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Re: beitrag nano
eiskristall - 13.04.2006, 18:52beitrag nano
13.04.2006 / mp mit Material der dpa und von ap
3sat / nano
Geschlechter-Unterschiede in der Medizin ignoriert
Prof. Verena Stangl weist darauf hin: "Frauen sind eben keine kleinen Männer"
"Man hat das Frausein auf die Schwangerschaft reduziert", kritisiert die
Pharmakologin Prof. Petra Schürmann. "Es gab sehr viele Jahre ein Verständnis in der Medizin, die als Fach auch sehr männerdominiert ist, dass es eigentlich keine geschlechtsspezifischen Unterschiede geben könnte außer den reinen Männer- oder Frauenkrankheiten." Man habe dabei bisher ignoriert, dass die Unterschiede bei
den Hormonen auch einen Einfluss auf andere Krankheiten haben können.
Die Gesundheitsökonomin Dr. Stephanie Stock geht davon aus, dass Männer anders - und teilweise auch besser behandelt würden als Männer. Die Mehrausgaben für Männer pro Medikament liegen bei der koronaren Herzerkrankunge bei 25 Prozent,
Asthma bei 14 Prozent,
Diabetes bei Prozent und
Bluthochdruck bei 26 Prozent höher als bei Frauen.
Die Gesetze regeln lediglich, dass Frauen in Studien "ausreichend" vorkommen müssen. Bei Männern wird unterschieden, weiß Dr. Siegfried Throm vom "Verband forschender Arzneimittel-Hersteller": "Wir haben große Männer, kleine Männer, dicke Männer, dünne Männer. Es gibt so viele: junge Männer, alte Männer. Die Medikamente, die letztendlich im Markt reüssieren sollen, müssen solche Unterschiede einfach aushalten können. Und mit diesen großen Unterschieden zwischen den Männern auch möglichst die Unterschiede zwischen Frauen und Männern
abdecken können."
Prof. Verena Stangl von der Berliner Charité findet es "bedenklich, dass es offensichtlich noch heute Personen gibt, denen nicht klar ist, dass Frauen keine kleinen Männer sind." Zudem reagieren Frauen auf Medikamente anders als Männer - sie leiden stärker unter den Nebenwirkungen. Frauen mit Herzproblemen werden nach Ansicht der Berliner Charité-Professorin Vera Regitz-Zagrosek medizinisch oft
schlechter versorgt als Männer. "Bei gleicher Herzerkrankung werden Frauen nicht gleich gut behandelt", betonte Regitz-Zagrosek, Leiterin des interdisziplinären Charité-Zentrums für Geschlechterforschung in der Medizin.
Grund dafür sei auch mangelndes Wissen bei Ärzten. So sei etwa nicht ausreichend bekannt, dass Männer und Frauen bei Herzerkrankungen unterschiedliche Symptome und Verläufe zeigten, ergänzte Regitz-Zagrosek."Statt Schmerzen in der linken Brust und einem Ausstrahlen der Schmerzen in den Oberarm haben Frauen eher Rücken- und Bauchschmerzen, Atembeschwerden und leiden unter Übelkeit."
Eine schlechtere medizinische Versorgung von Frauen sei auch durch die erste große europäische Erhebung zu Herzkrankheiten ("Euro Heart Survey") belegt worden. Dafür waren Daten von rund 2200 Männern und 1500 Frauen mit Herzbeschwerden ausgewertet worden. "Im Ergebnis wurden die Frauen weniger sorgfältig untersucht, weniger intensiv mit Medikamenten behandelt und auch seltener operiert", berichtete die Charité-Forscherin. Ähnliche Resultate zeige im kleinerem Rahmen auch das Berliner Herzinfarkt-Register. "Manchmal gibt es bei Ärzten und Patientinnen auch den diffusen Glauben, dass Herzbeschwerden bei
Frauen nicht so ernst zu nehmen sind", kritisierte Regitz-Zagrosek.
Das sei ein großer Irrtum. Vermutlich seien Frauen bis zur Menopause durch Hormone oder auch einen weniger stressigen Lebensstil besser gegen Herzkrankheiten geschützt. "Ältere Frauen haben aber ein ähnlich hohes Risiko wie Männer." Jede zweite Frau in Deutschland stirbt an einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer anderen Herz-Kreislauf-Erkrankung.
Nach DAK-Gesundheitsreport werden diese Krankheiten bei Frauen später erkannt und schlechter behandelt als bei Männern. Herz-Kreislauferkrankungen seien bei Frauen zehn- bis fünfzehnmal häufiger Todesursache als Brustkrebs. "Frauen sind nicht weniger, sondern später betroffen als Männer", erklärte so auch Studienleiter Hans-Dieter Nolting vom Berliner Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES). Weil Frauen in den jüngeren Jahren eher an Krebs sterben würden, habe
sich in den Köpfen festgesetzt, dass Herzinfarkt oder Schlaganfall ein Problem der Männer sei.
Ein Herzinfarkt tritt bei Männern im Alter von 65 Jahren am häufigsten auf, bei Frauen im Alter von 75 Jahren. Als Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Frauen gelten den Angaben nach Diabetes, Übergewicht, Rauchen und die Einnahme von Hormonen.
Da die Krankheitssymptome bei weiblichen Patientinnen wesentlich weniger charakteristisch seien als bei männlichen, würden die Beschwerden oft falsch gedeutet, sagte Herz-Kreislauf-Spezialist Bernhard Rauch. Während es bei Männern
mit einem akuten Herzinfarkt 75 Minuten bis zur Behandlung im Krankenhaus dauere, vergingen bei Frauen im Schnitt 90 Minuten. "Das ist die entscheidende Zeit, da sterben immer noch die meisten Menschen", sagte Rauch. Während Männer bei einem akuten Herzinfarkt unter Brustschmerzen litten, klagen Frauen eher unter Kurzatmigkeit, Schwäche, Übelkeit, Erbrechen und Oberbauchschmerzen.
Auch im Krankenhaus liege die Sterblichkeit bei einem Herzinfarkt für Männern deutlich niedriger als für Frauen. Die Gefahr eines Herzinfarktes bei Frauen werde deutlich unterschätzt, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher. Die Kasse werde die Ergebnisse der Studie zum Anlass nehmen, eine Kampagne zur Vorbeugung zu starten und die Versorgung zu verbessern.
Zum Thema sprechen wir mit Prof. Gabriele Kaczmarczyk vom "Netzwerk Frauengesundheit Berlin"
anmerkungen eiskristall: da gibt es noch keine zusammenfassung, die frau vergleicht die mangelnde forschung in bezug auf frauen mit den ebenso mangelnden
forschungen in bezug auf kinder.
so nach dem motto "die forschungen sind zu teuer".
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