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Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 25.03.2006, 11:09Deutsch-Schuli
Hab hier ne einigermaßen gute Charakteriesierung von Mathilde Zahnd aus die Physiker ;-)
Die Irrenärztin Mathilde von Zahnd
A Friedrich Dürrenmatt erzählt in “Die Physiker” von drei Physikern, die sich in einem Nervensanatorium als Verrückte ausgeben, um nicht identifiziert werden zu können. Jedoch die Sanatoriumsleiterin hat sie durchschaut.
B 1. Äußeres Erscheinungsbild von Mathilde von Zahnd
2. Selbstdarstellung
3. Verhalten der Anstaltsleiterin zu anderen Personen
4. Hintergedanken der Irrenärztin: Planung ihres Vorhabens
Selbstschutz Erreichen ihres Ziels
C Mathilde von Zahnd symbolisiert die Gefahr der Wissenschaft für die Menschheit.
Friedrich Dürrenmatt, ein Schweizer Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, schildert in seiner Komödie “Die Physiker”, wie sich drei Physiker im privaten Nervensanatorium »Les Cerisiers« als Verrückte tarnen, um ihren jeweiligen Auftrag auszuführen. Jeder der drei Personen begeht einen Mord an seiner Pflegerin, da diese die Physiker lieben und daher nicht für verrückt halten. Johann Möbius, dem angeblich der König Salomo erscheint, hat durch diesen die lang ersehnte Weltformel entdeckt, die die beiden anderen, die in Wahrheit Agenten verschiedener Länder sind, für ihr Land in Besitz nehmen wollen. Einer der Spione hat sich als Isaac Newton getarnt, der andere als Albert Einstein. Das Sanatorium wird von Fräulein Dr. h.c. Dr. med. Mathilde von Zahnd geleitet, die das Spiel längst durchschaut hat und die drei zu ihren Gefangenen erklärt hat..
Diese ist ungefähr fünfundfünfzig Jahre alt, bucklig und unverheiratet. Sie erscheint immer in ihrem weißen Ärztemantel und einem Stethoskop um ihren Hals. Ihre Nervenanstalt, die sie gegründet hat und einst der Sommersitz der Familie Zahnd war, ist von Weltruf und auch ihre Titel Dr. h.c. Dr. med. verraten, daß Mathilde von Zahnd eine sehr angesehene Psychiaterin ist. Sie stammt aus einem adligen Hause, was das “von” in ihrem Namen verrät. Ihre Sprache ist präzise und sie spricht meist in kurzen Sätzen, zum Ende allerdings wird sie ausschweifend.
Sie behauptet gleich zu Anfang ein “hoffnungslos verlorener Philanthrop” (S.24) zu sein, ganz im Gegensatz zu ihrem Vater. Dieser haßte alle Menschen wie die Pest, auch sein Einzelkind Mathilde. Sie könnte deshalb auch dieses Verhalten geerbt haben. Durch ihre Feststellung “Meine Familie ist so alt, daß es beinahe einem kleinen medizinischem Wunder gleichkommt, wenn ich für relativ normal gelten darf, ich meine, was meinen Geisteszustand betrifft.” (S.29) stellt sie auch in Frage, daß sie nicht verrückt ist. Dies verdeutlicht sich noch, als man erfährt, daß sie Schwester Monika erzählt hat, daß sie selbst verrückter sei als Möbius. Jedoch ist sie von sich und ihrer Arbeit sehr überzeugt, was deutlich wird, als sie zum Inspektor sagt: “Wenn hier jemand versagte, so ist es die Medizin, nicht ich.” (S.29)
Bei jeder Situation versucht sich die Anstaltsleiterin bestmöglich der Person mit der sie spricht anzupassen, indem sie zum Beispiel dem Inspektor das Rauchen erlaubt und ihm einen Schnaps anbietet, obwohl es Oberschwester Marta, die sich strengstens an die Regeln hält, in dem Sanatorium nicht gestattet hat (S.24). Die Direktorin entschuldigt sich auch höflich, daß sie geraucht hat als die Oberschwester in das Geschehen tritt. Ebenso freut sie sich, zum Erstaunen von Frau Rose, über deren Hochzeit mit dem Missionar. Sie spricht stets vom guten, braven Möbius. Sie will mit der Anpassung erreichen, daß man sie sympathisch findet, da sie ja ihr ganzes Leben auf sich allein gestellt war.
Jedoch führt die Irrenärztin weitaus mehr im Schilde, als am Anfang ersichtlich wird. Sie ist in Wirklichkeit sehr intelligent und raffiniert, aber auch hinterlistig. Sie weiß von Möbius´ Unterlagen über die Weltformel und hat diese, noch bevor er sie verbrennt, fotokopiert. Dadurch hat sie ihren Welttrust aufgebaut, um die Weltherrschaft an sich zu reißen, denn auch ihr ist der König Salomo erschienen. Sie trennt die anderen Nervenpatienten von den drei Physikern, damit diese nicht mit anderen in Kontakt treten können. Daß sie mit den Morden der Physiker einverstanden ist, wird dadurch verraten, daß sie nach den Attentaten das Bild ihres Großvaters General Leonidas von Zahnd aufhängt, der Heldentode liebte. Sie vergleicht sich mit ihrem Großvater und die Schwestern mit den Helden, die ihr mit ihrem Tod zur Weltherrschaft verholfen haben. Die Morde wurden von ihr angezettelt, damit die Physiker für immer in ihrer Gewalt bleiben. Als Verrückte “dürfen” die Physiker morden, aber falls sie in die Freiheit gingen, was sie vorhatten, würden sie als tatbewußte Mörder gelten. Mit allen Personen die im Stück auftreten redet sie über die Morde. Dies tut sie allerdings nicht in der Szene mit Möbius´ Frau, Frau Rose, da sie nicht möchte, daß diese ihren Mann aus diesem Grund in ein staatliches Sanatorium einweist. Sogar als Jörg-Lukas, einer von Möbius´ Sohn, die Lampenschnur, mit der Einstein Schwester Irene Straub erdrosselt hat, entdeckt und der Direktorin überreicht, bedankt sie sich nur kurz und erzählt nichts über die Geschehnisse. Sie bezahlt sogar den weiteren Aufenthalt für Johann Möbius, da er sich angeblich eingelebt und Kollegen gefunden hat., mit der Begründung, daß sie schließlich kein Unmensch ist, was wiederum dazu dient, daß Frau Rose sie sympathisch findet. Falls Möbius nämlich in ein staatliches Sanatorium eingewiesen würde, würde er eine Gefahr für die Anstaltsleiterin darstellen. Die Irrenärztin ist verlogen, denn dem Inspektor gegenüber spricht sie von Schwester Monika als ihre beste und liebste Pflegerin, durch deren Ermordung ihr medizinischer Ruf ruiniert wird. Als der Inspektor nach dem zweiten Mord vorschlägt, daß starke Pfleger die Anstalt bewachen sollen, sträubt sich die Psychiaterin zunächst dagegen mit der Begründung, daß man die Mörder nicht einsperren kann, bevor sie morden. Pfleger könnten nämlich ihren Plan durchkreuzen, da Möbius dann keine ihrer Schwestern ermorden und somit nicht in ihrer Gewalt bleiben kann. Sie versucht den Inspektor auf eine falsche Fährte zu locken, indem sie ihm die Theorie erzählt, daß die radioaktiven Stoffe, mit denen alle drei Physiker experimentierten, Veränderungen in deren Gehirn verursachen könnten. In Wahrheit weiß sie aber ganz genau, wer die Physiker sind, und daß keiner der drei verrückt ist. Später hat sie die Pfleger auf ihre Seite gezogen und dazu gebracht, nach ihren Befehlen zu handeln.
Am Ende spricht die Anstaltsleiterin alleine mit den Physikern und dreht völlig durch, schwafelt von König Salomo, der ihr an einem Sommerabend erschienen sei und ihr durch sein Kommen den Befehl gegeben habe, Möbius abzusetzen und sich zur Weltmacht zu ernennen. Nach ihrer “Ekstase” läßt die widerwärtige Psychiaterin die Physiker, die ihr überhaupt die Möglichkeit gegeben haben ihren Trust aufzubauen, links liegen und startet ihr Weltunternehmen.
Dürrenmatt vergleicht Dr. h.c. Dr. med. Mathilde von Zahnd mit machtgierigen Politikern und zeigt somit die Gefährdung der Welt, wenn zuviel Wissen in falsche Hände gerät und dem Zufall überlassen bleibt.
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 26.03.2006, 08:25
Literarische Charakteristik
Ziel:
Erfassung und Darstellung einer literarischen Figur in ihrer Eigenart und Funktion innerhalb eines dichterischen Werkes.
Techniken der mittelbaren und unmittelbaren Figurendarstellung in Roman und Drama:
- Aussagen der Figur über sich selbst und andere, charakteristische Handlungen und Verhaltensweisen, Sprechweise, Gestik und Mimik
- Aussagen anderen Figuren über die zu charakterisierende Figur
- Kommentare des Erzählers über Wesen und Eigenschaften der Figur
Gesichtspunkte zur Kennzeichnung einer literarischen Figur:
- Äußeres Erscheinungsbild
- Ausdrucksmerkmale (Stimme, Gestik, Mimik, Haltung, Gang)
- Sprache (Sprachebene, Wortwahl, Satzbau)
- Verhalten in typischen Situationen
- Einstellungen, Haltungen, Ideale, Vorbilder
- Verhalten anderer Figuren gegenüber der charakterisierten Figur
- Regieanweisungen (im Drama)
- Umweltbezüge (Herkunft, Milieu, Schicht)
Eine bloße Aufzählung der Wesensmerkmale reicht nicht aus. Die Ergebnisse sind zu gewichten und in den Kontext des Werkes zu stellen.
Hilfreiche Fragen:
- Stellt der Autor eine Wandlung oder Entwicklung der Figur dar?
- Welche inneren und äußeren Konflikte werden thematisiert?
- Stellt der Autor die Figur als individuellen Charakter dar oder als typischen Vertreter, z.B.: einer bestimmten Grundeinstellung/ Zeit o.ä. ?
- Gibt es einen Zusammenhang mit der Entstehungszeit des Werkes mit dem Leben des Autors oder anderen literarischen Themen und Figuren?
- Worin liegt die Wirkungsabsicht des Autors?
- Ist seine Figur eine Identifikationsfigur oder eine Negativfigur?
Mögliche Aufbauprinzipien:
- Von außen nach innen
- Von Einzelbeobachtungen zum Gesamteindruck
- Vom hervorstechendem Merkmal zur Persöhnlichkeitsstruktur
- Von inneren Lebenskreisen (Familie) nach außen (Beruf)
- Abgrenzung von einer Parallel- oder Kontrastfigur
- Chronologische Darstellung einer Entwicklung
Zur Darstellungsform:
- Alle wesentlichen Aussagen sind durch Begründungen, Textbelegen und Zitaten der Kernstellen abzusichern
- Zitate oder indirekt wiedergegebene Textstellen sind mit dem darstellenden Text zu verknüpfen
- Zeitform ist das Präsens
Vorgehen:
- Genaues Lesen mit Kennzeichnung wichtiger Textstellen
- Stichwortartige Stoffsammlung
- Gliederung
Aufbau:
1. Einleitung
(= Hinführung zum Untersuchungsgegenstand)
- Verfasser, Titel und Entstehungszeit des Werkes
- Schauplätze und zeitlicher Rahmen
- Informationen über die Handlung (in ihrer Relevanz für das Charakterbild)
- Abschluss mit der Themenfrage
2. Hauptteil
(= Thesenartige Kennzeichen der Figur und ihre Bedeutung im Werk)
- s.o. „Gesichtspunkte“
3. Schluss
(= Zusammenfassung der Ergebnisse)
- Zusammenfassende Beurteilung der Figur
- Vergleich mit anderen Figuren im selben oder in einem vergleichbarem Werk
- Persönliche Stellungsnahme (begründet)
Quelle: Deutsch Schulheft :) und http://Klasse10c.cabanova.de
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 26.03.2006, 11:57
Ebenfalls keine allzu schlechte von Mathilda von Zahnd:
Gliederung
A) Mathilde von Zahnd spielt eine der Hauptrollen in Friedrich Dürrenmatts Tragikomödie „Die Physiker“.
B) Charakteristik der Mathilde von Zahnd
I. Äußere Erscheinung
a) Aussehen
b) Herkunft
c) soziale Stellung
II. Wesen
a) Umgang mit Menschen
b) Charakter
C) Die Verantwortung der Wissenschaftler ist ein im 20. Jahrhundert vielfach behandeltes Thema.
Friedrich Dürrenmatt ist einer der bedeutendsten Theaterdichter des 20. Jahrhunderts. Eine berühmte Tragikkomödie von ihm ist „Die Physiker“, in der Fräulein Mathilde von Zahnd eine Hauptrolle spielt.
Mathilde von Zahnd ist Irrenärztin in ihrem privaten Sanatorium „Les Cerisiers“ irgendwo in der Schweiz. Sie ist eine etwa 55-jährige „bucklige Jungfer“ (S. 12), also unverheiratet und kinderlos. Gemäß ihres Berufs ist sie stets mit einem weißen Ärztekittel und einem Stethoskop bekleidet (S. 12, 24).
Das Fräulein Doktor ist der „letzte nennenswerte Sproß“ einer „mächtigen autochthonen Familie“ (S. 12). Sie ist die einzige Tochter des Geheimrates August von Zahnd, eines Wirtschaftführers (S. 24), der sein Kind „hasste (...) wie die Pest“ (S. 24). Außerdem ist sie die Enkelin des Generalfeldmarschalls Leonidas von Zahnd (S. 26) und die Nichte des Kanzlers Joachim von Zahnd (S. 24). Somit entstammt sie einer gut-bürgerlichen, wohlsituierten Familie, deren Mitglieder alle angesehene, höhere Positionen innehatten. Sämtliche Angehörige ihrer Familie sind verrückt (S.28 / 29), so dass es verwunderlich wäre, wenn sie selbst „normal“ sei, wie sie behauptet.
Dadurch, dass reiche Patienten sie beerben (S. 28 ), für die Behandlung „horrende Preise“ bezahlen müssen (S. 12) und sie Alleinerbin einer namhaften Familie ist (S. 29), besitzt sie Unsummen an Geld und hatte damit die Gelegenheit, die Villa, den ehemaligen Zahndschen Sommersitz, in ein „Irrenhaus“ umzubauen. Dort sind jetzt „vertrottelte Aristokraten, arteriosklerotische Politiker (...), debile Millionäre, schizophrene Schriftsteller, manisch-depressive Großindustrielle usw., kurz die ganze geistig verwirrte Elite des halben Abendlandes“ (S. 12) untergebracht. Diese prominenten Patienten verdankt sie nicht nur ihrer mächtigen „autochthonen Familie“ (S. 12), sondern auch ihrem Ruf als Philanthrop, also als Menschenfreund (S. 12). Sie ist Psychiater von Weltruf (S. 12): „Ihr Briefwechsel mit C. G. Jung (einem bedeutenden Tiefenpsychologen) ist eben erschienen“ (S. 12). Dementsprechend hat sie auch eine große Berufserfahrung und hält sich selbst für unfehlbar (S. 27).
Fräulein Mathilde von Zahnd ist schwer zu charakterisieren, da sie sich, je nach szenischer Situation, den Gegebenheiten anpasst. Sie ist also im negativen Sinn anpassungsfähig. Gegenüber ihren Angestellten verhält sie sich autoritär, gibt knapp und herrisch Anweisungen und duldet keine Widerrede (S. 30). In ihrem Gespräch mit dem Inspektor im ersten Akt zeigt sich die „Irrenärztin“ selbstbewusst, versucht sich jedoch bei ihm beliebt zu machen, indem sie ihm das Trinken von Kognak und das Rauchen erlaubt, obwohl es eigentlich verboten ist. Sie verbessert den Inspektor jedes Mal, dass er nicht von Mörder und Mord, sondern - nicht wertend - von Täter und Unglücksfall reden solle (S. 24 f.). Im zweiten Akt geht sie jedoch dazu über, selbst wertend, den Inspektor zu beeinflussen. Sie spricht von den Physikern als Mörder und belastet diese verbal. Fräulein von Zahnd hat jedoch auch ein großes Einfühlungsvermögen, ist sehr freundlich und überaus höflich. Dies wird in der Szene mit der Familie Rose deutlich. Mit fast schon übertriebener Freundlichkeit macht die „Irrenärztin“ Frau Rose klar, dass „das Leben (...) weiterzublühen“ habe (S. 31). Oder etwas später sagt sie schmeichlerisch: „Prächtige Buben, (...) Sie dürfen mit Vertrauen in die Zukunft blicken“ (S. 32). Das Fräulein Doktor findet genau die tröstenden und bestärkenden Worte, auf die Frau Rose wartet, und bestätigt, dass ihre Heirat die richtige Entscheidung war (S. 35).
In der Szene, in der sie den drei Physikern ihre Pläne mit der Weltformel offenbart, kommt jedoch Fräulein von Zahnds wahrer Charakter zum Ausdruck. Sie scheint die einzige Verrückte zu sein, obwohl sie von sich sagt, sie wäre normal, da sie sich für die „Auserwählte Salomons“ hält (S. 82). Sie hat von Anfang an die drei Physiker durchschaut, die bei ihr in der Irrenanstalt in Behandlung sind. Sie erkannte, dass Möbius im Besitz der Weltformel ist und Newton alias Kilton und Einstein alias Eisler Geheimagenten aus Ost und West sind, die Möbius für ihre Seite gewinnen wollen. Die Irrenärztin „betäubte (Möbius), jahrelang, immer wieder, und photokopierte die Aufzeichnungen Salomos, bis (sie) auch die letzten Seiten besaß“ (S. 82). Möbius vernichtete also vergebens seine Unterlagen. Mathilde von Zahnd hat im Prinzip wohl Minderwertigkeitskomplexe, da alle Angehörigen ihrer Familie mächtig, berühmt und einflussreich sind. Sie ist jedoch „unfruchtbar, nur noch zur Nächstenliebe geeignet“ (S. 85). Deshalb versucht sie, skrupellos und egoistisch alle Macht über die Welt an sich zu reißen (S. 84 f.). Ihr „Trust (sollte) herrschen, die Länder, die Kontinente erobern, das Sonnensystem ausbeuten, nach dem Andromedanebel fahren“ (S. 85), so sagt sie.
Friedrich Dürrenmatt will in seinem Drama auf die Gefahr der Wissenschaftler hinweisen, von politischen Mächten ausgenützt zu werden. Dies ist ein Thema, das im 20. Jahrhundert vielfach diskutiert und auch von anderen Schriftstellern wie zum Beispiel Bert Brecht in seinem Stück „Das Leben des Galileo Galilei“ behandelt wurde.
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 26.03.2006, 12:06
Sollte unsere Deutschlehrerin wider erwarten NICHT über die Oberärztin eine Charakterisiserung verlangen, hier die restlichene etwas kürzer:
Johann Wilhelm Möbius
Johann Wilhelm Möbius ist einer der zentralen Personen in dem Stück. Er ist ein 40 jähriger Mann (S.30), der sich schon seit 15 Jahren im Irrenhaus befindet. (S. 25) Er wird zunächst als verrückter dargestellt, es stellt sich aber heraus, dass er ein genialer Physiker ist, der ins Irrenhaus flüchtete, um seine Entdeckung zu schützen.
Seinen ersten Auftritt hat Möbius, als ihn seine Ex-Frau mit ihrem neuen Mann und seinen Kindern, besucht. Seine Frau lernte er mit 15 Jahren, als Waisenbub kennen und heiratete sie mit 20. (S. 29) Sie ermöglichte ihm das Abitur, nach welchem er anfing Physik zu studieren und kurz bevor seine Professur in Aussicht stand, wurde er krank. (S.29)
Der hochgradig geniale Wissenschaftler hat phänomenale Entdeckungen gemacht, die die ganze Wissenschaft revolutionieren und denjenigen, die sie kennen, sehr große Macht versprechen wird. Macht, die auch zum töten verwendet werden könnte. Als Wissenschaftler sieht er bei sich einen Großteil der Verantwortung für seine Entdeckungen. Er bezeichnet sich selbst und alle anderen Wissenschaftler als "Bestien", die nicht auf die Menschheit losgelassen werden dürfen. Er meint damit, dass die Menschen noch nicht reif für die Entdeckungen sind, die die Wissenschaft hervorbringt, sie könnten nicht damit umgehen. Er hat Angst, was die Menschen mit dieser Technik anstellen könnten und sorgt sich darum, dass dieses Wissen in die falschen Hände geraten könnte, deshalb ging er freiwillig ins Irrenhaus.
Dadurch will er erreichen, dass keiner seine Entdeckungen ernstnimmt und niemand Nutzen daraus ziehen kann. Er gibt vor, dass seine Einfälle ihm von der Erscheinung König Salomos "zugeflüstert" werden und legt ab und an ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag, um seiner Verrücktheit Ausdruck zu verleihen. Ein Beispiel ist, dass Möbius seiner Familie einen Tobsuchtsanfall vorspielt, damit sie ihn mit ruhigem Gewissen verlässt. "Meine Familie kann mich nun mit gutem Gewissen vergessen." (S. 37)
Nach dieser human scheinenden Tat, bringt Möbius die Krankenschwester Monika um, die ihm zuvor ihre Liebe gestanden hatte. Der Zuschauer erfährt die Absicht dieses Mordes und auch Möbius eigentlichen Charakter erst im 2. Akt. Er scheint eine Art Märtyrer für die Welt zu sein, ist es aber im Endeffekt doch nicht, da er die Verantwortung auf sich allein nimmt und anstatt die Menschheit zu belehren, die Menschheit hintergeht.
Am Ende wird dies besonders deutlich, da Möbius trotz Flucht ins Irrenhaus, Aufgabe aller geliebten Sachen (Leben, Familie, Monika) und Überzeugung der beiden anderen Physiker von der Realität wieder eingeholt wird: Die Doktorin hat seine Entdeckungen entwendet und will sie nun zum Weltmachtstreben benutzen.
Möbius und seine beiden Kollegen können nichts dagegen tun, da sie Gefangene in Ihrem eigens gewählten Gefängnis sind und so die Chance verpasst haben die Menschheit zu belehren.
Fräulein Doktor Mathilde von Zahnd
Sie ist zu Anfang des Stückes eine typische Ärztin. Sie ist 55 und bucklig (S. 20) und verhält sich, wie man es von einer Ärztin gewohnt ist. Kümmert sich um Ihre Patienten (beruhigt Einstein indem sie ihn mit dem Klavier begleitet),redet liebevoll über sie (S. 21) und legt Wert auf ihren ärztlichen Ruf. (S. 48)
Ebenfalls kommt sie einem sehr menschlich und nett vor, so hat sie großes Verständnis für Frau Roses neue Heirat und auch dem Abschiednehmen willigt sie großzügig ein, trotz ärztlicher Bedenken. (S. 27)
Allerdings gibt es schon einige Male Andeutungen im Buch, dass nicht alles so in Ordnung ist, mit der Doktorin. So sagt sie schon zu Beginn: "Für wen sich meine Patienten halten, bestimme ich. Ich kenne sie weitaus besser, als sie sich selbst kennen." (S. 21)
Hier ist schon eine Vorrausdeutung auf das Ende des Buches, die man allerdings nur verstehen kann, wenn man das Buch kennt: Sie hat das Spiel der Physiker durchschaut.
Auch der Hinweis auf König Salomo, an den die Doktorin tatsächlich glaubt und nicht wie Möbius nur als Tarnung benutzt, fällt bereits im Laufe des Buches. (S. 50) Doch die Doktorin schafft es immer wieder, in ihre Rolle reinzufinden.
In der letzten Szene fällt jedoch ihre "Maske" und es wird die machtgierige Psychopatin deutlich, die sie eigentlich ist.
Sie hat keine Skrupel, die Forschungsergebnisse für ihre Ziele und zum Verderben der Menschheit zu nutzen.
Durch ihr anfängliches nettes und sympathisches Erscheinen wirkt sie auf einmal, wie eine grausame "Bestie", was auch durch ihre Buckligkeit symbolisiert wird. Es scheint fast so, als sei sie übermenschlich und könnte es mit jedem aufnehmen. Dies ist in der Tat so, sie nimmt es mit der gesamten Menschheit auf und niemand kann sie daran hindern.
Newton/Einstein
Einsteins wirklicher Name ist Joseph Eisler (Entdecker des Eisler-Effekts), der östliche Geheimagent und er ist unter dem Namen Ernst Heinrich Ernesti eingeschrieben. Er gibt vor, sich für Einstein zu halten. Newtons wirklicher Name ist Kilton (Alec Jasper Kilton, der Begründer der Entsprechungslehre), der westliche Geheimagent, im Sanatorium ist er unter dem Namen Herbert Georg Beutler eingeschrieben. Etwas kompliziert ist allerdings seine vorgetäuschte eigene Identitätsempfindung: er gibt vor Newton zu sein, erzählt aber jedem, dass er in Wirklichkeit Einstein sei. Von Frl. Dr. von Zahnd erfährt der Leser (und gleichzeitig auch der Inspektor), dass sich Kilton "in Wirklichkeit" aber doch für den berühmten Physiker Newton hält. Sein äußerliches Erscheinungsbild soll wohl dem des echten Newton gleichen, zumindest nahe kommen, also der Kleidungsstil des 18. Jahrhunderts. Den Mord an den ihnen jeweils zugeteilten Krankenschwestern begehen sie aus der Gefahr heraus, dass diese sie erkannt hätten und ihre Tarnung hätten auffliegen lassen können. Hier handeln sie, wie sie es selbst ausdrücken, auf Befehl. Newtons Auftrag ist es, genauso wie Einsteins, den wahren genialen Physiker Möbius für sich zu gewinnen und ihn für seine Gesellschaft arbeiten zu lassen. Hier steht Newton in direkter Konkurrenz zu Einstein, der seinerseits das östliche Gesellschaftssystem vertritt, Newton ist daher der Repräsentant des westlichen Gesellschaftssystems (in Ahnlehnung an die Ideologie der realen Personen Newton und Einstein). Newtons Auffassung von der moralischen Verpflichtung eines Wissenschaftlers ist dessen vollkommene Freiheit, also die vollkommene Enthebung von der Verantwortung des Wissenschaftlers und seinen Erkenntnissen gegenüber der Menschheit. Diese trägt seiner Auffassung nach die Verantwortung für die Behandlung seiner Erkenntnisse und die Folgen. Einsteins moralische Auffassung dagegen ist es, die Physik im Namen der Machtpolitik eines bestimmten Landes zu verpflichten.
Richard Voß
Der Kriminalinspektor ist beauftragt, die beiden Morde (innerhalb von 3 Monaten) aufzuklären. Der Tathergang erfolgt auf den Fuß, aber Voß kann nichts unternehmen, da diese ja von Irren ausgeführt worden sind und diese ohnehin schon im Irrenhaus hinter Gittern eingesperrt sind. Er ersetzt das weibliche Personal durch ehemalige Boxweltmeister (das ist alles, was er tun kann). Der Inspektor ist die Person, welche die Handlung vorantreibt, auch wenn er auf die Ereignisse selbst keinen Einfluss hat.
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 26.03.2006, 21:32
Ich hoff mal das das Frl.Doktor drankommt :-)
Dann wirds ein leichtes ;-)
hmmm....aber was würde ich dann die letzen drei stunden machen wenn ich mit abschreiben fertig bin ? :-D
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 27.03.2006, 13:10
Nun könnt ihr mal besprechen wie es war und deshalb gehört es nicht mehr in "Unterrichtsvorbereitung"
*schieb in AKTUELL*
LiZZiX hat folgendes geschrieben: Ich hoff mal das das Frl.Doktor drankommt :-)
Dann wirds ein leichtes ;-)
Tja, Pech gehabt. Ich könnte heulen *schnief* *heul*
Ich hab sogar noch was über die Mathilde geschrieben, eigentlich min. 2 Argumente... *seufz*... => halbe Themaverfehlung, war so auf die von Zahnd eingeschossen...
LiZZiX hat folgendes geschrieben:
hmmm....aber was würde ich dann die letzen drei stunden machen wenn ich mit abschreiben fertig bin ? :-D
Cheater haben kleine Titten! :P :roll:
Aber es hat dir ja nichts genützt :)
mfg,
Fr33styla
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 27.03.2006, 17:54
ja leider...*heul*
Egal ich habs trotzdem ganz gut hinbekommen...mit ner 4 bin ich zufrieden mehr will ich gar net,,,;-)
Aber was solls... wir ham jetz die Poppe noch 13 Stunden in der Woche des wird hart genug...
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 12:49
LiZZiX hat folgendes geschrieben: ja leider...*heul*
Egal ich habs trotzdem ganz gut hinbekommen...mit ner 4 bin ich zufrieden mehr will ich gar net,,,;-)
Aber was solls... wir ham jetz die Poppe noch 13 Stunden in der Woche des wird hart genug...
12!
Und das nur vielleicht. Vielleicht kommen wir ja zur Frau Handschuh oder zu der anderen, kA wer das war...
mfg
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 28.03.2006, 16:39
Ja kann sein. Nur werden ham wir se trotzdem dauernd in unsrer Gegend, Allein des is schon ätzend genug....
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 16:40
LiZZiX hat folgendes geschrieben: Ja kann sein. Nur werden ham wir se trotzdem dauernd in unsrer Gegend, Allein des is schon ätzend genug....
Ich weiß nicht... vielleicht (oder wahrscheinlich) werden wir doch in Klassenzimmer aufgeteilt...
mfg
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 28.03.2006, 16:43
Stimmt... oh mann ich will auf jedenfall mit euch in eins der Klassenzimmer wo die die Poppe ganz sicher net is
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 16:44
LiZZiX hat folgendes geschrieben: Stimmt... oh mann ich will auf jedenfall mit euch in eins der Klassenzimmer wo die die Poppe ganz sicher net is
Kann das sein, dass du gegen die Nicht-Mathilde-von-Zahnd-nehmende Deutschlehrerin etwas hast? :?
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 28.03.2006, 16:46
Schon möglich :twisted:
Wir hatten se die Woche ja jetz schon oft genug...und des mit Heute war ja wohl mehr als ne Frechheit
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 16:47
LiZZiX hat folgendes geschrieben: Schon möglich :twisted:
Wir hatten se die Woche ja jetz schon oft genug...und des mit Heute war ja wohl mehr als ne Frechheit
:-)
Mal was anderes, auch wenn es hier nicht dazugehört: Kann es sein, dass deine Sig nicht immer automatisch hinzugefügt wird?
Was haben wir eigentlich am Freitag für Fächer?
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 28.03.2006, 16:49
ja stimmt werd ich mal ändern dann schnell :-D
Freitag? 2x Wollek , Gschichte, Mathe( glaub ich) , Reli, noch irgendwas
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 16:51
LiZZiX hat folgendes geschrieben: noch irgendwas
Auf das will ich hinaus. Latein nciht, Deutsch nicht, Englisch Nicht...
edit by me: Physik???
Re: Deutsch-Schuli
LiZZiX - 28.03.2006, 16:52
ja Physik 5.Stunde
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 28.03.2006, 18:11
Mach mal hier vorübergehend dicht, öffne es wieder, wenn wir die Schuli bekommen...
Re: Deutsch-Schuli
°^°staanze - 29.03.2006, 14:03
jetzt beschwerd euch mal nicht über die poppe nur weil sie vielleicht euer wunsch thema nciht genommen hat ansonsten können wir echt froh sein so ne deutsch lehrerein zu haben ich sag nur karbabbl letztes jahr
Re: Deutsch-Schuli
Fr33styla - 29.03.2006, 18:03
°^°staanze hat folgendes geschrieben: jetzt beschwerd euch mal nicht über die poppe nur weil sie vielleicht euer wunsch thema nciht genommen hat
Also deswegen hab ich garantiret nichts gegen sie. Woher sollte sie denn das wissen? Ich hab eigentlich nciht wirklich was gegen sie, eingentlich überhaupt nichts, finde nur, dass sie Deutsch zu wichtig nimmt, bzw. die Hausaufgaben zu lang sind... aber so was ist ja für dich kein Problem... :roll:
°^°staanze hat folgendes geschrieben: ansonsten können wir echt froh sein so ne deutsch lehrerein zu haben ich sag nur karbabbl letztes jahr
Die fand ich nicht schlecht. Aber die Poppe ist schon in Ordnung.
Und da ich vergessen habe hier wirklich dicht zu machen:
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