05.08.2009

Lethal-Romance
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    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 15.01.2009, 23:52

    05.08.2009
    Die falschen Worte,
    die falschen Gefühle.

    Zielsicher flogen meine Finger über die bekannte Tastatur meines Laptops. Ich schrieb oft genug, fehlerfrei landete mein Text auf dem Bildschirm, ohne dass ich oft auf meine Finger gestarrt hatte, eher noch ich hatte in mein Herz geblickt. 'Die falschen Worte', lautete die erste Zeile meines neusten Gedichts. Eine Überschrift mochte ich dem nicht geben. Die Verse entsprangen aus meinen Emotionen, ich wollte sie nicht unter eine Überschrift zwängen, es sollte keine Worte geben die das ganze zusammenfassen konnten, denn es gab sie nicht. Es gab keine Sätze, oder Silben oder gar einzelne Wörter um eine Seele zu beschreiben.
    Leise Klaviermusik spielte im Hintergrund während meinen Lyrik im Blog postete.
    Erschöpft schloss ich meinen Browser. Ich fühlte mich körperlich Fit, doch jedes mal wenn ich schrieb, ein Gedicht, Lyric oder einfache aneinandergereihte Sätze fühlte ich mich leer. Schwach. Kaputt. Auf Papier zu bringen was man von außen nicht sah, tat weh.
    Mit einem Surren schaltete sich der Laptop aus, die Musik verstummte. So stumm wie gerade die Nacht, meine Nähe, meine Seele. Mein Digitalwecker läutete gerade den nächsten Tag ein. Ich band meine schwarzen Haare zu einem Zopf und legte mich ins Bett, versuchte zu schlafen, während meine leeren Augen in die Schwärze der Nacht blickten.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 16.01.2009, 00:16


    "Argh, der Wecker", kommentierte ich, als ich den Wecker ausschaltete. Es war 6 Uhr morgens. So früh nach den Ferien aufzustehen, wo die Tage erst zu spät endeten, war die reinste Qual. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich ging die Treppe runter, wo meine Familie hell wach auf mich wartete, was für mich unverständlich war. Meine kleine Schwester Sophia freute sich auf ihren ersten Schultag in der Vorschule. War es damals eine schöne Zeit. Nur schlafen und spielen, kein Büffeln.
    Mein Vater fragte mich, ob ich mich auf den ersten Schultag freuen würde. Ich beantwortete das mit einem Grummeln. Meine Mutter kommentierte dies lachend mit: "Morgenmuffel.". Jepp, der war ich.
    Nach dem Essen ging ich unter die Dusche. So eine Dusche ist etwas Herrliches. Das warme Wasser auf der Haut und der schmeichelnde Duft des Shampoos reichten völlig aus, um jegliche Lebensgeister in mir zu wecken.
    Ich zog mir meine Klamotten an und verließ das Haus, um mich auf den Weg zur Schule zu machen.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 16.01.2009, 00:31


    Ich war bereits wach, als der Wecker klingelte. Ich war eni Frühaufsteher, dass hatte ich mir angewöhnt. Trotzdem... motiviert diesen Tag zu beginnen war ich nicht. Nachdem wir in den Ferien umgezogen waren, musste ich in einer fremden Stadt, in eine fremde Schule, mit fremden Leuten. Ich wollte nicht. Denn ich wusste wie es enden würde und dass, bevor es überhaupt angefangen hatte.
    Ich schob meine miesen Gedanken zur Seite (nicht, dass ich jetzt gute Gedanken hätte) und tapste leise ins Bad. Während des Duschens grummelte mein Magen etwas, also schnappte ich mir, nachdem ich mich sorgsam abgetrocknet und meine Haare zurecht gfeföhnt hatte einen Diät-Jpghurt aus dem Kühlschrank und setzte mich an den leeren Küchentisch. Wo auch immer meine Eltern gerade waren, sie hatten keine Lust mich beim Frühstück zu unterhalten. Aber wen wunderte es, es war ein Tag wie sonst auch.
    Der leere Joghurtbecher wanderte mit einem gekonnten Wurf im Mülleimer und ich ging nocheinmal ins Bad um mich fertig zu machen.
    Meine Haare lies ich wie sie waren, offen und glatt umrandeten sie mein Gesicht. Dann legte ich mir ein wenig Make-up auf und schminkte mir meine Augen.
    Meine Tasche hatte ich gestern schon gepackt. Etwas später fiel dann die Haustür hinter mir ins Schloß.
    Viele Gedanken hatte ich nicht auf dem Weg zur Schule, ich wohnte nicht sonderlich weit weg, vielleicht 2-3 Minuten Schulweg. Ich wurde auch schon vor der Schule von der Direktorin abgefangen und von ihr ins Büro geschleift. "Warte noch kurz, bis der Unterricht angefängt, dann bring ich dich in deine Klasse.", sagte sie. Ich nickte und wartete.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 16.01.2009, 19:01


    Bereits das Ankommen auf dem Schulhof war herrlich. Nick sah mich und begrüßte mich sofort. Da waren auch noch Jordan, Sean und José. Wir fünf waren eine Clique.
    Da der Unterricht in fünf Minuten begann, begabten wir uns in die Klasse. Ein neues Schuljahr bedeutete auch, dass wir bestimmt neue Mitschüler haben werden. Nick, Sean, José und ich hofften, dass darunter mindestens ein hübsches Mädchen sein wird, was Jordan mit einem "typisch Mann" kommentierte.
    Wir saßen und alle hin und warteten auf den Lehrer.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 16.01.2009, 19:24


    Es klingelte zum Unterricht, ich schluckte. Die Direktorin nickte nur und stand auf. Automatisch folgte ich ihr. Wie ein Robotor bewegten sich meine Beine und gedankenlos durchquerte ich den langen Flur, und versank in meiner Gedankenlosigkeit. Ich nahm nicht war wo wir lang gingen, ignorierte die vereinzelten Schüler die, bereits verspätet zu ihrem Unterricht eilten und schreckte erst wieder in die Gegenwart zurück als ich die Stimme der Direktorin vernahm. "Hier ist es Amelie." Ich blickte auf und erkannte vor mir eine dunkle, schon leicht angeschlagene Tür. Das war schonal sehr einladend...
    Die Direktorin klopfte energisch gegen die Tür und trat ein. Ich schleppte mich desinteressiert hinterher. Meine Mitschüler konnten ruhig von Anfang an sehen, wo sie bei mir standen. Ich legte noch schnell einen egoistischen Blick auf, bevor ich im Zentrum der Höhle des Löwen stand. Und die Löwen blickend gaffend zurück und ich könnte jetzt schon kotzen, wenn ich die nervigen Gesichter meiner neuen Klasse sah. Lässig streichteich mir meine langen, schwarzen Haare nach Hinten und blickte zurück, arrogant, damit sie gleich wussten, dass ich besser war als sie. Zumindest sollten sie glauben ich würde so denken, damit sie mich in Ruhe ließen... wie auch immer.
    Erneut riss mich eine Stimme aus meiner kleinen Gedankenwelt. "Guten Tag Amelie, ich bin deine Klassenlehrerin, Miss Smith. Möchtest du dich nicht vorstellen?" Genervt starrte ich zurück. Diese Frau musste aufpassen, wie sie ihre Worte formulierte, schließlich war ich Meisterin dadrin, jemanden das Wort im Munde zu drehen. "Nein, möchte ich nicht.", sagte ich selbstbewusst und schritt demonstrativ auf einen freien Platz am Fensteer zu und ließ mich dort nieder.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 16.01.2009, 20:14


    Als die Tür aufging war ich ganz gespannt. Vielleicht war ja ein hübsches Mädchen dabei. Die Neuen werden eigentlich immer recht herzlich aufgenommen. Immerhin sind wir eine Klasse und der Klassenerhalt ist wichtiger. Ich fand es damals traurig, dass in der Grundschule nicht alle Freunde waren. Wenn ich so zurückblicke, finde ich es sogar sehr traurig, dass es schon in so jungen Jahren sowas wie Außenseiter gibt, nur weil andere schüchtern waren. Doch was sich hier abspielte, war wohl eine Anleitung zum Unbeliebtmachen. Zu einem sieht sie so aus, als wäre sie so ein Schlitzie und wartet nur auf die Gelegenheit, sich aus dem Fenster zu stürzen.
    Frau Smith hieß sie willkommen: "Guten Tag Amelie, ich bin deine Klassenlehrerin, Miss Smith. Möchtest du dich nicht vorstellen?" Diese Amelie schaute Miss Smith so an, als hätte unsere Lehrerin ihre Mutter beleidigt und entgegnete nur: "Nein, möchte ich nicht." Diese Schnepfe versuchte nicht einmal, sich beliebt in der Klasse zu machen.
    Sean, Jordan, José und ich tauschten Blicke aus, welche das selbe ausdrückten. Ihre ganze "Ihr könnt mich mal"-Attitüde wird ihr kein langes Überleben in dieser Klasse bescherren. Sie saß sich neben Nick hin, welcher sie zu meiner Überraschung gleich begrüßte. "Hallo, ich bin Nick, kannst gerne jederzeit zu mir kommen." Was führt der im Schilde? Dass er alles nagelt, was nicht auf drei auf den Bäumen ist, aber um Himmelswillen, sie gehört nicht zu allem. Ich weiß nicht einmal, ob sie überhaupt zu etwas gehört.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 16.01.2009, 21:11


    Desinteressiert setzte ich mich auf meinen Stuhl und grinste in mich hinen. 'Guter Start Am!', sagte ich zu mir selbst und klopfte mir in Gedanken auf die Schulter. Dann knickte ich ein. Hoffentlich würde diese Abwehrhaltung auch ihr Ziel erreichen...
    Auch die Lehrerin schien leicht verzweifelt, oder hoffnunglos, jedenfalls übernahm sie meine Vorstellung, wahrscheinlich dachte sie sich, dass ich störrisch genug war, als das sie mich hätte überreden können.
    "Dieses dickköpfige Kind hier ist Amelie Meyer", fing sie an und nickte noch einmal der Direktorin zu, die daraufhin den Raum verließ. "Sie ist während der Sommerferien mit ihren Eltern neu in diese Stadt gekommen. Mehr kann ich euch auch nicht sagen, außer, dass ihr sie nicht unterschätzen solltet. Auch wenn sie sozial wohl sehr eigen scheint, im Unterricht wird sie euch wohl in die Tasche stecken." Und damit sank meine Laune noch weiter in den Keller. Sie stelle mich nicht nur öffentlich bloß, dieses Misstück von Lehrerin kannte auch noch meine Zeugnisse und scherte sich nicht sie öffentlich zu präsentieren. Irgendwo war es schon sehr peinlich, aber andererseits erziehlte es ja meinen gewollten Effekt. Auf Grund meines nicht zu verachtendem 1,0 Schnitts, konnte ich den anderen zeigen, wie sehr sie doch unter mir standen.
    ""Hallo, ich bin Nick, kannst gerne jederzeit zu mir kommen." Ich warf einen genervten Blick zur Seite. "Seh ich so aus als würde mich von jedem dahergelaufenem Wixxer vögeln lassen?", fragte ich direkt, in einem mordslustigen Ton und drehte mich dann wieder von ihm ab. Vor mir hörte ich ein leises Kichern. Ein blonder Pferdeschwanz wippte auf und ab. Das dazugehörige Mädchen drehte sich auch innerhalb weniger Minuten zu mir um und warf mir ein zerknülltes Stück Papier auf den Tisch. Was sollte das denn jetzt? Sah ich aus wie einer aus der städtichen Müllabfuhr? Ich blickte sie fragend an, woraufhion sie ein "Lies!", zischte und ich verstand was sie wollte. Genervt schanppte ich mir das Stück Papier, entfaltete es und las:
    Huhu! Finde es wohl super, dass du Nick mal die Meinung gesagt hast *g* Der macht sich auch echt an jede ran. Mein Name ist überings Lily!" Was für ein armseliger Versuch eine Freundschaft zu beginnen. Ich knüllte den Zettel wieder zusammen und warf ihn auf den Boden. Das sollte als Antwort genügen.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 17.01.2009, 06:52


    Trotz meiner Abneigung ihr gegenüber fand ich es lustig, wie sie Nick zurückgewiesen hatte. Ich finde es sogar schon lächerlich, wie er sich an jeder ranmacht. Aber trotz allem hätte ich doch zu Mindest ein Fünkchen Geschmack zugeschrieben. Was für ein Irrtum.
    "Miss ich-bin-ja-viel-besser-als-ihr hat dich wohl auch abgewiesen", gab ich meinem Freund zu verstehen, dass er wieder abgeblitzt war und dies für jeden ersichtlich war. "Ach, die kriege ich schon rum. Ich hoffe, sie ist mindestens genau so gut im Bett wie sie sich gibt. Besser als jeder andere." antwortete Nick mir. Oh, wie ich dieses Verhalten an ihm verachte, aber er es trotz allem ein guter Freund, der für einen immer da ist, wenn man ihn braucht.
    Lily fing wieder mit ihren Nachrichten an. Sie gab einen Zettel an Amelie weiter. Mensch versucht Kontakt zu Außerirdischen aufzunehmen. Doch dieses Miststück weist Lily ab, auf einer arroganten Art, dass man ihr am liebsten eine verpassen könnte, egal ob Mädchen oder nicht.
    Ich werde sie in der Pause ansprechen und sie fragen, was ihr da einfiele. Wir wollten sie herzlich aufnehmen, doch diese Ignoranz, die macht mich wütend. Sie machte sich zum Außenseiter. Sie sorgte für ihren sozialen Tod. Ich konnte nicht verstehen, wie sich jemand das Recht heraus nahm und einfach das tat, wonach ihm war. Wir alle mussten Regeln befolgen, um nicht einsam zu sein.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 17.01.2009, 12:21


    Irgendwie schien es in dieser Klasse anders zu sein, als in meiner letzten. Die hatten sofort akzeptiert, dass ich nichts mit ihnen zu tun haben wollten und mich nicht mit Müll beworfen oder versucht mich direkt auf dem Schultisch flachzulegen. War schon eine seltsame Klasse hier. Inzwischen war die Lehrerin dabei unsere Stundenpläne auszuteilen und noch ein paar wichtige Wortee anzukündingen. "Dieses Jahr habt ihr die Möglichkeit, zwischen Religion, Philosophie und Werte und Normen zu wählen. Die Wahlzettel dafür hab ich hier." Sie winkte mit einem Zettel kleiner Scheinchen herum. "Ihr braucht eine 1. Wahl und eine 2. Wahl", erklärte sie, "fallseinige Kurse zu groß werden sollten." Und schon landete einer der Zettel auf meinem Tisch. Ich brauchte nicht großartig nachdenken. Flink hatte ich 'Amelie Meyer' geschrieben und mein Kreuz bei Philosophie gesetzt. Nur die Zweitwahl ließ mich etwas zögern, ich entschied mich dann aber für Weno. Lily erklärte sich bereit die Zettel einzusammeln und zwinkerte mir aufgeregt zu, als sie sah, dass ich Psychologie gewählt hatte. Na ganz toll... wurde man die denn nie los? Noch bevor Lily die Zettel auf dem Lehrertisch abgelegt hatte klingelte es zur Pause. Frau Smith hattevorhin erklärt, dass es heute keinen regulären Unterricht gab und wir stattdessen zu den Sporthalen gehen sollten, um unsere Sportkurse zu wählen. Ich packte meine Sachen ein und verließ den Raum, diese bekloppten Hallen sollte ich wohl alleine finden.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 18.01.2009, 20:18


    Wir bekamen den Zettel für die Wahl des Faches. Für mich war klar, dass ich Werte und Normen nehme (Wenn das für Selbstmord geht. Ansonsten kommt er einfach nicht in WeNo rein xD). Ich war immer gut darin, einfach mal meine Meinung zu äußern. Okay, es gab immer etwas, was man lieber nicht sagen soll. Es war produktiv eine andere Meinung zu haben, aber nicht, wenn diese extrem in eine Richtung ging.
    Ich machte ein Haken bei Philosophie und meine Zweitwahl war WeNo. Das war zu Mindest interessanter als Leute über imaginäre Freunde diskutieren zu hören.
    Es klingelte zur Pause und diese Amelie lief schon aus der Klasse. Ich packte schnell meine Sachen und lief hier hinterher. Ich wollte wissen, wie man sich nur so asozial verhalten kann.
    Sie hatte schon das Schulgebäude verlassen und war auf dem Weg zur Halle. "Warte mal einen Moment!", wies ich sie an. Ich holte sie ein und konfrontierte sie gleich mit dem Problem, das ich mit ihr hatte: "Wieso verhälst du dich so? Wir würden dich gerne mit offenen Armen empfangen. Okay, Nick vielleicht mit viel zu offenen Armen, aber Lily zum Beispiel. Sie war einfach nur nett dir gegenüber."



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 19.01.2009, 00:42


    Während ich die Gänge des für mich noch fremden Gebäudes entlang stratzte kramte ich in meinem Rucksack. Ich war auf der Suche nach etwas, was mir die Pause versüßen wollte. Inzwischen hatte ich aus dem Wirrwarr der Schule heraus gefunden und trat auf den großen Platz der zwischen Gebäude und Hallen lag. Endlich! Und wie gemacht fand ich in diesem Moment auch das ersuchte. Ich zog meine halbleere Zigarettenschachtel aus einem Rucksack, nahm mir eine raus und packte den Rest wieder zurück. Ein Feuerzeug nahm ich aus meine Hosentasche. Ich zündetete mir eine Kippe an und zog kräftig daran. Das war erleichternd. Ich hatte zwar erst eine Stunde hinter mich gebracht, dennoch hatte ich das Gefühl nach Erleichterung nötig. Irgendwie schienen die Leute hier mir meine Abneigung gegenüber ihnen persönlich. "Warte mal einen Moment!", ertönte es hinter mir. Ich steckte mir die Kippe in den Mund und drehte mich um. Irgendein Typ kam auf mich zugerannt. Wer zum Himmel war das? Er laberte irgendwas, ich hörte nich wirklich zu, sondern bließ im gelangweilt meinen Rauch ins Gesicht. "Ja wie auch immer", sagte ich, als er fertig zu sein schien und machte mich weiter auf zu den Hallen.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 19.01.2009, 23:36


    "Hörst mir mir überhaupt zu?", fragte ich sie empört. Ich nahm ihr die Zigarette aus dem Mund, warf diese weg und begründete es mit: "Rauchen ist auf dem Schulgelände untersagt. Sag mal, wieso bist du eigentlich hier, wenn du dich nicht an den Schulregeln halten willst und darüber hinaus nicht mal die soziale Kompetenz einer Eintagsfliege besitzt. Man kommt nicht ohne weiteres, ohne andere Menschen aus."
    Mich regte das komplett auf. Diese Einstellung konnte doch zu keinem Erfolg führen. Mit solch einem Verhalten könnte man doch hier nicht lange überleben.
    Ich entschloss mich, einen tollen Abgang zu machen, als ich die Zigarette wegwarf und ging schonmal in Richtung der Sporthalle. Sport war etwas Grandioses. Man konnte da seine ganze Umgebung vergessen. Man schwitzte und hechelte, aber man war glücklich. Schon als kleiner Bursche fing ich an, Sport zu lieben. Hatte damals immer mit meinem Dad Fußball gespielt, auch, wenn der Ball so groß wie mein ganzes Bein war. Damals hatte er noch Zeit gehabt, als er kein Abteilungsleiter war. Ich vermisste irgendwie diese Zeit.
    Ich war sehr gespannt, was für Sportkurse dieses Jahr zur Auswahl standen. Volleyball hatte mich interessiert. Ich dachte mir, dass ich es dieses Jahr nehmen werde.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 19.01.2009, 23:44


    "Hey", murmelte ich leise als er mir die Zigarette aus dem Mund riss. "Die gute Zigarette. Die war teuer du Arsch!" Ich sagte das mehr zum Boden als zu demkomischen Typen von dem ich nichtmal wusste, wie er hieß und wer er überhaupt war. War er der Oberguru dieser Schule? Pseudopeacemaker oder was? Genert bückte ich mich un hob meine Zigarette wieder auf. Gut, dass er nicht draufgetreten war. Idiot. Kann er nichtmal was richtig machen. Seufzend beförderte ich das gute Stük wieder in meinen Mund und machte mich auf den Weg zu den Sporthallen, natürlich rauchend. Anstatt eines Lehrers, der den ganzen Kram hier organsieren sollte, fand ich an den Hallen nur Zettel vor auf den verschiedene Kurse standen. Man sollte sich also einfach eintrgen und damit war die Sache gegessen. Ich trug mich also auf den Erstbestenzettel ein, den ich finden konnte, und bemerkte Lily direkt neben mir, grinsend, die sich auf den selben Zetteleinschrieb. Na klasse... aber man soll ja aus jedem Nachteil einen Vorteil ziehen, nicht wahr? Ich warf meine ausgerauchte Zigarette auf den Boden, sie guckte mich entsetzt an, dass Rauchen irritiere sie wohl etwas.
    "Haben wir heute noch Unterricht?", fragte ich sie desinteressiert und sie schien erstaunt, dass ich sie ansprach.
    "Nein." kam von ihr zurück. "Heute stehen nur die organisatorischen Dinge an, und damit wären wir durch." Ich nickte. Dann gings also endlich nach Hause. Kein Grund der mich unbedingt ins Jubeln versetzte, aber besser als länger unter Menschen zu sein.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 20.01.2009, 19:36


    Zu meinem Glück gab es dieses Jahr Volleyball, wo ich gleich meine Unterschrift setzte. Danach hatten wir Schluss, aber ich ging noch nicht nach Hause. Ich traf mich mit José, Sean, Jordan und Nick vor der Schule. Dort hingen wir öfter zusammen, um einfach miteinander zu quatschen.
    Nick fragte gleich drauf los: "Und? Welchen Sportkurs habt ihr gewählt?" Es schien sowas wie eine Ritual zu sein, dass man gleich nach dem ersten Tag sofort fragte, welche Kurse man gewählt hatte. Daher antwortete ich: "Ich habe Volleyball gewählt und Philosophie." Jordan sagte darauf leicht lachend: "Und ich Volleyball und Religion." Dass sie Religion wählte, war für uns alle keine Überraschung. Jordan ist die einzige zwischen uns, die wirklich an Gott glaubt. Ihr Freund wird wohl auch Religion gewählt haben, denn als Sohn eines Pfarrers, wurde ihm schon die Lehren der Bibel als kleines Kind eingeprägt. Er selber hält das für Schwachsinn. Deswegen heißt seine Familie Jordan als Freundin so willkommen, weil sie hoffen, dass Jordan Sean schon umkrempelt.
    Sean kommentierte Jordans Antwort: "Habe genau das selbe gewählt." "Genau wie ich" kam darauf von Nick. Nick wählte ebenfalls jedes Jahr Religion. Er sagte zwar, es sei, weil diese christlichen Mädels nicht so bieder sind, wie man es von denen erwartet, aber ich weiß genau, dass es daher kommt, dass er einfach irgendwelche Antworten sucht. Sein Vater war gestorben, als er sieben Jahre alt war. Im Alter von 12 fing er an, sich für Religion zu interessieren. Aber nicht nur das Christentum, er interessierte sich für alle Religionen, in der Hoffnung, auf irgendwas eine Antwort zu finden.
    José beantwortete die von Nick gestellte Frage mit: "Ich habe Fußball gewählt und Philosophie." Auch dies überraschte keinen, denn Fußball glich bei ihm einer Eins im Zeugnis und Philosophie war ebenfalls klar. Er liebte das Diskutieren. Für ihn war es eine Erweiterung seines Horizontes.
    "Also dieses Jahr gab es für keinen von uns irgendwelche Überraschungen", kommentierte ich lachend.
    Die nächste Frage von Jordan war ebenfalls keine Überraschung: "Was haltet ihr von dieser neuen. Emilie, Amelie oder wie die auch heißen mag?"
    Nick beantwortete dies mit seiner Standardantwort: "Zum Vögeln reicht's"
    Da fiel mir ein, wie Nick schon gleich Amelie auscheckte: "Du nimmst ja wirklich alles, was man nehmen kann. Die sah so schwarz aus. Bestimmt würde sie dich verfluchen, wenn du sie nicht ausreichend dabei befriedigst." Alle lachten und Nick erwiderte darauf: "Dann aber hoffentlich mit einem Pferdeschwanz." Alle wussten, dass er keinen Zopf meinte. "Gott, bist du widerlich", kommentierte Jordan und floh in die Arme ihres Freundes. Sean erklärte: "Das ist bestimmt so eine Schwererziehbare. Mein Vater hat oft mit solchen Leuten zu tun. Ihr wisst ja, er arbeitet noch nebenbei im Jugendzenter. Da hängen ein paar von solchen Leuten ab." Für jeden war ein Hauch von Enttäuschung zu erhören. Seiner Meinung nach, war jeder wichtiger als er für seinen Vater.
    José versuchte die Situation gerade aufzulockern: "Ach, sie wird sich bestimmt noch einleben. Wir sind ja eine Klasse, die jeden mit offenen Armen empfängt."
    Ich hatte meine Zweifel und berichtete gleich: "Sie hat sich draußen eine Zigarette angezündet. Als ich sie damit konfrontierte, dass sie so, wie sie sich verhält, keinen Anschluss hier findet, wirkte sie, als hätte sie mir überhaupt nicht zugehört. Ich bezweifle, dass sie sich hier einleben wird. Ich denke sogar, dass sie es nicht im Geringsten will."
    Darauf reagierte Nick sofort: "Dann kann sie ja von meinem Ruf nie was erfahren. Ist doch sehr gut, also habe ich noch Chancen."
    Jordan tritt ihm eher demonstrativ als wirklich ins Schienbein. Es tat nichtmal weh, es war eher ein Antippsen: "Du denkst doch nur an das eine. Sag mal Schatz, konntest du sehen, was Lily ihr geschrieben hat?"
    Sean antwortete lachend: "Ach, es ist nicht jeder so neugierig wie du Jordan, also nein", und küsste sie auf die Stirn.
    José seufzte: "Ich hoffe, dass sie Anschluss finden will."
    Ich hatte da so meine Zweifel. Kurz darauf haben wir uns auch getrennt und jeder fuhr oder ging nach Hause.
    Ich bin froh, dass wir fünf uns haben. Es gab nie wirkliche Streitereien bei uns. Wir wussten zwar häufig nicht, was wir so machen sollten, aber als Sean in der zehnten Klasse zu uns stieß, wurde er irgendwie das Alphamännchen der Gruppe. Seitdem haben wir seltener Langeweile, denn er ist der Spontanste unter uns. Das eine Wochenende rief er bei uns allen an und sagte, wir sollen alle Rucksäcke packen mit Proviant für zwei Tage. Wir wussten nicht wieso, aber haben es getan. Er hatte uns dann mit seinem Vater abgeholt, welcher erstmal eine Weile mit uns rumfuhr. Wir kamen irgendwann in einer ländlichen Gegend an. Herr Amerson hatte uns eine Hütte gemietet, setzte uns da ab und holte uns am nächsten Tag da ab. Wir hatten spontan eine kleine Reise gemacht. Es war sehr lustig. Es gab da einen See in der Nähe. Er war klar. Das kannte ich aus der Stadt nicht.
    Dort waren sich Jordan und Sean näher gekommen. Jordan war zwar hübsch, aber eigentlich hatten weder Nick, José oder ich Interesse an ihr gehabt. Bei José kenne ich den Grund nicht. Ich hatte kein Interesse, weil ich eigentlich sie von klein auf kenne und sie eher für mich eine Schwester ist als ein Mädchen. Nick war davon abgeschreckt, dass Jordan eben keinen Sex vor der Ehe haben wollte. Eigentlich hatte es auch die beiden Typen abgeschreckt, die mit ihr irgendwann einmal zusammen waren, weil sie herausfanden, dass es keine Masche von ihr war, um sich interessanter zu machen. Sie wollte wirklich kein Sex vor der Ehe. Mittlerweile waren Jordan und Sean seit über 13 Monaten ein Paar und auf die Frage, wie Sean es aushielt, sagte er: "Wisst ihr, für manche ist das einfach etwas Emotionales. Deswegen ist es auch schon sehr befriedigend, nebeneinander einzuschlafen." Ich tickte zwar nicht so wie Nick, aber für mich war der Gedanke, monatelang öfter neben einem hübschen Mädchen einzuschlafen und dabei nichts
    anstellen unmöglich.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 21.01.2009, 11:27


    Inzwischen war ich zu Hause angekommen. Obwohl ich nicht so weit entfernt wohnte, hatte ich es geschafft auf dem Weg noch eine zu rauchen. Ich weiß noch wie es angefangen hatte, mit mir und dem Rauchen. Ich erinnerte mich sehr ungern dran. Früher habe ich es gehasst. Weil meine Eltern es getan hatten, besser immernoch tun. Aber dann, als sich mein Hass auf sie richtete, habe ich irgendwann selbst angefangen, weil sie meinten es tut gut... Ich schluckte. Meine Eltern hatten schon komische Erziehungsmaßnahmen. Vermutlich war ich deswegen so, wie ich jetzt bin. 'Schluss mit dieses negativen Gedanken!' ermahnte ich mich selbst, ich philosophierte zwar gern, aber jetzt war keine Zeit. Zum einen musste dringend anfangen die neuen Schulthemen zu lernen und zum anderen musste ich mit meinem Vater einkaufen gehen...Schon als ich die Tür zu unserer kleinen Wohnung aufstieß, kam mir der Geruch von Rauch und Alkohol entgegen. Früher hatten wir noch in einem schönem großen Einfamilienhaus gewohnt. Aber früher hatt emein Vater auch noch gearbeitet...
    "AMELIEE!!", plärrte es mir entgegen, als ich die Tür ins Schloß fielen ließ. Ich schluckte. Er war wieder betrunken. "Hallo Michael!", begrüßte ihn ihn grantig zurück. Ich nannte meine Eltern schon lange nicht mehr 'Mama' und 'Papa'.
    "Mein Bier ist alle", murrte er aus dem Wohnzimmer. Im Hintergrund hörte ich die Geräushe des Fernsehrs. "Ich weiß, Michael. Das hast du mir gestern schon gesagt. Ich geh nahher einkaufen.", damit verabschiedete ich mich in mein Zimmer. Die passenden Schulbücher hatte ich schon gestern bekommen, hatte aber, was ich inzwischen bereute, noch nicht hineingeschaut. Wenn ich meinen Schnitt halten wollte, musste ich nun anfangen.

    Etwa gegen 15.00 Uhr trampelte mein Vater unauffgefordert in mein Zimmer. "Bier!", bölkte er und ich packte genervt meine Schulbücher zur Seite. "Ich geh nun los. Liegt das Geld auf dem Küchentisch?" Ich verließ mein Zimmer und zog mir Jacke und Schuhe an. Er folgte mir. "Nein. Heute komm ich mal mit. Muss aufpassen, dass du nich trödelst." Wiederrede war bei diesem Menschen zwecklos, also hielt ich meinen Mund und verließ mit ihm die Wohnung. Ich konnte nur hoffen, dass mich niemand mit ihm treffen würde. Ich schähmte mich für ihn. Außerdem würde er mit seinem alkoholisiertem Geruch und seine lautstarken Art die Aufmerksamkeit des ganzen Supermarktes auf sich ziehen. Hoffentlich traf ich niemanden...



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 22.01.2009, 11:34


    Als ich zu Hause ankam, war ich wie üblich der einzige, der da war. Bevor Sophia zur Schule ging, war sie im Kindergarten. Meine Mutter meinte, dass es schon sehr früh die sozialen Fähigkeiten fördere, wenn sie im Kindergarten gehen würde. So hatte ich zu Mindest meine Ruhe gehabt. Ich konnte ganz entspannt zu Hause erstmal bleiben.
    Ich ging in die Küche, um zu sehen, ob man mir eine Nachricht hinterlassen hatte. Auf dem Tisch lag eine Einkaufsliste. Natürlich in alphabetischer Reihenfolge:
    "Ach Matt, wir brauchen noch heute etwas. Ich bin mit Sophie gegen 15 Uhr daheim.
    - Fisch-Filet
    - Fleischwurst
    - Kartoffeln
    - Milch"
    Ich schmiss mich aufs Bett. Niemand sagte mir ja, dass ich sofort runtergehen müsse. Daher hatte ich noch etwas nachgedacht.
    Diese Amelie ging mir gigantisch auf dem Wecker. Sie tat, was sie wollte, ohne an die Konsequenzen zu denken. Wenn jeder so handeln würde, würde das reine Chaos herrschen. Niemand hätte auch nur irgendwo ansehen und auch niemand hätte Freunde. Es ist einfach untragbar.

    Ich war eingeschlafen und wurde durch meine kleine Schwester geweckt. Verdammt, ich hätte doch einkaufen gehen sollen.
    Sophie unterrichtete mich leicht traurig: "Mama ist sauer."
    Dies war nicht zu überhören. Aus der Küche ertönte laut: "Ich wollte das Essen fertig haben, wenn dein Vater zu Hause ist!"
    Ich zog mich unverzüglich an, ohne auch nur ein Wort zu sagen und als ich gerade aus der Haustür wollte, hörte ich die Stimme meiner Schwester: "Darf ich mitkommen?" Ich nickte ihr lächelnd zu.

    Als Sophia und ich im Laden ankamen, traute ich meinen Augen nicht. Ich sah Amelie mit einem älteren Mann. Es hätte mich nicht gewundert, wenn der ihr Freier gewesen wäre. Der Typ war darüber hinaus total betrunken gewesen. Ich war am Überlegen, ob ich sie ansprechen solle.



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 22.01.2009, 15:19


    "Wir nehmen das Auto!", hatte mein Vater beschlossen, als ich dabei war den Fußgängerweg zum Supermarkt einzuschlagen. Ich seufzte. Ich hatte mich gleich gewundert, weswegen er mir so großzügig das Geld für meinen Führerschein bezahlt hatte, aber jetzt im Nachihinein ergab es Sinn. Da ich nocoh 17 war, durfte ich zwar nur Fahren, wenn eine Aufsichtsperson neben mir saß, aber daraus zog mein Vater ja nur seinen Nutzen. Ich konnte nicht zur Schule fahren, aber wenn er kurz Bier brauchte, durfte ich ihn selbstverständlich mal Fix am Markt vorbeifahren. Er selbst fuhr nicht, er hatte wohl Angst seinen Führerschein zu verlieren, wenn er betrunken fuhr, denn dann dürfte er im Auto nicht mehr meine Aufsicht spielen.
    Wir hatten uns also ins Auto gesetzt und ich war die 7 Minuten Fahrt zum Supermarkt eher still gewesen, während mir mein Vater erzählte was er denn alles im neuen Schuljahr von mir erwartete. Ich hörte nicht zu, ich kannte das ganze auswendig.
    Ich wollte das ganze schnell hinter mich bringen, also trieb ich meinen Vater an, sich zu beeilen. "Immer Ruhe mit den Jungen Hunden, oder Pferden.. oder was das war", lachte er betrunken und schob gemütlich den Wagen durch die Reihen. Ich konnte nur hoffen, dass uns niemand sah, denn ich wollte nicht, dass ihn jemand kennen lernte. Ja, ich schähmte mich für Michael. Das war nicht immer so, früher war er anders.
    Und dann, während mein Vater gerade lautstark die neusten Sportergebnisse durch den halben Laden gröhlte bekam ich den Schock meines Lebens. Gerade betrat der Junge aus meiner Klasse, mit dem ich heute früh schon aneinandergeraten war und blickte mir direkt entgegen. Er hielt ein kleines Mädchen an seiner Hand, vermutlich seine Schwester - Ich hatte Angst, dass er mich erkannte. "Michael, los jetzt!", knurrte ich instinktiv und riss den Wagen weg. "EHHH!", brüllte er mit so einer Agressivität, als hätte ich ihm mindestens eine geknallt, zurück und spätestens jetzt wusste ich, dass er mich gesehen haben musste. "Ist das denn meine Schuld, dass du keine Freunde hast? Du solltest dich nicht wundern, dass dich keine leiden kann, wenn du so bist!" Ich schluckte. Mein Vater konnte wirklich verletzend sein, wenn er betrunken war. "Lass uns gehen, Michael!", machte ich erneut den Versuch. Die meißten Kunden in unserer Nähe waren bereits stehen geblieben, um uns zu beobachten. "Warum dich deine Schlampe von Mutter nicht abgetrieben hat, versteh ich bis heute nicht." Ich weiß nicht warum er sowas sagte. Früher hatte er uns geliebt. Mich und meine Mutter. Unsere Familie.
    Ich war kurz davor anzufangen zu weinen, aber meine Fassade hielt. "Wenn ich die Wahl gehabt hätte, wärst du der letzte gewesen, den ich als Vater hätte haben wollen. Und jetzt lass uns dein Bier kaufen." Erneut griff ich mri den Wagen und schob ihn Richtung Getränkeabteilung. Das schleuderte seine Stimmung wohl in die andere Richtung, und auch wenn er mich noch etwas anmachte, noch mehr verletzten konnte er mich zur Zeit sowieso nicht mehr.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 22.01.2009, 16:08


    Der Typ neben Amelie machte einen riesen Ärger. Ich konnte nicht glauben, dass irgendwer auch nur so mit irgendwem reden könnte. Sophia hatte Angst gehabt. War ihr nicht zu verübeln.
    "Kannst du nicht da hingehen und sie bitten, aufzuhören?", bat mich meine kleine Schwester. Ich kam ihrer Bitte nach, nicht zugebend, dass ich Angst hatte. Ich musste mich mit jedem Schritt den ich tat, erneut Mut geben. Die Blicke der anderen spiegelten zwei Gedanken wider. Manche dachten, es sei das Richtige, den Mann damit konfrontieren. Die anderen dachten nur, ich solle es sein lassen. Wäre meine kleine Schwester nicht gewesen, hätte ich mich auch eher der zweiten Fraktion angeschlossen, aber Sophia sah mich als ihren großen Bruder an, welcher ich auch war. Meine Rolle befiehl mir, meine kleine Schwester zu beschützen, egal wie schwer mein Körper doch mit jedem SChritt werden würde.
    Ich ging zu Amelie und ihrem Begleiter hin und bat ihn: "Könnten Sie bitte hier nicht so rumschreiben? Es verängstigt meine kleine Schwester."
    Ich wusste nicht genau, was ich hier machte. Wie die beiden reagieren würden. Würde der Mann jetzt auf mich losgehen?



    Re: 05.08.2009

    Amelie Meyer - 25.01.2009, 16:07


    Michael jedoch schien meinem Willen nicht folgen zu wollen, hatte er doch gerade irgendertwas interessantes im Regal gefunden, was er unbedingt in unseren Einnkaufswagen packen musste. "Bitte..", flüsterte ich nun leise gequält und aus meinen Augenwinkeln bemerkte ich erschreckt, wie derTyp aus meiner Klasse auf uns zu kam. Kurzzeitig setzten meine Gedanken aus, ich wusste nicht was zu tun. Waas wollte er hier? Warum kam er auf uns zu? Warum konnte mein Vater nicht einfach mitkommen? Auch mein Vater schien den Jungen bemerkt zu haben und sein Interesse war sofort auf ihn gerichtet. Ich versuchte mich unaufällig ab, vielleicht hatte er noch nicht gemerkt, dass der Typ zu mir gehörte. "Könnten Sie bitte hier nicht so rumschreiben? Es verängstigt meine kleine Schwester." Ich hörte ihn sprechen, traute mich aber nicht ihm in die AUgen zu schauen. Denich schähmte mich und hatte Angst, wie mein Vater reagieren würde. Er war zwar mir gegenüber noh nie gewaltätig geworden, aber ich wiedersetzte mich ihm auch nicht wirklich, sondern tat was er wollte.
    Einen Moment schien ummir herum alles still und dann fing mein Vater an zu lachen. Ich hörte wie er dem Jungen kumpelhaft auf die Schulter klopfte. "Junge", sagte er, "du musst noch viel lernen. Frauen müssen Angst haben, damit ein Mann da ist, der sie beschützen kann." Ich schluckte. "Mach dir mal keine Sorgen. Ich weiß wie man mit Frauen umgehen muss. Die brauchen da viel Hilfe weisst du. Deswegen hat meine Tochter auch keine Freunde. Sie ist nunmal dumm. Das hat sie bestimmt von ihrer Mutter gelernt." Mit dem Rücken gewandt stand ich der Szene zu. Ich musste das ganze nich sehen. Es reichte zu hören was er sagte. Es tat so weh. Ich versteckte meine Augen in einer Handfläche, ich wollte nicht, dass Tränen kamen. "Lass uns gehen, Michael", sagte ich mit zitternder Stimme und ich bemerkte, dass mir jegliche Kraft entglitten war. Mein Vater lahte und ließ noch ein arrogantes "Wir verstehen uns da Junge!", raus und mahte sih dann endlich auf dem Weg zur Getränkeabteilung. Ich blickte nicht zurück, schaute auch nicht Michael an, sondern schob mit leerem Blick den Wagen zum Bier und dann zur Kasse. Wir bezahlten und ich schweigte. Wir fuhren nach Hause und ich schweigte. Mein Vater schnappte sich sein Bier und verschwand im Wohnzimmer. Und ich fühlte mich heute so schlecht wie schon lange nicht mehr. Ich hängte mich noch kurz an den PC und besuchte mein Lieblingsforum, danach legte ich mich ins Bett. Ich war so kaputt. Und fertig. Zu schwach, um zu weinen. Ich schloß die Augen und versuchte zu schlafen.



    Re: 05.08.2009

    Matthew Jordan - 27.01.2009, 13:40


    Ich sah, dass es Amelie nicht so ganz gefiel, was hier vor sich ging. Der Mann, der mit ihr war, streckte mir die Hand entgegen und klopfte mir auf die Schulter, was mir gar nicht gefiel. "Junge", sagte er, "du musst noch viel lernen. Frauen müssen Angst haben, damit ein Mann da ist, der sie beschützen kann." Es regte mich auf, wie vorsintflutlich seine Ansichten anscheinend waren. Doch er fuhr noch fort: "Mach dir mal keine Sorgen. Ich weiß wie man mit Frauen umgehen muss. Die brauchen da viel Hilfe weisst du. Deswegen hat meine Tochter auch keine Freunde. Sie ist nunmal dumm. Das hat sie bestimmt von ihrer Mutter gelernt." Das ging zu weit. Doch, was sollte ich machen? Ich fühlte mich noch unwohler als vordem. Ich hatte nun nicht nur Angst, sondern ärgerte mich über mich selbst, dass ich nicht den Mut aufbringen konnte, um ihm zu sagen, was ich davon hielt.
    Amelie rettete die Situation mit einem "lass uns gehen, Michael" Ich war erleichtert doch, als sie gangen, warf er mir noch "wir verstehen uns Junge!" zu, welches eigentlich nur Salz für Wunde war. Ich schluckte meine Wut runter. Eigentlich sollte es mich doch nicht verwundern, dass dieses asoziale Gör einen asozialen Vater hat. Ich schickte Nick eine SMS, dass ich denen morgen etwas über Amelie erzählen werde. Ich schickte sie Nick, da er kein Guthaben hatte und ich somit genügend Zeit hatte, die Geschichte vorzubereiten.
    Ich ging zu Sophia zurück, die mich anlächelte. "Danke!", bedankte sie sich und umarmte mich. Ich schaute um mich herum. Wenige Leute im Laden nickten mir aufmunternt zu. Der Rest scherrte sich nicht darum. Sophia und ich kauften schnell die Sachen, die wir holen sollten und gingen nach Hause.

    Zu Hause angekommen schoss Sophia gleich los: "Big Bro' hat heute einen Mann die Leviten gelesen." Ich wusste, sie war erst fünf, aber eine Meisterin des Übertreibens. "Was hast du gemacht?", fragte mein Vater empört. "Sophia hatte Angst", rechtfertigte ich mich: "Da war so ein Mann, der rumschrie. Das hatte sie natürlich beängstigt." "Okay", ließ mein Vater durchgehen: "Aber sei das nächste Mal einfach vorsichtiger." "Ich bin erstmal auf meinem Zimmer", ließ ich verkünden.

    Ich ging dann wie angekündigt auf mein Zimmer und schaltete den Rechner an. Es dauerte nicht lange, bis er hochgefahren war. Ich öffnete gleich meinen Browser und rief meine E-Mail ab. Keine wirklichen E-Mails bekommen. Nur Angebote von Penisverlängerungen und Leute, die mir vorgaukeln wollten, dass ich ein Trillionär bin und mir ganz Dubai gehöre, wenn ich nur auf diesen Link klickte. Ich hatte keine Ahnung, warum ich diese nicht schon längst als Spam markiert hatte.
    Ich vollzog das übliche Ritual. Ich ging auf eine Internetseite mit lustigen Chatzitaten und fand auch gleich etwas:
    "<Das ?> Es gibt Idioten...
    <Das ?> Ich steig heut aus dem Bus aus und seh plötzlich so nen komischen Typ an meinem Fahrrad rummachen...
    <Das ?> Geh hin und frag: "Ehm...was machste da?"
    <Das ?> Er: "Mein Fahrradschloss geht nimmer auf, kannste mir helfen?"
    <Das ?> Dann ich so: "Ja warte, ich hab den Schlüssel."
    <Das ?> Er: "Fett, danke."
    <Das ?> Als ich dann angefangen hab zu lachen, hat er auch gemerkt, was los ist und ist weg gerannt :D."
    Es gab in der Tat Idioten. Das war auch, eigentlich alles, was ich im Internet wollte. Ich mochte Chats nicht und die anderen waren nicht so im Internet. Also brachte mir kein Messenger wirklich etwas. Daher nutzte ich das Internet hauptsächlich für irgendwelche Recherchen oder mich über die Dummheit anderer lustig zu machen.



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