Nicht alles geht gut

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  • Alle Beiträge und Antworten zu "Nicht alles geht gut"

    Re: Nicht alles geht gut

    Anonymous - 23.06.2006, 19:55

    Nicht alles geht gut
    So, am WE jetzt sollte es so weit sein : Sheitan soll einen Reiter tragen, das erste Mal seit sicher langer Zeit. Ich denke, ich habe ihn so weit, dass er mir ein wenig vertraut und die Sache mit dem Sattel nimmt er schon prima an.
    Heute lies ich mir richtig viel Zeit für ihn, um bloß keinen Schritt zurück machen zu müssen. Ich rief ihn schon von weitem und sein Kopf schoss in die Höhe. Seine Nüstern blubberten wieder und er machte einen kleinen Schritt in Richtung Boxentür. Ich betrat ruhig die Box, strich ihm sanft über den Hals und Rücken. Als ich am Rücken angelangt war, drückte ich einige male rauf, wobei Sheitan zwar blöde guckte und nicht grade angetan war von der Sache, aber er blieb lieb. Ich führte ihn diesmal nicht wie sonst auf den Putzplatz drinne, sondern ging nach draußen, um die Situation ein wenig zu ändern. Draußen war er immer noch sehr aufgeregt, sein Schweif stellte sich auf und er tänzelte neben mir her. Dann blieb er urplötzlich stehen, richtete sich auf und starrte begierig in eine Richtung. Ich sprach ihn an, aber er nahm überhaupt keine Notiz von mir. Da kam Anna gerade mit Symphony um die Ecke und Sheitan machte voll auf hengst. Er wölbte den Hals, tänzelte und schien mir um 20 cm gewachsen. Er grummelte leise, dann lauter, als Anna näher kam. Ich wollte nicht länger warten, bis die beiden direkt an uns vorbei kamen, also ging ich weiter und zupfte leicht am Strick. Sheitan riss den Kopf hoch und fing sofort das Steigen an. Er war von einem Moment auf den anderen so aufgebracht, dass er mich richtig erschreckte. So blöde war er ja schon seit Wochen nicht mehr. Ich versuchte mich in Sicherheit zu bringen, um nicht unter seine Hufe zu kommen, aber im nächsten Moment merkte ich, dass er gar nicht darauf aus war, mich zu verletzen. Er regte sich bloß so auf, weil er den Druck am Halfter nur mal im Roun Pen kennt und bei solchen Sachen ist er noch echt anders, wenn der runde Zaun ihn nicht sicher umgibt. Ich ließ den Strick locker und ging einen engen Kreis, sodass er mir folgen musste und nicht weiter steigen konnte. Anna hatte in der Zwischen zeit einen Umweg in Kauf genommen,um die Situation nicht noch mehr herauszufordern. Ich hatte Sheitan bisher nie richtig angebunden, aus Angst, er mach ein riesen Theater, wenn er mal am Strick zieht oder so. Aber auch das musste er lernen, also band ich ihn ganz locker an und machte den Knoten wirklich so, dass ich ihn jeden Moment wieder lösen könnte. Dann fing ich an zu putzen. Die einzigen Stellen, wo ich immer noch nicht ran durfte, war weiter hinten am Bauch, da wurde er verdammt grantig. Und der Schweif eben, der war auch noch nicht so gut im Programm mit drin, aber sonst ging´s echt super. Die Hufe sahen im Vergleich zu den 3 Monaten davor echt super gepflegt aus. Ich hatte sie geraspelt, eingefettet und gepflegt. Nur die Mähne und Schweif waren noch gräulich, das müsste ich mit Wasser rauswaschen, mal sehen, ob ich das mal demnächst schaffe ....(moment...habe ich das nicht schon bei ihm gemacht ??? ......... :roll: Bin grad voll in Tüdel....... :D ).
    Doch dann geschah auch schon das nächste Unglück (heut war der Wurm drin !!!). Ich bürstete grad seine Mähne, da kam das nächste Pferd um die Ecke. Zum Glück war´s nur Junky Boy mit der lieben Jaqueline, es würde also keinen Hengstaufstand geben *freu*. Wie ich mich wieder mal täuschte.... Sheitan tat tatsächlich nix, er drehte nur den Kopf, um den Wallach freundlich zu betrachten, daspürte er aber dabei den Widerstand des Anbinders und DAS war zu viel für ihn. Er regte sich volle Kanne auf, wie ichs immer befürchtet hatte, ruckte, riss den Kopf hoch und rollte mit den Augen. Ich versuchte ihn zu beruhigen, aber es brachte nichts und bevor er noch wilder wurde, musste ich was tun. Aber was ? Wenn ich den Strick löste, dann würde er mit dem vollen Gewicht nach hinten kippen und auf den Asphalt fliegen. Ich entdeckte ein paar Schritt weiter einen Holzstock, der vom Baum stammt, schnappte ihn mir in dem Notfall und eilte zu Sheitan. Der Strick drohte zu reißen. Da gab ich ihm einen kräftigen Klaps auf den Hintern. Sheitan quiekte aufgeregt, sprang nachvorn und gleich wieder zurück. Ich klapste ihm erneut eine hinten auf die Kruppe, diesmal noch etwas doller. Wieder sprang er zurück und merkte gleichzeitig, wie der Druck vom Strick verschwand. Kurze Zeit stand er verduzt still, um sich bewusst zu werden, das alles in Ordnung ist, dann sprang er allerdings aus irgendwelchen komischen Gründen wieder nach hinten, wo er eine gebatscht bekam. Wieder nach vorne :roll:
    Nun blieb er zitternd, aber doch gefasst stehen und ich ging zu ihm, klopfte ihn leicht den Hals und kraulte ihn zärtlich an der Stirn. Er beruhigte sich fast genauso schnell, wie er ausgerastet ist und kurze Zeit später gingen wir völlig lässig in den Round Pen. Hier ließ ich ihn allein und holte Sattel und "weiteres Material"......
    Ich machte kaum Bodenarbeit mit ihm, nur mal eben das grundlegende Programm. Ich habe das alles nun 5 MOnate mit ihm durchgezogen, dass er mir das meiste einfach schon vorweg nahm. Ich hatte etwas Bammel vor dem Sattel, weil er heut schon zwei mal abgedreht ist und noch mal sollte uns das heut nicht passieren.Aber erstaunlicher weise war wer brav wie ein Lamm. Geduldig stand er da, wenn auch mit allen Muskeln angespannt bis aufs äußerste und wartete bis der Gurt sich um seinen Bauch legte. Da ging er einige Schritte zur Seite, blieb dann aber wieder stehen. Na, wenigstens etwas ,dacht ich mir und ließ ihn am Seil laufen. Er bockte nun nur einmal zu Anfang, sonst machte er "nur" Tempo, galoppierte also etwas zu schnell und so. nach einiger Zeit holte ich ein dickeres, gaaaaaaaaaanz weiches altes Seil von der Seite und berührte Sheitan damit am Bauch,aber der Kruppe und an den Hinterbeinen. Er kannte diese berührungen im Schlaf und zuckte nur zusammen, als ich das eine Ende des Seils am Sattel festband und dann hinten um ihn herum ging und das Seil auf der anderen Seite des Sattels befestigte. Noch mal zum Verständnis : Das Seil hing nun geschlossen um sein gesamtes Hinterteil herum. Es saß unterm Schweif, aber etws über den Sprunggelenken. Und er merkte es beim laufen....Sobald er einen Schritt machte, schlug er mit einem Bein narzend an den Bauch, dann nach hinten, aber es brachte nichts. Dann ließ ich ihn antraben, DA ging er vielleicht ab. Da rubbelte etwas an seinen hochempfindlichen Hinterbeinen und störte extrem beim Laufen .... :wink: Tja, Desensibelisierung nennt man das, bei so einem hoch empfindlichen Pferd ist kein Reiter sicher. es nervt einfach,wenn das Pferd bei jeden Handschlag zusammenzuckt und zur Seite springt. Sheitan schien mich zu hassen, denn er warf mir höchst "beleidigende" Blicke zu. Doch als ich in galoppieren ließ, hatter er kaum einen Blick für mich und tobte nur noch. Ich wechselte die Hand und ließ ihn einfach laufen.Nach bestimmt 20 Minuten fing er an zu schwitzen, und nach weiteren 10 Minuten wurde er endlich ruhiger und ich parierte durch zum Schritt. Er keuchte und ich machte das Seil ab, lobte ihn, indem ich mit ihm sprach, ihn tätschelte und ihn eine schöne lange Pause gönnte. Danach kam Plan 2 : Ich nahm zwei kurze, dicke Seile und band sie immer je an einer Seite des Sattels fest, sodass die Enden weit auf dem Boden schliffen. Eine gefäääääääääääääährliche Schlange :roll:
    Sobald Sheitan losging, entdeckte er die schleifenden Enden und galoppierte sofort los. Ich hielt ihn nicht auf, im Gegenteil, ich trieb soar nach. Schneller und schneller wurde er, dann drehte ich mich um und ließ ihn erstmal in Ruhe. Sein Laufen wurde ruhiger, da wollte ich ihn gerade anhalten, als ein Düsenjet über uns hinweg jagdte. Ich erschreckte mich, weil es so laut war, aber das war nix gegen Sheitan. Er raste davon, blind vor Panik und volle Kanne Richtung Tor !!! Er würde doch nicht....? :shock: Ich bekam Panik, doch Sheitan sprang nicht, er bremste scharf, setzte sich auf die Hinterbeine, aber er schaffte es nicht mehr vor dem Zaun und bretterte rein :shock: Ich schrie auf, doch Sheitan drehte sich um und trabte mit geblähten Nüstern weiter. Es dauerte 5 Minuten, da störten ihn die Seil schlangen nicht mehr so, auch wenn er noch ziemlich angespannt war. Endlich konnte ich ihn zum Stehen bringen. Ich nahm rasch die Seil ab und schaute mir die Schulter an, wo er gegen den Zaub gerannt war. Der sattel war einmal quer aufgerissen, was mir aber nichts machte, da es nur ein alter war und dann kam mir der Gedanke : Wenn der Sattel nicht gewesen wäre, dann wär es wohl noch schlimmer gewesen. Dann entdeckte ich plötzlich eine lange schlitzartige Wunde quer über die Schulter, die dunkelrot unter dme weißen Fell hervorschimmerte. Ich hoffe, es ist nichts ernstes : Dieser sch.....Düsenjet !!!! :evil:
    Eigentlich wollte ich noch etwas Gewicht in den Sattel legen und ihn ans Wasser gewöhnen, aber ich brachte ihn nun schnell in seine Box (er war schweißnass) und rief den TA an.



    Re: Nicht alles geht gut

    Svenja - 23.06.2006, 19:56


    8)



    Re: Nicht alles geht gut

    Anna - 24.06.2006, 19:55


    auweia :shock: na hoffen wir mal das das gut geht.... :?
    gibt 768 + 1.000 Euro



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