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Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
dola - 15.05.2008, 16:26Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Hallo,
nachdem das Bedürfnis, hierzu eine Thread zu eröffnen, in einer anderen Diskussion aufgetaucht ist, nehme ich dies einfach mal in die Hand.
Diese Frage haben sich hier einige TeilnehmerInnen gestellt. Hierzu ein paar einleitende Gedanken:
Zunächst erhebt sich die Frage nach dem Zweck solcher Zuweisungen, denn konzertant oder im Rahmen einer Gala bzw. einer Veranstaltung mit dem Inhalt einer Abfolge von Arien, in denen rein die stimmliche Leistung maßgebend ist, ist vieles gefällig und passend, was den SängerInnen in der Stimme liegt. Ob man die dahinterstehende Figur auch glaubhaft als Person darstellen kann, tritt bei diesen Veranstaltungen in den Hintergrund. Ich habe auch schon oft gehört, dass die ganze Typeinteilerei Blödsinn sei und man singen solle, was man will.
Für diejenigen jedoch, die professionell zur Opernbühne oder mit einem Szenenzusammenhang arbeiten wollen, ist die Frage des Operntyps essentiell. Beim Vorsingen bei einer Agentur steigen die Chancen, wenn man in der Frage der optimalen Rollen gut beraten ist. Die Agenturen behalten sich zwar das Recht vor, die Besetzbarkeit des Sängers/der Sängerin von sich aus zu bestimmen, jedoch macht es natürlich den besten Eindruck, wenn man sich selbst schon mit den naheliegensten Rollen vorstellt.
Was macht diesen Typ aus? Sicher zunächst die Stimme, das Stimmfach, aber auch die Optik, das passende Alter und die Fähigkeit, die Persönlichkeit der Figur über die Rampe zu bringen, die Ausstrahlung dieser Persönlichkeit zu verkörpern. Es genügt m. E. nicht, für eine Susanna, nur niedlich auszusehen, sondern es muss auch ihr Charakter, ihre Chuzpe, ihre Fähigkeit, selbstbestimmt Dinge zu steuern, die sie betreffen, für die Betrachter deutlich werden.
Viel ergibt sich schon aus dem Stimmfach, zu dem meistens auch ein passender Körperbau gehört, aber das trifft eben sehr oft auch nicht zu. Manche Stimme bleibt sehr jung, auch wenn der Mensch dazu schon ungleich reifer ist und somit als jugendlicher Liebhaber etc. nicht mehr glaubhaft rüberkommt. Manche, wie mein Typ, entwickeln sich spät, treffen dann zwar zielgenau die jeweiligen Rollen, lassen aber keine anderen Optionen mehr zu.
Manche Stimmfächer sind schon von sich aus festgelegt, manche, wie z. B. das weite Feld der leichten Soprane, sind gezwungen, sich oft so extrem zu spezialisieren, dass es nicht mehr ausreicht, das Stimmfach an sich zu zeigen, sondern genau eine oder zwei Partien zu finden, wo sie gerade die Idealbesetzung sind. Da wird dann überlegt: Bin ist eher eine Susanna oder eine Zerlina? Wenn der Beruf daran hängt, kann das auch ziemlich quälend sein.
Schwierig wird es auch, wenn Stimme und Grundoptik - die mit Schminke und Kostüm nicht variierbar ist, auseinanderklaffen oder wenn SängerInnen älter werden und damit zwar nicht schlechter (beileibe nicht), aber anders besetzbar werden mit schwereren Rollen und Repertoire ändern müssen. Hier kommen auch die Fachwechsel ins Spiel, die aus der Fortentwicklung sich ergeben.
Wie findet ihr euren Typ, über eigene Identifikation, über externe Beratung? In meinem Fall ist es nicht schwer und hat sehr viel mit der Identifikation zu tun, nicht unbedingt mit den äußeren Umständen oder taten der Figuren, aber mit Empathie bezüglich deren Befindlichkeiten und der Lust daran, dieses stimmlich und szenisch darzustellen.
Wie geht es euch damit?
LG, dola
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Califonia - 15.05.2008, 17:00
Interessantes Thema, Dola ;-)
Über sowas kann ich ewig diskutieren, weil mich das auch immer beschäftigt, zumal ich ja naiv genug bin, davon zu träumen, eines Tages auch mal an irgendeiner Oper singen zu dürfen (wohlbemerkt NICHT als Choristin ;-) )
Wie du sicher schon mitbekommen hast, bin ich mir gerade nicht sicher, ob ich optisch zu meinem Stimmfach passe (jetzt sehe ich schon wieder 1000 verdrehte Augen vor mir, die das nicht mehr hören bzw lesen können, ich weiß ;-) ), aber so ist das eben, wenn du gleich bei dem ersten "Date" mit deinem Gesangslehrer, der zufällig auch noch Prof an einer Musikhochschule ist, aufgebügelt bekommst "eine Soubrette bist du schonmal nicht, dafür bist du zu groß", auch wenn er sich dann ein paar Monate später korrigieren muss, weil es nunmal so eine Stimme ist, der erste Eindruck und der "Stempel", der dir am Anfang aufgedrückt wurde, bleibt zurück)
Nun ist es bei mir sicher kein Problem, eine Susanna oder Zerlina zu singen bzw darzustellen, da es da keine Größenvorstellung gibt (das sind ja junge Frauen, die können durchaus 1,70m groß sein, wird niemanden stören), bei einem Oscar sieht das wieder ganz anders aus, denn das ist ja ein kleiner Page, vielleicht 10 Jahre alt, wird meistens, so mein Gefühl, mit "Mini-Frauen" unter 1,60m besetzt, wenn ich mich nicht irre?! Bei der Konkurrenz in dem Stimmfach würde mir da mit sicherheit eine optisch passendere, "knabenhaftere" Frau vorgezogen werden, meint ihr nicht?
In der Regel ist das alles natürlich Interpretationssache vom Regisseur, wie er sich eine Rolle vorstellt, daher kann man auch nicht vorhersehen, ob das in jedem Fall ein Problem sein muss, aber ich fände es schon schade, wenn mir aus dem Grund manche Rollen nicht möglich wären, auch mal "richtig" auf der Bühne zu singen, weil sie mir großen Spaß machen und auch gut zu meiner Stimme passen (wie ja einige auch bemerkt haben beim WS ;-) )
Ich muss schon sagen, Dola, ich beneide dich fast, dass du so sehr zu deinem Stimmfach passt, denn das Stimmfach ist ja eh seltener, somit hast du sicher weniger Konkurrenz!
Ich habe noch eine Frage: Komischer Weise höre ich in letzter Zeit immer wieder, unabhängig von einander, dass mein Äußeres und meine Stimme (Also beides zusammen) sehr zu diesen Rollen passen würde, obwohl ich vor einiger Zeit (fast 2 JAhre her) gesagt bekommen habe, dass es nicht so wäre, hat sich das Bild jetzt inder ZEit geändert oder ist das mit dem Aussehen (also Figur und Größe etc) doch zweitrangig, und es kommt mehr auf den Charakter drauf an, den man ausstrahlt, von sich aus, also ob man eher lustig und fröhlich ist oder eher melankolisch und ernst?
Dann könnte ich das eher nachvollziehn, dass jetzt auf einmal alle sagen, dass es passt!
Erst gestern hab ich mich mit meinem Prof für Operngeschichte unterhalten, als ich ihm vom Workshop erzählte (muss ja bissl angeben^^), und sagte, was ich gesungen hab, meinte er auch gleich "ja, das hab ich mir schon gedacht, das hört man schon an der Sprechstimme und man sieht es auch" (nicht wörtlich nur sinngemäß), was mich natürlich gefreut hat, zumal er Chefintendant der Oper Frankfurt ist, das lässt ja hoffen *freu*!
Lg, Cali
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
melusine - 15.05.2008, 18:26
Liebe Dola, das ist ein guter Einstiegsbeitrag! Merci!
Bei manchen Sängern, wie etwa bei dir, liegt die Sache ja klar auf der Hand.
Da ist dann das Problem weniger der Typ an sich, sondern wie du schreibst, eher die echte Einschränkung des Repertoires, weil man/frau eben so typisch in nur ein ganz spezielles Fach passt. Der Vorteil liegt auf der Hand: in diesem speziellen Fach kann man dann auch hohe Leistung bringen.
Ich sehe die Typenfrage auch als einen Entwicklungsprozess und eine Sache der Gesamtpersönlichkeit an.
Jemand der von Natur aus eine starke Persönlichkeit hat, kann auf der Bühne/im Konzert verschiedene Facetten dieser Persönlichkeit zum Leuchten bringen und sowohl tragische als auch komische Figuren glaubhaft verkörpern.
Wer dagegen im Leben ein verschüchtertes, unsicheres, tolpatschiges oder rückratloses Fähnchen im Wind ist, wird es sehr schwer haben überhaupt irgendetwas glaubhaft rüber zu bringen, egal wie gut die Stimme auch immer ist.
Auch wer Angst vor Emotonen hat und in dieser Hinsicht auf Sparflamme funktioniert wird sich schwerer tun, Leidenschaften, wie sie in Opern so häufig vorkommen , nachzuempfinden.
Was die Stimmtypen an sich angeht, bin ich da etwas vorsichtig. Die Körpergrösse oder Haarfarbe halte ich persönlich z.B. für total nebensächlcih, solange sie im Rahmen des Norm-Bereiches liegt.
Frauen unter 1,55 oder über 1,80 haben es leider in jedem Stimmfach etwas schwerer, aber es gibt sie dennoch an den Bühnen.
Ich habe zwei deisbezüglich extreme Sprach-Schüerinnen: zwei professionelle Koloratursoprane: eine ist 1,82 eine 1,53. Beide sind attraktiv und schlank und gesangstechnisch sehr gut. Die sehr Grosse hat es extrem schwer, aber auch die sehr Kleine wurde schon wegen ihrer Körpergrösse bzw eines Riesenbaritonpartners wegen abgelehnt. Dennoch werden sie auch engagiert.
Spiel- Typen wie Soubretten müssen eigentlich heute attraktiv und sogar potentiell sexy sein. In Zeiten des Regietheaters wird kein Regisseur eine Zerlina, Despina oder Susanna, eine Musetta oder ein Ännchen mit einer aus dem Leim gegangenen Sopranistin besetzen. Selbige hat als dramatischer oder frosser lyrischer Sopra bei entsprechender Eignung sicher eine viel grössere Chance. Ähnlcihes gilt für Koloratur-Mezzi in Rollen wie Rosina, Cenerentola, Carmen etc pp
Ohne eine bühnentauglcihe Attraktivität ist da wenig zu gewinnen. In Fächer , wo es grosse Konkurrenz gibt, spielen äussere Dinge logischerweise eine grössere Rollen als in solchen , wo händeringend nach passenden Stimmen gesucht wird.
Bei den Männern sieht die Sache ohnehin etwas anders aus, scheint mir.
Ich gehe sehr viel in die Oper und es fällt schon deutlich auf, dass die jungen Sänger/innen immer attraktiver werden. Und je leichter die Fächer, desto mehr. Das Regietheater wirft da eindeutig seine Schatten.
In szenischen Konzerten finde ich es genauso wichtig, dass man sich mit einer Rolle indentifizieren kann, um sie gut verkaufen zu können.
Auxch wenn man da gottseidank eine grössere Freiheit im Austesten und dem Prinzip Try and Error hat als in einer Bühnenlaufbahn.
Mir persönlich liegen zwei sehr verschiedene Typen am Besten: die Kecke, Selbstbewusste und Freche und die melancholisch schmachtend Liebende.
Da es sowohl in dem einen wie in dem Anderen Genre viel Literatur für meine Stimme gibt, bin ich inzwischen sehr zufrieden und versöhnt mit Typ und Stimme. Das hat aber einige Jahre gedauert!!!!!
Hosenrollen sind/wären dagegen gar nichts für mich. Aber dafür hab ich ja gottseidank meinen Rosenkavalier :wink:
Aber bevor man sich ernsthafte Sorgen um den Typ zur Rolle macht, muss man sich erst mal Sorgen um die Rolle selbst machen. Die Gesungene meine ich natürlich...... :wink:
Melusine
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Contessa - 16.05.2008, 10:04
So, da meine Hand nicht mehr gar so viele Zicken macht, will ich doch auch einmal etwas zu diesem spannenden Thema beitragen.
Zuerst einmal finde ich, dass man, bei der Fähigkeit, bestimmte Rollen auf der Bühne zu verkörpern, auch sehr differenziert auf die verschiedenen Persönlichkeitsstrukturen eingehen sollte. Und zwischen "totaler Rampensau" und "total verschüchtertem Mauerblümchen" gibt es ja noch viele Nuancen. Manchen liegt es eben mehr, in Rollen zu schlüpfen ,die so gar nichts mit ihrer "realen" Persönlichkeit zu tun haben, anderen hilft es eher -und zu diesem Typ zähle ich mich - wenn die Rolle, die sie darstellen, zumindest in Teilen ihrem eigenen Charakter ähnlich ist.
Ich denke auch, dass man immer einmal wieder ausprobieren sollte, welche Typen einem liegen, aber mit der Zeit kristallisiert sich zumindest bei mir heraus, welche Typen mir liegen, welche meinem Charakter nur in Teilen ähneln (wodurch man aber vielleicht auch andere Nuancen seiner eigenen Persönlichkeit entdeckt, wenn man sich darauf einlässt) und welche mir nun einmal überhaupt nicht liegen.
Und das hat auch in der Tat was mit der gesamten Persönlichkeitsentwicklung zu tun. Je sicherer ich mir meiner selbst werde (allgemein und auch in sängerischer Hinsicht), desto weniger lasse ich mich in Dinge/Rollen drängen, für die ich mich um 180° drehen müsste. Ich habe eben eingesehen, dass ich keine Femme Fatale bin (Sinnlichkeit kann man ja zum Glück auch noch auf andere Weise ausstrahlen :cool: ) und das auch gar nicht sein muss, weil ich mich auch so, wie ich bin, angenommen fühle (jetzt wird's psychologisch *g*)
Flexibilität und die Freude, Neuland zu entdecken ist immer gut, aber ich finde, dass man sich bei all dem auch selbst treu bleiben sollte. Eine Fähigkeit, die ich mir so langsam versuche, zu eigen zu machen.
Liebe Grüße
Contessa
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
gioachino - 17.05.2008, 00:09
Was die weiblichen Rollen betrifft, gab es Zeiten, in denen es ziemlich egal war, ob eine Sängerin der optischen Vorgabe entsprach - sie musste halt singen können. Diese Epoche endete eigentlich erst mit dem Fernsehen und dem neuen Regieansatz, der zumeist auch optisch glaubwürdige Charaktere auf der Opernbühne verlangt. Aus der Zeit davor rührt auch das ( Vor ) urteil, klassische Sängerinnen seien überwiegend dick und wenig attraktiv.
Diese Zeiten sind ( leider / Gott sei Dank ! ) vorbei, nicht erst seit Anna Netrebko & Co. Eine sechzigjährige, matronenhafte Mimi, Manon, Tatjana ist heutzutage undenkbar, zumal die Damen auf internationalem Parkett heute beides bieten : Schöngesang u n d Attraktivität !
Vielen Sopranen kommt auch noch die Natur entgegen, wenn sie während oder nach der Menopause ins Charakterfach wechseln können, um dem Image der ewig jungen Liebenden glücklich zu entrinnen, denn ihre Stimme " setzt sich ", wird schwerer, was häufig dazu führt, dass aus der vormaligen Zerlina eine tolle Klytemnästra oder Küsterin wird ( Anny Schlemm, Anja Silja ).
Die Herren haben es ( wieder einmal ? ! ) einfacher : Der siebzigjährige Alfredo Kraus z. B. darf bis zu seinem Tod einen stets umjubelten Werther singen u n d darstellen.
Die Bässe haben sogar das Luxusproblem, meist " auf alt " geschminkt werden zu müssen, während die Baritone mit altersloser Rivalität zum Tenor agieren dürfen.
Schwierig wird es hier allerdings bei Wagner: Ein kleiner, dünner, unmännlich wirkender Wotan oder Siegfried hatte schon früher keine Chance, die Wohlbeleibten à la Slezak oder Melchior allerdings schon, was wiederum heute kaum zu vermitteln ist. Man denke nur an Ben Heppner, der inzwischen dramatisch abgenommen hat, was seiner Stimme nicht geschadet haben soll.
Sängerinnen und Sänger internationalen Standards sind heutzutage nicht selten wohlfeile Sklaven der globalen Medienwelt, die häufig genug außerkünstlerischen Kriterien den Vorzug gibt, auf Kosten der Karrieredauer.
Ein weites Feld - fürwahr !
Ciao. Gioachino
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
gioachino - 17.05.2008, 14:04
Was ich zu den Sängerinnen geschrieben habe, bezieht sich wohlgemerkt auf das Sopran- und grundsätzlich auch auf das Mezzofach, soweit es sich hier um die Seconda Donna handelt.
Eine Altistin wie unsere Dola ist optisch überhaupt nicht festgelegt. Sie erlangt ihre sängerische und visuelle Wirkung allein durch große Bühnenpräsenz !
Eine gertenschlanke Ulrica, Azucena oder Erda wirkt hier eher deplatziert.
Ciao. Gioachino :wink:
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Uralt - 17.05.2008, 16:45
gioachino hat folgendes geschrieben: Sie erlangt ihre sängerische und visuelle Wirkung allein durch große Bühnenpräsenz !
Eine gertenschlanke Ulrica, Azucena oder Erda wirkt hier eher deplatziert.
Ciao. Gioachino :wink:
Einspruch Euer Ehren :
Wir hatten eine gertenschlanke Azucena und ( zu einer tollen Stimme ) gerade die Ausstrahlung und Präsenz haben uns die Haare zu Berge stehen lassen, so schön gruselig wars.
Ich denke auch eine Ulrica oder Erda können gertenschlank sein, wenn sie mit Stimme und Ausdruck die Rolle füllen können.
Grüße
Uralt
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
gioachino - 17.05.2008, 18:00
Mit Deinem Einspruch habe ich gerechnet, liebe Uralt !
Dann will ich das Ganze mal relativieren : Eine Azucena muss heutzutage nicht schlank und jugendlich sein, eine Tatjana hingegen schon.
Ciao. Gioachino :wink:
PS : Weißt Du mehr über die neue Internetpräsenz von gesang.de ?
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
dola - 17.05.2008, 19:25
*Mitmisch* :D
Sehe das auch so wie Gioachino, fände es aber völlig unglaubwürdig, wenn nicht wenigstens ein Alter erreicht wäre, dass mit erwachsenen Kindern zusammenpasst.
Diese Art Muttertypen sind ja sowohl denkbar als etwas ausgezehrt von den Härten einiger Schwangerschaften und z. T. ihrer Armut als auch als mediteran - üppige Mamas.
Wenn Stimmtyp und der jeweilige Körperbau in Relation gesetzt werden, überwiegt - was hier quantitativ überschaubar bleibt - dann doch die stattliche Variante. Aber wenn es im Eibzelfall anders ist - kein problem.
LG
dola
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Uralt - 18.05.2008, 10:13
gioachino hat folgendes geschrieben:
PS : Weißt Du mehr über die neue Internetpräsenz von gesang.de ?
Leider nein, ich wurde nicht informiert.
Zum Thema :
Ich hatte das Thema irgendwie anders verstanden. Nicht das Aussehen, Figur, Alter, Haare, Kopfform, Wangenknochen ( hihi), sondern welche Person aus einer Oper liegt mir besonders, wen kann ich gut darstellen und natürlich singen. Man versetzt sich ja in eine andere Person, andere Situation, evtl andere Kultur usw.
Und da jede und jeder ja verschiedene Eigenschaften in sich trägt, gelingt es besser oder nicht so gut. Manchmal kann frau/man in einer Arie etwas ausleben, was tief in der Seele schlummert und sonst nie raus darf. Oder man entdeckt durch die Arbeit an einer Rolle oder Arie eine Eigenschaft an sich selbst, die vorher nie zum Vorschein kam.
Manchmal sind es auch einfach bestimmte Erfahrungen, die man gemacht hat im Leben, die eine besondere Affinität zu der ein oder anderen Rolle herstellen.
Diese Überlegungen sind natürlich sehr persönlich, und im Detail nicht öffentlich zu diskutieren. Aber manchmal erhält man Rückmeldungen nach einem Vortrag, die zum Nachdenken anregen im Positiven und Negativen.
Diese Aspekte finde ich persönlich viel spannender als das Äußerliche. Ok. ich stehe ja auch nicht als Solistin auf einer Opernbühne und muß mich nicht für Rollen bewerben.
Sonntägliche Grüße
Uralt
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
LaGioconda - 15.06.2008, 22:15
hat irgendjemand Kontakt zur meiner großen Liebe Steven ? ( :lol: )
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
melusine - 16.06.2008, 14:03
Ja.
Soll ich ihm schreiben, du seist vor lauter Sehnsucht schon ganz abgemagert, beim Hyperventilieren und er solle dringend erste Hilfe leisten?
Unter welcher deiner Identitäten kennt er dich denn überhaupt?
Übrigens finde ich dein neues Photo hier ganz herzallerliebst!!!!!
Wenn ich 20 Jahre jünger und anderen Geechlechts wäre würde ich auch hyperventilieren...... :D
Melusine
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
LaGioconda - 16.06.2008, 15:43
Aber ja ich bitte darum !
Er kennt mich unter Leila. 44'er Feuerpferd ist der Mann. Beuteschema hoch 100 hihi.
Nein es geht mir schlicht um meine Lehrer suche. Mein jetziger Lehrer empfiehlt mir direkt eine Sopranistin aus einem der großen berliner Ensembles zu nehmen. Und da kann man sich glaub ich ganz gut an Steven wenden.
P.s.: Danke fürs Kompliment, das ist ein Zirkusschirm vom berliner Trödelmarkt!
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
melusine - 17.06.2008, 14:47
Hab's weitergegeben!
Lieben Gruss M
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Uralt - 17.06.2008, 19:19
LaGioconda hat folgendes geschrieben:. 44'er Feuerpferd ist der Mann.
Hey, was ist das denn ?
Grüße
Uralt
Re: Welcher Opernbühnentyp passt zu mir und meiner Stimme?
Califonia - 19.06.2008, 21:45
neue Definition alla Leila für einen Super-Typen, hab ich Recht?
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