Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

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    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    Albert - 15.05.2008, 13:43

    Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss
    Jetzt sieht man den Bärlauch des Nordens überall am Weges-und Waldrändern, an Hecken und in alten Kräutergärten blühen. Die Rede ist von Knoblausrauke, auch Lauchkraut genannt, das über den zurzeit überaus beliebten Bärlauch in Vergessenheit geraten ist. Warum eigentlich? Zum einen ist die Alliaria petiolata aus der Familie der Kreuzblütler bei uns heimischer als der Bärlauch, zum anderen hat sie einen feineren Geschmack und ist in der Küche vielfältiger einsetzbar.
    Die Blätter schmecken nach mildem Knoblauch (daher der Name) und leicht scharfer Kresse. Die Blüten zieren jeden Speiseteller (von Mai bis Juni) und die Wurzeln schmecken, ähnlich wie Meerrettich, scharf und aromatisch. Im Mittelalter war die bis zu ein Meter hohe Pflanze, die mit unserem beliebten Rucola verwandt ist, beliebtes Gewürz für Suppen und Braten. Es wuchs überall, in der Natur und in Hausgärten, und ersetzte das damals teuere Salz und den nahezu unerschwinglichen Pfeffer. Auch zu Hering, Schinken und Pökelfleisch kam die Knoblauchsrauke auf den Tisch der Norddeutschen. Geruch und Geschmack der Pflanze rühren wesentlich vom Senfölglycosid, das wie Allicin im Knoblauchs antiseptisch und leicht harntreibend wirkt. Daher wird Knoblauchsrauke auch gerne zur Entschlackung eingesetzt. In der Naturmedizin wird vor allem die blühende Knoblauchsrauke wegen ihrer schleimlösenden und reizlindernden Wirkung bei Asthma und schwerem Husten angewendet. Außerdem wird sie zur Förderung der Wundheilung äußerlich aufgetragen. Auch gegen Würmer soll sie helfen. Neben verschiedenen Mineralstoffen enthält die Pflanze reichlich Vitamin A und C- ist also rundum gesund.
    Die Blätter ähneln denen der Brennessel, sind aber heller und am Rand unregelmäßig gezahnt. Jetzt zur Blütezeit kann man die Knoblauchsrauke gut von der Brennessel unterscheiden. Notfalls reibt man an den Blättern, der betörende Geruch ist einzigartig.
    Die frischen Blätter und jungen Triebe eignen sich hervorragend für Salate, Kräuterquark, für Kartoffeln-, Gemüse und Lammgerichte, kurz zu allen Gerichten, bei denen gerne Knoblauch verwendet wird.
    Das Trocknen der der Blätter sollte man sich ersparen, denn das Aroma verfliegt schnell.

    Sonnige Grüße
    Albert



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    Esther - 15.05.2008, 13:48


    Vielen Dank Albert, dann kann ich die ja auch selber essen - toll. Hier wächst sie noch an vielen Wegesrändern.



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    SabineWil - 15.05.2008, 13:51


    Hallo Albert
    Meine Testudo hermanni boettgeri lieben die Knoblauchrauke sehr. das Gute an ihr ist, daß man sie sogar im Winter findet, weil sich schon im Frühherbst die Rosetten ausbilden, die dann überwintern. Die Pflanze ist ja zweijährig.
    Ich habe sie in einem Kräuterquark schon öfters verwendet und alle mochten diesen quark.
    Liebe Grüße
    Sabine



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    Esther - 15.05.2008, 14:37


    Eine tolle Idee, werde mal eine Art Tzarzicki damit probieren. :idee:



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    SchokoMinza - 15.05.2008, 14:43


    .... ich mische auch alle für den menschen gesunden kräuter in salate und dips etc. allerdings nachdem ich das dann nach dem essen den leute erzählt habe, wird denen immer so mulmig, als hätte man gesagt, dass man selbst gesammelte pilze drin hätte...

    jetzt fragen schon immer alle vorher, was sie zu essen bekommen... könnte mich dann immer kringeln.

    meine schwester nimmt dann schon mal zur sicherheit den heimweg entlang der adresse des hausarztes :lol: , nur weil die kinder löwenzahn und cleytone im salat oder z.b. giersch in 'ner suppe gegessen haben... könnt' mich dann immer wegschmeißen.

    vor 100 jahren wären wir wohl alle an unterernährung gestorben denke ich dann immer :wink:



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    Esther - 15.05.2008, 14:54


    Also in Griechenland ißt man Gänsediesteln als Gemüse - konnte man sogar im Restaurant bestellen - sah irgendwie merkwürdig aus - ich habe das daher nicht probiert - jaja, wat de Bur nich kennt das fret he nich :roll:



    Re: Knoblauchsrauke-Raritäten mit Biss

    Piacenza - 16.05.2008, 22:58


    Hallo Esther,

    ich glaube das schmeckt so ähnlich wie unser Spinat. Der sieht auch nicht gerade appetitlich aus. Man kann so viele Sachen essen die man nicht kennt. Solange kein Fleisch drin ist würde ich alles mal probieren.

    Liebe Grüße
    Anna



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