Männlichkeit und Führung

Das deutschsprachige Love-shyness Forum
Verfügbare Informationen zu "Männlichkeit und Führung"

  • Qualität des Beitrags: 0 Sterne
  • Beteiligte Poster: Talon - Erde - Ugly-Model - Solymar - Ganta - Anonymous - m29 - avesilla - vancy - gaby - Snicker - Little Lover's So Polite - Betruger
  • Forum: Das deutschsprachige Love-shyness Forum
  • Forenbeschreibung: Selbsthilfe für in Liebesdingen krankhaft Schüchterne - siehe http://love-shy.lima-city.de
  • aus dem Unterforum: Alles theoretische über Love-shyness und Absolute Beginner
  • Antworten: 39
  • Forum gestartet am: Mittwoch 12.09.2007
  • Sprache: deutsch
  • Link zum Originaltopic: Männlichkeit und Führung
  • Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 7 Monaten, 8 Tagen, 9 Stunden, 25 Minuten
  • Alle Beiträge und Antworten zu "Männlichkeit und Führung"

    Re: Männlichkeit und Führung

    Talon - 04.08.2008, 17:31

    Männlichkeit und Führung
    Hi,
    bei meiner Entdeckungsreise hin in die Welt der Unterschiede zwischen einem Jungen und einem Mann wird mir immer mehr klar, wie wichtig es für eine Frau ist, daß der Mann sie führen kann. Und zwar nicht im aufdringlichen Sinne, sondern einfach als psychologische "Entlastung" und der damit gegebenen Möglichkeit für die Frau, sich fallenlassen zu können. Dies scheint mir vor allem im sexuellen Bereich wichtig zu sein.

    Meinungen, Kommentare?

    Wie entdeckt man als körperlich erwachsener Mann diese verantwortungsvolle und reife Seite eines Mannes?

    Viele Grüße



    Re: Männlichkeit und Führung

    Erde - 04.08.2008, 17:34


    Ist wohl so...aber ich versteh nicht warum Frauen mehr "Entlastung" verdienen als Männer.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 04.08.2008, 17:38


    Das kommt auf die Frau an. Je selbstbewusster die ist, desto mehr "Führung" muss der Mann schon an den Tag legen. Hat die Frau ned einmal einen Rückgrat, hats der Mann noch einfacher.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Talon - 04.08.2008, 17:59


    Ihc weiß auch nicht, warum Frauen mehr Entlastung verdienen sollten als Männer. Aber vielleicht ist es ja schonmal ein Schritt, zu erkennen, daß ein Mann, der einer Frau diese Entlastung bieten kann, für sie viel attraktiver ist als ein Mann, der sich diese Entlastung von ihr erhofft. Sprich, die Frau sucht im Mann etwas Väterliches, dies ist gesellschaftlich anerkannt und erwünscht; aber wenn der Mann etwas Mütterliches von der Frau fordert, hat dies genau den gegenteiligen Effekt.

    @Ugly Model, ich kenne Jemanden, der jede Woche ne andere Frau im Bett hat (mindestens), und er hat viel Kontakt zu den arrogantesten Tussen und den selbstbewußtesten Frauen. Er erzählt mir, daß sie nach dem Sex im Bett die schwächstens und leisesten Frauen sind. Aber bis es dahin kommt, braucht der Mann tatsächlich mehr "Stärke" als die Frau. Also kommt hier quasi die zweite Regel: Damit sich die Frau am Mann anlehnen kann, muß er stärker sein als sie.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Solymar - 04.08.2008, 19:30


    ...



    Re: Männlichkeit und Führung

    Erde - 04.08.2008, 19:38


    die aufgabe der frau ist es, Männer zu kontrollieren und die aufgabe des Mannes ist es, das nicht zuzulassen---->Kräftegleichgewicht.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Solymar - 04.08.2008, 19:40


    Erde hat folgendes geschrieben: die aufgabe der frau ist es, Männer zu kontrollieren und die aufgabe des Mannes ist es, das nicht zuzulassen---->Kräftegleichgewicht.
    Bin ich froh, dass ich da nicht mitspiele. :roll:



    Re: Männlichkeit und Führung

    Erde - 04.08.2008, 19:41


    Ja, siehts denn gut aus in deinem Liebesleben?

    Ausser one night stands?



    Re: Männlichkeit und Führung

    Solymar - 04.08.2008, 19:43


    Erde hat folgendes geschrieben: Ja, siehts denn gut aus in deinem Liebesleben?

    Ausser one night stands?
    Jep. :D



    Re: Männlichkeit und Führung

    Erde - 04.08.2008, 19:58


    Na dann bist du wohl was ganz besonderes, gratuliere ;)



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 04.08.2008, 20:08


    Solymar hat folgendes geschrieben: Ugly-Model hat folgendes geschrieben: Das kommt auf die Frau an. Je selbstbewusster die ist, desto mehr "Führung" muss der Mann schon an den Tag legen. Hat die Frau ned einmal einen Rückgrat, hats der Mann noch einfacher.
    Das hat dann aber was mit Dominanz zu tun, nicht mit Führung.
    Eine selbstbewusste Frau zeichnet sich nämlich genau dadurch aus: Sie hat ihr Leben im Griff und weiß, was sie kann und will.
    Demzufolge braucht sie eben keine "Führung". :roll:

    Ganz falsch. Jede Frau braucht irgendwo ne Schulter zum anlehnen und einen starken Mann der sie "führt".



    Re: Männlichkeit und Führung

    Solymar - 04.08.2008, 20:11


    ...



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 04.08.2008, 20:21


    Ugly-Model hat folgendes geschrieben: Ganz falsch. Jede Frau braucht irgendwo ne Schulter zum anlehnen und einen starken Mann der sie "führt".

    Ganz egal ob sie die taffe superstarke und selbstbewusste Amazone gibt. Siehe am Beispiel von Talon.

    Und ja du kannst ne Runde weinen.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Solymar - 04.08.2008, 20:38


    Ugly-Model hat folgendes geschrieben:
    Ganz egal ob sie die taffe superstarke und selbstbewusste Amazone gibt. Siehe am Beispiel von Talon.

    Und ja du kannst ne Runde weinen.
    a) Was für ein Beispiel?
    b) Warum weinen?



    Re: Männlichkeit und Führung

    Talon - 04.08.2008, 21:16


    Ich glaube die These ist doch hier, daß jede Frau, egal wie stark sie ist, in einem Mann einen Menschen sucht, der stärker ist als sie, den sie nicht manipulieren kann, an den sie sich anlehnen kann, den sie mit ihren Gefühlswellen nicht aus dem Gleichgewicht bringen kann; also etwas Väterliches für das kleine Mädchen in ihr. Demnach würde sich keine Frau in einem Mann verlieben oder Sex mit ihm haben, der (psychisch) schwächer ist als sie. Die Ausnahme wären psychosoziale Konstellationen, in denen die Schwäche des Mannes irgendeine innerpsychische Funktion für die Frau übernimmt.
    Das erklärt im Übrigen auch, warum wir es im Leben "unerklärlicherweise" immer wieder mit der gleichen Art von Mensch zu tun bekommen.

    Edit, @Erde, das ist ein toller Satz, und Menschen die keine Erfahrung haben, sind eben nicht stark genug, um sich den Kontrollversuchen einer Frau zu widersetzen; bzw. es zeichnet einen niceguy ja eben aus, daß die Frau die volle Kontrolle über ihn hat, eben aus Angst, daß auch nur ein kleines Ansichreissen der Kontrolle und Selbstwürde den Verlust der Zuneigung der Frau nach sich zieht; das Gegenteil ist der Fall, tragischerweise kann das der liebe Kerl emotional nicht nachvollziehen.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 04.08.2008, 21:16

    Re: Männlichkeit und Führung
    Talon hat folgendes geschrieben: Wie entdeckt man als körperlich erwachsener Mann diese verantwortungsvolle und reife Seite eines Mannes?
    Ich denke ein wichtiger Schritt ist, fürs erste, für sich selber seine Grenzen zu kennen, die niemand übertreten darf, auch die Partnerin nicht. Das ist wichtiger Selbstschutz, weil man sich von niemandem einfach so verletzen lassen darf.

    Kleines Beispiel: ich habe meiner Freundin zB. freundlich, aber klar zu verstehen gegeben, daß ich es nicht akzeptiere, wenn sie mich als einen Softie bezeichnet. Selbst wenn es nur im Scherz ist. Ich empfinde das als verletzend, auch wenn sie das gar nicht so wahrgenommen hat. Wie gesagt, nur ein kleines, harmloses Beispiel. Aber es machte ihr klar, wo bei mir meine (Selbstschutz)Grenze verläuft. Das zeigt ihr auch: Ich lasse nicht alles mit mir machen, über mich kann man nicht drübertrampeln. Ich denke dieser Eindruck ist wichtig, um nicht als "Schwächling" wahrgenommen zu werden.

    Talon hat folgendes geschrieben: aber wenn der Mann etwas Mütterliches von der Frau fordert, hat dies genau den gegenteiligen Effekt
    Dieser Gedankengang und dieses Gefühl hat mir auch lange zu schaffen gemacht: "Muß ich als Mann ständig stark sein bzw. Stärke signalisieren? Kann auch ich mich nicht mal fallen lassen?"

    Aus meiner Erfahrung kann ich zum Glück sein: "Nein, es muß nicht ständig sein!" (Das ist einer der Punkte, den ich an DeAngelo kritisiere. Von wegen "the inner boy must die")
    Auch kriegst Du von der Frau genügend "mütterliches" zurück. Okay, einen Windel-Fetisch solltest du nicht gerade haben, aber ab und zu an der Brust nuckeln ist schon drin ;) Also, mach dich nicht verrückt ...

    Ich persönlich denke es ist eine Frage des Ausgleichs und der Balance. Alles zu seiner Zeit. Da sollte man auch lernen, seinen Gefühlen und Instinkten zu vertrauen. Und auch das Vertrauen in den Partner zu haben. Das (wider) zu bekommen ist nach langem AB-tum nicht so einfach ...



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 04.08.2008, 21:29


    Noch was: "Kennenlernen" und "in der Beziehung sein" sind für mich zwei unterschiedliche Dinge. Meine Philosophie: beim Kennenlernen Gas geben, danach kann man die Zügel (bei sich) lockerer lassen. Oder: es wird nicht so heiß gegessen wie es serviert wird! :)

    AB-Wiki: Offensive bei Frauen



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 04.08.2008, 21:33

    Re: Männlichkeit und Führung
    Ganta hat folgendes geschrieben: Talon hat folgendes geschrieben: Wie entdeckt man als körperlich erwachsener Mann diese verantwortungsvolle und reife Seite eines Mannes?
    Ich denke ein wichtiger Schritt ist, fürs erste, für sich selber seine Grenzen zu kennen, die niemand übertreten darf, auch die Partnerin nicht. Das ist wichtiger Selbstschutz, weil man sich von niemandem einfach so verletzen lassen darf.

    Kleines Beispiel: ich habe meiner Freundin zB. freundlich, aber klar zu verstehen gegeben, daß ich es nicht akzeptiere, wenn sie mich als einen Softie bezeichnet. Selbst wenn es nur im Scherz ist. Ich empfinde das als verletzend, auch wenn sie das gar nicht so wahrgenommen hat. Wie gesagt, nur ein kleines, harmloses Beispiel. Aber es machte ihr klar, wo bei mir meine (Selbstschutz)Grenze verläuft. Das zeigt ihr auch: Ich lasse nicht alles mit mir machen, über mich kann man nicht drübertrampeln. Ich denke dieser Eindruck ist wichtig, um nicht als "Schwächling" wahrgenommen zu werden.

    Damit wärs jedenfalls wiederrum bewiesen. Es reicht ned aus irgendwann einfach "höflich" zu sagen: "bitte, bezeichne mich nicht als Softie, das verletzt mich!" sondern sich so verhalten dass niemand gar auf die Idee kommen würde einen als Softie zu bezeichnen. Sprich dass man seine "Grenzen" einfach ausstrahlt und die Personen in deiner Umgebung nicht unbedingt immer darauf aufmerksam machen muss nur um ihnen zu zeigen dass es da Grenzen gibt.

    Und genau bei dem Problem da, ist es eine Frage der Ausstrahlung.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Anonymous - 04.08.2008, 21:35


    ja, aber wenn man das vor anderen macht, wirkt man humorlos! Und wird als arrogant wahrgenommen, als jemand,d er nicht über sich alchen kann... das kann auch nach hinten losgehen



    Re: Männlichkeit und Führung

    Talon - 04.08.2008, 21:39


    Hallo Ganta,
    lange nichts mehr voneinander gehört, wie geht es Dir?

    Ja die Selbstschutzlinie ist sehr zentral zum Männlichkeitsgedanken, oder überhaupt für innere Reife schlechthin, es scheint mir eines der Dinge zu sein, was einen Erwachsenen vom Kind unterscheidet, denn ein Kind kann sowas noch nicht und muß es erst lernen.

    Zum Kind/Mutter-Verhältnis; ich glaube DD meinte damit vor allem die Riten in den Eingeborenen-Stämmen auf der ganzen Welt, dort wird das wohl hauptsächlich so gesehen und so gehandhabt. Natürlich wird das Kind nie sterben, aus meiner Erfahrung ist ein Mann dann am attraktivsten, wenn er im Kontakt zur Frau das innere Kind spielerisch "von der Leine lassen kann", sofern er die Fähigkeit hat, es wieder einzustecken. In solchen Momenten entsteht eine ganz eigene Art von inniger und dezenter Erotik, die eine ganz eigene Note hat.
    Und ich meinte jetzt nicht unbedingt das Nuckeln an der Brust grins, natürlich kann sowas dazugehören und so, ich meinte eher die psychologische Abhängigkeit eines kleinen Kindes von der Mutter bzw. dann später von einem anderen Menschen, der für das Kind da ist und an dem es sich anlehnen kann. Im Grunde genommen will ein Kind-Mann von der Frau genau das, was die Frau zwingenderweise von ihm haben muß, damit er auf sie attraktiv wirkt.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Talon - 04.08.2008, 21:42


    Ugly Model ich glaube Ganta meint alleine schon den Akt des Ansprechens. Also wenn er einmal sagt, daß es ihn stört, und sie macht es wieder, daß er es dann nicht wortlos hinnimmt, sondern so sie so lange darauf aufmerksam macht, bis sie es akzeptiert und ihr grenzüberschreitendes Verhalten anpasst.

    LS Du bringst hier den Inhalt einer Grenzsetzung mit dem Akt des Grenzsetzens an sich durcheinander.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Anonymous - 04.08.2008, 21:47


    nein, tue ich nicht. ob grenzsetzung oder grenzen setzen ist egal. wenn man grenzen setzt, ist man gelegntlich ein schnösel, der nicht über sich lachen kann. ich würde z.B. nie jemandem verbitene, mich softie zu nennen, auch wenn es nicht stimmt, weil mir das egal ist.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 04.08.2008, 21:50


    Stimmt auch. Und ich meinte eher dass man seine Grenzen ausstrahlt und nicht erst anfangen muss darüber zu quasseln nur um zu zeigen dass es da grenzen gibt.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 04.08.2008, 22:15


    Danke der Nachfrage, Talon! Schwere Zeiten für mich, aber es wird besser!

    Übrigens, wer sich mehr für den ganzen Themenkomplex Grenzziehung, mütterlich/väterliche Energie etc. interessiert, und der des englischen mächtig ist, dem empfehle ich das DVD-Set "Deep Inner Game" von David DeAngelo. Keine Angst, ist kein PU, sondern gängige Psychologie, und DeAngelo macht auch nur den Co-Moderator. Im Grunde nichts revolutionär neues, aber kompakt und anschaulich aufgemacht.

    (Und ja, ist teuer, aber ihr wisst ja wo man sowas herkriegen kann ;) )



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 04.08.2008, 22:24


    larviertes Seelenschlecht hat folgendes geschrieben: wenn man grenzen setzt, ist man gelegntlich ein schnösel, der nicht über sich lachen kann.
    Ich würde mir denken "F*** You!" Dann läuft man eben Gefahr auch mal unbeliebt beim einem oder anderen zu sein. Dann scheiß auf die! Who cares?

    Manche Themen sind eben nicht lustig. "Softie" war auch nur ein kleines Beispiel (aber im kleinen fängts an, bzw. höhlt die Sache aus). Und wenn die Sache eskaliert will ich keine gute Miene zum bösen Spiel machen.

    ugly-model hat folgendes geschrieben: Und ich meinte eher dass man seine Grenzen ausstrahlt und nicht erst anfangen muss darüber zu quasseln nur um zu zeigen dass es da grenzen gibt. Da geb ich dir auch recht. Haltung mit durchgedrücktem Rücken sollte man schon bewahren, erst recht wenn es darauf ankommt.



    Re: Männlichkeit und Führung

    m29 - 04.08.2008, 22:37


    @LS

    Aber bei Deiner Freundin sollte es Dir nicht egal sein. Dadurch das Du sie nicht ignoriest ( ignorieren kannst ) zeigst Du ihr auch, das Dir etwas an ihr liegt und Du nicht möchtest, daß sie Dich ( zu häufig ) so behandelt.

    Du kannst sie nicht ignorieren und aber ihr natürlich auch keine in die Fresse schlagen ... hört sie nicht auf, muß, zumindest nach PU-Philosophie, die Beziehung von Dir beendet werden, bevor man Gefahr läuft, daß sie es noch macht.

    Ob das in der Praxis auch so gut klappt, ist dann wahrscheinlich wieder ein anderes Feld ..



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 04.08.2008, 22:43


    @Talon

    Zu der Kind-Mutter Beziehung, die man bei einer Frau sucht: was die Beziehung zw. Mutter (Eltern) und Kind ausmacht, oder ausmachen sollte, ist die bedingungslose Liebe bzw. das Urvertrauen. Das wird man woanders nicht wiederbekommen, auch nicht in der Beziehung zu einer Frau.

    Wer bedingungslose Liebe beim Partner sucht, weil er sie bei den Eltern verpasst hat, wird einen schweren Stand haben. Ich will nicht wie manche Psychologen (übertrieben) behaupten, daß man jetzt schwer traumatisiert bleibt, nur weil man nicht an der Brust gestillt wurde, das bedeutsame erste Kinderjahr verpasst wurde, bla blubb.

    Aber eine partnerschaftliche Beziehung ist eben in der Realität doch an sehr viele Bedingungen geknüpft. Sei es eine gemeinsame Haushaltskasse oder ein gemeinsames Kind. Und die Liebe kann und sollte nicht bedingungslos in dem Sinne, das man sich verhalten kann wie man will. Ist zugegeben ein schwieriges Thema. Aber zuviele Erwartungen in den Partner zu setzen wird einen desillusionieren. Dieser muß aber auch nicht alles tragen und erfüllen, gottseidank. Dafür gibt es auch einen eigenen Freundeskreis etc.

    Wenn eine Frau eine gewisse Reife hat wird sie das hoffentlich auch ähnlich sehen. Mein Vorurteil ist, daß sich junge Frauen gerne an der Illsusion des perfekten Partners, der bedingungslos romantischen Liebe etc. festhalten. Und diese Ansichten sich erst später relativieren.

    Trotzdem, nachwievor bin ich ein "Fan" des ausprobierens: im Zweifel würde ich eben eine Weile den starken Mann vor ihr spielen und mich woanders ausheulen. Bzw. habe ich das schon. Dann sieht man, wieweit die eigenen Kräfte reichen, bzw. wie sich das ganze entwickelt. So "gefährliches herumexperimentieren" ist sicherlich nicht jedermans Sache oder für jeden empfehlenswert. Aber ich stand halt unter einem großen Leidensdruck und wollte damals auch eine Freundin um fast jeden Preis.



    Re: Männlichkeit und Führung

    avesilla - 14.08.2008, 13:41


    hallo
    ein interesanter, sehr ehrlicher thread, mein kompliment an euch.
    hier ein paar saetze, die ich gern kommentieren moechte:

    Zitat: aber ab und zu an der Brust nuckeln ist schon drin Also, mach dich nicht verrückt ...


    ihr werdet vielleicht lachen, aber nach langen ehejahren habe ich meinen toughen ehemann verlassen, um mich einem softeren, sehr zaertlichen partner zuzuwenden, der genau die weiche, weibliche seite, auch die muetterliche, in mir zum klingen brachte.
    durch ihn lernte ich, wie eng die dinge miteinander verknuepft sind, ich lernte, welche wirkung ein weicher mann auf eine frau ausueben kann, und ich sage euch, ich moechte diese erfahrung keinesfalls missen.

    wenn dieser bildhafte vergleich auch nicht ganz ernst gemeint war, so birgt er doch etwas sehr reales, und das moechte ich ebenso offen wie ihr hier schreiben:
    ein mann, der mich als mutter UND als frau annehmen kann, erfasst mich in meiner ganzen seele, das weib in mir. es gibt ja leider in den koepfen die trennlinie zwischen frau und mutter, aber das ist ein maerchen. die realitaet ist, dass jede frau gerne auch ihre muetterliche seite auskostet, dh, den mann im arm haelt, ihn an sich saugen laesst, genuesslich wie ein kind, sie kann ihm dann all die zaertlichkeit schenken, die sie auch einem kind, ohne sexuelle note, geben wuerde. das ist es was eine beziehung wirklich bereichert. rein-raus ist nicht wirklich wichtig.

    Zitat: Und die Liebe kann und sollte nicht bedingungslos in dem Sinne, das man sich verhalten kann wie man will. Ist zugegeben ein schwieriges Thema
    um eine beziehung zu fuehren, bedarf es immer 2er menschen, die das wollen. ein geben und nehmen.
    liebe ist, fuer den anderen selbstlos das beste zu wollen.
    wer liebt, der ist bereit, ohne anspruch und gegenforderung dem anderen das zu geben, was er glaubt, dass ihm guttut.
    wenn man eine beziehung lange jahre erhalten will, ist es a. notwendig, sich ganz zu demjenigen zu bekennen
    b. ihm auch nach jahren zu zeigen, dass er einem wichtig ist

    Zitat: Aber ich stand halt unter einem großen Leidensdruck und wollte damals auch eine Freundin um fast jeden Preis.
    freundin=liebe?
    manchmal, wenn man mal ein wenig in die anthroposophie abschweift, ziehen negative energien negative energien an. soll heissen: du bekommst, was du aussendest: sendest du druck aus, erhaeltst du druck. wie also rauskommen aus der leidensdruckgeschichte?
    es gibt mehrere loesungen, je nach fin. und anderen moeglichkeiten.
    das erste, was ich rate, ist, veraenderung. habt keine angst euch zu veraendern, sei es im wohnort, im freundeskreis oder auch im beruf.
    wer immer nur das tut, was er schon immer gemacht hat, wird auch immer das bleiben, was er schon immer war= scheu, schuechtern, allein...
    warte nun mal auf eine rueckmeldung, alles liebe
    avesilla



    Re: Männlichkeit und Führung

    vancy - 14.08.2008, 14:01


    Talon hat folgendes geschrieben: Im Grunde genommen will ein Kind-Mann von der Frau genau das, was die Frau zwingenderweise von ihm haben muß, damit er auf sie attraktiv wirkt.

    Da stimm ich zu. Ich find auch Männer attraktiv, die sich irgendwie das "kindliche" noch bewahrt haben und nicht so furchtbar erwachen wirken. So n BWLer oder Jurist, der sich nicht nur im Beruf, sondern auch privat in geschniegelte Klamotten wirft und davon faselt wie er seine Karriere plant - bähh.



    Re: Männlichkeit und Führung

    gaby - 14.08.2008, 14:04


    geht mir genauso,vancy,schmunzel..anzugtypen mit dem dazupassenden naturell sind absolut nich meine liga--.mit denen weiss ich auch nich umzugehen,sie sind irgendwie nich meine wellenlänge..das ein spontaner,natürlicher umgang möglich wäre ohne weiteres..man wird auch nich so leicht mit ihnen warm..



    Re: Männlichkeit und Führung

    Snicker - 14.08.2008, 14:59


    vielleicht sollte ich mir mal ´nen T-Shirt mit dem Spruch machen: Trage das Kind im Manne in mir! PS: Bin noch Singel! :roll:



    Re: Männlichkeit und Führung

    Anonymous - 14.08.2008, 16:22


    Zitat: Da stimm ich zu. Ich find auch Männer attraktiv, die sich irgendwie das "kindliche" noch bewahrt haben und nicht so furchtbar erwachen wirken. So n BWLer oder Jurist, der sich nicht nur im Beruf, sondern auch privat in geschniegelte Klamotten wirft und davon faselt wie er seine Karriere plant
    solche typen sind lächerlich und verachtenswert - stichwort dummstreber, hochbegbildetes durchshcnittskind, wie ich bereits an anderer stelle vermerkte. :)



    Re: Männlichkeit und Führung

    Little Lover's So Polite - 14.08.2008, 16:33


    Zitat: So n BWLer oder Jurist, der sich nicht nur im Beruf, sondern auch privat in geschniegelte Klamotten wirft und davon faselt wie er seine Karriere plant

    Hier nennen wir so jemanden ja gerne "Überkompensierer" ;)



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 14.08.2008, 17:06


    Hallo avesilla!

    Tolle Antwort von dir. Und ja, ich geb es zu: ich laß mich in der Beziehung ab und an auch gern bemuttern (bzw. bemutter auch gerne sie). In letzter Zeit geht es mir auch nicht besonders gut, bin wieder depressiv. Entgegen aller Aufreißer-Tipps kriege ich für mein "unmännliches" Verhalten sogar einen gewissen Mitleidsbonus (ja, ich hör schon gewisse Leute lästern).
    Aber das geht anscheinend nur zu einer gewissen Grenze. Irgendwann hat sie auch die Nase voll, wenn ich gewisse Dinge langanhaltend nicht auf die Reihe kriege. Ist auch klar, irgendwo kann sie nicht nur draufzahlen.

    "Wann ist ein Mann ein Mann?" - daran knabbern viele und sind zunhemend verunsichert wegen der sich teils widersprechenden Rollenanforderungen in unserer Gesellschaft.

    Ich sehe das auf meine eigene Weise. Als Vergleich nehme ich gerne ein Pendel heran: man schwingt von einer Seite zur anderen, verhält sich abwechselnd, aber trotzdem mit Zentrum. Irgendwie ist ein bisschen von allem dabei, und trotzdem bleibe ich ich.

    Zitat: freundin=liebe?
    manchmal, wenn man mal ein wenig in die anthroposophie abschweift, ziehen negative energien negative energien an. soll heissen: du bekommst, was du aussendest: sendest du druck aus, erhaeltst du druck. Da hast du sicher recht. Wahrscheinlich hatte ich großes Glück, an eine Walddörflerin gekommen zu sein, die aber nicht zu versteinert war ;) (die Anthroposophen verstehen die Anspielung).

    Aber allein schon einmal die Liebe zu erleben ... WOW, das verändert einen. Vor allem wenn es schon an elterliche Liebe, bei mir zumindest, schon so gemangelt hat.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ganta - 14.08.2008, 17:11


    Talon hat folgendes geschrieben: wird mir immer mehr klar, wie wichtig es für eine Frau ist, daß der Mann sie führen kann.
    Was mir sponatn einfällt, was etwa große Führungsfiguren in der Geschichte angeht - Es gibt doch diesen Ausspruch "Hinter einem grossen Mann steht immer eine grosse Frau". Da ist sicherlich was dran.



    Re: Männlichkeit und Führung

    vancy - 14.08.2008, 22:28


    Little Lover's So Polite hat folgendes geschrieben: Zitat: So n BWLer oder Jurist, der sich nicht nur im Beruf, sondern auch privat in geschniegelte Klamotten wirft und davon faselt wie er seine Karriere plant

    Hier nennen wir so jemanden ja gerne "Überkompensierer" ;)

    Gibt aber ne Menge davon. Und anscheinend auch genügend Frauen, so jemanden zum anhimmeln brauchen :roll:



    Re: Männlichkeit und Führung

    vancy - 14.08.2008, 22:30


    Ganta hat folgendes geschrieben: Talon hat folgendes geschrieben: wird mir immer mehr klar, wie wichtig es für eine Frau ist, daß der Mann sie führen kann.
    Was mir sponatn einfällt, was etwa große Führungsfiguren in der Geschichte angeht - Es gibt doch diesen Ausspruch "Hinter einem grossen Mann steht immer eine grosse Frau". Da ist sicherlich was dran.

    Ich hab mal die Biographie von Hannelore Kohl gelesen. Das klang oft so als hätte sie viel mehr auf dem Kasten als er.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Ugly-Model - 15.08.2008, 01:12


    Ganta hat folgendes geschrieben: "Wann ist ein Mann ein Mann?"

    Du beschäftigst dich aber ziemlich viel mit diesem Zeugs, vielleicht solltest du es einfach sein lassen und alles auf dich zu kommen lassen. Wäre ja auch nicht unmännlich, viele Männer sind ja faul und neigen dazu weniger nachzudenken. :D

    Ich bin jedenfalls froh dass ich mich zumindest, trotz meines Abtums, nicht damit zu beschäftigen brauche. Ich neige schon dazu machohaft zu sein, sich für den größten zu halten (das tue ich eigentlich eh immer) und mich auch so gebe. Auf der Straße gehe ich immer mit geraden Blick und breiten Schultern nach vorne, bei großen Menschenmengen gehe ich ned unter, weil ich mich ned durchschlängeln möchte. Ich denke, ich bin hier und ich brauche diesen Platz, also macht gefälligst Platz! Wenn ich mal irgendwo durchgehen möchte wo zuviele Menschen sich bewegen. Und das klappt auch bestens, ich bleibe meistens auf einer Spur.

    Und trotzdem scheint es ned zu klappen, also allein daran wirds wohl bei den anderen auch ned scheitern.



    Re: Männlichkeit und Führung

    Betruger - 17.08.2008, 22:59


    vancy hat folgendes geschrieben: Ganta hat folgendes geschrieben: Talon hat folgendes geschrieben: wird mir immer mehr klar, wie wichtig es für eine Frau ist, daß der Mann sie führen kann.
    Was mir sponatn einfällt, was etwa große Führungsfiguren in der Geschichte angeht - Es gibt doch diesen Ausspruch "Hinter einem grossen Mann steht immer eine grosse Frau". Da ist sicherlich was dran.

    Ich hab mal die Biographie von Hannelore Kohl gelesen. Das klang oft so als hätte sie viel mehr auf dem Kasten als er.

    was jetzt auch net so die Kunst wäre ...

    [edit]
    das musste jetzt sein :-)

    UM hat folgendes geschrieben: Ich bin jedenfalls froh dass ich mich zumindest, trotz meines Abtums, nicht damit zu beschäftigen brauche. Ich neige schon dazu machohaft zu sein, sich für den größten zu halten (das tue ich eigentlich eh immer) und mich auch so gebe. Auf der Straße gehe ich immer mit geraden Blick und breiten Schultern nach vorne, bei großen Menschenmengen gehe ich ned unter, weil ich mich ned durchschlängeln möchte. Ich denke, ich bin hier und ich brauche diesen Platz, also macht gefälligst Platz! Wenn ich mal irgendwo durchgehen möchte wo zuviele Menschen sich bewegen. Und das klappt auch bestens, ich bleibe meistens auf einer Spur.

    Und trotzdem scheint es ned zu klappen, also allein daran wirds wohl bei den anderen auch ned scheitern.
    das Ding ist man muss das eben auch den Frauen kommunizieren und denen auch die Gelegenheit geben, dass sie einen auf die eigene männlichkeit hin untersuchen und im Halbscherz testen können - so mit kleinen Frechheiten im Alltag. Manche nennen sowas auch Flirten :-)



    Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken



    Weitere Beiträge aus dem Forum Das deutschsprachige Love-shyness Forum

    Gedankengänge - gepostet von Albert am Dienstag 09.10.2007
    hellow @ all - gepostet von sportiva am Donnerstag 03.07.2008



    Ähnliche Beiträge wie "Männlichkeit und Führung"

    über die Konfis von diesem Jahr - gepostet von katrin am Montag 15.05.2006
    Ich hör auf!! - gepostet von lurochius am Sonntag 02.07.2006
    Eigene Videos - gepostet von Samoht am Donnerstag 20.07.2006