Die Schrift

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    Re: Die Schrift

    ReDDragon - 25.04.2006, 14:23

    Die Schrift
    Das Alphabet
    http://www.hieroglyphen.de/hiero_kons1.shtml



    Antikes Ägyptisch gehört zu einer Familie von Sprachen in Afrika und dem nahen Osten, die eine hohe Ähnlichkeit in Grammatik und Vokabular aufweisen, so daß davon ausgegangen werden kann,daß ein gemeinsamer Vorfahre existierte. Forscher sprechen von der "afroasiatischen" oder "hamitosemitischen" Sprachgruppe. Diese Gruppe bestand aus fünf Zweigen, von denen einer die antike ägyptische Sprache war. Andere Zweige waren zum Beispiel Semitisch, die Berber-Sprache und Omotisch, von denen nur die ägyptische und die semitische Sprache eine umfangreiche Schreibtradition besitzen.
    In seiner Zeit war Ägyptisch natürlich eine lebendige Sprache, die sich kontinuierlich in den Jahrhunderten entwickelte. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist es möglich fünf verschiedene Phasen der Sprache zu unterscheiden: Altägyptisch
    Dies ist die Sprache, welche wir durch Inschriften kennen, die aus dem alten Reich stammen. Das ist die Periode, aus der die ersten voll entwickelten Texte kommen (in etwa 2700 - 1200 v.Chr.).
    Mittelägyptisch
    Diese Form der Sprache wurde in der ersten Zwischenzeit und im mittleren Reich (ca. 2200 - 2800 v.Chr.) benutzt. Mittelägyptisch wird als die klassische Phase der Sprache betrachtet und wurde in den literarischen, religiösen und monumentalen Inschriften bis zur späten griechisch - römischen Periode verwendet. Mit dieser Sprache befassen sich diese Online-Seiten.
    Neuägyptisch
    In der Zeit des neuen Reichs entwickelte sich die Sprache weiter, während das Mittelägyptische weiter als geschriebene Sprache benutzt wurde. Innerhalb der Amarna-Periode (die Regierungszeit von Echnaton) wurde diese Tradition gebrochen und literarische Texte wurden in Neuägyptisch verfaßt (ca. 1580 - 700 v.Chr.). Eine Ausnahme bildeten die religiösen Texte, die weiterhin in Mittelägyptisch geschrieben wurden.
    Demotisch
    Dies ist eine Fortführung des Neuägyptischen, welche noch bis in die römische Periode (ca. 700 v.Chr. - 600 n.Chr.) verwand wurde. Diese Art der Sprache hatte bereits eine Tendenz dazu durch Zeichen, die den Wert eines Konsonanten hatten, Wörter alphabetisch zu schreiben.
    Koptisch
    Die letzte Stufe der ägyptischen Sprache, die im dritten Jahrhundert n.Chr. in Gebrauch kam. Die koptische Schrift besteht aus 24 Buchstaben aus dem griechischen Alphabet, welche durch 6 Zeichen aus dem Demotischen ergänzt wurden, um ägyptische Laute, die keine Entsprechung im Griechischen hatten, darzustellen. Die koptische Sprache ist interessant für Forscher, weil sie auch Buchstaben für Vokale verwendete. Ältere Varianten der Sprache notierten nur ein konsonantisches Sklett (analog zur arabischen Sprache). Im 10. Jahrhundert n.Chr. wurde die koptische durch die arabische Sprache ersetzt.



    Die hieroglyphische Schrift ist äußerst flexibel gegenüber unserer heutigen Schrift. Strenge orthographische Regeln gab es nicht. Es konnte sowohl in Reihen (waagerecht) als auch in Spalten (senkrecht), sowohl von links als auch von rechts geschrieben werden. Dabei richtet sich die Schriftrichtung immer nach der Stelle, an der die Zeichen angebracht wurden. Um die Leserichtung und den Anfang eines Textes zu finden, gibt es ein paar einfache Regeln:
    Die Ägypter schrieben niemals von unten nach oben, dabei kommt es durchaus vor, daß ein Zeichen unter einem anderen steht, obwohl es da gar nicht hingehört. (Dazu später mehr.)
    Zeichen von Tieren oder menschlichen Formen blicken immer in die Richtung des Textanfangs
    Bezieht sich der Text auf ein Bild, z.B. auf Wandgemälden von Göttern, so schaut der zugehörige Gott bzw. die zugehörige Person auf den Anfang seines/ihres Textes. Die Hieroglyphen blicken in die gleiche Richtung wie die zugehörige Figur. (Das Bild rechts verdeutlicht dies. In Block A gehört der Text zur linken Person und ist von rechts nach links zu lesen. In Block B gehört der Text zu Amun und muß von links nach rechts gelesen werden.)

    Inschriften auf Türen wurden immer so angebracht, daß die Zeichen zur Mitte hin blickten. (Siehe Bild.) Auf diese Weise kann der durch die Tür Hindurchschreitende die Texte am leichtesten lesen. Kein Zeichen wendet ihm "unhöflich" den Rücken zu.


    Ubersetzer
    http://touregypt.net/ename/



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