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Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 31.05.2008, 20:17Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Ooc: Bis jetzt hatte ich ja eher das Thema nur angeschnitten und in der Gilde nicht wirklich ausgespielt. Cecilia verändert sich im moment... und ich will daran auch nicht wirklich etwas ändern, oder es verhindern. Aber es könnt eine schöne Geschichte werden, also hab ich auf bitte von Kagi mal den Thread eröffnet, der mit den beiden Tagebucheinträgen aus dem Forum beginnen.
Und dazu kleine Geschichtliche Textabschnitte was sonst noch passiert. Da man das ja in dem Tagebuchthread nicht wirklich dazu schreiben kann, und im Spiel auch nicht so ganz.
Ím Spiel kann Cecilia oder Elmyra jederzeit darauf angesprochen werden, aber ein Geschichtenrp in diesen Thread, ist eigentlich nicht wirklich beabsichtigt. Könnte sich aber ändern, deshalb Kommentare zu der Geschichte bitte weg lassen, und fals ein Part kommt wo auch der Rest mitmachen soll/kann/darf, werd ich es erwähnen.
Anmerkung fürs Nachtwachen-Rpforum:
Hab alles von anfang an nur aus unsrem Gildenforum kopiert und hier rein. Da ich Torr immer gern frag, wie er meine Tagebucheinträge findet, dacht ich, ich schreib die Geschichte hier auch noch mit rein zum Lesen für alle. Wo man es im öffentlichen Forum rein schreiben könnte, wüsst ich jetzt nicht.
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*Die Tinte dieses Eintrages, scheint mit etwas Arkanen Staub gemischt worden zu sein, den sie strahlen leicht magische schwingungen aus und glitzern etwas.*
Liebes Tagebuch,
oder nein.. eigentlich ist es ja kein Tagebucheintrag... noch nie hatte ich es nötig gehabt ein Tagebuch zu führen. Auch wenn ich recht Alt bin, arbeitet mein Kopf noch einwandfrei und.. ich glaube ich schweife ab.. was wollte ich nochmal schreiben? So ein Tagebuch als Merk- und Notizbuch, wäre doch nicht so übel.. ach ja!
Bevor ich mit meinen Sorgen anfange, will ich euch.. oder dir? (Wie nennt man so ein Tagebuch?) von den mehr oder weniger guten Dingen berichten.
Der Convent bekommt ganz langsam aber sicher, immer mehr neue Schüler. Das freut mich wirklich. Vor allem da die meisten eigentlich sehr nett und zuvorkommend sind. Unsere Gnome freuen sich nicht "ganz so sehr" wie der Rest von uns. Schließlich waren die ganzen Neuen alles Nichtgnome, und die ehemalige Mehrheit der Gnome, is auf einen etwas eher.. kleineren Teil geschrumpft. Aber wichtig ist ja im Endeffekt nur, dass wir uns alle gut verstehen und zusammen halten.
Vor allem der Zusammenhalt wird im moment auf eine pikante Probe gestellt... Noch immer bedroht jemand unbekanntes unsere Gemeinschaft, und verlangt vor allem ausgerechnet die gefährlichsten Objekte unserer Artefaktensammlung als Pfand dafür, dass er uns nicht unser Gildenheim in die Luft jagt... Wenn ich jemals diesen unverschähmten jungen Mann erwische, vergesse ich meine guten Manieren und verarbeite ihn zu Staub!
Ganz ruhig.. ich muss an meinen Blutdruck denken.. Nun gut.
Vor kurzem erschien eine etwas.. "freche" junge Frau bei uns. Sie behauptete, sie wüsste, wer hinter der Erpressung stecken würde. Als gegenleistung, sollen aber vor allem die Erfahrenen Mitglieder unter uns, ihr bei einer Beschwörung eines Einmalorakels helfen.
Besser gesagt.. sie will zumindest anwesend sein... Sie hatte eher durch zufall von dem Orakel erfahren und eigentlich ist ja unsere kleine Inuma sehr begierigt darauf, diese Beschwörung durch zu führen. Auf jeden fall... sind ein paar von uns sich untereinander uneinig, ob wir diese Beschwörung durchführen sollten, oder nicht.
Schließlich sollten bei dem Ritual, drei Drachenseelen in Form von Seelensplitter geopfert werden.. Von einem Blauen, einen Roten, und einen Schwarzen. Jetzt sind verständlicherweise, einige auf die Barrikade gegangen und wollen nicht für ein Orakel, dass eh nur eine einzige Frage 100% beantworten kann, gleich drei Drachenseelen Opfern.. und dann noch zwei von Schwärmen, die nicht einmal Feindlich gesinnt sind.
Hach ja... vielleicht gibt es alternativen. Ich wäre auf jeden Fall für die Beschwörung.. es tut mir natürlich leid um die Drachen.. aber das Wohl unserer Gemeinschaft, und der Schutz der von uns verwahrten Artefakte, ist mir mehr wert, als die drei Seelen.. so schmerzlich das auch ist.
Vielleicht fällt uns da noch etwas ein..
Tja und dann hab ich noch eine Sorge liebes Tagebuch.. unsere Gildenwächterin Cecilia. Sie war schon so eigenartig, als sie ständig mit ihren Abenteuerfreunden, oder der Dämmerung immer wieder Ausflüge in diese schwebende Zitadelle unternommen hatte...
Danach hatte sie wohl so etwas, wie eine Glaubenskriese.. ich kann es dir nicht sagen Tagebuch, sie ist in dieser hinsicht im gegensatz zu damals, sehr Wortkarg geworden. Auch wenn sie behauptet, es sei alles in Ordnung... das ist es nicht.
Ihre Gemeinschaft hatte sogar vor einigen Tagen einen großen Sieg errungen. Den Lich selbst haben sie in die Knie gezwungen und dem gegeißelten Land endlich seine Erlösung gebracht, dass ihn so lange verwehrt blieb.
Cecilia hätte sich freuen müssen... ihr ganzes Leben hatte sie bis jetzt nur auf dieses eine Ziel ausgerichtet, und jetzt wo es erreicht ist... scheint sie sich nicht einmal richtig darüber zu freuen. Und ich glaube, sie wandert sogar jetzt immer wieder mal durch diese leeren, verfluchten Hallen. Und ich befürchte.. sie hatte bei ihren letzten Besuch etwas von dort mit gebracht, dass sie lieber dort gelassen hätte.. vergessen von der Welt und ohne das es dadurch Schaden anrichten könnte.
Eine eisige Kälte schien einmal durch unsere Feste zu wandern, seitdem habe ich unsere Wächterin auch nicht mehr gesehen... Ich hoffe beim besten Willen, sie weiß im moment was sie tut und stürzt uns oder sich nicht in große schwierigkeiten.
Ich werde mich etwas umhören.. vielleicht haben die Zwerge die Tage etwas an ihr oder ihrer Umgebung beobachten können. Bis dahin wertes Tagebuch... alles gute sagt man da nicht? Ich sollte dich nur an einen Platz hin stellen, wo ich dich auch wieder finde und dich nicht vergesse.
Elmyra Belldan
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Die Magierin schloss das kleine Buch und legte es an einer der Ecken von ihren großen Schreibtisch in ihren Zimmer. Grübelnd blickte sie in die Dunkelheit die sie umgab. Nur der schein einer bläulich leuchtenden Kerze, erhellte den Raum mit seinen kalten Licht.
Etwas stimmte nicht... Mit einen Seufzen Teleportierte sie sich nach Theramore, Gnipitz wollte unbedingt mit ihr reden..
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*Ein paar Tage später..
Grübelnd saß die Paladine vor ihren kleinen Buch und starrte dabei mit ihren Eisblauen Augen auf eine Kerze bei ihr am Tisch, die als einzige Lichtquelle die kleine Steinkammer unter der Wildhammerfeste erhellte. Kurz tauchte sie eine Schreibfeder in ein Tintenfässchen und fing dann mit schreiben an.*
Liebes Tagebuch,
viel hat sich ereignet seit ich dich das letzte mal in Händen hielt. Ich will dir keine großen Jammertriaden erzählen, weil das würde nichts an dem ändern, was bis jetzt passiert ist.. oder noch passieren wird.
Auf jeden Fall... habe ich einen Punkt in meinen Leben erreicht, an den es Zeit wird sich zu entscheiden.. und einiges zu verändern.
Mein Lebensziel ist erreicht.. Naxxramas wurde von oben bis unten von seiner Verseuchten Plage befreit... auch wenn ich an diesen Abend nicht anwesend war... ein bischen stimmt es mich traurig wenn ich ehrlich bin. Aber manche Verpflichtungen kann man einfach nicht bei Seite schieben...
Zu gerne hätte ich Kael´Thuzad persönlich gesehen.. und ihn dabei einen ordentlichen Exorzismus verpasst. Dafür hab ich Sapphiron sehen dürfen..
Und die Begegnung hatte mich nachhaltig sehr verändert..
Liebes Tagebuch wofür kämpfen wir eigentlich immer wieder aufs neue? Versuchen uns ein zu reden, dass das Licht, die Naaru, Elune oder sonstige Schatten oder Götter uns begleiten, uns zur Seite stehen, uns helfen.. nur um immer wieder aufs neue fest zu stellen. Das all dein tun und schaffen, nichts weiter war als ein Tropfen auf den Heißen Stein.
Sicher.. früher oder später kann auch dieser eine Tropfen den Stein aushöhlen. Es dauert nur seine Zeit.. doch ist Zeit genau das, was wir Sterblichen Völker nicht haben.. die Untoten und Dämonen dafür um so mehr...
Ich erkenne mich selbst nicht wieder wenn ich in den Spiegel sehe.. eine Zeit lang ließ ich mich hängen.. dann, auf guten Zuspruch vieler guter Freunde, habe ich versucht mich wieder auf zu richten und voran zu kommen... aber ich tue es einfach nicht..
Aber.. ich sollte nicht so viel meinen Gedanken und Grübeleien Nachhängen... es tut mir nicht gut..
Merkwürdigerweise tut genau der Ort, den ich so Fanatisch säubern wollte, genau die Beruhigung bescheeren, die ich nirgendwo sonst mehr finde...
In der Zitadelle ist es gar nicht mal so kalt wie es einen Anfangs vorkommt. Und die Magischen Portale an der Spitze, die zu Sapphiron und Kael führen... singen ein wirklich sehr schönes Lied wenn alle vier geöffnet sind. Manchmal sitz ich einfach nur Stundenlang an einen Fleck und hör ihnen zu...
Vor ein paar Tagen habe ich dann etwas eigenartiges beobachten können... naja beobachten weniger.
Ich hatte das Gefühl, dass jemand oder etwas nach mir gerufen hatte.. oder vielleicht auch nur nach irgend jemanden in der Nähe.. Ich habe Sapphirons riesige Eiskammer betreten und mich dort etwas genauer umgesehen. Nach einer weile habe ich so etwas wie eine alte Rüstung gefunden. Im ersten moment nicht wirklich ungewöhnlich.. hier liegen noch sehr viele Überreste alter Kammeraden oder anderer ehemaligen Helden herum.
Diese Reste unterschieden sich aber vor allem in ihrer.. Aura von all den anderen.
Vor allem ältere Rüstungen, verderben nach einer Weile in dieser Umgebung. Mit Hilfe gewisser Komponenten ist es der Dämmerung aber möglich, diese Objekte von der Verderbniss zu reinigen. So konnten schon sehr viele seltene und Mächtige Rüstungen im Laufe der Zeit von hier gerettet werden.
Naja.. diese hier ist anders... ich kanns schlecht beschreiben. Die "normale" Besudelung, die sonst auch auf den anderen Rüstungen zu finden war, trifft hier nicht wirklich zu.. aber sie ist eindeutig "nicht" ohne Makel.
Mit Hilfe der Dämmerung hatte ich mich nochmal vergewissert, dass auch keine Gefahr davon ausgehen kann... dann habe ich die Reste mitsamt einen Schwert, dass auch dort in der Nähe war, mit genommen zum Convent. Eigentlich weiß ich, dass es nicht richtig war... ich werde sie wohl auch bald woanders hin schaffen. Aber irgendwie... konnte ich mich nicht mehr davon trennen. Ich wollte sie unbedingt mitnehmen.. warum auch immer.
Genauere Untersuchungen ergaben nicht wirklich viel.. außer das ich komischerweise besser zu schlafen scheine als vorher... könnt aber auch einbildung sein. Warscheinlich genauso wie die Stimme die mich seit Naxxramas begleitet.
Das einzige wo ich noch genauer untersuchen könnte, was die Magischen Runen auf der Rüstung bedeuten. Sie erinnern mich an die, wo in der Regel die Magier in ihren Zaubersprüchen nutzen. Mehr würde mir nicht wirklich einfallen.. außer das Anprobieren... vielleicht probiere ich das, wenn mir sonst nichts mehr einfällt...
Bei gelegenheit schreibe ich dir wieder Tagebuch... über dieses Rätsel, habe ich noch ein bischen zu grübeln.
***** ***** *****
Cecilia schob das Buch auf Seite, lehnte sich in ihren Stuhl zurück und betrachtete nochmal lange die Rüstung etwas schräg ihr gegenüber. Daneben an der Wand, hatte sie das Schwert gelehnt. Eindeutig ein Zweihänder, ebenfals mit diversen magischen Runen bestickt.
Vielleicht würden ja ein paar der Bücher aus der großen Bibliothek ihr weiterhelfen... Ein leichter, kalter Lufthauch schien durch das Zimmer zu wehen.. aber die Flamme der Kerze flackerte kein einziges mal.
Die Paladin sah neben sich, wo sie den Ursprung glaubte und Konzentrierte sich.
Dieses merkwürdige Gefühl das schon seit einiger Zeit irgendjemand ständig neben ihr stehen würde, verfolgte sie schon seit ihren letzten Naxxramasaufenthalt... Aber selbst mit ihrer Auraentdeckung fand sie einfach nichts. Nur eine leise, flüsternde Stimme, die sie nicht verstand...
Irgend ein Geist muss es auf jeden Fall sein, daran bestand kein Zweifel. Aber sie spürte nicht mal dessen Anwesenheit.. und das verwunderte Cecilia. Es hatte auch mit großer Warscheinlichkeit mit der Rüstung zu tun. Vielleicht würde sie später mehr herausfinden... Die junge Frau stand von ihren Platz auf und machte sich auf den Weg zur Bibliothek. Die Nacht war noch lange..
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 02.06.2008, 17:49
Wieder hatte die Paladine Tage damit verbracht, Bücher zu wälzen und jeden noch so kleinen Fetzen Information zu sammeln, was es mit der Rüstung auf sich habe. Aber so wirklich weiter kam sie immer noch nicht. Zumindest war sie nun durch Gnipitz tatkräftige Hilfe etwas schlauer.
Die Fähigkeit, mit schriftlichen Bilder und Zeichen Magie zu wirken, war keine neuerfindung der Geißel, wie es so manchen wohl vorkam. Die Älteste Art dieses Magiewirkens, wurde schon in den Jahrhundertalten Trollstämmen praktiziert. Die Runen wiesen auch irgendwie Ähnlichkeiten, mit denen der Trolle oder der Magische Runen der Magiercaste auf. Aber halt nur ähnlichkeiten...
Mehr konnte Gnipitz für Cecilia noch nicht herausfinden. Und so saß sie auch an diesen Abend wieder mal allein in ihrer Kammer und wälzte alte und sehr dicke Bücher.
Wobei das eine sehr langweilige angelegenheit war... und so dauerte es auch nicht lange, als sie mit verschränkten Armen "nur" eine kurze Pause einlegen wollte, um gleich darauf in den Schlaf zu gleiten. Ein kalter, leichter Luftzug schien durch ihr Zimmer zu gehen, was sie aber nicht mehr registrierte. Dafür hatte sie einen etwas eigenartigen Traum im Halbschlaf.
Überall Knochen... verwundert drehte sich Cecilia im Kreis, doch wohin sie sah, sah sie nur dunkelheit und einen Haufen vermoderter Knochen. Der Ort wirkte auf sie wie ein letzte Ruhestätte.. vielleicht ein Friedhof?
Sie drehte sich nochmal im Kreis und zuckte erschrocken zusammen, als plötzlich jemand Fremdes genau vor ihren Gesicht auftauchte. Die Wächterin wich ein paar Schritte zurück und das fürchterliche Knacken von Knochen, auf die sie dabei trat war unheimlich laut zu hören.
Mit Herzklopfen musterte sie den Fremden vor ihr. Äußerlich ein Mann im mittvierziger... die kurzen Haare Schneeweiß, markante und eher kantige Gesichtszüge und Eisblaue leuchtende Augen, die sie eindringlich regelrecht anstarrten.
Irgendwoher kannte sie den doch... Wärend sich Cecilia wieder beruhigte, fing der Fremde vor ihr auf einmal an, ein Zeichen in die Luft zu malen.
Ein Wort das sie nicht lesen konnte, sowie darunter eins der Runenbilder, das sie von der Rüstung kannte. Mit einen auffordernden nicken ließ der Mann das Bild mit einer Handbewegung wieder verschwinden und Cecilia schreckte aus ihren Schlaf hoch.
Nervös richtete sie sich etwas auf und musterte die Rüstung genauer, die immer noch im Eck stand. Jetzt fiel ihr auf, dass die Rune wo sie im Traum gesehen hatte, genau einmal an jeden Rüstungsteil angebracht war...
Langsam stand sie auf, ging zu ihren Fundstück und musterte die Runen alle nochmal genauer. Jetzt fiel ihr auch auf, dass es nur eine begrenzte anzahl an Runen zu sehen sind. Dafür aber eben auf jeden einzelnen Stück des ganzen Sets.
Kurz blickte sie sich um, niemand war da... Gnipitz hatte ihr ja geraten, die Rüstung nicht an zu ziehen.
Mit zitternden Finger strich sie über die Rune die sie im Traum gesehen hatte und versuchte dabei das Wort zu murmeln, dass über der Rune mit erschienen war.
Es passierte nichts.. mit einen seufzen wollte sich Cecilia aufrichten, als die Runen leicht mit leuchten anfingen. Stirnrunzelnd ging sie in die Hocke und beobachtete eine weile das glühen, aber mehr tat sich nichts.
Kopfschüttelnd stand sie auf und drehte sich um, als auf einmal das Gesicht des gerade geträumten Mannes direkt vor ihr war. Mit einen Schrei stolperte sie erschrocken zurück, lehnte sich gegen die Wand und hielt schon einen Exorzismuszauber bereit.
Der Fremde lächelte nur amüsiert und nickte leicht. Er entfernte sich ein paar Schritte von ihr und wartete...
Cecilia beobachtete ihn lange und traute sich dann auch näher an den Geist, als sie sich wieder etwas gefangen hatte. Der Mann zeigte auf keine Art und Weise ein gefährliches oder Aggressives verhalten. Aber auch auf Fragen der Paladine reagierte er nicht.
Wer er sei.. woher er komme.. warum er jetzt erst für sie deutlich zu sehen war, vorher aber ehr nur eine anwesende Präsenz darstellte.. nichts.
Auf die Frage, was er wolle, deutete er mit einen nicken erst zur Rüstung und dann wieder zu den Buch das Cecilia bis jetzt studiert hatte. Als sie zu den Buch sah, schienen sich ein paar Seiten von selbst um zu blättern. Die Paladine runzelte erstaunt die Stirn, als sie die aufgeschlagenen Seiten dann genau musterte.
Fragend sah sie zu den Geist, er nickte nur kurz und verschwand wieder....
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 05.06.2008, 19:07
Der Stappel an Papieren und Notizen auf Cecilias Tisch wurde von mal zu mal immer Größer und höher. Ein zerknülltes Papier lag in einem Eck herum und darauf war das Siegel der Argentumdämmerung zu erkennen. Nachdenklich und wohl schlecht gelaunt, starrte die Frau lange Zeit nur gegen die Decke ihrer Kammer.
"Sie wissen selbst das sie in letzter Zeit schwer belastet wurden." sprach sie in tiefer und abfälliger Stimme, als wenn sie jemanden nachahmte. "Nach langen gemeinsamen Besprechungen mit Lord Tyrosus kamen wir zu den entschluss, dass sie für eine weile *Beurlaubt* werden sollten.. um sich zu *Erholen*..." Wutentbrannt stand die Paladin plötzlich auf und tratt mit ganzer Kraft gegen ihren Stuhl, der daraufhin laut krachend gegen die nächste Wand flog. "Das fällt denen ja FRÜH auf! Jetzt kann ich genauso darauf verzichten! Idioten!"
Ihre Eisblauen Augen funkelten Wütend und sie fuhr sich mit beiden Händen durch ihre Haare. Schnaubend versuchte sie sich zu beruhigen. Wieder erschien auf einmal der Stumme Geist neben ihr. Inzwischen war sie es sogar gewöhnt, dass er plötzlich in ihrer Nähe einfach auftauchte ohne sich irgendwie bemerkbar zu machen.
Wärend Cecilia immer noch schlecht gelaunt im Zimmer auf und ab wanderte, stand der Fremde wieder mal einfach nur da und wartete. Geduldig war er, dass musste man ihn anerkennen. Wobei man seine Gefühlslage nie deuten konnte. Genau wie jetzt, war sein Gesichts emotionslos...
Nach ein paar Minuten beruhigte sich die Rothaarige Frau wieder und blickte mit einen Seufzen zu den Weißhaarigen Geist.
"Ich sollte wohl das positive daran sehen was?..." Die Augen des Mannes blitzen Amüsiert auf und mit einen leichten Schmunzeln ging er zu den Tisch, an den die Notizen und das Buch der Runen lag und schien diese mit einen Blick zu mustern.
"War ja klar... So langsam komme ich voran mit den Runen. Auch wenn ich das gefühl hab, da fehlt etwas.. So etwas wie eine richtige Inschrift. Die Runen sind ja eher zweckmässig.. glaub ich." meinte die Paladine, kam mit an den Tisch und nahm einen der Zettel zur Hand. "Das erste Wort war das Bildnis für *Sehen*... Erst als ich das lesen konnte, konnte ich auch euch sehen. Und... wenn das was ich heraus gefunden habe stimmt.. dann bedeutet die zweite Rune *Verstehen*... heisst das dann, ihr würdet dann endlich mal ein paar Worte mit mir wechseln?"
Fragend hielt sie das Runenbildnis mit den jeweiligen Wort hoch und blickte den Geist fragend an. Dieser schmunzelte wieder nur und zuckte leicht mit den Schultern. Er wollte wohl unbedingt, dass sie es selber herausfand...
Cecilia ging vor der Rüstung in die Hocke. Für einen moment kam ihr Gnipitz Gedankengänge in den Sinn, die er ihr letztes mal offenbart hatte. Was, wenn der Geist auf die Art und weise sich langsam Materialisieren wollte? Stirnrunzelnd schüttelte sie den Kopf, die jetzige Rune deutete nichts auf "Wiederbelebung" oder "Auferstehung" oder ähnlichen hin.. es würde schon schief gehen.
Leise sprach sie das zweite Kryptische Runenwort und berührte dabei das dazu passende Symbol der Rüstung. Genau wie beim ersten mal, leuchtete genau diese Rune, und die anderen passenden am ganzen Set dazu Blau auf.
"Meinen Glückwunsch, Fräulein Dé Natal." war hinter ihr auf einmal zu hören. Eine tiefe und rauhe Stimme, eindeutig die eines Mannes. Die Paladine richtete sich auf und wandte sich den Geist zu, der zufrieden schmunzelte und seine Hände hinter seinen Rücken nun verschränkt hatt.
"Langsam nähern wir beide uns Stück für Stück unseren eigentlichen Ziel...."
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 06.06.2008, 14:24
Cecilia hatte ihren Stuhl wieder eingesammelt, den sie noch kurz zuvor durch ihr Zimmer getreten hatte, und wandte sich mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit ihren momentanen Gesprächspartner zu.
"Eigentlich.. interessiert mich im moment nur eine einzige Frage." sprach die Frau und musterte den Weißhaarigen Geist vor ihr. "Wer seid ihr eigentlich... und was wollt ihr von mir? Es muss ja seinen Grund haben, dass ihr mich seit einiger Zeit regelrecht verfolgt. Und das es wohl allein daran liegt, weil ich euer Eigentum mitgenommen habe, glaube ich nicht wirklich." Dabei deutete Cecilia auf die Rüstung und das Schwert.
Der Mann schmunzelte wieder nur leicht.
"Schön das ihr ohne Umschweife auf den Springenden Punkt kommen wollt. Und ja ich will tatsächlich was von euch. Meine Fähigkeiten, mich um gewisse Dinge selbst zu kümmern ist im moment.. etwas eingeschränkt wie ihr sicher sehen könnt." der Geist glitt dabei einfach durch den Tisch hindurch, auf den Cecilia ihre Papiere ausgebreitet hatte und beugte sich zu der sitzenden Frau hinunter. Eine leichte Kälte ging von ihn aus. "Ich brauche eure Hilfe, bei einer ganz einfachen Sache... eigentlich zwei wenn man es genau nimmt."
Er richtete sich wieder auf und wanderte durch die Paladin hindurch, was sie kurz frösteln lies. Hinter ihr konnte sie wieder seine Rauhe Stimme hören.
"Warum glaubt ihr, wandel ich noch als Geist hier auf Erden?" wandte er sich mit seiner Frage an die Frau. Warum konnten manche Leute nicht einfach erzählen was sie wollten und damit wäre die Sache erledigt... dachte sich Cecilia selbst noch bevor sie kurz mit Grübeln anfing.
"Eine Aufgabe die ihr noch nicht vollendet habt? Irgend etwas, dass euch so wichtig war, dass euer Geist nicht bereit war, endgültig in die Dunkelheit zu verschwinden... Ein Fluch der euch hier hält... Oder die eigene Ignoranz, weil man den Tod nicht akzeptieren will... da gibts noch einiges auf zu zählen, was eine Seele hier im diesseits halten kann." listete sie den Mann auf, der sich wieder neben ihr gesellt hatte.
"Von allen etwas verehrteste... zum einen etwas ganz Banales, ich brauche einen Nachfolger für meine ehemalige Arbeit. Und die Befriedigung meiner Rachegelüste." Der Mann erzählte beides, als wäre es ganz Selbstverständlich von was er da sprach. Skeptisch runzelte Cecilia die Stirn.
"Und was für eine *Arbeit* meint ihr? Und an wen wollt ihr für was Rache ausüben?"
Bei den Wort von Rache verengten sich die Augen des Geistes und seine Eisblauen Augen leuchteten kurz verärgert auf.
"Vor einigen Jahren, hatte ich in meinem Leben eine wichtige Aufgabe zu erfüllen... Ich war wir ihr, eine Art Wächter. Doch Verräter besudelten den heiligen Ort, über den ich wachte. Ich war nicht stark genug und unterlag im Kampf. Sie schändeten unser Heiligtum, stahlen was ihnen nicht gehörte und störten den Schlaf der Toten.
Was ich will? Ich will Rache für das Verbrechen, was nie wieder gut zu machen ist. Rache für das, was sie meinen Sterblichen Überresten antaten, nachdem sie mich bezwungen haben.... " der Mann wandte sich zu Cecilia um. "Und dafür.. brauche ich Euch. Das was ihr seht sind nur Überreste von dem was ich einst war. Mein eiserner Wille verbunden mit der Magie, hielt meinen Geist in dieser Welt. Und viele Jahre habe ich nichts anderes getan, als geduldig zu warten... bis irgend jemand kommen würde, der in meinen Augen zumindest ansatzweise gut genug wäre, um meine Ehemaligen Aufgaben zu übernehmen... Und um meine Bedürfnisse zu befriedigen..."
Wärend der Geist sich langsam der Rüstung näherte, seufzte Cecilia etwas genervt auf.
"Viele Worte und doch bin ich jetzt nicht wirklich Schlauer als vorher.. Ich hätte schon gerne genauer gewusst, was ihr wollt... und euren Namen.."
"Das... werdet ihr noch Früh genug erfahren. Wie wäre es.. mit einen kleinen Test?" sprach der Mann mit einen süffigen schmunzeln und strich mit einer Hand über die Plattenrüstung. Dort wo seine Hand entlangfuhr, erschien in blauen Letter auf einmal eine Inschrift, die sich wiederum mit den Runenbildnissen ergänzten. Es leuchteten aber nur die auf, die sie schon entziffert hatte.. und der Text zu den dritten Symbol. Die Schrift wo zur vierten Inschrift passen würde, blieb im dunkeln.
"Ihr habt bis jetzt schon gute Fortschritte gemacht und scheint mir noch mit am besten geeignet für das, was ich von euch will... Die Inschriften, ergeben zusammen mit den Runen einen lesbaren Text... Entschlüsselt den Text sowie die Bedeutung der dritten Rune, und ich bin gewillt euch jede einzelne Frage zu beantworten... bis ins kleinste Detail."
Mit einen schmalen und selbstsicheren Lächeln, verschwand der Geist vor Cecilias Augen wieder. Neugierig näherte sie sich der Rüstung, ging davor in die Hocke und musterte die neue Inschrift die erschienen war.
Sie war sich nicht wirklich sicher, ob sie ihn glauben sollte... und doch wollte sie mehr herausfinden. Irgendwie war es genau das selbe Gefühl, als sie noch vor ein paar Tagen den regelrechten Drang verspürte, immer wieder aufs neue in die Zitadelle zu reisen..
Murmelnd richtete sie sich wieder auf und ging zu ihren Tisch. Wenn der Geist unbedingt wollte, dass sie das entziffert.. dann würde sie es halt tun.
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 10.06.2008, 23:01
Cecilia war über sich selbst überrascht, wie einfach ihr so nach und nach das Lesen der Runen fiel. Als ob sie es irgendwoher kennen würde...
Wieder einmal kam die Nacht über das Hinterland. Die Festung der Wildhammerzwerge, in denen auch der Convent seinen Gildensitz hatte, verschmolz richtig mit den Berg in der werdenden dunkelheit. Die Paladin zündete eine Kerze auf ihren Tisch an. Mit einen Seufzen ließ sie sich auf einen kleinen Hocker vor der Rüstung nieder, den sie sich extra dort hin gestellt hatte.
Ein kurzer, kalter Windhauch ging durch die Kammer. Die Frau blickte über ihre Schulter und sah den Geist, der nahe neben ihr stand. Dieser blickte zu der Rüstung und wirkte für einen moment erstaunt.
"Ihr überrascht mich werteste... ich wollte nur das ihr die Inschriften der ersten drei Runen lest.. und was sehe ich... ihr habt eure Hausaufgaben gemacht und sogar die vierte entziffert." Sein Blick musterte dabei sehr genau die Vierte Rune und die dazu passende Inschrift die genauso leicht Blau leuchtete wie die ersten drei die er aktiviert hatte. "Wie habt ihr die Schrift zum sehen gebracht?"
"Kälte.." sprach Cecilia knapp und blickte wieder zu den alten Artefakt. "Eisige Kälte... Magische Kälte um genau zu sein. Es war eigentlich ein Spontaneinfall, und nachdem der Test mit den herkömlichen Eiswürfeln nichts brachte.. dachte ich mir, ich leihe mir eine kleine Zauberrolle von einer alten Freundin und Probiere das einfach aus... interessant was da drauf steht. Auch wenn ich darauf gespannt bin, was ihr mir zu erzählen habt."
Die Augen des Geistes blitzen amüsiert auf und er kam der Frau etwas näher.
"Ich werde es euch nicht einfach nur erzählen, ich werde es euch zeigen." mit den Worten kam er ihr noch etwas näher und griff mit einer Hand gegen Cecilias Stirn. Ein starker Ruck ging durch ihren Körper und ihr Blick änderte sich.. als ob sie Gedanklich gerade nicht anwesend wäre.
*****
Wieder fand sich Cecilia an den eigenartigen Ort voll mit Knochen vor, den sie das erste mal in ihren Träumen gesehen hatte. Diesmal wirkte es aber anders.. es war heller und nicht so Bedrohlich wie beim ersten mal. Der Fremde stand neben ihr und schwieg erst lange. Sie selbst konnte erst jetzt erkennen, dass es nicht einfach nur ein loser Haufen von angesammelten Knochen war..
"Ihr habt doch sicher von Nordend gehört. Seht euch genau um und merkt euch diesen Ehrwürdigen Anblick.. niemals wieder wird jemals ein Sterbliches Auge dies zu Gesicht kriegen, auch wenn es nur ein Abbild meiner damaligen Erinnerung ist.
Viele nennen es die Drachenfäulnis.. hierher kommen sie alle... egal welchen Schwarm oder Clan sie angehörten.. egal ob mit ihren angesammelten Reichtümern, oder ohne.. egal welchen Alters, der Größe, oder sonstigen Belanglosen kleinigkeiten...
Seht die letzte Ruhestätte eines jeden Drachen.."
Wärend er diese Worte erzählte, schien vor den beiden so etwas wie eine Art Zeitraffer ab zu laufen. Drachen vom blauen sowie Grünen Schwarm flogen elegant vom Himmel, auch als Laie sah man ihnen an, dass manche von ihnen sehr alt waren.. andere trugen schwere Verletzungen, die darauf schließen ließen, dass sie das nicht Überleben würden.
Hochelfen... Menschen und Gnome stiegen von den steilen Knochenhängen hinab in das Tal. Manche verwandelten sich und zeigten ihre wahre Gestalt, als sie sich niederließen... Schwarzdrachen und welche vom roten Drachenschwarm. Ein besonders alt Aussehender Mann in Menschlicher Form, wird ehrenvoll von vier Hochelfenbegleitern zur letzten Ruhe getragen, bevor sie sich in Drachen zurückverwandelten und in den Himmel davonflogen.
Nur eine Gestalt wanderte unter ihnen.. sein Aussehen veränderte sich nie, obwohl man sehr deutlich sah, wie die Zeitalter das gesammtbild des Drachengrabes veränderten. In voller Runenrüstung und gewabnet mit einen großen Zweihänder, wandert er zwischen den Toten Körpern, die im Zeitraffer verfallten und nur noch Knochen von ihnen übrig blieb. Cecilia blickte neben sich zu den Geist und dann zu den Ewigen Wächter zwischen den Knochen... und es war ein und der selbe.
Stolz beobachtete er sich eine weile selbst.. wohl in Erinnerungen versunken, bevor er wieder zu sprechen anfing.
"Dies war mein Reich Sterbliche... über die sterblichen Überreste der Toten zu wachen, und über so manch Ruhelose Seele.. Der einzig wahre Wächter der Toten.
Ich gehörte einst zu den Blauen Drachenschwarm und es war meine Aufgabe, über meine Brüder und Schwester zu wachen.. bis zum Ende aller Tage..
Ich hörte mir ihre Geschichten an, wenn ihre Seelen ruhelos zwischen den Knochen wanderten, nicht wissen, wohin mit ihren Wissen oder sich selbst.
Ich wachte über die Reste ihrer Sterblichen Körper, sowie über ihre vielleicht mitgebrachten Schätze, von denen sie sich nicht trennen konnten.
Sehr viele Jahre habe ich dies getan.. warscheinlich sogar Jahrhunderte, aber kümmert einen Drachen solch eine Zeitspanne. Und das Wissen erst Sterbliche... so viel das sie zu erzählen hatten, dass es mehrere Menschengenerationen über dauern würde, wenn jemand auf die Idee käme dies nieder zu schreiben.
Doch vor nicht all zu langer Zeit.. änderte sich alles..."
Als er dies aussprach, legte sich eine Bedrünkende Dunkelheit über das große Tal. Die Knochen erschienen merkwürdig Verzerrt und die Geister wo man erst noch überall wandern sah, verblassten und wirkten verängstigt und besorgt.
Der Blick des Lebenden Totenwächters in der Rüstung wandte sich an eine der Steilhänge des Tals. Nach und nach erschienen alle möglichen Untoten schrecken am Rand des Hanges... Sabbernde Guhle sowie langsam vor sich dahintrottenden Zombies. Überreste von Kriegern, wieder zum leben erweckt und in voller Rüstung. Vampierartige riesige Fledermäuse und seelenlose Neruber. Zusammengeflickte Monstrositäten und Banshees.. Ein riesiges Heer bildete sich immer zahlreicher am Hang und doch ging keiner von ihnen weiter als nur bis dahin.
Eine Schneise öffnete sich und sehr großer, in kompletter schwarzer Panzerung gehüllter Krieger kam aus ihrer Mitte, gefolgt von einem besonders großen und furchteinflößenden Neruber.
"Der Tag an den der Verräter seiner eigenen Art bei uns erschien.. Anub´arak, ehemaliger Crypt Lord der Neruber selbst hatte ihn zu unseren Heiligtum geführt... mit versprechungen, dass der Verräter dort nicht nur Reichtümer finden würde, sondern auch genug *Material* um sein elendiges Heer um ein vielfaches zu vermehren.."
Der Geist ballte Wütend seine Hände und seine Augen loderten Wutentbrannt auf. Wärend sein Ebenbild seine Waffe zog, ging Cecilia wiederum verschreckt und mit weit aufgerissenen Augen einige Schritte zurück. Auch wenn es nur ein Abbild einer Erinnerung war.. selbst dann war der Lichkönig Arthas mehr als Furchteinflößend.
Ein unnatürlicher Schrei hallte durch das Tal und wie auf Kommando stürmte das Heer der Untoten los. Cecilia wusste nicht ob sie sich es einbildete.. aber neben den Furchteinflößdenden Gebrüll der Untoten und dem lauten klirren und scheppern von diversen Waffen und Rüstungen, glaubte sie die Klagerufe der Geister zu hören, die hier noch vor einen moment friedlich geschlafen hatten.
Der Wächter wusste wohl, dass er so nicht gegen diese Gegneranzahl ankommen konnte. Ein Eisiger Windhauch ging durch das Tal und sammelte sich bei den Mann, wirbelte immer im Kreis um ihn herum, wärend er sich dabei immer mehr veränderte.
Am ende erblickte Cecilia den wohl größten Blauen Drachen, der ihr jemals über den Weg gelaufen war.
Mit seinen Eisigen Atem fror er in Sekundenbruchteile hunderte von den Untoten ein, schlug mit seinen Schwanz nach der Meute hinter sich und wirbelte dabei viele Feinde und auch diverse Knochen auf. Sein Flügelschlag ließ gewaltige Windböen entstehen, die weitere Feinde in die Luft schleuderte.
Nur einen schien das nicht zu interessieren...
Zielstrebig schritt der gepanzerte Gegner mit einer unvergleichlichen Ruhe durch die Reihen seiner Armee und griff zu seinen Zweihändigen Schwert...
Die Klinge durchschnitt die Drachenschuppen der Brust, als wären sie aus einfachen Stoff... Mit einen weiteren Hieb verletzte der Todesritter den Drachen an seinen Klauen und dieser kam ins Straucheln. Wärenddessen stürtzten sich die Untoten weiterhin auf ihr Opfer und begruben ihn nach und nach unter sich.
Ein Markerschütterndes Gebrüll ließ Cecilia erschaudern und sie suchte unbewusst deckung hinter den Geist, der mit scheinbar Emotionsloser Miene den Kampf verfolgte. Nur in seinen Augen war der Brennende Hass zu sehen, der innerlich in ihn Tobte.
Die Untoten ließen dann von den Drachen ab, der nun Regungslos am Boden lag. Der Todesritter richtete sich vor der Leiche auf und richtete seine Klinge auf den Gefallenen.
"Auch du sollst mir dienen.. erhebe dich!"
Kaum das die Stimme des Ritters verstummt war, sah man eine deutliche veränderung an den nun toten Drachen. Sein Körper schien in Sekundenschnelle zu zerfallen... Das Fleisch faulte, starb ab und verschwand nach und nach. Die Drachenschuppen schienen zu schrumpfen und fielen ab. Am Ende blieben nur noch Knochen.. und eine Magie die pure Kälte ausstrahlte, und wohl noch als einziges das ganze Skelett zusammenhielt.
Der nun Untote Frostwyrmm richtete sich zu seiner vollen Größe auf und Cecilia stolperte verschreckt zurück.
"Sapphiron.. ihr seid Sapphiron!" brachte sie nur noch heraus, als der Geist sich zu ihr Umdrehte.
"Ja so nannte man mich.."
Ein weiterer, heftiger Ruck ging durch Cecilias Körper und sie fiel Rücklings von ihren Hocker. Schwer Atmend suchte sie die weitmöglichste Entfernung zu dem Geist, der weiterhin Ruhig an der Stelle stehen blieb. Nur an seinen Augen sah man noch die Emotionale Aufregung der gerade gezeigten Vision.
"Nun... wisst ihr alles über mich. Ich bin Sapphiron, Wächter der Toten. Zumindest das, was noch von ihn übrig geblieben ist."
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 13.06.2008, 16:03
Cecilia saß noch immer am Boden und behielt den Geist im Auge, der sich nun endlich offenbart hatte. Dieser schmunzelte leicht und schien sich etwas beruhigt zu haben. "Nun.. irgendwelche Fragen noch Fräulein Dé Natal? Ihr wisst nun eigentlich wer ich bin und was ich von euch will." fragte er die Paladin.
"Nicht ganz..." die Frau richtete sich langsam auf und strich aus Gewohnheit ihren Argentumwappenrock zurecht. "Damit das ganze auch ein klares Bild annimmt... ich nehme mal an ihr habt kurz vor euren Tod durch Arthas.. euren Geist an die Rüstung gebunden."
Der Weißhaarige nickte leicht. "Die alternative wäre gewesen, sich wie jede andere Seele auch den üblichen "Vorgang" zu fügen und in den Nether oder sonst wo hin zu entschwinden."
"Und das kam für euch nicht in Frage aufgrund von Rachegelüsten."
"Nicht nur werteste, nicht nur. Ich brauche einen Nachfolger."
Cecilia schüttelte den Kopf. "Warum nicht einen von eurer Art? Ich glaube kaum das ich die *Ideale* Kandidatin war."
"Das wart ihr auch wirklich nicht das muss ich gestehen."
"... danke"
Sapphirons Geist lachte amüsiert auf. "Versteht es nicht falsch Sterbliche. Lasst es mich etwas genauer erläutern, um euch mein Problem vor Augen zu halten. Das erste.. ist ja schon allein die Tatsache des Ortes an und für sich. Und da werdet ihr mir sicher zustimmen." Die Paladine nickte leicht. Da hatte der Mann nicht wirklich unrecht. "Und dann ist da noch das *Problem* meiner eigenen Art an und für sich.. gehen wir mal die Kandidaten dafür durch.
Der Schwarze Drachenschwarm? Sie sind Egoistisch, Machtbesessen und allesamt nur auf ihren eigenen Vorteil aus. Lieber entschwinde ich mit all meinen Wissen für immer im Nichts, als DENEN auch nur im ansatz etwas von meinem Wissen und meiner Wichtigen Aufgabe preis zu geben.
Der blaue Schwarm? Solch einen gefährlichen Ort würden sie niemals aufsuchen nur um nach einen einzigen ihrer Art zu suchen. Gleichzeitig sind sie von ihren Misstrauen besessen, dass die anderen Völker die Magie missbrauchen könnten, aber das ist ein anderes Thema.
Der grüne Schwarm? Sie sind dem Wahnsinn verfallen... Eine art Alptraum wütet in ihren Reich und verschlingt es nach und nach. Das hat natürlich auswirkungen auf ihr Dasein in dieser Welt und sie verlieren den Verstand, ohne etwas dagegen unternehmen zu können.
Der Rote Drachenschwarm? Tja... Auch sie haben sicher besseres zu tun, auch wenn ich ihre Art schon eine Weile nicht mehr gesehen habe.
Ihr seht.. meine Auswahl an Nachfolgern innerhalb meiner eigener Rasse, ist etwas.. beschränkt."
Cecilia hörte den Geist aufmerksam zu, der auf einmal sehr redeselig war und ließ sich auf ihren Stuhl am Schreibtisch nieder. Der Geist wanderte wärend seiner Beschreibung langsam im Zimmer entlang.
"Und wie schon erwähnt.. der Ort an und für sich stellte ein großes Problem dar. Ich habe nicht alle Macht verloren, auch wenn ich im moment keinen richtigen Körper vorweisen kann. Aber innerhalb dieser Verfluchten und Verseuchten Mauern, musste ich mich wohl oder übel mit dem zufrieden geben, was dort wenigstens mal hineinkam...
Wichtig war dann auch zu Beobachten, wer schafft es dann auch wieder hinaus.. Ihr wisst selbst, dass Naxxramas in der Regel ein Ort ohne Wiederkehr ist. Wer sich Freiwillig dort hineinwagt hat damit zu rechnen, auch nie wieder Lebend hinaus zu kommen. Das tun nicht viele... ihr habt aber dazu gehört. Und was mich noch mehr amüsiert hatte, ihr seid sogar wiedergekommen. Sehr oft und mit wachsender Begeisterung sogar.. hat euch das nie selbst etwas verwundert?" Der Geist schmunzelte dabei etwas hämisch und blickte zu Cecilia, die skeptisch ihre Arme verschränkte.
"Zu Anfang fiel es mir nicht wirklich auf... dann war das euer Verdienst?" fragte sie ihren gegenüber der den Kopf etwas hin und her wog.
"Nicht ganz, nein. Ich habe euch erst gerufen, *nachdem* eure Gemeinschaft meinen ehemaligen Körper, sowie Kael´Thuzad endlich den Gar aus machten. Vorher hatte euch jemand anderes gerufen, aber das wisst ihr..."
Der Paladin war an zu sehen, dass ihr dieser Teil des Gesrpäches nicht wirklich gefiel und Sapphiron kam ihr etwas näher. Er beugte sich zu ihr runter und sprach den nächsten Satz etwas leise und sein Augen funkelten dabei Amüsiert.
"Eure Gedanken und eure Seele liegen vor mir wie ein offenes Buch werteste.. und genau DAS ist der Grund, warum ich ausgerechnet EUCH ausgesucht habe. Selbst wenn ihr wolltet, könntet ihr doch nichts mehr daran ändern." der Geist richtete sich wieder auf und strahlte eine gewisse Überlegenheit aus. "Nur der kleinste Zweifel an sich selbst oder an seinen Tun und Glauben, lässt einen Paladin gefährlich wanken und kann ihn zu fall bringen. Ihr wandelt gerade auf einen sehr gefährlichen Pfad meine Liebe. Und damit mein ich jetzt nicht die Jüngsten Ereignisse die auch mit meiner Person zu tun hat. Eher das was vorher war.
So sehr es euch selbst innerlich wohl Ärgert, dass ihr nicht dabei wart, als eure Freunde den Lich endlich besiegten. Es hatt alles seinen Grund und war auch gut so.. sonst würdet ihr jetzt nicht hier sitzen und wir uns so angeregt unterhalten, das könnt ihr mir glauben."
Der Geist entfernte sich wieder etwas von Cecilia, die nun mehr als angespannt in ihren Stuhl saß und erst mal schweigend weiter zuhörte.
"Versteht mich nicht falsch, dies soll weder eine Drohung sein, noch eine Einschüchterung. Es ist eine Tatsache, meiner Meinung nach. Euer Geist lässt sich im moment noch recht einfach beeinflussen, da ihr unsicher seid. Sonst hättet ihr niemals weder Kael´s Rufe, noch meine gehört.
Und auch wenn sich das in euren Ohren nun unangenehm anhören mag... für mich hätte es sehr viele Vorteile, euch in den Zustand wie ihr jetzt seid, einfach euren Körper als meinen zu beanspruchen und zumindest meine Probleme wären vorläufig aus der Welt geschafft."
"Und warum habt ihr es dann noch nicht getan?" fragte Cecilia. "Ich denke mal mit meiner Runenentschlüsselung, habe ich die ganze Prozedur wohl schon eingeläutet?"
Sapphiron schmunzelte amüsiert. "Richtig erraten werteste. Aber was für ein Wächter wäre ich, wenn ich meine Ziele auf so *hinterhältige* Art und Weise durchsetzen würde. Im grunde genommen, sind wir ja glatt so etwas wie Kollegen. Wenn auch in einer etwas anderen Größenordnung."
"Und ich habe ja auch keine wirkliche Wahl, wie ihr grade etwas umständlich erzählt habt.."
"Vielleicht.. aber das ist etwas, was ihr selbst herausfinden und entscheiden müsst. Ich kann euch auf jeden Fall versichern.. dass es kein zurück mehr gibt. Unbewusst haben wir uns schon längst darauf geeinigt. Jetzt ist nur die Frage, was am Ende dabei herauskommt."
Die Paladin runzelte Fragend die Stirn. "Was meint ihr damit?" Sapphiron seufte kurz auf.
"Gut dann etwas einfacher ausgedrückt. Ich brauche einen Nachfolger.. wobei mir auch ein Körper genügen würde. Es wird eine verschmelzung geben der Seelen und was am Ende dann von wem noch übrig bleibt, dass entscheidet ganz allein die jeweilige Charakterstärke des einzelnen.
Seid ihr zu schwach, werdet ihr halt einfach verschwinden... ansonsten kommt am Ende eine neue Seele zum vorschein."
Sapphiron wandte sich von Cecilia ab und verschwand wieder im nichts, nur seine Stimme hörte sie noch kurz in ihren Kopf.
"Ich gebe euch gerne Bedenkzeit. Schließlich habe ich genügend Zeit. Ihr wisst was ihr tun müsst, wenn ihr euch entschieden habt."
Die Paladine lauschte dann eine weile in die Stille und verbarg Kopfschüttelnd ihr Gesicht in ihren Händen.
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 17.06.2008, 10:33
Groß und Majestetisch schlängelten sich die Bäume des Immersangwaldes gen Himmel. Mit ihren Weißen Stamm und den Goldenen Blättern, wirkten sie einerseits unnatürlich, sofern man die "normalen" Bäume der Restlichen Welt gewöhnt war. Andererseits, gab genau das ihnen das ganz besondere. Cecilia saß unter einem dieser Bäume, nur in ihren Schwarzen Anzug gekleidet, den sie normalerweise nur in der Stadt trug. Auf ihren Schoß hatte sie ein kleines Buch liegen, in das sie gerade hineinschrieb.
*****
Liebes Tagebuch,
Es ist ja wieder mal einiges an Zeit vergangen, wo ich dir zuletzt geschrieben habe. Im moment sitze ich auf einer gemütlichen Gebirgskette im Immersangwald und versuche mein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Zumindest ist es sehr erholsam.
Und wie ich dahin gekommen bin, ist eine längere Geschichte... Wenn ich von meinem letzten Eintrag aus gehe, habe ich dir von meinen Fund in Naxxramas berichtet. So weit so gut, ich habe die Runen entziffern können, alle vier. Am anfang zwar mir etwas Hilfe durch einen Geist in meinen Träumen, aber danach ging es wie von alleine. Und je mehr Runen ich entziffern konnte, desto mehr erzählte mir der Geist der mich schon die ganze Zeit verfolgt..
Er erzählte mir von seiner Ehemaligen Aufgabe als Wächter eines Drachenfriedhofes in Nordend. Er selber war auch einmal ein Drache.. bevor er von Arthas Truppen überfallen wurde und sie ihn Töteten, weil sie die Schätze stehlen wollten, über die er ebenfals gewacht hatte. Und dann stellte er sich mit endlich auch einmal mit Namen vor.. Sapphiron.
*Die Frau seufzte bei den Namen und setzte ihre Feder wieder an.*
Und nein Tagebuch das habe ich nicht geträumt... Zudem hat er mir ein "Angebot" gemacht, dass ich wohl nicht abschlagen kann, selbst wenn ich wollte. Er sucht nach einen Nachfolger für seine ehemalige Aufgabe und für mich würde es am Ende wohl bedeuten, dass mein Wesen und meine Seele an sich, sich drastisch verändern würden.. wenn nicht sogar ganz verschwinden.
Eigentlich.. wollte ich allen noch alles gute Wünschen und mich verabschieden. Aber irgendwie brachte ich es nicht fertig. Ein paar wenige wollten dann doch mehr wissen, warum ich mich so merkwürdig verhalte, also habe ich es ihnen dann doch erzählt. Jolken entschied daraufhin, dass ich mehr als dringend mein inneres Gleichgewicht wiederfinden müsste.. und das ich mich nur in ein Unglück stürze, das vermeidbar ist. Ich würde mir etwas auferlegen, nur um des Ziels willens, da ich im moment keines zu haben scheine...
Ich hasse es wenn andere Recht haben.
Nun ja.. er meinte das eine Art "Pilgerreise" angebracht wäre und ich habe einfach mal zugesagt. Es kann nicht schaden denk ich mir. So wirklich komplett ist damit das Problem nicht aus der Welt geschafft, sobald ich zurück komme, werde ich mich wohl entscheiden müssen, was ich als nächstes wegen den Geist unternehmen will...
Doch im moment genieß ich erst mal die Ruhe hier. Es tut wirklich ganz gut, wenn man nicht ständig an seine Arbeit oder diverse probleme denkt, die einen ständig auf der Seele brennen. Und das ein oder andere lässt sich von den guten Mann sicher noch lernen.
Ich schreibe dir bei gelegenheit wieder.
Cecilia.
*****
Die Paladin schloss das Buch und verstaute es in ihrer Tasche. Mit einen seufzen lag sie sich auf den Boden und zog den neu Geschenkten Schlapphut tief ins Gesicht. Eigentlich wäre am heutigen Abend die Gildenfeier gewesen.. aber sie wollte noch nicht zurück. Fern von allen Problemen und Sorgen.. Nein im moment fühlte sie sich hier im nirgendwo, wo sie niemand finden konnte, ganz wohl.
*****
*****
Ein kalter Lufthauch schien durch die Wildhammerfeste zu wandern, obwohl drausen im Hinterland gerade ein sehr schöne Wetter war. Niemand sah den Geist, der aufmerksam die Feste durchwanderte und genau musterte. Keinen Raum ließ er aus und Wände und verschlossene Türen, stellten für ihn auch kein großes problem dar.
Wärend er die Einwohner der Feste so bei ihren täglichen Werk beobachtete, wartete er geduldig. Sapphiron war sich sicher, dass sie wiederkommen würde. Auf kurz oder lang, kam sie nicht drum herum, zurück zu kehren und sich ihn zu stellen.
Vielleicht war sie dann ihrer neuen Aufgabe noch besser geeignet als jetzt. Er hoffte es auf jeden fall, schließlich könnte er genausogut den nächstbesten Idioten auswählen, den wohl eh keiner vermissen würde.
Aber so etwas nutzloses kann er nicht gebrauchen für seinen wichtigen Posten. Mit einen schmunzeln beobachtete er eine junge Gnomin, die von oben bis unten Ölverschmiert war und gerade mit wachsender Begeisterung an einen mechanischen Hühnchen schraubte.
Sie würde zurückkommen, davon war er überzeugt. Solange musste er nur geduldig warten. Die paar Tage hin oder her, wären kein Grund zur Sorge, oder gar ein Hinderniss.
Er hatte Zeit.. sehr viel Zeit...
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 30.06.2008, 15:49
*Reges treiben herrschte wie immer in Stormwind am Marktplatz. An einem der Ecken, wo nicht ganz so viele Händler und Käufer umhereilten, hatte es sich die Paladine mit ihren kleinen Buch bequem gemacht und beobachtete das Treiben, wärend sie immer wieder mal ein oder zwei Sätze in dieses Buch schrieb.*
Grüße dich liebes Tagebuch,
nach einigen Tagen der Ruhe des Waldes, hatte es mich doch wieder zurück in die Stadt gezogen. Was aber vor allem von der erkenntnis kam, dass ich die Einsamkeit nicht mehr ertragen konnte und wollte... und damit mein ich nicht nur die kurze Zeit jetzt im Immersangwald.
Es schmerzt immer noch daran zu denken... Seit Fortes gegangen ist, war ich einsamer gewesen, als ich es mir bis jetzt selbst eingeredet habe. Ich hatte mich in Arbeit gestürtzt und nachdem diese beendet war, habe ich mich Ziel- und Kopflos in diese Geschichte mit dem Geist verhedert...
Nun gut. Selbsterkenntnis, ist der erste Schritt zur besserung.
Ich habe auf jeden fall beschlossen, etwas an meinen Leben zu ändern.. zumindest ein bischen. Auf jeden fall habe ich mir vorgenommen, den Kopf nicht mehr hängen zu lassen. Und ich werde mich erst recht nicht irgend jemanden Beugen oder mich selbst aufgeben.
Was aber nicht heisst, dass ich meinen derzeitigen Problem aus dem Weg gehen werde. Wenn ich etwas beginne, dann beende ich es auch. Und ich werde einfach selbst dafür sorgen, dass es ein ende haben wird, mit dem wir beide einigermaßen zufrieden sein werden.
Soo das war zum Selbstbewusstseinaufbau!
Viel neues gibt es ja eigentlich nicht zu erzählen liebes Tagebuch. Sehr oft habe ich ja Jolken nicht gesehen wären der recht kurzen "Pilgerreise". Aber die Gespräche wo wir bis jetzt hatten, waren auf jeden Fall interessant.
Ich sollte öfters unter Leute kommen, besser als irgendwo allein zu sitzen und langsam Depressionen zu kriegen. Ach ja Rinoahs bemühungen mit den bekämpfen des Alptraumes scheint voran zu kommen. Zumindest haben sie ein altes Buch auf Hochelfisch gefunden.. mal sehen wie das weiter gehen wird.
Tjaa ansonsten... hat sich noch nicht viel mehr getan. Ich werde die Tage wohl erst noch meinen Folianten und mir selbst widmen, und dann zurück Reisen zum Gildensitz.. Da wartet schon jemand auf mich. Und es wird langsam Zeit, unter der ganzen Geschichte einen Schlussstrich zu ziehen.
Ich schreibe dir bald, sofern nichts dazwischen kommt.
Cecilia
*Die Rothaarige Frau pustete die Tinte vorsichtig trocken und beobachtete eine kleine Patroullie der neuen Stadtwache, wie diese durch den Marktplatz wanderte. Vielleicht sollte sie beim nächsten mal versuchen, mit denen ins Gespräch zu kommen...*
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 08.07.2008, 18:46
Mit festen und entschlossenen Schritt ging Cecilia durch die lang verzweigten Gänge der Wildhammerfeste, auf direkten Weg zu ihrer Kammer. Sie hatte in letzter Zeit viel nachgedacht und auch etwas wieder gefunden, dass sie für eine Weile für verloren hielt. Vertrauen...
Vor allem Vertrauen an sich selbst und ihre Fähigkeiten. Nagende Gewissensbisse und verlorene Hoffnungen, wie zum Beispiel das verschwinden ihres Verlobten, wollte sie nun endgültig beenden und hinter sich lassen. So manches Gespräch vor allem mit zwei für sie inzwischen besonders guten Freunden, hatte ihr in der Zeit der selbstfindung oft weitergeholfen oder getröstet. Die Paladin hoffte, dass die beiden über ihren nächsten Schritt nicht zu sehr bestürtzt wären.
Zumindest konnte sie sich sicher sein, dass die beiden Männer ihr auf jeden Fall ihre eigene Meinung ehrlich offenlegen würden. Und notfals selbst dafür sorgen würden, dass bei irgendwelchen Schwierigkeiten Cecilia garantiert nicht dazu kommen würde, etwas schlimmes an zu richten.
So unterschiedlich der kochende Krieger und der alte Paladinlehrer auch waren, sie selbst schätzte sich recht glücklich, beide als Freunde zu haben.
Ein stetig kalter Windhauch schien Cecilia auf ihren Weg durch die Feste zu begleiten, bis zu der Tür ihrer Kammer. Kurz blieb sie davor stehen und atmete tief durch. Die rothaarige rechnete jetzt nicht wirklich mit dem schlimmsten. Trotzdem konnet sie eine gewisse Aufregung nicht abstreiten. Vielleicht auch eine Vorahnung auf das was sie erwartet?
Als sie ihr Zimmer betrat, fand sie alles noch genauso vor, wie vor ihren Verlassen vor einigen Wochen. Eigentlich hatte sie damit gerechnet, den Geist sofort an zu treffen der sicher auf sie gewartet hatte, seine Präsenz war auf jeden fall anwesend... aber sie sah ihn nirgends.
Leise schloß sie die Türe und sah sich in ihren Zimmer genau um. Er war nirgends zu sehen...
Ihr blick fiel auf die Runenrüstung dessen Inschriften wieder leicht zu leuchten begannen. Und diesmal blieb ihr Blick auf dem großen Zweihändigen Schwert hängen, dass sie damals auch aus Naxxramas mitgenommen hatte. Das ein mächtiger Zauber das Schwert umgab war mehr als offensichtlich. Trotzdem ist ihr die Waffe nie sonderlich aufgefallen.. Warum eigentlich?
Mit leichten Stirnrunzeln wandte sie sich an ihre Fundstücke und kniete sich vor das an die Wand gelehnte Schwert. Um die Klinge leuchtete ein eigenartiger Schleier, von dem Cecilia jetzt nicht wirklich wusste, ob er schon immer da war, oder erst neu hinzugekommen ist. Der Schleier war durchsichtig und wenn man lange genug hinsah, konnte man Gesichter von verschiedenen Lebewesen sehen... manchmal Kämpften welche miteinander, man sah Fremde ferne Orte.. oder einen bekannten ganz in der nähe.
Irgendwie hatte die Paladin das Gefühl, als ob sie manchmal Menschen in der Vergangenheit beobachten würde.. oder in der Zukunft?
Kurz schüttelt sie ungläubig den Kopf und sah dann ein bildnis eines recht trostlosen Ortes in der Klinge. Der Himmel war schwarz und auch die Bäume der gezeigten Lichtung waren dunkel verfärbt. Ein Wasserfall war zu sehen. Zwei unheilvolle Statuen mit leuchtenden Augen bewachten die Lichtung, in der ein paar Steinbänke standen und in ihrer mitte eine Ruhestätte ehrten.
Dort musste sie hin...
Im selben moment wo sie das Bild gesehen hatte, wusste Cecilia, dass sie dort erwartet wurde. Die Frau packte nur das nötigste ein, sie würde nicht lange weg bleiben. Auch das wusste sie irgendwie...
Ebenso nahm sie die Runenrüstung und das Schwert mit. Und nachdem sie Feris und Jolken vorsichtshalber eine Nachricht hinterlassen hatte, wo sie die nächsten Tage zu finden sein würde, machte sie sich langsam auf den Weg gen Dämmerwald nach Dunkelhain.
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 10.07.2008, 17:18
Aufmerksam waren die Ohren des Tieres aufgerichtet und lauschten in die Stille. Eine unnatürliche Dunkelheit lag über Dämmerwald und das wo eigentlich helligster Tag sein müsste. Mit sanften und nicht hörbaren Schritten näherte sich die schwarze Großkatze neugierig den eigenartigen Besucher der Lichtung. Er fürchtete sich nicht vor der Person die er am Boden vor sich sitzen sah, denn eigentlich kannte er sie. Aber irgend etwas stimmte nicht...
Kurz umrundete der Druide die Frau wo am Boden vor einen riesigen zweihändigen Schwert saß und schnupperte an ihr. Am Geruch lag es nicht was ihn beunruhigte...
Eigentlich war Tintagel auf den Weg nach Dunkelhain gewesen. Er kam dabei an einen Turm vorbei und hatte einen verborgenen Pfad gefunden, den er halt mit geweckter Neugierde betreten hatte und sich genauer ansehen wollte. Dass er an dessen ende auf dieser komischen Lichtung ausgerechnet eine Paladine seiner Gemeinschaft fand, hatte ihn etwas stutzig gemacht.
Schweigend saß sie am Boden vor diesem Schwert und schien zu Meditieren. Und sie sah anders aus als sonst... zumindest konnte der Elf sich nicht daran erinnern, dass die Frau schon so alt war, dass sie zu grauen Haarsträhnen neigte.
Er stellte sich neben sie und verwandelte sich in seine Ursprüngliche gestalt zurück.
"Cecilia.. seid ihr das?..." fragte er und auf einmal umwehte ihn eine besonders kalte Windböe und Tintagel vernahm ein leises Flüstern in seinen Kopf.
"Wie nett wir haben Besuch.. wilkommen." Ein leises kichern glaubte er zu hören und er merkte, dass die Frau ihn nun ansah.
"Grüße euch Freund. Ist wohl etwas wichtiges passiert das ihr hier auftaucht?" fragte die Frau den Elfen. Sie ging zumindest davon aus das wohl etwas wichtiges passiert ist. Soviel zufall konnte es ja nun auch nicht geben, dass ausgerechnet von ihrer Gemeinschaft sich hierher verirrt hatte... wenn es einer von den Gnomen gewesen wäre, dann vielleicht.
Tintagel musterte die Frau vor sich die ihn einerseits bekannt und doch irgendwie Fremd auf einmal vorkam. "Was tut ihr hier Cecilia?" sprach er und sah sie Fragend an.
Sie schmunzelte eigenartig... "Das ist eine etwas längere Geschichte und nicht leicht zu erklären. Ich habe hier etwas wichtiges zu erledigen... und unterhalte mich dabei mit jemanden."
Stirnrunzelnd sah der Elf sich um. Auf der Lichtung war aber niemand anderes zu sehen.. Nur ein Wasserfall mit einen dadurch entstehenden Bach. Steinbänke die von zwei großen Statuen bewacht wurden und in der mitte des ganzen eine art Grabstätte. Hier im Dämmerwald war der Ort als Bettlerschlupfwinkel bekannt. Für manch dunkle Gestalten ein ruhiger Ort um sich zu verstecken. Oder um verbotene Rituale durch zu führen...
"Ehrt ihr wohl einen verstorbenen?" fragte er nach und beobachtet die Frau, wie diese sich langsam aufrichtete und das Schwert aus den Boden vor sich zog und in die Scheide am Rücken steckte. Kurz seufzte sie und zuckte mit den Schultern.
"Nicht ganz..." dabei drehte sie sich zu den Elfen um und er ging einen Schritt zurück. Ihr Verhalten kam ihn eigenartig vor und er beobachtete sie sehr aufmerksam. Vor allem ihre Waffe.
"Was macht ihr so ganz alleine hier Cecilia? Ihr scheint mir anders als sonst..."
Die Paladin schmunzelte leicht und streckte dann eine Hand gen Tintagel aus.
"Keine Sorge ich werde euch nicht beißen, schließlich seid ihr ein Freund. Ich will euch etwas zeigen.." sprach die Frau und der Elf kam nur langsam näher um ihre Hand zu nehmen.
"Ich Vertraue euch das ist es nicht... aber was macht ihr hier?" fragte der Elf und beobachtete mit etwas unwohlsein wie Cecilia ihr Schwert mit der Freien Hand zog. "Was?..." Tintagel rechnete damit das die Frau mit der Klinge aus holen würde, sie hielt aber die Waffe aufgerichtet und mit der Flachen Seite zwischen ihnen.
"Seht es euch an, dann versteht ihr.." meinte die Rothaarige und berührte dann die Stirn des Elfen mit der flachen Seite des Schwertes.
Eine wahre Flut an Bildern überwältigten ihn und für einen moment stockte sein Atem. Bilder von einen Friedhof mit einen ihn unbekannten Mann. Wie er sich in einen Drachen verwandelte und durch die Hand seiner Feinde starb. Eine verschneite Kammer wo Cecilia etwas aus den Schnee und Eis ausgrub. Die Kammer der Paladine und wie sie sich mit den Fremden unterhielt der diesmal durchsichtig schien. Tausende von Worten jagten dabei durch seinen Kopf.
Gesprächsfetzen verschiedener Ereignisse und unterhaltungen. Die Bilder verschwanden und der Druide wankte kurz benommen. Noch immer hielt Cecilia ihn an der Hand, hatte aber die Waffe nun weg gesteckt.
Er wusste um was es ging.. auch wenn er noch etwas durcheinander war.
"Wer war dieser Mann?" fragte er und schien sich recht schnell zu erholen. Die Frau tätschelte ihn kurz die Hand und lächelte entschuldigend.
"Ich hoffe ich habe euch jetzt keine Angst eingejagt Freund. Das ist der Geist mit dem ich eine abmachung getroffen habe." sprach sie und wandte sich zu der Stelle wo das Schwert noch vor kurzem gesteckt hatte.
Mit einen kräftigen Schwung rammte sie die Klinge wieder dort in die Erde und wandte sich Tintagel zu. Dieser lies sich auf einen der Steinbänke nieder.
"Ihr habt euch bereit erklärt seinen Platz als Wächter fort zu führen..." begann er das Gespräch und Cecilia nickte zustimmend bei den Worten. "Aber wisst ihr überhaupt, was dies für euch selbst bedeutet? Wie einsam so eine ewige Wacht sein kann?"
Der Druide schien sich an etwas aus seiner Vergangenheit zu erinnern und sah ernst zu Cecilia die nun leicht mit den Schultern zuckte.
"Im gegensatz zu einem Drachen wird mein Körper nicht ewig bestehen. Wir haben in der hinsicht eine Abmachung die nicht unbedingt SO lange hält. Aber das wissen wir beide.. Außerdem müssen wir.. muss ich erst einmal nach Nordend zurück. Ich muss wissen was noch von dem Ort übrig geblieben ist, den ich bewacht habe."
"Ihr dürft nicht alleine gehen." warf Tintagel sofort ein. "Es wird sicher nicht mehr viel von diesen Ort übrig sein und... als ich damals im Eschetal über die schlafenden Druiden wachte und fest stellte was ihnen dann doch passiert ist..." der Elf wirkte bestürtzt und senkte den Kopf. "... es hatt mich fast wahnsinnig gemacht als sie... aber ich war alleine. Nur ein einzelner Druide... und dabei solch eine Zerstörung.. was würde aber passieren, wenn eine Drachenseele so der Raserei verfällt vor Wut und Rachegelüsten.. und wenn es auch nur kurzfristig ist. Es würde euch umbringen. Euer Körper würde seine Wut nicht verkraften."
"Und was ist wenn mich jemand begleitet? Wie soll derjenige mir dann helfen? Da ist die Gefahr größer, dass jemand der mit wichtig ist, durch mich zu schaden kommt, als wenn ich da nun alleine hin gehe. Er wäre dumm wenn er seinen eigenen Körper schaden zu fügen würde den er erst bezogen hat. Und so weit kommt es vielleicht auch gar nicht.."
Tintagel seufzte und richtete sich wieder auf.
"Ich muss noch zurück ins Dorf und dort ein paar Fische ab liefern.. ich werde später wieder kommen." sprach er und reichte Cecilia aus seiner Tasche ein paar Fische. "Das reicht für einige Tage..... wenn jemand nach euch Fragt, soll ich sagen wo ihr seid?"
Die Paladin nickte. "Ich habe kein Geheimniss daraus gemacht wo ich bin.. Und danke für den Fisch. Ich werde aber spätestens zum Gildentreffen wieder zurück sein."
Der Druide nickte und beide verbeugten sich nochmal voreinander. Wärend Cecilia sich wieder im Schneidersitz auf ihren alten Platz am Boden setzte und weiter meditierte, wandte Tintage sich ab, verwandelte sich zurück in eine Großkatze und eilte gen Dunkelhain.
Ein kalter Lufthauch umspielte ihn wieder und er hörte abermals diese Stimme in seinen Kopf, die er diesmal den Geist der Vision zuordnen konnte.
"War nett eure Bekanntschafft gemacht zu haben werter Wächterkollege."
Die Kälte und das Flüstern verschwand wieder und der Druide warf diesmal keinen suchenden Blick über die Schulter...
Re: Wächter der Toten (Abgeschlossen)
Gwendelyn Wrench - 14.08.2008, 19:44
Große Unschuldige Augen sahen tief in ihre, begleitet von einer zarten, aber durchaus fest entschlossenen Frauenstimme.
"Euch sowie den Drachengeist der nun mit in eurer Seele haust, wurde großes Unrecht angetan. Wärend ihm sein irdisches Leben auf grausamste Art beendet wurde, wurdet ihr euren Lebenssinn selbst beraubt... Beim Licht verspreche ich euch beide hiermit, alles in meiner Macht stehende zu tun, um dieses Unrecht wieder ins Rechte zu rücken."
Das Bild der jungen Conventschülerin und Priesterin Johanna verschwand aus Cecilias Gedanken. Ihren Folianten des Lichtes, den sie einstmals von ihren Großvater geerbt hatte, lag auf ihren Schoß, wärend sie sich an einen Baum im Park lehnte und ihren Gedanken nachhing.
Ein weiterer Gedanke mischte sich zu ihren. Eine Präsanz in ihr selbst, an die sie sich inzwischen doch etwas gewöhnt hatte. Der Geist war recht amüsiert. Menschen waren schon eigenartige Geschöpfe. In seinen Augen war zwar ihr hochheiliges Versprechen recht Naiv und vielleicht von guter absicht, aber eine "richtige" Hilfe war sie seiner Meinung nach nicht wirklich. Es Amüsierte ihn zumindest. Überhaupt war er ständig angeheitert von den "kleinen und Sterblichen" Völkern. Wonach für ihn auch die ehemals Unsterblichen Elfen zählten.
Cecilia fiel es manchmal etwas schwer ihre eigenen Gedanken zu folgen, wenn sie im Hintergrund ihrer Gedanken seine eigene Meinung flüstern hörte. Er versuchte sie nicht zu beeinflussen.. aber er hielt ihr seine Meinung nicht vor, wie Unsinnig er manches fand.
Aber das war wohl der Preis wenn zwei Seelen sich einen Körper teilen mussten und eine Verbindung eingegangen sind. Keiner von beiden konnte seine Gedanken einfach "Abstellen" oder verheimlichen vor den anderen. Also versuchten beide das beste daraus zu machen. Und die Paladine hörte im stillen auch gerne seinen Erzählungen zu. Es gab immer ein bischen zu lernen dabei.
Leise, vom Gras gedämpfte, feste Schritte, holten Cecilia in die Gegenwart zurück und mit einen kurzen Blick folgte ein leichtes Freundliches Lächeln, als sie den Krieger vor sich erkannte.
"Grüße Freund," sprach sie den bekannten Defiaskoch an, der in seine Schlachtrüstung gekleidet war und einen recht müden eindruck auf sie machte. "es freut mich euch bei guter Gesundheit zu sehen. Ihr seid zur Zeit in Silithus hörte ich?"
Torr nickte leicht und seine Augen musterten sie kurz aufmerksam, vor allem ihre Augen. "Jemand muss sich um diese Insekten kümmern.. sie vermehren sich schlimmer wie die Pest oder eine Heuschreckenplage. Ganz Silithus ist von ihnen Verseucht.. und überall in Kalimdor kann man sie finden wenn man genauer hinsieht. Wie ist es eigentlich euch ergangen?.. Ihr seht anders aus.." fragte er mit einen skeptischen Unterton und die Paladine nickte leicht als Antwort.
"Seit wir uns das letzte mal unterhalten haben.. ist einiges passiert. Wie wäre es wenn ihr euch hinsetzt.. dann erzähle ich es euch gerne." Sie deutete auf den Boden vor sich und der Krieger schüttelte leicht den Kopf. Ein hauch von Frustration hing in seiner Stimme.
"Ich würde es gerne hören, aber ich kann es mir nicht leisten... Für jede Minute wo ich hier mühselig rumsitze, vermehrt sich die Gefahr und meine Freunde in Silithus müssen ohne mich auskommen." Cecilia neigte leicht den Kopf und lächelte Torr freundlich zu.
"Hmmm.... das erinnert mich an irgend etwas..." sprach sie nur und wartete auf seine Reaktion. Es war gar nicht so lange her.. da hatte sie zu ihn mal die selben Worte gesagt. Bevor der Lichkönig in Naxxramas fiel... Wo sie selbst an nichts anderes als an den "Feind" denken konnte und sich selbst vergessen hatte.
Sie war gespannt, ob er den Wink mit den Zaunpfahl verstand. Und zu ihrer Freude tat er es sogar. Ein kurzes, leichtes Lachen kam von den Koch und mit einen Seufzen ließ er sich auf den Boden vor der Paladine nieder.
Wärend er ihr schweigend lauschte über ihren Fund der Rüstung und den geschehnissen danach, schrieb er eine Nachricht auf eine Pergamentrolle für Flugnachrichten und ließ seinen Falken mit dieser gen Westen fliegen.
Grübelnd faltete er seine Hände und stützte seinen Kopf darauf, als sie ihre Geschichte beendete.
"Noch vor gerade mal einer Woche... hätte ich euch für eure Dummheit mindestens eine ordentliche Tracht Prügel verpasst..." sprach er erst ernst, wobei Cecilia nicht anders konnte als zu grinsen. Eigentlich hatte sie damit gerechnet. "aber inzwischen... druch meinen Orcischen Blutsbruder im gemeinsamen Kampf in Silithus, lernte und erinnerte ich mich wieder an viele Dinge ihres.. "Glaubens" der sich so von unseren unterscheidet. Bei ihnen.. wäre es nicht wirklich ungewöhnlich, mit einen "Geist" beseelt zu sein... oder wie auch immer genau das von statten geht. Bei den Schamanen wärt ihr vielleicht jetzt recht angesehen."
Torr schüttelte leicht den Kopf. "Ihr wisst hoffentlich was ihr tut... der Geist kriegt gerade alles vom Gespräch mit?" fragte er und die Paladine nickte. "Gut... dann soll er sich meine Worte jetzt gut merken. Wenn ich jemals den Verdacht hege, dass er versucht euch zu Schaden oder vom Charakter zum schlechten zu verändern... Darf er früher als ihm lieb ist für alle Ewigkeit im Nether oder Abyss landen. Und dafür werde ich persönlich sorgen."
Cecilia schmunzelte amüsiert und eine art... Präsenz, die eine leichte Kälte ausstrahlte ging von ihr aus. Und der Krieger hörte eine männliche Stimme, die aber nicht die seine war in seinen Gedanken.
"Wie putzig. Ein Mensch will mir drohen? Ich bin theoretisch schon Tod, ein Umstand der mir selbst zwar auch nicht gefällt, aber mit den ich sowie ihr erst einmal "Leben" müssen. Aber euer Versprechen ist angekommen. Ich werde ihn mir merken... und vielleicht findet sich ein andermal die Zeit für ein intensiveres "Gesrpäch". Es ist doch immer wieder amüsant mit euch Sterblichen."
Die Kälte verschwand wieder und Cecilia schmunzelte immer noch.
"Ihr habt sein Interesse geweckt Freund."
"Um so besser." antwortete der Koch und stand langsam wieder auf. "Und nun.. werde ich meinen eigenen Rat beherzigen, den ich euch vor einger Zeit mal gegeben hatte... Ich habe vorhin eine Nachricht an Thrall und meine anderen Freunde in Silithus gesendet. Wir werden uns eine längere Pause gönnen... Und sobald Geist, Seele und Körper wieder erholt sind, geht es gestärkt zurück in die Schlacht."
Die Paladine nickte zustimmend und richtete sich auch auf. "Ich begleite euch dann gerne wenn es euch nichts aus macht.. im moment habe ich nichts zu tun... Die Argentumdämmerung plant zwar an einer Reise für einen Größeren trupp gen Norden.. aber das wird noch seine Zeit dauern. Solange stehe ich euch gern zur Verfügung."
Im Hinterkopf hörte sie einen angeeckelten und abfälligen Kommentar über "unbedeutendes Getier" von einen gewissen Drachengeist, ließ das ganze aber auf sich ruhen und winkte Torr hinterher als dieser ging.
Für sie war nur noch eine Reise von bedeutung.. und diese Reise an zu treten, war noch nicht soweit...
Aber sie würde bald dort hin gehen..
Die ewige Insel aus Eis..
Nordend...
***** ***** *****
ooc: So endlich geschafft. Ab jetzt können auch Kommentare am Ende gepostet werden. Es wird sicher weiter gehen, wenn das neue Addon kommt und meine Pala ihre Reise in den Norden antritt.. aber das dauert noch ein weilchen.
Naja.. mal sehen was dort dann passiert. ^.-
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