Nur ein Traum, wohl kaum (OS)

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    Re: Nur ein Traum, wohl kaum (OS)

    nath - 24.10.2008, 23:07

    Nur ein Traum, wohl kaum (OS)
    Diese Geschichte habe ich für eine total gute Freundin, Mione, geschrieben, die ich von Gina's Hogwarts kenne und mit der ich mich auf Anhieb gut verstanden habe. Wir teilen in vieler Hinsicht die gleiche Meinung, ebenso wie bei dem Pairing Draco/Hermine. Ich habe ihr versprochen einen OneShot zu schreiben, welchen ich ihr widme und das ist dabei rausgekommen ..



    Nur ein Traum, wohl kaum.

    Sie schaute vorsichtig noch mal um die Ecke. Sie musste sicher gehen, dass sie allein war. Sie konnte es nicht riskieren, gesehen zu werden. Vorsichtig beugte sie sich vor um auf den leeren von Fackeln beleuchteten Gang zu sehen - es war niemand da. Vorsichtlich schlich sie aus ihrem Versteck heraus. Das Geräusch das ihre nackten Füße auf dem kalten Steinboden verursachten, hörten sich an wie lange Triangelschläge. Doch es gab noch Geräusche die ihr Körper von sich gab, die ihr in dieser Stille wie Paukenschläge vorkamen - ihr Herz. War es weil sie fürchtete erwischt zu werden, mitten in der Nacht, in einem Gang von Hogwarts, oder war es weil sie ihn bald sehen würde, weil sie bald bei ihm war? Sie wusste es nicht genau, das einzige was sie durch diese furchteinflößende Stille begleitete war die Gewissheit, dass er da sein würde. Er musste da sein.
    Hermine machte sich mittlerweile selber Vorwürfe, wieso sie sich nicht den Tarnumhang von Harry geborgt hatte, doch es war schon zu spät. Sie bog in einen neuen Gang ein als sie bemerkte wie schön der glatt geschliffene Marmorboden unter ihren Füßen im blauen Mondlicht schimmerte. Sie fühlte sich einen Moment einfach nur geborgen. Der Mond schien heute besonders hell, als ob er gleich aufgeregt wäre wie sie und die Sterne mächtig mit ihr mitfieberten. Die Fackeln tanzten in ihren Ständern wie Zuschauer die ihr aufmunternd zuzwinkerten und die Wände schienen so zu verlaufen, als könne sie sich nicht verirren. Langsam wurde ihr kalt, doch das kümmerte sie nicht sehr. Sie blieb vor einem Fenster stehen und schaute hinaus auf den verbotenen Wald. Er war so schwarz, dass er sich von der vollkommenen Schwärze der Nacht, abhob. Er sah aus wie ein riesiges, liegendes Etwas das lauernd auf die Sterne hinaufblickte und sie unheimlich gerne verschlingen würde. Die Dunkelheit war perfekt um sich selber im Fenster zu sehen, also machte sich Hermine noch ein mal zurecht - sie zupfte an ihrem Haarband das ihre Mähne mit Mühe zusammen hielt, und holte es aus den Haaren sodass sie ihr wie ein Schleier auf den Rücken fielen. Noch ein mal Band sie ihre Haare ein bisschen höher zusammen, dadurch lösten sich ein paar widerspänstige Strähnen die ihr locker über die Ohren und die Schultern fielen. Sie zupfte auch noch ein bisschen an ihrem grünen Kaputzen Pully herum und blickte dann auf ihre Füße - ihre Zehen waren vor Kälte schon rot, doch das kümmerte sie nicht. Sie richtete ihren Kopf wieder auf und blickte in den schwarzen Himmel der von wunderschönen Sternen gesprenkelt war. Sie konnte es zwar selber nicht sehen, doch ihre braunen Augen waren in diesem Moment ebenso gesprenkelt. Sie seufzte und machte sich dann wieder auf den Weg in das Pokalzimmer.
    Als sie jeden Tag in ihre geliebte Bibliothek gegangen war, ist sie oft an diesem Zimmer vorbeigelaufen, also wusste sie den Weg dorthin auswendig. Dadurch wusste sich auch, dass es nicht mehr weit war.
    Sie war ihrem Ziel schon so nahe, als sie aus unmittelbarer Nähe ein Geräusch hörte. Erschrocken zuckte sie mit ihrem Kopf nach hinten - ihr Genick knackte dabei und das tat weh. Fluchend rieb sie ihre schmerzende Stelle als sie plötzlich ein Miauen vernahm. Verzweifelt blickte sie umher - sie musste sich irgendwo verstecken, Mrs. Norris durfte sie nicht finden! Nach einer Ewigkeit, so kam es ihr vor, fanden ihre verzweifelten Augen ihr Ziel - eine Nische hinter einer alten, verrosteten Rüstung mit einem Dellen versehenen Helm. Leise eilte sie zu dieser Stelle und zwar keine Sekunde zu früh denn schon kam um die Ecke Mrs. Norris geschlichen. Mit ihren roten Augen untersuchte sie die Umgebung und da hier wohl nicht's war, ging sie weiter. Erleichtert atmete Hermine aus, bald war sie da, bald war sie bei ihm! Vorsichtig schlengelte sie sich aus ihrem Versteck und eilte weiter den Gang hinunter. Der Mond lag hinter ihr und beobachtete ihren Rücken, während sie vorsichtig anfing zu laufen. Sie wurde zunehmend nervös und blickte dementsprechend immer öfter umher. Beinahe lief sie an ihrem Ziel vorbei. Schnell brachte sie ihre schmutzigen, kalten Füße zu stehen und blickte unsicher auf die riesige, holzerne Doppeltür die zum Pokalzimmer führte. Sie riskierte zwei letzte Blicke auf die Seite in die Gänge und dann legte sie ihre Hand langsam auf die verzierte Eisenklinke. Leise quitschend wurde sie hinuntergedrückt und mit einem leisen knarren, das in dieser Stille wie ein Löwengebrüll klang, ging die Tür auf. Ein riesiges Zimmer offenbarte sich ihr. An der rechten Seite waren zwei Fenster die den bläulichen Schein vom Mond auf den Parkettboden der Halle warfen. An den Wänden standen hohe Glasschränke die ebenfalls zu leuchten schiene und in denen massenweise Preise verstaubt standen. Sie konnte ihn nirgendwo sehen, hatte er sie sitzen gelassen? Sie beschloss noch ein bisschen zu warten und setzte sich in der Zeit auf eine rot-goldene Couch die an einem Bücherschrank mitten in der Halle stand. Die Zeit schien still zu stehen - statt Sand ronn Pech durch die Sanduhr. Nervös fing sie an, an dem Couchpolster zu zupfen und beunruhigt schaute sie umher - wenn sie wegen ihm entdeckt werden würde war es aus. Vollkommen, dann dunldete sie keine Entschuldigung mehr, dann war's einfach nur aus und vor-
    „Hey Hermine“, er hat es nicht geflüstert. Das beschrieb nicht wie er es sagte, es war eher wie ein Geheimnis das er offenbaren wollte, und zwar nur ihr. Er legte seine Hand an ihre Schulter und Hermine kam es so vor als würde von diesem Punkt aus jedes Glückgefühl, jedes Wohlbefinden und einfach ein Kribbeln durch ihren Körper strömen, unaufhaltsam. Langsam drehte sie ihren Kopf zur Seite, dabei fielen ihre losen Strähnen auf ihren nackten Nacken, und das kitzelte. Bevor sie ihn eindeutig sah blinzelte sie noch ein Mal und seufzte Glück aus ihr heraus. Dann sah sie ihn deutlicher – er stand da. Er war es wirklich. Da stand er, mit seinen blonden Haaren und den grauen Augen die liebevoll auf sie hinabblickten und seine Hand unentwegt auf ihrer Schulter.
    „Ich dachte, du hättest mich vielleicht sitzen gelassen.“, sie sagte es obwohl sie wusste, dass es nicht stimmen konnte. Allein seine Augen sagten ihr das alles, und noch viel mehr.
    „Ich dich? Niemals.“, antwortete er sanft und sie glaubte ihm, sie konnte nicht anders.
    „Aber ich möchte dir etwas geben.“, überrascht stand Hermine auf um ihr Geschenk, mit dem sie nicht gerechnet hatte, entgegen zu nehmen. Sie stand vor ihm und sah ihn fragend an.
    „Es ist etwas ganz kleines was ich dir schon lange mal geben wollte.“, sie schaute auf seine Hände weil sie dachte, dass er etwas aus seinem Umhang herausholen würde. Doch plötzlich begriff sie. Sie nahm seine Hand und er nahm das als ein ja und küsste sie. Er küsste sie und nicht mehr, doch Hermine konnte nicht glauben, dass es nur küssen war. Es war dieses Gefühl, dieses wunderbare Gefühl das man nicht beschreiben kann und bei dem man nicht glauben kann, dass es da ist. Es war einfach mehr als ein einfacher Kuss, viel mehr. Er legte sacht seine Hände auf ihre Hüften, ganz vorsichtig, als möchte er fragen ob er das darf und sie rückte näher um ihm das Zeichen für „ja“ zu geben. Sie legte ihre Hände auf seine Schultern und ihre rechte streichelte langsam seinen Nacken. Es war als würden sie nach einem langem Flug wieder landen, als Hermine langsam ihre Lippen von seinen nahm.
    „Draco?“, seine Augen fanden ihre und als sie seinen Namen sagte leuchteten sie vor Glück auf.
    „Mhm?“ „Ich liebe dich“, sie sagte es entschlossen, doch trotzdem überraschten sie ihre eigenen Worte. Sie hatte Angst er würde falsch reagieren, doch –
    „Ich dich auch.“, und das war noch besser als Küssen. Es war als wäre mitten in ihrer Brust eine kleine Blase explodiert die schon längst da war und eine warme, ölige Substanz überall in ihrem Körper verteilte. Und sie küssten sich wieder und es war Liebe was ihre Lippen sagten ohne sich zu bewegen. Liebe die nie enden wollte.. Niemals..

    Es schmerzte, ihr Becken schmerzte und sie riss ihre Augen auf. Sie war von ihrem Himmelbett gefallen. Es war bereits Licht und die Sonne schickte ihre ersten Strahlen durch das Schlafsaalfenster um mit ihnen, alle anderen vorsichtig zu wecken. Sie wurde zu schnell geweckt. Zuerst wusste sie gar nicht was passiert war aber dann verkrampfte sich ihre Gesicht und sie seufzte. Schnell legte sie sich wieder auf ihr Bett und hämmerte auf ihren Polster wie verrückt ein. „Es war alles nur ein Traum, ein verflixter blöder Traum, verdammt!“, diese Worte verfolgten sie die ganze Zeit in ihren Gedanken. Wut-, und Enttäuschungstränen bildeten sich in ihren großen, braunen Augen und rannen ihr die Wangen hinunter während sie ununterbrochen auf ihr Kissen einschlug.
    „Wieso, verdammt? Wieso war es nur ein Traum?!“, doch sie wusste nicht, dass jemand anderer genau den selben Traum gehabt hatte und jetzt ebenso wütend auf sein Kopfkissen einschlug. Und diese beide wussten nicht, dass sie diesen Traum zusammen erleben würden. Draco und Hermine hatten keine Ahnung was sie erwartete.



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