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Re: Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)

kensen - 30.08.2006, 02:05
Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)
Der Titel "Gemeinschaftsprojekt" ist etwas zu weit gefasst :) Eigentlich stehen hier die Grundzüge schon, aber dennoch lade ich jeden ein, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Falls jemand einen Vorschlag hat, für eine komplett neue Sprache für die Elfen, darf er das hier gerne posten, wir können es dann diskutieren und so entscheiden, welche Sprache wo und wie zum Einsatz kommen soll. Als grosse Gemeinschaftsprojekte sind noch geplant:
- Die Zwergensprache (auf Basis des Altägyptischen)
- Die Sprache der Weisen (Basis: Semitisch-hamitisch)
- die Orksprache (noch völlig offen)

Die erste und wichtigste Frage:
Was für einen Sprachstamm sollen wir verwenden?

Ich habe mir überlegt, da es sich bei den Elfen um ein altes und weises Volk handelt, wäre ein semitisch-hamitischer Sprachstamm (-> Hebräisch, Arabisch) durchaus passend, allerdings sind die Elfen eher kein Wüstenvolk.
Meine Idee ist nun eine Na-Dene-Sprache (Indio), wie ich sie ursprünglich für meine "Indianer" geplant hatte, die aber entfallen, da die Welt in MW zu klein ist, um so weit in den Süden vorzudringen.

Ich habe bislang folgende Vorschläge zum Aufbau der Sprache:

Nomina
Genera werden nicht unterschieden, die Deklinationen sind also nicht abhängig vom Geschlecht des flektierten Wortes.
Es wird unterschieden, ob ein Wort ein Lebewesen (inkl. Pflanzen -> Waldgeister, etc.) beschreibt oder einen unbelebten Gegenstand.

Bei Lebewesen werden Singular und Plural unterschieden, bei Gegenständen nicht. Es können aber (mit Ausnahmen) alle Endungen sowohl einen Gegenstand als auch ein Lebewesen bezeichnen, daher haben auch alle eine Pluralform.

Gegenstände und teilweise auch Lebewesen werden zu "Stammgruppen" zusammengefasst:
quehua* -> schlechtes Wetter
quehuac = Regen (-c ist "wertneutral" als Endung)
quehuaquec = Gewitter, Sturm (-quec ist "wertvoller/gehaltvoller" als -c)
quehuatzin = heftiges Gewitter, starker Sturm (-tzin ist "am "wertvollsten")
quehuatli = Wolke, Nebel (-tli verkleinert die Stammbedeutung)
2. Beispiel:
teloco* -> Furche, Loch
telocotli = Furche, Grube, Loch
telocotzin = Tal, Schlucht

Adjektive existieren nicht in dem Sinne:
quequeltzin = schön, hübsch aber auch Schönheit

Um einen attributiven (=beschreibenden) Bezug herzustellen, wird das beschreibende Wort hinter das zu beschreibende gesetzt, wobei ebendieses seine Endung verliert:
calicali (endung -li) --> junge Frau
quequeltzin = schön
calicaquequeltzin = schöne Frau (-li entfällt).

Verben:
Tempora werden nicht unterschieden sondern inhaltlich angedeutet (also durch "morgen","gestern","vorhin","in zwei Jahren",etc.). Dabei können aber solche Zeitangaben zu einem Teil des Wortes werden.
Allgemeine Vergangenheiten bzw. allgemeine Futura werden durch die Verwendung der Nomina "alt-" bzw. "neu-"/"frisch-" als Verbalteil gebildet.

Verben können in ihrer Bedeutung erweitert werden:
moxa- = sich bewegen
-pano- = vorbei, hinüber
moxapano- = sich vorbeibewegen --> vorbeigehen, hinübergehen

Die Bedeutungserweiterung gehört inhaltlich zum Stamm und nicht zur Endung, daher wird sie dazwischengeschoben.
moxatentli - ich gehe (bewege mich)
moxapanotentli - ich gehe hinüber

Eine Erweiterung, wie zum Beispiel "das Feld" zu "bearbeiten", wird ebenfalls an den Stamm angefügt:
tlali = etwas (wird später erklärt, Endung -li)
tlapelequi = bearbeiten
ehtlahuatl = das Feld, der Acker (endung -tl)
tlapelequitentli = ich bearbeite

tla-tlapelequi-ehtlahua-tentli - ich bearbeite ein Feld

tlali muss dort stehen, weil das Objekt immer vor dem Verb steht. Wenn wir jetzt aber ebendieses Objekt an den Versbtamm hängen, kann es ja nicht mehr davorstehen, also muss dort ein Indefinitum (eben "etwas") hin, damit die grammatikalische Ordnung erhalten bleibt. Ich kann dieses "tlali" durch die Definition des Feldes ersetzen:
lelli = ich, mein (Endung -li)
lel-tlapelequi-ehtahua-tentli - ich bearbeite mein Feld
ma = dies/er/e/es (VOR dem Bezugswort zu setzen)
ma-tlapelequi-ehtahua-cantli - du bearbeitest dieses Feld

Ein Adjektiv steht im Normalfall NACH seinem Bezugswort, AUSSER dieses Bezugswort wird in den Stamm eines Verbes eingefügt, dann wird das Adjektiv als Definitum (Wort, das etwas definiert) VOR das Verb gesetzt:
queyac = gross (Endung -c)
NORMALERWEISE: ehtahua-queyac = ein grosses Feld
ABER: queya-tlapelequi-ehtahua-huatl = er bearbeitet ein grosses Feld; das Wort "Feld" ist in das Verb integriert worden, deshalb steht sein Definitum, das Adjektiv "gross" VOR dem Verb.

AUSNAHME:
Das Verb "sehen" (becaqui-)
An diesen Stamm können KEINE Wörter ausser der Endung angefügt werden, das Objekt steht VOR dem Verb und verliert seine Endung NICHT:
calli = Haus (Endung -li)
calli becquitentli = ich sehe ein Haus
ma-calli becaquitentli = ich sehe dieses Haus
cal-queyac becaquitentli = ich sehe ein grosses Haus (calli verliert die Endung wegen queyac, queyac behält aber sein, obwohl ein Verb folgt).

So, das reicht mal fürs erste, ich werde morgen noch Ergäzungen bringen.
Sagt mir eure Meinung, ob das zu einer Elfensprache taugt :)

Re: Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)

Kodi - 30.08.2006, 15:03

Das ist sehr interessant.
Diese Sprache hört sich allerdings ein wenig "hart" an für Elfen. (Wie sieht die Kultur der Elfen aus?)
Elfen werden oft als zierliche Geschöpfe gesehen, und ihre Kultur sollte sich ein wenig in der Sprache wiederspiegeln.

Mir gefällt die Idee mit den Endungen sehr, jedoch wie schon gesagt hört sich das ein wenig "holperig" für Elfen an.

Eine Idee wäre es, Mutationen einzubringen, was alles allerding ziemlich verkomplizieren würde.

Beispiel Sindarin:

Das Herz ist stark.
I chûn thala.

I - der/die/das
hûn - Herz pl. huin
thala - stark

Das Wort "sein" gibt es nur im Sinne von "Sei stark!"

i veleth - die Liebe (meleth)
i dhúath - die Dunkelheit (dúath)
i halph - die Suppe (salph)
i vellon - der Freund (mellon)
Es gibt noch viele weitere, aber die alle aufzuzählen wäre zu viel.

Diese Mutationen helfen einen flüssigen Sprachfluss zu bilden.
Solche Mutationen sind ebenfalls im Walisischen anzutreffen.

Allerdings kann man über soetwas nachdenken, wenn ich die Kultur der Elfen ein wenig besser kennen würde.[/list]

Re: Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)

kensen - 30.08.2006, 18:20

Also, ich habe jetzt einen sehr langen Thread zum Thema Kulturen im "Allgemeine Diskussionen"-Forum gepostet :)

Die Waldelfen sind eher eine Art "Indio"-Volk. Es gibt aber eine grosse Elfenzivilisation weit im Osten, auf einem anderen Kontinent. Dort wird die Mutation sicher vorkommen, hier weiss ich nicht so recht, denn es sollte mehr eine Art "einfache" Sprache sein, Mutationen sind bereits eine Kusntform, denn sie dienen nicht mehr der Aussprache an und für sich, sondern deren Vereinfachung.

Aber ich denke mal darüber nach, ob die Indianersprache überhaupt zu "meinen" Elfen passt, dein Einwand trifft's sehr gut...

//edit
Eigentlich sollten wir wohl primär die Hochsprache der Elfen diskutieren, bevor wir über die Ableitungen reden...

Mit dem Indianischen wird das Verwenden von Mutationnen sehr kompliziert, wir sollten uns Einschränkungen überlegen. Übrigens, das "x" wird nicht als "ks gesprochen, sondern als eine Art "sh" mit Aspiration.

Re: Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)

Kodi - 31.08.2006, 13:58

Hmmm... da ich nun etwas mehr über die Kultur weiss, denke ich die Sprache passt recht gut.

Re: Die Elfensprache: Ein (kleines) Gemeinschaftsprojekt :)

kensen - 18.05.2007, 03:31

So, bin grad am Aufräumen ;)

Hier ist mal zu, da die hier genannte Sprache nur für ein einziges Elfenvolk zur Anwendung kommen wird. Was die anderen betrifft, wird's hier wohl irgendwann die Threads dazu geben...
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