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Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
revoluzzer - 09.06.2008, 23:10Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Hallo Kollegen,
wie ich vorhin in den nachrichten gesehen habe,
haben unsere Politiker sich durchsetzen können und sowohl die Arbeitszeiten aufweichen können als auch die Bereitschaftszeiten.
Zur wöchentlichen Arbeitszeien läßt sich sagen, dass immer noch die 48 h Woche gilt.
Aber die Länder dürfen nationale Arbeitszeiten bis 60 h zulassen.
Und bei Tarifabschlüssen 78 h.
Was das im einzelnen heisst muss wohl die Tage auseinander genommen werden.
Ich befürchte das schlimmst, das FL halt sagt wunderbar 72 h passt doch...
Zu den Bereitschaftszeiten... Bereitschaftszeit ist keine Arbeitszeit mehr, sondern nur noch der Aktive Teil.
Im großen und ganzen würde ich sagen, das es für den Arbeitnehmer von Nachteil ist.
Ich habe echt keinen Bock mehr...
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Skeletor - 10.06.2008, 08:21
Hier noch etwas darüber:
http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/:Einigung-Einheitliche-Arbeitszeiten-EU/623244.html
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
däumling - 10.06.2008, 08:25
Hi Revoluzzer:
was sollen wir davon halten? Ich glaube nicht, dass das positiv für uns ist.
Habe hier auch noch einen Berich gefunden:
http://afp.google.com/article/ALeqM5j5QcEqU1f1gYkdAT1TWjIU-3fpIg
Mir kommt langsam die Galle hoch...
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Teufelei - 10.06.2008, 09:13
Ich meine in den Nachrichten sogar von 70 Std./wö. gesehen/gehört zu haben - bei inaktiver Bereitschaftszeit. Kann mich natürlich auch irren.
Nun heißt es endlich zusammen zu stehen und gemeinsam einen familienfreundlichen SD auszuhandeln. :evil: :evil: :evil:
Nur Einigkeit bringt uns weiter, nichts anderes :!: :!: :!:
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Erinnye - 10.06.2008, 16:56
gefunden: http://www.arcor.de/content/aktuell/news_politik_ausland/25950135.html
Politik Ausland
EU-Beschluss zu Arbeitszeit und Leiharbeit
Nach jahrelangem Tauziehen haben sich die Arbeitsminister der 27 EU-Staaten auf Richtlinien zur Arbeitszeit und Zeitarbeit geeinigt. Damit sollen Millionen von Leiharbeitern und überlastete Klinikärzte in Europa einheitliche Regeln für bessere Arbeitsbedingungen bekommen.
© DPA
Bundesarbeitsminister Scholz (SPD) hält die neuen EU-Richtlinien zu Arbeitszeit und Leiharbeit für «eine gute Lösung».
Der in einem Verhandlungs-Marathon in der Nacht zum Dienstag in Luxemberg ausgehandelte Kompromiss stieß allerdings auf ein geteiltes Echo. Die EU-Kommission sprach von einer Verbesserung für Millionen Beschäftigte in Europa. Dagegen kritisierte der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) zahlreiche Ausnahmen von der Regel einer 48-Stunden-Woche. «Es gibt eine Möglichkeit, darüber hinauszugehen», räumte eine Sprecherin von EU-Arbeitskommissar Vladimir Spidla ein: Die Sozialpartner könnten abweichende Vorgaben vereinbaren.
Die neue Arbeitszeitrichtlinie soll vor allem den Konflikt um lange Bereitschaftszeiten von Klinikpersonal und Feuerwehrleuten entschärfen. Die EU-Arbeitsminister beschlossen, künftig zwischen aktiver und inaktiver Bereitschaft zu unterscheiden. Je nachdem, ob Bereitschaftsdienst ganz als Arbeitszeit gezählt wird oder nicht, dürften Betroffene 60 oder 65 Stunden pro Woche arbeiten.
Der Ratsbeschluss zu Leiharbeitern sieht vor, dass Zeitarbeiter grundsätzlich vom ersten Tag an die gleichen Rechte bekommen wie Festangestellte im selben Betrieb. Das gilt für Bezahlung, Urlaub und Elternzeit. Ausnahmen sind möglich, wenn die Gewerkschaften und Arbeitgeber dies auf nationaler Ebene vereinbaren. Zeitarbeiter müssen auch Kantine, Kindergarten oder Transportmittel der Firma nutzen dürfen. Diese Richtlinie sei im Großen und Ganzen ein Fortschritt, sagte EGB-Expertin Catelene Passchier.
Hingegen stieß die Arbeitszeitrichtlinie auf scharfe Kritik. «Das wäre ein Rückschritt, wenn es vom Europa-Parlament so angenommen würde», sagte Passchier. Ähnlich äußerte sich der spanische Minister Celestino Corbacho. Seine konservative belgische Kollegin Joëlle Milquet hofft auf Änderungen im Europa-Parlament. Spaniens sozialistische Regierung hatte ebenso wie Belgien, Ungarn, Griechenland und Zypern strengere Regeln zum Schutz von Arbeitnehmern gefordert. Weil Frankreich in dieser Frage umschwenkte, konnte die Minderheit den Plan aber nicht mehr blockieren.
Kommissar Spidla wertete den Beschluss indes als Verbesserung für Millionen Beschäftigte in Europa. «Dies ist ein großer Fortschritt für europäische Arbeitnehmer und stärkt den sozialen Dialog.» Er bringe den Arbeitnehmern und Zeitarbeitern «mehr Sicherheit und bessere Bedingungen». Zugleich bekomme die Industrie mehr Flexibilität. Auch die Beschäftigten könnten Familie und Arbeit nach den neuen Regeln besser vereinbaren. Bundesarbeitsminister Olaf Scholz (SPD) bezeichnete die beiden Richtlinien als «wichtige Bausteine eines sozialen Europas».
Offen blieb zunächst, in welchem Maße die EU-Beschlüsse die Lage in Deutschland beeinflussen werden. «Für deutsche Ärzte und andere Beschäftigte in Krankenhäusern ändert sich damit unmittelbar nichts», sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht in der Richtlinie aber die Chance, Anrechnung von Ruhezeiten während des Bereitschaftsdienstes zu beenden. Diese habe eine «künstliche Verknappung der ärztlichen Arbeitszeit» erzeugt, erklärte die DKG.
Widerspruch kam von der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB). «Wir finden das alles ganz schrecklich», sagte MB-Hauptgeschäftsführer Armin Ehl in Berlin. Sollte die Richtlinie zu Änderungen bei der Anerkennung von ärztlichen Bereitschaftszeiten und zu einer «neuen Kategorie der inaktiven Zeit» führen, «wäre der Arbeitsschutz wieder ausgehebelt». Ehl warnte vor «Fehlinterpretationen» der Richtlinie. Dagegen würde sich der MB vor Gericht ziehen.
© DPA
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
der schipper - 11.06.2008, 08:58
Hallo Kollegen
Was hier auf uns zu rollt, ist kaum zu fassen. Mit dieser neuen Richtlinie, werden für Personalamt und Amtsleitung, Tür und Tor geöffnet.
Diese können jetzt nach Gutsherrenart Definitionen für den aktiven und passiven Bereitschaftsdienst festlegen. Im Extremfall könnte dies bedeuten, das nach einer durchgelegenen Nacht, auf unserem Stundennachweis weniger als 12 Stunden berechnet werden. Oder aber sie erhöhen unsere Arbeitszeit auf 56 Stunden (oder mehr).
Die Vergangenheit lehrt uns, das wir mit allen Möglichen Sauereien zu rechnen haben. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.
Unsere Amtsleitung reibt sich vermutlich schon freudig erregt, die Hände!
Also liebe Kollegen, Augen auf...
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Pro24 - 11.06.2008, 09:19
Ich glaube eher, dass das Ganze für uns positiv zu bewerten ist. Es ist doch genau das, wofür wir die ganze Zeit gekämpft haben. Durch die Anerkennung von inaktiver Arbeitszeit wird es uns möglich sein, mehr 24Std-Dienste zu leisten. Und genau das ist doch der Knackpunkt um den es bei allen deutschen Feuerwehren geht. Ich sehe darin keinen Nachteil, sondern den Erhalt der bei Feuerwehren überaus bewährten 24Std-Dienste.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
LAMD - 11.06.2008, 10:41
.........es ist wie immer eine auslegungssache......so sehe ich das ganze
die amtsleitung wird sich das urteil schön zurechtlegen, wir tun dies für uns auch ............(die nächste personalvertretung bekommt viel zu tun!)
dann wird ein scheinheiliger "kompromiss" geschlossen, bei dem die echten feuerwehrleute "wir" im regen stehen werden (wie immer) und im anschluss wird wieder jahrlang geklagt werden müssen. _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei _schrei
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
der schipper - 11.06.2008, 14:55
@pro24:
Was nützen Dir mehr 24er, wenn die Arbeitszeit erhöht wird? Das ist doch dann das Selbe in grün!
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
luigi - 11.06.2008, 17:25
Was glaubt ihr denn, was ihr bekommen werdet.
Kuscheln mit dem AL oder der Innenbehörde ist nicht mehr Zeitgemäß.
Was ihr haben wollt, müsst ihr euch nehmen. Alles andere wird nichts bringen.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Pro24 - 11.06.2008, 19:05
Auch wenn die Wochenarbeitszeit erhöht wird, ist es immer noch angenehmer und gesünder und auch für die familie besser, wenn dabei ausschließlich 24STD-Dienste geleistet werden.
Ich hab doch lieber eine 54 oder 56Std-Woche bei ausschließlich 24ern, als eine 48Std + x Woche mit 12Std-Schichten.
Genau deshalb haben doch so viele Berufsfeuerwehren freiwillig und unentgeldlich auf die 48Std verzichtet und sind bei meistens 54Wochenstunden geblieben. Hauptsache, der 24Std. Dienst bleibt erhalten.
Bei einer 54 STD-Woche mache komme ich 4 Wochen lang nur zwei mal pro Woche zum Dienst. In der 5. Woche dann dreimal. Und schon ist der Schnitt, von 54 Wochenstunden erreicht.
Das ich auf jeden Fall besser, als die Dienstplan, den wir jetzt haben. Denn jetzt bin ich nahezu jeden Tag einmal an der Wache.
Und außerdem spart das ne Menge Personal und alle sind glücklich.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Teufelei - 11.06.2008, 19:50
Ich möchte endlich einen familienfreundlichen Dienstplan, wie vor dem 01. 03. 2007!!!
Ich möchte darüber hinaus gern mehr 24iger, statt 8/8/8/8/24 :!: :!: :!:
Vom Erholungs-/Freizeitwert schon unbezahlbar, zusätzlich die Spritkosten eindämmen, bei diesen Preisen eine zusätzliche Belastung für die Familie :!: :!: :!:
Aber erreichen können wir nur etwas, wenn wir alle zusammen am gleichen Strang ziehen :D :D :D
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Skeletor - 11.06.2008, 21:42
@ Teufelei:
genauso sehe ich das auch!!!
Familienfreundlichkeit und Umweltschutz können wir nur erreichen, wenn wir GEMEINSAM an einem Strang ziehen. Und wo ist denn DAS ein Problem?
Mit mehr 24zigern erreichen wir so viel auf einmal:
- motiviertere Kollegen
- Familienfreundlichkeit
- Zeit für soziale Interessen
- und zugleich tun alle etwas für die Umwelt und das Portemonaie!
Vielleicht komt ja doch noch einmal der Tag, an dem AL und Politik aufwachen und Kosten in sinnvolle Projekte steckt, statt in ein Fass ohne Boden wie die Elbphilharmonie...nicht wahr Herr v. Beust???
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Raubritter - 12.06.2008, 13:19
Auch ich stimme zum größten Teil u. a. Skeletor zu!
Ich bin auch der festen Überzeugung das nur so wieder viel mehr Ruhe im Hause -F- einkehrt.
Aber bei einem Argument bekomme ich das fürchterliche Weinen!!!
Nun wird auch schon mit der Umwelt argumentiert!?!?
Was ist denn das für eine neue Masche????
Leute! Wenn euch das Autofahren zu teuer wird dann sagt es. Kommt aber jetzt nicht mit dem Thema Umwelt!!!
Dann müßt ihr mit Bus und/oder Bahn fahren. Nur dann tragt ihr zur Umwelt bei und nicht anders.
Nun werden bestimmt wieder einige dabei sein, die der Meinung sind Bus und Bahn nicht benutzen zu können. Mag sein! Aber dann wohnt ihr zu weit weg vom Arbeitgeber!
Ach so, noch was zu meiner Person. ICH fahre mit Bus und Bahn!! Weil mir der Sprit schon lange zu teuer ist.
Schönen Tag noch und das Deutschland heute gewinnt ;-)
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
buett - 12.06.2008, 18:28
Raubritter hat folgendes geschrieben:
Nun werden bestimmt wieder einige dabei sein, die der Meinung sind Bus und Bahn nicht benutzen zu können. Mag sein! Aber dann wohnt ihr zu weit weg vom Arbeitgeber!
Ach so, noch was zu meiner Person. ICH fahre mit Bus und Bahn!! Weil mir der Sprit schon lange zu teuer ist.
Schönen Tag noch und das Deutschland heute gewinnt ;-)
Nun ich will nicht ausschließen, dass ich zu weit weg wohne. Immerhin brauche ich etwa 20 min mit dem Auto zur Dienststelle und laut Google Earth ist mein Zuhause 30 km Luftlinie von der Hauptfeuerwache "Berliner Tor" entfernt.
Aber ÖPNV ist für mich KEINE Alternative. Wenn ich morgens gegen 6:30 Uhr an der Wache sein wollte, müsste ich am Abend vorher schon mit Bus und Bahn losfahren, aber da bin ich ja einmal in drei Wochen, wenn zwei TD hintereinander sind, noch gar nicht zuhause; huch. :?: :?:
Der Speckgürtel von Hamburg ist nun mal nicht überall gleich fett ;)
Schönen Abend noch.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Lizzy - 13.06.2008, 22:04
Tja Buett,
das mag ja sein, aber was glaubst du, wie geht es Millionen von anderen Menschen, die 5 oder sogar 6 x die Woche zur Arbeit müssen??
Ich bin für eine 40 Std Woche, basta, jede Stunde, die mein Mann mehr an der Wache verbringt, fehlt er uns... da nützen auch keine 24 Std Dienste. Ich denke einfach, je weniger Stunden Dienst, desto mehr Freizeit, oder?
Gruß Lizzy
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
luigi - 13.06.2008, 22:15
Ich sagte es schon vor einiger Zeit und bleibe auch dabei.
In der heutigen Zeit sind 48h Wochen oder gar mehr, nicht mehr Zeitgemäss.
Ich will die 40 Stundenwoche. Gerne mit 12h schichten. Akzeptabel sind für mich auch 8h schichten.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
BwiFe - 14.06.2008, 10:35
@Lizzy
Das 24er uns nicht weiterbringen, entlasten ect. stimmt meiner Meinung nach nicht!
Wenn ich an die WM zurück denke, war das die beste Arbeitszeit, die sie je hatten. Am Anfang haben wir auch gedacht: Oh je, nur 24er, das wird hart. Aber dann war es die geilste Zeit überhaupt. Wir hatten viel Zeit zusammen, denn auch ich habe meinen Mann gerne zu Hause. Und mein Göttergatte konnte sich richtig erholen. 24er sind für ihn das geringere Übel, wenn er dafür dann mal richtig runterfahren kann, denn wenn sie los müssen, müssen sie auch schnell von 0 auf 100 (Streßsitutaion). Dies müssen viele andere nicht!! Die wissen schon viel vorher, dass sie gleich los müssen. Ich denke, dass es schwer ist Berufe miteinander zu vergleichen, nach dem Motto: Hört auf zu meckern.
Nur24er bei 48Stunden/Woche = 2-3mal pro Woche zum Dienst
8Stunden bei 48 = 6mal pro Woche
Und wie es jetzt ist, weißt Du selber. Und damit scheinst Du auch nicht glücklich zu sein, wie wir auch ;)
@Buett
Ja, leider ist es so, dass die meißten gerne Bus und Bahn nutzen möchten, dies aber, wie bei Dir, leider nicht möglich ist, da die Anbindungen nicht überall gut sind. Und wenn einige der Meinung sind, dass man dann näher zum Arbeitsort ziehen sollten, sollten mal darüber nachdenken, dass viele ein Haus gebaut haben und dies dann nur mit Verlusten verkaufen können (Vorfälligkeitszinsen, ect.)
Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir sogar S-Bahn bzw. Metronom haben, aber dies ist leider nicht überall so.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
buett - 14.06.2008, 11:37Nur mal so...
Ich bin auch kein großer Freund von 24ern, ABER
Eine Rechnung:
Geforderte Arbeitszeit - 52 Wochen x 48 h = 2496 h
abzgl. Werkfeiertage - 5 Tage x 9,6 h = 48 h
abzgl. Erholungsurlaub - 6 Wo x 48 h = 288 h
Nettoarbeitszeit = 2160 h
2160 h : 24er = 90 Dienste, bei 365 Tagen im Jahr bedeutet das jeden 4.Tag Dienst!
Anmerkung: die Zahl der Werkfeiertage schwankt meines Wissens zw. 4-9, der Urlaub berücksichtigt einen 40-Jährigen und Zusatzurlaubstage für Nachtdienste sind noch nicht drin.
Ich finde, es hat einen gewissen Reiz, wenn man es denn durchkriegt.
Und ich führe trotzdem nochmal die Umwelt ins Feld, weil es sich "lohnt" für 24 Stunden den Sprit zu verbrennen.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Klopfer_der_Bambistecher - 14.06.2008, 16:17
Bis jetzt sehe ich hier nur "Berechnungen" nach der alten Richtlinie.
Das ist aber leider nach der neuen (wenn sie denn überhaupt in Kraft tritt) FALSCH.
Warum??
...Artikel 2a wird eingefügt.
Die inaktive Arbeitszeit während der Bereitschaftszeit wird nicht als Arbeitszeit angesehen....
Wir haben momentan rund 35 Std Arbeitszeit
Nun fang nochmal an zu rechnen....
Nicht erschrecken, wenn Du auf 60 (oder mehr) Std Dienst kommst....
Sie haben uns (Beamte) bei den Eiern. Während es bei Angestellten/Arbeiter Tarifvertraglich geregelt wird gilt für uns
[...]...oder in einzelstaatlichen Rechtsvorschriften nach Anhörung der Sozialpartner festgelegt werden.
Anhörung NICHT Verhandlung!!!
Ich erinnere an die alte FZ Regelung....
Wo kommt nur meine negative Einstellung her?
..ja, woher nur.
Ich hoffe, es müssen nicht erst Autoreifen brennen...
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
Abspannen - 14.06.2008, 18:12
Zitat: Ich hoffe, es müssen nicht erst Autoreifen brennen...
DAS glaube ich auf keinen Fall....das es zu so etwas kommt.
Dafür sind die Kollegen doch einfach zu -sorry- dumm und lassen sich doch alles gefallen. Und das weiß und merkt auch FL. Zusammenhalt wird doch schon lange nicht mehr demonstriert und FL weiß genau DAS :!: :twisted:
Wenn man sich wenigstens innerhalb der Kollegenschaft einig wäre und dies dann auch mal nach aussen tragen würde, sehe ddoch die Welts chon anders aus. Ja, ich weiß...blabla, die Kollegen sind müde geworden, haben abspannen gegeben etc. Und was soll dass? Uns hat es doch noch nicht einmal zu denken gegeben, wie andere BFs über uns denken. Sch.wanz einziehen und alles schlucken. Das war bisher BF Hamburg und wird es auch zukünftig weiterhin sein. Ich gebe es auf, noch irgend etwas zu machen, alleine steht man im Regen. Auf die Kollegen kann man sich doch nur noch im Einsatz - wenn denn dann wenigstens- verlassen.
Und was ist mit den Frauen? Die haben damals alles in die Hände genommen, ohne die wäre vermutlich überhaupt nichts bewegt worden, denn auch da hätten die Kollegen alles geschluckt. Ich kann nachvollziehen, wenn auch die Frauen langsam keine Lust mehr haben, sich der Situation anzunehmen, wünsche es mir jedoch in keinem Fall.
Also Kollegen, A.r.s.c.h. hoch und was tun, oder wollt ihr ernsthaft die Politik in ihrem Handeln alleine lassen?
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
BwiFe - 19.06.2008, 15:03
Ich habe etwas gefunde, was ganz interessant ist: _grübel
http://www.arbeitszeitberatung.de/dateien/publikationen/html/pub60-bereitschatsdienst_alles_wieder.htm
Die inaktive Arbeitszeit muss in den 48 STunden mit eingerechnet werden.
Über 48 Stunden (im Durchschnitt) darf nur überschritten werden, wenn dies tariflich festgelegt ist und von EUCH unterschrieben wurde (freiwillig).
Außerdem wären dann Dienste bis 48 Stunden, in Eurem Fall 24, möglich.
Gut, Kelle traue ich auch nicht über den Weg. Aber wenn ihr weiterhin so ruhig bleibt, wird es nie zu Eurer Zufriedenheit ausgehen. Wenn diese Richtlinie genehmigt wird, können die Karten neu gemischt werden.
Also, ihr habt letzte Jahr schon was erreicht! Oder meint ihr, dass sich auch nur das Geringste geändert hätte, wenn ihr euch ruhig verhalten hättet? Wo sind diese Männer und Frauen geblieben???
Also: aufwachen statt abspannen. Und nicht erst, wenn der Karren wieder im Dreck steckt. Nehmt es diesmal gleich selber in die Hand! Verlasst Euch nicht auf die Personalverräter, sorry, -vertreter :oops:
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
NurFuerGeldLoescher - 02.08.2008, 21:01
Hello @ All,
also bei uns in NRW besteht ja die Möglichkeit einer Opt- Out- Vereinbarung zwischen dem einzelnen Beamten und dem Dienstherren. Diese wird auf unserer Wache von allen Kollegen genutzt, weil es die einzige Möglichkeit war, den 24 Std. Dienst zu retten. Und die nun von der EU erarbeiteten Vorschläge sind bei allen Kollegen auf große Zustimmung gestossen.
Die Passage mit dem aktiven und inaktiven Bereitschaftsdienst ist keine Muss- Passage. Sie kann angewendet werden, muss aber nicht. Und so gehen die Bestrebungen unsererseits jetzt dahin, den Passus der Befristung der Opt- Out- Regelung aus der AzVOFeu heraus nehmen zu lassen, der eine Geltungsdauer bis zum 31.12.2010 besagt. Denn dann ist es möglich, das wir unseren 24 Std. Dienst mit 56/54 Wochenstunden weiter versehen können und für die Wochenmehrarbeit eine Zulage von 20€ pro geleisteter Dienstschicht weiterhin erhalten. Diese 20€ sind sicher kein Vermögen, aber bei einem komplett gearbeiteten Monat sind es Brutto 200€. Da unsere Besoldungen ja in den letzten Jahren ins "unermessliche" erhöht wurden, ist dies für viele Kollegen/innen eine kleine Motivationsspritze, auf die sie nicht gerne wieder verzichten möchten.
Und zum 24 Std. Dienst allgemein möchte ich sagen, das ich, wie auch meine Kollegen/innen kein anderes Dienstmodell fahren möchten. Die immer wieder angeführte, hohe Belastung läßt sich durch Regelungen, wie z.B. innerhalb der 24 Std. nur 12 Std. Rettungsdienst und dann Wechsel zum Feuerwehrdienst, gut kompensieren.
Re: Neue EU Arbeitszeitrichtlinie
schmobert - 03.08.2008, 15:08vorheriger Beitrag
Da stimme ich dir voll zu. Leider wurde uns diese Opt- Out Regelung niemals auch nur ansatzweise angeboten. BF- Hamburg hätte dann nie seine Pläne einer Nachtausdünnung usw. ausführen könne. Ich bin sicher, das auch in Hamburg eine solche Regelung Anklang gefunden hätte. Leider hat auch der PR eine solche Möglichkeit nicht zum Thema werden lassen.
LG
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