Der Wasserfall

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    Re: Der Wasserfall

    Scarlett - 25.09.2008, 15:46

    Der Wasserfall

    www.landschaftsbilder.net
    Der Fluss, welcher vom Gebirge her kommt, mündet in Form eines kleinen Wasserfalls in den Green Lake. Dieser Ort ist sehr romantisch. Auch hierher kommen Pferde aller Art.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 30.09.2008, 19:32


    Mit kurzen, trippelden Schritten näherte sich die wunderschöne Stute dem wasserfall, wessen Rauschen sie schon vom weiten hörte. Ihr langer Schweif pendelte sacht um ihre schlanken Hinterbeine, vertrieb lästige Fliegen und Mücken. Der hübsche Kopf der Weißen war hoch erhoben, ihr Blick schweifte voller Aufmerksamkeit umher.
    Nach einigen Minuten stand die Schöne am Ufer eines großen Sees, direkt vor ihr ergossen sich Wassermassen mit lauten Getose in diesen. Ein zartes Lächeln spielte um ihre Mundwinkel und der Wind zerzasute leicht ihre Mähne.
    Anmutig schritt Zauberfee in das kühle Wasser, welches ihre Fesseln umschmeichelte. Die Stute senkte ihr Haupt und trank durstig ein paar Schlucke des kühlen Nasses, erfrischte sie.
    Nach einer Weile hob sie wieder ihren Kopf und sah sich interessiert um. Der Ort war wirklich schön.
    In Gedanken versunken verließ sie das Wasser und betrat wieder das Ufer. Zauberfee wusste nicht sorecht was sie tun sollte, ob es hier andere Pferde gab. Dieser ort erschien ihr so verlassen.



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 30.09.2008, 20:42


    Stille. Und keiner sagte ein Wort.
    Ruhe. Und die Hölle wollte beben, wollte aufschreien und seine blutenden Hände über alles erstrecken. An sich reisen, was vor ihr lag, verschlingen, was auch immer es zu verschlingen gab.
    Die Welt, die Blätter, Steine, Wiesen, Ebenen, Wüsten, Steppen, Berge, Gletscher, Gipfel, Oasen, Palmen, Datteln, Eichen, Nager, Insekten, Wasser... das Leben.

    Und ein schauriger Geruch breitete sich aus, wie das Lauffeuer das rauchig, trockene Gras mit sich nimmt, wie die Rasierklinge den Holzstamm entzweit.
    Es war ein Duft der dir in die Nase stieg, wie der drängend, ritzende Qualm eines Lagerfeuers in den Lungen, die Adern hervortreten lassend, denn so verbleiend, so verdreckend, dass selbst die eigene Farbe des Blutes sich zu ändern vermochte.
    Sich silbrig wandelte, und eisig, blutend schimmernd zeigte, wenn der Schnitt tiefer gesetzt wurde. Tiefer in das weiche, schmatzende Fleisch hinein.

    Es war der Windhauch der durch die Blätter fuhr, die Nadeln einzeln herauspickte, zu Boden fallen ließ, die zarten, flachen Hände der Eicheln und Eschen sanft wog und wild rauschen ließ.
    Aufheulen.
    Die Gräser wild wogend, die Ebene dennoch starr und still im eisigen Nebelschauer des kahl wirkenden Herbstabends.
    Und dort unten leuchtet etwas! Es bewegt sich, wie die kleine, schwarze Kaulquappe, ein Geschenk der Natur, im Wasser, zu Beginn des eigenen Lebens, zu Beginn der Welt. Zaghaft. Schüchtern. Vielleicht sogar etwas Vorlaut die Erscheinung. Möglicherweise sogar etwas weiser als der Anschein spricht.

    Es leuchtet. Er leuchtet. Die Erde rund herum in schaurig, silbriger Pracht, in einem uralten Glanz, älter als Erde, Himmel oder Mond. Älter, als das Licht aus ferner Weite, und zugleich das aalglatte, geschmeidige Aussehen einer neugeborenen Ära. Einer zukünftigen Begebenheit, die sich so schnell nicht mehr zu verändern mochte.
    Wirre Gedanken, die Ebene horchte, das Schweigen wie tote Körper auf dir. Der Duft, ja, könnte fast derer Leichen gehören. Verwesend. Unter die Haut gleitend und von innen verätzend, wie Säure, wie der Teufel im Pelz.
    Doch das Licht dort unten, siehst du es, es leuchtet, es strahlt, es ist besagte Ära, die folgende Geschichtsepoche, die wogende Ruhe vor dem Sturm.
    Möglicherweise auch der Beginn des angekündigten Chaos.
    Möglicherweise... sogar mehr.

    Cruors wallende Mähne umspielte den kräftigen Hals, als er in gleichmäßigen, raumgreifenden Sprüngen voran kam.
    Er wusste nicht, wieso er auf einmal lilith und Nachtblume aus den Augen verloren hatte. Wo waren sie?
    Angst peinigte seine Seele, die Augen waren geweitet, panisch suchend, rang er um seine Fassung.
    Plötzlich entdeckte er eine zarte gestalt am Rande des Wassers, ein stürmisches Wiehern seiner Kehle entrungen, ein erschrockener Blick.
    Es war nicht Lilith.
    Wild schnaubte er, der Atem nur gehaucht, gehetzt und leicht verschwitzt, seine Hoffnung, Information von der Fremden zu erhalten.
    Vielleicht hatte sie seine Familie gesehen?
    Die Hufe donnerten wild, hastig, ans Ziel kommen wollend, bis sein prächtiger, muskulöser Körper geschmeidig vor der Schimmelin hielt, die Augen gebannt auf ihr Haupt gerichtet.
    Wunderschön war sie. So blendend, dass seine Gedanken an die Geliebte kurz verflogen. Kurz nur ihr strahlendes fell blendete, wie goldene Seide im Abendschein, silbrig und gleichmäßig empörend.
    Die großen Augen des Hengstes erfassten die Ihren, hielten sie fest, sagten bestimmend, ihre Aufmerksamkeit solle auf ihm ruhend. nicht unhöflich, aber aufdringlicher als er es sonst gewohnt war zu tun.
    "Ich Grüße das strahlende Meer vor mir.", die Stimme versuchte sich gepeinigt zurückzuhalten. Den sanften, schwingenden Laut seiner verführenden Stimme von sich gebend.
    Cruors Stimme, Cruors Blick, seine Stute.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 01.10.2008, 19:17


    Die kleinen Ohren der Stute zuckten herum, als ein Wiehern ertönte. Für einen kurzen Augenblick vergaß sie das Rauschen des Wasserfalls hinter sich und konzentrierte sich auf den Erzeuger dieses ihr so bekannten Geräusches. Ein feinen Lächeln umschmeichelte ihre Mundmunkel, als ein Hengst in ihrem Blickfeld erschien. Groß, muskulös und attraktiev, dies waren die ersten Gedanken zu seiner Erscheinung.
    Ein sanften Schnauben drang aus ihren samtigen Nüstern, als der Graue vor ihr zum stehen kam. Ein wenig irritiert über seine Begrüßung, lächelte Zauberfee sanft. "Guten Tag mein Herr", säuselte die Schimmelstute dann auch gleich und blickte den Fremden mit verführerischen Augenaufschlag an. Die Langeweile und Abenteuerlust trieben die Zierliche zu solch einer Art, gar nicht typisch für sie. Doch was sollte schon passieren? Sie war nicht mehr rossig und gebunden war sie schon seit langer Zeit nicht mehr, flirten war also erlaubt.
    Zärtlich umschmeichelte der Wind ihre schmale Gestalt, lieblich die Brise. Zauberfee liebte den Wind, reckte ihren hübschen Kopf dieser Naturgewalt entgegen. "Mit wem habe ich denn das Vergnügen", fragte die Weiße nun und blickte interessiert zu dem Grauen hinauf. Er war größer als sie, doch das waren eh die meisten. Sie hatte keine Angst vor größeren Artgenossen, auch nicht vor Hengsten. Sie akzeptierte deren Größe und gut war. Lächerlich fand sie Stuten, die sobald ein größeres Pferd auftauchte, vor Angst zu zittern begannen. Unverständlich für die Araberstute.



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 01.10.2008, 19:48


    "Ich trage den Namen Cruor. Er besagt oft Schmerz und Glück zur selben Zeit...", wie wahr, wie wahr. Vermisste er doch seine Lilith schrecklich, und auch Nachtblume machte ihm gewaltige Sorgen.
    Wo das junge Füllen wohl war? Die Mutter bei ihr?
    Nur hoffen konnte es der graue Hengst, jegliches Wissen verwehrt.
    Er schnaubte sanft, seinen Unmut wegblasend, eigentlich keinen gedanken daran verschwenden wollend, aber nicht anders könnend.
    "So hoffe ich doch wieder etwas des Glückes meines lebens zu erhaschen, und den Namen meiner wunderschönen Gesellschaft zu erfahren?", er war wie immer, und dennoch zitterte die kräftige Stimem leicht.
    So unmerklich, für keinen wahr zu nehmen, aber dennoch vorhanden.
    Der Mond sang ein einsames Lied, Sterne kaum zu sehen, alles hinter dichtem Nebel vergraben, der sich hoch oben am Firmament zu einer Wolke tarnte, keine wirkliche war.
    Die Nüstern blähten erneut. Es riss die Lunge förmlich entzwei, und dennoch blieb der Hengst ruhig stehen, die langen Mähnen- und Schweifhaare im grob durchs Gesicht fahrende Abendlüftchen hebend und senkend.
    Wie der Atem, der sich versuchte zu normalisieren, wie die Augen, deren Pupillen im tiefschwarzen Kleid ihren Tanz anzutreten wagten, die Seele und das Blut zu beruhigen.
    Die Zeit für seine Suche würde kommen. Er fühlte es.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 01.10.2008, 19:56


    Ein geschmeicheltes Lächeln stahl sich auf ihr hübsches Gesicht, ließ ihre Züge weich und sanft erscheinen. "Cruor also. Freut mich. Man nennt mich Zauberfee." Ihre Stimme war lieblich und schnurrend, wie die eines Kätzchens. Allerdings ein Kätzchen das auf Beute aus war...
    Ein leises Schnauben drang aus ihren Nüstern, verlor sich im Wind. Zauberfee fröstelte leicht. Der herbst nahm langsam einzug, man konnte es schon spüren. Aufmerksam blickte sich die Weiße um, sah bereits die ersten bunten Blätter. Wie sehr sie den Herbst hasste. Eine trostlose Jahreszeit, ging mit ihr doch das fröhliche Leben.
    "Wieso sagt ihr das Euer Name oft Schmerz und Glück zur selben zeit besagt? Erlebt er soetwas gerade?" Die Stute wollte keinesfalls aufdringlich sein. Es interessierte sie nur. Selten sagte man solche Dinge ohne Grund oder Erfahrungen, sie wusste es selbst am Besten.



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 01.10.2008, 20:03


    "Ja, Erfharung sollte das rechte Wort für meine Situation sein, doch möchte ich nicht mit belangloser Geschichte die lieblichen Ohren der Wasserstute überfüllen. Viel dringender wäre mir, eine Frage zu stellen, wenn es genehm ist."
    Die Worte waren klar. So klar, wie schon lange nicht mehr seit den letzten
    Tagen, in denen sein Inneres oft gezittert hatte, Lilith nicht mehr wieder zu finden, oder gar Nachtblume am Ende nur mehr tod aus dem Schutthaufen des Brandes bergen zu können, aus dem Schutthaufen seiner angstvoll, verblassenden Erinnerungen.
    Er setzte den rechten Vorderhuf neu auf, stark, sicher, reckte die gespannten lippen hinab udn kratzte sich kurz am Bein, einen bestimmten Punkt angezielt, erreicht, befriedigt, wieder aufblickend, den Mond in seinen Augen verschlingend, keine Reflexion wiedergeben.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 02.10.2008, 18:52


    Wieder erfüllte das leise Schnauben der Stute die Stille zwischen den Pferden. Im Hintergrund war das Rauschen des wasserfalls zu hören und der Wind, der durch die Blätter fuhr und sie herumwirbelte.
    "Fragt soviel Ihr wollt", antwortete Zauberfee mit einem verschmitzten Grinsen. Sie fühlte sich wieder wohl in ihrer Haut. Seit der Begegnung mit dem Hengst Avalon hatte sie keine weiteren Pferde getroffen, hatte sich oft einsam gefühlt und viel nachgedacht. Vorallem die Vergangenheit hatte sie nicht auf sich beruhen lassen können und hatte sich hin und wieder Vorwürfe gemacht.
    Der Wind spielte sacht mit ihrer Mähne, wirbelte sie um ihr Gesicht und wieder zurück. Die Weiße mochte dieses Spiel. Es war unveränderlich. Tag für Tag, Monat für Monat und jahr für Jahr war es das gleiche Spiel. Der Wind war immer da, ging niemals fort.
    Mit funkelnden Augen blickte Zauberfee den Grauen an, lächelte charmant. Ja, auch sie hatte Lust zu spielen...



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 02.10.2008, 21:58


    Es rauschte, trieb Tränen in die Augen, verschlang sie wieder in der leicht schwül wirkenden luft der Finsternis, der abendlichen Befriedigung die sich immer wärmer anfühlte, immer stärker.
    Achtsam wollte der Graue seinen Blick erheben, hinauf, in die Un endlichkeit gerichtet, seine Worte zur kenntnis bringen, seine Frage gütlich preisgeben und auf Antwort hoffen, wie so viele Male zuvor bereits, aber er tat es nicht.
    Nicht gleich. Nicht mit solcher Zielstrebigkeit, die sein herz vermochte herauszugeben, nicht mit solch einer Glut, die ihm Inne wohnte, nicht gut genug. Nicht ernst gemeint.
    Ein klagendes Stöhnen, ein Shnauben udn ein Atemzug der seines Ruhen Gleichen suchte, seines Bruders, Schwester und Verwandten, seine Familie.
    Ein Windhauch, heftig, schnittig, scharf, so geistreich hauchend, wie der einzelne, entschwindene gedanke, der zu seinem herren zurückkehren mochte in solch schwerer Stunde, in solch wichtiger Entscheidungsphase.
    Prägen sollte ihn dieser Moment, der Folgende und die nächsten darauf, welche seine Gedanken umweben würden, wie die Wiedergeburt seiner Liebe, seiner Fantasie und dennoch, er wehrte sich, ließ seine Seele weinen, trauern, schreien, brüllen, nicht mehr gehört zu werden, sie unterdrücken, die innere Stimme, ja, das musste er tun, konnte nicht umher!
    Nie wieder wollte er seine Liebe neu vergeben, nein, keine Hoffnung aufgegeben, Lilith wieder zu finden, so täuschte er zumindest sein eigen Haupt, sein gedankenfeld und Glaubensbekenntnis, welches er sich slebst vorlog, doch einhielt.
    Nie wieder neue Liebe, nie mehr...
    "Ich wollte fragen, ob die Dame wohl eine Stute gesehen haben mochte? Vielleicht mit einem jugendlichen Stutentier, eine kleine Fuchsstute mit Blesse und eine erwachsene, zartbeinige Schönheit aus weißer Seide. Ich suche sie, so dürft ihr wissen, nicht mir sagen, dass ich vergeblich bin, bitte, sagt es nicht, doch gebt eine ehrliche Antwort."
    Der Mond war still, hatte nichts mehr hinzuzufügen.
    Es stimmte ihn zufrieden.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 03.10.2008, 10:28


    Die Weiße lauschte aufmerksam den Worten des Hengstes, spührte die Wichtigkeit seiner Frage und wusste als er geendet hatte, dass diese beiden seine Familie waren. Dann gibts heute wohl keinen kleinen Flirt mehr...Schade..., dachte Zauberfee leciht resigniert und schüttelte ihre vom Wind zerzauste Mähne aus den Augen.
    Mit einem entschuldigendem Lächeln begann ihre Antwort. "Es tut mir wirklich Leid, Cruor. Aber seid ich hier bin habe ich nur Hengste getroffen und Ihr müsst wissen, ich bin noch nicht lange hier in diesem Land." Ihre Stimme war weich und wohlklingend, ein zartes Lüftchen im weiten Universum.
    Ein Schnauben drang aus ihren Nüstern, so leise und sanft wie das Gras sich im Winde bog. Der Blick der Stute schweifte umher, erfasste Kleinigkeiten die andere vielleicht gar nicht wahrnahmen. Nicht weit enfernt suchte sich ein Vögelchen sein Essen. Seine Suche zauberte ein kleines Lächeln um ihre Mundwinkel. Du bist frei mein kleiner Freund. Du kannst dorthin fliegen wo immer du willst. ich wünschte auch ich könnte dies tun... Zauberfee unterdrückte einen tiefen Seufzer. Sie wünschte sich tatsächlich so vieles. Vorallem der Wunsch die Zeit zurückzudrehen und noch einmal alles besser machen zu können, dieser Wunsch war am stärksten.
    Wieder wandte die Araberstute ihren Blick dem Hengst zu, sah ihn mit leicht schiefgelegtem Kopf an. "Wieso sucht Ihr diese personen? Sind sie Eure Familie?"



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 03.10.2008, 15:42


    "Meine Familie, wohl war, oder auch anders, meine Herde, der Beginn einer Neuerstehung des Alten, welches ich einmal besaß. Ja, wieder eine Herde, wieder meine Stuten und Lilith, so der Name der Weißen, ist die Leitstute der wahrhaft wunderbaren Lebensverwirklichung, welche ich mit ihr begann. Unser Fohlen das fuchsene Füllen Nachtblume, eine aufgeweckte Person, in Schwierigkeiten schneller geratend, als man sich in einem einzigen Augenschlag zu trauen möge..", er sah in sich hinein. Tief.
    Ein Stöhnen entrang sich seiner Kehle, ein zutiefst aufopfernder Laut.
    "Und, Zauberfee, die etwas einsam wirkende Stute, hat sie eine Herde? Eine Angehörigkeit, eine Familie?", seine Stimme war wohltuend, aufmunternd, einschmeichelnd und kräftig, selbstsicher.
    Sein Körper war mächtig, jeder Atemzug erhöhend, seine Grazie verteidigend und die Kraft im Winde wehen, die Mähnenhaare verfliegen sehen.

    (sry,.... SEHR einfallslos ^^...)



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 03.10.2008, 19:19


    [Macht doch nix...hab auch gerade Kreativitätsstau^^]

    Die kleinen Ohren der Stute zuckten aufmerksam nach vorne, lauschten bedächtig den Worten des hengstes. Ihr Blick ruhte ruhig auf Cruor, dem prächtigen grauen Hengst. Ja, sie musste wirkloich zugeben, dass sie begeistert von seinem Körper war und auch sein Charakter erschien ihr nicht übel.
    Zauberfee horchte wieder auf, als er sie ansprach. Einsam? Ungläubig blickte sie den Grauen an, scharrte leicht verärgert mit dem Huf. Ja, sie war einsam. Aber sah man ihr das wirklich an? Anscheindend ja...
    "Nun", antwortete die Stute mit heller Stimme und räusperte sich melodisch. "Bei meiner letzten Begegnung mit einem Artgenossen hat man mir erzählt, dass es hier mehrere Herden gibt. Bis jetzt habe ich noch kein Leittier einer dieser Herden getroffen, aber ich werde ja sehen."
    Mit einem Lächeln endete die Weiße ihren Antwort und schnaubte leise. "Könnt ihr mir vielleicht noch etwas über dieses Land erzählen", bat Zauberfee den Hengst und lächelte verführerisch.



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 03.10.2008, 20:34


    Wenn Worte reden könnten.
    Alleine, selbst und klar,
    Die Wolken sich dann röten,
    Der Wichtigkeit gewahr.

    Doch könnte man dies tuen,
    Glauben es ist so leicht.
    Würde sich dann jemand Mühen,
    Mit übergroßem Fleiß?

    Doch könnte man es fühlen,
    Ja, gleiche Innigkeit,
    Dann würde man sich hüten,
    Vor der Wirklichkeit.

    Vor so manchem wahrem Ton.
    Um endlich zu begreifen,
    Dass es sich darf auch lohn',
    Wenn man versucht zu keifen.

    Ja, jeglich Regung,
    Jeglich sichtbar' Schmach,
    Eine wahrlich groß Begegnung,
    Ein Abenteuerland.

    Wenn du glaubst, die Rose deiner selbst zum Sprechen verleitbar sein,
    Dann tue dies, tu es schnell, und tu es fein.

    Denn sprechbar, redbar, lautbar, hörbar, nicht des Jeden Gabe sei.
    Denn fühlbar, sehbar, denkbar auch nur wahre Sprache bleibt.

    Die Worte des Grauen,
    Kein Zorn und kein Groll,
    Öffneten Pforten,
    Öffneten viel mehr, ja wahrlich all'.

    Sein derbes Augenblut.
    Der Nüsternschmauß, die Luft, die Glut.
    Sein Innig Wächter, ja der ruht,
    Und würde er nicht schlafen, wär das Leben schöner, gut.

    Doch Verweigerung, Verneinung, bleibt des einen Königs Wahl,
    König, Herrscher, über die Gefühle, sich selbst und der andren all'.

    So leitet er Gedanken, leitet Flüsse und mir zu,
    All das was ich liebe, will und hoffe können zu tun.

    Denn Er, ja Er, der eine, graue Hengst, er weiß,
    Was des irdisch Leben schönster Traum, er weiß,
    Was das Fühlen, Brodeln in mir sagt, er weiß,
    Was mich fühlen ließ, er weiß, ich bin nicht nur aus Eiß.

    Beisamen standen zwei der Ihren,
    Pferde wie noch nie getrieben,
    Zu ihrem Glück, zusammen hier,
    Nur einer schielt, er fühlt sich schier ....

    Wer weiß schon, wie sich fühlen mag,
    Ein alter, armer Herzensschlag,
    Wer weiß schon, wie er denken mag,
    Er nicht davon erzählen wagt.

    "Ich möchte sagen, mehr noch, sprechen,
    Von der Landschaft, grün und gellend,
    Der Sonnenschein in diesem Tal,
    Das Morgengrauen doch ganz banal.

    Dennoch, ja, So glaube mir,
    Du wunderschönes Stutentier,
    Ich denke nicht du willst einsam hier bleiben,
    Ich glaube nicht du musst so arg leiden.

    Ich weiß ein Plätzchen, vielleicht nicht schlecht,
    Es wäre nah, es wäre recht?
    Der Graue wills dem Meereswesen,
    Zeigen, jetzt, ein neues weit entferntes Leben.

    Nicht hier, nicht dort, Nur an einem Ort,
    Nur an einem einzeln Platz,
    Nur ich dich finden mag dort,
    Wenn du willst mein eigen Stoltz.

    Ja, willst du Ihn auf Dich bezogen,
    So musst du finden meine Heimatwoben,
    Sie warten dort, wo Stut' und Fülln,
    Mein einzig wahres Herz erfülln.

    Und wenn du glaubtest mir da zu begegnen,
    Ich werde dir entschlossen, ja, entgegentreten.

    Werde sagen, du bist da und freudig, strahlend Kuntun machen,
    Dich all den Lieben wirklich, ja, vorzustellen, wissend machen.

    Denn wenn Sie kennen dich,
    Ich dich weiß an meiner Seite,
    Dann sie freuen sich,
    Und ich mich über deine Freude"

    Er sagte nichts, lange schwieg des eisernen Lippen Geist. Lange vermochte die Ruhe eine Stile über das Land zu legen, lange, einen Teil in sich aufnehmen, den Flecken Erde, Himmelsgleich, auf welchem die zwei weißen Geistern standen, sich gegenüber, grüßend, in kühlen Herbstwind wallend.
    Als das Gebiet, die eingespielte Plauderei von blatt und Blättern, Stein und Fels, sich dann wieder dem Ende senkte, das Erdenstück der zwei Pferdegesiter herab gleiten ließ, wieder zu normalem Boden verschwommen sich die Kanten in die Landschaft fügten, sprach der grausilber bemusterte Hengst, wonach er gefragt worden war, was er preisgeben glaubte zu wollen.
    "Die Landschaft um den Green Lake, so der Name des Sees, den du kannst dort, weiter unten noch, bestaunen, das frische, hellblaue Nass hier noch klar vom Wasserfall herab gleitend, hier dann grün und silbrig werdend, ist das Zentrum der Gegend, scheint mir zumindest so, wenn ich durch die Landschaft wandre. Und dort, in diese Richtung hin, befinden sich die trockenen Gebiete, findest du zuerst die Berge, dichte, steile Felswände, dann etwas daneben udn dahinter die Wüste und Savanne, ein etwas begehbarerer Ort, der letztgenannte, allerdings nicht ganz ungefährlich, mag man von Raubtier und anders Artigen sprechen.
    Wenn du deine Nase mehr Richtung Bäume, Richtung Wasserstrom richtest, wirst du Bald in den tiefsten Wald gleiten, er ist noch düster, finster, dürr, vom Waldbrand zerstoben, fängt er allmälich wieder zu leben an. Dann dort, ja, da liegen Wiesenebenen, Flüsse, reichlich wogendes licht und Blumengestaltete Welt. Und die letzte Richtung, die ich dir zeigen kann, ist die, des Meeres, des unendlichen Wassers, der Tiefe. Schön und wild." Er holte tief Luft, bließ sie gleichmäßigen Augenschlags heraus, die Welt auf einmal durhc einen dichten Nebel beobachtend, ein Nebel der Unwissenheit, die ihn zu ersticken drohte, er sich nichts anmerken ließ, sich herausziehen musste, aus der Befremdlichkeit.
    "Wenn ich der zauberhaften Stute eine der Richtungen näher zeigen soll, ein Wink genügt, ein einziger Schweifschlag des Ihren. Ich habe meine Lieben überall gesucht, kann allmälich nicht mehr tun, als die Augen wach und offen zu halten, wenn sie wieder kommen werden, werden sie mich auch finden, egal, wo ich wandle."


    (ICH KANN IMMER NOCH NICHT PLAYNNN!!!! *ZORNESGROLL* XD)



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 04.10.2008, 14:06


    Aufmerksamkeit strahlte die Weiße aus, lauschte gespannt den Worten des Hengstes. Ein so großes Land. Es erschien so endlos weit, ganz anders als ihre frühere Heimat. Beengend und öde, früher und jetzt warscheinlich noch immer.
    Schnaubend nickte Zauberfee, scharrte kurz mit einem Vorderhuf. Sacht pendelte ihr Schweif, seidig und glänzend, um ihre schlanken Hinterbeine. Fliegen und Mücken, sie alle flogen verärgert hinfort, suchten sich ein anderes Ziel.
    "Wenn Ihr wirklich zeit habt. Ich möchte Euch wirklich nicht zur Last fallen", meinte die Stute kokett und lächelte lieblich. "Ich würde wirklich gerne die trockenen Gebiete sehen, in einem solchen Gebiet war ich noch nie. Wüste was ist dies? Noch nie habe ich ein solches Gebiet gesehen." Ja, Zauberfee war tatsächlich noch nie in einer Wüste gewesen, kannte nicht die Hitze und den Staub, nicht den unerträglichen Durst wenn man zulange dort blieb. Sie kannte bis jetzt nur das Meer und Wiesen, war in solchen Gegenden aufgewachsen, immer in der Nähe von einem Meer geblieben.
    Sanft lächelnd sah die Araberstute Cruor an, schüttelte ihren hübschen Kopf leicht hin und her, ihre Mähne ein wogendes Meer aus schimmernden Fäden. Ein kleiner, trippelder Schritte brachte sie ihrem Ziel näher, dem grauen Hengst. Spaß wollte sie haben, Spaß würde sie auch bekommen. Dafür sorgen würde sie schon...



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 04.10.2008, 18:39


    Cruor beobachtete sie eingehend, jede kleinste Bewegung, das Schimmern ihres Felles, die Sonne, die sich in ihren langsam rötlich umschwankenden Tönen auf dem Rücken von Zauberfee ergözte.
    Er schnaubte, der Körper bebend ausatmend. Ruhiger werdend, angestrengter konzentriert auf sein zauberhaftes Gegenüber, die beiden sich anscheinend gegenseitig verführen wollend. Jeder ein charmantes Lächeln im gesicht, anreizender Blick ihm gegenüber und liebevoller sein eigener.
    Er wendete den zartlinigen, kräftigen Kopf, die Augen voran Blicken, Richtung Gebirge, schwankend nach rechts, Richtung Wüste.
    Er prustete wieder Luft hinaus, sog die Feuchtigkeit darin ein und dachte an die trüb, wirkende landschaft und den Durst, den man bald dort verspühren würde.
    "Lasst und aufbrechen, holde Meeresstute. Lasst uns zu den wogenden Dünen der Wüste reisen, damit die Weiße einmal die Trockenheit im Munde spührtr, und die Schmerzen im Körper, wenn er sich langsam nach lebenden Pflanzen und Gesellschaft verzehrt.", sein herz pochte rythmisch, das Blut in Schwingung versetzend.



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 06.10.2008, 20:00


    Die Schimmelin beobachtete ihren gegenüber genau. Sie bemerkte das beben seiner Nüstern, die feine Dunstwolke. Bemerkte seinen Blick, sah das er auf das gleiche wie sie aus war. Ein berauschendes Gefühl.
    Mit einem unschuldigen Lächeln nickte die Stute und warf grazil ihren hübschen Kopf hoch. Ihr Blick wanderte in die gezeigte Richtung des Hengstes, ihr Kopf begann sich schon die Wüste vorzustellen. Bilder flogen an ihrem inneren Auge vorbei, unbeschreiblich und schön. Zauberfee hatte gehört das die Wüste so endlos weit war wie das Meer, ob dies wohl stimmte? Zauberfee stellte sich den sand vor, gelb und heiß. Sie spürte schon die heiße Sonne auf ihr weißen Fell strahlen, gleißendes Licht.
    Die Schöne schüttelte ihrenKopf um wieder aus ihren Tagträumen zu erwachen. Sie sollte aich auf den Grauen konzentriern. Lächelnd bah sie wieder Cruor an, schnaubte leise.
    "Am besten wäre es, wenn Ihr vorgeht", meinte die Weiße mit sanfter Stimme und trat, ein wenig ungedulig, auf der Stelle.



    Re: Der Wasserfall

    Cruor - 07.10.2008, 20:06


    Cruor dachte an so viele Dinge zur selben Zeit. Sehnte plötzlich die unkontrollierte Wüstenhitze herbei, und wünschte sich auf einmal, allein zu sein, um sich darauf besser vorbereiten zu können, psychisch, aber dann musste er zugeben, Zauberfee nicht verkennen zu können, sie war wunderschön.
    Er prustete gelassen Luft, lächelte charmant und verdrängte jeden bösen Gedanken, nahm sich vor, die Augen immer stehts nach Lilith und Nachtblume offen zu halten.
    "Dann los!", meinte er bald und wendete geschmeidig, setzte sich in flottem Schritt über die Wiese hinweg, dem Wasserfall, dem schäumenden Schnee, einen letzten Blick schenkend, den ort in naher Erinnerung behaltend.
    Er ging zielstrebig voran, begutachtete die Schimmelstute neben ihm, ihre zierliche Gestalt, die schönen Schritte, und ließ seine Muskeln kräftig spielen, sich freuend, auf das, was vor ihm lag, auch wenn er Sehnsucht nach dem Alten hatte.
    "Wenn wir uns beeilen, schaffen wir es noch, bevor die Sonne ganz untergegangen ist.", bemerkte der Hengst mit säuselnder Stimme, die sinkende Sonne in die harten Augen fassend, die Pupillen zitternd vor Überlegung, dann wieder weich udn freundlich der Stute zulächelnd.
    Er setzte seinen geschmeidigen Körper in schnelleren Tritten voran, bis er in einen flüssigen galopp überging, an der Seite der Stute ihr den Weg wies.

    -> Wüste (Welche willst denn? Stein, oder was?)



    Re: Der Wasserfall

    Zauberfee - 07.10.2008, 20:14


    Bedacht nicht allzu begeistert zu nicken, setzte die Weiße ihm nach.
    Ihre Schritte waren weich und ausgreifend, schien fast zu schweben. Der Wind fuhr durch ihre Mähne und ihr Schweifhaar, ließ es flattern.
    Zauberfee schweig die ganze zeit, ließ Cruor aber nicht aus den Augen. Verstohlen beobachtete sie das Spiel seiner Muskeln, bewunderte den Galnz seines Felles. Ein lächeln spielte um ihre Mundwinkel, das funkeln in ihren Augen war kaum zu übersehen. Je länger sie den Grauen beobachtete, desto größer wurde ihr Verlangen nach ihm. Ein fast schon verbotenes Verlangen.
    Er Hat Familie. Du solltest dich nicht an ihn ranmachen... Immer wieder flog dieser satz durch ihre Gedanken, verfolgte sie. Na und? Wenn seine Familie ihn lieben würde, dann wäre sie jetzt bei ihm. Außerdem was ist schon dabei an einem kleinen Flirt? Ein schnauben entwich ihren Nüstern.
    Zauberfee spitzte die Ohren als Cruor die Stimme erhob. Ein Nicken iherseits und schon fiel auch sie in einen geschmeidigen Galopp. Die Landschaft rauschte nur so an ihnen vorbei, wurde von der Weißen gar nicht wargenommen...

    --->Steinwüste
    [Ähm...Steinwütse^^]



    Re: Der Wasserfall

    Sheitan - 01.11.2008, 23:00


    Sheitan schnaubte leise, als er den Schleichweg entlang schritt. Stolz schritt er da vor sich hin, die Muskeln des Hengstes spielten unter seinen seidig schwarzen Film, der in der untrgehenden Herbstsonne schimmerte. Erneut schnaubte der Hengst, waehrend er sein Blick durch die Gegend schweifen lies.
    Nur das rascheln der Herbstblaetter auf den Boden stoerten die angenehme Ruhe. Sheitan, der Phantom genoss die Ruhe, als er da so entlang schritt. Auch wenn der maechtige Hengst das Herdenleben genoss und auch liebte, brauchte er doch auch manchmal seine Ruhe. Und diese Ruhe genoss er dann auch natuerlich, er kam und ging wann er wollte: ER war wie der Schatten der Baeume, er war da, aber irgendwie auch nicht.
    Wenn der Rappe seine Ruhe wollte, dann verschwand er einfach und wenn tauchte dann ploetzlich ueberraschend neben einen auf.

    Wie genau er es anstellte, was sein kleines Geheimniss, der Rappe an sich war ein Geheimniss, dass keiner loesen konnte.
    Leicht spielte er mit seinen Ohren, als er das rasch lauter werdenen Plaetschern des Wasser. Er naeherte sich den Wasserfall, sein Ziel.
    Lautlos schritt er an das Wasser und senkte seinen Kopf, sodass seine Nase fast das glasklare Wasser berruehrte. Kurz prustete der Hengst, sodass kleine Wellen entstanden und sein Spiegelbild nur noch verwackelt zu erkennen war. Einige Sekunden lang schaute er sich das ganze an, bevor er seinen schweren Kopf wieder hob und am Wasser entlang schritt, bis er an einer kleinen Baumgruppe ankam. Dort stellte der maechtige Warmblut sich auch schon unter und schaute der Sonne beim Untergehen zu.



    Re: Der Wasserfall

    Mortelle Solitude - 01.11.2008, 23:19


    Morelle lief. Sie blehte ihre Nüstern wild und groß. Sog den Atem ein, stoßweise und schnell. Ein und aus; ein und aus...
    Ihre Hufe klatschten flink auf den Boden, bei jedem Galoppsprung tiefer hinein; mit mehr Wucht und mit mehr Kraft vorwärts getragen.
    Der Leib schwitzte und wurde allmählich von einer glibrig glänzenden Schicht von Reflexionen überdeckt, solche, welche nur duch den silbrigen Mondenschein zu entstehen wagten, wenn er so hoch am Firmament seine Heimat suchte, dass jeder ihn im ganzen Land zur gleichen zeit über einem betrachten musste - so anziehend und so zwingend.

    Ein sanftes Rauschen in den Blättern ließ die Fuchsstute weder ihres Weges noch ihrer Gedanken irren. Ließ sie nicht langsamer werden und auch nicht ihre reale Müdigkeit spüren, welche sie ins hinterste Zimmer ihrer Selbst geschoben hatte. Nicht fühlen wollte, zum Glück nicht konnte.
    Der Rythmus des Blutes spielte einen ungewohnt langsamen, der Schlag des Herzens einen außerordentlich schnellen - beinahe ungesund das Wort der Bezeichnugn dafür sein muss.
    Dennoch ist es nur das seichte Wellenrauschen in den tauben Ohren welches sie trägt. Wild und unbändig das Aufbäumen der Wellen vor ihr; durchbricht sie alles, fliegt in alles hinein; willig.
    Es ist das Sausen im Gesicht, welches ihr so markant und erinnerungsreich die Ganaschen schneidet. Es ist das Sausen der vergangenen Morgen, welches sie in bildlicher Vorstellung von einem düsteren Zimmer ins nchste huschen lässt, als würde sie dort etwas dringendes suchen; etwas wichtiges finden müssen und doch nicht wissen, was überhaupt das Geforderte war.

    Eins, Zwei, Drei...
    Sie Zählte die geistlichen Schritte bis zur nächsten Türe; udn schon griff sie in Menschenhaut gekleidet nach der Klinge eines Holztores vor sich. Drückte stark dagegen und öffnete es...
    Geäst schnalzte ihr in die Augen Ein gellender Laut voller Empörung ihrer Kehle entrissen bildet sich durch den Wald hindurch. Laut in Schallwellen dahin gleitend, reist sie plötzlich das Augenlied auf, wird sich bewusst, dass sie wieder einmal einen Rausch der Realitätsfremde erlebt hatte und nun irgendwo ist, wo sie hingetragen wurde.
    Befehlt hierher zu laufen von den Rufen des Wassers - jene Laute, die sie imer in die Richtige Situation lenkte, darauf vertraute sie.

    Die Grenzen des Waldes, Nein! eine Lichtung, dachte sie. Dann erkannte sie das schimmernde Strömen von Nass in einem Erguss aus der Höhe, hinabstürzend in unendliche Tiefe. Ein See.
    Hart bremste sie auf dem gefrorenen, harten Boden. Blieb schweigetränkten feuerfells dort stehen, wo sie war und beobachtete nur das Schimmern im Wasser, gebannt und verhext.
    Als sie den starken hengstkörper endlich ihrer Wahrnehmung hinzufügte war ein Ausdruck des Entsezens auf das zarte Gesicht geschrieben und ihre Ohren ein flaterndes Lautenspiel.
    Ihre Stimmung schwankte von verwirrt und Klein auf Aggressiev ihrer Traumstörung wegen, und verhöhnend der wunderschönen Bildtrübung zu Trotz. Dieser Hengst hatte ein schlechtes Jahr erwischt.
    Schnellen Schrittes bewegte sich der kleine, zähe leib auf das Monster von Vieh zu. Zielstrebig der zerdrückte, böse Blick den seinen umfassend und schon das grausame Gebrüll auf der Zunge, stieß sie eine bösartige Aussage aus, noch ehe sie ihn erreicht hatte, und in einem großen Abstand vor ihm zu stehen kam: "Du dummes Vieh, was machst du hier? Sieht das etwa so aus, als wäre das der geeignete Ort für dich? Du passt hier überhaupt nicht rein, und dazu störst du das gleichmäßige Schwingen des Wassers mit deinem blöden Atemzug!"

    (sry, noch etwas stilwechselnd und holpernd ^^)



    Re: Der Wasserfall

    Sheitan - 01.11.2008, 23:49


    Sheitan genoss die Stille, die ihn umgab, wie auch die wunderschoene Umgebung, die ihn umgab.
    Woher sollte er auch wissen, was gleich mit ihm geschah? Nein, der Hengst konnte es natuerlich nicht wissen und haette er es gewusst, dann waere er mit Sicherheit eventuel auch schon wieder verschwunden.
    Da er nun, wie jedes andere Pferd auch, kein Hellseher war, blieb er nichts ahnend bei der Baumgruppe, dicht vorm Wasser stehen und entlastete sein rechtes Hinterbein.

    Der maechtige Rapphengst war viel gereist und auch heute hatte er eine beachtliche Strecke hinter sich gelegt und entschied nun, den heutigen Abend hier zu verweilen und dann morgen weiter zu reisen. Nur wóhin? Die Frage stellte sich Sheitan schon lange nicht mehr. Er hatte kein Ziel, er ging einfach dahin, wohin sich seine Hufe trugen und wenn ihn ein gefiehl, dann blieb er da auch einige Tage und zog dann weiter. Klar, durch sein noch Einzeilgaenger sein, war der Rapphengst recht oft einsam und manchmal sehnte der Hengst sich nach einer Herde, aber doch, er lebte noch und war recht damit zufrieden. Er hatte schon schnell erkennen muessen, dass das Herdenleben nichts fuer ihn ist, solange zum. nicht, wenn er sich irgendwo utnerordnen musste. Er konnte und wollte es einfach nicht. Sheitan war ein geborener Leithengst und nur dieser rang wuerde ihn bei einem Herdenleben gluecklich machen, nichts anderes.
    Sheitan feine Ohren vernahmen das trommelde Gerauesch eines Pferdes, was sich wohl mit rasender Geschwindigkeit sich naeherte.
    Desinteressiert schnaubte der Hengst, vl. wuerde der oder diejenige auch einfach vorbei gehen und wenn schon, den Hengst konnte so schnell nun auch nicht schocken.

    Angst hatte er so oder so nicht, also was solls?
    Kurz schaute er erneut auf das Wasser, was so friedlich schien. Die Natur konnte eigt. froh sein, die hatte naemlich nie irgendwelche Probleme, sondern schaute einfach nur zu. Ein Gerauesch lies den Hengst wieder aufschauen. Nicht weit von ihn sah er, wie ein Pferd, eine Stute um genau zu sein, bremste. Ihr roetliches Fell war voller Schweiß und ihre Nuestern waren geblaeht. Haette der Hengst es gekonnt, so wuerde er bei ihren Anblick spaetestens jetzt eine Augenbraue hochziehen. Was zur Hoelle war denn mit der los? Ruhig beobachtete Sheitan die Stute und bewegte sich nicht. Das schien auch garnicht noetig, denn die Stute selbst hatte den Hengst schon laengst gesehen und schritt auf ihn zu. Doch bevor sie ueberhaupt angekommen war, schrie sie ihn auch etwas zu, wo Sheitan ersteinmal dachte, er hoerte nicht recht. Was war dass den fuer eine Furie?! Aber Sheitan waere natuerlich nicht Sheitan, wenn er sich so schnell aus der Ruhe bringen wuerde.
    >>Du dummes Vieh, was machst du hier? Sieht das etwa so aus, als wäre das der geeignete Ort für dich? Du passt hier überhaupt nicht rein, und dazu störst du das gleichmäßige Schwingen des Wassers mit deinem blöden Atemzug!" <<
    "Nun komm ersteinmal runter, so wie du aussiehst, muss ich mir Sorgen machen, dass du mir gleich umkippst", erklaerte der Hengst mit einer ruhigen, kraftvollen und sogleich selbstsicheren Stimme. "Wenn ich hier nicht reinpasse, dann du auch nicht. Und du haelst sich gerade wie ich hier auf. Außerdem kommt mein Atemzug nicht bis zum Wasser an", der maechtige Hengst schuettelte kurz seinen Kopf, sodass die Maehne leicht flog und sich wieder neu ordnete. Das Fraeulein konnte eigt. von glueck sprechen, dass sie bei der Geschwindigkeit noch rechzeitig bremsen konnte und nicht ins Wasser flog. Sheitan kam als Einzelgaenger natuerlich viel rum und hatte so einiges schon erleben muessen, sodass ihn so schnell nichts mehr schockte, zum Glueck.



    Re: Der Wasserfall

    Mortelle Solitude - 02.11.2008, 00:18


    Wut ließ den Stutenleib in ewig fortlaufende Vibrationen übergehen. Es bebte in ihr und versuchte ihre Lungen zu zersprengen. Alles in wahnsinnigem Ausmaß zum Blähen zu bringen. Zum Füllen und Leben. Zum pressen und Bewegen, alles, was es irgendwie möglich machte, dass sich ihre Hysterie noch steigern konnte. Neurosen ebenso wie erst entdeckte verhaltensmuster. Neuartige Bewegungen die ihr Kopf beim Weben in der Luft auszuführen versuchte, gerade in dem moment, als der Hengst das Wort an sie richtete.
    Dann schrack sie hoch, blickte ihm wieder in die Augen, so, als wäre sie gerade wo anders gewesen. Eben, als wäre ihr Geist weit Fort gewesen in den wenigen Sekunden als die männliche Stimmung die Umgebung überflutet hatte.
    Ihr Herz pochte. Laut, so klar und deutlich, dass Morti glaubte, íhr Gegenüber musste gerade jeden einzelnen Schlag hören. Jedes kleine Pochebn, das rasende, udn das unregelmäßige Dröhnen zwischen jedem dieser Intervalle.
    Und immer wieder und immer wieder.
    Dann endlich konnte sie sich aus den Spinnweben ihrer Gedanken befreien und etwas anderes tun, als starren und staunen udn auf ihr Herz zu horchen.
    Sie atmete. Erst tief, dann laut, dann raumgreifend und fest saugend, wie ein Elefant kam es ihr vor, als der hochgereckte Hals sich der klaren Luft entgegen reckte. Sie ein Staubsauger hätte sie gedacht, hätte sie einen solchen gegensatnd jemals kennen gelernt.


    Sie trat in einen neuen Raum. In einen hellen und klaren, die dunklen Wände wurden nun abgelöst von zartgelbem Schimmer und leicht grün wogenden Möbeln darin. Kästen, Sitze, Tische, ... ein Fernseher.
    Als das Bild zu flackern begann machte es einen starken Ruck, dann sah sie wieder in die klaren, tiefschwarzen Augen des Warmbluthengstes.
    Ruhiger Luftaustausch in den Lungen, klare Gefühle in den Windungen ihres Gehirnes gefangen, hatte sie wieder einmal die Rollen getauscht. Wieder einmal verändert. Wieder einmal von neuem beginnend.

    "Tut mir leid. Ich war gerade etwas ... abgelenkt.", betreten wandte sich der leere Blick dem Gras an ihrer Seite zu. "Ich... Du brauchst nicht zu fürchten, dass ich noch einmal so etwas von mir gebe, denn cih habe mich bereits eines besseren besinnt."
    Wegschauen.
    Scham.
    Pein.
    Hoffnung, auf einen Neubeginn.
    Hoffnung, es besser zu machen.
    Hoffnung, jemand anderes geworden zu sein, in den wenigen Sekunden ihres Überlegens. Hoffnungen - ob sie wahr werden?

    "Also, einmal von forne bitte. Ich heiße Mortelle Solitude und ... und ... "
    Als wäre der Nebel erneut über das Tal gekommen suchte sie verzweifelt in den Fetzen ihres zerstörten Gedankensatzes.
    So einen netten Satz hatte sie sich zusammen gelegt, doch nun war alles wieder im Rauch der Erwartungen untergegangen.
    "Wer bist du?"



    Re: Der Wasserfall

    Sheitan - 02.11.2008, 00:41


    Sheitan schnaubte leise und schaute die Fuchsstute immernoch an.
    So entging dem Wachsamen natuerlich auch nicht, wie die Stute bebte. Ihr zarter Brustkorb hob und senkte sich in einem unregelmaeßigen Takt. Mein gott, wie lang war die Stute denn gelaufen, war was passiert?
    All das fragte sich der Rappe, doch blieb ihn vorerst die Antwort natuerlich aus, es waere auch nicht angebracht jetzt zu fragen, aber das hies natuerlich nicht, dass der Hengst die Frage ueberhaupt nicht mehr stellen wuerde. Jede Frage hatte den richtigen Augenblick und dieser war es gerade nicht. Vl. in ein, zwei Minuten, oder noch spaeter. Aber vorerst wollte der Hengst abrwarten was geschah, wie sich die ganze Situation entwickelte, der Anfang aufjedenfall rasant und auch ungewoehnlich, aber das schreckte den Hengst nicht zurueck. Was auch immer, erlebt hatt er sowas zwar noch nie, aber es schockte den Rappen nicht.


    Es war es ja schon gewoehnt, auf Pferde zu treffen, die verschiedener nicht haetten sein koennen und er war ebenfalls offen fuer neues. Der maechtige Hengst war viel rumgekommen und hatte auch viel erlebt. Interessiert beobachtete er die verschiedenen reaktionen der Stute, es schien, als wuerde die Fuchsstute aus ihren Gedanken wieder erwacht zu sein: Er konnte ein Ruck durch den Koerper zu sehen und die Stute blickte ihn wieder in die Augen. Was auch immer, sie schien wirklich mit ihren Gedanken leicht woanders gewesen zu sein, wo auch immer.
    Der Hengst entschied sich aber, auf ihre Antwort, oder Reaktion auf seine Aussage zu warten. Erst dann wuerde wieder er reagieren. Voellige Stlle, wenn man das Rausches des Wasserfalls großzuegig nicht mit zaehlte, umgab die Beiden, die am Wasserrand standen, sich ansahen, aber anschwiegen. Aber nicht lange. Die Stute reagierte nun endlich und der Hengst musste zugeben, dass was sie sagte, ueberraschte ihn leicht. Es schien, als wuerde eine Persoenlichkeitsaenderung in der Stute vor sich gehen, denn ihre Aussage passte nicht zu den angreifenden Satz von eben.

    Wie auch immer, der Hengst schob es großzuegig einfach auf das, was irgendwie voher passiert war. Er kombiniere es sogar einfach, so frei wie er nun war, mit den Schwitzen der Stute. Schließlich schien sie lange und auch sehr rasant sich bis zu diesen Zusammentreff bewegt zu haben. Es koennte ja wirklich damit zu tun haben.
    >>Tut mir leid. Ich war gerade etwas ... abgelenkt.", betreten wandte sich der leere Blick dem Gras an ihrer Seite zu. "Ich... Du brauchst nicht zu fürchten, dass ich noch einmal so etwas von mir gebe, denn cih habe mich bereits eines besseren besinnt." <<
    Kurz laechelte der Hengst. "Das hoert man doch gern.", brummelte er ruhig, warum sollte er daraus jetzt auch große Sachen machen? Die Stute schien sofort geschaltet zu haben und hatte sich auch entschuldigt, der Hengst hielt nicht viel davon, von einer kleinen Muecke einen Elefanten zu machen, dass war nicht seine Art.
    Der Hengst spuerte sofort, dass es der Stute auch nicht sonderlich angenehm war. Ihre Reaktion unterstrich seineVermutung auch sofort-betreten schaute die Fuchsstute weg und der Hengst beschloss, noch einige Sekunden zu warten, bevor er antwortete. Gerade wollte er noch etwas hinzufuegen, doch sie meldete sich zu erst zu Wort. So schwieg der Rapphengst und hoerte ihr aufmerksam zu.
    >>Also, einmal von forne bitte. Ich heiße Mortelle Solitude und ... und ...<<
    "..und ich heiße Sheitan. Einen schoenen Abend wuensche ich dir & nett dich kennen zu lernen", im mernoch klang die Stimme des Hengstes klangvoll, kraeftig und auch ruhig. Auch wenn er diese Stute noch laengst nicht kannte, hatte er das Gefuel, dass er vor einer interessanten Persoenlichtkeit stand. Soetwas passierte einen auch nicht alle tage..



    Re: Der Wasserfall

    Mortelle Solitude - 02.11.2008, 00:59


    "Schöner Name...", es klang, als würde sie wieder in die sumpfigen Träume ihrer bildlichen Wanderungen absinken. Ein Raum nach dem anderen. Jeder heller, als der zuvor, und dennoch fand sie in keinem das, was sie zu finden hoffte. Suchte und suchte, wonach blieb selbst ihrem eigenen Wissen entzogen.

    "Du kannst auch Morti sagen, schließlich...", sie suchte seinen Blick um sich daran zu klammern. Sie wollte nicht wieder abdriften und riskieren, als föllig Fremde ein erneutes, grausames Erwachen in der realität riskieren.
    "Naja, ich bin weit gereist. Seit dem Brand im Wald, hatte ich nicht viel ruhe, deshalb bin ich so aufgewühlt. Ich entschuldige mich dafür.", sie wendete ihre Pupillen nicht einem Nicken zu. Nicht einem unterlegenen Winkd ihres Kopfes.
    Nichts.
    Sie hatte auch nicht vor, nachzugeben. nicht im gerinstens und wieso denn auch. Fragte man sich das bei ihr - "Wieso?" - dann musste man vermutlich jeder Bewegung wegen lange grübeln und sich die zellen des Hirnes zermatern. Dann doch lieber einen einfacheren Weg gehen, und alles in seiner Klarheit nehmen und überspielen, was dem Schema wiederfährt und unpassend einlenkt.
    So dachte sie und hoffte, änlichen Glauben in dem Fremden zu finden. hoffte, sich weiterhin in seinen Augen halten zu dürfen, denn sie wusste nicht, wohin sie sonst sollte.
    Wo sie sonst ihre Stütze finden würde können.
    Wo sie würde landen, hätte sie keine Möglichkeit mehr sich zu halten, und würde ihn verlieren.
    Wo?
    Ja, zum Teufel, wo würde sie Morgen aufwachen?
    Doch die Frage blieb unbeantwortet und die nächste Wahl, sich des unrealen zu entziehen, stellte sie nur wieder dafor, etwas zu sagen, oder zu entscheiden.
    Sie sprach:
    "Bist du noch neu hier? Ich könnte dir einige schöne Gegenden zeigen."
    Vorlaut? Nein, ein Wink des Himmels diese Idee.
    Und sogleich schoss ein Fieberschub über ihren Körper, verzweifelt nach orten in der Erinnerung suchend, die nicht komplett im Nichts zu verschwimmen schienen.
    Nicht untergegangen waren in sletsamen Begebenheiten.

    (etwas, einfallslos... ^^)



    Re: Der Wasserfall

    Sheitan - 02.11.2008, 15:28


    >>Schoener Name..<<
    Sheitan schmunzelte leicht. Sheitan war ein arabischer Name und bedeutet uebersetzt soviel wie: Teufel. Und das sollte ein schoener Name sein? Gewiss, Sheitan mochte seinen Namen und vl. wusste die Stute auch nicht, was Sheitan uebersetzt hies, aber war es wirklich schmeichelthaft, nach dem Teufel benannt zu sein?
    Trotz allen, er mochte seinen Namen und irgendwie passte er ja auch zum Rapphengst. "Deiner ist aber auch schoen. Französisch, oder irre ich mich da?", der Hengst gab das Kompliment gerne zurueck, denn auch ihr Name klang ganz nett, wenn man ihn aussprach, doch wuerde auch so 'nett' die Bedeutung sein? Sheitan hatte mit Französisch nicht viel zu tun, auch wenn er viel rumgereist war, was auch immer, er mochte den Namen trotzdem, irgendwie.

    >>Du kannst auch Morti sagen, schließlich..<<
    "Schließlich?", fragte der Hengst interessiert nach und sah die Stute abwartend an. Schließlich was? Doch die Fuchsstute schien diesen Satz nicht zu ende fuehren zu wollen "So, so. Morti, gerne doch. Ich glaub fuer Sheitan gibt es keine Abkuerzung, zum. wuesste ich keine", brummelte der Hengst ruhig, sein Blick immernoch auf der Stute haengend. Er hatte wirklich keine Ahnung, da man fuer den Rapphengst noch nie irgendwelche Spitznamen erfunden hatte. Viele kamen garnicht auf die idee fuer den Warmblut sich ein Spitznamen auszudenken und wenn, Sheitan wuerde es als komisch emfinden, wenn man ihn nicht mit seinen Namen ansprechen wuerde. Sein ganzes Leben lang sprach man ihn mit Sheitan an, warum sollte man das auch dann aendern?
    >>Naja, ich bin weit gereist. Seit dem Brand im Wald, hatte ich nicht viel ruhe, deshalb bin ich so aufgewühlt. Ich entschuldige mich dafür.", <<
    "Ein Brand?", in Sheitans Stimme klang erstaunt. "Deswegen roch es so komisch", der Hengst sprach es mehr zu sich als zu der Fuchsstute "Ist schon ok", erklaerte der Hengst grozuegig. Sheitan erklaerte ihr Verhalten von eben einfach mit dem Brand. Er selbst hatte auch viel durchgemachtn und so einige Pferde erlebt, die wesentlich mehr verstoerter waren als Morti.
    >Bist du noch neu hier? Ich könnte dir einige schöne Gegenden zeigen.<<
    "Ja kann man so sagen.", Sheitan hoerte kurz auf zu sprechen "Du kannst mir gern die Umgebung zeigen, aber ich bin dafuer, dass du dich ersteinmal ausruhst"



    Re: Der Wasserfall

    Mortelle Solitude - 03.11.2008, 23:53


    "Ich bin ausgeruht genug!", sie klang etwas störrisch. Etwas benommen fast, aber dennoch den klaren Blick in den seinem getränkt, hielt sie sich flehend an dem bisschen Realität fest, welches ihr gerade so klar und eindeutig in die Augen gesprungen war. Das bisschen schwarzer Hengst vor ihr. Das bisschen Muskelmasse und funkelnde Fellbürste.
    Sie sog tief den Luftstrom ein, der ihr gerade ins Gesicht trieb. Sog ihre ganzen Lungenflügel so voll, bis sie die Rippen in ihre Haut stechen spürte; ein gespanntes Bauchfell um den Brustkorb fühlte, welches sich innen ohne das kleinste Fältchen unter den Muskeln - über den Organen spannte.

    "Ich würde nicht in Richtung Wald gehen.", ihr Rücken wurde steif. Der Hals spannte sich deutlich und jede Faßer ihres Körpers war zum zerbersten gespannt; suchte fömrlich nach einem Grund nun esplodieren zu können. Wollte einen haben, doch traute sich dann doch nicht.
    Wie Rasierklingen die deinen Leib aufschneiden, so fühlte es sich für Morti an, als innerlich jemand zu klopfen wagte, sie abzulösen. Ihre Gedanken einem Nichts anzugleichen und sie in eine Ecke des Selbst zu pferchen. Einzusperren.
    Und es schlug zu.
    Das etwas.
    Es schlug fest und hart und lange.
    Es schnalzte bei jeder Strieme die ihrer Seele angeeignet wurde.
    Einer ihrer Seelen.
    Schweißausbruch war das nächste, in welchem sich ihre innere Folter zu zeigen begann. Doch ruhten ihre Nüstern in gleichmäßigen, äußerst tiefen Zügen den heranqualmenden Schweiß wieder in seine Poren atmen zu wollen. Fast wirklich so der Effekt, aber dennoch roch man die salzige Säure im Ausscheidungssekret.
    Roch das verschmorte Ende eines Lebens, welches die eigene Geistigkeit in Schmerzesform fühlen musste.
    Nicht ein noch aus konnte. Es irgendwie ertrug.

    "Los, dann ... Ich meine, du kannst es dir aussuchen. Ich kann dir fast alles zeigen.", sie schlogg und öffnete ihre Augen. Blinzelte.
    Mehrere Male, dann war das Bild vor ihren flackernden Pupillen wieder fast ganz scharf und deutlich. So betrachtete sie einige Momente den starken Schwarzen vor ihr. Sog jede Linie seines körpers in sich ein und dachte sich plötzlich, dass er ihr Ruhe gab. Ruhe, die sie noch nie in jemand anderen gefunden hatte...
    Fast in Mercy, dem schwarzen Junghengst; einige lange Zeit lang in Noir, doch nun nicht mehr; einst vielleicht sogar in ihrer Mutter, aber jetzt nie mehr; niemals in jemand andres - außer Sheitan.
    "Wie wäre es, mit einem Meeresstrand? Oder eher etwas trockener? Wüste, ... Gebirge? Wonach auch immer es dir beliebt. Nenne eine Richtung und ich zeige sie dir."
    Die Hysterie in den Augen, welche den Blick in raschen Zügen auf und ab wandern ließ, versuchte sie durch abermaliges Schütteln von Mähne und Kopf zu überspielen.



    Re: Der Wasserfall

    Sheitan - 04.11.2008, 17:46


    >>Ich bin ausgeruht genug"<<,vernahm er sie sie stoerrisch zu sagen und sofort musste er an einen kleines Fohlen denken, was versuchte seine Meinung durchzusetzen.
    Die Fuchsstute hielt seinen Blick stand, so er auch ihren. Irgendetwas in ihren Augen beunruhigte den Hengst. Eigt. konnte man es beunruhigen sagen? Nein, es war eindeutig das falsche Wort, irgendetwas in den Augen brachte ihn zum schmunzeln. Was dachte die Stute nur?! Irgendetwas stimmte doch nicht, zum. vermutete der Hengst das stark.

    Oder war es einfach nur die Art der Stute? Trotzdem.. auch wenn Motelle fest der Meinung zu sein zu schien, dass es ihr gut genug ging. Sein wachsamer Blick musterte den Koerper der Stute und auch wenn sie einige Meter weg stand, meinte er Schweiß zu erkennen, sehr viel Schweiß.
    >>ICh wuerde nicht in Richtung Wald gehen<<.
    Mit wachsamen Augen konnte er erkennen, wie ihr gerade Ruecken immer steifer wurde, ihre ganze Koerperhaltung allgemein sich anspannte. Was ging nun vor sich? Sein erster Gedanke galt sofort, dass die Stute umkippte, doch er irrte sich. Als Antwort auf ihre Aussage brummte er zustimmend. >>Los, dann ... Ich meine, du kannst es dir aussuchen. Ich kann dir fast alles zeigen.", <<
    "Du lebst also schon laenger hier?", fragte er neugierig nach.
    Tatsaechlich, den maechtigen Rappen interessierte es wirklich, die Stute allgemein interessierte den Hengst, sie schien irgendwie, eigen. Eigen? Ja, dass koennte passen.. eigen.
    Sheitan konnte noch gerade bei der Daemmerung erkennen, dass die Stute blinzelte und ihr Blick sich wieder normalisierte,
    >>Wie wäre es, mit einem Meeresstrand? Oder eher etwas trockener? Wüste, ... Gebirge? Wonach auch immer es dir beliebt. Nenne eine Richtung und ich zeige sie dir.<<
    Dachte er zum. Kaum hatte die Stute zu Ende geredet, schien sich Hysterie in ihren Augen wieder zu spiegeln, bevor sie anfing ihren Kopf zu schuetteln.
    Der Hengst bekam das Gefuehl, dass die Stute ihn dazu draengte, aus irgeneinen Grund schien zu unbedingt zu wollen, dass der Hengst sich von ihr etwas zeigen zu lies.
    Sollte sie nun ihren Wunsch abschlagen?
    Kurz ueberlegte der Hengst, entschloss sich dann dafuer, dass er der Stute diesen Wunsch auch erfuellte, wuerde dabei aber stets auf sie achten, falls es ihr doch nicht so gut ging, wie sie es wollte. Denn, irgenderwas schien wirklich nicht in Ordnung zu sein. "Nun, ich hab gehoert, dass die Abende in der Wueste ganz schoen sein wollen, wenn du moechtest, kannst du mir den Rand der Wueste zeigen..", schlug der Hengst locker und freundlich vor und wartete dann ruhig auf die Antwort der Fuchsfarbenden "Und bei dir ist wirklich alles ok?", fragte er nach.
    [-wueste]



    Re: Der Wasserfall

    Mortelle Solitude - 05.11.2008, 09:42


    "Natürlich ist alles okay. Lass uns endlich aufbrechen…" denn ich höre bereits das Rauschen der Wellen das mich ruft. Schreit nach mir und wehrlos muss ich Folge leisten!
    Bebendes Meeresschäumen trägt sie fort. Trägt sie auf Fortunas Schwingen dahin, die Flügel des nassen Beständnisses gewahr, lassen den Fuchsenleib gleiten, aus der Blesse heraus die Weisheit der Tiefe und Unendlichkeit sprechend, fängt sie mit einem flotten Schritt den Wege an. Steigert sich immer weiter, bis sie gegen Ende der Wiese einen flotten Galopp anzusetzen weiß.
    "Schnell, sonst erreichen wir die Abendröte nicht!", gab sie im Windzischen ein flüchtiges Wort zurück, um eine Begründung für ihre Eile zu erzeugen; ist in wahrheit keine dort, denn Sonennuntergänge gibt es doch jeden Tag zu Hauf.
    Gibt jeden Tag zu viele davon. Gibt jeden Tag nur einen - heißt es.
    Blubbernde, weiße Masse bildete sich an ihrem Hals entlang, hinauf wandernd, den hitzigen, bewegten Leib erklimmend, erstreckt es sich bis ins feinste Mähnenhaar hinein. Bis zum Kopfesrand, den Klang in den Ohren störend, um die Augen herum, die nun glänzen, bis zu den Anschlag geblähten Nüstern. Solch feine Haut im metallischen Schimmer verdeckt.
    Und sie blickt sich zögernd um. Blickt, atmet kaum und rast, den kleinen, langbeinigen Körper tief über den Boden gestreckt dahin.
    Beinahe berührt ihr Brustkorb die langen, zarten Gräser. Beinahe sind ihre Hufe zu klein und hart für die eisige Erde. Drohen auszurutschen, aber bleiben dann doch auf ihrem vorgegebenem Wege und gehorchen der Besitzerin in schnellen Zügen.
    Fort und her; die Lungen von harten Stößen gefoltert, drosselt sie ihr Tempo in keiner Kurve.
    Rennt mit bangem Schritt von einem Raum zum andern. Öffnet Türen, blickt suchend um sich. In Panik streckt sie schon die gierigen menschenfinger nach der nächsten Pforte in ein anderes Zimmer. Eine andere sinnlose Raumverzierung krönt die nächste. Möbel um Möbel sind sie immer die selben - Sessel, Bett, Kommode, Teppich, Bild.
    Bild an der Wand. Teppich am Boden. Kommode in der Ecke. Bett gegenüber. Sessel im Zentrum.
    Es sieht sich alles so änlich.
    Änlich.
    Änlich.
    Gleich.

    -> Wüste



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