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Elvo - 15.10.2006, 23:31
Mehr als 08 - 15 Gedichte
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Geschrieben am, 2 0 0 6 . 02 + 08 . 15 ;)
Die Widmung geht an die wichtigste Person in meinem Leben.
An mich. :P
Ispiriert bei Prezident und Charles Bukowski.
Bukowski Gedicht
Ich liege metertief im Bett begraben
wälze mich nach links
wälze mich nach rechts
dann ne ganze Drehung
dann wieder ne halbe.
Mit dem Bauch nach unten lieg ich nen Moment lang da.
Dann raffe ich mich auf
und setze mich an den Computer
statt zu schlafen.
Hab eigentlich kein Bock zu schreiben,
weil ich weiß, dass nur Scheiß rauskommt,
wie bei Bukowski, den ich grad las.
Pferdewetten, Saufereien, Prostituierte.
Eigentlich nichts aus meinem Leben gegriffenes.
Dennoch find ich mich in seinen Texten wieder.
In den Momenten als seine Damen mit ihm reden wollen
aber ne Rede halten:
„Du sagst nie was du dir wünscht...“
Ich wünsch mir nichts.
Ist das so schwer zu begreifen.
Weil, wenn ich mir heut was wünsch,
woher weiß ich, ob ich morgen damit zufrieden bin.
Achtzehn Monate
Neun Monate waren wir zusammen.
Neun Monate auf den Tag genau.
Vom fünfzehnten April zum fünfzehnten Januar.
Heute.
Neun Monate getrennt.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Brennendes Bild
Ich hab ein altes Bild von dir gefunden.
Es brannte in mir
wie Wodka in der Speiseröhre.
Ich hab Glück dich nicht sehen zu müssen.
Denn das Bild wird schon tagelang
nen Kater und nen unlöschbaren Morgenbrand
verursachen.
Unser letzter Abend
Es ging nicht mehr.
Keinen Schritt weiter.
Es ging einfach nicht.
Wir waren am Ende.
Statt zu trauern
lachten wir.
Nicht wenig.
Unnatürlich viel.
Die ganze Nacht durch.
Ich lachte aus dem Grund,
weil...
...weil es vorbei war?
...weil ich es lustig fand?
...weil ich nicht wusste was ich machen sollte?
Und sie lachte, weil ich lachte.
Heute weiß ich, warum ich lachte.
Es war Galgenhumor.
Sie
Es war aus mit ihr
und ich suchte
und suchte
nach ihr
in anderen.
Ich fand zwar andere
aber keine Spur von ihr.
Doch zu ihr konnte ich auch nicht,
denn nicht mal in ihr, fand ich noch
sie.
Ein Hoch
Sie las meine Gedichte über den Bosnienkrieg und sagte:
„Du hast ein lyrisches Hoch.“
Ich freute mich.
Das sagte sie selten.
Noch seltener lobte sie meine Gedichte.
Sie hatte meist was auszusetzen.
Irgendeine Kritik.
Auch bei meinen Songs.
Sie traute mir zu wenig zu.
Was soll’s?
Fraun kommen und gehn.
Gedichte,
Erinnerungen
bleiben.
Unverkäuflich und unverkauft
Wenn man sein Produkt nicht verkauft,
dann ist man entweder extrem schlecht
und wahnsinnig
oder
genial.
Ich gesteh das letztere.
Denn kein Gedicht der Welt
konnte mich je begeistern
wie eines von mir,
weil kein fremdes Gedicht
nur annähernd mein Empfinden
aufs Papier bringt
wie beispielsweise dieses hier.
Kunst
Ich geh ungern in Museen.
Sie langweilln mich.
Denke nicht, dass ich was verpass sondern die.
Bleib lieber daheim und mach richtige Kunst,
statt mir nen altn Scheiß reinzu ziehn der sich seit hundert Jahrn moderne Kunst nennt.
Ramadandiskussion
Letztens führte ich wieder mal ne Diskussion über den Ramadan.
„Des is oba ungsund.“, meinte er.
Ach, was'd nicht sagst, dachte ich.
Statt es einfach zu sagen
versuchte ich ihm zu erklärn
dass es beim Ramadan
nicht um eine „gsunde“ Diät geht
sondern ums Fasten.
Eine religiöse Praxis für
innere Harmoniesuche,
Wahrnehmungssteigerung,
Stärkung der Willenskraft
und die Suche nach Antworten
auf die man teilweise nicht mal die Frage kennt.
Es gelang mir nicht meinen Standpunkt zu erklärn.
Beim nächsten Mal, sag ich einfach:
„Ach, was'd nicht sagst?“,
und wechsle das Thema.
Konzeptänderung
Ich gab Leuten Gedichte
zum Kritisieren
und Lesen.
Jez geb’ ich sie nur zum Lesen.
Kritik bringt sich nichts
denn so wie ich mich kenn
schreib ich so oder so
früher oder später
wieder das
was ich schrieb
PS:
Außerdem vernichtet Kritik
meine große Fresse
hinter der auch was steckt.
Mein Schatz
Du bist mein größter Schatz
du bist mein größter Segen
ich könnte nie ohne dich Leben.
...
Vergiss mal den ganzen Scheiß!
Das Gedicht handelt von mir
und heißt:
„Bester Deutsch-Dichter“
Und der Titel „Mein Schatz“
hat seinen Zweck erfüllt
wenn du das Gedicht
bis hierher gelesen hast.
Zurück zu mir.
Es ist wahr,
bald real
dass ich der beste bin,
da kann kommen wer will.
Und zwar, weil ich die deutsch Sprache
so zerlegen werde
das selbst Goethe
sich in seinem Grab tiefer gräbt,
weil Dichter der Gegenwart und Zukunft
bei ihm um Asyl und Obdach bitten.
Es ist vorbei mit der Lügerei
und Schnulzendichterei.
Der Meeresspiegel der Qualität
wird Schritt für Schritt gehoben,
Dichter ertrinken in der Gedichte-Sintflut
und ich steh drüber
in der 6 - 10 - 15 Arche Noah
(mit der neuen Generation
an Poeten.)
© Elvis Kurtalić // 15. Oktober 2006
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