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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Drohn55 - Hans-Joachim Heyer - drohne - Milb Forum: Bienenforum.com Forenbeschreibung: Ein Forum für Bienen- und Honigfreunde aus dem Unterforum: Div. Betriebsweisen Antworten: 6 Forum gestartet am: Donnerstag 18.01.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Versuch einer Beschreibung ... Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 8 Monaten, 12 Tagen, 9 Stunden, 28 Minuten
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Re: Versuch einer Beschreibung ...
Drohn55 - 11.07.2008, 22:00Versuch einer Beschreibung ...
Hallo Josef.
halle alle übrigen Imkers und Interessierte:
Auf Josefs freundliche Aufforderung hin versuche ich mal die Beschreibung meiner Betriebsweise. Vorab, für konstruktive Kritik, Würfe mit Eiern (aber keine faulen) usw. bin ich schon jetzt dankbar.
Ich imkere in Hinterbehandlern, DeutschNormalmaß breit, Warmbau als Standimkerin einer Kleingartenanlage im Stadtgebiet.
Dieses Jahr erstmals in Vierraumbeuten.
Als Tracht ein wenig Obstblüte, evtl. Raps, wenn denn ein Feld sich nah genug befindet, anschließend Himbeere, Faulbaum, Brombeere und Linde. Dann ist definitiv Schluß, eben jetzt gerade.
Ich habe meine Völker nach dem fast-Total-Verlust dieses Frühjahr nachkaufen müssen, diese saßen auf 10-11 Waben. Beim Einlogieren habe ich mit Leerwaben bzw. Mittelwänden sofort beide Bruträume freigesetzt, das war so Mitte/Ende März. Da geht es bei uns hier im Erzgebirgsvorland erstmal los.-Bei euch in Ö ist da schon fast Hochkonjunktur-
Nachdem die sich prächtig entwickelten, gab es die Brutdistanzierung nach Hölzer (nochmal Danke, Bienen-Much!), so dass auf einen Schlag gleich alle 4 Räume so ziemlich voll waren. Daher kam auch meine Bemerkung hinsichtlich der benötigten Leerwaben, wovon ich, ehrlich, normalerweise einige über den Sonnenwachsschmelzer entsorgt hätte. Ist aber seinerzeit nicht passiert, erfolgte später bzw. jetzt.
Die haben in den BR zu meiner Freude so ziemlich alles mit Brut vollgeballert, aber z. T. auch den oberen Brutraum mit Honig vollgetragen.
Wahrscheinlich, weil in den Honigräumen die Brut noch nicht geschlüpft war ...
Bei der ersten Honigentnahme habe ich die BR mit weiteren Mittelwänden versehen. 15 ausgebaute waren Minimum, der Spitzenreiter hatte 21 ausgebaut - soviel hatte ich noch nie. Bitte nicht lachen, früher imkerte der Drohn55 in Zweietagern, auch mit Carnica.
z. T. handelte es sich bei den Mädels um Kö. von 2006, auch die haben mich erstaunt -eben Erzgebirgsbienen !-
Nur eine tanzte aus der Reihe und wollte unbedingt schwärmen. Der "Rest" verhielt sich nach Distanzierung "ordentlich". Die Schwarmtante hab ich mittels Ableger in ihren "4. Stock" logiert und im BR durften sich die Mädels anhand der WZ eine neue nachziehen.
Jetzt bin ich dabei, die Linde abzuschleudern, dabei kommen die HR weg und ich will auch noch eine oder 2 Brutscheunen bilden. Für eine habe ich die genannte Schwarmtante (auch 2006), die wird abgesperrt und anschließend umgeweiselt. Die Brutscheune aus verdeckelten BW soll der Varroosebekämpfung dienen, d. h. die "einsitzenden" Milben sind aus den Völkern raus.
In der Brutscheune kann man mit AS behandeln oder durch Zuhängen einer offenen Brutwabe nach Schlupf der Bienen auch biologisch zur Dezimierung beitragen. Dann macht man eben einen Kunstschwarm oder setzt die neue Kö auf andere Weise zu. KS soll jedoch am sichersten sein.
Eine Fütterung soll dazu dienen, die Königinnen der "Altvölker" wieder zum Eierlegen zu animieren, aus denen ja dann die Winterbienen entstehen.
Behandelt werden sollen die Völker mit AS (mindestens 2x), im Dezember nochmal mit OS (ich begase die Mädels, ist m. E. nach die effektivste Methode und mit ein wenig Arbeitsschutz klappt das auch)
Alles was sie jetzt noch finden, dürfen sie behalten.
Die Einfütterung ist bei mir spätestens Anfang September beendet.
Ich habe mir Eure Ausführungen im entsprechenden Thread zu Herzen genommen und werde dieses Jahr wieder auf allbekannte Zuckerlösung zurückkommen, auch wenn dann das Empfangskommittee an der Gartenlaube wieder wartet ...
Ach so, Drohnen schlüpfen bei mir ... in der Regel. Auch dieses Jahr habe ich in den Baurahmen keine !!!!!!!!!!!!!!! Milben gefunden.
Noch ein Wort zu den diesjährigen Verlusten: Die letzte Überlebende (Baujahr 2006) habe ich in mir geschenkte 7-Waben-Zargen gesetzt. Sie belegt jetzt, ohne irgendwelche Entnahmen, 27 Waben ... in ebenfalls geschenkten 9-Waben-Zargen. Leider sind davon eben nur 3 Stück da und zum Nachbauen bin ich nicht gekommen.
Es wird also diesbezüglich ein bissel eng. Für die Einfütterung muss ich mir evtl. was einfallen lassen.
Ausgangspunkt reichlich geschätzt 2,5 besetzt Waben...
das wars erstmal in aller Kürze
freundliche Grüße aus Sachsen
Wolfgang
Re: Versuch einer Beschreibung ...
Hans-Joachim Heyer - 12.07.2008, 22:53
Hallo Drohn55,
wie effektiv ist die Entnahme der verdeckelten Brutwaben hinsichtlich der Milben? Da du danach noch 2 x mit AS behandelst, fürchte ich, dass das nicht sehr wirkungsvoll ist.
Ich frage, weil auch ich mit dem Gedanken spiele, zur Varroabekämpfung verdeckelte Brutwaben zu entnehmen ( insgesamt 2 x im Abstand von 8-10 Tagen, wie im neuen dbj beschrieben) und gesondert zu behandeln.
Anm.: Derzeit weisen meine Völker praktisch gar keine Milben auf. Vielleicht kann ich mir also jede Behandlung ersparen!)
joachim
Re: Versuch einer Beschreibung ...
drohne - 12.07.2008, 23:33
@ Drohn 55
Allerherzlichsten Dank für die Beschreibung Deiner wirklich sehr interessanten Betriebsweise. Persönlich bin ich ganz begierig darauf zu erfahren, was sich in unseren Nachbarländern imkerlich so alles tut. Nachdem bei uns die jungen immer mehr das Zepter übernehmen, werden weisl und ich in den nächsten Jahren mit Sicherheit sehr viel herumreisen und natürlich davon berichten.
Auf Deine Betriebsweise werden wir sicherlich noch sehr häufig zurückkommen, aber Freude hatte ich mit dieser
Zitat: Ich habe mir Eure Ausführungen im entsprechenden Thread zu Herzen genommen und werde dieses Jahr wieder auf allbekannte Zuckerlösung zurückkommen,
klugen Entscheidung.
Die geplante Brutscheune hört sich sehr gut an. Aber macht man dies mit, oder ohne aufsitzenden Bienen bzw. im Wärmeschrank bei 35c oder oder?
Wenn die Entscheidung gefallen ist und Du diese Methode anwendest, bitte unbedingt berichten.
Zitat: Zitat Hans Joachim Heyer
Derzeit weisen meine Völker praktisch gar keine Milben auf. Vielleicht kann ich mir also jede Behandlung ersparen!
Lass Dich nur ja nicht täuschen, diese Quellgeister sind garantiert drinnen, es wäre echt Schade um die Völker.
Josef
Re: Versuch einer Beschreibung ...
Drohn55 - 13.07.2008, 15:42
Hallo, Hans-Joachim,
zum ersten: Alle in den BW sitzenden Milben sind weg aus dem Altvolk. Durch die abgesperrte Kö. kommt erstmal keine neue Brut, also schlüpfen die Jungbienen und werden behandelt. Man kann auch zur Schlupfzeit bzw. unmittelbar danach eine offene BW als Fangwabe in die Brutscheune zuhängen.
Ich weiß, dass Du kein Freund von AS bist, also nutzt Du eben letztere Möglichkeit.
Eine Behandlung der Altvölker, die ja ihre offene Brut in jedem Fall behalten, sollte man aber immer und rechtzeitig durchführen.
Josef,
ich werde es mit aufsitzenden Bienen durchführen. Erstens fliegen die meisten ja doch in ihre Stöcke zurück und zweitens wird das Bienengemisch sicherlich besser, wenn die bzw. der KS gebildet werden.
Ich gebe mich nicht der Illusion hin, keine Milben zu haben, nur weil ich bisher keine gefunden habe !
schönen Sonntag noch,
die Chefin ruft zum Grillen -bei strömendem Regen-
Wolfgang
Re: Versuch einer Beschreibung ...
Milb - 13.07.2008, 15:53
Die verwendung der Brutscheunen mit den vorhandenen Waben ging bei mir bisher zu 80% nicht gut aus. Dieses Jahr werde ich daraus einen oder zwei Kunstschwärme auf Mittelwänden machen.
Euer Milb
Re: Versuch einer Beschreibung ...
Drohn55 - 13.07.2008, 21:52
Hallo milb,
ähnliches hat mir ein Anderer auch schon mitgeteilt - in einem anderen forum in D-
also werde ich die Wabenauslaufen lassen und dann einen KS bilden.
Danke nochmal für den Hinweis, ich hatte es vergessen
freundliche Grüße
Wolfgang
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