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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Eagleeye Forum: Schwarzer-Regen.de Forenbeschreibung: Forum des schwarzen Regens aus dem Unterforum: Geschichten Antworten: 1 Forum gestartet am: Sonntag 11.02.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Razraels Geschichte Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 3 Monaten, 28 Tagen, 17 Stunden, 35 Minuten
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Re: Razraels Geschichte
Eagleeye - 29.11.2008, 22:39Razraels Geschichte
Leise pfiff der Wind über die Hügelebene. Einen Schleier rotbrauner Erde vor sich hintreibend. Ein leichtes Zittern des Erdbodens kam langsam der Hügelkuppe immer näher und steigerte sich bis zu einem immer lauter werdenden Donnern.
Eine Schar Reiter preschte hervor, eine Staubwolke aus rotem Sand hinter sich herziehend. Die Pferde waren mit Hauben und Eisenplatten an Kopf und Brust gepanzert. Ihre Reiter schwer gerüstet. Die Helme und Brustpanzer glänzten im Licht der untergehenden Sonne.
Speichel tropfte von den Lefzen der Pferde als sie in einem schnellen Tempo über die Hügel getrieben wurden. Plötzlich ertönte ein lauter Ruf von der Spitze der Truppe und das Tempo verlangsamte sich bis die Reiter zum Stillstand kamen.
Verdammt ! Diese dämliche Rüstung schmerzte schon wieder an der rechten Schulter.
Razrael Carson fluchte leise als er sein Streitross zügelte.
Vor ihm erstreckte sich ein weites Tal, durchzogen von einem Fluss und Kieferwäldern.
Zu einer anderen Zeit wäre dies ein schöner Ritt gewesen, aber nun biss er sich auf die Unterlippe als er Feuerschwaden in der Mitte des Tals sah. Das musste es sein. Diese verdammten Bestien !
Durch den Rauch sah man in der Entfernung einzelne Holzhäuser, im Nebel der Zerstörung halb verschlungen.
Ein ebenfalls schwer gepanzerter Reiter kam neben ihm zum Stehen.
"Sir, das ist das Dorf ! Es wird bereits angegriffen. Verdammt, wir kommen zu spät !"
Carson verzog verächtlich die Lippen und warf einen kurzen Blick zu dem Reiter.
"Jak, wir dürfen keine Zeit verlieren, der Angriff dort unten scheint noch zu laufen."
Sein Panzerhandschuh zeigte auf einige kleine Gestalten die anscheinend in panischer Flucht aus dem Dorf getrieben wurden. Eine Schar größerer Wesen schien sie zu verfolgen. In deren Mitte war ein besonders großes Wesen zu erkennen, welches aus den schlimmsten Alpträumen hätte stammen können. Eine große Kette an der Seite zuckte nach vorne und schlug eine Staubwolke hinter den fliehenden Gestalten in die trockene Erde.
"Los , Jak sie nehmen die linke Flanke wir treiben sie zwischen uns zusammen. Diese Bestien werden ihr gerechtes Ende finden, verdammte Geißel !" Laut zum Angriff brüllend treib Carson seinem Streitross die Panzerstiefel in die Flanke.
Die Reiterschar preschte den Hügel herunter. Laut brüllend, die Lanzen fest in den Händen aufrichtend trieben die Männer ihre Pferde vorwärts.
Verdammt es sind viele....
Carson fluchte innerlich....aus dem Nebel kamen immer mehr Monströsitäten hervor.
Carson, sie werden nur geringen Widerstand treffen. Die Geißel ist in diesem Gebiet schon fast aufgerieben. Machen sie dem Pack ein Ende hatte dieser fette Scheißkerl von Major gesagt.
Fluchend trieb Carson sein Pferd zu schnellerem Lauf an.
Der Galopp der Schar steigerte sich zu einem ohrenbetäubenden Donnern als sie Kurs auf die Bestien nahmen. Plötzlich teilten sich die Reiter und bildeten 2 Keile, wobei sich ihr Tempo noch verstärkte.
Unter seinem Helm biss sich Carson auf die Unterlippe und fluchte erneut leise.
Noch 30 Sekunden höchstens, Carson bleib ruhig....diese Bestien müssen gestoppt werden.
Mit einem ohrenbetäubenden Krachen trafen Reiter auf die Bestien. Die schwer gepanzerten Streitrösser
rammten die ersten Ghuls brutal zur Seite, wobei die nachfolgenden Hufe den zu Boden gehenden Bestien ein schnelles Ende bereiteten. Lanzen bohrten sich in bereits totes Fleisch und warfen einzelne Ghuls meterweit durch die Luft. Die gepanzerten Reiter hinterließen eine breite Schneise der Verwüstung unter den Bestien. Langsam blieben die zerstückelten Köper der deformierten Monströsitäten hinter den Soldaten zurück, nur wenige Reiter waren mitsamt ihren Rössern zu Boden gegangen.
Laut schnaufend zügelte Carson sein Pferd und ritt in langsamerem Galopp einen weiten Bogen um seine Männer in einen neuen Anlauf zu führen.
Die Bestien waren nun in Panik auseinander gestoben und schienen nur noch an Flucht zu denken.
Die Reiter wendeten und beschleunigten erneut, um die Fliehenden zu verfolgen.
Diese Bestien fliehen in den Nebel, aber das wird ihnen auch nicht mehr helfen.Carson verzog verächtlich die Lippen und trieb sein Streitross in die Nebelwand hinein. Seine Männer folgten ihm laut brüllend unter dem Donnern der Pferdehufe.
Nach wenigen Augenblicken öffnete sich der Nebel und Carson konnte den Großteil der Bestien in Richtung der engen Schlucht am Ende des Tals fliehen sehen.
Wütend knurrend trieb er sein Pferd zu größerem Tempo an. Die restlichen Reiter folgten ihm dicht.
Die Bestien hatten keine Chance, von Lanzen aufgespießt oder von den Streitrössern zertrampelt blieben ihre verstümmelten Köper hinter der Reiterschar zurück.
Da vorne sind die Letzten, jetzt werden sie bezahlen.
Mit wildem Grinsen im Gesicht vom Sieggefühl angetrieben trieb Carson sein Streitross in die enge Schlucht.
Dann sah er es. Das Ende der Schlucht war durch einen riesigen Felsbrocken verschlossen worden.
Verdammt ! Eine Falle ! Wie konnte ich nur so dämlich sein!Er wendete er sein Streitross und versuchte mit lautem Brüllen seine Männer zurückzuhalten. Aber es war zu spät, der Großteil war bereits in die enge Schlucht geritten.
Plötzlich ertönte ein lautes Donnern und große Risse durchzogen die Steinwände der Schlucht an beiden Seiten. Carson sah mit wachsender Verzweiflung im Gesicht welchen fatalen Fehler er begangen hatte. Wie in Zeitlupe brachen die Wände der Schlucht und eine Gerölllawine regnete auf die Reiter hinab.
Die schwer gepanzerten Männer und Pferde wurden wie Spielzeug von den großen Felsen zerquetscht und begraben.
Ein großer Felsbrocken traf Carsons Rappen in der Flanke und das Pferd brach augenblicklich zur Seite weg und begrub ihn halb unter sich. Irgendetwas traf seinen Helm und raubte ihm für einen kurzen Augenblick seine Sinne. Langsam wühlte er sich unter seinem Ross hervor und versuchte zu begreifen was um ihn herum vorging. Einzelne seiner Reiter kamen ebenfalls langsam aus der Gerölllawine hervor und wankten in der Staubwolke wie in Trance bis sie wieder langsam ihre Fassung zurückgewannen.
Verdammte Scheiße ! Ebenfalls langsam wankend traute Carson seinen Augen kaum.
Ein lautes Crescendo von bestialischen Geschrei ertönte und eine Welle von Ghuls wälzte sich durch den Eingang der Schlucht auf die verbliebenen Ritter zu.
" Sammeln ! Los zieht eure Schwerter ! Macht diesen Bestien den Garaus !"
Immer noch leicht benebelt erkannte Carson die Stimme seines Feldwebels wieder, der sich nun mit gezogenem Schwert den Bestien entgegenstellte.
Zu viele, verdammt, einfach zu viele.
Schon hatten die Guhls die ersten Ritter erreicht und ein wilder Kampf begann. Die Bestien waren deutlich in der Überzahl und für einen getöteten Ghul kamen sofort zwei neue nach.
"Lasst sie nicht triumphieren ! Tötet diese Mißge...." Carson sah gerade noch wie sein Feldwebel mit einem Röcheln zusammenbrach, von zwei Ghuls schwer verletzt, dann waren sie auch schon in seiner Nähe.
Mit einem wütenden Knurren zog er sein Schwert und rammte dem ersten Ghul den Panzerhandschuh ins Gesicht. Dieser stürzte mit einem gurgelnden Geräusch rückwärts und brachte zwei weitere heranstürmende Bestien zu Fall. Der nächste wurde mit einem Schwerthieb zerteilt und brach direkt vor Carson zusammen.
Vorsichtig zogen die Bestien nun einen Kreis um Carson und beobachteten ihn.
Verdamme Scheiße ! Diese Bestien! Sollen sie doch kommen !
"Na los ihr feigen Missgeburten, zeigt mal was ihr draufhabt, he !" Carson brüllte laut, das Gesicht zu einem wilden Grinsen verzerrt.
Mit einem Fauchen stürzten sich die nächsten auf ihn.
"Verbrennt im Licht !"
Sein Schwert zuckte vor und teilte einen Arm direkt an der deformierten Schulter ab. Die anderen zwei taumelten erstaunt rückwärts von einem goldenen Leuchten geblendet.
Die schnelle Bewegung in seinem Augenwinkel konnte Carson gerade noch erkennen, dann spürte er etwas in seine linke Schulter eindringen, kurz darauf gefolgt von einem rasenden stechenden Schmerz.
Er schrie auf und schlug wild in einer Drehung um sich. Der Ghul der seine Rüstung an der Schulter mit einer Klinge durchbrochen hatte wurde an der Hüfte zerteilt und brach zusammen.
Dieser Schmerz....verdammt....keine Luft
Laut schreiend hieb Carson um sich, der Schmerz war kaum auszuhalten. Er spürte etwas warmes an seiner Schulter hinablaufen. Das Atmen wurde immer schwerer, seine Lunge musste ebenfalls verletzt worden sein. Mit einem schmerzenden Aufschrei sackte er auf die Knie und starrte die Ghuls um ihn herum mit funkelnden Augen an.
Vorsichtig bewegten sie sich auf ihn zu. Plötzlich hörte er einen lauten Ruf und die Menge der Bestien teilte sich. Ein Mann in schwarzer Rüstung schritt durch den Spalt hindurch und beobachtete ihn abschätzend. Dann fauchte er die Bestien um ihn herum an.
"Der hier wird nicht getötet, ihr kennt die Befehle unseres Meisters. Los bringt ihn in die Festung, ihr Maden !"
Dunkelheit.......so dunkel......kann nicht.....darf nicht....
Carson sackte zusammen und verlor das Bewusstsein.
to be continued
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