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Re: The Enchanted Ones
cadencecaress - 10.07.2008, 19:33The Enchanted Ones
Titel: The Enchanted Ones
Autor/en: Cadencecaress
Personen:
*The Enchanted Ones: Tobias (22), Theresa (20), Tai (18) Tallbourgh
*Nebencharas: Susan Mitch (Nachbarin), Meg Fiori Lin (Wahrsagerin/Talentdesignerin), Susie (Megs Azubi)
Kurze Zusammenfassung: Die drei Geschwister Tobias, Theresa und Tai sind alle Hexen. Während Tobi und Theresa von diesem Geheimnis wissen, ist Tai ahnungslos. Durch den frühen Tod ihrer Eltern wollten Tobi und Theresa Tai allein aufziehen und haben ihm dadurch alles verschwiegen. Die beiden sind auf der Suche nach den Enchanted Ones, die von allen magischen Wesen nur die Drei genannt werden. Sie erhoffen sich, dass genau diese Drei ihnen helfen können, ihre Eltern wieder zum Leben erwecken zu lassen.
Urheberrechtserklärung: Alle Personen, die hier vorkommen, sind von mir selbst erfunden. Ich schreibe die Geschichte nur zum Spaß und verdiene damit kein Geld
Kapitelangabe:
° Kapitel 1
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Re: The Enchanted Ones
cadencecaress - 10.07.2008, 19:34Kapitel 1
____________Kapitel 01:
Meg Fiori Lin war die bekannteste Wahrsagerin in San Fransisco. Zumindest auf den Bereich Westgote traf dies zu. Niemand, der ein gewöhnlicher Mensch war, wie man sie von der Straße oder aus der Nachbarschaft kannte, würde jemals von Westgote gehört haben. Er würde sich eher die Frage stellen, ob das eine Untergrundbewegung, ein neuer Song oder sogar eine Band war? Aber auf die Idee, dass es eine Art Stadtviertel war, sogar vielleicht eine eigene kleine Ministadt, darauf würde er nicht kommen. Zugegeben, so nah aneinander zu wohnen war nicht gerade sehr klug für die Hexen und Magier, die sich in Westgote niedergelassen haben. Zu groß ist die Gefahr, dass ein Dämon sie findet und alle ausliefert. Aber für genau diese Zwecke gibt es die Westgote-Cleaner, eine besondere Einheit, die mit einem kleinen Wink die meisten Erinnerungen löschen können. Oder sogar ganze Begebenheiten verändern. Die kleinen Häuschen in Westgote standen ganz nah aneinander. Sie waren gebaut aus warmen, braunroten Backsteinen und hölzernen Türen und Fensterrahmen. Überall hingen Amulette, Bilder, Tücher und Duftlampen außen an den Häusern und innen drin. Die Menschen hier lebten miteinander, wie mit einer großen Familie. Früher hatte mal jeder jeden gekannt, doch immer mehr Hexen beschlossen, in der Stadt unter Menschen zu leben, ging der feste Zusammenhalt etwas zu Bruch und doch ist er immer zu finden, wenn die Situation ihn bedingt.
Der süße Duft von tausenden Räucherstäbchen und Ölen hing in der Luft. Eine leise, friedlich Murmelnde Masse vermischte sich mit ihm und lies die jährliche Marktpassage aufleben.
Die dunkelblauen Augen von Meg hefteten an der langen Straße, in denen der langsame Zug von Hexen, mit ihren langen mehrlagigen Kleidern und Röcken, die durch den vom Regen aufgeweichten Schlamm wischten. Sie bekam das Bild dieses Jungen nicht mehr aus ihrem Kopf. Wie ein ganz normaler Mensch hatte er gewirkt. Genauso, wie sie. Ein gewöhnlicher Mensch. Und doch so unglaublich besonders. 30 Jahre lebte Meg nun schon hier unter den Hexen und Magiern. Diese 30 Jahre waren eine Lüge. Meg war keine von ihnen, sie war ein Mensch, der fasziniert von dem Übernatürlichen war und dazu gehören wollte. Die Bewohner wussten das seid 20 ´Jahren und keiner nahm es ihr übel. Sie wurde allgemein die Talentdesignerin genannt. Deswegen, weil sie jedem sein Talent ‘designte’. Vorerst hat sie als ganz gewöhnliche Wahrsagerin gehandelt. Karten gelegt, zweideutige Antworten gegeben, die nie richtig oder falsch sein konnten und somit viel Geld verdient. Doch dann merkte sie, dass immer mehr Menschen zu ihr kamen, weil sie unglücklich waren. Sie wollten wissen, ob sich die Zukunft verbesserte und Meg begann, sie in mehreren Sitzungen zu befragen und somit ihr eigentliche Talent ausfindig zu machen. So gab sie ihnen Tipps, welcher Job oder welche Arbeit, oder auch nur ein einfaches Hobby am besten zu ihnen passte. Mit allein diesen psychologisch herausgefundenen Tatsachen, machte sie schon bald große Erfolge und hatte sich ihren Ruf und ihren Platz hier unter den Magiern verdient.
Diesen Morgen allerdings kam kein gewöhnlicher Kunde. Nein, dieser Junge stand plötzlich im Raum. Sie hatte ihn noch nie gesehen, das hatte niemand. Auch nicht Josie, die Auszubildene von Meg. Er hatte seine blonden Haare unter der Kapuze seines schwarzen Pullovers versteckt. Zögernd ist er auf sie zugekommen, bis das Licht der von der Decke hängenden Kerzen in Megs Wohnwagen sein Gesicht erhellte. Voller Hoffnung schauten seine grünen Augen Meg an. Er ist stundenlang ziellos durch den Regen gelaufen. Seine Kleidung war nass und schlammig und von seiner Nase tropte das restliche Wasser herunter. “Sie sind die Wahrsagerin, nicht wahr?” fragte er. Meg war etwas verwundert, deswegen kam ihre Antwort etwas verzögert. “Ja, ich bin Meg. Darf ich fragen wie du heißt? Setz dich.” sie bot ihm den Stuhl gegenüber von ihr an und setzte sich ebenfalls hinter den großen, schweren Holzschreibtisch. “Ich bin Tai. Ich hab nur zufällig von ihnen gehört.” Er musterte die vielen orientalischen und esoterischen Dinge, die auf dem Schreibtisch standen und um ihn herum hingen. Viel konnte er nicht erkennen, weil das fahle Licht nicht den ganzen Raum erhellte. So erkannte er auch Josie nur sehr schlecht, die in der hinteren Ecke Karten sortierte und etwas aufräumte. Um seine Aufmerksamkeit wieder auf sich zu lenken, ergriff Meg das Wort. “Also, was führt dich zu mir, Tai?” fragte sie und ihre spitze, etwas zu lang geratende Nase machte einen kleinen Hüpfer. Immer, wenn sie sich unsicher fühlte, machte sie das. “Ähm… ich weiß nicht so richtig, um ehrlich zu sein. Also… ich weiß, das kommt ganz komisch, aber… Gibt es Übernatürliches?” fragte er. Meg horchte auf. Er kam also wirklich nicht von hier. Er war ein Mensch. Josie horchte ebenfalls auf. Meg drehte sich zu ihr um und nickte ihr zu. Meg stand daraufhin auf und ging an dem Schreibtisch vorbei. Tai konnte sie jetzt für einen kurzen Moment beobachten. Sie hatte weiße, leicht rosa-farbene Haut, kinnlange, blonde Haare und hellbraune, tiefe Augen mit unendlich langen, schwarzen Wimpern. Schnell war sie aus der Tür in den strömenden Regen. “Nun, das kommt ganz darauf an, was du damit meinst.” antwortete Meg. Tai überlegte. “Naja, also ob es etwas gibt, das wir nicht begreifen.. Kann ich vielleicht irgendetwas, was übersinnlich ist, und bei dem man denkt, man hätte es geträumt, dass es aber ganz eindeutig real war?” Tai lächelte etwas durcheinander. Er hatte die arme Frau wahrscheinlich vollkommen verwirrt, sodass sie gleich in der Irrenanstalt anrief, um ihn dort abzuliefern. Stattdessen blieb sie aber ganz ruhig und fragte weiter. “Hast du etwas derartiges gemacht?” “Ich bin mir nicht sicher, ich glaube aber schon.” antwortete er. Ihm schoss das Blut in den Kopf, etwas peinlich war das ganze schon irgendwo. Niemand würde sich auf so ein Gespräch einlassen. “Naja, das ist möglich. Ganz bestimmt sogar.” meinte Meg. Tai sah sie an, ohne richtig zu reagieren. Erst dachte er, er selbst wäre verrückt, aber jetzt war diese Frau ebenfalls durchgedreht. Er stand auf. Meg war irritiert. “Ähm… danke für ihr Gespräch, aber ich gehe jetzt lieber.” und schon drehte er sich um, öffnete die Tür und lief die zwei Stufen des Wohnwagens herunter. Seine Schuhe landeten im matschigen Boden und der Regen prasselte wieder auf ihn herab. “Entschuldige bitte, wir müssen sie mal eben cleanen.” sagte eine männliche Stimme vor ihm. Verwirrt schaute Tai hoch. Vor ihm standen zwei große Männer in Anzügen. Neben ihr das Mädchen aus dem Laden, dass etwas beschämt und etwas mitleidig guckte. Die Männer packten Tai an den Armen und lösten sich in Luft auf. Eine Zeit lang kam es Tai vor, wie in einem Traum, so irreal. Alles zischte an ihm vorbei, dann, langsam war eine neue Landschaft zu erkennen. Sie standen hinter einer großen Hauswand. In einer Gasse, weit ab von der Stadtmetropole. In dieser Gegend lebten die ärmeren Menschen in San Fransisco. “Es tut mir Leid, wir müssen dein Gedächtnis löschen, du warst an einem Ort, an dem du nie hättest sein dürfen.” sagte einer der beiden Männer. “Hä?” Tai verstand überhaupt nichts mehr. Der Mann kam auf ihn zu und nahm seinen Kopf in seine Hände. “Hether, warte mal kurz.” sagte der andere, sodass der Mann wieder los lies. Der eine Mann deutete auf seine Hand, der andere beobachtete ihn gespannt. “Hier, das sind Wächterlichter an meiner Hand. Sie müssen von dem Jungen kommen, ich hab heute keinen Wächter getroffen und niemanden die Hände geschüttelt.” sagte er verwirrt. Beide drehten sich zeitgleich zu Tai um, doch was sie sahen, war eine lehre Gasse, in der lediglich dampfende Müllsäcke lagen und Tiere, die in diesen herumwühlten.
Re: The Enchanted Ones
cadencecaress - 20.07.2008, 22:13Kapitel 2
____________Kapitel 2:
Theresa sah in den Topf mit den vielen krüppeligen Kartoffeln. Es brodelte gefährlich und das Wasser spritzte dennoch lustig hin und her. Sehnsüchtig schaute sie aus dem Fenster. Wenn das Wasser draußen genauso fröhlich wäre. Seit Stunden regnete es jetzt schon und weichte die Holzbänke draußen auf der Terasse auf, überflutete Straßen, lies Blumenkübel überlaufen und lies sich überall dort nieder, wo es noch nicht angekommen war. Sie hörte ein leises Fluchen aus dem Keller, wo ihr älterer Bruder Tobi grad dabei war, das Wasser irgendwie hinauszubefördern. Sie haben damals ein sehr altes Haus erstanden, damals als- plötzlich ging die Tür auf. Ein starker Luftzug füllte die Eingangshalle mit eisiger Kälte und feuchtem Regen-Geruch. Theresa lies Töpfe und Essen am Herd stehen und lief schnell aus der Küche, um nachzusehen. Die Tür war mitlerweile wieder geschlossen und was sie sah, war ihr jüngerer Bruder, der grad dabei war, sich den vom Regen vollkommen durchweichten Pullover auszuziehen. Was sich als doch schwerer erwies, als es sich anhörte. Theresa musste lachen. Sie amüsierte sich über die unbeholfenheit ihres kleinen Bruders. Sie sah immer noch das kleine Kind in ihm, das sie und Tobi über Jahre versucht haben, so gut es ging, aufwachsen zu lassen und doch bemerkte sie, dass er sein ganz eigenes Leben entwickelte. Spätestens, als er ihr vor einem Monat von seinen seltsamen Träumen erzählt hatte, die sich immer wiederholten und sich so real anfühlten, merkte sie, dass er immer älter wurde und immer mehr dabei war, die Wahrheit herauszufinden, die Wahrheit, die - “Ne, Leute, das geht so nicht.” Theresa drehte sich um. Auch Tai schaute auf. Hinter Theresa, die am Essenstisch stand, ist Tobi aufgetaucht. Er hatte sich die Ärmel seines Hemdes hochgekrämpelt und hatte einen Hammer in der Hand. Sein Gesicht und seine Kleidung waren von Schmutz überzogen und auf seiner Stirn hat sich ein leichter Schweißfilm abgebildet. Vollkommen fertig mit den Nerven und seinen Kräften fing er an, sich über das Wetter und den Keller zu beklagen: “So geht das wirklich nicht mehr weiter. Ich weiß nicht mehr, wie ich das Wasser da unten in den Griff bekommen soll. Wir hätten 1. Unser Haus versichern lassen müssen und 2. Es vielleicht bei der Gelegenheit auch gleich mal renovieren lassen sollen. Da läuft es ja wirklich überall raus. Und das Wetter könnte auch mal etwas gnädiger sein.” Sein Gesicht hat anbetrachts der Wärme hier oben wieder etwas Farbe bekommen. “Lass das da unten doch erstmal gut sein, wir können so ohnehin nichts machen. Morgen gucken wir uns das mal an und benachrichtigen Handwerker.” ´Theresas Worte ließen ihn jedoch nicht munterer werden. “Wir haben für Handwerker jetzt aber wirklich kein Geld mehr über…” bemängelte er. “Ah, wo ich grad dabei bin, wie sieht’s eigentlich mit nem Job aus, Tai?” Erst jetzt sah er seinen Bruder richtig an. “Was ist denn mit dir los? Bist du Baden gegangen??” “Nee…” Tai hatte sich während des Gesprächs seiner Geschwister fast vollkommen entkleidet. “Nicht ganz. Aber ich hab zumindest für den nächsten Monat nen ganz tollen Job in ner Bibliothek.” sagte er ironisch. “Oh man, Alter… Das ist hart. Irgendwann findest du auch noch was besseres.” versuchte Tobi ihn aufzumuntern und spazierte direkt danach in die Küche. “Was gibt’s denn zum Essen? Ähh Theresa, dein Essen riecht etwas verbrannt…”
Am Abend ist Tai schon sehr früh ins Bett gegangen. Zumindest in sein Zimmer. Seine Geschwister schauten noch fern. Er schaute aus dem Fenster. Der Regen hatte nachgelassen. Nur noch kleiner Nieselregen war in dem Licht der Laternen zu sehen. An dem Fensterrahmen hatten sich kleine Regentropfen in das dunkle Holz gegraben und es aufgeweicht. Ein paar flossen hier und da noch seitlich herunter oder tropften nach unten in den Vorgarten. Tai musste an die Begegnung mit Meg denken. Diese Seherin. Er hatte wirklich geglaubt, sie könne ihm erzählen, was mit ihm los sei. Er hatte sich schon Theresa anvertraut, aber dabei ist er sich unglaublich dämlich vorgekommen. Nicht, weil er als Junge einem Mädchen seine Ängste erzählte, nein auch, weil sie seine größere Schwester war und er sich nicht wirklich vorstellen konnte, dass sie ihn ernst nehmen würde. Also hing er allein seinen Gedanken nach. Die Träume, die ihn in der letzten Zeit verfolgten waren nicht normaler Natur, das wusste er genau, allerdings konnte er sich auch nicht vorstellen, dass sie paranormaler Herkunft waren. Sie waren fürchterlich intensiv, gruben sich so in sein Gedächtnis und seinen Kopf ein. Er fieberte mit ganzer Seele mit und wachte mit pochendem Kopf und rasendem Herzen auf. Das schlimme war, dass sich diese seltsamen Träume jetzt auch am Tag zeigten und er absolut keine Ahnung hatte, womit sie zusammen hingen. Da passte kein Puzzlestück an ein anderes. Alle Szenen spielten sich wirr vor ihm ab, als ob das Leben grad vor seinen Augen neu gemischt wurde. Manchmal konnte er einzelne Szenen im Alltag wiederentdecken, versuchte sich aber einzureden, dass das ein ganz normales Resume war, wie es jedem mal vorkommen konnte.
“Hast du noch etwas herausgefunden?” fragte Tobi, der die Füße auf dem Wohnzimmertisch abgelegt hatte und schaute auf den Bildschirm. Theresa säufzte. “Nein, leider nicht. Im Gella war heute so unglaublich viel los. Allein heute haben wir Kistenweise Getränke angeliefert bekommen und ausgegeben. Im Moment kommen immer mehr Leute…” Theresa arbeitete im Gella, einem Club in der Stadt. Sie war Angestellte als Barkeaper und musste oft abends bis spät in die Nacht arbeiten. Da blieb nicht viel Zeit für große Nachforschungen. “Und du?” fragte sie zurück. Guckte zu Tobi. Dieser setzte sich etwas bequemer hin. “Naja. Immerhin bin ich so weit, dass ich weiß, dass wir sie irgendwie finden werden.” er grinste zufrieden. “Höö, woher weißt du das denn?” Theresas Augen wurden groß. “Naja. Ich bin heute bei Hellen O’Deal gewesen. Dieser Hexe im Blätterwald.” “Bei Hellen O’Deal???” fragte Theresa ungläubig. “Du willst mich reinlegen!” Tobias lachte. “Nene, ich bin wirklich da gewesen. Es war leichter, als gedacht, sie hat mich gleich mit reingenommen.” “Und??” Theresas Herz schlug ganz wild, sie war so aufgeregt. Diese Hexe war etwas, wie die Urhexe aller. Sie war alt und weise und konnte so einiges durchschauen. “Sie hat in meine Augen geschaut und daraus gelesen. Und sie meinte, ohne, dass sie auch nur ansatzweise etwas von mir über uns erfahren hatte, dass ich und meine Geschwister eine große Aufgabe vor uns haben und dass wir näher an dem Übel sind, an dem Ursprung unseres Leides und näher an der Hoffnung, an der Stelle, durch die alles versiegen wird.” Einige Zeit der Stille trat ein. “Wow.” entfuhr es Theresa dann. “Wow, das war poetisch…” murmelte sie. “Das heißt, wir sind sowohl an etwas Bösem dran, als auch an etwas Gutem? Also sind wir nah an ’Den Drei’ und nah an deren größten Feinden?” “Genauso ist es. Wir sind die ganze Zeit nah dran, nur haben wir unsere Augen nicht zum richtigen Zeitpunkt auf.” Thresa schaute zum Tisch. Sie überlegte. Tobi sah das sorgenvolle Gesicht. Den Theresa Blick. Er kannte ihn nur zu gut. “Was ist los?” fragte er. Theresa zögerte. “Denkst du…” begann sie schließlich. “Denkst du, wir sollten Tai mit einbeziehen? Irgendwann muss er alles erfahren, wir können ihn nicht ewig schützen.” Tobias zögerte ebenfalls mit der Antwort. Es fiel in schwer über sich und seine Familie zu reden, obgleich seine Schwester vor ihm saß. “Ich möchte nicht, dass er von heute auf morgen erfährt, dass er 1. Warscheinlich eine Hexe ist und 2. Seine Eltern nicht durch einen Unfall ums Leben gekommen sind, sondern durch einen Wahnsinnigen Dämon, während sie ihn retten wollten. Was meinst du, wie viele Schuldgefühle er hätte und wie viel Verwirrung das mit sich bringt.” “Den Teil mit dem, während sie ihn retten wollten, können wir weg lassen und klar, das wird Verwirrung bringen und ist schwer zu verstehen, aber er ist 18. Wie lange willst du ihn noch anlügen. Er hat Träume, Tobi, starke Träume. Sie kommen nachts und am Tag, es sind Visionen! Er macht sich furchtbar viele Gedanken, woher soll er wissen, dass sie eine Gabe sind? Wie soll er sie richtig einsetzen, wenn wir ihm sie nicht erklären?? Außerdem brauchen wir ihn. Hast du Mutters letzten Satz vergessen, bevor sie.. Bevor, hast du ihn vergessen? Nur…” “NEIN!” entfuhr es Tobias. Theresa schrack zurück. Er stand auf. “Nein, ich hab ihn nicht vergessen.” setzte er leise, aber bestimmt hinzu. Er ging zum Fenster. Nie und nimmer würde er die letzten Silben seiner Mutter vergessen, als sie in seinen Armen lag und mit so viel Hoffnung und so viel Schmerz und Liebe zu ihm aufblickte. Ihre zarten Lippen schienen wie Seidene Bänder zu sprechen. Nur gemeinsam seid ihr stark. Nur gemeinsam.
Er sah diese beiden Gestalten vor sich. Wie immer. Diese Gestalten, die in so helles Licht getaucht waren, dass er sie nicht erkennen konnten und die ihm so nah standen, wie kein anderer sonst. Und dann tauchte eine weitere Gestalt auf, die genauso hell strahlte und doch heller und dunkler zugleich. Die Gestalt sah so schön aus, obwohl man sie auf dem ersten Blick kaum von den anderen unterscheiden konnte. Tai hätte sich sofort in sie verlieben können, sein ganzes Herz schmolz dahin, doch dann… dann wurde die Gestalt dunkel und schwarz und schien ihm plötzlich so unerreichbar fern und geheimnisvoll. Alt und verhärtet. Sie strahlte eine eisige Kälte aus und mit einem Mal erdolchte sie die beiden strahlenden Gestalten. Tai sah das Blut fließen und und es war, als würde er selbst bluten. So fühlte es sich an. Die schwarze Gestalt hatte all seine Schönheit verlohren und mit einem mal, gewann sie sie wieder. Sie strahlte wieder hell und schön. Klar und rein, als wäre nie etwas gewesen. Sie kam auf ihn zu, ein zarter Umriss war zu erkennen und doch nichts. Tai wurde wärmer doch gleichzeitig war dieses große Ekelgefühl in ihm. Das, welches die Gestalt so abstoßend machte. Das Gesicht raste auf ihn zu und…
Tai schreckte auf. Mit weit aufgerissenen Augen starrte er gegen die Wand. Er atmete schnell und heftig. Sein Bauch schmerzte schrecklich, als hätte jemand irgendetwas hineingestochen. Seine Haare klebten nass an seinem Nacken. In der tiefe der Nacht sah er kaum was und doch wurde ihm noch schwärzer vor den Augen. Ein beklommendes Gefühl kam in ihm hoch, hatte ihn die ganze Zeit begleitet…
“Warum kannst du dich nicht aus meinen Träumen fernhalten?…” hauchte er. Und musste an die Gestalten denken. An die zwei Lichtgestalten und an diese schöne Gestalt, die, die ihn ersticht. Nacht für Nacht. Und die, die ihm das Leben schenkt. Mit jedem Stich.
Re: The Enchanted Ones
cadencecaress - 20.07.2008, 22:14Kapitel 3
____________Kapitel 3:
Es puffte einmal sehr stark, als Theresa das Lorbeerblatt in den Topf warf. Der Qualm stieg in weißen Kreisen auf. Sie fächerte ihn zusätzlich mit der Hand weg. In dem Topf hatte sich eine undefinierbare Masse gebildet, es roch stark nach Schwefel und anderen, nicht einzuordnenden Gerüchen. Heute war Sonntagmorgen. Draußen war es noch feucht vom Tau, aber geregnet hat es, seit der letzten Nacht nicht mehr. Sogar die Sonne bahnte sich hier und da, zwischen den Dicken weißen Wolken einen Weg. Theresa hatte sich eigentlich auf einen Arbeitfreien Tag gefreut. Leider kam ihr Bruder Tobias dann überraschenderweise mit einer Dämonenmeldung daher, denn die Zauberschule ist fast entdeckt worden. Natürlich mussten die beiden jetzt versuchen, diesen Dämon zu stellen, bevor er sein Wissen weitergab. Und da die beiden Geschwister bis jetzt die beste Arbeit geleistet haben, am fleißigsten und verbissensten waren, waren sie vor einem Jahr dazu auserkoren worden, die besonderen Dämonenjäger zu werden. Hatte jetzt jemand Ärger, wand er sich stets an Tobias und Theresa. Zwar waren sie sehr stolz auf das, was sie konnten, jedoch hätte sich Theresa heute etwas Ruhe gewünscht. Ihr Nacken ist steif geworden und sie fühlte sich ausgesprochen müde.
“Hey, schon weiter gekommen?” mindestens genauso müde war Tobi, der gerade auf den Dachboden kam und die Brühe in Theresas Topf beäugte. “Du denkst damit-” “Bevor du weiter redest, nein, das denke ich nicht. Ich weiß auch nicht, irgendwie klappt das nicht so, wie ich es mir vorstelle.” jammerte Theresa. “Du musst dich mehr konzentrieren, dann klappt das schon.” Er schritt zu einem großen, schwarzen Buch, dass auf dem Tisch rumlag. “Ich hab übrigens gerade von Molli erfahren, wer der Dämon ist.” Molli war eine gute Lehrerin in der Zauberschule. Sie war flink und gescheit, nur leider traute sie sich nichts zu… “Echt, dann schieß mal los.” “Also.” begann Tobi und blätterte im Buch. Dann zeigte er mit dem Finger auf eine schwarze Gestalt mit rot-grünen Punkten. Scharfe, gelbe Eckzähne prankten aus seinem Mund. Er sah gar nicht aus, wie ein normaler Dämon, eher, wie ein Tier. Unwillkürlich machte Theresa einen Schritt rückwärts, als sie das Gesicht erblickte. Dann allerdings kam sie näher und sah genau hin. “Also.. Also den hab ich noch nie im Buch gesehen.” Tobi lächelte. “Klar, Molli hat ihn uns grad geschickt.” “Hä? Geschickt?” Theresa sah ihn unglaubwürdig an. Sie sah so witzig und verpeilt aus, dass Tobias richtig zu lachen begann. “Magische Datenübertragung, cool, oder? Da gibt’s jetzt so eine neue Technik. Das ist wie im Internet, du verschickst sozusagen Emails. Also Zaubermails.” “Aha…” Theresa blickte unbeeindruckt auf das Bild, obgleich sie wohl sehr beeindruckt war. Tobi wusste, dass sie nur zu stolz war, zuzugeben, dass das, was er als erstes ausprobiert hat, eine fabelhafte Erfindung war. Er grinste. “Okay, ich geh dann mal wieder in den Keller, bis nachher.” Und damit war er auch schon verschwunden, hüpfte mehr oder weniger geschickt die Treppen herunter. In der 1. Etage traf er auf tai, der grad aus dem Badezimmer geschlendert kam. “Hey, Brüderchen.” begrüßte er ihn und stubbelte ihm einmal durch seine ohnehin schon wir in die gegend stehenden Haare. “Na, gut geschlafen?” ein grummeliges “mhh.” war die Antwort, die Tobi allerdings gar nicht mehr abgewartet hatte und schon hinunter gehopst war. “Seine Laune will ich mal haben…” verwirrt schaute Tai seinem Bruder nach.
“Mist! So wird das nie was.” die Stimme kam von oben und gehörte Theresa. Tai schüttelte einmal den Kopf und ging weiter zu seinem Zimmer. Er legte die Hände gerade auf die Tür, um sie aufzustoßen, da wurde ihm schlagartig bewusst, dass Theresas Stimme von OBEN kam. Ja, sie kam vom Dachboden, den Dachboden, den er nie betreten durfte. Von dem seine Geschwister ihn stets fern gehalten haben, sie haben gesagt, er sei ohnehin verschlossen und Als Tai es aus Neugier nachprüfen wollte, fand er die Tür auch verschlossen vor. Jetzt aber ist ihm sein Bruder von oben entgegen gekommen, als hätte er nie etwas anderes getan und zudem schien er dort oben irgendetwas mit Theresa gemacht zu haben. Denn sie fluchte dort ebenfalls, als hätte sie nie irgendwo sonst geflucht. Vorsichtig und sehr langsam näherte sich Tai dem Dachboden. Ganz behutsam, denn die Stufen waren hier morscher, als die anderen. Theresa durfte ihn nur nicht hören. Er wollte jetzt endlich wissen, was da oben war. Schritt für Schritt. Und der letzte. Ja. Er war oben. Vor ihm lag die Tür, sie stand auf. Nur die Hälfte oder ein Drittel des Raumes öffnete sich vor ihm. Er erkannte Kisten, manche offen, manche zu. Regale, die sich an der Wand entlangschlängelten und in sich Gläschen, Fläschchen und seltsame Gegenstände bewahrten. Ein Fenster, dass in dem schrägen Dach eingelassen war. Der Anfang eines Tisches war zu erkennen. Auf ihm standen noch mehr Flaschen und am Rand, ein großes, schwarzes Buch. Der dicke Ledereinband schien Tai magisch anzuziehen. Er starrte wie gebannt darauf, als würde es ihn ergreifen und zu sich ziehen wollen. Doch mit einem Mal schwand der Zauber, als Tai ein Kratzen in seinem Hals fühlte. Erst jetzt bemerkte er die tausend kleinen Staubkörnchen, die das Licht hier oben so fahl erscheinen ließen. Er riss sich so sehr zusammen, wie es nur ging, doch es half nichts. Er hatte eine Stauballergie, da konnte man machen, was man wollte und mit einem Mal, begann er heftig zu Husten.
“Tobi?” klang Theresas Stimme fragend. Sie lies Fläschchen und Schale stehen und rannte zu der Tür. Verwirrt starrte sie Tai an, der sich gerade von seinem Hustenanfall erholt hatte. Er schaute zu ihr auf. “Tai?!”
Zufrieden und voller neuem Tatendrang machte sich Tobi daran, Nägel in das neue, helle Holz zu schlagen, das das alte, moderige, morsche Holz verdeckte. Das meiste Wasser hat die Wasserfee Liguida in der früh schon aufgesogen. Wie sie sagte, war der Regenguss nicht natürlicher Herkunft und sie stünde somit in seiner Schuld. Tobi verstand das zwar nicht, aber es war ihm nur Recht, dass ihm jemand die Arbeit abnahm. In Gedanken versunken arbeitete er weiter. Er dachte nocheinmal an seinen Triumph auf dem Dachboden. Theresa sah so verblüfft aus und natürlich konnte sie nicht zugeben, dass er ihr in neuen magischen Errungenschaften einfach vorraus war. Er grinste und dachte weiter. Plötzlich allerdings verhärtete sich sein Grinsen und es wurde ihm etwas weiß um die Nasenspitze. Als er hinunter ging, hat er Tai getroffen. Und dabei ist er gerade vom Dachboden hinunter gekommen. Sein Bruder durfte auf keinen Fall - “Tai!!” so schnell es ging, sprintete er die vielen Treppen hinauf. Nahm mehrere Stufen auf einmal. Er guckte schnell ins Badezimmer, in das Zimmer seines Bruders, doch fand nichts. Dann rannte er auf den Dachboden. Vor der Tür blieb er abrupt stehen. Seine Geschwister sahen ihn verwundert an. In seinem Kopf kreisten die Gedanken.
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