hallo,
genau wie cantilene versteh ich nicht, wieso die verankerung im körper, spez. unt. rücken beim klass. singen nicht so stark sein sollte???
wie soll man denn da vernünftig und stimmschonend und gutklingend hoch und laut singen???
das training der unteren rückenmuskeln durch spez. stimmübungen und die verbindung der stimme mit diesem unteren teil ist eine der ersten sachen, die meine schüler lernen und sowohl bei e als auch u einsetzen.
ob das, was meine schüler machen, wenn sie rock/pop/musical etc. singen irgendeiner "belt-schule" entspricht, weiß ich nicht und interessiert mich nicht, solche etiketten find ich unwichtig.
allerdings mit "nur ein paar resonanzräumen abklemmen" hat es absolut nichts zu tun, wie sollte denn da noch ein vernüftiger vollstimmiger sound in allen höhen und tiefen zustande kommen?
und wenn es sich nicht stilgerecht anhören würde, würden mir die schüler, die sich mit rock, pop etc. sehr gut auskennen was anderes erzählen (und auch mein rep, der viel jünger ist als ich und sich mit der mod. musik sehr gut auskennt, wäre damit nicht einverstanden).
auf jeden fall klingt es absolut nicht klassisch und ist laut und tragfähig genug, um auch in großen säälen ohne mikro weit hinten noch als laut anzukommen und reicht auch um ohne mikro mit einer band zu singen, aber natürlich nicht bei elek. verstärkten instrumenten, sondern unplugged (bei elek. verstärkten kann das ja garnicht gehen, weil alles durch die anlage läuft und da gemischt wird, also muß ja auch die stimme per mikro in die anlage gehen. was die lautstärke betrifft singen opernsänger auch gegen ein 50-70 mann-orchester an, das fortissimo spielt und sind noch zu hören. nach allem, was ich von entsprechenden fachleuten gehört habe, sind musicalsänger etc. da nicht mehr zu hören.).
mit mikro zu singen, lernen die, die es wollen oder für später brauchen erst nach der grundausbildung, abgesehen von denen, die vorher schon in rockbands gesungen haben, die brauchen das nicht neu lernen (die singen aber außerhalb der band auch lieber ohne mikro, egal ob klassik oder rock etc.).
@engelchen
du hast doch, wie du schreibst, lehrer, die beides unterrichten. da bist du doch gut dran.
beschreibungen von stimmübungen etc. halte ich nicht für sinnvoll, weil die gefahr von mißverständnissen viel zu groß ist. schon bei praktischer anleitung mit vormachen, erklären, korrigieren ist es nicht einfach, die funkt. stimmübungen so exakt zu machen, daß sie die gewünschte wirkung haben. das erfordert selbst bei begabten schülern meist etliche korrekturen.
@cantilene
eine schülerin mit rel. hoher sopranstimme hatte ich bisher nur eine, die aber leider schon nach gut 1 jahr unterricht über 500 km weggezogen ist (wie leider auch ein paar andere talente :sad: ). sie hat nicht nur klass. lieder und arien gesungen, sondern auch u (swing, jazz, chanson), aber das mit einer (namentlich nicht benannten) mischtechnik, die nicht klassisch klingt, aber dennoch tragfähig ist.
stücke, die eine sehr tiefe tessitura haben, hat sie nicht gesungen, einzelne tiefe töne waren kein problem.
reines belten ist für sehr hohe stimmen, die weiter klassisch singen wollen, wahrscheinlich nicht gut, aber da du doch nicht zum musical oder popsängerin werden willst, reicht doch eine mischtechnik völlig aus. ich singe im u-bereich auch sehr viel damit. nur da, wo es stilistisch besser ist, mach ich etwas, das nach den beschreibungen in beiden foren und nach aussagen von fachleuten, die es gehört haben, belting ist, aber welche variante davon, entzieht sich meiner kenntnis und ist mir auch völlig egal.
ansonsten waren es bis vor kurzem nur mezzosoprane, tenöre und baritone, die überhaupt an einer prof. ausbildung in allen bereichen interessiert und dafür geeignet waren (viele, die zu mir kommen, möchten "eigentlich gut singen lernen", tun aber nicht genug dafür und haben teilweise auch nicht genug talent, um über ein passables hobbysängerniveau hinauszukommen oder sind chorsänger, die stimmstörungen bekommen haben und nur wieder im chor singen möchten).
bei klassensingen etc. singen meine schüler mittlerweile zuerst u-musik, danach klassik und oper und zum schluß wieder u-musik. da die zuhörer einen sehr unterschiedlichen musikgeschmack haben, kommt das am besten an, keiner muß über lange zeit "unpassende" musik "ertragen".

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liebe grüße
kaja