Roller optimal abstimmen

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    Re: Roller optimal abstimmen

    Baotian2007 - 11.07.2008, 22:06

    Roller optimal abstimmen
    1. Vergaser
    Beim Vergaser verschenkt man sehr leicht, sehr viel Leistung wegen falscher Abstimmung!!!
    Für den Vergaser sollte man sich Zeit nehmen und geduldig sein, man sollte auch gleich mehrere Düsen bereit haben.
    Umso stärker das Tuning, desto sensibler ist der Vergaser bei der Abstimmung, bei HighEnd Rennrollern wird am Tag des Rennens der Vergaser neu abgestimmt, da 5°C kälter oder wärmer bei HighEnd schon 1-2 PS ausmachen können!!!
    Da in kälterer Luft die Sauerstoffsättigung höher ist, muss um den Stöchiometrischen Wert (Perfektes Verhältniss an Luft-Benzin im Gemisch) zu treffen, fetter bedüsen! Insofern sollte/müsste man für perfekte Leistung im Sommer, Herbst, Winter neu abstimmen!!!
    Beim Vergaserabstimmen geht es immer darum das perfekte Verhältniss an Luft und Benzin zu treffen, einzelne Düsen, Schrauben oder Steckpositionen regeln dieses Verhältniss die jeweilige Gaserstellung betreffend!

    Zündkerzenbild:
    Weiß = zu mageres Gemisch
    Schwarz = zu fettes Gemisch
    Für Gemisch zwischen Standgas und Vollgas verantwortlich!
    - Den Clip in die unterste Kerbe hängen
    - Einige km Halbgas fahren
    - Zündkerze ansehen
    - Ist das Gemisch zu fett muss die Nadel eine Stelle tiefer gehängt werden (=Sicherungsclip eine Kerbe höher!)

    Hauptdüse:
    Für Gemisch bei Vollgas verantwortlich, größte Düse in der Schwimmerkammer!
    - Eine zu große HD einbauen
    - Einige km Vollgas fahren
    - Da die HD zu groß ist wird der Motor bei Vollgas stottern, d.h. das Gemisch ist zu fett!
    - Dann in 5er Schritten kleinere HD´s einbauen bis der Motor nicht mehr stottert, dann sollte man sich zum Feinabstimmen am Zündkerzenbild orientieren!

    Nebendüse:
    Für Gemisch bei Standgas und unterer Drehzahl verantwortlich, zweitgrößte Düse in der Schwimmerkammer!
    Die ND macht sich bei nicht passender Größe durch mangelndes Ansprechverhalten bemerkbar!
    Ist sie zu klein, stirbt der Motor bei plötzlichen Gasaufreißen ab!
    Ist sie zu groß stottert der Motor und die Gasannahme ist schlecht, der Leerlauf bleibt eine zeit lang stabil um dann niedriger zu werden und schließlich auszugehen.

    Standgasschraube:
    Für Drehzahl im Stand verantwortlich, Schraube am Rand des Vergaser!
    Sollte für minimalen Spritverbrauch so eingestellt werden, dass der Motor im Stand gerade nicht ausgeht und nicht unregelmäßig läuft!!!
    Im Winter kann man sie ruhig höher einstellen damit der Motor leichter angeht, schneller warm wird und nicht so leicht ausgeht!

    Standgemischschraube:
    Für Gemisch im Standgas veratnwortlich, Feineinstellung!
    Ist eine Schraube, meist in Nähe der Standgasschraube!
    - Motor im Standgas laufen lassen und zu fett drehen (stottern)
    - in kleinen Schritten rausdrehen und zwischen den Schritten immer bisschen Gas geben und wieder lassen
    - sobald nichts mehr stottert Motor im Stand laufen lassen (muss wegen niedriger Drehzahl lange laufen) und nach Zündkerzenbild feinabstimmen!

    2. Kupplung:
    - EHER zu leichte Variogewichte einbauen (falls ihr die richtigen Gewichte schon in etwa wisst nehmt natürl. die!!!)
    - Weiche Kupplungsfedern (niedrige Einkupplungsdrehzahl) einbauen
    - Mit Halbgas losfahren
    Wenn dein Roller die ersten Meter ganz lahm startet und dann die Drehzahl hochreisst und die Beschleunigung wieder stimmt, sind die federn zu weich und du probierst die nächst Härteren (höhere Einkuppeldrehzahl)!
    Bei der richtigen Einstellung kommt der Roller gut weg ohne eine überhöhte Drehzahl zu haben!

    3. Gegendruckfeder:
    - EHER zu leichte Variogewichte einbauen (gleich wie bei Kupplung)
    - Vollgasfahren und sehen ob der Keilreimen durchrutscht, das merkt man am Geräusch oder dass der Roller erst sehr spät zieht oder an Vibrationen.
    Wenn das so ist dann verbaut eine 7% härtere GDF (am besten das Set von Polini nehmen) und wenn der Riemen immer noch rutscht die 15% Feder!
    Die 7%ige verbaut man meist auf sehr starkem Originalzylinder bis 70ccm Sport und die 15%ige erst ab 70ccm MidRace!
    Wenn man nur die GDF verstärkt muss man noch schwerere Gewichte benützen, damit die Abstimmung da wieder stimmt
    4. Variomatik: - Schwere Gewichte einbauen (von Motor, Tuningstufe und Vario abhängig). - Ganz langsam Halbgas losfahren Nun dreht der Motor langsam los, wenn die Vario nun „verschaltet“, weiterhin Halbgas halten und genau auf die Drehzahl hören! Wenn die Drehzahl nun schwankt, sind die Gewichte zu schwer, nun in 0.2 Gramm-Schritten immer weiter runtergehen und immer wieder testen bis die Drehzahl schön gleichmäßig auf einer Höhe bleibt. Auch mal bergauf fahren um zu sehen ob der Motor auf seiner Drehzahl bleibt!



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