Strahlsunder HV vor der Insolvenz

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    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    Ben - 11.11.2008, 13:58

    Strahlsunder HV vor der Insolvenz
    Strahlsund droht auch eine Insolvenz. Die Stadt wurde um eine Bürgschaft gebeten um einen Kredit aufnehmen zu können. Wenn das nicht funktioniert droht die Insolvenz. Minden wird sich freuen. :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    daene - 11.11.2008, 14:42


    Stralsund droht Insolvenz - Schulden im «sechsstelligen Bereich»

    Dunkle Wolken über dem Sund: Dem SHV, hier Trainer Zdenek Vanek, droht die Insolvenz
    Foto: Steffen Wollmann
    Der Handball-Bundesliga droht ein zweiter Fall TuSEM Essen: Der Stralsunder HV steht dicht vor der Insolvenz. Wie Manager Jörg Dombdera am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa sagte, habe der Verein die Stadt Stralsund um eine Bürgschaft gebeten. Mit dieser wolle der Tabellenletzte einen Kredit aufnehmen, um das Überleben des Vereins zu sichern. «Wenn das nicht funktioniert, müssen wir Insolvenz beantragen», sagte Dombdera, der seit Sommer in Stralsund arbeitet. Der Aufsteiger aus Vorpommern wäre nach Essen der zweite Verein in der Handball-Bundesliga, der in dieser Saison Insolvenz anmelden muss.

    Der 1,2-Millionen-Euro-Etat der Stralsunder ist nicht gedeckt, bestätige Dombdera. Zudem drücken Altschulden im «sechsstelligen Bereich», sagte der Manager. Allein in der vergangenen Saison musste der Club eine Haushaltslücke von 300 000 Euro verkraften. Um mehr Geld einzunehmen, ging Dombdera neue Wege. So verkauften die Stralsunder ihr Heimrecht für das Pokalspiel gegen den THW Kiel und zogen für das Liga-Heimspiel gegen den deutschen Meister extra nach Neubrandenburg um, um somit mehr Zuschauereinnahmen zu generieren. Die Finanz-Probleme konnten damit jedoch nicht gelöst werden. Stralsund droht nun ganz von der Bundesliga-Landkarte zu verschwinden.

    «Wir haben der Stralsunder Bürgerschaft ein Sanierungskonzept vorgelegt, das ab der kommenden Saison greifen und den Verein in den nächsten drei Jahren konsolidieren soll», kündigte der Manager an und gab die Zielrichtung vor: «Wir wollen die Insolvenz vermeiden.» Angesichts der finanziellen Probleme und einem Rückstand von drei Punkten auf einen Nicht-Abstiegsplatz hat Dombdera den Klassenerhalt bereits abgehakt. «Wir müssen sehen, dass wir uns so aus der Liga verabschieden, dass der Bundesliga-Standort Stralsund nicht für immer im Strelasund versinkt.»

    Die prekäre Situation beim Stralsunder HV liefert unterdessen neue Nahrung für die Kritiker des Lizenzierungsverfahrens in der Handball-Bundesliga. Keine zwei Jahre nach dem umjubelten Triumph der Nationalmannschaft bei der Heim-WM entpuppten sich alle Hoffnungen auf rosige Zeiten als Wunschdenken. Angesichts wachsender Schuldenberge forderte Dombdera wirksamere Prüfungsverfahren. «Das Lizenzierungsverfahren ist nichts wert», kritisierte er. Nach Ansicht des 42-Jährigen, dessen Verein die Lizenz nur unter Auflagen bekommen hatte, seien Reformen dringend notwendig. Dombdera mahnte den «maßvollen Umgang mit den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen» an und kam zum Schluss: «Spieler der mittleren und unteren Kategorie sind viel zu teuer.»



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    daene - 11.11.2008, 21:41


    Fehler auf allen Seiten
    Kommentar, 11.11.2008, WALTER BRÜHL, 0 Kommentare, Trackback-URL
    Die Lizenzierung der Handball-Bundesligisten

    Kaum hatte die Nachricht von der drohenden Insolvenz des Stralsunder HV die Runde gemacht, da warf Frank Bohmann, Geschäftsführer der Deutschen Handball-Liga (HBL), schon wieder seine Gebetsmühle an. "Das Lizenzierungsverfahren der HBL ist in Ordnung" - wie oft er diesen Satz schon heruntergebetet hat, wird er wahrscheinlich selbst nicht mehr wissen. Fest steht nur: Auf jeden Fall so oft, dass schon lange keiner mehr hinhört.Ernst nehmen kann die Aussage ohnehin kein Mensch. Erst die HSG Nordhorn, dann Tusem Essen, jetzt Stralsund: Wenn drei Bundesligisten mitten in der Saison der Schiffbruch droht, dann kann die Aufsichtsbehörde - und das ist in diesem Fall nun mal die Lizenzierungskommission der HBL - nicht gründlich gearbeitet haben.Sicher: Die Hauptschuld liegt in solchen Fällen stets bei den Vereinsverantwortlichen, die ihre Wirtschaftsplanung nicht im Griff hatten. Die Kontrolleure könen sich jedoch nicht einfach mit der Ausrede aus der Verantwortung stehlen, getäuscht worden zu sein. Es ist schließlich gerade ihre Aufgabe, solche Täuschungsversuche aufzudecken. Deshalb geht es längst nicht mehr "nur" um die Fehler von Nordhorn, Essen und Stralsund. Es geht inzwischen auch um die Fehler von Herrn Bohmann.

    w.bruehl@nrz.de



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    willi1 - 13.11.2008, 13:23


    Handball / Bundesliga
    12.11.2008
    "Handball lebt von der Hand in den Mund"
    Vereine sind insolvent, anderen droht die Krise. Die Bundesliga schlägt Alarm. Geschäftsführer Bohmann äußert sich bei Sport1.de.

    Von Wolfgang Kleine

    Dortmund/München - Nach der HSG Nordhorn und dem insolventen TuSEM Essen steht jetzt auch der Stralsunder HV vor dem finanziellen Kollaps. Die Bundesliga schlägt Alarm .

    Was wird aus der stärksten Handball-Liga der Welt? Während Meister THW Kiel sportlich und finanziell auf Rosen gebettet ist, droht die internationale und nationale Finanzkrise noch weitere Klubs in den Abgrund zu reißen.

    Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, sieht schon wegen der explodierten Gehälter für die Rückrunde massive Probleme auf einige Vereine zukommen.

    Im Sport1.de-Interview äußert sich Bohmann über den möglichen Pleitegeier, die Lizenzvergabe-Praxis, über die Größe der Bundesliga und geplante Struktur-Veränderungen.
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    Sport1.de: Die Spielergehälter sind nach dem WM-Erfolg vor allem im mittleren Bereich stark nach oben gegangen. Sehen Sie darin auch eine Ursache, warum Vereine wie Essen, Nordhorn und mittlerweile auch Stralsund in solch finanziellen Problemen stecken?

    Frank Bohmann: Zu Stralsund kann ich Ihnen im Moment nichts Genaueres sagen. Ich glaube allerdings nicht, dass es dort ein wesentliches Problem ist. Bei den anderen beiden Mannschaften kann ich das bestätigen. Nach der Weltmeisterschaft ist sehr viel Geld in den deutschen Handball geflossen.

    Sport1.de: Wie wurden die Etats gesteigert?

    Bohmann: Die Etats haben sich in der gesamten Liga von 55 auf 80 Millionen Euro gesteigert. Durch dieses vermehrte Kapital sind die Kosten gleichermaßen gestiegen. Die Klubs, die insbesondere diese Gelder vereinnahmt haben, haben sicherlich so zu einer Preisspirale beigetragen. Die Gelder sind hochgegangen. 70 Prozent der Kosten machen die Gehälter aus. Und da haben einige Klubs ihre Einnahmenstruktur nicht entsprechend anpassen können. Sowohl bei Essen als auch bei Nordhorn ist das der initiale Moment gewesen.

    Sport1.de: Das Lizenzverfahren wurde auch als "nicht streng genug" angegriffen.

    Bohmann: Das Dilemma wäre entweder früher oder später dagewesen. Im Nachhinein sage ich "Ja". Vielleicht hätten wir auch vorher einen harten Schnitt machen müssen. Das ist ganz klar, wobei die Entwicklungen nicht so absehbar waren, wie sie wirklich eingetroffen sind.

    Sport1.de: Wurde alles offengelegt?

    Bohmann: Man darf nicht vergessen, dass es sich um ein Verfahren handelt, in dem Pläne plausibel gemacht werden. Da kann immer etwas schiefgehen, wobei ich hier schon zumindest bei TuSEM und Nordhorn vermute, dass nicht alles offen gelegt wurde, was bereits vorher an Risiken bekannt war.

    Sport1.de: Fürchten Sie, dass andere Klubs in den finanziellen Strudel hineingeraten?

    Bohmann: Aktuell fürchte ich das nicht. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass die Konsequenzen der Kapital-Knappheit an den Märkten noch gar nicht zu uns durchgeschlagen sind. Es ist ein kleines Problem, was im Moment noch nicht akut ist. Die werden im nächsten Jahr kommen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

    Sport1.de: Für wann vermuten Sie diese Einflüsse?

    Bohmann: Ich befürchte schon vor der nächsten Saison, also schon im nächsten Kalenderjahr. Es wird zwar in der laufenden Saison noch nicht so dramatisch sein, weil es laufende Verträge gibt. Zur neuen Saison müssen wir über viele neue Modelle nachdenken. Im Handball ist es leider so, wie in den meisten andern Sportarten auch, dass von der Hand in den Mund gelebt wird. Und dass Ausfälle nicht einfach kompensiert werden können.

    Sport1.de: Muss man darüber nachdenken, die Anzahl der Bundesligavereine zu verkleinern und die Liga runter zu fahren?

    Bohmann: Ob das die Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Ich sag mal, wenn es gelingen würde, alle Fußkranken herauszunehmen, dann könnte es eventuell ein Modell sein. Aber das verkürzt ja erst einmal wieder die Möglichkeiten, Geld einzunehmen. Das sehe ich nicht als wesentliche Lösung an. Wir müssen sicherlich dahin kommen, dass jeder Klub für sich größere Reserven schafft, um das Risiko ein Stück weiter rauszunehmen.

    Sport1.de: Sehen Sie die Schere weiter auseinander laufen? Ist eine Entwicklung, wie sie in der Gesellschaft zu erkennen ist, auch im Handball zu erwarten?

    Bohmann: Also darüber wird bereits seit fünf Jahren, seitdem ich beim Handball dabei bin, diskutiert. Es wird immer weiter auseinandergehen. Wir haben große Budget-Unterschiede. Die haben wir aber auch schon immer gehabt. Sportlich sehe ich es eigentlich so, abgesehen vom THW Kiel, der derzeit ein bisschen über allen steht, dass die Liga enger zusammen gerückt ist. Dass zwischen Platz zwei und 15 nicht so ein riesiger Unterschied herrscht.

    Sport1.de: Allerdings zwischen Platz eins und dem Rest?

    Bohmann: Ja, das ist aber unvermeidlich. Das wird auch in anderen Sportarten nie erreicht werden. Es werden nie 18 Mannschaften gleichzeitig gegen den Abstieg und um die Meisterschaft kämpfen.

    Sport1.de: Am Donnerstag wird die Lizenzierungs-Kommission zusammentreffen. Was wird da der entscheidende Punkt und die entscheidende Forderung sein?

    Bohmann: Akut werden wir über die Fälle Nordhorn und Essen entscheiden, ob wir hier tatsächlich ein Lizenzvergehen festgestellt haben oder nicht. Daraus werden dann möglicherweise Konsequenzen gezogen. Wir werden aber auch sicherlich über die mittelfristige Entwicklung sprechen und wie wir diese Risiken stärker vermeiden können als das bislang der Fall war.

    www.sport1.de



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    daene - 21.11.2008, 11:23


    21.11.2008 - Christian Ciemalla
    Sumpf am Strelasund? - Gefälschte Kontoauszüge und Sponsorenverträge?
    Thomas Haack sieht sich schweren Anschuldigungen gegenüber
    Foto: Ralf Steinhorst
    Thomas Haack stand in den letzten Jahren mehrfach im Mittelpunkt der Medien, der Stralsunder wurde in den Vorstand der HBL gewählt, wollte Oberbürgermeister der Hansestadt werden und wurde Anfang März als Manager des Stralsunder HV entmachtet. Kommunikationsstörungen und ein "massiver Vertrauensverlust" wurden damals als Gründe angeführt. Die Vorwürfe wurden nun verschärft, unter anderem tauchten anscheinend gefälschte Kontoauszüge auf. Thomas Haack bestritt in den lokalen Medien bislang jedwede Vorwürfe, dass von ihm Bilanzen gefälscht worden seien. Nun aber veröffentlichte die "Zeitung am Strelasund" Konotauszüge, die die Zeitung als Beweis anführt, dass eben eine solche Fälschung vorgelegen habe. Für den Verein könnte dies den Todesstoß bedeuten, sollte die Lizenz erschlichen worden sein, könnte die HBL die Lizenz widerrufen, der Verein würde in die Oberliga rutschen.

    "Stralsund war bisher wirtschaftlich immer gesund aufgestellt", hatte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann in der vergangenen Woche erklärt und angefügt: "Die jetzigen Probleme sind beim Geschäftsführer-Wechsel aufgetaucht." Es wurde der Anschein erweckt, dass die neue Geschäfstführung angegriffen und die ehemalige geschützt werden soll. Dem widersprach Bohmann aber gegenüber handball-world.com, er wolle für keine Seite Partei ergreifen. Thomas Haack, der im Juni 2006 in den Vorstand der HBL gewählt worden war, scheint der Geschäftsführer der HBL so indirekt in Schutz zu nehmen, für die Beantragung der Lizenz hatte sich aber Haack in der vergangenen Saison noch verantwortlich gezeigt. "Bereits im Vorwege der Gesellschafterversammlung konnte durch Gespräche mit Sponsoren die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Gesellschaft sichergestellt werden. Durch diese Maßnahmen ist der laufende Spielbetrieb für diese und die kommende Saison gesichert", hieß es in damaligen Pressemeldung, direkt nach der Trennung von Haack. Damals war von einer Fehlsumme von 200.000 Euro die Rede, aufgetreten anscheinend aufgrund fehlender Zahlungen eines Großsponsor. Haack hatte den Lizenzantrag noch vorbereitet und laut einer damaligen Meldung sollte sein Rücktritt erst nach der Einreichung der Lizenz erfolgen, letzte Unterlagen mussten innerhalb weniger Tage eingereicht werden.

    "Jetzt hat sich die Situation entspannt", erklärte Tom-Peter Fritz, der als Gesellschafter die Geschäftsführung übernommen hatte, dann auch im Mai in einem Interview mit der HBL, nach dem der Verein den Aufstieg in 1. Bundesliga sicher gestellt hatte. Auch der Etat von 1,3 Millionen Euro wurde zu diesem Zeitpunkt bereits genannt. Ende Juli präsentierte der Verein mit Jörg Dombdera dann einen neuen Geschäftsführer. Doch die finanziellen Sorgen blieben und verschärften sich sogar noch - aufgrund von auftauchenden Altlasten: Zu den im März festgestellten 300.000 Euro Fehlbetrag, die durch Sponsoren und Spenden auf 50.000 Euro minimiert worden waren, entdeckte ein Schweriner Unternehmen, welches die Finanzen prüfte, einen weiteren Fehlbetrag von 450.000 Euro, so dass sich die Verbindlichkeiten des Vereins nun auf 500.000 Euro summierten. Grund für die Fehlsumme sollen falsche Abgrenzungen in der Bilanz, fiktive Sponsorenverträge und vorgezogene Einnahmen von Sponsorengeldern sein. Aus dem aktuellen Geschäftsbetrieb kamen aufgrund von Gehaltssteigerungen, Prämien für den Aufstieg und beispielsweise einen neuen, TV-tauglichen Boden, weitere 300.000 Euro hinzu. Ein Sanierungskonzept ohne Bürgschaft eines Dritten scheint nur schwer möglich, das Konzept, wie die 800.000 Euro Schulden abgetragen werden sollen, wurde unterdessen der Stadt vorgestellt.

    Zu den Beschuldigungen bezüglich einer fehlerhaften Buchführung und somit auch fehlerhafter Angaben beim Lizenzantrag, den noch die alte Geschäftsführung eingereicht hatte, erhebt die "Zeitung am Strelasund" nun ganz konkrete Anschuldigungen gegen den ehemaligen Manager Thomas Haack. In der Ausgabe vom letzten Sonntag berichtet das Blatt von durch Thomas Haack ohne Genehmigung der Gesellschafter aufgenommenen Darlehen in den Jahren 2005 und 2006, die verschwiegen worden sein sollen. Als diese, aufgrund der Zinszahlungen, den Gesellschafter auffielen, untersagten diese dem Geschäftsführer eine Inanspruchnahme des Überziehungskredits des Geschäftskontos bei der Pommerschen Volksbank über die Grenze von 20.000 Euro hinaus. Als Nachweis sollte monatlich ein Kontoauszug vorgelegt werden. Der im Dezember 2007 vorgelegte Kontoauszug wies, so die Zeitung, einen Kontostand von -11.959,15 Euro aus, der vom Januar 2008 den Betrag von -19.204,02 Euro. Die "Zeitung am Strelasund" hat nun Kontoauszüge veröffentlicht, die beweisen sollen, dass sich das Konto im Dezember mit 111.959,15 Euro und im Januar 119.240,02 Euro im Minus befand. Die erste "1" - und somit ein Betrag von 100.000 Euro - sei auf den Kontoauszügen entfernt worden, so der Schluß der "Zeitung am Strelasund". Die Zeitung sprach zudem von weiteren Darlehensverträgen, die den Gesellschaftern nicht vorgelegt worden seien. Zudem berichtet die Lokal-Zeitung von einem Sponsorenvertrag mit der Firma SKET GmbH über 95.100,00 Euro, von dem der Maschinenbauer selbst nichts wusste. Der Vertrag sei nicht von der Firma unterschrieben worden.

    Thomas Haack war in den vergangenen Jahren mehrfach in den Fokus der Medien geraten. Der Manager, 2006 in den Vorstand der Liga gewählt und Mitglied der Kommission zur Eingleisigkeit der 2. Bundesliga, erklärte im Februar dieses Jahres, dass er Oberbürgermeister der Hansestadt werden wolle, allerdings unterlag er bei der Wahl deutlich, nur 3,8 Prozent der Stimmen entfielen auf Haack. In der Lokalpresse sorgte Haack unterdessen im Herbst 2006 mit einer angeblichen Alkoholfahrt für Schlagzeilen, "Stralsunder Handballmanager mit Alkohol am Steuer erwischt", titelte damals die "Ostseezeitung". Zudem geriet er mehrfach in den Fokus der Berichterstattung aufgrund seiner "Befangenheit", als er als Mitglied des Stadtrats über den Neubau der Halle in Stralsund abstimmen sollte - er enthielt sich dann jedoch der Stimme. Im Frühjahr 2007 kündigte Haack dann eine Klage gegen "Conny" Wilczynski an: Der Füchse-Spieler sollte Haack nach dem Spiel in Stralsund getreten haben und der Manager aufgrund eines Hämatoms eine Woche krank geschrieben worden sein. Die angekündigte Klage erfolgte nie, die als Beweis angekündigten Videobildern wurden nicht vorgelegt.

    "Die Euphorie wird uns nicht dazu verleiten, uns in finanzielle Abenteuer zu stürzen", sagte SHV-Vorstandsmitglied Haack übrigens der Berliner Zeitung im März 2003. Fünf Jahre später begannen mit seiner Entmachtung beim Stralsunder HV die wohl schwersten Zeiten des Vereins. Wie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann richtig bemerkte, tauchten die Probleme erst mit dem Geschäftsführer-Wechsel auf, allerdings scheinen sie bereits vorher entstanden zu sein - zumindest scheint es hinsichtlich der Vorgänge in der Amtszeit von Thomas Haack offene Fragen zu geben. Die neue Geschäftsführung der Spielbetriebs GmbH des Stralsunder HV hat unterdessen Strafantrag gegen Thomas Haack gestellt, dies bestätigte Oberstaatsanwalt Michael Böhme der "Zeitung am Strelasund". Für die Zukunft des Stralsunder HV könnte Haack dennoch zu einer entscheidenden Figur werden: Nach dem Vorwurf der Urkunden- und Bilanzfälschung hat Haack zwar sein Mandat in der Stralsunder Bürgerschaft ruhen lassen, doch allem Anschein nach sitzt Haack weiterhin im Aufsichtsrat der Stralsunder Stadtwerke und diesen soll in Hinblick auf die vom Verein erbetene Bürgschaft über 450.000 Euro eine entscheidende Rolle einnehmen. "Es ist für uns nicht akzeptabel, dass Herr Haack angesichts der massiven Vorwürfe gegen seine Person bei dieser Entscheidung mitwirkt", so der Kommunalpolitiker Jürgen Suhr gegenüber MVRegio.

    HandballWorld



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    charly65 - 21.11.2008, 15:15


    :panik: :panik: :panik: :panik: :panik: :panik: :41536 :41536 :41536 :41536 :41536
    Haak und Edelmeier sollten gemeinsam ein Geschäft führen, die arbeiten beide nach dem selben Muster. :neu :neu :lach: :lach: :lach: :lach: :lach:



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    Nord-Elch - 21.11.2008, 17:52


    zum einen finde ich es ...... erschreckend, was da zur Zeit alles aufgedeckt wird. Magdeburg, Nordhorn, Gummersbach, unser Tusem.... Stralsund..... und wer weiß wie viele noch!
    Da sollte sich die HSB und vor allem die Top-Vereine mal ernsthaft Gedanken machen, wo das noch hinführen soll, bzw. wird!
    Auch die Spieler, wenn sie Verträge aushandeln..... alles hat ein "Überdenken" notwendig!

    zum Anderen sage ich aber, das wir vom TuSEM froh sein dürfen. Unsere Insolvenz hat "nur" etwas mit mangelndem Arrangement unseres Edelmeiers zu tun. Sein Egoismus und seine Alleingänge haben (meiner Meinung nach) den TuSEM ruiniert.
    Das wäre, lieber Charly, aber kein Betrug, sondern unvermögen.... und das ist nicht strafbar, im Gegensatz zum Kontoauszüge manipulieren. Also nicht das selbe Muster :wink:



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    willi1 - 27.11.2008, 21:58


    Donnerstag, 27. November 2008 Sparkurs: SHV trennt sich von Spielern Stralsund (Ostsee-Zeitung). Die prekäre finanzielle Situation zwingt den Stralsunder HV zu drastischen Sparmaßnahmen. Nach Konstantinos Chantziaras, der in der vergangenen Woche zum Ligakonkurrenten TSV Dormagen gewechselt war, will sich der Tabellenletzte der 1. Handball- Bundesliga aus Kostengründen auch von Michal Bruna und Nikolaos Samaras trennen. Darüber hinaus strebt der Verein Kürzungen der Spielergehälter in Höhe von 20 Prozent an. Das geht aus einem vereinsinternen Papier hervor, das der OZ vorliegt. „Der Manager hat uns gesagt: Alle sind frei“, erklärte Bruna, der sich bisher nicht mit dem Thema Abschied beschäftigt hatte. „Normalerweise will ich nicht weg“, betonte der Tscheche. „Aber wenn der Verein mein Gehalt nicht zahlen kann, muss ich einen neuen finden.“ SHV-Manager Jörg Dombdera wollte sich gestern zu möglichen Spielerverkäufen nicht äußern: „Kein Kommentar!“ Tom-Peter Fritz, Geschäftsführer der von der Insolvenz bedrohten SHV-Marketing GmbH, erklärte: „Wir müssen Spieler abgeben. Ohnedem geht es nicht.“ Der Verein hätte bereits mit den Beratern der Spieler Kontakt aufgenommen. Samaras soll in Dormagen im Gespräch sein. Für Ivan Nincevic könnte sich bei MT Melsungen eine Perspektive ergeben. Bei den Hessen hat sich der etatmäßige Linksaußen Ivan Brovka schwer verletzt. Milan Berka, der eine ganz starke Saison spielt, will der SHV offenbar halten. Er soll der Leitwolf der neu formierten Mannschaft werden. Durch den vorzeitigen Abschied von Chantziaras, dem verletzungsbedingten Ausfall von Petr Hruby sowie dem geplanten Weggang von Bruna und Samaras will der mit Liquiditätsproblemen kämpfende SHV (500 000 Euro Altschulden, 300 000 Euro Etat-Unterdeckung) Einsparungen in Höhe von insgesamt 230 000 Euro erzielen. „Bis Januar passiert erst mal nichts“, meint Trainer Zdenek Vanek. Der Coach will jetzt A-Jugend-Spieler über die zweite Mannschaft an die erste Vertretung heranführen. Hinter den Kulissen laufen unterdessen verschiedene Pläne zur Rettung der schwer angeschlagenen GmbH, die nach jetzigem Stand der Dinge auch in der kommenden Saison als wirtschaftlicher Träger fungieren soll. „Wir ändern erst mal nichts“, bestätigte Fritz. (STEFAN EHLERS)
    www.ostsee-zeitung.de



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    willi1 - 30.11.2008, 13:07


    Stralsunder HV Nachrichten
    Samstag, 29. November 2008
    Investor bietet SHV Hilfe an
    Die Stralsund Arena GmbH hat angeboten, dem Stralsunder HV mit 225 000 Euro unter die Arme zu greifen. Sie stellt auch Bedingungen.
    Stralsund (Ostsee Zeitung) Erstaunliche Nachrichten für Handball-Bundesligist Stralsunder HV. Die Hansestadt Stralsund Arena GmbH & Co KG, stellt in Aussicht, den finanziell schwer angeschlagenen Verein massiv zu unterstützen, um die drohende Insolvenz zu verhindern. Das Unternehmen, das bis zum Frühjahr 2010 die 3500 Plätze fassende Heimspielstätte für den angeschlagenen Verein errichten will, „kann kurzfristig etwa die Hälfte des bis zu Saisonende notwendigen Kapitalbedarfs zur Verfügung stellen“, heißt es in einer gestern verbreiteten Pressemitteilung.

    Laut einem internen Sanierungspapier, das der OSTSEE-ZEITUNG vorliegt, beträgt die derzeitige Deckungslücke im Etat 453 000 Euro. Die Arena GmbH, eine Firma des renommierten Nürnberger Unternehmens Glöckner Architektur und Städtebau (u.a. Zentralstadion Leipzig) würde rund 225 000 Euro in den Verein stecken. Insgesamt belaufen sich die Außenstände des SHV auf 815 000 Euro. 362 000 Euro sind Altschulden.

    Was hinter der Hilfsabsicht des Stadthallen-Investors steckt, ist klar: die Insolvenz des SHV verhindern und Druck auf die Stadt ausüben. Oder plant Glöckner, der nach OZ-Informationen bereits 2,5 Millionen Euro Planungskosten eingestrichen hat, gar einen Ausstieg aus dem Stadthallen-Projekt? Ginge der Verein pleite, würden die Stralsunder in die Oberliga abstürzen. Das Investment Stadthalle würde dann keinen Sinn machen.

    Verwunderlich ist, dass die Arena GmbH gestern zwar eine Pressemitteilung in Umlauf brachte, allerdings weder die Hansestadt noch die Verantwortlichen des Vereins informierte. Entsprechend zurückhaltend reagierten beide auf das Angebot. „Offiziell haben wir von diesem Angebot noch gar keine Kenntnis“, erklärte SHV-Manager Jörg Dombdera. „Insofern kann ich das nicht bewerten“, fügte er hinzu.

    Der Stadthallen-Investor, der gestern für Nachfragen nicht zu erreichen war, knüpft an sein Hilfsangebot offensichtlich weitreichende Forderungen. In der Mitteilung heißt es: „Die Hansestadt Stralsund Arena GmbH und Co. KG erwartet jedoch zugleich von den Sponsoren, den Gesellschaftern der Handball-Marketinggesellschaft und vor allem von den führenden Vertretern der Hansestadt nebst den Leitern der städtischen Gesellschaften, das sportliche Aushängeschild einer ganzen Region zu retten und dazu beizutragen, dass sehr schnell das nun noch fehlende Kapital zur Verfügung stellt.“ Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow (CDU) wollte das Hilfsangebot nicht kommentieren. Unabhängig davon tue die Stadt alles in ihren Kräften Stehende, um den SHV zu retten, versicherte er. Ob er damit eine Hunderttausende Euro umfassende Bürgschaft meint, muss bezweifelt werden. Denn in der vergangenen Woche hatte sich die Hoffnung des SHV zerschlagen, dass die Stralsunder Bürgerschaft einer Bürgschaft über 450 000 Euro zustimmen wird. Der SHV, der am Wochennende spielfrei ist, hat inzwischen fristgerecht den ersten Teil der Lizenzierungsunterlagen für die Saison 2009/2010 bei der Handball-Bundesliga eingereicht. Der Antrag gilt für die erste und zweite Liga. Sollten sich die schlimmen Befürchtungen von der Insolvenz bewahrheiten, müsste der SHV aber drei Klassen tiefer (Oberliga) starten. (S.E C.L.)
    Verweise:
    www.ostsee-zeitung.de



    Re: Strahlsunder HV vor der Insolvenz

    Känguruh - 05.12.2008, 08:06


    Insolvenz abgewendet: Stralsunder HV erhält Bürgschaft - Spieler sollen auf 30 Prozent Gehalt verzichten

    Zdenek Vanek
    Foto: Steffen Wollmann
    Aufatmen beim finanziell schwer angeschlagenen Handball-Bundesligisten Stralsunder HV. Vier regionale Unternehmen gewähren dem Tabellenschlusslicht eine Bürgschaft in Höhe von 450.000 Euro. Das erklärte Stralsunds Oberbürgermeister Alexander Badrow am Freitag auf einer Bürgerschaftssitzung.

    "Ich bin mir sicher, dass der Stralsunder HV und vor allem auch die Spieler unter diesem Aspekt und in der Situation bereit sind und dafür kämpfen, dass der Handball in Stralsund in der Bundesliga eine Zukunft hat", sagte Badrow. Mit der Bürgschaft kann die drohende Insolvenz des mit insgesamt 815.000 Euro verschuldeten Vereins abgewendet werden.

    Dennoch muss der Club seinen rigorosen Sparkurs weiter fortsetzen. Wie die Ostsee-Zeitung (Donnerstag-Ausgabe) berichtete, sollen die Spieler auf 30 Prozent ihrer Bezüge verzichten. Bis zum Montag sollen sich die Spieler entscheiden, ob sie die Gehaltseinbußen hinnehmen oder den Verein verlassen wollen. Der griechische Nationalspieler Konstantinos Chantziaras hatte die Sundstädter bereits in Richtung TSV Dormagen verlassen.

    Zwei Tage vor dem Aufsteiger-Duell in Dormagen plagen den Stralsunder HV personelle Probleme. Neben den langzeitverletzten Petr Hruby (Knorpelschaden im Knie), Martins Libergs (Bandscheibenvorfall) und Eric Hoffmann (Schädelfraktur) fällt wohl auch Christian Schwarz aus. "Er war die gesamte Woche krankgeschrieben. Ich glaube nicht, dass er spielen kann", sagte Trainer Zdenek Vanek am Donnerstag.

    Quelle:handball-world



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