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Re: This, what I want - PG 14
Mariposa - 06.04.2006, 15:47This, what I want - PG 14
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Autor: Mariposa
Hauptpersonen: Ashley, Bill, Tom, Dean
Art der Story: Depri, Sap
Disclaimer: Die Jungs von Tokio Hotel gehören mir nicht, selbes gilt für deren Songs und die von The Rasmus. Ich verdiene kein Geld mit dieser Fanfiction und alles ist meinen freien Gedanken entsprungen.
Claimer: Ashley und andere erfundene Personen gehören mir.
Summary: Ashley ist die beste Freundin von Bill und Tom. Sie verliebt sich auf einer Party in Dean, der sich kurz danach aber immer merkwürdiger verhält. Für Ashley eine schwere Zeit in einem Gefühlschaos, bis sich alles klärt.
This, what I want
Ich lief durch die Straßen. "Man, wo kann diese Party nur sein?", fragte ich mich. Mein Orientierungssinn war wirklich nicht zu beneiden. Fünf Minuten später entdeckte ich ein Haus, das voller Lichterketten war. Laute Musik drang vom Inneren. "Hier wird es sein.", sagte ich zu mir selbst, stolz es gefunden zu haben. "Ja, hier ist es auch!", meinte ein Junge und winkte mich herein. "Tom!" Ich freute mich sehr, ihn zu sehen. "Man, ich hab' echt lange gebraucht, hier her zu finden." Tom lachte. "Naja, jetzt bist du ja da." Er gab mir einen flüchtigen Kuss und zerrte mich rein. "Partytime!" Von hinten wurde ich umgerannt. Bill. Ich umarmte ihn, er gab mir, wie Tom einen flüchtigen Kuss und sah mich verdutzt an. "Sag' mal, hab' ich was verpasst?" Ich musterte ihn verwirrt. "Hä, wieso?" Er deutete auf mich, besser gesagt auf mein Outfit. "Ähm, du siehst sonst schon zu scharf für diese Welt aus, aber heute." Ein Pfeifen verdeutlichte seine Meinung. "Einfach nur umwerfend. " Ich lächelte. "Danke." Aufeinmal schlang Tom einen Arm um meine Taille und zog mich auf die Tanzfläche, dann kam Bill wieder dazu und ich tanzte mit den beiden. "Ihr seid echt..." Beide grinsten schon jetzt. "...die besten Zwillinge der Welt.", meinte ich und strahlte. "Wissen wir doch.", rief Tom mir in einem gewissen Unterton zu. Wir alle mussten lachen. "Oh man...typisch." Dann verließen wir die Fläche und schmissen und zu dritt auf ein Sofa. "Gerade so Glück gehabt, alles andere ist voll.", sagte Bill und ich und Tom nickten ihm zu. "Ich hole uns mal was zu trinken." Ich sprang auf, machte mich auf die Suche nach der Theke und huschte zwischen all den Leuten hindurch. Plötzlich rempelte ich jemanden unsanft an. "Oh, tut mir Leid." Ich drehte mich um. "Oh mein...", fing ich an. "Ist was? Habe ich irgendwo was?" Ich schüttelte den Kopf. "Nee, aber..." Der Typ sah mich unverständlich an. "Hä, was denn?"Achje, wie sollte ich das nur erklären? Ich konnte meinen Augen ja selber nicht trauen. "Also, es ist so." Ohne Pause erzählte ich ihm, dass es zwar komisch klingen würde, ich mir aber genau so, wie er aussah, immer meinen Traumtypen vorgestellt hatte. Zusammen lachten wir und gingen schließlich etwas zu trinken holen. "Fünf Bacardi's, vier Smirnoff's und drei Pina Coladas bitte." Ich zwinkerte dem Kellner zu. Beim besten Willen, schüchtern gehörte nicht zu meinem Wortschatz. Ohne lange zu überlegen, nahm ich den Typen mit zu Tom und Bill auf's Sofa. Es war allerdings nur noch ein Platz frei. Ich fragte "meinen Traumtypen" nach seinem Namen. "Dean." Ich schmunzelte... "Ashley und Dean, was ein Zufall. Wie kommen deine Eltern zu so einem Namen?" "Naja, meine Mutter meinte, mein Vater wäre Amerikaner gewesen." Ich stutzte. "Gewesen?" Er nickte. "Ja, ich kann mich nicht an ihn erinnern. Er verlies meine Mutter kurz nach der Geburt." Ich fühlte mit ihm, doch uns schien wirklich etwas zu verbinden. "Oh, das tut mir Leid. Aber, weißt du, was witzig ist?" Ich lächelte ihn verschmitzt an. "Mein Vater kommt auch aus Amerika." Zusammen lachten wir, dann stellte ich die Getränke ab. "So. Setz' dich doch, Dean." Er nickte und lies sich rechts von Tom fallen. Bill und Tom grinsten mich an, sie schienen sich beide zu freuen, da kein Platz mehr da war und ich entweder hätte stehen bleiben oder mich auf irgendeinem Schoß niederlassen müssen. Dean saß ganz locker da und sah mich an. Ich biss mir auf die Lippen, warf Dean einen kurzen Blick zu, der nickte. Ich ging also um den Tisch, schaute kurz zu Tom und Bill und setzte mich bei Dean auf den Schoß. Die Twins starrten mich entgeistert und mit offenem Mund an. Sicher kannte ich die beiden eine Ewigkeit und Dean erst ein paar Minuten lang, aber die Twins waren meine besten Freunde, nicht mehr und vor allem nicht weniger. Und Dean und ich, was auch immer mit uns geschehen würde, waren verbunden. Das spürte ich. Es konnte einfach kein Zufall sein, dass ich ausgerechnet den Typen traf, der in meinem Träumen oft aufgetaucht war, der meinen Vorstellungen entsprach. Welches Mädchen trifft im echten Leben schon ihren absoluten Traumtypen? Diese Chance durfte und konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen. Ich schnappte mir ein Pina Colada, reichte Dean ein Smirnoff und gab Bill und Tom jeweils ein Bacardi, den sie immer noch leicht entsetzt annahmen. Keiner von beiden brachte einen Ton raus. Zufrieden grinste ich. Dean schien es nicht zu bemerken und ich unterhielt mich mit ihm ganz gut. Bill und Tom starrten abwechselnd sich, dann wieder Dean und mich an. "Sag' mal, Tom, du bist doch sonst nicht so ruhig. Was ist'? Keine dabei, heute?", meinte ich an Tom gewandt, der prompt erschrak. "Äh, nee, nicht' so wirklich. Hab' auch gar keine Lust.", sagte er in einem sehr trockenen Ton und nippte an seinem Bacardi. "Entschuldigung, Ash, darf ich mal?", fragte Dean nett und stand auf. "Bin gleich wieder da." Ich setzte mich, drängte mich zwischen die Twins und legte meine Arme um sie. "Was los?" Beide seufzten. "Der Typ da. Wer is'n das? Nennt dich Ash, nimmt dich auf den Schoß. Hab' ich irgendwas verpasst?", war Tom's Antwort, mehr eine Gegen-Frage. "Das ist Dean. So wie ihn habe ich mir immer..." Ich brach ab. Sollte ich ihnen davon erzählen? Nein, sie waren Jungs, sie konnten das nicht verstehen. Andererseits waren sie meine besten Freunde und ich hatte so gut wie keine Geheimnisse vor ihnen. "...meinen Traumprinzen vorgestellt. Haargenau." Tom wippte nervös mit dem Fuß, Bill starrte noch immer ins Leere. "Aber du kennst ihn doch gar nicht lange, oder?", kam es wieder von Tom. Ich schüttelte den Kopf, dabei fiel mir meine lange, goldene Mähne ins Gesicht. "Nö, aber vom Aussehen. Und nett zu sein scheint er außerdem." Tom sah auf den Boden. "Na dann, viel Glück noch." Bill hatte seinen Bacardi ausgetrunken und schnappte sich ein Smirnoff. Sonst war er etwas vorsichtiger mit Alkohol und heute? Warum waren sie so komisch? Gönnten die zwei mir keinen Spaß, geschweige denn ein wenig Glück? Endlich lief mal wieder was richtig gut und meine besten Freunde, die wichtigsten Menschen, ein Teil meiner Familie, schmollten. Super. Enttäuscht sah ich mich nach Dean um. Keine Spur. Dann nippte ich an meinem Cocktail. "Tom, kann ich mal einen Schluck Bacardi?" Tom nickte, seine Gesichtszüge entspannten sich etwas und er drückte mir seine Flasche in die Hand. Ich nahm sie, trank ein paar Schlücke und stellte sie auf den Tisch. Dann strich ich Tom über seine Wange. "Lach mal wieder." Tom grinste. Er fuhr durch mein Haar, zog seine Hand wieder zurück. Ich wandte mich an Bill. "Honey, was is'n nur los, hä?" Bill blickte mich an, seine sonst so warmen braunen Augen schienen kalt. "Nichts." Ich drückte ihm einen Kuss auf die Wange. "Sicher?" Er seufzte. "Nee." Ich umarmte ihn und flüsterte ihm etwas ins Ohr:"Ich dachte, wir haben keine Geheimnisse voreinander. Erzähl' schon." Er sah mich an, drehte an meinem Ohrring, stupste mein Nasenpiercing an und sagte nur:"Ja, schon, aber das werde ich dir auch erzählen. Nur nicht jetzt. Okay? Später." Ich wunderte mich etwas, nickte aber. Dann kam Dean zurück. Ich rutschte auf Tom's Schoß, bemerkte nicht, dass Bill einen unsicheren Blick zu seinem Bruder warf. Dean quatschte und quatschte, man konnte mit ihm so viel reden, wie mit einem Mädchen. Aber mit den Twins ging das auch. Ich wurde etwas müde und wollte mich etwas an den regungslosen Tom kuscheln, als Dean erneut aufstand und mich mitzerrte. Auf die Tanzfläche. Er konnte gut tanzen, das gefiel mir und er ergriff selber die Initiative. Wir tanzten locker und nach einer Weile wurde ein langsamer Song gespielt. Langsam schmiegte ich mich immer enger an ihn. Dean schien nichts dagegen zu haben. Ich bekam aber bald Durst und während Dean mit einer gewissen Anna tanzte, kämpfte ich mich durch die Menge, zurück zum Tisch um mein Pina Colada weiter zu trinken. Doch es war leer. "Wer?", fragte ich ironisch. Bill und Tom grinsten. Sie genossen es, mal wieder etwas Aufmerksamkeit mehr meinerseits genießen zu können. Ich setzte mich also diesmal auf Bills Schoß und schlürfte einen Sminoff. So langsam machte sich der Alkohol bemerkbar und ich wollte nicht wissen, was wir alle schon intus hatten, denn die Flaschen waren alle leer, bis auf die, die ich mir eben geschnappt hatte. Bill fummelte in meinen Haaren rum und ich unterhielt mich mit Tom. Immer wieder sah ich zu Dean und dieser Anna. Es machte mir nichts aus, das er mit ihr tanzte. Dann stand Tom plötzlich auf und verschwand in der Menge. Bill sah ihm nach, dann machten wir uns auf dem Sofa breit und ich kuschelte mich an ihn. Wie wunderbar es war, einen besten (oder auch zwei) besten Freund zu haben. Klar hatte ich auch Mädchen als gute Freunde, aber mit den Jungs fand ich es nicht so kompliziert wegen dem Gezicke und so. Außerdem verstanden mich die beiden Kaulitz wie kein Dritter. Ich suchte nach Tom, aber konnte ihn nicht sehen. "Meinst du, er hat eine gefunden?", fragte ich Bill. Der schmunzelte und zuckte mit den Schultern:"Schon möglich." Ich lachte. Ihm schien es zu gefallen, mit mir alleine zu sein. "Honey, willst du mir vielleicht jetzt verraten, was ist?", versuchte ich es nochmal. Er guckte mich an, direkt in die Augen. Er machte irgendwie einen bisschen unsicheren Eindruck. "Ähm...also, das ist jetzt kompliziert und ich will ja..." Da kam Tom und stellte geräuschvoll ein paar neue Flaschen auf den Tisch. "Oh, wir dachten schon, du hättest eine gefunden.", meinte ich und grinste. Tom schaute nur Bill und mich an, ließ sich neben uns nieder und betrachtete misstrauisch, wie ich in Bills Armen lag. "Eine was?" Wir lachten. "Na, ein hübsches Mädchen." Jetzt verstand er erst, musste wohl an dem Alkohol liegen. "Nee, ich hab' heute auch irgendwie...keine Lust." Tom und keine Lust zu flirten? Oh man, die beiden hatten was, ganz sicher. Ich erzählte ein paar Witze und die Stimmung wurde immer besser. Dann legten beide ihre Arme um mich. Ich lächelte. "Hach, wie froh ich doch bin, euch zu haben Honeys..." Tom grinste und Bill kniff mich in die Seite. So langsam waren wir alle etwas mehr als nur angetrunken. Naja, wir waren ja auch alt genug. Fand ich zumindest, unsere Eltern sahen das evtl. ein bisschen anders. Ich war gerade dabei, mit Bill über einen neuen Song zu diskutieren, als Dean zurückkam. Mit Anna im Arm. "Naa?!", meinte er. Er deutete, sich auch hinsetzen zu wollen und so stand ich auf. Ich überlegte und setzte mich dann auf Bill und Tom, also in die Mitte. Dann kamen wir irgendwie auf die tolle Idee, Flaschendrehen zu spielen. "Ich drehe zuerst!", sagte ich und schnappte mir eine leere Bierflasche. "Also, auf wen die Flasche zeigt, der muss..." Mir fiel nichts ein. Was sollte derjenige nur tun? "...jemanden von uns küssen." Allgemeines Lachen. "Okay...dann los." Ich gab der Flasche einen Schubs und sie drehte sich, bis sie schließlich anhielt.
Und auf Dean zeigte. Gespannt sah er mich an, dann zu Anna. "Und wen willst du küssen?", fragte Anna und sah dabei mich durchdringend an. "Na, wenn du schon so fragst...", war Deans Antwort. Was, er wollte Anna küssen, nicht mich? Okay, kein Problem, echt. Aber als erstes hat's mich gewundert. Anna grinste wie ein Breitmaulfrosch und die beiden kamen sich mit den Lippen immer näher. Dann berührten sie sich, doch statt wieder auseinander zu gehen, fingen die beiden erst richtig an. "Hey, vom Zungenkuss war aber keine Rede, ihr könnt auch wieder loslassen, das reicht.", meinte Bill und lachte dabei. Dean hob' seine Hand, damit Bill die Klappe hielt, nach einer Minute waren die beiden schließlich "fertig" und Dean drehte. "Auf wen die Flasche zeigt...der muss auch jemanden küssen." "Oh nein, wenn ich dran komme, sollte ich nicht Dean wählen, so wie er mit Anna rumgemacht hat, aber andererseits, wie sollte ich mich zwischen den Twins entscheiden? Oh Mist...verdammt.", dachte ich und die Flasche drehte und drehte sich, hielt schließlich an. Mein Herz raste, mein Puls schlug immer höher, ich wurde blass. Wird er das verkraften?
Ich überlegte und alle starrten mich blöd an. "Was?", meinte ich. "Ja, ich soll mir wen aussuchen, ich weiß." Wen sollte ich nehmen? Nicht Dean, nicht Bill, nicht Tom. Vielleicht Anna? Oh mein Gott, nein. Verdammt. Wer hatte diese bescheuerte Idee gehabt, mit dem Flaschendrehen? Ich stand auf und verließ das Haus, draußen setzte ich mich auf die Treppe und wartete. Worauf, wusste ich nicht. Ich saß nur da und dachte nach, über alles Mögliche. Vor allem über Dean und Anna, über Dean und mich und über die Twins. Einen hätte ich verletzen müssen, so oder so. Aber ich war zu feige gewesen, bin weggelaufen. Mir liefen die Tränen. Lieber wäre ich schüchtern, anstatt so feige. Doch eigentlich ist es doch gut, wenn man jemanden nicht verletzen will und zu seinem Willen entscheidet, oder? Aber warum fiel es mir denn so schwer? Schließlich waren die Kaulitz' meine besten Freunde, nicht mehr. Nur warum hatte ich dieses Gefühl, dass Tom es nicht gerade egal wäre, wenn ich Bill küssen würde und umgekehrt? Täuschte ich mich oder hatte ich Recht? Kein klarer Gedanke war in meinem Kopf. Einzig das Chaos herrschte. Ich vergrub mein Gesicht in Händen und heulte. Plötzlich spürte ich eine Hand auf meiner Schulter. Ich drehte mich um.
Bill. "Was denn?", fragte ich und wischte mit meinem Ärmel die Tränen aus meinem Gesicht. Dann kam Tom dazu. Beide sahen mich an. Tom schritt auf mich zu, nahm mich in den Arm und küsste mich. Bill stand ganz ruhig daneben. Aber was sollte das? Tom gab mir keinen kleinen Kuss auf den Mund, sondern spielte mit meiner Zunge. Ich meine, normaler Kuss zwischen Freunden? Okay, aber das hatte nichts mehr mit Freundschaft zu tun. Er lies mich wieder los, sagte nichts und lächelte. Dann ging Bill zu mir, legte seine Arme um mich und küsste mich. "Hilfe, was wollt ihr denn nur?", dachte ich.
Das wilde Rumgeknutsche der Twins verwirrte mich noch mehr, als ich es eh schon war. Super, habt ihr toll gemacht. Schließlich entfernte sich auch Bill von mir und während Tom sich längst linkes neben mir niedergelassen hatte, nahm Bill rechts Platz. Verwundert sah ich vom einem zum anderen. "Was sollte das denn jetzt?" Die beiden hatten dermaßen ausdruckslose Gesichter, dass ich keinerlei Gefühl darauf erkannte. "Wir waren so überrascht über deinen plötzlichen Abgang und dachten, es liegt daran, dass du wegen Bill nicht mich und andersrum küssen wolltest und deswegen rausgelaufen bist.", sagte Tom ganz ruhig. "Genau. Und wir wollten dir zeigen, dass wir das als beste Freunde ganz gut aushalten.", fügte Bill hinzu. Ich lächelte wieder etwas und kuschelte mich an die beiden. "Ihr seid mir so wichtig, wie Brüder für mich. Aber was ist bloß los?" Kopfschütteln rechts, Kopfschütteln links. Keine Antwort, nächste Frage. "Wisst ihr eigentlich, was zwischen dieser Anna und Dean läuft?" Bill räusperte sich. "Keine Angst. Die beiden sind, so wie wir, beste Freunde. Mehr nicht." Dann vervollständigte Tom:"Er meinte, er hätte auch nur Anna geküsst, weil er Schiss hatte, das du den Kuss nicht gewollt hättest." Ich musste wieder lachen. "Immer ihr Jungs. Typisch, echt mal." Wir redeten noch ein bisschen und gingen anschließend wieder rein, zum Sofa.
"Ich werde die Twins küssen, beide.", sagte ich entschlossen zu Dean und Anna. Warum ich nicht Dean küssen wollte? Lieber lies ich ihn noch ein wenig zappeln. Bill und Tom übertrafen selbst Annas Breitmaulfrosch-Gegrinse und ich umarmte Tom wie in einem Liebesfilm, züngelte etwas mit ihm, drehte mich zu Bill. Ich machte eine Handbewegung, dass er aufstehen solle. Ich selbst stellte mich zu ihm, gab ihm einen kleinen Kuss, hielt ihn auf Bauchhöhe im Arm, beugte mich runter und küsste ihn leidenschaftlich. Auch wenn es nur meine Freunde waren, irgendwie tat es gut, die beiden zu küssen. Ihnen schien es ebenfalls zu gefallen. Dean sah mich an, als hätte ich eben Frankenstein persönlich niedergeknutscht. Konnte der sich mal entscheiden oder selber was tun? Immer blieb alles an mir hängen.
"So, wer jetzt dran kommt, trinkt diese Flasche Bier auf Ex.", sagte ich munter und stupste die Flasche an. Sie zeigte auf Anna, die es problemlos runterkippte und sich über den Mund wischte. Die ganze Zeit machten wir so weiter, wie sinnlos es auch immer war. Es fiel uns ja nicht wirklich auf, da wir so betrunken waren. Dauernd knutschte ich mit Dean rum. Er hatte sich nämlich endlich getraut. Tom fand wohl Anna toll, jedenfalls hingen die beiden zusammen. Einzig Bill saß alleine da. Mit dem bisschen, was ich noch fühlen konnte, tat er mir Leid. So gegen drei machten ich, Bill und Tom uns auf den Heimweg. Dean hatte mir seine Handynummer gegeben und ich würde ihn gleich morgen anrufen. Ich ging eingehakt in der Mitte und wir mussten aufpassen, vor lauter Schwanken nicht um zu kippen. Zu Hause angekommen, verabschiedete ich mich und lies mich auf mein Bett fallen, wo ich gleich in Klamotten einschlief, so müde war ich. Ich träumte eine Menge wirres Zeug. Dann wachte ich schließlich auf. Elf Uhr. "Los, kannst ruhig aufstehen, Ashley!", ermahnte ich mich selbst und setzte mich auf. Ich gähnte, streckte mich und verschwand im Bad, wo ich duschte, mich anzog uns Zähne putzte. Nach dem Frühstück tapste ich wieder hoch in mein Zimmer, wo ich mich an den Schreibtisch setzte und über Dean nachdachte. Mein Kopf brummte wie sonst was, also lief ich wieder runter, schmiss mir ein Aspirin rein und nahm den Weg zurück ins Zimmer. Genauso ein durcheinander wie gestern, an das ich mich glücklicherweise noch erinnern konnte. Wie viel ich gestern Abend wohl intus hatte? eine ganze Menge war es auf jeden Fall. Ich legte mich bis um zwei noch mal hin und rief dann Dean an. "Hey Dean, ich bin's, Ash. Hast du Zeit?" Er klang sehr überrascht. "Klar. Bei dir oder bei mir?" Ich musste lachen. Wie sich das anhörte... "Hm, keine Ahnung. Kennst du das Maggy?" Er verneinte. "Dann wird’s aber mal Zeit. Ich hole dich um halb vier an der Bushaltestelle in der Ortsmitte ab, okay?" "Ja, bis dann. Ciao." Ja, danke, ein "Ich freue mich" hätte es auch getan.
Etwas enttäuscht suchte ich mir ein cooles Outfit raus, zog mich an und schminkte mich. Dann packte ich meine Tasche und machte mich nach einer halben Stunde Pause auf den Weg.
Als ich ankam, war die Bushaltestelle menschenleer. Ich setzte mich rein und wartete. "Bill, ich will ein Kind von dir", "Tom und Bill? Ihr seid sooo geil!" und ähnliche Sprüche standen mit Edding geschrieben überall. Ich schmunzelte. Da Dean sich wohl sehr viel Zeit lies, kramte ich einen Stift aus meiner Tasche hervor und schrieb dazu:"Finger weg, die Twins sind meins! Ash" Ob sie das lesen würden? Naja, wie auch immer. Noch mal liefen sämtliche Bilder des gestrigen Abends in mir durch. Der Tanz mit Dean, der Kuss mit Tom, der Kuss mit Bill...Dean und immer so weiter. Hoffentlich würde Bill mir bald sagen, warum er so komisch war. Und Tom auch. Ich wartete und wartete und obwohl ich eigentlich doch ein recht geduldiger Mensch war, machte sich die Ungeduld bei mir bemerkbar. "Wo bleibt er denn nur?", wunderte ich mich und sah mich um. Kein Dean weit und breit. Toll, ich dachte, er hätte sich gefreut. Entschieden verlies ich die kleine Bushaltebude und machte mich auf den Heimweg.
Auf einmal hörte ich schnelle Schritte hinter mir und Deans Stimme ertönte: "Ash, heeey Ash! Warte!" Ich machte kehrt und sah ihn an. Er war völlig außer Atem. "Oh, du kommst doch noch?" Verlegen trat er zu mir, gab mir ein Küsschen auf die Wange und entschuldigte sich:"Tut mir Leid, das ich erst jetzt komme. Meine Kumpels und so... Sorry,echt. Kommt nicht wieder vor. Versprochen." Das war zu süß, also grinste ich und sah ihn an. "Na dann, los, ab ins Maggy." Er nickte, wir hakten uns ein und schlenderten ins Café. Es war recht voll, doch mir fiel keiner auf, den ich kannte. Wir setzten uns an einen Tisch am Fenster und schlugen die Karte auf. "Was willst du?", fragte er mich uns guckte so wie ein Dackelbaby. "Hm, irgendwas warmes, so kalt wie es draußen ist. Ich muss mich jetzt erstmal aufwärmen." Er nickte. "Stimmt." Ich merkte, dass Dean dauernd zu einer Jungs-Clique rüberschaute, die am anderen Ende des Raumes saß. "Kennst du die?", wollte ich wissen und deutete mit der Hand auf die fünf. Erschrocken blinzelte er. "Nee, nee. Wieso?" "Ach, nur so, Du guckst dauernd rüber." Er lächelte. "Ja, die habe ich noch nie gesehen. Deswegen." "Achso." Wir bestellten jeder sein Getränk und unterhielten uns nett, als wie in einem kitschigen Roman, ein älterer Herr mit Rosen an den Tisch trat. "Rosen für die junge Dame?", fragte er in einem sehr lustigen Ton, welcher überhaupt nicht zu dem Typen selbst passte, da er einen sehr geheimnisvollen Eindruck machte. "Nein, danke.", antwortete ich und sah aus dem Fenster. "Doch, ich hätte gerne eine.", meinte Dean. "Bitte was?", dachte ich nur und achtete darauf, so zu tun als hätte ich es nicht mitbekommen. Dean reichte mir die wunderschöne rote Rose und ich bedankte mich mit einem Kuss. Nachdem wir dann ganz in Ruhe jeder seinen Milchkaffee bzw. Capuccino getrunken hatten, wollte ich mich auf den Rückweg machen und verabschiedete mich von Dean, der merkwürdigerweise noch da bleiben wollte. Inzwischen schüttete es und ich machte mich auf den Weg zu Tom und Bill. Lange war ich nicht mehr bei ihnen zu Hause gewesen, also wurde es mal wieder Zeit.
Schließlich stand ich vor der Tür und klingelte. Nach ein paar Sekunden riss Tom die Tür auf. "Hey!", meinte er, fiel mir um den Hals und freute sich. Ich grinste nur. "Seid ihr alleine?" Tom nickte. "Sturmfrei. Die kommen erst in ein paar Tagen wieder, wissen sie noch nicht." Ich trat ins Haus und schloss die Tür hinter mir. "Wo ist Bill?" Tom deutete nach oben. "Der sitzt in seinem Zimmer, ich glaube der hat eine kreative Phase. Was machst du überhaupt hier? Ich meine, ist ja schön, aber was führt dich zu uns?" Ich zuckte mit den Schultern. "Na ich war eben im Maggy..." Er unterbrach mich. "Alleine?" "Das wird ihm jetzt nicht unbedingt gefallen.", dachte ich. "Nee, mit...ähm, mit Dean. Und naja, da dachte ich, ich komm' mal vorbei." "Achso.", sagte Tom, wirkte dabei aber nicht traurig oder ähnlich. Ich schlich die Treppe hoch und klopfte an Bills Tür. "Hm?", kam es von drinnen. Ich öffnete die Tür und trat ein. Bill sah so niedlich aus, wie er da nur mit Boxershorts bekleidet auf seinem Bett lag und irgendwas auf ein Blatt kritzelte. "Hey, Ash, was machst du denn hier?" Ich erzählte auch ihm, dass ich eben mit Dean im Maggy war und drückte ihm ein Küsschen auf, dann hockte ich mich neben ihn. "Was schreibst du?", wollte ich, neugierig wie ich war, wissen. "Ach, nur so ein Song, nichts Besonderes." Ich legte meinen Arm um ihn. "Lass mal sehen." Er schob mir den Zettel zu und ich las. "Klingt ganz gut, aber an der Stelle würde ich was ändern." Ich nahm den Stift und verbesserte die Stelle. Begeistert sah Bill mich an. "Ja, das ist richtig gut!", dann gab er mir einen kleinen Kuss und schrieb weiter. Plötzlich saß Tom neben mir und wollte wissen, was Bill schreibt. "Ja, einen Song halt, was sonst?", meinte ich und klang etwas ironisch. "Achso." Er knuffte mich in die Seite, stand wieder auf und verlies das Zimmer. Bill sah auf. "Hm, und da?" Er gab mir wieder den Zettel, lies seine Hand auf meinem Bein liegen und strich darüber. Abgelenkt über Bills Verhalten, fiel mir nichts ein. "Ach keine Ahnung." Und dann legte Bill den Zettel weg, sah mich an wie nie zuvor und streichelte meine Wange. Ich wurde etwas rot und lächelte verlegen. Dann kamen wir uns immer näher und schließlich küssten wir uns, einfach so. Es war wunderbar.
Nachdem wir uns lösten, schaute er mich so lieb an, doch ich rannte nur raus, zu Tom. Er war nicht in seinem Zimmer. Ich lief in den Keller. Dort hörte ich schon im Flur, das er Gittare spielte. Mit Tränen auf den Wangen stürmte ich rein und Tom lies seine E-Gitarre los. "Was ist?" Sollte ich es ihm erzählen? "Also, frag' jetzt aber bitte nicht warum, ich weiß es ja selber nicht. Eben in Bills Zimmer, da haben wir uns geküsst, einfach so. Wie konnte das nur passieren? Er ist doch mein bester Freund. Ich versteh' es nicht." Tom nickte, nahm mich in den Arm. Es tat so gut, ihn jetzt zu haben. "Ach Ash, Maus, ist doch gut, ruhig, alles gut. Das klärt sich schon. Wenn du willst, rede ich mal mit ihm. Ich schluchzte und krallte mich an Tom. "Nein...also ja, aber nicht jetzt. Ich will im Augenblick nicht alleine sein. Bitte bleib' bei mir.", meinte ich heulend zu Tom. Er strich über meinen Kopf. "Okay, ich bin ja hier." Es war das reinste durcheinander. Ich wollte doch nichts von Bill, warum hatte ich ihn geküsst? Bzw. er mich? Und warum verdammt hat es sich so gut angefühlt, als ob es nicht falsch wäre? Bill war mein bester Freund, fertig. Ich mochte ihn, ja ich liebte ihn, aber nicht wie einen Jungen, sondern wie einen Bruder oder ähnlich. Wie konnte mir das nur passieren? Tom stand auf, zog mich mit, aber ich hatte ganz wackelige Beine. "Soll ich dich nach Hause bringen?", fragte er und lächelte mich zuckersüß an. Ich hielt die Augen offen, schluchzte, brachte keinen Ton raus. "Willst du lieber heute Nacht hier bleiben?" Ich nickte stumm. "Kein Problem, du kannst in meinem Bett schlafen. Ich nehme die Couch." Ich schüttelte den Kopf. "Dein Bett ist doch breit genug, wenn's dir nichts ausmacht, können wir beide zusammen drin schlafen.", sagte ich und zwang mich zu einem Lächeln. Dann waren wir auch schon oben. Bills Tür war geschlossen. Tom stand an seinem Schrank und kramte ein T-Shirt raus, in dem ich pennen könnte. Als er eins gefunden hatte, gab er es mir, ich zig mich um, Tom verschwand im Bad. Kurze Zeit später tauchte er in Shorts wieder auf und ich lag bereits in seinem Bett. Tom setzte sich an den Rand und erzählte mir was. Ich hatte meine Augen geschlossen, immer wieder sah ich den Kuss zwischen Bill und mir, Bills Lächeln. Dann legte sich Tom zu mir, zog die Decke hoch und ich rutschte etwas an ihn ran. Seine Wärme, ich fühlte mich so geborgen wie lange nicht mehr. Tom packte seinen Arm um mich und kurz bevor ich einschlief, fiel Licht ins Zimmer. Tom zog seinen Arm weg und richtete sich auf. Ich öffnete meine Augen, schloss sie schnell wieder und versuchte, Tränen zu unterdrücken. In der Tür stand Bill, sein Mund stand offen. Tom ging mit ihm raus, machte die Tür leise zu und erklärte ihm die Sache. "Sie wird heute Nacht bei mir schlafen. Hast du ein Problem damit? Was küsst du sie auch einfach, sie ist deine beste Freundin. Sie empfindet große Gefühle für dich, auch Liebe, aber andere Liebe als du wahrscheinlich für sie, Bill. Begreife das. Lass ihr Zeit, es ist nicht einfach." Bill blickte seinen Bruder mit aufgerissenen Augen an. Sein Kajal war verschmiert, er rieb sich mit dem Ärmel über sein Gesicht. "Ja, ich...es tut mir leid, ich weiß auch nicht, wie das passieren konnte. Aber ich wollte es dir nur erzählen, ich dachte, sie wäre nach Hause gegangen...und dann liegt sie da so mit dir im Bett...das...egal." Tom brachte Bill in sein Zimmer. "Schon okay. Ich verstehe dich, Ash ist wunderbar. Aber warum verliebst du dich ausgerechnet jetzt in sie? Sie will jetzt nicht alleine sein, ich werde wieder zu ihr gehen. Gute Nacht." Tom lies Bill alleine, kam zurück in sein Zimmer und kuschelte sich vorsichtig an mich. Ich war bereits in einen tiefen Schlaf gefallen und musste nicht mehr an das Geschehen denken...
Gegen Mitternacht wachte ich schließlich auf und sah dem schlafenden Tom ins Gesicht. Da merkte ich seinen Atem auf meinem Mund. Ich lag wohl ziemlich dicht an ihm. Bedacht rutschte ich ein Stück zurück und schloss wieder die Augen, um ins Reich der Träume zurückzukehren. Dann spürte ich, wie Tom meine Hand in seine nahm, doch ich tat, als würde ich schlafen. Am nächsten Morgen wurde ich wieder eher wach als Tom. Mein Gesicht war ein klein wenig feucht und meine Augen brannten. Immer noch hielt Tom meine Hand. Vorsichtig löste ich meine, stieg über Tom und verschwand im Bad. Bill schien ebenfalls zu schlafen. Beim Blick in den Spiegel sah ich, dass meine Augen feuerrot und etwas angeschwollen waren. Ich wusch mein Gesicht mit kaltem Wasser und zog mich an. Als ich zurück in Toms Zimmer kam, räkelte er sich genüsslich im Bett. "Morgen...", meinte er gähnend und ich lachte leise. Ich machte das Fenster auf und setzte mich auf Toms Bett, wo ich ihm durch die Haare wuschelte. "Ich bin so froh, dich zu haben." Tom nickte. "Und ich, dass es dich gibt. Ich bin mir sicher, das klärt sich. Bill war selber etwas verwirrt, anscheinend haben seine Gefühle zu dir sich etwas verändert." Ich sah in Toms braune Augen. Zum tausendsten Mal. Diese Augen waren was besonderes für mich, warum auch immer. Ich kannte zwei paar solcher Augen. Einmal Toms, einmal Bills. Und obwohl beide gleich waren, bemerkte ich einen grundlegenden Unterschied. Ich schüttelte mich und stand auf. "Los, aus den Federn jetzt.", kicherte ich und kitzelte Tom. "Ist ja gut, du hast gewonnen.", antwortete er und sprang auf. "Frühstücken wir noch zusammen?", fragte er. "Sehr gerne, aber was ist wenn....also...ich will ihm möglichst nicht über den Weg laufen, nicht jetzt." Tom verstand. "Na dann gehen wir halt ins Maggy. Ich lade dich ein." Ich nickte und lächelte. Tom zog sich an und wir machten uns auf den Weg, Hand in Hand. Einen besseren Freund als Tom konnte ich mir nicht vorstellen und das gab ich ihm auch zu verstehen. Gegen kurz nach neun kamen wir im Maggy an. Es war recht leer. "Nehmen wir den Tisch?", fragte Tom und ich nickte. Dieser Tisch stand am Fenster, man hatte Ausblick auf die Straße. Das mochte zwar nicht unbedingt gemütlich sein, aber dennoch war es interessant, das Treiben auf der Straße beobachten zu können. Nach wenigen Minuten kam die Kellnerin udn brachte uns zwei Karten. Ich schlig meine auf, blätterte etwas und entschied mich schließlich für ein kleines Frühstück. "Was brauchst du denn so lange?", meinte ich zu Tom und grinste. Völlig vertieft in die Karte sah er auf. "Na ich suche nach einem Frühstück für zwei." Ich lächelte. "Achso, okay." Ich schnappte mir meine Karte wieder und suchte. "Da steht was. Vier Brötchen, Wurst, Käse, Honig, Konfitüre und Nutella. Und zwei frisch gepresste Orangensäfte plus Kaffee deiner Wahl. Achja, und zwei Crossaints und Eier sind auch noch dabei." Tom schaute mich an. "Nehmen wir das, oder?" Ich nichte wieder mal. "Einverstanden. Hört sich gut an. Ich geh mal kurz aufs Klo." Ich stand auf, ging auf die Toilette und schloss mich in einer Kabine ein. Warum hatte ich solche Kopfschmerzen? Und diese Bedenken... Ich machte doch gar nichts, ich war nur mit Tom frühstücken. Dürfen Freunde das nicht? Ungewollt musste ich an Bill denken. Dieser Kuss gestern lies mich einfach nicht los. Ich bemühte mich, nicht zu weinen. Nach über fünf Minuten kehrte ich zurück. "Was war los, du hast so lange gebraucht...", sagte Tom und blickte mich etwas besorgt an. "Hm, wegen gestern." Tom zuckte mit den Schultern und schnitt eine Grimasse womit er mich natürlich zum Lachen brachte. "Unser Frühstück ist unterwegs." Ich freute mich und wir unterhielten uns ein wenig, bedacht möglichst Bill nicht zu erwähnen. Dann tauchte auch schon die Kellnerin samt Essen auf. "Danke.", murmelte ich ihr zu und schnappte mir zuerst ein Crossaint. "Hey, woher weißt du, dass ich gerne Milchkaffe trinke? Das habe ich doch gar nicht gesagt," Tom grinste und schnitt ein Brötchen auf. "Also, ich weiß ja nicht ob sie's schon wussten, aber wir kennen uns seeeehr lange und ich bin ihr bester Freund..." Ich musste schon wieder lachen. "Was machst du heute noch?", wollte Tom wissen während er fröhlich von seinem Brötchen ab biss. "Hm, nichts. Wieso?" Tom zuckte wieder mit den Schultern, kaute schnell auf und antwortete dann:"Naja, wir proben wahrscheinlich heute. Wenn du Lust hast, kannst du gerne zuschauen. Ach nee..." Ich winkte ab. "Doch, mache ich gerne. Ich kann deinem Bruder auch nicht ewig aus dem Weg gehen und er wird sich damit abfinden müssen." Tom nickte. "Wie du willst." Ich trank gerade einen Schluck von meinem Milchkaffee, als ich mich verschluckte. "Tom, guck mal, da.", zischte ich leise und deutete zur Tür. "Was macht DER denn hier?", wunderte ich mich. "Er hat mich angelogen.". fügte ich kurzerhand hinzu. "Hä, wieso?" Ich strich mir die Haare aus dem Gesicht und flüsterte:"Also, die Jungs da waren gestern auch hier, er meinte, er hätte sie noch nie gesehen und jetzt ist er mit denen zusammen hier. Das kann kein Zufall sein." Tom stimmte mir zu. "Ja, schon komisch. Frag' ihn doch!" Ich schüttelte den Kopf. "Nicht jetzt. Vielleicht rufe ich ihn nachher mal an. Erstmal gucken, was er tut, wenn er mich entdeckt." Ohne weitere Worte aßen wir, doch bevor Dean mich bemerkte verlies er mit den anderen das Maggy auch schon wieder. "Ich bzw. wir sind den gar nicht aufgefallen.", sagte ich etwas erleichtert, dennoch etwas enttäuscht. Tom bezahlte, ich bedankte mich für die Einladung und wir machten uns auf den Weg zu mir, er brachte mich nach Hause. Nach einer viertel Stunde ungefähr standen wir dann vor meiner Haustür, es goss in Strömen. "Sag mal, willst du nicht kurz mitreinkommen? Vielleicht hört es gleich auf." Zusammen betraten wir also meine Wohnung, meine Eltern waren im Urlaub, dann setzten wir uns ins Wohnzimmer und ich fragte Tom, was Bill gestern noch gesagt hatte. "Nicht viel. Nur halt, das er auch nicht weiß, wieso und so..." "Hm. Wann probt ihr denn?", lenkte ich schließlich wieder ab. "Ich denke so gegen siechs oder sieben, am besten du schaust um fünf vorbei, manchmal fangen wir nämlich so früh an." "Okay, ich komme dann." Ich vermied es, Tom anzuschauen. Wer wusste, was mir noch so unterlaufen würde im Moment. Tom schien mein Verhalten zu bemerken. "Naja, ich geh dann mal. Das hört eh nicht mehr auf.", sagte er und bevor ich irgendwas antworten konnte, war er ohne eine großartige Verabschiedune verschwunden. "Was sollte das denn jetzt?", dachte ich nur. Dann lief ich ins Bad. Erschöpft sah ich mein Spiegelbild an, dann wurde mir klar, was gleich passieren würde. "Nein, ich war doch drüber weg...Nein, NEIN!!!", schrie ich mich verzweifelt selber an. Und dann hielt ich mich nur noch an der Tür fest, mir wurde schwindelig und ich stürzte auf die Knie.
Der Aufprall tat weh und hallte in meinem Kopf wieder. Ich krümmte mich am Boden. In mir stach der Schmerz unerträglich, woher er kam, wusste ich nicht. Mir war so übel wie lange nicht mehr. Ich kroch zum Klo, zog mich hoch und übergab mich. Mein Gesicht war voller Tränen, sie klebten an meiner Haut und bahnten sich ihren Weg über meinen restlichen Körper. Ich fiel zurück auf den Boden, schlug hart auf und zuckte. "Ach Tom, wärst du doch nur hier!", dachte ich. Und dann sah ich wie so oft dieses Bild, den Kuss mit Bill. Mir wurde dermaßen schwindelig, dass ich Decke von Boden nicht unterscheiden konnte. Ich lag ruhig auf den kalten Fliesen, fing an zu zittern. Als ich endlich wieder die Kraft hatte und mich aufsetzte, lief mir ein unangenehmer Schauer über den Rücken. Ich fasste an das Waschbecken und zog mich hoch. Beinahe wäre ich zurück gefallen. Ganz langsam und vorsichtig tappte ich ins Wohnzimmer und lies mich auf dem Sofa nieder. "Warum? Wie? Ich hatte sie doch besiegt. Wie kann denn das nur sein?" Meine Gedanken kreisten um meinen Rückfall. Ich nahm ein Taschentuch und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht, dann saß ich wimmerndvor dem Fernseher und zappte rum. Ich schluchzte so heftig, das ich fast einen Krampf bekommen hätte. Es war jetzt Vormittag, bis ich zu den Jungs kommen sollte hatte ich noch viel Zeit, aber würde ich mich bis dahin beruhigt haben? Ich beschloss, erst ein wenig zu schlafen, um ruhiger zu werden und nicht nachdenken zu müssen. Trotz meinen permanenten Schlafstörungen schlief ich sehr schnell ein. Ich wälzte mich auf der Couch hin und her, wäre das eine Mal um eine Handbreite runter gefallen und wachte schließlich um kurz nach vier auf. Gähnend bewunderte ich, wie lange und entspannt ich doch geschlafen hatte. Ich stand auf, jegliche Beschwerden waren verschwunden, ging in mein Zimmer, kramte ein paar Anziehsachen raus, die nicht mehr als bequem waren und zog mich an. Nach einer Katzenwäsche im Bad legte ich etwas Make-Up auf und band mir einen Pferdeschwanz. Dann schnappte ich allerlei wichtige Acssoires und schloss die Haustür. Zwanzig vor. Ich beeilte mich, pünktlich bei den Zwillingen anzukommen. Doch dann sah ich diese fünf Jungs unterwegs. Und, wer hätte es gedacht, Dean mitten unter ihnen. Ich blieb stehen und überlegte, ob ich hingehen sollte.
Ich konnte gar nichts dagegen tun. Meine Füße schienen wie von selbst auf Dean und die anderen Jungs zuzugehen. Sie bemerkten mich erst, als ich direkt hinter ihnen stand und meine Arme verschränkte. Dean sah mich erschrocken an, die anderen Jungs lachten. Ich musterte erstmal jeden einzelnen, dann fiel mir auf, das unter dem einem Cap gar kein Junge steckte. Es war Anna. Skeptisch sah ich sie an. Dann wandte ich mich an Dean. Herausfordernd schaute ich ihn an. Irgendwie wirkte er ein kleines bisschen ängstlich. Ich lies alles raus, schrie ihn an, was dass sollte, warum er mich angelogen hatte und so weiter. Als ich fertig war, musste ich tief einatmen. Und dann nahm Dean meine Hand, zog mich von den anderen weg und erklärte mir alles. Ich wollte nicht, aber ich verzieh ihm, aus welchem Grund auch immer. Dann umarmten wir uns und Dean küsste mich. Die Clique hinter uns klatschte und lachte. "Kein Grund zur Sorge",dachte ich und löste mich von Dean. "Ich muss jetzt weiter, zu den Zwillingen.", sagte ich und schaute etwas traurig. Dean nickte, senkte den Blick und dann, als ich gehen wollte hielt er mich zurück. "Sehen wir uns morgen?" "Ja, nachmittags, okay? Ich komme zu dir." Er nickte und ich rannte zum Haus der Kaulitz. Gustav öffnete die Tür. "Hey!", begrüßte er mich und ich umarmte ihn flüchtig. "Seid ihr unten?", wollte ich wissen, Gustav nickte und meinte nur:"Ja, wir proben schon." Dann gingen wir in den Keller und ich betrat mit schnellem Herzklopfen den Raum. Ich schluckte, grüßte Georg mit einer Umarmung, gab Tom einen kleinen KUss und blieb vor Bill stehen. Er musterte mich, sagte knapp "Hi!", drehte sich um und wühlte in sämtlichen Unterlagen. Ich fühlte mich so hilflos und leer, weil ich und Bill nicht mehr normal miteinander umgehen konnten. Als ich auf dem Sofa saß, kullerten mir Tränen der Verzweifelung und Hilflosigkeit über das Gesicht. Alle drei starrten mich an, nur Bill tat so, als würde er mein Schluchzen überhören. Als er sich aber mit dem Zettel umdrehte, den er gesucht hatte, erkannte ich auf seinem Gesicht ebenfalls Tränen. Tom setzte sich zu mir, legte seinen Arm um mich und fragte, ob ich lieber nach Hause gehen wolle. Ich schüttelte den Kopf und meinte, sie sollen endlich anfangen. Er warf mir einen kurzen, leicht besorgten Blick zu und nahm anschließend seine E-Gitarre auf. Die Jungs gaben ihr Können zum Besten und ich hörte nur noch Bills Stimme. Es war das einzige, das ich wahr nahm.
Jetzt sind wir wieder hier
Bei uns unten im Keller
Die ganze Welt da draußen kann von mir aus
Untergehen heute Nacht
Sind wir zum letzten Mal zusamm'
Es hat doch grad' erst angefang'
Wenn dieser Tag der letzte ist
Bitte sag' es mir noch nicht
Wenn dass das Ende für uns ist
Sag's nicht
Noch nicht
Ist das etwa schon der Tag danach
Wo alle Uhren still stehn
Wo's am Horizont zu Ende ist
Und alle Träume schlafen gehn
Sind wir zum letzten Mal zusamm'
Es hat doch gras erst angefang'
Wenn dieser Tag der letzte ist
Bitte sag' es mir noch nicht
Wenn dass das Ende für uns ist
Sag's nicht
Noch nicht
Das ist der letzte Tag
Das ist der letzte Tag
Ist das der letzte Regen
Der von draußen an's Fenster klopft
Ist das der letzte Segen
Und unsre letzte Nacht
Hat unser Ende angefang'
Egal wir sind ja noch zusamm'
Wenn dieser Tag der letzte ist
Bitte sag' es mir noch nicht
Wenn dass das Ende für uns ist
Sag's nicht
Wenn dieser Tag der letzte ist
Bitte sag' es mir noch nicht
Wenn du bleibst
Dann sterbe ich
Noch nicht
Noch nicht
Ist das der letzte Regen
Der von draußen an's Fenster klopft
Ist dass der letzte Sgen
Sag's nicht
Noch nicht
Das ist doch nicht der letzte Tag
Ich war so gerührt, dass meine Tränen immer schneller und intensiver wurden. Habe ich mir das eben eingebildet, oder hat er das Lied verändert? Hat er gesungen "Bei und unten im Keller"? Es heißt doch "Bei dir oben auf'm Dach". Ich wusste nicht mehr weiter. Es sollte nicht unser letzter Tag sein. Aber das hatte Bill doch gesungen. Er kam auf mich zu und ich fiel ihm um den Hals. Wir umarmten und endlos lange und ich wollte ihn nie wieder loslassen. "Honey", flüsterte ich nur und er drückte mich. Ich konnte seinen Herzschlag spühren. Am liebsten wäre ich ewig so geblieben, mit Bill hier. Doch Georg, Gustav und Tom sahen uns an. "Ich glaube, du sinsgt besset weiter!", meinte ich zu Bill und lächelte schüchtern. Er lies mich los, ich merkte ein stechen in mir und dann hörte ich den Jungs nur weiter zu, dachte über Bill und mich nach, ob es jetzt wieder normal zwischen uns weiter gehen würde...
Eine Ewigkeit verging in der die Jungs sämtliche Songs des Albums "Schrei"probten und noch weitere, neuere Songs. Ich lauschte und mir wurde nicht langweilig. "Wann geht ihr eigentlich auf Tour?", fragte ich die Jungs in einer kleineren Pause. "Hm, ja, also geplant ist was im Dezember.", meinte Bill. Ich seufzte. "Und wie lange?" "Ich denke mal so einen Monat ungefähr.", sagte Tom. "Na super!", setzte ich ironisch betont an, "Dann muss ich ja so lange OHNE euch auskommen. Könnt ihr mir mal sagen wie ich das schaffen soll?" Nach einer kleinen Diskussion machte ich mich schließlich auf den Heimweg, die Jungs spielten weiter. Es war inzwischen halb neun. Ich wollte einen Zwischenstop im Maggy einlegen, da ich irren Durst hatte und keine Lust auf Wasser oder Cola, so wie wir es zu Hause hatten. Im Maggy war es ziemlich voll. Ich lies mich an der Bar nieder und bestellte einen alkoholfreien Cocktail namens Beach Cooler. Die Lautstärke war kaum zu übertreffen, lauthals untehielten sich irgendwelche Erwachsenen oder Jugendlichen. Ich schlürfte an meinem Cocktail. "Wow, ist der lecker!", dachte ich, als mir plötzlich die Augen zugehalten wurden und ich mir etwas von diesem klebrigen Zeug auf mein Oberteil kippte. Ich fuchtelte rum, derjenige lies mich los und ich wischte mit einer Serviette den Fleck so gut es ging weg. Entschlossen, diese noch unbekannte Person gleich mächtig anzumachen, drehte ich mich um. "Äh Dean? Oh, mit dir hab' ich ja gar nicht gerechnet. Hi!" Was wollte der denn schon wieder hier? Er gab mir einen Kuss und schlug vor, zu mir zugehen, damit ich mich umziehen könne. "Das tut mir auch furchtbar Leid, echt Ash.", beteuerte er. "Schon gut. Wartest du dort im Wohnzimmer? Ich komme gleich." Doch Dean blieb stehen. "Vielleicht brauchst du ja auch Hilfe...", meinte er grinsend und strich mir mein Shirt über den Kopf. "Nee, ich schaffe das schon alleine." Enttäuscht setzte er sich ins Wohnzimmer und ich zog mir was sauberes an.
Am nächsten Morgen wachte ich auf, mir war kotzübel. Ich rannte zum Klo und übergab mich. Bäh, wie ekelhaft. Wenn es die anderen doch nur wüssten, wenn sie mein Leben kennen würden. Aber alle geheimen Gedanken in mir, sie ahnen es nicht einmal. Erschöpft, blass und schweißgebadet drücke ich mich vom Klo weg und lehne mich an den Badewannenrand. So wollte ich nicht weiter leben. Woran lag es? Ich hätte glücklich sein müssen, Dean war so lieb zu mir und Bill, wir hatten uns vertragen. Es war doch alles richtig...eigentlich. Denn etwas stimmte nicht, dass sagte mir mein Gefühl. Aber was es war, dass spürte ich nicht. Ich hielt mir den Bauch. Noch mal krabbelte ich zum Klo, sah das Bild, sah das, was sich unter mir abspielte. Ich kniff die Augen zu und bekam einen Hustenanfall. Plötzlich platschte etwas leise. Die Tränen. Ich hatte es gar nicht gemerkt. Erschöpft und mit meiner letzten Kraft zog ich mich auf dem Boden ins Schlafzimmer, legte mich wieder ins Bett und kriegte einen Heulkrampf. Ich schluchzte so heftig, dass ich fast erstickt wäre. Schließlich drehte ich mich auf die Seite und schaute das Bild an der Wand an. In der mitte ein glückliches Mädchen, umarmt von zwei Jungs. Das Bild war jetzt ca. ein Jahr alt, das Mädchen war ich, neben mir Tom und Bill. Dieses Lächeln, diese Unverkrampftheit. Wütrde es jemals wieder so werden zwischen uns? Ich hielt mir die Ohren zu, obwohl es leise war und schließlich schlief ich nochmal ein. Wenigstens etwas Energie bekam ich so zurück. Als ich aufwachte zitterte ich, aber die Übelkeit war verschwunden. Ich säuberte das Bad, duschte und zog mich an. Dann wollte ich frische Luft schnappen, einen Spziergang machen. Sicher würde es mir gut tun...
Während meines Rundgangs dachte ich am meisten über die Twins nach. So lange waren sie meine besten Freunde. Sie gehörten für mich zur Familie, sie waren wie Brüder. Doch in letzter Zeit veränderte sich etwas in mir, in meinen Gefühlen ihnen gegenüber. Wenn ich Bill sah empfand ich etwas anderes, als für Tom. Sah ich Tom, fühlte ich anders als bei Bill. Wenn ich beide sah, herrschte Chaos. Aber das regierte mich im Moment sowieso. Keine klaren Gedanken konnte ich fassen. In allem was ich tat war ich schlechter geworden, unkonzentrierter und unüberlegt. Plötzlich trat ich auf etwas und es knackte. Eine Schnecke. Ihr Haus war jetzt kaputt, sie schien es jedoch überlebt zu haben. Ich unterdrückte Tränen. Wie konnte jemand nur so dermaßen tollpatschig sein? Jetzt müsste sich die Schnecke wie ich fühlen... Alleine, einsam, ohne einen Sinn, sie würde Hoffnung haben und doch keine Chance sehen, keine Ideen, tausend Fragen und keine Antwort. Ganz alleine ich war schuld daran. Ob es bei mir auch so war? War ich auch an meinen Gefühlen, an meiner Verständnisslosigkeit, an all meinen Problemen schuld? Hatte ich es mir selber eingebrockt? Seufzend lies ich mich auf der nächsten Parkbank nieder und schwieg, sah ins Nichts. Um mich rum kreischten die Kinder. Sie waren fröhlich, hatten Spaß. Einst war ich so wie sie. Frei, gesund und musste mir nicht solche Gedanken machen. Doch jetzt? Alles was meinem Leben einen Sinn gegeben hat, war noch da, aber ich fühlte es nicht, ich verstand es nicht. Kalte Tropfen rannen an meinem Gesicht entlang, wären fast gefroren. Ich sah mich um. Um mich herum lachten die meisten Menschen, doch keiner schien mich zu bemerken. So, als wäre ich unsichtbar, als würde ich gar nicht existieren. Es spiegelte wieder, was ich fühlte. Und dann sah ich eine Gruppe Jugendliche. Aber die waren mir nicht fremd, es war jene, in der Dean rumhang. Unauffällig suchte ich ihn. Hätte ich es lieber gelassen. Ich fühlte, wie mir der Rest an Inhalt in meinem Magen hochkam, unterdrückte es, stieß ungewollt einen Schrei aus. Ich hielt es nicht mehr aus, es musste einfach raus. Aber damit hatte ich natürlich geschafft, dass Dean und der Rest der Clique auf mich aufmerksam wurden. Der sollte sich verpissen, mich in Ruhe lassen. Sicher würde er gleich angerannt kommen..."Oh, Ash, ich liebe dich doch so. Es war nicht so, wie es aussieht...nein..." Klar, Eifersucht passte nicht zu mir, nicht in mein Leben. Aber was war schon mein Leben? Und wo war es? Alles hatte sich verändert. Doch Dean kam nicht, er blieb stehen, dicht neben Anna, kam nicht und entschuldigte sich. Dabei hatte er doch noch gestern von der großen Liebe gesprochen. Icg schaute den Boden an, eine Ameise krabbelte entlang. Als kleines Kind wre ich draufgetreten, aber jetzt, nein. Ich sah ihr zu, wie sie durchs Gras krabbelte, dann erweckte Gelächter mich. Dean, Anna und die anderen standen immer noch da, zeigten auf mich, lachten. Was war so falsch an mir? Was hatten sie gegen mich? Es tat weh, dass alle sich gegen mich richteten. Doch am meisten schmerzte es mir, dass Dean mitlachte, mich auslachte. Hätte ich mehr Kraft gehabt, wäre ich hingegangen und hätte ihn zur Rede gestellt, aber so. Nein, ich war zu weinerlich. Samt meinem Leben hatte ich mich gewandelt. Aus der harten Schale wurde eine zerbrechliche Hülle, die man mit einer Berührung zum Einsturz bringen konnte. Ich stand auf, sah Dean an. Er hatte seinen Arm um Anna gelegt, die lachte. Sie war glücklich, ich nicht. Was hier gerade ablief, ob ich das jemals erfahren würde? Ich rannte so schnell ich konnte. Normalerweise wollte ich mich nicht nocheinmal umdrehen, zu diesen, diesen...ach sie waren es nicht wert..., aber ich tat es automatisch. Es war wie ein Reflex. Soweit ich es erkennen konnte, schien Dean den anderen etwas zu erklären, diesmal lachten sie ihn aus und Anna trat ein Stück von ihm weg. Ich lief und lief, erwartete dass Dean gleich hinter mir auftauchen würde, mich einholen würde, aber ich blieb alleine. Leute, die im Weg waren, schubste ich weg. Es tat weh. Es tat alles so furchtbar weh. Der stechende Schmerz in der Seite lies mich anhalten. Ich stand am Maggy. Wie war ich nur hergekommen? Langsam ging ich weiter, bis zu einer Bushaltestelle. Erschöpft lies ich mich fallen, schloss die Augen und strengte mich an, über nichts nachzudenken. Ich verlor jegliches Zeitgefühl.
Mit jedem Atemzug wurde der Schmerz in mir tiefer und deutlicher. Ich hielt die Augen permanent geschlossen, ich hatte es satt. Alles. Am liebsten hätte ich alles vergessen, aber das ging nicht. Vielleicht wäre jetzt der einzige Ausweg, die einzige Lösung...Selbstmord. Das mir sowas je in Gedanken kam. Ich wollte doch nicht denken. "Selbstmord ist keine Lösung. Selbstmord ist feige, es entsteht aus egoistischem Handeln.", sagte eine Stimme in mir. Wütend riss ich meine Augen auf, aus denen Flüsse voller Tränen quollen und stampfte mit dem Fuß auf. Ich ging, diesmal langsam, zum nächsten Kiosk und kaufte mir Zigaretten. Auch rauchen war kein Ausweg, aber vielleicht würde es mich etwas beruhigen. Ich habe noch nie geraucht, doch jetzt wollte ich einmal etwas tun, was nicht zu meinem alten Leben passte. Mein altes Leben war schließlich weg. Nachdem ich meinen Perso vorgezeigt hatte bekam ich die Schachtel und ging weiter. Gerade als ich die erste Zigarette meines Lebens rauchen wollte, fiel mir auf, dass ich kein Feuerzeug hatte. Entschlossen sprach ich den nächsten Typen an, den ich auf dem Weg sah:"Hey, sorry, hast du Feuer?" Er grinste, schüttelte den Kopf und latschte weiter. Ich hielt den nächsten an:"Ähm, 'tschuldigung, haben Sie vielleicht Feuer?" Er war etwas älter, blickte mich mitleidig an und blieb nicht mal stehen. "Wollt ihr mich verarschen?", dachte ich. Das konnte doch wohl nicht wahr sein, ich glaube das nicht. "Feuer?", fragte ich eine Frau. Auch Sie musterte mich, zuerst sah sie mich mitleidig, dann skeptisch an. Ich wollte schon die Hoffnung aufgeben, als plötzlich ein wildfremder Kerl zu mir kam und mir sein Feuerzeug entgegen streckte. "Danke!", meinte ich und zündete mit etwas Problemen die Zigarette an. Ich nahm einen kräftigen Zug. "Ist was?", wollte der Typ wissen, da ich einen mehr oder weniger kleinen Hustenanfall bekam. "Nee.", antwortete ich, gab ihm sein Feuerzeug zurück und verschwand. Nach ein paar Zügen hörte der Husten auf, der Geschmack war ekelig, doch irgendwie genoss ich ihn. Ich lehnte mich an einen Baum. Wegrennen konnte ich nicht, das half nicht. Ich seufzte und machte mich auf den Heimweg. In den zehn Minuten die ich brauchte raucht ich nich zwei weitere Zigaretten. Zu Hause stand ich vor der Tür, stockte, schloss sie auf. Ich trat in den Flur, schloss die Tür und sank auf den Boden. Die Knie zog ich an meinen Körper, legte den Kopf darauf und die Arme darum. Wieder brach ich grundlos in Tränen aus. Vielleicht Selbstmitleid. Mein eigenes Herz, meinen Pulsschlag konnte ich in mir widerhallen hören. Das einzige, was ich wahr nahm. Eine Stunde saß ich bestimmt so regungslos da, bis ich aufstand, zielstrebig zu meinem Kleiderschrank ging und mir schwarze Sachen raussuchte. Ich zog sie mir an, ging ins Bad. Ich schminkte mich, schwarz. Ich lackierte meine Nägel, schwarz. Dann band ich mir einen Pferdeschwanz, machte die glitzernden Ohrringe raus. Ich putzte meine Zähne, betrachtete mein Spiegelbild. Vor einem Jahr wäre ich nie so rumgelaufen. Aber jetzt passte es zu mir. Im Wohnzimmer öffnete ich das Fenster und rauchte noch eine. War das der erste Schritt zu meinem neuen Leben? War es gut? Ich wusste es nicht, dennoch handelte ich. Irgendwas musste schließlich geschehen. Es war meine eigene Rebellion. Nur gegen was? Gegen mein Leben. Mein altes oder neues? Auch diese Frage konnte ich nicht beantworten, Ich drückte die Kippe aus, auf meiner Hand. Ich spürte den Schmerz, es war mein Beweis, dass ich noch existierte. Ich nahm die Fernbedienung und schaltete die Musikanlage an. Wonderwall von Oasis, immer gerne gehört. Ich schaltete es weg. Blink182 mit Down, schon besser. Ich drehte voll auf und setzte mich auf den Boden. Einzig und allein die Musik prasselte auf mich nieder, ich lies mich volldröhnen, konzentrierte mich daraufm die Augen offen zu halten und verweilte.
Ich sang soweit ich konnte mit, dachte nicht an Dean, nicht an Bill, nicht an Tom. Ich saß nur still da und aufeinmal, ohne Grund, traten wieder Tropfen aus meinen Augen. "Verdammt!", entfuhr es mir. Ich packte ein Taschentuch, wischte mein Gesicht trocken. Zur Beruhigung zündete ich mir noch eine Kippe an und atmete ihren Rauch ein. Ich fühlte mich unfähig, hilflos und schwer. Dann kam wieder diese Übelkeit, aber sicher nicht von der Zigarette. Ich wehrte mich gegen sie, schaffte es, sie zu verdrängen. Eigentlich war ich nicht besonders geduldig, aber heute saß ich schon eine ganze Weile hier, tat nichts. Mittlerweile bestimmt über eine Stunde. Ich legte mich hin, mein Blick gen Decke. Starrte ins Nichts, sah nur das Weiß der Decke. Ich zog meine Beine an. Warum zitterte ich so? Warum musste sich alles ändern? War ich der Grund? Hatte ich mein Leben zerstört? Oder war es nich nicht zu spät?
Re: This, what I want - PG 14
Mariposa - 06.04.2006, 15:51Teil 2
I feel like I'm stoned,
I wanna be alone,
Just for a while unknown
Weeks on the road
A long way from home,
Just shut off the phone
And you say
I'll heal you always be yours
And you say
I'll kill you if I do something wrong,
Yeah, Yeah
Still feels like the first time
To stand here by your side
Together regardless
We'll walk through the drakness
Still feels like the first day of my life
Remember the times,
Together we swore to never give up this life
Still hanging on,
Still going strong,
Here I belong
And maybe I'm crazy
But I just can slow down
Yeah maybe I'm crazy but least I'm still around,
Yeah, yeah
Jedes Wort gab ich wieder. The Rasmus mit First Day Of My Life, passte jetzt echt super. Wo war denn der Anfang, der erste Tag meines Lebens? Weg, nirgendwo. Alles war mir fremd geworden, mein eigenes Leben. Meine Existenz. Als ob ich mich selbst nicht kennen würde. Als ob ich jemand anderes gewesen war und die Rolle getauscht hätte. So wie ein Schauspieler, der seine Rolle nicht versteht. Erklären konnte ich es nicht richtig, es war einfach komisch, merkwürdig, abnormal. Ich baute eine Armee auf, eine Armee gegen mich. Gegen mein altes Leben. Dabei hatte ich den Fehler noch nicht mal gefunden. Die Klingel riss mich aus meinen Gedanken, meinen Zweifeln. Ich wollte sie nicht öffnen, ich wollte alleine sein. Keiner sollte mich so sehen, so schwarz, so anders. Doch die Klingel verstummte nicht. Rrrring, rrrrring, rrrrring. Ich stand auf, machte mich auf den Weg zur Tür. Ganz langsam. Ich öffnete sie. Tom. Er stand vor der Tür, sein Mund sperrangelweit offen. "Komm rein...", meinte ich, schluchzte und ging zurück ins Wohnzimmer. Ich hörte die Tür zugehen, sah Tom. Er merkte, dass etwas nicht stimmte. Er setzte sich neben mich. "Honey, waa...was ist los?", fragte er. Ich schüttelte den Kopf. Ich wollte doch alleine sein, einfach alleine. Aber jetzt, wo Tom da war, genoss ich seine Nähe irgendwie. Mein bester Freund, mein Bruder. Ich lehnte mich an seiner Schulter an und erzählte ihm von der Clique im Park, warum ich mich umgezogen hatte, warum alles schwarz war. Und dann sprach er mich auf den Gestank, den Rauch an. "Sag' mal, Ashley, du...du...rauchst?" Ich nickte scheu. "Ich weiß, es ist keine Lösung, aber ich dachte...vielleicht täte es mir gut, es würde mir helfen, mich beruhigen, ablenken..." Tom seufzte, drückte mich an sich. "Du, ich gehe nachher ins Maggy. Wenn ich diesen Idioten sehe, frag ich ihn, was diese Aktion sollte." Ich widersetzte mich nicht. Toms Sweatshirt war schon nass. Er blieb eine ganze Weile bei mir, redete auf mich ein, war für mich da. "Kannst du überhaupt alleine bleiben?" Ich hatte doch auch keine Ahnung. "Ich rufe Bill an, der kommt dann her, solange bleibe ich noch. Und dann geh ich ins Maggy." Egal wer, Hauptsache einer war bei mir, es war eine gute Idee mich nicht alleine zu lassen. Eine halbe Stunde später stand dann auch Bill vor der Tür, Tom umarmte mich, öffnete ihm die Tür und ging. Ich wandte mich gen Tür. Bill stand da, sprachlos, blickte mich an. Unbewusst lies er sich neben mir nieder. Lange sprachen wir kein Wort.
Doch dann fing ich an. Ich plapperte einfach drauf los. Alles, was mir vorhin passiert war, sprudelte nur so aus mir raus. Bill saß da, starrte mich an und hörte zu. "Was?!", war seine erste Reaktion als ich fertig war. "So ein verdammtes Arschloch!" Ich nickte stumm. Ja, das war er. Dean... Mein Traumprinz. wäre auch zu schön gewesen. Mir wurde kalt, ich kramte in meiner Hosentasche, zog die Packung raus, nahm eine Zigarette. Ohne ein Wort nahm Bill mir erst die Packung, dann die Kippe weg. "Du...das macht doch keinen Sinn." Ich war am Boden zerstört. Es machte doch nichts mehr Sinn, also war es egal. Ich wollte ihn anschreien, dass es doch meine Sache sei, aber ich lies es. Sah ihn an. Nach zwei Minuten des Schweigens erwiderte er meine Blicke. Ich schaute in seine Augen. Durch etwas löste sich ein gutes Gefühl in mir. Ich wollte es nicht zeigen. Er würde sich Hoffnung machen. Ich selber kam mit meinen Gefühlen nicht klar. Ich stieg nicht durch, verstand nicht. Dann legte Bill seinen Arm um mich, es wurde ein bisschen wie früher. Ich kuschelte mich an ihn, genoss die Wärme, seine Anwesenheit. Wir saßen da, sprachen, waren wieder ruhig, immer so weiter, bis endlich Tom wieder auftauchte. Er hatte eine Schramme am Kinn. Doch er war nicht alleine. "Tom...was?", wollte ich wissen. "Nichts, tut nicht weh. Er möchte es dir gerne selbst erklären." Ich war gespannt, neugierig, die ganze Wahrheit zu erfahren. Ich gab mir Mühe, einen nichtssagenden Blick aufzusetzen und wartete auf die Erklärung. Dean fing an, er stotterte:"Ich...ähm...also....es ist s....dass, ich....ähm....ja...ich....und....Anna...wir..." Er sprach langsam. "Du und Anna WAS?", schrie ich ihn an. "Ihr seid ein Paar? IHR?!" Er senkte den Blick. Ich bedeutete ihm anscheinend nichts, jedoch hatte er zumindest ein schlechtes Gewissen. "Nein...", antwortete er. "Nein? Was denn nun verdammt?" Tom und Bill saßen bzw. standen nur daneben, stumm und sahen abwechselnd mich und Dean an. "Ja, schon, aber dass ist nicht...nicht...der Grund...für diese Aktion, dass ich hier war, also..." Tom mischte sich ein, er schien alles zu wissen. "Was er sagen will ist, dass er und Anna kein Paar sind, jedenfalls nicht richtig. Sie lieben sich nicht, sind wahrscheinlich verknallt oder so. Und wegen dir, dass wenigstens soll er dir selber sagen. LOS!", fuhr er Dean an, der erschrak. "Also, das war eine Wette, auf der Party. Die haben gewettet, dass ich dich ins Bett kriege, aber gestern, du wolltest nicht. Und heute im Park, wo du doch da warst, habe ich denen halt erklärt, dass die Wette verloren ist." So ein Feigling. "Und warum bitte hast du dann schon so schnell aufegegeben? Deine tolle Wette? Ich glaube du spinnst, eine Wette...Ich fasse es nicht, du, du...", brachte ich entgegen. Ich war so wütend und endlich konnte ich mich wenigstens etwas abreagieren, ein bisschen Grund finden. Ein Stück Leben zurück gewinnen. "Weil, ich hatte begriffen, dass es Schwachsinn war und außerdem tatest du mir Leid. Du hast sowas nicht verdient." "Raus! RAUS", brüllte ich und Dean ging. Fassungslos verkroch ich mich in die Ecke des Zimmers. tom und Bill beobachteten mich. Und nach einer Weile denken fügten sich bei mir im Kopf die Puzzleteile zusammen. Ich begriff, zumindest glaubte ich die Lösung gefunden zu haben. Ich sah auf...
Erst zu Bill. Dann zu Tom. Nochmal. Blickte in zwei braune Augen, die Wärme in mir auslösten, Unabhängigkeit, Verständniss, Glück. Schaute in zwei braune Augen, fühlte Wärme, Verständniss. Anders als bei den Augen zuvor. Jetzt fehlte nur noch das allerletzte Puzzlestück. Ich richtete mich auf. Keiner sagte was. Tom und Bill musterten mich, ich sie. Tatsächlich, da lag auch etwas in Bills Blick, was diesen von Toms unterschied. Ich lächelte. Gleich würde das Puzzle fertig sein. Ich setzte einen Fuß vor den anderen, recht langsam, blieb vor Bill stehen. Wir sahen uns an, unsere Blicke trafen sich. Er wehrt sich nicht, spürte, dass ich es wollte. Warum fiel es mir erst jetzt auf? ERST JETZT? Viel früher hätte ich drauf kommen müssen. Nicht Dean war das, was ich wollte. Unsere Lippen berührten sich. Ich schmeckte ihn. Tom sah uns erstaunt an. "Was geht'n jetzt?", fragte er. Ich löste mich von Bill, lächelte zufrieden, er grinste nur. Das letzte Teil. Das Puzzle und somit mein Leben war wieder komplett. "Ich habe herausgefunden, was mir gefehlt hat." Tom gluckste. "Aber ich dachte..du..Dean?!" Ich schüttelte den Kopf. "Das dachte ich auch. Aber ich sollte nicht denken. Die ganze Zeit war das, was mir fehlte, was ich nicht sah, was ich brauchte bei mir. Und ich habe es nicht gemerkt. Die ganze Zeit habe ich mir Vorwürfe gemacht, meinte, es wäre falsch. Verstand Bill nicht. Wir waren beste Freunde. Jetzt weiß ich, dass sich Gefühle ändern, und dass durchaus gut sein kann." Tom grinste nun auch. "Und wie kakamst du eben so plötzlich darauf?" Auch Bill schien es zu interessieren. "Als ich euch eben angesehen habe, beide, da bemerkte ich den Unterschied zwischen euren Augen. Bills lösten mehr in mir aus. Tom, du bist wie ein Bruder für mich. Ich liebe euch, ich will euch nie verlieren, klar?" Wir umarmten uns alle und schmissen uns auf die Couch, wo wir und gegenseitig durchkitzelten. Ich war endlich glücklich. "Ich gehe mal eben ins Bad.", sagte ich und verschwand. Bill und Tom waren ungeduldig. "Warum brauch' die denn so lange?" Nach einer viertel Stunde tauchte ich wieder auf - normal gestylt. Alles schwarze weg. Nägel normal, Gesicht abgeschminkt. Ganz natürlich halt. "Unsere alte Ash!", höhnte Tom. Ja, die alte Ashley, samt alten Leben, mit nur einer klitzekleinen Veränderung. Und doch hatte ich so lange gebraucht, um herauszufinden, was mein Leben auf den Kopf gestellt hatte. Zärtlich flüsterte ich Bill ein:"Ich liebe dich!" ins Ohr und küsste ihn.
Das Rauchen stellte ich sofort wieder ein und die komischen Kotzanfälle waren verschwunden. Mein Leben war wieder normal, dank dem gelösten Puzzle.
ENDE
Re: This, what I want - PG 14
Dini - 07.04.2006, 00:19
Jo, hab mir das ganze jetzt mal durchgelesen ^^ Man hat ja sonst nix zu tun :D
Doch, doch... Ist echt gut geschrieben. Obwohl mir deine neue besser gefällt, da dein Schreibstil sich ein bisschen verändert hat, im positiven Sinne. Teilweise fand ich die Reaktionen von Ash etwas extrem. Zum Beispiel die eine Stelle wo sie gleich an Selbstmord denkt. Okay, kommt mal vor, aber trotzdem.
Ansonsten eine sehr gelungene FF. Wobei ich mir von Anfang an gedacht habe, dass mit diesem Dean etwas nicht stimmt. Den perfekten Traumtypen gibt es einfach nichts :wink:
Trotzdem, insgesamt was das Ganze sehr einfühlsam geschrieben. Solche Freunde wie die Twins hätte ich auch gerne =)
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