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Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Shayan - 21.01.2009, 16:08Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
So, da das hier theoretisch ein sehr heißes Thema sein kann gleich einmal vorweg: Ich möchte niemanden angreifen, nichts erzwingen und auch niemandem etwas vorschreiben... ich möchte einfach über etwas reden was mich in der letzten Zeit öfter einfach verwundert hat, und das recht neutral und nicht zwingend im negativen Sinn.
Es geht um das Azeroth-Setting, also die Welt in der u.a. auch WoW spielt, das mir - und ich habe wirklich viel in diese Richtung gelesen denke ich - wirklich das liebste Fantasysetting überhaupt ist. Wenn ich mich von der quietschbunten Grafik und dem wie ein Häschen herumhüpfenden Kerl namens 'Ololzor' neben mir gedanklich verabschiede und mir wie in einem Buch zu den in den Questtexten erzählten Geschichten - im (imao seltenen) Notfall vervollständigt durch einen Blick ins Netz seine eigene Vorstellung bilde sehe ich eine düstere, von unendlich ineinander geschachtelten Intrigen, politischen und religösen Streiterein und wirklich schlichtweg -bösen- Wesen durchsetzte Welt mit einer detailierten Geschichte über 12 Jahrtausende. Als solcher totaler Fanboy (noch ohne rose Chris-Metzen-Tshirt, aber ich arbeite dran) bemühe ich mich natürlich auch meine Chars möglichst am Setting auszurichten - hier greift der Rollenspielfanatiker in mir, bis ein Char spielfertig ist vergehen zwar sicher nicht Monate wie bei MU**s oder Pen and Paper-Rollenspiel, aber Tage durchaus.
Nicht dass ich das von jedem verlangen oder erwarten würde, das Wort 'Fanatiker' steht dort oben absichtlich - und ich habe bisher wirklich sehr viel Freude beim Rollenspiel mit euch allen gehabt (sonst würde ich - trotz der mit Abstand besten Raidatmosphäre die ich in 3+ Jahren WoW erlebt habe - wohl nicht mehr spielen).
Mein Problem ist nur dass ich Angst habe anderen am Ende mit meiner penetranten Settingtreue auf die Nerven zu gehen. Ich wurde heute freundlich darauf hingewiesen dass man das vielleicht als 'vorführen' oder 'bloßstellen' empfinden könnte - leider lag mir diese Absicht ehrlich so fern dass ich nicht einmal daran gedacht habe sie eindeutig OOC auszuschließen.
Mir geht es bei solchen Fragerein ausschließlich um eines - Gespräche in Character. So gut ich die Praxis auch Spielunternehmungen im Rollenspielstil zu planen auch ehrlich finde - das ist für mich nicht alles. Ein Gespräch, eine Debatte - vielleicht sogar ein Streit, ein Konflikt iC. Für mich wohl das Schönste dabei überhaupt, solange man OOC beiderseits seinen Spaß daran hat.
Wieder zurück zur Settingtreue: Wenn nur ein Char in einem Gespräch am Setting ausgerichtet ist, fallen Gespräche über Politik, gesellschaftliche Entwicklungen, Weltereignisse, Moral und Ethik und ähnliches leider zum Großteil flach - da Azeroth wie jedes große Fantasysetting jeweils ganz eigene Ansätze verfolgt. Wenn es um 'Allgemeines' geht - kann man ja abgehoben von allem bleiben, solange man nicht doch irgendwie in Konflikt mit dem Setting gerät.
Ich denke jeder von uns hat eine ungefähre Vorstellung von der Welt in der sein jeweiliger Char nun 'lebt'. Das Dumme, und das einzige echte Problem das ich daran sehe dass wir keine gemeinsame Basis haben zum großen teil ist folgendes: Wenn zwei extrem unterschiedliche Ansichten zusammenprallen, wer hat dann 'Recht'?
Wenn man sich auf ein Setting eindeutig einigt, liest man im Notfall nach - wenn aber (folgendes ist ein nicht auf einem konkreten Fall aufbauendes Extrembeispiel!) ein Herr-der-Ringe Elf auf einen Sindorei trifft, ein Warhammer-Zwerg auf ein Mitglied der Forschergilde aus Eisenschmiede oder ein stygischer Set-Priester auf einen Ahänger der brennenden Legion...
Wer gibt nach? Wer ist im Recht was seinen Hintergrund angeht? Oder sollte man im Rollenspiel in diesem Fall einfach panisch alle möglicherweise zu kontroversen Themen meiden?
Ein abschließendes Wort zur Durchführbarkeit in WoW: In einem kommerziellen MMO natürlich immer schwieriger. Aber glaubt mir, es geht. Ich spreche da durchaus aus eigener Erahrung.
Daher nun eine Frage zur Diskussion: Soll ich versuchen möglichst das Setting aus meinen Rollenspielansätzen herauszuhalten? Ich für mich finde dass hier die Chance für iC-Gespräche jedweder Art liegen -könnte- - aber ich möchte unter keinen Umständen jemandem auf den Nerv gehen damit.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Salanahee - 21.01.2009, 19:33
Zitat: Wenn man sich auf ein Setting eindeutig einigt, liest man im Notfall nach - wenn aber (folgendes ist ein nicht auf einem konkreten Fall aufbauendes Extrembeispiel!) ein Herr-der-Ringe Elf auf einen Sindorei trifft, ein Warhammer-Zwerg auf ein Mitglied der Forschergilde aus Eisenschmiede oder ein stygischer Set-Priester auf einen Ahänger der brennenden Legion...
Wer gibt nach?
Also hier musste ich schmunzeln, nicht zuletzt weil ich all diese Spiele kenne. *lächel*
Aber zurück zum Thema... Lore... Also da ich mich trotz einjähriger WoW-Spielzeit immer noch als totaler Anfänger bezeichne, wird meine Meinung möglicherweise nicht ausschlaggebend sein. Zu Beginn wusste ich nicht einmal, was das Wort "Lore" überhaupt bedeutet. *grins*
Fest aber steht, dass ich als Rollenspieler, ganz gleich, wo ich spiele, das straighte und ehrliche Spiel bevorzuge. Das wiederrum schließt innerhalb von WoW auch dessen Geschichte ein. Somit finde ich es nicht falsch, auf den tatsächlichen geschichtlichen Inhalt zu beharren.
Aber... ja nach so einem Satz kommt immer ein Aber *lächel*. Aber, wie schon gesagt, es gibt eine Menge Spieler, die sich mit der Geschichte WoWs nicht auskennen. Besitzt man wenigstens ein bisschen Kreativität, kann man sich helfen, indem man mit seinem Charakter geschichtliche Details umschifft, aber selbst dann würden noch einige kommen, und möglicherweise schimpfen.
Ich für meinen Teil kann hierbei nur sagen, dass es eben wie alles im Leben Geschmackssache ist und man subjektiv für sich entscheiden muss, wieviel man akzeptieren möchte. Deine Toleranzschwelle scheint da etwas niedriger zu sein, was aber kaum als falsch zu bewerten ist. *lächel* Und ein guter Rollenspieler sollte auch das zu respektieren wissen.
Fest steht, es gibt in WoW nunmal keine stygischen Priester *grins* Sollte mir ein solcher begegnen, würde ich diesen vermutlich auch belächeln. Jedoch würde ich darüber schweigen, weil ich mir denke, na gut, jeder soll seinen Spaß haben, und AoC war ihm vielleicht zu kompliziert *grins*
Bevor ich mir über meinen Todesritter Gedanken machte, verfolgte ich diverse Diskussionen im offiziellen Forum. Aber ganz ehrlich? Da hätte ich auch auf einer Rolle Klopapier recherchieren können. Jeder scheint hier seine eigene Meinung zu haben und die Konfrontation Todesritter Lore mit der Spielmechanik ist zum weglaufen. Es scheint alles möglich zu sein und dann doch wieder nicht... und ich zog das Fazit, auf jene wissenden Helden zu verzichten. Derzeit befrage ich jemanden, der sich mit der Lore auskennt, und hoffe auf diese Weise, meinem Todesritter ein noch schlüssigere Geschichte geben zu können... Doch das von allen Spielern zu erwarten, ist vergebene Liebesmüh und schadet am Ende nur die Nerven...
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Shayan - 22.01.2009, 05:46
Nun, ich 'erwarte' ja nicht - ich frage eher ehrlich interessiert nach einem 'warum nicht'. Es geht weniger darum etwas zu erreichen als darum zu verstehn wo die Punkte liegen die die 'Bastelbegeisterung' da umleiten.
Die Spielmechanik... nun, vielleicht ist das naiv von mir, aber die umschiffe ich in Gedanken eigentlich immer recht stark. Wenn man strikt nach der dargestellten Welt in WoW geht hätte schließlich Bolvar Fordragon vor seinem Dahinscheiden alle Probleme die das von ihm verwaltete Königreich in Westfall, im Düsterwald und Umgebung hat alleine lösen können - Level Maximum+3 Elite gegen kleine Stufe 30 Aufrührer *zwinkert*
Zum großen Toleranzproblem: Ich hoffe ehrlich dass ich nicht den Eindruck mache jemandem etwas zu missgönnen oO Mein Problem ist eher dass ohne gemeinsame Basis alles recht schnell ins Schwingen gerät, weil man sich - so blöd das evtl klingt - in meinen Augen einfach viel mehr merken muss. Es wird mir definitiv kein Problem sein, ich möchte nur neugierig nachfragen ob ich für mich etwas tun kann um die Situation im Idealfall für alle zu verbessern - und natürlich ob ich Shay weiter so stark 'verankert' spielen kann ohne fleißig auf den Zehen anderer Leute herumzutrampeln. Um das zu tun ist mir der Haufen hier ehrlich gesagt einfach zu wichtig oO
Nur etwas für meinen arroganten Stolz Leland: Ich spielte an sich nicht auf die MMOs an, vor allem da ich LotRO nie gespielt hab, sondern auf die Settings an sich *grinst und zwinkert*
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Keros - 22.01.2009, 13:32
Hm, ich spiele ja seit vielen Jahren DSA und kenne mich im Setting dort ganz gut aus. Allerdings würde ich es besser noch genauer kennen lernen, mehr von den aktuellen Geschehnissen wissen und ähnliches, wenn ich es mal wieder aktiv spielen sollte. Das Problem: Ich habe momentan keine Spielgruppe und Dinge, mit denen ich dann lieber meine Zeit verbringe als mit Auffrischung dieses Hintergrundwissens. Und der Hintergrund von WOW ist von der Priorität für mich nur hinter der für den DSA-Hintergrund.
WOW ist ein MMORPG, und ich spiele es vorrangig um der Spielmechanik willen. Es macht mir Spaß Monster zu verkloppen, Items zu sammeln, mich ein wenig mit den Mechaniken auseinander zu setzen, auf einen niedrigen Niveau zu optimieren und sowas. Das Rollenspiel ist für mich eher ein Beiwerk. Ich mache es gerne, und ich habe mir bewusst einen Rollenspielserver ausgesucht, weil ich das Spiel in einem Rollenspielrahmen spielen wollte und will. Mir geht es dabei vorrangig darum, mit Leuten zu verkehren, die sich ordentlich ausdrücken, freundlich zueinander sind und einen Charakter darstellen. Das klingt glaube ich RP-feindlicher als es gemeint ist, hm...
Jedenfalls habe ich nicht die Muße, mich auch noch mit dem Hintergrund von WOW auseinander zu setzen. Meinen Hintergrund überlege ich mir in einem Rahmen, wo er nicht mit dem offiziellen kollidiert und baue dort Verbindungen ein wo ich diese kleinen Insel von WOW-Hintergrundwissen bei mir habe.
Zitat: Mir geht es bei solchen Fragerein ausschließlich um eines - Gespräche in Character. So gut ich die Praxis auch Spielunternehmungen im Rollenspielstil zu planen auch ehrlich finde - das ist für mich nicht alles. Ein Gespräch, eine Debatte - vielleicht sogar ein Streit, ein Konflikt iC. Für mich wohl das Schönste dabei überhaupt, solange man OOC beiderseits seinen Spaß daran hat.
Gut, aber ich finde selbst dafür braucht man nicht zwingend Hintergrundwissen. Oft aufkommend ist ja aktuell das Thema von Liebesbeziehungen, und das ist ja im Grunde recht frei von Bezügen zur Spielwelt, weil es ein recht individuelles Thema ist. Konfliktträchtig ist es auch...
Zitat: Das Dumme, und das einzige echte Problem das ich daran sehe dass wir keine gemeinsame Basis haben zum großen teil ist folgendes: Wenn zwei extrem unterschiedliche Ansichten zusammenprallen, wer hat dann 'Recht'?
Ich finde das ist etwas, was man dann frühzeitig ooc abklären sollte: "Stehst Du auf diesem Standpunkt, weil Dein Charakter stur oder unwissend ist, oder weißt Du selbst es nicht besser? Und was machen wir damit?"
Zudem ist ja denke ich klar, in welchem Setting wir uns bewegen. Azeroth, zum aktuellen Stand wie er in WOW ist. Und wenn man Probleme damit hat, dass man das Gefühl hat, dass der Gegenüber nicht weiß, woraum man hintergrundmäßig hinaus will, so kann und sollte man ihn ruhig flüsternderweise darauf hinweisen und schauen, wie es weitergeht.
Ich finde es in WOW vor allem schwierig, die vielen unterschiedlichen Ansprüche auf einen Nenner zu bringen, selbst bei selbsterklärten Rollenspielern gibt es da enorme Diskrepanzen: Angefangen von jemandem, der einfach nur rollenspielgerecht redet bis zu dem, der in Städten nur geht, keinen Channel außerdem dem /s benutzt und jeden Mob mit Namen nur ein Mal tötet, weil alles andere ja unrealistisch ist.
Ich fürchte, so dreht es sich dann im Grunde um den kleinsten gemeinsamen Nenner, und der ist wohl im Falle unserer Gilde das Interesse am Rollenspiel und der Hintergrund Azeroth. Wirklich nicht mehr, denn bereits beim Maß der Hintergrundkenntnis gibt es wieder extreme Unterschiede.
Meiner Meinung nach kannst Du gerne Deine Settingkenntnis einbauen, Dir sollte nur bewusst sein, dass andere Leute die nicht haben und entsprechend vielleicht nicht so reagieren wie Du es Dir wünschen würdest.
Ich weiß nicht, ob ich alles geschrieben habe, was ich dazu loswerden wollte, aber ansonsten fällt mir das sicher noch ein und ich ergänze es.
Achja: Es gibt ja bereits auch viele unterschiedliche Meinungen zu den Themen wie tot: Gibt es einen Geistheiler, der uns wieder ins Leben bringt? Wieso sterben dann manche Leute permanent? Wie geht das mit dem Gildenchat (dazu starte ich gleich mal einen Thread)?
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Salanahee - 22.01.2009, 19:15
Hm... ich bin nicht ganz sicher, ob ich dein Anliegen auch richtig verstehe, Shayan, daher berichtige mich, falls ich irgendwie daneben haue *lächel*
Es geht dir lediglich darum, andere Spiel-"methoden" zu hinterfragen, um besser zu verstehen, bzw. suchst du deinen Mitspielern die Lore als Hintergrund nahezulegen, um eine gemeinsame Basis für ein gutes RP zu legen?
Falls dem so ist, kann ich dir nur sagen, wieso nicht. Das ist allerdings meine persönliche Meinung. Wenn du das Spielverhalten eines Gegenübers nicht verstehst, dann hinterfrage es. Darin sollte kein Problem bestehen. Im Übrigen hast du auf mich nicht den Eindruck gemacht, du würdest jemandem etwas missgönnen *zwinker* Ich halte dich nur für einen recht straighten Rollenspieler, der seinen Charakter nicht verbiegen möchte, damit er zu anderen Charakteren passt. Und daran finde ich nichts Verwerfliches.
Aber man muss bei allem, was man tut, auch bedenken, dass andere es möglicherweise anders machen *grins* Rollenspiel ist nicht gleich Rollenspiel und jeder hat seine eigene Vorstellung davon, wie Keros das schon richtig dargestellt hat. Somit hat auch jede Art zu spielen ihre Berechtigung.
Eine gemeinsame Basis zu legen, um ein gutes RP führen zu können, ist grundsätzlich nicht nur richtig sondern wie ich finde auch notwendig. Aber hier frage ich mich, ist es auch umzusetzen? Denn ich denke, dass es innerhalb des Spiels unglaublich schwer ist, wie Keros schon sagte, alle auf einen Nenner zu bringen. Und dabei spreche ich hier nicht die Basis an, die aufgrund unterschiedlichen Wissensständen der User schon schwierig zu einen ist, sondern ziele auf etwas ganz anderes.
Nämlich das sponate RP.
Das Rollenspiel im Chat/Spiel ist für mich nichts weiter als eine Dialogführung. Leider eben eine sehr spontane. Hat man jemanden wie mich, der nicht sonderlich schlagfertig ist, wird man innerhalb dieses Spiels mit mir auch nicht unbedingt immer seine Freude haben, ganz egal wie Lorefest ich bin. Dabei mag ich gut geführte Dialoge sehr, das ist nicht das Problem. In dieser Gilde, sofern ich das bisher beurteilen konnte, gibt es ein paar sehr gute Dialog-Rollenspieler. Dich im Übrigen eingeschlossen, und das sage ich nicht, um zu schleimen. Aber es gibt dann eben auch jene, die vielleicht besser in einem Spiel in erzählender Schreibweise aufgehoben sind. Diese Art Spieler wirst du ingame natürlich nie richtig in Aktion erleben können und möglicherweise reagieren sie manchmal auch untypisch, weil sie spontan dazu "gezwungen" werden, und nicht erst einmal über ihre Handlungsweise nachdenken konnten.
Selbst wenn man sich also bemüht, eine gemeinsame Basis zu finden, würde es dann immernoch an den weit gefächerten Spieltalenten der Spieler selbst scheitern. Und dabei steht das Wort Talent nicht für die Qualität des RPs, sondern eher für die bevozugte Art und Weise des Rollenspiels.
Hinzu kommt das Interesse oder schlichtweg die Lust. Komme ich am Abend müde von der Arbeit, kannst du mich totschlagen, ich würde trotzdem kein anständiges RP zusammen kriegen. Da bin ich froh, wenn man sich mit mir nur um oberflächliche Dinge wie das Wetter unterhält *grins* Ein weiterer Aspekt ist die Atmosphäre. Wenn die nicht stimmt, kommt einfach kein Gefühl auf. Das Spiel wirkt gestellt und erzwungen.
Mein Fazit ist, dass ich der Meinung bin, dass jeder das Recht auf ein straightes Rollenspiel hat. Nur weil man nicht immer mit jedem Spieler auf der selben Wellenlänge liegt, sollte man das eigene Spiel nicht kippen. Möglicherweise wirst du nicht immer gleich gut mit jedem spielen können, aber das gehört dazu. Innerhalb meines Forums gibt es reichlich Charaktere, die sich nie über den Weg laufen dürften, da es danach mindestens einen nicht mehr geben wird *grins* Aber es wird doch jemanden geben, der deine Leidenschaft teilt und mit dem es dann gut klappt, oder etwa nicht? *lächelt*
Falls ich jetzt totalen Blödsinn geschrieben habe, weil ich das Thema toootal verfehlte, ignoriert mich einfach! *grins*
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Forbor - 23.01.2009, 10:37
Jetzt möchte ich zu dem Thema auch mal kurz meine bescheidene Meinung geben:
Ich spiele seit Release von WoW, teils auf einem PVE-Server (Proudmoore), teils hier auf der Wacht. Ich liebe es, hierher zu kommen und nicht Roflmao, gogogo, wayne etcpp. lesen zu müssen (genauso brauche ich aber auch das unkomplizierte "einfach rein und druff" des NonRP-PVE). Nun gut soviel zu meinem Background.
Ich bin jemand der sich nach ehrlicher Selbsteinschätzung mittelmäßig auskennt...ich weiß wer Rhonin ist, aber ich bringe Kel Thuzad und Kil Jaeden durcheinander...ich weiß von Internierungslagern; der Quasi-Allianz zwischen Jaina Proudmoore und Thrall; dem Leidensweg der Verlassenen etc. aber ich habe keine Ahnung von X Dingen in dieser Welt.
Und da kommt mein Problem mit Deiner "Lore" ins Spiel. Wenn ich jemanden vor mir habe, der sich offenkundig sehr gut auskennt, sinkt bei mir der Mut mit meinem Wissen "Lore"-basiertes Rollenspiel zu betreiben. Man will sich ja nicht die Blöße geben und irgendeinen Mist verzapfen^^
Und dann kommen so Situationen zustande wie beim Teetrinken, dass Du mich nach Religion fragst und ich keine Ahnung von irgendwelchen Religionen außer dem Weg des Lichts der Paladine und den faschistischen Kreuzzüglern habe. Also muß ich mich irgendwie mit meinem Charakter durchwurschteln und das ganze eher philosophisch "Zen-mäßig" aufziehen und hoffen, dass meine Gegenüber die Toleranz besitzen daran zu glauben, dass es etwas äquivalentes zum Zen auch in Azeroth geben könnte (wenn dann mit Sicherheit eher bei der Horde).
Ich habe nicht die Muse, mich in die WoW-Hintergründe tiefer einzuarbeiten, wenn mich etwas interessiert lese ich es nach, aber ein Studium möchte ich für mich persönlich nicht daraus machen - und das ist nicht lakonisch gemeint.
Ich kann Deinen Standpunkt aber voll und ganz verstehen. Ich besitze die Auffassung, jeder soll sich das Spiel so gestalten, wie er am meisten Freude und Spass für sich dabei rausholt.
Ich habe auch nichts gegen einen knackigen Streit, so wie gestern...aber ich möchte mich nicht schlecht dabei fühlen, wenn ich aufgrund von mangelndem Hintergrundwissen einen alternativen Weg einschlagen muss/möchte.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Shayan - 24.01.2009, 03:13
Nun, ich denke Forbor bringt das was ich sagen wollte sozusagen 'umgekehrt' perfekt auf den Punkt. Ohne eindeutige gemeinsame Basis - schwimmen wir alle beide. Denn - wie bereits oben gesagt - ich möchte ja ehrlich niemanden vorführen oder lächerlich machen.
Außerdem weiß ich nicht ganz ob eindeutig rüberkam um welches 'Ausmaß' es mir ging - vor allem wenn ich nun von Leuten die ja offenbar wissen worum es in der Welt geht wie Forbor und Keros höre dass sie der Meinung sind zu wenig zu wissen *g*
Ich persönlich finde ja dass der Zen-Buddhistische Ansatz (Wenn ich gehe gehe ich, wenn ich schreibe schreibe ich, wenn ich Tee koche koche ich Tee!) recht gut zu einem Tauren passen kann. Das ist auch nichts was mich unmittelbar in Zugzwang bringt sozusagen.
Problematisch wird es für mich erst dann, wenn es um etwas geht was mein Konzept direkt betrifft. Einem Tauren kann Shay großäugig zuhören, sie hat vor allem nicht die geringste Ahnung von den taurischen und druidischen Organisationsstrukturen im Grunde. Beim absolut spontanen Zusammenkommen ist das 'schlimmste' daran wohl dass einzelne oder wir alle gemeinsam uns kurz eine Umschreibung ausdenken müssen damit Shay kapiert was gemeint ist - oder ich mir die das nachhaken im Zweifel schenke.
Problem daran für mich: Jedes nachfragen das am Ende nur zu Nervosität führt ist ein mögliches iC-Gespräch das nicht stattfindet. Gerade wenn es um Druidisches geht kann Shay ja wunderbar meckern und dafür von den Anwesenden eins auf den Deckel bekommen. Solange die Fronten allen Beteiligten im Grunde klar sind (und dieses Gefühl hatte ich da bisher immer) und niemand irgendetwas total Irrwitziges vertritt (der Zirkel des Cenarius ist ein Tochterunternehmen von Venture!) kann da für -mich- wenig schiefgehen.
Unguter wirds evtl - und darauf beziehen sich meine Befürchtungen - wenn es um Plots gehen soll. Also um Geschehnisse die sich länger ziehn, in alle Richtungen entwickeln können, evtl aufgefädelt auf eine Reihe von RP-Events in passendem zeitlichen Abstand etc.
Ich habe an sich keine Scheu da etwas zu organisieren, nur sind die Hauptaufhänger die ich für soetwas bisher meist hatte (moralische, ethische oder politische Spannungen entweder direkt zwischen Chars innerhalb des Haufens oder zwischem dem Haufen und (ruhig auch imaginären) Außenstehenden) etwas wo man sehr schnell ins Setting knallt.
Wenn Forbor das taurische Äquivalent einer japanischen Teezeremonie ausführt finde ich das nicht störend, sondern ehrlich passend und stimmig. Das ist ein Teil der Welt der Shay ja im Grunde nicht beeinflusst - ausser dass sie eine gute Tasse Tee bekommt.
Ich erinnere mich an anno dazumal, als ich Shay begonnen habe (das war kurz nach BC-Release). Ich begegnete recht schnell in Silbermond einem anderen begeisterten Rollenspieler, der dort mit seinem Blutritter unterwegs war. Im darauf folgenden Gespräch war schnell klar dass der Gute der festen Überzeugung war den Blutritterorden gäbe es schon seit man denken kann und er sei die politische Macht in Silbermond. Er wollte sich damit nicht iC höher stellen als andere oder sonstetwas - das war einfach seine Ansicht der Geschichte, nach der er seinen Char ausgelegt hat. In Shays Welt gibt es den Orden erst wenige Jahre.
Autsch. Wer gibt nun wenn es zum Streit kommt nach? Wenn etwas nebeneinander existieren kann hoffe ich ehrlich dass ich halt etwas nachfrage aber das ganze akzeptiere und in Shays 'Welt' so einbaue. Wenn sich Ansichten direkt widersprechen (und das nichteinmal so zwingend weil der/die andere sich nicht für das Setting begeistern kann, irgendwie verwursteln ohne es zu merken tue ich ja genauso) - nun ich muss ganz ehrlich sagen ich habe nicht wirklich eine Ahnung wie der Haufen hier damit umgeht.
Im eigenen Char bleiben und versuchen das ganze zu hinterfragen sozusagen? Bietet einerseits (in meinen Augen) Möglichkeiten Char und Hintergrund etc auszuspielen - kann aber auch mächtig daneben gehen wenn das Gefühl aufkommt ich würde eben andere lächerlich machen wollen, was mir ehrlich fremd liegt.
Wenn jemand (ich oder andere) einen weitergehenden Plots mit Events etc plant einfach dessen Sicht der Dinge 'blind' übernehmen? Verhindert Plots in denen der iC-Protagonist schlichtweg lügt (denn wenn man OOC sagt dass das so nicht richtig ist was gesagt wurde fällt das ganze Rätselraten ob gelogen wurde oder nicht weg) und führt dazu dass man sich am Ende mehrere verschiedene 'Welten' merken muss.
Oder bei dem bleiben wie es ist und das RP einfach nur durch die Persönlichkeit der Charaktere tragen lassen, ohne dass wirklich große Plots entstehen? Ist mir vollkommen recht, wie bereits gesagt genieße ich das Spielen mit euch wirklich sehr stark - ich möchte ja nichts ändern, sondern höchstens ergänzen.
Und nur um nocheinmal zu Respekt und Toleranz zu kommen: Ich respektiere jedes Konzept. Ich habe in WoW bereits mit Chars die Deathwings Tochter gespielt haben bis hin zu bekannten Figuren aus anderen Settings die irgendwie hierhergeschleudert wurden begeistert gespielt - und in die Extreme gehen die Dinge die ich beim Pfad so erlebe imao bei weitem nicht *g*
Die Frage nach Einbindung der Chars ins Setting ist für mich rein pragmatisch - wie gehe ich am besten damit um wenn ich das Gefühl habe etwas kollidiert. Da bin ich mir nämlich offen gestanden noch etwas unsicher.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
kikuma - 24.01.2009, 21:14
Mmmh, das was du ansprichst kommt mir sehr bekannt vor. Ich habe viel auf der Forscherliga gespielt und wir haben so einge Plots gehabt..und man wusste nie wohin das führt..aber genau das macht den Reiz aus.
Natürlich ist es schwer mit jemanden zu diskutieren, der so ein Hintergrundwissen wie Shayan hat, weil man nicht mit Argumenten dagegen halten kann und das was man sich so erdacht hat nicht passt. Aber wenn es zu viel wird kann man einlenken oder kurz Flüstern (Was du ja auch schon mal bei Kaleera gemacht hast). Ich gehöre auch zu denen, die Spielen, um Spaß zu haben. Jeder meiner Charaktere hat eine Geschichte, mögen sie andere merkwürdig finden oder nicht.
Ich glaube wenn jemand merkt das er ins Schwimmen kommt, kann man kurz ooc nachhaken, und dann gehtbes weiter..so hat es bisher jedenfalls gut geklappt.
Hab einfach Mut so zu spielen wie du dich wohlfühlst.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Anóe - 08.07.2009, 16:59
Meine Meinung ist relativ einfach zu dem Thema:
"Lore"-Spielen auf einem Mindestmaß auf jeden Fall, auf einem Maximalmaß gerne, setze ich aber nicht vorraus.
Was ich damit meine ist folgendes:
Man sollte bei seiner Geschichte schon bedenken, dass es WoW ist.
Deswegen musste ich mit meiner Paladina auch überlgen, welchen "Beruf" sie voher hatte, denn wie wir alle wissen, gibt es die Blutritter noch nicht so arg lange.
Was Gespräche über politische Ereignisse, magische Phänomene und was weiß ich noch alles angeht, wird es da schon schwieriger.
Wenn jemand dieses Wissen hat führe ich solche Gespräche gerne, nur muss man beachten, dass kleinere Charaktere (so wie meiner) in der Storyline noch nicht besonders weit sind und demnach von einem anderen Wissenstand gespielt werden müssen....
Und nicht zuletzt sollte man natürlich Char und Spielerwissen trennen...
Ich erinnere nur an unsere letzte "Diskussion" über die Augenfarbe der ELlfen in Dalaran, wo ich bewusst einen andere Erklärung geliefert habe als WoW....
Aber ich denke diese Probleme sind alle in den Griff zu kriegen.
Ich würde mich also freuen mit Dir das eine oder andere Gespräch dieser Art zu führen, Shayan.
(Und sollte ich mich bei einem Thema nicht auskennen, obwohl mein Char es sollte, lese ich es schnellstmöglich nach...versprochen)
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Shayan - 09.07.2009, 01:12
Orientier dich da nicht am Fanatiker *Zunge rausstreck und zwinker*
Ich bin gern für sehr stark "Settingtreues" Spiel zu haben - aber bis jetzt haben wir imao für wirklich alles eine gute Erklärung gefunden.
Mir geht es ja in erster Linie um 'Politisches' - einfach weil ich iC-Streitgespräche über sowas immer schon gerne mochte *g*
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Wyzzel - 14.07.2009, 07:10
Was meint ihr denn mit "Lore"? Ich kenn das nur als Addon für Sprachen und Dialekte oder Sprachstörungen.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Keros - 14.07.2009, 10:41
Von "freedictionary.com": Zitat: 1. Accumulated facts, traditions, or beliefs about a particular subject. See Synonyms at knowledge.
2. Knowledge acquired through education or experience.
3. Archaic Material taught or learned.
In diesem Kontext der Hintergrund von WOW.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Wyzzel - 14.07.2009, 19:38
Ahja, hmm ich verstehe zwar immer noch nicht wie das der Begriff "Lore" zustande kommt aber was den Hintergrund von WOW angeht da kenne ich mich sehr gut aus und hab meine Charaktere mehr oder weniger auch sehr daraf ausgelegt auch wenn ich Vermischungen mit anderen Hintergründen jetzt nicht sonderlich schlimm finde (solange man nicht übertreibt).
Namen zB. wäre so etwas wo man sich meiner Meinung nach ruhig bei HDR-, DSAvokabeln oder überall da, wo sonst noch schöne Ausarbeitungen von Sprache aufgefasst wurden, orientieren kann.
Leider sind die Vokabeln die bei wow überliefert wurden sehr dürftig und auch ich muss gestehen meine Elfen-Charakternamen aus dem Quenya und Sindarin mit eine Klecks wow zusammengebaut zu haben.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Anóe - 15.07.2009, 06:30
Leider wahr, die Auswahl an Thalassischen oder Darnassischen Vokabeln ist wirklich mehr als knapp.
Und seien wir mal ehrlich, ein Elfenname aus HdR fällt auch nicht wirklich auf, solange es nicht wieder irgendeine Variation von Legolas und Co. ist.
Re: Diskussionsanstoß zum Thema 'Lore'
Wyzzel - 15.07.2009, 19:47
Hihi ja und das habe ich da bei meinen ja wohl mehr als verhindert *lacht*
Irgendwo habe ich sogar noch die Übersetzungen was meine Namen bedeuten. Grob weiß ich es noch aber nicht genau... hmm habs echt vergessen und muss die mal unbedingt suchen :shock:
PS. Der schlimmste "Fremdkörper", der mir bisher begegnete war Légöláz ... oder so ähnlich *verdreht die Augen*
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