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Re: Irgendwo auf einer Lichtung in Zul´Aman [Brief an Liilu]
Fijora - 11.01.2009, 15:50Irgendwo auf einer Lichtung in Zul´Aman [Brief an Liilu]
Langsam rappelte sich Fijora hoch und blickte zu "Gan" herüber. Er gehörte zu der kleinen Spähertruppe, der sich auch Fijora angeschlossen hatte. Sie hatten vor einigen Wochen den Auftrag bekommen, sich im Reich der Amani-Trolle ein wenig umzusehen und das Treiben der größeren Städte und Tempel näher zu untersuchen. Die Verstärkung der Wachen in den kleineren Dörfern außerhalb der schützenden Mauern des immer noch mächtigen Trollstammes, waren während der letzten Monate wieder verstärkt worden. Die Synode rechnete mit einem erneuten Angriff, schickte jedoch zuerst Späher aus, um die Lage einzuschätzen. Nur ungerne wollte man weitere Truppen von der Grenze zu den Pestländern abziehen. Zwar war nicht zu befürchten, dass die Untoten ebenfalls neue Offensiven wagten, aber sicher war sicher.
"Wie sieht die Lage aus?", murmelte Fijora etwas verschlafen und bog den Rücken durch, als sie schließlich aufgestanden war.
Der alte Elf, der am Rande einer steilen Klippe zwischen den Büschen kniete drehte sich kurz um, um seiner Kameradin zuzunicken, ehe er zu sprechen begann:"Keine ungewöhnlichen Aktivitäten...Nur das allmorgendliche Tieropfer, so wie´s aussieht. Hmpf! Barbarisch sowas!"
Die junge Halbelfe nickte zufrieden und ließ sich mit dem Hintern vorran wieder auf den Waldboden fallen. Sie hatten sich hier ein schönes Plätzchen ausgesucht. Eine winzige Lichtung zwischen vielen hohen Bäumen und Sträuchern, kaum besucht von Tieren oder unachtsamen Trollpatrouillen. Außerdem lag diese Lichtung an einer Klippe, von der aus man wunderbar das Treiben in einem der großen Tempel überblicken konnte. Soweit Fijora wusste, nannten die Amani diese heidnische Kultstätte den Schrein von Ula´tek.
Dieser Beobachtungsauftrag war zwar profitabel, jedoch auch stinklangweilig. Seid fast 1 1/2 Wochen hockte die Halbelfe mit "Gan" an diesem Ort und wechselte sich immer wieder mit ihm an der Wache ab. Der Rest des kleinen Trupps, er bestand aus 12 Waldläufern, hatte sich ebenfalls irgendwo in dieser Gegend postiert. Auch in Zweiergruppen. "Gan" war zwar so ein ganz netter Kerl, aber langsam fing er an sie doch sehr zu nerven.
"Ich leih mir mal was zum Schreiben, ja?", sprach Fijora schließlich, während sie durch das dichte Blätterdach der Bäume zu süähen versuchte. Schließlich tat sich durch den Wind eine Lücke auf und glänzend helles Sonnenlicht schien ihr ins Gesicht. Sie schloss die Augen und hörte nur mit halbem Ohr das "Ja, ja...", welches "Gan" ihr als Antwort entgegnete. Die Sonnenstrahlen wärmten ihr Gesicht und dieses Gefühl genießend seufzte Fijora leise auf.
Nach einer Weile jedoch, nachdem das Blätterdach sich wieder mehr oder weniger geschlossen hatte, beugte sie sich zur Seite und durchsuchte den Zeltartigen Unterstand ihres Kampfgefährten nach etwas Pergament und Tinte. Ein altes, schäbig wirkendes Buch, welches sie ebenfalls aus dem Unterstand gezogen hatte, benutzte sie nun als Unterlage. Etwas krakelig begann sie zu schreiben:
Liebe Liilu,
tut mir leid, dass ich mich erst so spät bei dir melde, aber der Dienst ließ leider nichts anderes zu. Das Wetter hier in den Hügeln ist bis jetzt sehr gut und ich habe sogar schon einige der Pflanzensamen gefunden, die du für deinen Garten haben wolltest. Außerdem haben wir vor ein paar Tagen einen ihrer Medizinmäner getötet, so wie es aussieht. Jedenfalls hatte er sehr viele kleine Beutel und Taschen an seiner Kleidung, in denen eine Menge Kräuter zu finden waren. Ich habe ein wenig herumexperimentiert. Viele waren Gewürze, aber ein paar, mir unbekannte Sorten, scheinen eindeutig Heilpflanzen zu sein, wenn man den Trollrunen auf den Beuteln glauben darf. Wenn bis dahin noch nicht alles aufgebraucht ist, werde ich dir davon auch ein wenig mitbringen. Vielleicht können wir damit ja deinen Vater zur Vernunft bringen, damit er sich nicht wieder aus dem Staub macht, wenn er wieder da ist.
Mit etwas Glück erledigen wir noch den einen oder anderen Medizinmann. Die scheinen hier in größerer Zahl umherzustreifen als die Krieger, für die die Amani doch so berühmt sind. Es ist beinahe lachhaft. Nur selten habe ich einen Troll erlebt, den man so einfach töten konnte. Wir mussten uns kaum vor ihm verstecken, so schlecht geschult war er. Die Gegenden abseits der Mauern und der Hauptstadt scheinen generell schlechter verteidigt zu sein, habe ich das Gefühl. Aber lassen wir das...ich plaudere Am Ende noch wichtige Geheimnisse aus.
Ich hoffe, dass es dir gut geht und das das Anwesen immer noch steht, wenn ich wieder da bin. Allzu lange kann es nicht mehr dauern. Die zwei Wochen sind jetzt beinahe um und die Ablösung sollte bald am Treffpunkt sein. Ich muss die nächste Wache übernehmen...Also mach es gut und sei artig.
Deine Fijora
Kurz das Geschriebene noch einmal überfliegend faltete die Halbelfenwaldläuferin das Schriftstück schließlich zusammen und verstaute es in einer der Taschen ihrer Uniform. Vielleicht würde ja noch heute Captain Thalia vorbeischauen und den Brief mit sich in die Heimat nehmen. Nun jedoch stand aber erst einmal der Dienst an. Wortlos erhob sich der alte Waldläufer von seinem Posten und streckte sich ausgiebig, ehe er auf seinen Unterstadn zutrottete und Fijora den Rest des Tages wache halten ließ...
Re: Irgendwo auf einer Lichtung in Zul´Aman [Brief an Liilu]
Lycander - 11.01.2009, 17:19
"Hey hey hey... was hast du da? Ich hoffe den hat dir kein Junge geschrieben. Komm schon gib her." Lycander griff nach dem Brief den Lillu eben laß.
"Geh Suppe trinken! Lass das, der gehört MIR!"
Liilu hielt den Brief fest, Lycander hielt den Brief fest... und am Ende hatte plötzlich jeder von ihnen beiden ein Stück in der Hand.
"Du Idiot! Der war für mich!"
"Kleines Fräulein, sowas sagt man nicht zu seinem Vater. Moment mal ... das ist Fijors Handschrift. Du hast gesagt, sie seit irgendwo weit weit weg und du wüsstes nicht wo sie ist."
"Nur weil sie es mir gesagt hat, heißt das nicht das ich es mir auch gemerkt habe." Liilu zog eine Schnute.
"Nah gut.... hör mal ... du hattest mich jetzt eineinhalb Wochen. Jetzt ist Fijora auch mal an der Reihe, hm? Ich möchte das du ihr eine Antwort schreibst, denn immerhin ist der Brief an dich adressiert."
Liilu bekam auch Lycanders Stück, als er den Brief gelesen hatten. Sie verschwand in ihr Zimmer und machte ich daran eine Antwort zu schreiben. In kindlicher Schrift stand im ersten Brief:
Zitat:
"Fijora,
danke für die Samen, oder so.
Rate mal was kurz nach deinem Verschwinden passiert ist. Papa ist mit einem Schiff an der nördlichen Küste gestrandet und hat es fertig gebracht sich von Trollen gefangen nehmen zu lassen. Sie wollten ihn essen, oder opfern ... je nachdem. Wundert mich - den er hatte einen langen Bart, war toootal dünn und stank zum Himmel. War ein bisschen zersteut.
In den ersten Tagen hat er ständig die Suppe ausgekotzt die er bekommen hat, aber dan ging das auf einmal ... und von da an hat er mit dem Essen nur aufgehört wenn er schlafen wollte.
Grüße,
Liilu"
Auch Lycander setzte einen Brief auf und gab ihm den Boten mit, welcher den Brief überbracht hatte.
Zitat: Fijora,
ich bin aus Northrend zurück. Das letzte halbe Jahr war sehr beschwerlich. Nach einigen Komplikationen, bin ich aber doch, sicher angekommen. Du musst dich nicht auf den Weg machen. Ich werde mein Pferd packen, nachdem der Bote diesem Brief bekommen hat, reite ich ihm nach.
Lycander
Re: Irgendwo auf einer Lichtung in Zul´Aman [Brief an Liilu]
Fijora - 11.01.2009, 22:26
4 Tage später...
Es war relativ sonnig an diesem Tag und die kleine Waldläuferstaffel um Captain Thalia Sunrage hatte sich am Treffpunkt eingefunden und wartete nun in einem provisorisch errichteten Feldlager auf die Ankunft ihrer Ablösung. Insgesamt befanden sich nun fast 30 Späher und Bogenschützen im Lager, die alle unter Captain Sunrages Befehl standen. Viele von ihnen schienen noch nicht vom rechten Weg abgekommen zu sein. Ihre Augen gllänzten entweder in einem satten Blau, oder waren eher matt-grünlich. Auch Thalia selbst gehörte zu den "Vernünftigen". Einst, so hatte sie Fijora erzählt, hatte sie unter ihrem Ziehvater Belanan Woodrage als dessen rechte Hand gedient. Vor der Geißel und sogar noch lange vor den Orkkriegen. Sie war ein exzellenter Offizier und wusste genau, wie sie mit ihren Untergebenen umzugehen hatte.
Fijora war jedoch eines ihrer Sorgenkinder. Ständig hielt sich die junge Halbelfe am Wegesrand mit irgendwelchen Pflanzen auf, deren Blätter, Blüten oder Samen sie einsammelte. Auch war sie immer sehr agressiv, wenn der Staffel eine Gruppe Trolle in die Arme lief. Wenn sie mit einem dieser bemoosten Bastarde fertig war, hätte man anhand der Verletzungen beinahe glauben können, ein wildes Tier habe den armen Kerl zerfleischt. Allerdings nur, wenn sie schlechte Laune hatte. Ihre Berichte jedoch waren immer fehlerfrei, kurz und bündig auf militärische Art und Weise abgefasst und brachten die Situation immer genau auf den Punkt. Nur wenige Mitglieder der Staffel hatten den Mut, sich näher als hundert Meter an ein Troll-Dorf heranzuwagen. Fijora jedoch war regelrecht dreist, was das anging. Deswegen waren ihre Informationen auch immer so genau. Bei den wirklich großen Städten und Tempeln jedoch hielt auch sie sich zurück.
Nun saß die junge Halbelfe auf einer niedirgen Kiste am Rand einer Klippe und blickte auf den unter ihr entlangfließenden Fluss. Hinter ihr, in einiger Entfernung, saßen ein paar ihrer Kameraden zusammen und feierten die baldige Rückkehr nach Hause, während der Rest irgendwo in den Wäldern Ausschau nach den Amani oder der Ablösung hielt. Eine Weile lang schaute Fijora noch so auf die Wassermassen, ehe sie mit halbem Ohr vernahm, wie ein fröhliches Gejubel unter den anderen Waldläufern ausbrach.
Als sie sich umdrehte, erblickte sie einen Fremden, ebenfalls in einer Uniform der Waldläufer. Anscheinend gehörte er zu den Truppen, die Thalias Gruppe nun ablösen sollten.
Die junge Halbelfe seufzte leise. Irgendwie fand sie es schade diese Gegend nun wieder verlassen zu müssen. Sie mochte die Landschaft, die natürliche Umgebung und die Tiere, von denen einige im übrigen ausgezeichnet geschmeckt hatten. Hier schien die Welt, von den Amani einmal abgesehen, noch völlig in Ordnung zu sein. Sie wusste genau, wohin es gehen würde, verließ sie diese Gegend wieder. Quel´thalas war zwar immer noch ihre Heimat, aber nachwievor nur ein Schatten seiner selbst. Sie hasste die Gegend, die nun als die Geisterlande bekannt waren und das, was aus ihrem Volk geworden war hasste sie ebenfalls. Auch ihr Liebster würde nicht bei ihr sein, wenn sie heimkehrte...
Plötzlich jedoch spürte sie eine Hand auf ihrer Schulter, woraufhin Fijora sofort aufsprang und herumwirbelte. Der Vorbote der Ablösung schreckte ob dieser heftigen Reaktion zurück und kramte mit starrem Blick zwei Pergamentrollen aus seiner Umhängetasche hervor, die er der jungen Lightseeker in die Hand drückte.
"Entschuldigt...Habt Dank...", murmelte Fijora geistesabwesend und entrollte die erste Schriftrolle. Sie erkannte die Handschrift sofort. Es war die von Liilu, der Tochter ihres Liebsten. Sie hatte ihre Nachricht also doch erhalten. Doch was sie nun las ließ zuerst ihren Atem stocken und dann innerlich in Jubel ausbrechen. Sie musste sich heftig zusammennehmen, um nicht auch äußerlich ihre Freude über die guten Nachrichten zu zeigen.
Voller Ungedult brach sie das Siegel des zweiten Schriftstückes und freute sich ab da noch mehr. Mit etwas Glück würde sie Lycander in einigen Tagen an der Grenze zwischen Zul´Aman und Quel´thalas wiedersehen. Darauf freute sie sich bereits...
Re: Irgendwo auf einer Lichtung in Zul´Aman [Brief an Liilu]
Lycander - 16.01.2009, 23:11
Plan A sah vor, sich ein offizielles Schreiben aus Silbermond zu fälschen und einfach in diesen Haufen voller blauäugiger Elfen einzureiten. Vielleicht würde sie jemanden wie ihn nicht gleich mit Pfeilen löchern, wenn er mit einem Stück Papier herum wedelte.... vielleicht dan aber erst recht.
Plan B beinhaltet mehr Gewalt. Auch wenn Lycander nicht gegen ein Blutbad hatte, so würde Fijora es ihm wohl übel nehmen, wenn Eldrions Truppen über Hochelfen hervielen.
Plan C erschien ihm da schon am angebrachtesten. Er wartete bis es dunkel war. Mit einer militärischen Ausbildung war er durchaus dazu bemächtigt, ein Lager zu infiltrieren. Sein Fachwissen bezog sich auf die Tatsachen: Keine leuchtende magische Gegenstände im Dunklem zu tragen, und kein Metall das quitscht ... mit diesem Wissen, war er fast so gut wie jeder Schurke! Zum Glück herrschte in diesem Lager Aufbruchstimmung und die Gegend hatte schon so viele Spuren, das seine nicht großartig auffielen.
Aus der Ferne hatte er mit einem Fernglas gesehen, wie Fijora ein Zelt betrat und verließ. Er hoffte wirklich das es auch ihres war.
In dunklen Stoffen und mit nur einem Schwert an der Seite näherte er sich dem Lager. Er ging leise an einemLagerfeuer vorbei. Einer der Elfen sah in seine Richtung ... bemerkte ihn und erkannte seine grünen Augen wohl nicht auf den ersten Moment, den er tat so als wäre an Lycander nichts ungewöhnliches. Nungut .. die Sache mit dem Schurken, war vielleicht übertrieben ... aber immerhin hatte die Kunst seiner Verkleidung ihn bis zu Fijora Zelt gebracht.
Der Blutritter knöpfte sich die ersten zwei Knöpfe seines schwarzen Hemdes auf, zerstrubbelte lässig seine Haare und trat mit einem lasziven Blick ein.
Es war leer, eine kleine Kerze brannte, also setzte sich Lycander auf das Feldbett und wartete.
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