Januar 2009

Nachtperle's Plauderecke
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  • Forum: Nachtperle's Plauderecke
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    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 01.01.2009, 18:27

    Januar 2009
    1. Januar 2009

    Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der vorige Himmel und die vorige Erde waren vergangen, und auch das Meer war nicht mehr da... [Gott] wird all ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben: denn was einmal war, ist für immer vorbei. Offenbarung 21,1.5 (Hoffnung für alle)

    Wir stehe am Beginn eines neuen Jahres und fragen uns: Was wird es uns Bringen? Was wird aus unserer Welt werden? Wird es uns besser gehen?

    Was meinen wir aber mit „besser“? Mehr Geld, gute Gesundheit, bessere Lebensumstände, einen besser bezahlten Arbeitsplatz, ein größeres Auto? Und denken wir dabei nur an uns selbst oder denken wir weiter?

    Unsere Geschichte entwickelt sich nicht kreisförmig, wie es unsere Feiertage anzudeuten scheinen: alle Jahre wieder Ostern, Pfingsten, Weihnachten usw. Die Geschichte geht auf ein ganz besonderes Ziel zu – das zeigt uns die Bibel: auf einen neuen Himmel und eine neue Erde.

    Viele Zeitgenossen halten das für unmöglich. Aber gerade diese Unmöglichkeit ist für Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde, möglich. Uns Menschen sind enge Grenzen gesetzt, Gott aber nicht. Hätte es vor 1000 Jahren jemand für möglich gehalten, dass einmal ein Mensch seinen Fuß auf den Mond setzt? Kaum! 1969 war es soweit und alle Welt konnte es über das Fernsehen verfolgen.

    Wir können heute zu Hause über die modernen Medien weit in die Welt hineinschauen und Großereignisse verfolgen. Wer hätte das früher gedacht? Wenn man unseren Vorfahren im vorletzten Jahrhundert Bilder über die technischen Möglichkeiten gezeigt hätte, wäre man wahrscheinlich ausgelacht oder sogar für verrückt erklärt worden.

    „Bei Gott ist kein Ding unmöglich“, versicherte der Engel Gabriel der jungen Maria, als sie von der Ankündigung der Schwangerschaft durch den heiligen Geist erfuhr (Lukas 1,37). Gottes Plan kommt zum Ziel und setzt sich über alles Denken der Menschen hinweg.

    Gottes Ziel mit dieser Welt ist nicht das Weltende, sondern deren Vollendung. Bald werden wir den letzten „Umzug“ erleben. Wir ziehen dann in das ewige Reich Gottes ein. Dort werden wir ganz neue, paradiesische Perspektiven des Zusammenlebens erleben. Fast zu schön, wahr zu sein!

    Ist das nicht ein hoffnungsvoller Start in das neue Jahr 2009, mit einer Hoffnung, die uns trägt und mutig und stark macht?

    Egon Schramm



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 02.01.2009, 01:08


    2. Januar 2009

    Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollten. 1. Johannes 4,9

    Erscheinungen sind etwas Besonderes. Von jeher haben sie die Menschen fasziniert. Gottes Liebe ist uns wirklich „erschienen“: Gott wurde in der Person Jesu Mensch auf unserer Welt, um uns die Augen und das Herz zu öffnen für eine Welt, in der es sich zu leben lohnt, Gottes Welt ist voller Liebe, Güte, Zuwendung und Freude – eine Welt, für die wir uns nicht anstrengen und keine Leistung erbringen müssen.

    Der „eingeborene Sohn“ Gottes, anders ausgedrückt: „Der Einzige seiner Art“, hat der Liebe wieder ihren eigentlichen Platz zurückgegeben.

    -) Liebe, die jedem Menschen gilt.
    -) Liebe, die immer heilend wirkt.
    -) Liebe, die keinen Eigennutz und Missbrauch kennt.
    -) Liebe, die mein und dein Leben lebenswert macht.
    -) Liebe, die uns für Gottes neue Welt rettet.

    Gottes Liebe ist auch heute unter uns, nicht sichtbar wie in Jesus Christus, aber dennoch erfahrbar.
    Wenn Christen die Liebe Gottes, die sie selbst erfahren haben, weitergeben, erscheint sie erneut unter uns. Das wird dazu führen, dass die Übereinstimmung zwischen Gott und den Menschen immer größer wird.

    Angst vor Gott wir umgewandelt in Liebe und Vertrauen (siehe 1. Johannes 4,17-18). Wir werden fähig, Schuld, Unversöhnlichkeit, falsche Einstellungen und Gewohnheiten, manche Wünsche und Festgefahrenes loszulassen, fähig, uns zu verändern und der Liebe Gottes in uns Raum zu geben, die in uns Liebe zu Gott und unseren Mitmenschen erweckt (1. Johannes 4,19).

    Ulrich Schaffner schreibt: „Ich liebe Gedanken, die kein Ende haben und die sich nicht aufhalten lasen von Gesetzen, sondern die, nur geführt von der Liebe, ihre eigene Welt schaffen, in der ich leben und hoffen kann gegen jede Zerstörung und gegen die Hoffnungslosigkeit, die sich ausbreitet.“ (Aus: Ich liebe)

    Gottes Liebe und Güte sowie gegenseitige Unterstützung ermutigen uns, in einer Welt zu leben, in der es sich frei atmen lässt, in der es viel zu tun gibt, in der wir das Lebensfördernde pflegen und unseren Blick auch auf die zukünftige, ewige Welt richten.

    Ich wünsche dir, dass du viel Raum in dir für die Liebe Gottes schaffst, damit sie dich verändert und durch dich auch anderen erscheint. Dazu ist uns die Liebe Gottes in Christus erschienen!

    Hans-Joachim Scheithauer



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 03.01.2009, 01:00


    3. Januar 2009

    Wir sind dann nicht mehr wie unmündige Kinder, die kein festes Urteil haben und auf dem Meer der Meinungen umhergetrieben werden wie ein Schiff von den Winden. Epheser 4, 14 (Gute Nachricht Bibel)

    Manche vergleichen die Gemeinde mit einem Schiff. So trägt ein beliebtes Kirchenlied den Titel: „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt.“ Darin wird der Weg der christlichen Gemeinde durch die Zeit beschrieben. Das Ziel heißt „Gottes Ewigkeit“. Stürme, Angst und Streit bedrohen dieses Schiff. Im Refrain heißt es „Bleibe uns Herr, denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.“

    Aber nicht nur die Gemeinde ist ein Passagierdampfer, auch der einzelne Mensch kann mit einem (Segel-)Schiff verglichen werden, wie obige Aussage von Paulus zeigt. Jeder von uns befindet sich auf der Reise seines Lebens. Niemand weiß genau, wohin es geht. Manchmal fahren wir durch ruhige See, zuweilen schäumen auch die Meereswellen und das Schiff droht zu kentern. Nicht wenige werden seekrank.

    Wie gelange ich sicher ans Ziel?

    Eine wichtige Voraussetzung dafür ist der Kapitän. Wer hat das Sagen auf dem Schiff? Idealerweise jemand, der das Schiff, das Meer und die Fahrtroute genau kennt. Wer kennt mich besser als mein Schöpfer und Erlöser Jesus Christus? Wer kennt das Leben besser als derjenige, der es schuf? Wenn er der Kapitän ist, macht uns das innerlich ruhiger, auch wenn es draußen heftig stürmt, denn wir können uns auf ihn verlassen.

    Doch wir sind nicht zur Passivität verurteilt. Die Erfahrung zeigt: Jesus lässt uns durchaus das Steuerrad unseres Lebens bedienen. Er möchte, dass wir mündige Steuermänner und -frauen werden. Wir dürfen unsere eigenen Erfahrungen machen und daraus lernen. Aber Jesus sollte das Oberkommando haben behalten, wenn es zu einem guten Ende kommen soll.

    Zu einem Segelschiff gehört auch ein Segel. Um vorwärts zu kommen, muss man es am Wird ausrichten. In der Bibel wird der Heilige Geist mit dem Wind verglichen. Er ist die Antriebskraft, die uns geistlich vorwärts bringt.

    Der Anker eines Schiffes lässt sich mit Gottes Geboten vergleichen, die uns festen Halt geben, auch wenn die Wellen hochschlagen. Jemand sagte: „Nicht ich halte die Gebote – die Gebote halten mich.“

    Mit diesem Kapitän und dieser Ausstattung können wir getrost zur Reise unseres Lebens aufbrechen. Wir werden getrost zur Reise unseres Lebens aufbrechen. Wir werden nicht vor Unwettern bewahrt bleiben, aber wir erreichen das Ziel. Und darauf kommt es schließlich an.

    Thomas Lobitz



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 04.01.2009, 01:10


    4. Januar 2009

    Jetzt sehen wir nur ein undeutliches Bild wie in einem trüben Spiegel. Einmal aber werden wir Gott von Angesicht zu Angesicht sehen. Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke, doch einmal werde ich alles ich alles klar erkennen, so deutlich, wie Gott mich jetzt schon kennt. 1.Korinther 13,12 (Hoffnung für alle)

    Heute vor 200 Jahren, am 4.Januar 1809, wurde Louis Braille geboren. Er ist der Erfinder des nach ihm benannten Punktschriftsystems für Blinde, der Brailleschrift. In Folge einer Augenverletzung im Alter von drei Jahren erblindete der wissbegierige Junge, der sich nicht damit abfinden wollte, sich ein Leben lang alles vorlesen lassen zu müssen. Im Alter von 16 Jahren hatte er die Entwicklung der Blindenschrift abgeschlossen. Mit 30 erfand er auch eine ebenfalls auf (sechs) Punkten basierende Notenschrift, die heute noch blinden Musikern weltweit ermöglicht, Musiknoten zu lesen und zu schreiben.

    Ich bin Gott sehr dankbar, dass er Louis Braille mit seiner Sehnsucht, seiner Kreativität und seinem starken Willen gebraucht hat, um durch beide Erfindungen benachteiligten Menschen den eigenständigen Zugang zur Weltliteratur (einschließlich der geistlichen Werke) zu verschaffen! Aber noch dankbarer macht mich die Aussicht, die Paulus in dem zitierten Text beschreibt.

    Wenn Jesus Christus wiederkommt, werden uns allen, Blinden wie Sehenden, die Augen aufgehen. Die Blinden werden alles sehen können, was sie bis dahin nur aus der Beschreibung oder durch Betasten kennen. Mit welcher Begeisterung werden Eltern ihre Kinder und Kinder ihre Eltern in die Arme schließen und stundenlang sorgfältig betrachten! Aber wir alle, ehemalige Blinde und bisherige Sehende, werden nicht wenig staunen, wenn wir Jesus gegenüberstehen und ihn sehen können, „wie er wirklich ist“ (1. Johannes 3, 2 Hoffnung für alle). Ich denke, dass wir dies monate- und jahrelang tun werden und uns dabei dennoch nicht sattsehen werden.

    Ob Sehende oder Blinde: Alles, was wir diesseits der Ewigkeit über Gott, sein Reich und seine Pläne wissen, erkennen wir nur bruchstückhaft und verschwommen – wie in einem trüben Spiegel (zur Zeit des Paulus ein geschliffenes Blech). Weil es so ist, will ich bescheidener mit meiner Erkenntnis umgehen und noch bewusster jegliche Rechthaberei meiden. Ich will mich noch mehr auf den Tag freuen, an dem uns ein Licht – das Licht der Größe und Liebe Gottes- aufgeht.

    Elí Diez-Prida



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 05.01.2009, 13:57


    5. Januar 2009

    Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf den ich traue … Es umfingen mich des Todes Bande, und die Fluten des Verderbens erschreckten mich. Des Totenreichs Bande umfingen mich, und des Todes Stricke überwältigten mich. Psalm 18, 3; 5; 6

    Kurosawa war ein Matrose auf einem japanischen Tanker. In einer milden Nacht spazierte er ohne Schwimmweste auf dem Deck herum. Weit hinten konnte er einige Lichter sehen. Sie gehörten zu einem Ort der Provinz Aomori. Er träumte vor sich hin, doch plötzlich verlor er das Gleichgewicht, fiel gegen die Reling und rutschte über Bord.

    Kalt schlug das Wasser über ihm zusammen. Er strampelte sich wieder nach oben und schnappte keuchend nach Luft. Der riesige Tanker war schon weitergefahren. Keiner hörte den Matrosen schreien. Niemand würde ihn in den nächsten Stunden vermissen. Zur Küste schwimmen? Viel zu weit! Sich aufgeben und sterben? Mit 28?

    Auf einmal sah er etwas im fahlen Mondlicht schimmern: eine große Plastikflasche. Er schwamm hin und hielt die Drei-Liter-Wasserflasche fest im Arm – und sie hielt ihn tatsächlich über Wasser.

    Was mag er gedacht haben in dieser langen Nacht? Hat er gebetet? Gesungen, geweint, geflucht? Aufgeatmet, als es endlich hell wurde? Nach zehn Stunden kam ein Fischer mit seinem Boot vorbei und zog den Matrosen aus dem Wasser.

    Wahrscheinlich ist jeder von uns schon einmal „reingefallen“ und suchte dann verzweifelt nach einem festen Halt, der uns vor dem Ertrinken bewahren sollte. Manche klammern sich an „Müll“ - wie dieser Matrose. Das können materielle Sicherheiten sein oder ein Mensch, von dem ich mir die Lösung meiner Probleme erhoffe. Oder eine Sucht, die mich eine Weile alles Negative vergessen lässt.

    Auch eine Weltanschauung, oder sogar eine Religion kann solch ein „Flasche“ sein, die mich eine Zeitlang über Wasser hält. Aber trägt sie mich wirklich auf Dauer? Ohne das Boot des Fischers, ohne dessen helfende Hand, die warme Decke, den heißen Tee und die Fürsorge der Ärzte in der Klinik wäre der Matrose nicht am Leben geblieben. Luft mit einer Plastikhülle kann nicht auf Dauer retten. Wir brauchen jemanden, der uns wirklich helfen kann.

    Gott bietet diese Hilfe an. Gott will uns durch sein Wort und seine Führung festen Halt geben, damit wir nicht im Meer des Lebens ertrinken. Und er hat auch heute seine Helfer: Die Engel und Menschen, die an ihn glauben, auf ihn hören und für andere da sind.

    Sylvia Renz



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 06.01.2009, 12:24


    6. Januar 2009

    So, wie jeder Mensch nur einmal sterben muss, danach kommt er vor Gottes Gericht, so wurde auch Christus nur einmal geopfert, um die Sünden der Menschen wegzuschaffen. Wenn er zum zweiten Mal erscheint, dann nicht nochmals wegen der Sünde, sondern nur noch, um alle, die auf ihn warten, endgültig zu retten. Hebräer 9, 27-28 (Gute Nachricht Bibel)

    Die Sängerin Madonna hat auf ihren englischen Ländereien die Jagd untersagt, weil sie die Rache reinkarnierter Rebhühner fürchtet. Früher war die Sängerin an Wochenenden gern auf die Pirsch gegangen. Sie ließ sich aber von einer esoterisch geprägten Denkrichtung beeinflussen, die auch die hinduistische Vorstellung einer Seelenwanderung vertritt. Deshalb kamen Madonna Bedenken, dass sie den auf ihrem Landgut erlegten Vögeln in neuer Gestalt wieder begegnen könnte und diese ihr im nächsten Leben alles heimzahlen würden.

    In zahlreichen Religionen und Philosophien gibt es die Vorstellung, dass sich die Seele nach dem Tod vom Leib trennt und in ein anderes Wesen übergeht. Dabei spielt auch der Gedanke der Läuterung und Vergeltung eine Rolle. Die Bibel kennt jedoch keinerlei Form der Seelenwanderung. Darüber können wir froh sein.

    Im Hebräerbrief ist die Rede davon, dass der Mensch nur einmal stirbt und danach vor Gottes Gericht gestellt wird. In diesem Gericht kommt es allerdings nicht darauf an, dass wir mehr gute Taten als böse vorweisen können, um freigesprochen zu werden. Schon eine einzige böse Tat reicht aus, um den ewigen Tod zu verdienen. Noch so viele gute Werke können daran nichts ändern. Es gibt nur einen Ausweg: Ein anderer bezahlt für meine Schuld.

    Das ist tatsächlich geschehen. „Christus hat euch losgekauft, aber nicht mit Geld, sondern mit seinem kostbaren Blut.“ (1. Petrus 1,18-19 Hoffnung für alle) Wer diese „Erlösung“ annimmt, seine Schuld bekennt und durch das Wirken des heiligen Geistes ein anderes Leben führt, braucht vor dem Gericht keine Angst zu haben. Derjenige freut sich darauf, dass Jesus wiederkommt, um ihm ewiges Leben zu schenken.

    Ewiges Leben bedeutet nach der Bibel allerdings nicht das Ende der eigenen Existenz, sondern wir dürfen ganz konkret in einer „neuen Welt, in der es endlich Gerechtigkeit gibt“, wohnen (2. Petrus 3,13 Hoffnung für alle).

    Holger Teubert



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 08.01.2009, 19:34


    7. Januar 2009

    Ungeduldig wartete auf der anderen Seite des Sees eine große Menschenmenge auf Jesus. Lukas 8,40 (Hoffnung für alle)

    Das ist doch eine erfreuliche Feststellung: Eine große Menschenmenge wartete auf Jesus. Er hatte ja auch wirklich etwas zu bieten, das die Menschen auf die Beine bringen konnte. Da lohnten sich weite Wege und stundenlanges Warten. Aber an diesem Tage erlebten nur zwei Menschen eine richtige Begegnung mit Jesus, weil sie ein dringendes Anliegen hatten: Als das Boot anlegte, „kam Jaïrus, ein Verstehender der jüdischen Gemeinde, warf sich vor Jesus nieder und flehte ihn an, in sein Haus zu kommen“ (Lukas 8, 41).

    Jaïrus hatte zuhause eine todkranke Tochter. Er wusste, dass nur Jesus helfen kann. Mit dieser Hoffnung drängte er sich nach vorn, denn die Zeit lief ihm davon. Und Jesus ging mit ihm.

    Auf dem Weg wurde er aufgehalten. Eine Frau machte sich Hoffnungen, durch Jesus von einer jahrelangen, unheilbaren Krankheit geheilt zu werden. Sie war nicht so prominent und mutig wie Jaïrus, drängte sich aber zielstrebig durch die Menge, um wenigstens das Gewand von Jesus berühren zu können. Und tatsächlich: Im Augenblick der Berührung wurde sie gesund! Jesus blieb stehen, wandte sich mitten im Gewühl der Menschen dieser Frau zu, sprach mit ihr und machte ihr mit einem freundlichen Wort zum Leben mit Gott.

    Die Verzögerung hatte für Jaïrus' Tochter allerdings fatale Folgen: Sie war in der Zwischenzeit verstorben. Alles zu spät! Doch Jesus machte dem Vater Mut, als der durch Boten davon erfuhr, ging mit ihm in sein Haus und gab den Eltern ihr Kind zurück.

    Zwei Menschen hatten an diesem Tag eine unvergessliche Begegnung mit Jesus. Sie erlebten ihn als den Herrn über Leben, Krankheit und Tod.

    Jesus, ich freue mich, dass du Jaïrus und der Frau geholfen hast. Du bist bis heute der Herr über Leben und Tod. Du kannst Menschen gesund machen, wenn du es willst. Du wirst auch heute Menschen helfen, die dich „berühren“, mutig ihr Anliegen vorbringen und sich nicht abdrängen lassen. Danke, dass auch wir heute deine Nähe und dein Wirken erfahren können.

    Johannes Fiedler



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 08.01.2009, 19:36


    8. Januar 2009

    Darauf erwiderte Jesus: „Ich will dir etwas sagen, Nikodemus: Wer nicht neu geboren wird, kann nicht in Gottes neue Welt kommen.“
    Johannes 3, 3 (Hoffnung für alle)

    Im Internet gibt es eine Plattform, die sich „Second Life“ nennt, zu Deutsch „Zweites Leben“. Hier kann sich der Nutzer ein „virtuelles“, ein ausgedachtes Leben aufbauen, dass er auf dem Bildschirm vor sich sieht. Er formt seine Person mit Kleidung, Schmuck und Eigenschaften nach seinem Ideal und richtet sich nun eine Welt ein, wie sie einem gefällt. Er kauft sich Häuser mit Gärten und kann sich jeden Wunsch erfüllen.

    2007 gab es schon mehr als sieben Millionen „Bewohner“ dieser „virtuellen“ Welt. Die meisten sind sicher weder realitätsfremd noch lebensuntüchtig. Dennoch offenbart die Beliebtheit dieses „Spiels“ eine tiefe Unzufriedenheit mit dem realen Leben. Viele sehen sich nach einen anderen, einem „zweiten“, einem besseren Leben. Sie wissen nicht, dass es uns schon lange angeboten wird, nämlich von Jesus Christus.

    Das zweite oder neue Leben beginnt mit einer Neugeburt. Der bereits lebende Mensch kann sich nicht selbst neu gebären, deshalb geschieht das durch den Heiligen Geist in uns (Johannes 3, 5). Es entsteht im Gläubigen neues, geistliches Leben. Er wird ein geistlicher Mensch (1. Korinther 2, 13-15). Durch die Wassertaufe wird das dargestellt und er bekennt sich zu einem Leben in der Nachfolge Jesu.

    Doch zugleich leben wir in der Realität dieser Welt mit ihren Leiden, Anfechtungen, Nöten. Wenn es besonders hart wir, können leicht Unmut, Unzufriedenheit und Verzagtheit aufkommen. Da besteht die Gefahr, zu fliehen oder aufzugeben.

    „Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen“, bat Jesus den Vater (Johannes 17,15). Der Christ steht mitten in der Realität dieser Welt und doch in einem neuen Leben. Diese Spannung kann er nur mit der Hilfe Gottes aushalten. Realitätsflucht oder Mönchtum wäre der falsche Weg. Aber ehren wir nicht gerade dann unseren Gott, wenn wir uns mitten in den Nöten des Lebens auf ihn verlassen und seinem Wirken vertrauen?

    Das neue „zweite“ Leben, das wir mit Jesus leben dürfen, ist gegründet auf die besten Verheißungen und hat das höchste Ziel: die neue Welt Gottes, in der keine Wünsche offen bleiben.

    Konrad Edel



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 08.01.2009, 19:38


    9. Januar 2009

    Der HERR blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe! 4. Mose 6, 25 (Gute Nachricht Bibel)

    Bei einer Stadtführung in Büdigen habe ich die „Büdinger Elle“ kennen gelernt. Die Länge des Stoffes war das gültige Maß, vor allem beim Stoffverkauf im Mittelalter. Die Menschen aus der Umgebung haben hier gerne eingekauft, weil die Büdinger Elle mit ihren 65 Zentimetern länger war als die Ellen an anderen Marktorten. Die „Frankfurter Elle“ zum Beispiel war nur 54 Zentimeter lang.

    Heute ist ein Meter ein Meter und überall 100 Zentimeter lang. Alle Maße und Gewichte sind genormt und werden regelmäßig geprüft.

    Unter dem Stichwort „Zertifizierung“ werden auch für Organisationen immer mehr Standards festgelegt. Anders als im technischen Bereich geht es dabei aber nicht um Material, sondern um Menschen.

    Bleibt in unserer „normierten“ Gesellschaft vielleicht die Menschlichkeit auf der Strecke? „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ So heißt es in Artikel 3 unseres Grundgesetzes. Ich halte das für richtig – und dennoch können nicht an jeden Menschen die gleichen Anforderungen gestellt werden. Menschen brauchen Menschen, die auf etwas anderes sehen als auf Maßstäbe und Normen.

    In der Bibel wird erzählt, wie Samuel von Gott den Auftrag bekam, einen König unter den Söhnen Isais zu salben. Zur Auswahl standen acht Brüder. Samuel legte menschliche Kriterien an: Ein König musste groß und beeindruckend sein. Dass er am Ende den jüngsten und kleinsten zum König salbte, lag daran, dass er sich nach Gottes Maßstab richtete: „Ein Mensch sieht, was vor Augen ist; Gott aber sieht das Herz an.“ (1. Samuel 16, 17) Das Herz ist nach biblischem Verständnis der Ort des Denkens und Wollens. Daran ist Gott interessiert!

    Dieser Ansatz Gottes kann keine objektiven Bewertungen und Ausleseverfahren ersetzen. Er zielt vielmehr darauf, dass Menschen zu Persönlichkeiten werden, die in Liebe und Respekt mit sich und mit anderen umgehen.

    „Der HERR blicke euch freundlich an und schenke euch seine Liebe.“ (4. Mose 6, 25 Gute Nachricht Bibel) Dieser liebende Blick Gottes kann nicht in Standards, Zeitvorgaben oder Fragebögen gefasst werden. Er kann aber als innere Orientierung in jede unserer Bewegungen mit einfließen. Ich bin sicher: Das wir die Welt freundlicher und friedlicher machen!

    Beate Strobel



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 11.01.2009, 20:06


    10. Januar 2009

    Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, zu verkünden das Evangelium der Armen; er hat mich gesandt, zu predigen den Gefangenen, dass sie frei sein sollen, und den Blinden, dass sie sehen soll, und Zerschlagenen, dass sie frei und ledig sein sollen, zu verkündigen das Gnadenjahr des Herrn.
    Lukas 4, 18-19

    Es war an einem Sabbat. Jesus ging, wie gewohnt, mit vielen anderen in die Synagoge in Nazareth – den Ort, wo man ihn von klein auf kannte.

    Was ist der Sinn des Sabbats? Er soll an die Schöpfermacht und Autorität Gottes erinnern. Er soll die Menschen untereinander in Liebe verbinden und die Gemeinschaft mit Gott festigen.

    Ich bezweifle, ob Jesus damals so ein Gebet sprach, wie man es heutzutage oft bei einem Sabbatgottesdienst hört: „Herr, sei unter uns und halte alle Störungen von innen und außen fern.“ Damals in Nazareth kamen nur Sabbathalter zusammen; aber mit der verheißenen und ersehnten Ruhe war es nicht weit her. Nach Jesu Schriftlesung und Auslegung der oben zitierten Texte aus dem Buch Jesaja war die Reaktion zuerst gespannte Aufmerksamkeit (Lukas 4, 20), dann Verwunderung (Lukas 4, 22) und schließlich Zorn, der sich dadurch Luft verschaffte, Jesus töten zu wollen (Lukas 4, 28-29).

    An der Schriftlesung hatte keiner Anstoß genommen, wohl aber an der Auslegung, denn Jesus erklärte: „Heute ist dieses Wort der Schrift erfüllt vor euren Ohren.“ (Lukas 4, 21) Er bezog das, was Jesaja über den zukünftigen Erlöser Israels geschrieben hatte, au sich selbst. Das begriff man durchaus. Wahrscheinlich begegnete man Jesus in seiner Heimatstadt durchaus ehrenvoll, aber als er sich wie der Messias ansah, kam ihnen wie eine Gotteslästerung vor.

    Diese Geschichte zeigt, wie bösartig manche Gottesdienstbesucher werden können, wenn ihnen eine Botschaft gebracht wird, die sie aus ihrer gnädigen, frommen Denkweise und Tradition im Namen Gottes herausreißen will. Ich frage mich, ob wir nicht oft unsere schönen und angenehmen Sabbatgottesdienste zu einem Pflichtprogramm ohne rechten Inhalt erhoben haben.

    Welchen Schluss ziehen wir aus den Ereignissen in Nazareth? Sollte derjenige, der nicht bereit ist, im Gottesdienst aufrichtigen Herzens auf Gott Wort zu hören, lieber zu Hause bleiben? Nein! Er sollte lieber neu über Gottes Wort und den Sinn des Sabbats nachdenken!

    Josef Butscher



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 11.01.2009, 20:09


    11. Januar 2009

    Wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Menschensohn erhöht werden, damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.
    Johannes 3,14-15

    Als die Israeliten während ihrer Wüstenwanderung wieder einmal gegen Gott murrten, zog er seinen Schutz zurück und Giftschlangen bissen sie. Auf Moses Fürbitte hin gab Gott die Anweisung, eine kupferne Schlange an einem Pfahl für alle sichtbar zu errichten. Wer auf sie blickte, sollte von der Wirkung des Giftes verschont werden (4. Mose 21, 4-9).

    Was mussten die Israeliten tun, um gerettet zu werden? Darauf vertrauen, dass Gottes Aufforderung wirklich Hilfe brachte, und seine Anweisung zu befolgen, nämlich tatsächlich auf den Pfahl blicken.

    Christus bezog sich im Gespräch mit Nikodemus auf diese Begebenheit, wie unser Andachtswort zeigt. Mit seiner „Erhöhung“ spielte Jesus auf seine Kreuzigung an (siehe Johannes 12,32-33). Er wurde „für uns zur Sünde gemacht“, wie Paulus erklärte (2. Korinther 5, 21).

    Was bewirkt das Aufsehen auf Jesus am Kreuz? Das hängt davon ab, mit welcher Brille und Intensität wir aufschauen. Ein Skeptiker wird am Kreuz nur das tragische Ende eines religiösen Eiferers sehen. Doch wenn wir mit forschenden Augen durch die Brille der Bibel hinsehen, können wir begreifen, was dort am Kreuz wirklich geschah: Der Sohn Gottes opferte sich für die verlorenen Menschen. Am Kreuz können wir erkennen, wie groß Gottes Liebe wirklich ist (Johannes 3,16). Wenn wir diese Liebe annehmen und sie auf uns wirken lassen, wird sie in uns Vertrauen, Reue und Sinnesänderung bewirken (Römer 2, 4).

    Ellen G. White beschrieb das unnachahmlich: „Das Licht, das uns vom Kreuz entgegenstrahlt, offenbart die Liebe Gottes. Seine Liebe zieht uns zu sich. Widerstreben wir dieser Zugkraft nicht, werden wir zum Fuße des Kreuzes geführt, um dort die Sünden zu bereuen, die den Heiland ans Kreuz brachten. Dann erneuert der Heilige Geist durch den Glauben den inwendigen Menschen. Die Gedanken und Wünsche werden dem Willen Christi untergeordnet. Herz und Gemüt werden neu geschaffen … Dann ist das Gesetz Gottes in Herz und Sinn geschrieben und wir können mit Christus bekennen: ,Deinen Willen, mein Gott, tue ich gern '“ (Das Leben Jesu, S. 160.)

    Diese Erfahrung ist nicht nur am Anfang des Glaubenslebens entscheidend. Wir müssen immer wieder erneut auf Christus blicken. Dazu werden wir in Hebräer 12, 2 aufgefordert: „Lasst uns aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.“

    Werner E. Lange



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 12.01.2009, 05:59


    12. Januar 2009

    Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt … Und wenn es kommt, dass ich Wetterwolken über die Erde führe, so soll man meinen Bogen sehen in den Wolken. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch … dass hinfort keine Sintflut mehr komme, die alles Fleisch verderbe.
    1.Mose 9,13-15

    Es ist stockdunkel, als ich aufwache. Seit Stunden trommelt der Regen aus schweren Wolkenbergen gegen die Fensterscheiben, und ein Ende ist nicht abzusehen. Eigentlich ist es nicht meine Art, in solchen Situationen gleich an Bibeltexte zu denken, aber dieses Mal geht mir ganz spontan obiger Bibeltext durch den Kopf.

    Kurz darauf wird in der Frühausgabe der „Tagesschau“ für die gesamte Nordseeküste eine schwere Sturmflut angekündigt. Eindrucksvolle Aufnahmen zeigen, wie sich in den Häfen von London und Rotterdam die riesigen Flutschutztore schließen. Werden sie dem Druck der Wassermassen wirklich standhalten und auf diese Weise eine Katastrophe verhindern und Leben retten?

    Aber warum sollte es uns im reichen Westeuropa eigentlich anders gehen als den Menschen in den übervölkerten Nationen Ostasiens, die neuerdings, wie es scheint, ständig von solchen Katastrophen heimgesucht werden? Die Welt scheint aus den Fugen zu geraten, auch wir sind „live“ dabei, und auf einmal wird aus der Klimakatastrophe, die wir bisher nur aus dem Fernsehen kannten, ein real erlebbares Desaster.

    Aber hat denn Gott nicht versprochen …? Nein, er hat nie zugesagt, de Naturgesetze zu unseren Gunsten auszuhebeln. Die Suppe, die wir uns eingebrockt haben, müssen wir schon auslöffeln, denn auch diesbezüglich gilt – frei nach Galater 6, 7 – das Prinzip von Saat und Ernte, von Ursache und Wirkung. Da bleibt nichts, was wir dem Schöpfer in die Schuhe schieben könnten. Aber seine Verheißung gilt, dass keine Sintflut mehr kommen wird.

    Deshalb können wir dankbar mit dem Psalmisten bekennen: „Gott ist unsere Zuversicht und Stärke.“ (Psalm 46, 2) Mitten in den zunehmend dramatischen Entwicklungen dieser Endzeit ruft er dir und mir zu: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit!“ (Jesaja 41, 10)

    Friedhelm Klingeberg



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 13.01.2009, 11:32


    13. Januar 2009

    Du aber bleibe dem, was du gelernt und worauf du dein Vertrauen gesetzt hast. Du weißt, wer deine Lehrer waren, und du kennst auch seit deiner Kindheit die Heiligen Schriften. Sie können dich durch den Weg zur Rettung lehren, die dir zuteil wird durch den Glauben, der sich auf Jesus Christus gründet.
    2.Timotheus 3,14-15 (Gute Nachricht Bibel)

    Wir müssen überall lernen: in der Schule, während der Ausbildung, auf der Universität und auch noch am Arbeitsplatz. Lebenslanges Lernen ist notwendig – Vokabeln, Formeln, Naturgesetze und vieles mehr, was im Leben wichtig ist.

    Lernen hilft uns, uns weiterzuentwickeln. Wer nicht mehr bereit ist zu lernen, bleibt stehen und entwickelt sich langsam aber sicher zurück. Der Ort, an dem wir lernen, ist sicher nicht immer interessant, doch es liegt an uns, unser Leben abwechslungsreich zu gestalten.

    Timotheus war auch ein Lernender, der seine geistigen Kräfte auf sein Lebensziel, das ewige Leben ausrichtete. Dabei war ihm Paulus eine wichtige Hilfe, denn er ging nicht bloß um die Lehre, an der sich Timotheus orientieren sollte, sondern darum, was er davon in seinem Leben umsetzte (2. Timotheus 3,16-17). Das war kein rein intellektuelles Lernen.

    Lernen im biblischen Sinne ist kein Auswendiglernen von Bibeltexten oder das Kennen biblischer Gebote und Geschichten, sondern das Ergebnis eines Prozesses, in dessen Mitte Jesus Christus steht. Ihn sollen wir kennen und ihm vertrauen lernen.

    Dieses Lernen bedeutet nicht, alte Traditionen – selbst wenn sie gut sind – blind zu übernehmen, sondern zu fragen und zu hinterfragen, um sich selbst zu überzeugen, einen eigenen Weg zu finden und Jesus wirklich im Leben nachzufolgen und ähnlicher zu werden.

    Wenn ich Jesus erlebt habe, dann kann ich an ihm festhalten und bei ihm bleiben mit dem, was ich gelernt habe. Jesus hält mir auch heute seine ausgestreckte Hand entgegen und sagt: „Ich bin gern für dich gestorben. Du machst Fehler, doch du kannst aus ihnen lernen!“

    Lernen bedeutet, dass wir immer wieder über Jesus und unseren Glauben nachdenken und bei allen unseren Lernprozessen die Bibel als Grundlage haben. Das bedeutet, auch anderen die Freiheit zu lassen, den eigenen Glauben zu erproben, und es zu akzeptieren, wenn sie Dinge anders als wir sehen.

    Gerhard Menn



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 14.01.2009, 18:23


    14. Januar 2009

    Gott hat uns alles geschenkt, was wir brauchen, um zu leben, wie es ihm gefällt. Denn wir haben ihn kennen gelernt; er hat uns in seiner Macht und Herrlichkeit zu einem neuen Leben berufen. 2. Petrus 1, 3 (Hoffnung für alle)

    In ihrem Buch „Die Schildkröte hat Geburtstag“ berichtet Elizabeth Shaw, welche Geschenke sich die Tiere ausgedacht haben, um einer Schildkröte eine Freude zu bereiten. Er Elefant bringt einen Eimer voll Wasser, der Pelikan einen Fisch, der Löwe ein großes Stück Fleisch usw. Die Schildkröte freut sich über die Aufmerksamkeiten und bedankt sich höflich. Allerdings ist sie etwas traurig, denn kein Tier hat ein Geschenk gebracht, das sie wirklich gebrauchen kann.


    Als es dunkel wird, hört sie ein Rascheln und Stöhnen. Durch das Gras bewegt sich eine große runde Kugel. Eine Maus müht sich ab, diese zu schieben. Endlich ist sie damit angekommen. Es ist ein Salatkopf. Mit Appetit verzehrt ihn die Schildkröte. Sie freut sich, doch noch ein Geschenk erhalten zu haben, dass sie wirklich gebrauchen kann.

    Ich weiß natürlich nicht, welche Bedürfnisse du an diesem Tag hast. Es gibt ja so vieles, was wir uns wünschen oder was das Leben angenehmer macht. Doch manches von alledem erweist sich später als überflüssig.

    Im heutigen Bibeltext spricht Paulus von einem Angebot. Durch seinen Sohn Jesus Christus schenkt Gott uns alles, was zu einem sinnvollen und erfüllten Leben nötig ist. Wir erleben es, indem wir die „kostbaren und größten Verheißungen“ (2. Petrus 1, 4a Elberfelder Bibel) in Anspruch nehmen. Einige davon wollen wir uns bewusst machen.

    Jesus verheißt uns seine Gegenwart und Hilfe. Ist es nicht tröstlich zu wissen, dass er bei uns ist, selbst wenn wir ihn nicht sehen können? Durch ihn sind wir Kinder Gottes geworden und können zuversichtlich durch diesen Tag gehen. Selbst wenn wir in Schuld geraten oder versagen, vergibt er uns. Er schenkt uns auch die Kraft, es beim nächsten Mal besser zu machen. Wir wissen vor allem, dass unser Leben nicht im Tod endet, selbst wenn wir heute sterben müssten. Bei Jesu Wiederkunft werden wir auferstehen. Eine herrliche Zukunft erwartet uns dann.

    Alle diese Zusagen sollten uns Mut machen, heute bewusst auch unseren Nächsten wahrzunehmen. Dann gelingt es uns viel besser, seine Bedürfnisse zu erkennen und ihm zu helfen. Jesus schenke uns dazu offene Augen und die Weisheit, das Richtige zu tun.

    Günter Schlicke



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 15.01.2009, 01:54


    15. Januar 2009

    Für das Heiligtum sollst du zehn Tuchbahnen herstellen lassen. Aus feinem Leder und violettem, purpur- und karmesinfarbenem Garn sollst du sie weben. Die Bahnen sollen mit Cherubbildern verziert sein. Jede Bahn soll 28 Ellen lang und vier Ellen breit. Alle Tuchbahnen sollen dieselbe Größe haben.
    2. Mose 26,1-2 (Neues Leben)

    Beim Lesen der Bücher Mose habe ich den Andachtstext und die darauffolgenden Kapitel schnell überflogen – das gebe ich offen zu. Welche Bedeutung hat es denn für mich heute, welche Farbe und Länge die Zeltbahnen der Stiftshütte damals hatten?

    Als ich meine erste eigene Wohnung bezog, hatte ich wochenlang nur die Wohnungseinrichtung. Farben. Tapeten, Teppiche und Maße im Kopf. Ich freute mich auf meine eigene Wohnung und wollte alles so schön wie möglich gestalten. Da fiel mir dieser Text wieder ein.

    Gott hat seine eigene Wohnung bei den Israeliten bis ins kleinste Detail geplant. Das für die Wanderung sehr praktische Zelt muss in der eintönigen Wüste wunderschön und farbenfroh ausgesehen haben.

    Hatte Gott damals die gleiche Freude beim Planen empfunden, wie ich bei meiner ersten Wohnung?

    Wenn ich einen Menschen kennen lerne, finde ich es immer sehr spannend, die Wohnung der Person zu sehen. Oft verraten die Wohnungseinrichtung und der Stil einiges darüber, was einem wichtig ist. Ein Pastor erzählte mir, dass das Heiligtum voller Symbole steckt und vielen Dingen auf den Erlösungsplan und die Liebe und Heiligkeit Gottes hindeutet.

    Heute gibt es kein irdische Heiligtum Gottes mehr, aber unzählige verschiedene Gegenstände, Tempel und Anbetungsstätten auf der ganzen Welt. Gott jedoch, der sich liebevoll um seinen Wohnplatz bei den Menschen bemüht, hat nach wie vor nur ein Ziel: Er möchte in dir und in mir wohnen, jede Stunde, jeden Tag. Paulus schrieb an die Christen in Korinth: „Denkt also daran, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in euch wohnt!“ (1. Korinther 3, 16 Hoffnung für alle)

    Sandra Wagner



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 16.01.2009, 05:53


    16. Januar 2009

    Daneben baute Usiël, der Sohn Harhajas, der Goldschmied. Neben ihm baute Hananja, der zu den Salbenbereitern gehört. Sie bauten in Jerusalem bis an die breite Mauer. Nehemia 3,8

    Wenn Werner und Renate von ihrem Hausbau vor etwas vierzig Jahren erzählen, beginnen ihre Augen noch immer zu leuchten. Es fehlte damals im Osten an Geld und Material. Dennoch fingen sie an. Abbruchsteine wurden herangekarrt und der Zement zentnerweise erstanden. Fast alles, was man zum Bauen brauchte, war in der DDR Mangelware. Obwohl die beiden keine Bauhandwerker waren, gelang es ihnen, an einem traumhaften Platz im Erzgebirge ein Haus zu bauen - „klein, aber mein und dazu noch fein“. Dafür danken sie seit dieser Zeit Gott jeden Tag.

    Unser Andachtswort spricht auch vom Bauen. Unter der Leitung Nehemias bauten rund vierzig Brigaden Freiwilliger die Mauer Jerusalems wieder auf. Bei weitem waren nicht alle vom Fach. In unserem Beispiel werden die berufe Goldschmied und Apotheker genannt. Was haben die auf dem Bau zu suchen?

    Mancher mag vielleicht gesagt haben: „Schuster, bleib bei deinen Leisten!“ Mauerbau war bestimmt nicht ihre Gabe.

    Was mag sie bewogen haben, sich dennoch daran zu beteiligen? Sie liebten ihr Volk und sie liebten Jerusalem. Daher wollten sie nicht abseits stehen. Für zwei Monate ließen sie ihre eigene Arbeit ruhen und packten mit an. Und das alles ohne einen Gabentest! Offensichtlich hatte die Bauleitung ihren Qualifikationsgrad berücksichtigt und wies ihnen einen torlosen Mauerabschnitt zu. Eine glatte Wand würden sie schon schaffen. Sicher gab es einige Anfangsschwierigkeiten, aber wohl bald gewannen sie Freude an der ungewohnten körperlichen Arbeit.

    Als der Apotheker Hananja viele Jahr später mit seinen Enkeln an der Stadtmauer entlangging, konnte er sagen: „Kinder, seht, hier hat euer Großvater mitgebaut“ und einige Geschichten davon erzählen.

    Auch die Gemeinde ist wie ein Bauplatz. Es ist zwar wünschenswert, vorwiegend die Begabten einzusetzen, aber sie werden leider immer rarer. Deshalb sollte die Gemeinde für jeden Helfer dankbar sein, der sich nach besten Kräften einbringt. Schon mancher entdeckte erst als aktiver Mitarbeiter seine verborgenen Gaben und Fähigkeiten. Und bei deren Einsatz wurde er froh und gesegnet.

    Wilfried Krause



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:29


    17. Januar 2009

    Den Sabbattag sollst du halten, dass du ihn heiligtest, wie dir der HERR, dein Gott geboten hat. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tag … sollst du keine Arbeit tun … Denn du sollst daran denken, dass auch du Knecht in Ägyptenland warst und der HERR, dein Gott, geboten, dass du den Sabbattag halten sollst. 5. Mose 5, 12 – 15

    Ein Mann hatte einen großen Terminkalender, der bald zu klein wurde. Er kaufte sich einen größeren mit Einteilungsmöglichkeiten für die Nachtstunden, disponierte dann noch einmal,trug sorgfältig alle Tagungen, Sitzungen und Konferenzen ein und sagte zu sich selbst: „Nun sein ruhig lieber Freund, du hast alles gut geplant, versäume nur nichts!“ Und je weniger er versäumte, umso mehr stieg er im Ansehen der Leute und wurde in den Ausschuss A, in der Vorstand B gewählt, wurde zweiter und erster Vorsitzender.

    Es ist töricht zu meinen, mit einem größeren Terminkalender hätte man auch mehr Zeit. Vielleicht finden sich einige von uns in diesem Mann wieder: Geschäftstermine, Zeitdruck, Hetze, kaum Freizeit. Selbst von Schülern und Rentnern hört man oft: „Keine Zeit, ich bin im Stress.“ Viele von uns sind Gefangene der Zeit, Sklaven von Zeitdruck und Terminen geworden!

    Gott hat die Zeit geschaffen und uns zur Verfügung gestellt. Er hat den Sabbat geschaffen und ihn als „freie Zeit“ eingesetzt. Der Mensch soll an diesem Tag Pause machen, die Arbeit ruhen lassen und sich Zeit nehmen. Das Sabbatgebot wird hier von Mose mit dem Auszug aus Ägypten begründet: Weil Gott sein Volk aus der Sklaverei bereit hatte, konnte es in Freiheit Sabbat feiern. Der Sabbat ist ein Zeichen der Befreiung von Gefangenschaft und Bindung!

    Der Sabbat soll auch für uns ein Zeichen der Befreiung von Zeitdruck und Terminen sein. Ein Tag, an dem wir wirklich Zeit haben – Zeit für Gott. Ein Tag, an dem es keine fremdbestimmte Zeit gibt und keinen vollen Terminkalender.

    Wenn wir diesen Tag so erleben, dann wirkt er sich auch auf den Rest der Woche aus, und auch an den anderen sechs Tagen wird uns die Zeit nicht so versklaven! Mit Gottes Hilfe und im Zeichen des Sabbats wird es uns gelingen, Gestalter und nicht Opfer unserer Zeit zu sein.

    Roland E. Fischer



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:31


    18. Januar 2009

    Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen: „Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ Markus 1, 15

    Ein greller Blitz trifft mich durch die Windschutzscheibe meines Autos. Blitzschnell schaue ich auf den Tachometer: zwischen 60 und 70 Stundenkilometer – reine Geldschneiderei! Hier sind keine Fußgänger und Radfahrer. Mit Unbehagen warte ich auf den Bußgeldbescheid.

    Buße ist die Strafe für einen Verstoß gegen Gesetze, manchmal ist es auch Rache und Vergeltung nach dem Motto: „Dass musst du mir büßen!“ Da fällt mir der sprichwörtliche Gang nach Canossa ein. König Heinrich IV. Sah sich 1077 im Streit mit dem Papst um die gegenseitige Entmachtung zum Bußgang auf die Burg Canossa gezwungen, damit ihn Papst Gregor VII. vom Kirchenbann erlöse und dadurch wieder regierungsfähig machte. Welch eine Demütigung und Unterwerfung des Königs!

    Jesus hat seine Verkündigung vom kommenden Reich Gottes mit der Aufforderung zu Buße begonnen. Sie steht in enger Zusammenarbeit mit dem Evangelium, der „Freudenbotschaft“, denn in der Bibel hat Buße – im Gegensatz zu unserer Umgangssprache – nichts mit Strafe zu tun. Der aramäische Ausdruck dafür bedeutet: „Kehrt zurück zu eurem Ursprung“; das griechische Wort beinhaltet Sinnesänderung, Umdenken, Umkehren.

    Jesus beschreibt meisterhaft im Gleichnis vom verlorenen Sohn, was Buße eigentlich ist. Als dieser in sich geht, erkennt, wie trostlos sein Leben in der Fremde ist, dann umkehrt, zurück zu seinem Vater, da bricht grenzenlose Freude aus im ganzen Haus, nicht nur bei den Engeln im Himmel. Der Vater formuliert es (ganz theologisch): Mein Sohn ist vom (geistlichen) Tod zum Leben gelangt (Lukas 15, 24). Was könnte denn noch größere Freude bereiten? Luther bezeichnete deshalb die biblische Buße als ein „fröhliches Geschäft“.

    Die Hinwendung zu Gott ist das entscheidende und alles überragende Erlebnis im Leben eines Menschen. Solch eine Sinnesänderung wird dann aber auch zu eine Lebenshaltung in der Nachfolge, denn wir verirren uns immer wieder mal auf falsche und böse Wege und sind gerufen umzukehren. Solch eine Buße ist Gewinn und Freude, ohne den geringsten Beigeschmack von Grauen, Bedrückung und Asche. „Auf dem Weg in die Irre ist Rückschritt Fortschritt“, sagte Josef Viktor Stummer.

    Joachim Hildebrandt



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:34


    19. Januar 2009

    Barmherzig und gnädig ist der Herr, geduldig und von großer Güte Psalm 103, 8.

    Am liebsten würde ich das Auto vor mir schieben. Der Fahrer schleicht mit sage und schreibe 40 Stundenkilometern vor mir her und ist wahrscheinlich meine heutige Geduldsprobe. Überholen ist unmöglich also muss ich schön ruhig bleiben und brav hinterher zuckeln. Vielleicht hilft es ja, bis zehn zu zählen.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass meine Geduld beim Autofahren ganz besonders geprüft wird. Und jedes Mal scheine ich aufs Neue durchzufallen. Ich will geduldiger sein, aber manches regt mich einfach nur auf. Das Schlimmer ist: Wenn ich darüber nachdenke, ist meine Ungeduld eigentlich nichts weiter als Egoismus. Ich muss zugeben, dass meine Ungeduld den anderen mein Tempo aufzwingt. Ungeduld kann kaputtmachen. Egoismus strengt an, raubt die Nerven und lässt mich nur noch um mich selbst drehen.

    Ich wünsche mir, dass Menschen auch mit mir Geduld haben. Das zeigt mir, dass ich für sie wichtig bin. Geduld schaut nicht an mir vorbei, sondern sieht mich. Sie überholt nicht, sondern kann auf mich warten.

    Die Bibel spricht an vielen Stellen von Gottes Geduld. Die Selbstaussage Gottes gegenüber Mose, er sei „barmherzig und gnädig und geduldig und von großer Gnade und Treue“ (2 Mo 34,6b), ist die am häufigsten wiederholte und zitierte Aussage im Alten Testament.

    Gott versucht nicht, mich zu Höchstgeschwindigkeiten anzutreiben. Im Gegenteil: Oft bremst er mich. Es geht ihm nicht ums Tempo, sondern um meines. Gott hat Geduld mit mir.

    Das zu wissen macht mich ruhig und schenkt mir ein Stück Gelassenheit. Ich darf in meinem Tempo vorangehen und Gott ist dabei. Er geht mit und überholt mich nicht, sondern bleibt an meiner Seite. Das ist Geduld und Gnade zugleich. Wichtig ist, nur, dass ich auf seinen Wege unterwegs bin.

    Vermutlich wird es immer Autos geben, die nicht so, schnell fahren, wie ich das gerne hätte. Dann will ich daran denken, dass Gott in meinem Leben weder drängelt noch hupt, sondern ganz geduldig in meiner Nähe bleibt. Wenn er aus Liebe zu mir so mit mir umgeht, möchte ich mit anderen Menschen ebenso umgehen.

    Stephanie Kelm



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:38


    20. Januar 2009

    Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: „Heb dich dorthin!“, so wird er sich erheben; und euch wird nichts unmöglich sein. Matthäus 17, 20b

    Als das Volk Israel an der Grenze zum verheißenen Land Kanaan sein Lager aufgeschlagen hatte, wurden zwölf Kundschafter losgeschickt, um die Lage zu sondieren. Sie kamen nach 40 Tagen zurück und berichteten über das wunderbare Land, in dem Milch und Honig fließt. Zehn berichteten über die starken Völker und riesengroßen Menschen, die dort wohnten und sagten: „Gegen diese Völker können wir auf keinen Fall antreten. Sie sind viel stärker als wir.“ (4. Mose 13, 31 Hoffnung für alle)

    Doch Josua und Kaleb kamen mit einem ganz anderen Ergebnis: „Habt keine Angst vor den Bewohnern des Landes! Sie sind von den Göttern verlassen, aber uns steht der HERR zur Seite.“ (4. Mose 14, 9 Gute Nachricht Bibel) Zehn Kundschafter sahen nur auf die Größe des Berges von Schwierigkeiten und wichen zurück. Die beiden anderen schauten auf den, der Berge versetzen kann, und wollten vorangehen.

    Kommt uns das bekannt vor? Mit Sicherheit lebt jeder von uns im Schatten von mindestens einem Berg, der sich aus eigener kraft nicht einfach wegbewegen lässt: eine schwierige Ehe- oder Familiensituation, finanzielle Probleme, Arbeitslosigkeit, eine Krankheit oder eine zerstörerische Gewohnheit.

    Wie viele „Berge“ sind durch unsere Angst, sie nicht überwinden zu können, sogar noch größer geworden? Wie gehen wir mit diesen Bergen um? Wir sind Meister in der Umrundung und starren manchmal wie paralysiert auf den Berg, weichen vor ihm zurück oder sitzen so lange in seinem Schatten, bis wir daran gewöhnt sind. Oder wir versuchen, ihn aus eigener Kraft abzutragen, und sind dann frustriert, weil sich nichts oder nur wenig bewegt.

    Dabei ist die beste Lösung eine Richtungsänderung: weg vom Berg der Schwierigkeiten hin zu dem, der ihn überwinden oder sogar versetzen kann: Gott, dem „nichts unmöglich sein wird, wenn wir ihm vertrauen, wie uns Jesus selbst im Andachtswort versicherte.

    Sprechen wir mit Gott über Berge! Vertrauen wir ihm und darauf, dass er sie nicht nur versetzen, sondern sogar beseitigen kann, damit wir wieder einen freien Blick auf die schönen Dinge des Lebens haben können. Vor allem aber dürfen wir uns von den Bergen nie den Blick auf ihn verstellen lassen.

    Annalena Baumgartner



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:42


    21. Januar 2009

    Hiskia tat, was dem HERRN gefiel, so wie sein Stammvater David vor ihm. Deshalb war der HERR mit ihm und schenkte ihm Erfolg in allem, was er unternahm. 2. Könige 18, 6-7a (Neues Leben)

    Wer würde sich das nicht wünschen: Erfolg zu haben in allem, was man unternimmt? Wie kann denn ein Leben so erfolgreich werden?

    Von König Hiskia wird berichtet, dass Gott ihm in allem Erfolg schenkte. Welche Schritte führten dahin? Hatte er bessere Voraussetzungen als andere?

    Sein Vater Ahas war einer der schlimmsten Könige Judas. In seiner Anpassung an die umliegenden Völker betete er deren Götzen an und erbaute ihnen überall Altäre. Er opferte sogar einige seiner Söhne. Doch die Geräte im Tempel Gottes zerschlug er und schloss die Türen zu. Ahas wurde von den umliegenden Feinden besiegt, die alles an Beute mitnahmen, was vorhanden war (2. Chronik 28, 1-6).

    Als Hiskia also König wurde, erbte er sein Land in einem moralischem, politischem und wirtschaftlichen Chaos. Das waren denkbar ungünstige Voraussetzungen für ein erfolg- und segenreiches Leben.

    Der erste Schritt für ein erfolgreiches Leben besteht daher darin, nicht die Eltern, die Umstände, oder ungünstige Voraussetzungen für mein Leben verantwortlich zu machen. Es kann sich zwar niemand von uns seine „Startposition“ aussuchen, aber sie muss nicht unser ganzes Leben prägen. Eine Veränderung ist immer möglich!

    Hiskia „tat, was dem HERRN gefiel, so wie sein Stammesvater David vor ihm“ (2. Chronik 18, 3 Neues Leben). Gleich nach seinem Regierungsantritt begann er aufzuräumen. Er ließ die Türen des Tempels Gottes wieder öffnen, ihn reinigen und renovieren, rief Priester und Leviten zur Weihe an Gott auf und stellte den Gottesdienst wieder her (2. Chr 29). Er bekannte die Sünden der Väter und des Volkes Juda und erneuerte den Bund mit Gott. Nun war seine Beziehung zu ihm wiederhergestellt und Gott konnte sie segnen.

    Der zweite Schritt zu einem erfolgreichen Leben besteht also darin, zu Gott umzukehren und einen Bund mit ihm zu schließen! Öffne ihm die Tür deines Herzens und Lebens! Räume mit den Altlasten auf. Beginne am besten noch heute damit. Lass keine unnötige Zeit verstreichen. Versöhne dich mit Gott und weihe dich ihm neu, sodass dein Leben ein Gottesdienst nach seinem Willen ist. Dann wirst du Gott freudig loben und anbeten, und er wird auch dich überreich segnen!

    Erhard Müller



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 28.01.2009, 21:46


    22.Januar 2009

    In allem, was er für das Haus Gottes tat, und in seinem aufrichtigen Bemühen, das Gesetz und die Gebote zu halten, suchte Hiskia seinen Gott von ganzem Herzen. Und ihm glückte alles, was er unternahm. 2.Chronik 31, 21 (Neues Leben)

    Wie Menschen wünschen anderen oft: „Viel Glück.“ Dabei rechnen wir realistisch damit, dass das nicht immer eintreffen wird. Wir freuen uns bereits, wenn wir ab und zu Glück haben.

    Über König Hiskia wird in der Bibel zweimal berichtet, dass ihm alles glückte, was er unternahm. Nachdem er den wahren Gottesdienst nach Gottes Willen wiederhergestellt und eine Hinwendung des Volkes zu Gott angeregt hatte, freute sich Hiskia „samt allem Volk über das, was Gott dem Volke bereitet hatte“ (2. Chronik 29,36). Durch diese Freude ermutigt, lud Hiskia zum lange vernachlässigten Passahfest ein. Die Menschen kamen, bekannten ihre Sünden, weihten sich Gott neu und feierten das Fest gleich 2 Wochen lang (2. Chronik 30). Sie erlebten den Segen Gottes untereinander.

    Auch heute erfahren das immer wieder Menschen: Sich Gott zuwenden und das Leben nach seinem Willen umzustellen bringt große Freude! Und wer durch Christus Vergebung, Frieden und Freude erhalten hat, steckt auch andere damit an.

    Die Freude an Gott regte Hiskia und sein Volk dazu an, noch mehr zu reformieren: Sie schafften den Götzendienst ganz ab und wandten sich noch mehr Gott zu. Der Dienst der Priester und Leviten wurde neu geordnet, der König und das Volk brachten treu ihre Zehnten und Gaben in das Haus Gott (2. Chronik 31).

    Hiskia und die Juden erlebten damals in mehrfacher Hinsicht Gottes Segen: materiell (weil sie treu den Zehnten opferten), geistlich (die Priester konzentrierten sich wieder auf ihren Dienst) und sozial (Befreiung von den Feinden). Hiskia wurde gesegnet, weil er aufrichtig um eine engere Beziehung zu Gott bemüht war, die sich darin zeigte, dass er von ganzem Herzen Gottes Gebote lebte.

    Das war das Geheimnis seines erfolgreichen Lebens. Gott will auch uns jeden Tag die Erkenntnis, die Kraft und die Ausdauer dazu geben!

    Erhard Müller



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 18:53


    23. Januar 2009

    Diese [Hoffnung] haben wir als einen sicheren Anke in unserer Seele, der auch hineinreicht bis ins Innere hinter dem Vorhang. Hebräer 6,19 (Elberfelder Bibel)

    Kann es auf dem offenen Meer für ein Schiff einen Halt oder einen Ruhepunkt geben? Ja, allein der Anker bietet diese Möglichkeit. Durch ihn kann man ein Schiff an einer bestimmten Stelle festlegen, um es vor dem Abtreiben oder Zerschellen an einem Felsen bewahren sofern der Anker im tiefen Grund einen Halt finden kann.

    Wenn wir unsere Lebensfahrt mit der eines Schiffes vergleichen, dann geht es durch ruhige Gewässer mit schönem Wetter und Sonnenschein, aber auch durch Gewitter und Stürme. Gerade in diesen Zeiten haben wir Menschen oft das große Bedürfnis nach einem festen Halt, einem Anker für unser Lebensschiff. Worauf können wir denn unsere Hoffnung setzen, wenn wir Enttäuschungen erleben oder sogar auf Grund zu laufen drohen?

    Unser Andachtstext aus dem Hebräerbrief spricht von einem zuverlässigen und sicheren Anker, der nicht in dieser Welt, sondern im biblischen Heiligtum seinen Grund gefunden hat. Dort versieht Jesus seit seiner Himmelfahrt seinen Dienst als Hohepriester (Hebräer 8, 1-2). Dort bringt er seine Verdienste des Lebens (seine „Gerechtigkeit“) und seines stellvertretenden Todes (sein „Blut“) für alle zur Anwendung, die sich auf ihn als Erlöser verlassen.

    Unser Glaube dringt über Zeit und Raum hinaus bis ins himmlische Heiligtum. „Darum wollen wir mit Zuversicht vor den Thron unseres gnädigen Gottes treten. Dort werden wir, wenn wir Hilfe brauchen, stets Liebe und Erbarmen finden.“ (Hebräer 3,16 Gute Nachricht Bibel)

    Diese Aufforderung und Verheißung sollten wir fest im Gedächtnis behalten und nie vergessen. Auch wenn unser Lebensschiff immer wieder mal in Seenot gerät oder wir kein Land mehr sehen – die auf die biblischen Verheißungen gegründete Hoffnung ist und bleibt unser fester Anker, auf den wir uns immer verlassen können, denn sie verbindet uns mit Christus. Er ist unser Lebensgrund und unser Erretter.

    Heiner Lachmann



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 18:56


    24. Januar 2009

    Esra lobte den HERRN, den großen Gott, und das ganze Volk antwortete: „Amen! Amen!“ und alle hoben die Hände zum Himmel. Dann knieten sie nieder, und mit dem Gesicht zur Erde beteten sie den Herrn an. Nehemia 8, 6 (Neues Leben)

    Einige Zeit nach meiner Taufe besuchte ich einen Gottesdienst unserer Freikirche in England, an dem überwiegend farbige Gemeindemitglieder teilnahmen. Solch einen Gottesdienst hatte ich vorher noch nie erlebt. Die Lieder waren sehr rhythmisch; teilweise klatschten die Besucher mit. In den Gebeten und auch während der Predigt hörte ich immer wieder laute „Amen“ -Rufe. So viel Gefühl im Gottesdienst kannte ich nicht. Ich habe mich ziemlich unwohl gefühlt.

    Aufwachsen war ich in der evangelischen Kirche, die bekannt für einen nüchternen und liturgischen Gottesdienst ist. Nach meiner Erwachsenentaufe habe ich auch die einfache Form des Gebetes kennen gelernt: Hände falten, Kopf senken und manchmal auch niederknien. Ich war es nicht gewohnt, Gefühle im Gottesdienst und im Gebet auszudrücken. Bis heute fällt mir das schwer.

    Unser Andachtstext beschreibt gleich zwei Anbetungsformen in ein und derselben Gebetssituation: Die Gläubigen haben ihr Hände zum Himmel und loben Gott lautstark. Wenige Momente später knien sie nieder und beten mit dem Gesicht zum Boden den Herrn an. Welch ein starker Gefühlsausdruck der Anbetenden!

    Die Bibel berichtet von zahlreichen Gebetsformen, denn so unterschiedlich die Menschen sind, so vielfältig auch die Gebetsform: Gläubige fallen vor Gott nieder (Josua 7, 6), sie klatschen in die Hände (Jesaja 55, 12), erheben ihre Häupter (Lukas 21, 28) oder jubeln(Jesaja 25,9) und jauchzen (Psalm 95, 1-2). Und das muss so sein, denn wenn wir traurig sind, jubeln wir nicht, und wenn wir uns freuen sollten wir das auch ausdrücken.

    Wenn wir mit etwas lebendigeren Formen des Gebets oder des Gottesdienstes Mühe haben, will uns die Bibel ermutigen. Fassen wir Mut, in unserem Gebetsleben, ob in der Gemeinde oder zu Hause, unseren Gefühlen Gott gegenüber mehr Ausdruck zu verleihen. Vor allem aber ist es wichtig, in unseren Gebeten authentisch zu sein und Gott (und auch uns selbst) nichts vorzumachen – ob wir uns nun freuen oder traurig, ärgerlich oder verzagt sind. Dadurch werden wir mehr Tiefe in unserem Glauben erleben und mit Sicherheit ganz neue Erfahrungen mit Gott machen.

    Roland Nickel



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 19:02


    25. Januar 2009

    Lachen hat seine Zeit. Prediger 3,4b

    Lachen ist die beste Medizin! So wissen es seit langem der Volksmund und inzwischen auch die Wissenschaft. Schon etwas von „Geotologen“ gehört? Das sind Mediziner, die den Zusammenhang zwischen Humor und Gesundheit erforschen. Sie haben entdeckt, dass Lachen Hormone und Neurotransmitter im Gehirn freisetzt und für ein wohliges Gefühl sorgt. Außerdem löst Lachen Spannungen und Aggressionen, erhöht den Sauerstoffgehalt im Blut und aktiviert das Herz-Kreislaufsystem. Es stärkt das Immunsystem und hilft uns, schwierige Situationen zu meistern. Menschen, die lachen, gehen entspannter durch das Leben als ernste Menschen ohne Sinn für Humor.

    So weit, so gut – gäbe es da nicht denjenigen, die meinen, Lachen sei passe nicht zu einem Christen und Humor habe auf der Kanzel nichts zu suchen. (Das wurde mir einmal mit ernster Mine zu verstehen gegeben, nachdem ich in einer Predigt meine Zuhörer zum Schmunzeln gebracht hat). Dabei wird sogar in der Bibel Lachen als ein Gottesgeschenk bezeichnet. „Mit Lachen wird er deinen Mund füllen deine Lippen mit Jubel.“ (Hiob 8,21) In der Rückschau auf die Heimkehr der Exilanten aus Babylon heißt es in einem israelitischen Wallfahrtslied: „Wir waren voller Lachen und jubelten vor Freude.“ (Psalm 126, 2 Neues Leben) Jesus selbst gab denen, die weinen trauern, die Zusage: „Ihr werdet lachen“ (Lukas 6, 21)

    Damit soll keiner oberflächlichen Lebenseinstellung das Wort geredet werden. Doch gerade, weil das Leben ernst gemeint ist, gehört das entkrampfte Lachen dazu. „Humor ist der Schwimmgürtel auf dem Ozean des Lebens“, meinte der Schriftsteller Wilhelm Raabe.

    Mit Humor geht alles besser – auch das Leben im Glauben. Gerade bei den ernsten Dingen brauchen wir Sinn für Humor. Eine Heiterkeit aus tiefer Lebensfreude beflügelt den Glauben und stärkt ihn in der Not. Wer das Evangelium Begriffen hat, hat allen Grund zu lachen, anstatt Trübsal zu blasen.

    Lachen und Humor als Ausdruck geistlicher Reife und unerschütterlicher Zuversicht? Der heutige Tag bietet Gelegenheit dazu. Dann das „Lachen hat seine Zeit“ (Prediger 3, 4)

    Rolf J. Pöhler



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 19:05


    26. Januar 2009

    Denn er befiehlt seinen Engeln, dich zu beschützen, wo immer du gehst. Auf Händen tragen sie dich, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt. Psalm 91, 11-12 (Neues Leben)

    Wir Christen lieben lieben diesen Psalm, denn er enthält eine großartige Schutzzusage Gottes. Nichts Schlimmes wird uns passieren. Wir lesen sie am Krankenbett, wir hören sie vielfach vertont. Warum eigentlich? Jeder halbwegs ehrliche Christ muss doch zugeben, dass er nicht immer von Engeln getragen wurde, und sich manche Beule an steinharten Problemen geholt hat. Und das ist noch harmlos. Andere kamen nicht mit einer Beule, ja nicht mal mit dem Leben davon. Die Bibel berichtet von vielen Menschen, die es anders erlebt haben, gerade weil sie Gott treu waren.

    Kein Wunder, dass es der Teufel war, der Jesus auf die Zinne des Tempels führte und ihn dann mit diesen Worten aus Psalm 91 in eine Versuchung führte (Matthäus 4, 5-6). Warum auf den Tempel und nicht an den Rand irgendeines Abgrunds? Warum diese Kulisse? Man nimmt an, dass dieser Psalm besonders im Tempel gesungen und gebetet wurde – ein Wechselgang der Wallfahrer, die nach mancherlei Strapazen und vielen Steinen, an ihre Füße auf dem Weg gestoßen waren, diese Worte als Zuspruch von Kraft und Mut empfanden. Es wäre, als würde der Teufel sagen: „Im Gottesdienst ist schön heilig singen, aber jetzt zeig doch mal, ob du auch glaubst, was du da sings!“

    Jesus aber antwortete: „Du sollst den Herrn, deinen Gott nicht versuchen.“ (Matthäus 4, 7) Damit gibt Jesus uns einen Schlüssel für das Verständnis des Psalms. Dieser Text ist keine Garantie, kein Deal, kein Vertrag, sondern ein Manifest der Liebe.

    Komisch, dass gerade diejenigen, die viel Schweres im Leben erfahren haben, so an diesem Psalm hängen. Es liegt also eine Wahrheit darin verborgen, die sich dem Blick des Zynikers und Zweiflers entzieht, der die Bibel nur so liest wie einen interpretierten Gesetzestext. Ich glaube, das liegt daran, dass ihre Erfahrung sie gelehrt hat, dass dieser Text – wie damals im Tempel – dazu dienen soll, uns der Liebe Gottes zu versichern, uns wieder Mut zu machen, uns die Angst vor dem Leben zu nehmen.

    Unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit ist diese Zusage bestimmt wahr. Weder muss Gott beweisen oder widerlegt werden – ob durch diese Worte oder andere -, noch müssen wir uns beweisen durch Mut oder Heldentaten. Jesus bewahrt und schützt uns tatsächlich. Wir müssen nur lernen, die Welt und unser Leben in Gottes Augen zu sehen.

    Dennis Meier



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 19:08


    27. Januar 2009

    Der aber, der nur einen Zentner bekommen hatte, vergrub das Geld seines Herr in der Erde. Matthäus 25, 18 (Gute Nachricht Bibel)

    Als ich mir vor Jahren einen kleinen Hund in einem Tierheim aussuchen wollte, stand ich vor einem großen Gehege, in dem über 40 Windhunde auf einen neuen Besitzer warteten. Als och sie mir ansah, stellte ich entsetzt fest, dass alle nur drei Beine hatten. Ihr Viertes bei war ihnen als Folge eines tierqüälerischen Volkssports in Pole amputiert worden. Mein erster Gedanke war: „Die armen Tiere! Warum wurden sie nicht gleich eingeschläfert, statt sich jetzt mühevoll auf drei Beinen fortbewegen zu müssen?“ Dass sich die Hunde aber trotz ihres Handicaps fast so bewegen konnten wie ihre vierbeinigen Artgenossen, fiel mir nicht auf. Mich beschäftigte nur das fehlende Bein.

    Worauf achten wir bei unseren Mitmenschen oder uns selbst? Nicht viel zu oft darauf, was uns oder ihnen auf den ersten Blick anscheinend fehlt: ein attraktives Aussehen, eine Erfolg versprechende Bildung, gute Umgangsformen, besondere Begabungen oder geistliche Reife? Etwas fehlt immer, und wir beschäftigen uns mit diesem Mangel, bis wir immer unzufriedener oder unleidlicher werden.

    Früher oder später mag es uns dann ähnlich ergehen wie dem Diener in der Geschichte mit dem Zentner Silbergeld, die Jesus als Beispiel anführte: Wir vergraben unsere Gaben und Begabungen, die wir geerbt oder von Gott bekommen haben, statt sie so einzusetzen und zur Ehre Gottes anzuwenden, dass sie uns und anderen zum Gewinn werden können (siehe 1. Petrus 4, 10 Gute Nachricht Bibel).

    Wir sollten uns bewusst machen, was unsere Gaben und Fähigkeiten sind, was wir alles (bekommen) haben, und damit „wuchern“. Wenn wir unseren Blick auf unseren Reichtum und nicht auf den Mangel richten, wird sich vieles in uns verändern. Wir werden dankbarer, glücklicher und vor allem zufriedener werden.

    Und darüber hinaus werden wir eine andere Einstellung gegenüber unseren Mitmenschen bekommen. Wir werden nicht mehr mitleidig auf diejenigen herabsehen, die anscheinend weniger haben, und aufhören, neidvoll auf die zu blicken, die noch mehr haben oder können als wir. Denn das kann gefährlich sein: Der Diener, der seinen Zentner nicht benutzte, weil die anderen viel mehr bekommen hatten, wurde am Ende als untreu empfunden (Matthäus 26, 26).

    Gabriele Baur



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 19:10


    28. Januar 2009

    Solange ich [Jesus] bei ihnen war, habe ich sie in der Gemeinschaft mit dir erhalten, alle, die du mir anvertraut hast. Ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren gegangen. Johannes 17, 12a (Hoffnung für alle)

    Diese Welt ist gefährdet. Deshalb versuchen wir unsere Kinder vor Krankheiten und Verführungen zu bewahren. Wir verwahren unser Hab und Gut in den Schließfächern der Banktresore oder verschlossenen Türen. Man baut atomsichere Bunker, um wenigstens einen Teil der Menschheit bei einem atomaren Krieg zu schützen.

    Wo aber gibt es wirkliche Bewahrung in dieser Welt? Alle Sicherheit ist nur relativ, nie absolut. Wir suchen unser Leben lang danach und werden doch oft von Angst begleitet. Und eines Tages werden wir sterben und alles Bewahren erweist sich dann umsonst.

    Es geht aber nicht um die Bewahrung von Leib und Leben. Natürlich hat auch das bei Gott einen hohen Wert. Jesus hat das gezeigt, indem er viele Kranke geheilt, ja sogar Tote auferweckt hat. Doch wie sagte schon Friedrich Schiller: „Das Leben ist der Güter höchstes nicht!“ Viele haben für Jesus ihr Leben aufs Spiel gesetzt und er hat sie nicht immer bewahrt, sondern ließ sie als Märtyrer sterben, wie Johannes den Täufer.

    Die Bewahrung, auf die es wirklich ankommt, bezieht sich auf die Ewigkeit, die neue Erde. Alles, was Satan uns antut, was er uns nimmt oder gibt, was er uns androht oder verspricht, hat nur das eine Ziel: Uns aus Gottes Hand zu reißen, damit wir für die Ewigkeit verlorengehen.

    Die Bewahrung für die neue Erde können wir nicht selbst bewirken. Sie ist das dritte Wunder des Heils, nach der Vergebung der Schuld und der Befreiung von sündigen Gewohnheiten. Jesus sagte zu dem gefährdeten Petrus: „Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ (Lukas 22, 32) Petrus glaubte zwar, er stünde fest und nichts könnte ihn von Jesus trennen – nicht einmal Gefängnis und Tod. Dabei ahnte er nicht, wie unsicher sein Standpunkt war und wie schnell er Jesus verleugnen würde.

    Leben wir nicht manchmal auch recht selbstsicher, selbstbewusst und selbstgerecht? Doch gerade da, wo wir uns am stärksten fühlen, sind wir häufig am schwächsten. Deshalb brauchen wir die bewahrende Hand Jesu. Auf sie können wir immer vertrauen, und wenn wir gefallen sind – wie Petrus – hilft sie uns wieder auf.

    Johannes Arnold



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 29.01.2009, 19:12


    29. Januar 2009

    Redet auch nicht schlecht voneinander. Was ihr sagt, soll für jeden gut und hilfreich sein, eine Wohltat für alle. Epheser 4, 29 (Hoffnung für alle)

    Bisher verbreiteten die Medien aufgrund von Umfrageergebnissen, dass Frauen pro Tag etwa 20000 Wörter sprechen, Männer dagegen nur 7000 Wörter. Inzwischen zeigten allerdings amerikanische Wissenschaftler in einer Studie, dass Frauen mit durchschnittlich 16215 Wörtern pro Tag nur unwesentlich mehr als Männer mit 15669 pro Tag redeten. Den Rekord stellte ein Mann mit 45000 auf. Um 16000 Wörter vorzulesen, benötigt man etwa drei Stunden, für 45000 Wörter über acht Stunden.

    Den Ton im Alltag geben Zeitungen, Radio, Fernsehen und Internet an. Die Medien informieren uns ständig über die neuesten Ereignisse aus aller Welt. Den ganzen Tag über werden wir mit gesprochenen und geschriebenen Worten regelrecht bombardiert.

    Was wir mit den Ohren und Augen aufnehmen, prägt unser Denken und unseren Wortschatz. Wir machen uns kaum noch Gedanken darüber, ob diese Informationsflut unserer geistig-seelischen Gesundheit nützt oder schadet.

    Worte drücken aus, was und wie wir denken und fühlen. Sie sind ein Spiegelbild unserer Einstellung – und die macht unserem Christen nicht immer Ehre. Wie anders wäre doch der Alltag, wenn wir häufiger die Worte überlegten, bevor wir sie aussprechen. Schon Salomo wusste: „Wer aber seine Lippen im Zaum hält, ist klug.“ (Sprüche 10, 19)

    Im Epheserbrief ermutigt uns Paulus, Gutes zueinander statt Schlechtes übereinander zu reden – Worte, die erbauen, hilfreich und für andere eine Wohltat sind und Segen bringen (Epheser 4, 29). Worte, die von Freundlichkeit und Mitgefühl getragen sind, bewirken bei unseren Mitmenschen Wohlbefinden und Zuneigung. Jeder von uns freut sich doch über ein gutes, ermutigendes Wort!

    Gott wünscht sich, dass wir mit jedem Menschen freundlich reden und die Gesinnung Jesu offenbaren. So säen wir einen Samen, der dem Zuhörer und uns selbst zum großen Segen werden kann.

    Adam Schiller



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 31.01.2009, 18:20


    30. Januar 2009

    Der Friede Christi, zu dem ihr auch berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar. Kolosser 3, 15

    „Frieden schaffen ohne Waffen“ - schön wäre es. „Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin“ - so las ich vor vielen Jahren einen Slogan. Jemand sagte damals zu mir: „So ein Unsinn, als ob man in den Krieg gehen würde wie zu einem Konzert!“

    Frieden wollen alle: die Regierungen der unterschiedlichsten Nationen und auch die unfreundlichsten Nachbar. Der Friede wird an Weihnachten besungen und das Streben nach Frieden wird als Motiv für den „Krieg“ gegen Terroristen genannt.

    Paulus spricht vom Frieden Christi. Was ist bei diesem anders als bei dem Frieden, den viele beschwören und mit Waffen schaffen wollen? Jesus war immer darum bemüht, im Sinne Gottes zu denken und zu handeln.

    Wir sind zu diesem Frieden berufen, zum Frieden im Geist Gottes, zum Frieden in der Gemeinschaft mit Gott und im Miteinander mit anderen Menschen.

    Solch ein Friede ist viel leichter zu erreichen, wenn wir auf Gottes Gebote achten und auf die Bedürfnisse anderer Menschen.

    Dieser Friede Christi, zu dem Gott uns berufen hat, soll unser Denken und Handeln bestimmen. Das meint nicht, immer nur Rücksicht zu nehmen; das hat Jesus auch nicht getan. Aber er hat immer zur Ehre Gottes und zum Schutz der Menschen gehandelt. Anklagen gegen Gott, dass er ungerecht wirke, zeugen oft davon, dass der Kläger noch im Frieden mit Gott lebt. Wer den Frieden Christi im Herzen hat, kann gelassen, froh und dankbar seinen Alltag leben – trotz Widerstände und Ungerechtigkeiten.

    Es wird keinen Frieden in der Gemeinde geben können, wenn jede Gruppe auf die Durchsetzung ihrer eigenen Interessen bedacht ist. Es wird aber im Frieden miteinander gelebt, wenn Christen die Denk- und Handlungsweise des anderen verstehen wollen, den anderen als Kind Gottes achten und die kulturelle Verschiedenheit als von Gott gewollt annehmen. Unterschiedliche theologische Ansichten wirken dann nicht als Bedrohung der eigenen Person, sondern als Bereicherung des eigenen Denkens und als Möglichkeit, Jesu im Nächsten zu begegnen.

    Herr Jesus, bestimme heute durch deinen Frieden mein Denken und Handeln. Danke dafür.

    Gerhard Wagner



    Re: Januar 2009

    Nachtperle - 31.01.2009, 18:22


    31. Januar 2009

    [Jesus] sprach zu ihnen: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen.“ Markus 2, 27

    Die Sprache Chinas kennt kein Ja oder Nein. Das ist für uns kaum vorstellbar. Ohne diese beiden kurzen Wörter kommen wir keinen Tag aus. Das Chinesische hat natürlich auch Formen, die dem Ja oder Nein entsprechen. Interessanterweise gibt es in alten orientalischen Sprachen keine Worte, die unseren Begriffen entsprechen. Aber das Wort Sabbat kommt (in Abwandlungen) in ihnen vor.

    Der Sabbat begegnet uns schon im 2.Kapitel im Bericht über Gottes Schöpfung (1 Mose 2, 1-3). Dort liegen auch die Anfänge der Woche, die im Gegensatz zu Tag, Monat und Jahr keine Astronomische Gegebenheit darstellt. Die Siebentagewoche mit dem Sabbat als Krönung wird mit Recht als ein Geschenk aus dem Paradies bezeichnet.

    Dem verwöhnten Menschen der westlichen Welt im 21. Jahrhundert stellt sich die Frag nach der Bedeutung des Sabbats in der heutigen Zeit, wenn er sich überhaupt beschäftigt. Antworten darauf können nur stichwortartig gegeben werden:

    1. Ohne ein regelmäßiges Ausspannen gefährdet ein Mensch seine Gesundheit.

    2. Die Familien brauchen gemeinsame Zeiten zur Stabilisierung, nicht nur bei den Gesprächen bei den gemeinsamen Mahlzeiten. Sie müssen etwas gemeinsam unternehmen.

    3. Am Sabbat kann der Mensch innehalten, um über den Sinn und das Ziel des Lebens nachzudenken.

    4. Der Sabbat ist eine Gelegenheit, sich bewusst an den Wundern der Natur zu freuen.

    5. Bibelfreunde nutzen den Freiraum gern, um das Wort Gottes zu studieren und gute Bücher zu lesen.

    6. Am Sabbat haben wir die Möglichkeit,, uns fürsorglich um hilfsbedürftige Menschen zu kümmern, und uns mit Freunden und Bekannten zu unterhalten.

    Wir sind als Familie und später als Ehepaar insgesamt zehnmal umgezogen, achtmal davon dienstlich bedingt. Jeder Umzug ist eine Zeit, in der die Arbeit keine Grenze hat. Nie erkannten wir den Segen des Ruhetages deutlicher. Aber auch in vielen anderen Situationen wurde uns der Segen dieses Tages bewusst.

    Danke Herr, für deinen Sabbat!

    Felix Schönfeld



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