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Re: Dear Diary [Bis(s)-Reihe)
Pingu - 10.12.2008, 16:59Dear Diary [Bis(s)-Reihe)
Header.
Autor: Pingu aka Wolfsblut
Titel: "Dear Diary"
Hauptpersonen: Nita und Jacob Black
Rating: P16
Warnungen: Diese FF ist vor einigen Monaten entstanden,
als ich nachts einen Schreibflash bekam.
Ich garantiere also nicht für die Qualität und so...^^
Disclaimer: Jacob Black und sämtliche Figuren
die aus den Büchern von Stephenie Meyer kommen gehören nicht mir.
Ich verdiene mit meinen storys immer noch kein Geld.
Claimer: Nita und ihre Familie gehören mir.
Summary: Nitas Leben hat nach dem Tod ihrer geliebten Grandma wenig Sinn. Findet sie zumindest. Da ihre Granny in einem Indianerreservat aufgewachsen ist und väterlicherseits Indianerin ist, zieht es sie in die alte Heimat ihrer Granny. Dort trifft sie nicht nur den attraktiven Jacob Black, sondern findet auch noch die alten tagebücher ihrer Grandma. Schnell merkt sie, das nicht alle Legenden nur Fiktion sind...
Widmung:Diese FF geht an meine lieblings-twilighterin,mein Fanpire "[k.l.e.i.n.e.s.] schaf" weil ich sie einfach unglaublich lieb hab...
So und nun gehts los,ich hoffe ihr habt wenigstens ein bisschen Spaß dabei und joah...^^
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~*~
Grübelnd saß ich in meinem Zimmer und starrte zum Fenster heraus. Seit Grandma vor einigen Wochen gestorben war, fühlte ich mich in meinem Leben nicht mehr wohl. Ich mochte weder Zeit mit meinen Freunden verbringen, noch sonst irgendwas unternehmen. Am liebsten war es mir, wenn ich in meinem Zimmer oder in dem von Grandma war und ich aus dem Fenster sehen konnte. Sie war alles für mich gewesen. Und jetzt war sie nicht mehr da, einfach fort. Ich hatte schon immer sehr an ihr gehangen, hatte ihr gerne zu gehört, wenn sie aus ihrer Kindheit erzählte. Grandma war eine waschechte Indianerin und sie lebte in einem Indianerreservat Namens La Push. Sie sagte immer, dort hatte sie die beste und glücklichste Zeit ihres Lebens verbracht und sie wollte mich mal mit dorthin nehmen.
Das hatten wir aber nie geschafft. Sie hieß Anita, genau wie ich. Darauf bin ich sehr stolz und fühle mich ihr deswegen ziemlich nah. Und wie ich so da saß und Trübsal bließ, wusste ich, was ich zu tun hatte. Am Abend beim Abendbrot erzählte ich meinen Eltern von meinem Plan. „Mom, Daddy, ich möchte nach La Pusch gehen.“, sagte ich einfach so frei heraus. Mein Vater ließ sein Brot sinken, meine Mutter hielt mitten beim schneiden einer Tomate in der Bewegung inne und starrte mich verdutzt an. „Was möchtest du?“, die Stimme meiner Mutter passte zu ihrem Gesichtsausdruck. „Ich möchte nach La Push gehen. Ich möchte dorthin ziehen. Hier halte ich es nicht mehr aus, seit Grandma weg ist.“ Mein Vater schluckte hart. „Und wie bitte stellst du dir das vor? Du kennst niemanden, der dort wohnt.“ „Ich kenne sehr wohl jemanden.“ Meine Eltern fragten gleichzeitig: „Wen?“ „Billy Black. Er ist ein alter Freund von Grandma und er hat mir angeboten, das ich bei der Familie Clearwater unterkommen kann, bis ich was eigenes gefunden habe.“ Erstaunt, aber doch leicht beeindruckt zog mein Vater eine Augenbraue hoch. „Du scheinst das alles schon geplant zu haben. Warum willst du da plötzlich hin?“
Ich räusperte mich: „Naja, ich habe das Gefühl, ich muss zu meinen Wurzeln zurück kehren. Grandma war hier doch auch nie glücklich. Und ich bin es auch nicht.“ Die Augen meines Vaters leuchteten einen Moment lang auf, nur für den Bruchteil einer Sekunde, aber ich sah es deutlich. Dann strich er über mein Haar. „Ich wusste, das irgendwann dein Indianisches Blut durchkommen würde. Du erinnerst mich sehr an meine Mutter.“, ich wusste, das mein Dad mich verstehen würde, schließlich war er in La Push aufgewachsen. „Steven! Du willst doch nicht wirklich zulassen, das unsere Tochter in ein dreckiges Indianerreservat zieht, wo sie doch die Chance hätte auf einen Platz an einem erstklassigen College hätte? Zu wildfremden Leuten!“, rief meine Mutter empört, doch mein Vater legte ihr beschwichtigend eine Hand auf den Unterarm. „Kendra, erstens ist es in La Push nicht dreckig, es ist ein ganz normales Dorf, nur das dort Indianer leben und auch noch einige der alten Traditionen wahren und Billy Black ist kein Fremder. Ich kenne ihn noch von früher. Er ist ein paar Jahre jünger als meine Mutter. Und zur Schule gehen kann Nita dort auch.“, daran das er mich beim Kosenamen nannte, erkannte ich, dass ich ihn jetzt vollkommen auf meiner Seite hatte.
Bis eben hatte ich geschwiegen und der Diskussion meiner Eltern gelauscht, aber jetzt fiel ich wieder mit in die Unterhaltung ein. „Dann heißt das also, das ich gehen darf, Daddy?“, fragte ich. Mein Vater seufzte und meinte dann: „Ich werde mich später nochmal mit Billy in Verbindung setzen, oder was meinst du, Kendra?“, fragend wurde meine Mutter nun von mir und meinem Vater angeblickt. Einen Moment lang dachte sie nach, holte dann Luft und meinte: „Wenn das deine Entscheidung ist, Nita. Ich hab gewusst, das es dich irgendwann zu deinen Wurzeln zurück ziehen würde.“ Sie verschränkte ihre Finger ineinander und blickte diese an. Ich wusste, das es meiner Mutter schwerfiel, mich gehen zu lassen. Ich sprang auf und drückte sie fest. „Danke Mom. Du machst mich sehr glücklich.“, ich hauchte ihr einen Kuss auf die Wange. „Aber nur unter einigen Bedingungen.“ „Was immer du willst.“, versprach ich. „Du kommst uns ab und zu besuchen und wir dürfen jeder Zeit zu dir kommen und du musst mir versprechen, nicht die Schule zu schmeißen.“ „Das ist alles?“, wollte ich verwundert wissen. „Wenn das so ist, kein Problem. Die Schule wird nicht leiden, bald sind ja eh Sommerferien, dann könnte ich nahtlos wechseln und das wir uns gegenseitig besuchen war mir von vornerein klar.“
Noch am selben Abend telefonierte mein Vater mit Billy, der ihm bestätigte, was ich schon erzählt hatte und ihm die Telefonnummer der Clearwaters durch gab.
Kaum hatte mein Vater aufgelegt, rief er noch bei ihnen an. Ich saß gespannt daneben und mein Vater stellte auf Lautsprecher, damit ich zu hören konnte. Auch meine Mom hörte gespannt zu, als sich eine Sue Clearwater meldete. „Guten Abend Sue, entschuldigen Sie bitte die Störung. Hier ist Steven Stoner.“ „Steven Stoner? Der Sohn von Anita Stoner?“ „Ja, der bin ich. Sie erinnern sich an meine Mutter?“, es rauschte kurz in der Leitung, ehe Sue antwortete: „Das tue ich, Steven und ich erinnere mich auch noch an dich. Ich war einige Klassen über dir, weißt du noch? Auf der High School.“ Mein Vater überlegte kurz, ehe er antwortete: „Natürlich! Sue! Ich hab dich nicht gleich erkannt, wegen dem Nachnamen. Sag nicht, du bist immer noch mit Harry zusammen.“, wieder blieb es bis auf ein knacken und rauschen leise in der Leitung, bis Sue antwortete: „Nein, Harry ist letztes Jahr gestorben. Herzinfarkt.“ „Oh mein Gott, Sue, das tut mir so wahnsinnig leid.“ „Es ist Okay. Inzwischen ist es das. Der Schmerz hat nachgelassen. Aber nun sag schon, warum rufst du an?“ Mein Vater holte tief Luft und erklärte dann die ganze Sache. Sue schwieg die ganze Zeit über, meinte dann aber: „Deine Tochter ist uns hier herzlich willkommen. Meine Tochter ist auch siebzehn, die beiden werden sich sicher gut verstehen und mir wird es guttun, wenn hier wieder ein bisschen mehr Leben ins haus kommt. Wann dürfen wir mit ihr rechnen?“
Mein Vater sah mich fragend an. Ich überlegte einen Moment und sagte dann: „Mitte der Sommerferien?“ Daddy nickte und gab den Termin an Sue weiter. Dann beendeten die Beiden das Gespräch und plötzlich war mir klar, das ich in wenigen Wochen in La Push sein würde. Das ich dann endlich die Heimat meiner Grandma kennen lernen würde. Ich konnte gar nicht abwarten, bis es so weit war, und trotzdem wollte, ich, das die Zeit möglichst langsam verging, denn immerhin ließ ich meine Familie zurück. Und meine Freunde.
Am nächsten Tag saß ich am PC und informierte mich über einiges. Ich musste wissen, wie ich das mit den Tickets machen musste, wo ich sie am besten bestellte, dann wollte ich ja auch noch ein bisschen was über das Reservat an sich wissen und suchte im Internet nach Bildern. Und was ich fand bestärkte mich noch in meiner Entscheidung. Es sah genauso aus, wie Grandma es immer beschrieben hatte. Riesige Strände, das Meer, die felsige Küste, mit den steilen Klippen, von denen die jungen Männer gerne als Mutprobe sprangen. In einem Artikel über das Reservat stand etwas über das Volk. Es hieß dort, das die Quileute, der Stamm der in La Push lebt und aus dem meine Granny stammte, wie eine große Familie zusammen lebt. Jeder hilft jedem. Das klang wirklich schön. Ich merkte gar nicht, wie mein Dad die Treppen herauf kam und sich hinter mich stellte. Erst als er mir eine Hand auf meiner Schulter legte, nahm ich ihn wahr und drehte mich zu ihm um. „Na, Schatz, suchst du Infos?“ Ich nickte. „In La Push ist es sehr schön. Ich habe es dort geliebt. Ich kann verstehen, das du dorthin willst.“ Mein Vater war bis zu seinem 22 Lebensjahr in La Push gewesen, doch dann hatte er meine Mutter kennen gelernt und war mit ihr nach Pennsylvania gegangen.
Kurz blieb er stehen, dann strich er mir wieder über den Kopf und fragte: „Bist du dir auch wirklich sicher, das du gehen möchtest?“ Ich brauchte nicht lange zu überlegen, um diese Frage zu beantworten: „Ich bin mir sicher. Ich möchte wissen, wie Granny gelebt hat.“ Mein Vater lächelte mich an. „Ich hab gewusst, das du doch eine kleine Indianerin bist.“ Und da hatte er recht. Ich sah meiner Mutter überhaupt nicht ähnlich. Ich sah aus, wie Granny auf den Fotos aus ihrer Jungend, die ich kannte. Ich hatte lange schwarze Haare, die sich immer leicht wellten, weil ich sie nachts immer einflocht, meine Haare waren sehr dick, deswegen konnte ich nie mit offenen Haaren schlafen, ich würde sonst nie wieder mit einer Bürste durchkommen. Meine Haut war leicht bräunlich und meine Augen von einem tiefen Schokobraun. Meine Mutter dagegen war blond, von Natur aus, sie hatte grünblaue Augen und achtete darauf, immer gut und gepflegt auszusehen. Musste sie auch, als Immobilienmaklerin. Und Mein Vater hatte seine schwarzen Haare bis vor einigen Jahren immer noch als Zopf im Nacken zusammenbinden können, hatte sie sich dann aber abschneiden lassen. Ansonsten sah er mir sehr ähnlich.
Grannys ganzer Stolz waren ihre langen Haare gewesen, die ihr bis zu den Hüften reichten, sie waren schwarz, durchzogen mit vielen silbernen Strähnen, ihre dunkle Haut war Sonnengegerbt und sie war auch als sie älter wurde, ein Mensch gewesen, der immer voller Energie steckte. Sie war noch jung gewesen, als sie starb. Anfang 60. Vielleicht war es deswegen so schwer für mich zu ertragen.
Der Tag meiner Abreise rückte immer näher und ich traf mich noch ein letztes Mal mit meinen Freunden zum Pizza essen. „Übermorgen ist es also so weit.“, stellte meine beste Freundin Charlotte fest. Ich legte einen Arm um sie, als sie kurz davor war, in Tränen auszubrechen. „Ach Charly, ich bin doch nicht aus der Welt. Wenn ich mich erstmal eingelebt habe, könnt ihr mich ja mal besuchen. Ihr werdet mir fehlen, leute.“, ich sah in die Runde, schaute in die sanften Gesichter meiner Freunde. Josh, Sam, Megan, Zoey und Chase würden mir fehlen. Ganz besonders aber würde mir Charly fehlen. Seit sie sich in der ersten Klasse neben mich gesetzt hatte waren wir unzertrennlich gewesen. Alles hatten wir zusammen durchgestanden, aber dies musste ich ganz alleine überstehen. Nach dem Essen blieben wir noch eine Weile in der Runde sitzen, quatschten, kramten alte Anekdoten heraus, lachten viel. Doch dann war die Zeit des Abschieds gekommen. Charly sollte heute Nacht bei mir schlafen und mir beim packen helfen. Aber die anderen mussten nun gehen. Einer nach dem anderen fiel mir um den Hals, drückte mich, hielt mich fest. „Schreib uns mal, ja?“, sagte Chase, ich konnte nur nicken, denn der Kloß in meinem Hals war zu dick, als das irgendwelche Worte an ihm vorbeigekommen wären.
Re: Dear Diary [Bis(s)-Reihe)
Akasha - 10.12.2008, 17:28
Hey,
ich muss ja gleich zu Anfang mal gestehen, dass ich die Buch-Reihe bist jetzt noch nicht gelesen habe. Irgendwie habe ich immer irgendwas anderes gelesen, aber mir wurde schon von Freundinnen vorgeschwärmt, wie geil das doch ist. Deswegen interessiert mich deine FF auch, auch wenn ich jetzt natürlich nicht der Vollprofi auf dem Gebiet bin xD
Der Anfang gefällt mir gut. Es ist mal was anderes, auch bedingt dadurch, dass es ein anderes Fandom ist und auch in einer ganz anderen Umgebung spielt.
Ich bin gespannt, was sie da so in La Push erwartet.
Poste bitte bald weiter (und achte auf das "dass" mit "ss" :))
lg,
Ash
Re: Dear Diary [Bis(s)-Reihe)
Pingu - 19.12.2008, 17:30
Hey,
gut..ein Commi ist nicht besonders viel,aber egal,hier gehts jetzt trotzdem weiter,sonst schläft die FF nämlich wieder ein und dazu mag ich sie zu sehr...xP
Also ich kann dir die Bis(s)-reihe nur empfehlen..ich liebe sie,hab mir extra im Sommer den 4. band auf englisch gekauft,damit ich weiterlesen konnte...Und den Film würd ich am liebsten heiraten....^^
Find ich sehr sehr gut von dir,das du trotzdem lesen möchtest und noch besser finde ich,dass es dir auch noch gefällt....^^
Ich entschuldige mich auch gleich mal wegen meinen "Das"-Fehlern...Ich weiß das sie da sind,aber ich bin zu faul sie zu korrigieren.....sorry....^^
dann geht mal weiter
viel spaß
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Ehe ich mich versah fand ich mich im Auto auf dem Weg zum Flughafen wieder. Schon bald waren wir angekommen und meine Eltern begleiteten mich hinein. „Ruf an, wenn du angekommen bist, ja schatz?“, die Stimme meiner Mutter klang brüchig, so als würde sie bald in Tränen ausbrechen. „Mach ich.“, sagte ich. Mom nahm mich in den Arm. „Und du weißt, das du jeder Zeit zurück kommen kannst, ja?“, ich nickte. Ich wusste wohl, das ich nicht zurückkommen würde, aber es war schön zu wissen, das diese Option offen stand.
Nun nahm mein Vater mich in den Arm. „Pass gut auf dich auf, mein kleines großes Mädchen.“, sagte er und strich mir übers Haar. Alle verdrückten wir ein paar Tränen, dann wurde mein Flug aufgerufen und ich musste den Rest des Weges alleine gehen. Ich drehte mich nochmal zu meinen Eltern um, winkte, wollte einen Moment zu ihnen zurück laufen, sagen das ich es mir anders überlegt hatte, doch dann straffte ich meine Schultern, wandte mich wieder nach vorne und ging weiter. Den Flug nahm ich gar nicht richtig wahr, hörte Musik und versuchte mich abzulenken und nicht an meine Freunde zu denken. Ich würde viele neue Leute kennen lerne. Und Sue hatte eine Tochter in meinem Alter. Leah hieß sie und wir hatten schon mal miteinander telefoniert. Sie schien ganz nett zu sein.
Dann war ich angekommen. Als ich in die Empfangshalle kam, sah ich Sue und Leah schon von weitem. Leah war sehr hübsch, wie ich hatte sie lange schwarze Haare. Aber sie war ein ganzes Stück größer, als ich es war. Die beiden kamen auf mich zu. „Hallo Anita. Schön das du endlich da bist.“ Herzlich umarmten sie mich und ich konnte nicht anders, als sofort ein warmes Gefühl für die beiden zu empfinden. Es war schön, das Gefühl zu haben, willkommen zu sein. In ihrem kleinen Ford machten wir uns auf den Weg nach La Push. Dort angekommen zeigte mir Leah das Haus, ließ mich dann in Ruhe meine Sachen auspacken und versprach mir morgen das Reservat zu zeigen. An diesem Abend fiel ich todmüde in mein Bett und schlief fast auf der Stelle ein.
Am nächsten Morgen war ich früh wach, tapste verschlafen in Boxer-Shorts und Trägertop in die Küche und blieb wie angewurzelt stehen. Die ganze Küche wurde eingenommen, von sieben jugendlichen und Leah . Eigentlich für eine so große Küche wie die der Clearwaters nicht zu viel, aber sie waren alle so…Massig. Das traf es am besten. „Hey, Anita. Schön das du wach bist.“, begrüßte mich Leah und dann meinte sie: „Anita, das sind Sam, Jared, Paul und Embry.“ Sie zeigte auf die vier massigen jungen Männer auf der einen Seite und dann auf die nächsten: „Und das sind Quil und mein kleiner Bruder Seth, den kennst du ja und dann noch Jacob.“, Sie zeigte auf den großen Jungen der ganz in meiner Nähe stand.
Er lächelte mich breit an und ich konnte einfach nicht anders, als zurück zu lächeln, bis mir auffiel, das ich ja noch meine Schlafsachen anhatte. „Nett euch alle kennenzulernen, ihr entschuldigt mich sicher kurz, oder?“ alle nickten zustimmend und ich sauste mit glühenden Wangen in mein Zimmer, streifte mir mein Nachtzeug ab und stieg in meine Jeans mit den abgeschnittenen Beinen, zog mir dann mein Shirt über und löste den Zopf aus meinen Haaren. Im Bad machte ich eine schnelle Katzenwäsche, fuhr mit der Bürste durch meine langen Haare und eilte dann die Treppen wieder hinab, zurück in die Küche. „Wow, das nenn ich mal schnell. Fünf Minuten, ich dachte immer, Mädchen würden so lange brauchen.“, meinte der große Junge Namens Embry. Schien wohl ein kleiner Witzbold zu sein.
Leah blickte mich wieder an und meinte: „Anita, kommst u mit runter zum Strand? Es ist zwar nicht besonders schönes Wetter, aber wir hängen da meistens rum.“ „Klar.“ Antwortete ich und so gingen wir zusammen an den Strand. Ich ließ mich auf einen Baumstamm der dort lag sinken und sah den anderen beim rumalbern zu. Hierher zu kommen war einfach die beste Entscheidung, die ich je getroffen hatte. „Und, wie gefällt die La Push?“, riss mich eine sanfte Stimme aus meinen Gedanken, erst jetzt merkte ich, das sich Jacob neben mich gesetzt hatte und nun ebenfalls seine Freunde beobachtete. „Ich finde es wunderschön hier.“, wieder lächelte er mich breit an. Er sah gut aus. Das war mir schon vorhin in der Küche aufgefallen. „Wie kommt es, das du plötzlich hier her wolltest, Anita?“, wollte er wissen. „Nenn mich doch bitte Nita. Meine Granny Anita hat hier gelebt und sie hat mir immer von hier erzählt und jetzt hat es mich hierhin gezogen.“ Jacob hörte aufmerksam zu, sah mich dabei direkt an und meinte dann: „Du kannst mich übrigens Jake nennen, die meisten tun das. Mein Vater, Billy, hat deine Grandma gut gekannt. Ich glaube sie hat damals als sie mit deinem Vater nach Pennsylvania ging, einige Kartons mit ihren Sachen bei uns im Schuppen untergebracht. Mein Vater hat mir das neulich erzählt, als er erfuhr, das du hierher kommen würdest.“
„Du bist Billys Sohn?“, fragte ich. „Ja, das bin ich wohl. Wieso fragst du so?“, sein Lächeln schien für einen Moment ins Wanken zu geraten. „So mein ich das nicht. Ich hatte nur gedacht, das der Sohn von Billy älter wäre, weil meine Granny ja auch nicht mehr die jüngste ist.“ „Mein Dad hat meine Mum erst spät kennen gelernt. Sie war noch jung. Deswegen.“ „Achso.“, ich strich mir eine störrische Haarsträhne aus dem Gesicht. „Wenn du möchtest, kannst du ja nachher mitkommen und die die Sachen deiner Granny mitnehmen. Mein Dad hat bestimmt nichts dagegen und eigentlich gehören sie ja nun dir.“ „Ehrlich? Das wäre toll.“
Also ging ich später mit Jacob mit, während Leah und Seth nach Hause gingen. Leah sah mich mit zusammen gekniffenen Augen an.
Ich dachte mir nichts dabei und folgte Jake in den Schuppen, wo er einige Zeit zwischen mehreren Kartons rumwühlte und mir schließlich triumphierend den richtigen hinhielt. „Hier sind die Sachen.“ „Danke.“, ich nahm ihm den Karton ab und wollte mich damit schon auf den Heimweg machen, als er rief: „Hey, ähm, was hältst du davon, morgen mit uns zu essen? Billy kann dir bestimmt viel über deine Granny erzählen.“ Ich lächelte. „Gern. Bis dann.“ „Ja, bis dann."
Bei Clearwaters angekommen, empfing mich eine wütende Leah. „Kannst du mir sagen, was das soll?“ perplex sah ich sie an. „Tut mir leid, ich scheine wohl grad ein kleines Nickerchen auf dem Schlauch zu machen, aber kannst du mir bitte, erklären, was was soll?“ „Das weißt du schon von alleine! Nicht ganz einen Tag hier, schon schmeißt du dich an die Typen ran!“ Ich blinzelte sie eine male verwirrt an. Noch immer hatte ich nicht den geringsten Plan, was die eigentlich meinte. „Was meinst du damit? Meinst du Jake? Er hat mir nur einige Sachen meiner Granny gegeben.“ „Jake!“, sie spuckte das Wort förmlich aus. „Soweit seid ihr also schon. Du darfst ihn also Jake nennen!“, wieder verengten sich ihre Augen zu Schlitzen, wie ich es vorhin schon an ihr gesehen hatte. Was sollte dieses Getue nur? Ich hatte mich doch bloß mit ihm unterhalten.
Unter diesen Umständen wollte ich gar nicht wissen, was passieren würde, wenn ich ihr erzählen würde, das Jake mich zum Abendessen eingeladen hatte. Ich sah sie immer noch verwirrt an, während sie mir gegenüber stand und mächtig zitterte. Dann rauschte sie plötzlich an mir vorbei und ich stand alleine in der Küche, den Karton mit den Sachen meiner Granny noch immer in der Hand und grübelte, was ich falsch gemacht hatte. In diesem Augenblick trat Seth in die Küche. „Mach dir nichts draus, Sie ist nur eifersüchtig. Das ist alles.“ „Ist Jake ihr Freund?“, wenn dem so wäre, würde ich ihre Reaktion durchaus verstehen. „Nein, das nicht, aber sie steht auf ihn. Er leider nicht auf sie. Jake ist schon ewig in Bella Swan aus Forks verliebt.“ „Oh.“, mehr wusste ich dazu nicht zu sagen.
„Aber sie hat einen Freund. Edward Cullen. Und gegen den hat Jake keine Chance. Ich glaube inzwischen hat er das auch eingesehen, er hat ein paar Mal versucht, Bella für sich zu gewinnen, jedes Mal erfolglos. Er wartet noch darauf, das ihm die Richtige begegnet.“ Dann ließ auch Seth mich alleine.
Ein paar Tage später hatte ich endlich Zeit, mich mit den Sachen meiner Granny zu beschäftigen. In dem Karton fand ich viele alte Kleidungsstücke und einige Fotos. Und ganz unten Stieß ich auf einige Bücher. Als ich sie aufklappte, erkannte ich, das es sich um Tagebücher handelte. Neugierig begann ich sie zu lesen. Eigentlich tat ich sowas nicht, aber ich dachte mir, das Granny bestimmt nichts dagegen hätte.
Liebes Tagebuch
June 6th.
Heute habe ich Henry wieder getroffen. Er ist ein ganz besonderer Mensch. Er ist immer gut drauf und macht mir Komplimente. Um Patrick tut es mir ein bisschen Leid, denn er hatte sich wohl erhofft, das aus uns mehr, als nur Freunde werden könnten, aber Henry hat so eine Anziehungskraft auf mich. Und er umwirbt mich ständig mit Blumen und netten Worten. Keine Frau könnte diesem Liebeswerben widerstehen.
Ach Tagebuch, ich hätte nie gedacht, das es so schön sein könnte, verliebt zu sein. Ich glaube, das ist mehr, als nur eine kleine Verliebtheit. Aber Mom und Dad dürfen nicht erfahren, das ich mich mit Henry treffe. Sie meinen, er wäre kein guter Umgang für mich, bloß weil er so gefährlich und grimmig wird, aber das ist er nicht. Er ist herzensgut und er würde mir nie etwas tun.
Sie hatte nicht unterschrieben. Ich strich behutsam mit den Fingerspitzen über die Buchstaben auf dem Papier. Henry war mein Granddad. Ich kannte ihn allerdings nur aus Erzählungen meiner Granny. Er war gestorben, noch bevor mein Dad fünf wurde. Granny hatte mir erzählt, es sei eine Art Arbeitsunfall gewesen. Konkret war sie aber nie darauf eingegangen.
Ein leisen Klopfen holte mich aus meinen Gedanken und Jake steckte den Kopf zur Tür rein. „Klopf, klopf.“, lachte er, als er eintrat. „Hey Jake. Schön dich zu sehen.“, begrüßte ich ihn. „Na, was machst du so? Hast du dich schon gut hier eingelebt?“ „Ich stöbere ein bisschen in den Sachen meiner Granny. Willst du mir nicht ein bisschen Gesellschaft leisten? Leah redet nicht mehr viel mit mir und seitdem bin ich ein wenig einsam.“ Jake kam nun näher und setzte sich neben mich auf mein Bett. „Leah redet nicht mit dir? Warum das?“ Ich seufzte leicht. „Naja, sie scheint ein wenig Eifersüchtig zu sein. Zumindest sagt das Seth.“ Jake lachte leise und bei dem Geräusch stellten sich die Haare auf meinen Armen auf.
„Leah immer mit ihrer Eifersucht. Aber,“ , er dachte kurz nach, dann fuhr er fort: „Gibt’s denn da was, worauf sie Eifersüchtig sein könnte?“, seine Augen blickten in meine und ich spürte, wie ich errötete. Seine Hand kam meinem Gesicht näher, ich folgte ihr mit meinem Blick. „Nita.“, hauchte er leise, bevor er mir mit seinen langen Fingern durch die Haare fuhr. Seine Hand war ungewöhnlich warm, so als hätte er Fieber, doch ich verdrängte es, verdrängte die Frage, die mir auf der Zunge lag, wollte den Moment nicht zerstören. Sein Blick ruhte noch immer auf meinem Gesicht, doch gerade, als er sein Gesicht ein wenig dem meinen zuwandte, rief Leah von unten: „Sag mal, Jake, was machst du so lange da oben? Bist du ins Klo gefallen, oder was?“
Jake sah mich an und meinte: „Ich sollte jetzt wohl besser gehen. Kommst du mit runter?“ Ich schüttelte den Kopf. Auf Leah hatte ich nun wirklich keine Lust. Er nickte kurz, als wolle er sagen, er habe verstanden, stand dann auf und berührte flüchtig meinen Hals. Dann war er weg. „Oh. Mein. Gott.“, hauchte ich. Die Spannung zwischen uns hatte man fast greifen können, so deutlich war sie da. Was hatte das nur zu bedeuten? Und was sollte die Frage, ob Leah Grund für ihre Eifersucht hatte? Kopfschüttelnd streckte ich mich bäuchlings auf meinem Bett aus und griff wieder nach dem Tagebuch.
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