf sie hinaus wollte, und man merkte ihr ihre Nervosität an, obwohl es doch an und für sich um nichts ging.
Ich wundere mich aber, dass die Berichterstattung von einer guten Rede von Paule geredet hat. Das kann ich absolut nicht nachvollziehen. Wahrscheinlich gingen viele davonn aus, dass sie auf dem Parteitag total versagen würde, und davon ging ich eigentlich nicht aus. Allerdings war von vornherein klar, dass sie sich mit ihrer "Familienpolitik" keinen Gefallen tat und nun auf dem Parteitag unter Rechtfertigungsdruck geraten werde. Das hätte sie im Vorfeld vermeiden können.
Gut fand ich die Rede von Seehofer, sehr kämpferisch und in vielen Belangen sehr vermittelnd. Beängstigend fand ich hingegen die Rede von Huber, auch wenn mich seine Töne nicht wundern. Abgesehen davon: Gleichschaltung von Partei und Staat hat es schon mal gegeben, aber lassen wir das. Nach der Wahl von Huber weiß ich, dass diese Partei für mich weiterhin abzulehnen ist.
Josef D. - 29.09.2007, 19:49
Ja, die Rede war nicht sonderlich gut, und sie ist auch mal zwischendurch hängengeblieben, hat etwas gestottert. Von der von Seehofer hab ich nur ein Stück in der Rückblende gesehen, denn da war ich grade bei meiner Mutter beim Mittagessen, als er die gehalten hat, und die von Huber, da hast du Recht, Staat und Partei hat er schon ein bisschen zu sehr verquickt, so als wenn es schon Gewohnheitsrecht ist, dass die CSU in Bayern regiert. Lol, ich möcht's ja zu gern mal erleben, wie die Parteispitze dann mal dreinschaut, wenn 50 + X nicht klappt und die Absolute Mehrheit im Landtag futsch ist. Aber das kann wohl dauern, bis das mal passiert.
Josef D. - 21.11.2007, 22:41
http://www.faz.net/s/Rub61EAD5BEA1EE41CF8EC898B14B05D8D6/Doc~EAF3E16C9FA124DECA4D16611A69F7149~ATpl~Ecommon~Sspezial.html?rss_googlefeed
Jetzt verlässt sie also die CSU. Mal sehen, was sie weiter so tut; vielleicht gründet sie ihre eigene Partei! ;) Ich denke, sie wird in der CSU nicht sehr vermisst werden, jedenfalls von den etablierten CSU-Politikern. Dazu ist sie zu sehr Paradiesvogel und hat doch etwas ungewöhnliche Ideen. Ich hab's ja erwartet, dass sie früher oder später geht....
Edit: Hier hab ich noch was gefunden: Sie scheint sich in der Tat mit dem Gedanken zu tragen, eine neue Partei zu gründen:
http://www.welt.de/politik/article1386870/Frau_Pauli_denkt_schon_an_ihre_neue_Partei.html
AW - 22.11.2007, 00:01
Soll zu uns kommen. :D
ReCon242 - 22.11.2007, 00:16
Daß die Grünen bereit sind, eine CSU-Politikerin mal so eben bei sich aufzunehmen, zeigt doch nur, wie beliebig und austauschbar die Politik verschiedener Parteien mittlerweile geworden ist.
Bewundernswert, daß wenigstens die bayerische SPD genügend Rückgrat hat, jetzt nicht um sie zu werben. Das sage ich nicht, weil ich Frau Pauli nicht mag, sondern weil ich diese Beliebigkeit bzw. Austauschbarkeit von Politik nicht gut finde.
Josef D. - 23.11.2007, 21:14
@ AW: na ob sie sich bei euch besondes beliebt machen würde? Die wäre doch sowas wie ein neuer Möllemann....
Ja, die Politiker scheinen immer austauschbarer zu werden... kommt ja immer mal vor, dass ein Politiker, dem es bei einer Partei nicht mehr gefällt, zu einer anderen wechselt (siehe auch Lafontaine).
ReCon242 - 23.11.2007, 23:10
Bei Lafontaine war das ja noch konsequent. Er stand halt schon immer links in der SPD und als die SPD dann irgendwann nicht mehr links war, ist er in eine wirklich linke Partei eingetreten.
Wenn aber mal eben jemand von der CSU zu den Grünen wechseln kann, ohne sich dabei auch nur im Geringsten verrenken zu müssen, dann zeigt das, daß es selbst zwischen diesen beiden Parteien keine nennenswerten Unterschiede mehr gibt.
Josef D. - 24.11.2007, 22:01
Von der CSU zu den Grünen ist wohl noch nicht passiert, aber umgekehrt schon. Ich weiß leider jetzt den Namen nicht auswendig, aber es war schon ein prominenter Grüner.
Und ob das bei Lafontaine wirklich Konsequenz aus politischen Gründen war? Und nicht nur deswegen, weil er in der SPD nicht so viel Einfluss hatte wie er hatte haben wollen? Ich denke, er ist schon jemand, der sich sehr wichtig nimmt...
ReCon242 - 24.11.2007, 22:34
Klar, linke Politiker sind alle machtversessen, während in CDU, CSU und FDP nur selbstlose, bescheidene Personen vertreten sind.
Josef D. - 25.11.2007, 16:32
Das hab ich nicht gesagt! Klar sind die rechts oft machtversessen, aber warum sollten die links, wie Lafontaine, Gysi oder Bisky, es nicht sein? ;)
ReCon242 - 25.11.2007, 16:59
Allein schon weil linke Parteien nicht so einen auf eine Person zentrierten Führungsstil habe wie welche, die weiter rechts sind.
Josef D. - 27.11.2007, 01:14
Die Politiker linker Parteien sind doch auch keine Engel... es gibt keine Politiker, die Engel sind... und Leute, die aus Eigennutz handeln, gibt es grundsätzlich in allen Parteien!
ReCon242 - 27.11.2007, 03:19
Das habe ich nun wiederum nicht behauptet. Aber da die Politiker konservativer Parteien m.E. machversessener sind als die von linken Parteien, brauche ich über die linken gar nicht lange zu diskutieren, weil es bei den anderen wie gesagt viel mehr zutrifft.
Josef D. - 27.11.2007, 14:55
Warum denkst du, dass die Politiker konservativer Parteien machtversessener sind als die linker Parteien? Ist es nicht insgesamt ein Zeichen einer gewissen Machtversessenheit, wenn man Politiker wird, unabhängig davon, bei welcher Partei man das macht? Braucht es nicht überhaupt einen gewissen Narzissmus, sich in die Öffentlichkeit zu stellen und "gescheit" daherzureden?
ReCon242 - 27.11.2007, 15:30
Ich hab doch gar nicht abgestritten, daß es bei linken Politikern auch so ist. Nur gibt es von links nach rechts m.E. eben graduelle Unterschiede.
Du brauchst jetzt gar nicht gegen mich zu reden, weil das was du schreibst sich mit meiner Meinung nicht ausschließt. Du schreibst da etwas als Gegenargumentation, über das wir uns längst einig sind.
Josef D. - 28.11.2007, 21:36
Worauf begrüdest du denn die Annahme dieser Unterschiede? Ich wüsste nicht, dass es für sowas Anhaltspunkte gibt.
ReCon242 - 28.11.2007, 23:55
Naja, Anhaltspunkte würde ich das nicht nennen.... die ganze Lebensrealität ist halt so....
So, der nächste Wechsel steht an, die FDP will unbedingt dieses arrogante A...loch von den Grünen abwerben, der die so gerne Arbeitslose verspottet. Komisch, daß die FDP denkt, so jemanden in ihren Reihen zu brauchen, da hätte ich etwas mehr Stil von ihnen erwartet. Ich hoffe, es ist nicht Politik der FDP, Arbeitslose als verfressene Alkoholiker zu bezeichnen. Aber vielleicht ist es ja Politik der Grünen, auf Leute einzutreten, die bereits am Boden liegen.
Josef D. - 29.11.2007, 21:22
Ja, das hab ich schon gehört, dass da einer aus den Grünen austritt und zur CDU oder zur FDP gehen will...
Du meinst sicher, hoffentlich ist es nicht die Politik der FDP.... denn bei den Grünen tritt er ja aus, weil er damit bei denen nicht durchkommt.
ReCon242 - 29.11.2007, 23:44
Nee, ich meinte in dem Fall schon die Grünen. Denn er war ja bei den Grünen, als er das gesagt hat. Von einem FDP-Politiker habe ich derartig entwürdigende Äußerungen noch nicht gehört. Allerdings habe ich den Verdacht, daß eventuell viele Politiker aus allen Parteien (vielleicht von der Linkspartei mal abgesehen) eine ähnlich zynische Meinung über Arbeitslose haben, diese nur nicht offen ausssprechen.
Josef D. - 30.11.2007, 21:22
Aber er geht ja weg von den Grünen - vielleicht eben weil seine Aussagen nicht mit der Philosophie der Grünen vereinbar ist. Bei den Grünen als solche ist mir bisher nicht aufgefallen, dass sie so eine zynische Meinung hätten. Sowas kommt sonst aus den Reihen der CDU/CSU oder SPD (in dem Fall z. B. der Ex-Kanzler Schröder). Ich seh da schon noch eine soziale Ader bei den Grünen.
ReCon242 - 01.12.2007, 00:32
Was hat Schröder denn speziell gesagt über Arbeitslose?
Josef D. - 01.12.2007, 21:27
Ich finde das Zitat jetzt auf die Schnelle nicht, aber er hat sie durchwegs als arbeitsscheue Faulenzer abqualifiziert, soweit ich das in Erinnerung habe.
ReCon242 - 01.12.2007, 21:57
Kann mich daran gar nicht erinnern. War das, als er noch Kanzler war?
Josef D. - 02.12.2007, 19:09
Das war in der Tat, als er Kanzler war. Hat damals einiges an Staub aufgewirbelt.
ReCon242 - 03.12.2007, 00:21
Hab ich nicht mitbekommen.
Josef D. - 04.12.2007, 01:14
Wundert mich direkt, dass gerade du das nicht bemerkt hast.
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