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Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 13.05.2008, 21:51Gute Hexe, Böse Hexe?
Titel: Gute Hexe, Böse Hexe?
Autor/en: Cadencecaress
Personen: Charmedmembers, Lyra, Voli, Placida, alle Dämonen
Kurze Zusammenfassung: Lyra hat ihr gesamtes Gedächtnis verloren. Von den Halliwells wird sie aufgenommen und geflegt.
Die Macht der Drei geht zuende und eine neue Macht tut sich auf. Das Mädchen Voli, dass Lyra abgrundtief hasst, tritt in ihr Leben und entpuppt sich als böse Dämonin, die hinter Lyra und ihren Fähigkeiten her ist. Mitten in der Verwirrung taucht Placida auf, die ein ganz anderes Licht auf alles wirft. Lyra wird von den Dämonen eingelullt und steht zwischen zwei Fronten. Hinzu kommt eine Tatsache, durch die sie in Probleme mit ihren Wächter gerät. Lyra hat keine Erinnerung, sie ist ein ungefülltes Etwas, eine Leere. Mit welcher Seite, mit Gut oder mit Böse, mit was wird sie ihre Leere füllen?
Urheberrechtserklärung: Die Geschichte ist frei von mir erfunden, ich verdiene mit ihr kein Geld. Die Personen aus Charmed gehören nicht mir. Lyra, Voli, Placida und die Dämonen sind von mir erfunden und gehört nicht der Serie an.
Kapitelangabe:
1. Das Erwachen
2. Bedenken am Morgen
3. Die Welt der Hexen und Feen
4. Rumoren in der Unterwelt
5. Begegnung mit dem schwarzen Mann
6. Dömonen der Unterwelt
7. Du wirst sie hassen!
8. Lyra und die Quelle
9. Dämonische Romantik
10. Schultag
11. Verschwörung
12. Die nicht - mächtigen Drei
13. Lyras Aufgabe zur Bruderschaft
Anmerkung: Die Handlung spielt in weiterer Zeit, wenn Wyatt und Chris bereits Jugendliche sind. (Also nachdem Chris in die Zukunft zurückgegangen ist).
Kapitel 1: Das Erwachen
Lyras Kopf pochte gewaltig, als sich ihr Bewusstsein langsam wieder füllte. Ihre Augen brannten, als hätte sie Tage nicht geschlafen und ihr Körper fühlte sich so unendlich schwer an, dass sie dachte, der Boden unter ihr müsste bald nachgeben. Das tat er auch, zumindest ein bisschen, als sie sich bewegte. Der Boden war flauschig und weich und warm. Sie fühlte sich, wie auf Wolken, wie... "Oh Gott!" , wie vom Blitz getroffen richtete sich Lyra auf. Alle Schmerzen waren für Bruchteile einer Sekunde vollkommen verschwunden, nur die eine Frage schoss hartnäckig durch einen Kopf und die Antwort erfüllte das Mädchen mit so großer Furcht, dass das Blut zu gefrieren schien und sie Schneeweis wurde. Wie motorisiert hob sie mechanisch ihre zittrige Hand, drehte sie nach links, nach rechts. Ihr Blick war ängstlich, heftete an ihrer Hand. Ihr Herz schlug so laut, dass sie sich sicher war, sie würde eine ganze Stadt damit wecken können. Die Furcht wich für einen kurzen Augenblick, denn war genau dieses Gefühl nicht ein gutes Zeichen? Das Zeichen dafür, dass sie nicht tot sein konnte? Wenn sie fühlte, wie viel Angst sie hatte - und Angst war etwas menschliches - und wenn sie die Schmerzen spürte, die von ihrem gesamten Körper ausgingen, ja, dann war wohl alles in Ordnung und sie war quicklebendig. Naja, wenn man es aus einem sehr optimistischen Standpunkt betrachtete. Denn normalerweise müsste sie schon lange klinisch tot gewesen sein. Sie schlug die Decke zurück. Erst jetzt bemerkte sie, dass sie komische Sachen anhatte. Eine grüne Schlafanzughose und ein Oberteil mit Blumen drauf. Gehörten die Sachen ihr? Wo war sie hier überhaupt und wer war sie selbst?
Das Blut in ihrem Kopf pochte erneut heftig gegen ihre Schläfen. Wer ist sie? Musste sie sich diese Frage wirklich stellen? Ja, sie hatte gar keine andere Wahl, denn sie wusste die Antwort, so banal es auch scheinen mag einfach nicht. Sie kramte in ihrem Gedächtnis, das aber gar nicht da zu sein schien. Sie hatte kein Gedächtnis, keine Erinnerungen, nur ein großes leeres Nichts, dass immer durchsichtiger wurde und ihr die bittere Wahrheit vor Augen führte. Sie war ein Niemand... Wie alt war sie? 16? 17? Wie war ihr Name? Judy, Anna? Wie sah sie eigentlich aus? Sie fühlte nur lange schwarze, leicht gelockte Haare, die ihr bis zur Hüfte zu reichen schienen. Auf der anderen Seite des Zimmers sah sie einen langen Spiegel. Vorsichtig setzte sie ihre Füße auf den Boden. Sie hatte schonmal schneeweiße Haut. Und überall blaue Flecken und Schürfwunden. Na bravo. Sie schien sich also gerne zu prügeln.
Erneut klopfte ihr Herz, als sie dem Spiegel wankend entgegen schritt. Ihr wurde etwas übel und ganz schwindelfrei war sie auch nicht, aber sie war auch sehr neugierig und musste einfach in den Spiegel gucken. Kurz vor dem Spiegel blieb sie seitlich stehen, atmete einmal tief durch und versuchte sich selbst Mut zu machen. "Jetzt!" Augen auf...
Das Wesen, dass sie anstarrte kam ihr fremd und doch vertraut vor. Einige Sekunden lang piepte es gehörig in ihren Ohren vor Aufregung und Schock.
Sie hatte ein schmales, weißes Gesicht. Grüne, hoffnungsvolle, freche und doch sensible und neugierige Augen guckten sie an. Jetzt sahen sie allerdings müde und erschöpft und sogar ein wenig traurig aus. Ein blassroter dünner Mund kennzeichnete ihr Gesicht. Die schwarzen Haare hingen wild herunter. Das war sie also. Ein kleines, unscheinbares Mädchen. An ihrem Kopf war ein riesiges Pflaster. "Toller Anblick!" sagte sie zu ihrem Spiegelbild.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 15.05.2008, 16:07Kapitel 2
Kapitel 2: Bedenken am Morgen
Auf dem großen Tisch im Esszimmer hinter der Eingangshalle saßen 4 Frauen und 3 Männer, schenkten sich Tee und Kaffe ein und aßen frische, warme, duftende Brötchen. Heute morgen war die Stimmung etwas bedrückter als sonst, es wurde nicht sehr viel gesprochen, denn die große Diskussion, die vor wenigen Minuten aufgebrochen worden ist, ist in einen größeren Streit ausgedriftet und unter den vielen Meinungen und Anschuldigungen erstickt. Jetzt schmollte mehr oder weniger jeder vor sich hin und fühlte sich etwas unbehaglich...
"Mum..." durchbrach eine süße, kleine, etwas ängstliche Kinderstimme die Stille. "Mh, was ist denn, mein Schatz?" fragte Piper, eine der Frauen freundlich und wante sich an ihre Tochter. "Ich muss jetzt zur Schule." zur Unterstreichung zeigte das braunhaarige Mädchen auf ihre neue Armbanduhr mit den Wildpferden. "Oh ja, du hast recht." stimmte ihr Piper zu, stand auf, um ihr das Brot in ihren Schulranzen zu geben und überreichte sie ihr anschließend. "Pass auf dich auf, Liebling!" zum Abschied küsste sie ihrer Tochter auf die Stirn. Diese lief fröhlich auf einen der Männer zu, ihren Vater Leo und umarmte ihn, als würde sie ihn nie wieder sehen. Schon klingelte es und das Mädchen rannte fröhlich zur Tür. "Tschühüüss!" rief sie beim herauslaufen noch allen zu und als wenn eine kleine süße Magie in ihrer Stimme mittanzte, huschte über allen am Tisch sitzenden Personen ein kleines Lächeln, als sie ihr alle viel Spaß wünschten und ein Wiedersehen zuriefen. Die Tür ging zu und der kleine Sonnenschein machte sich mit ihren an der Tür wartenden Freundinnen schon auf den Weg zur Schule.
Am Tisch war die Stimmung etwas leichter geworden. Phoebe, eine der Frauen rührte in ihrem Kaffee und begann, das Gespräch wieder aufzunehmen.
"Piper, du brauchst dir gar keine Sorgen machen.", gab sie ohne Umschweife ihre Gedanken preis, die an ihre Schwester gerichtet waren. Diese schaute etwas bekümmert. "Ich weiß Phoebe." meinte diese an ihre Schwester gewand. Dabei versuchte sie zur Bestätigung etwas zu lächeln. "Es ist nur so, dass ich mir Sorgen um meine Kinder mache. Um Chris brauche ich mir mitlerweile ja keine Sorgen mehr machen." dabei schaute sie kurz zu ihrem Sohn, der bestätigend lächelte. "Und um Wyatt ohnehin nicht." Ihr weiterer Sohn wurde etwas rot. "Aber was ist mit Melinda?" Sie sah in die Augen ihrer beiden Schwestern. "Du verlierst deine Kräfte nicht ganz, Piper. Sie verändern sich nur." meinte die dritte im Bunde. Piper seufzte. Paige wollte weiter erklären, doch Pipers Mann, Leo kam ihr zuvor. "Piper, hör mal zu. Die Macht der Drei taucht manchmal auf, manchmal nicht. Vor euch gab es sie eine sehr sehr lange Zeit nicht. Dann kamt ihr. Überschneidungen darf es nicht geben und so wie es aussieht, hat das Schicksal neue Trägerinnen oder Träger gefunden. Somit müsst ihr eure Macht nur abgeben, sie ist nicht verloren." Er nahm ihre Hände und sah sie vertrauensvoll an. Piper lächelte etwas, war dennoch sehr bekümmert. "Ich weiß das doch. Die neuen Mächtigen Drei werden sicher gute Hexen. Jedoch komme ich mir so nutzlos vor." "Mum, du brauchst dir gar..." weiter kam ihr Sohn Wyatt nicht, denn ein lautes Poltern von oben unterbrach ihn. Verwirrt schaute er die anderen an. "Ist dieses Mädchen nicht da oben?" fragte Paige in die Runde. "Was wenn ein Dämon?" ohne den Gedanken auszusprechen, war Leo schon in weiße Pünktchen aufgelöst, seine Söhne Wyatt und Chris ebenfalls. So auch Paige. Piper und Phoebe schoben die Stühle zurück und liefen so schnell es ging die Treppe hinauf um nachzusehen, was das Poltern ausgelöst hatte.
Lyra stützte sich an der Komode ab, gegen die sie gefallen war, als ihr plötzlich der Orientierungssinn versagte und ihr ganz weiß vor Augen wurde.
Sie versuchte sich zu beruhigen und langsam zu atmen. Hinter ihr hörte sie ein kleines, liebliches Geräusch, das Zimmer wurde kurz hell. Schnell drehte sie sich um und sah plötzlich 4 Menschen vor sich. Vor Schreck stoß sie einen hellen Schrei aus. "Hey, hey, hey, beruhig dich." ein Mann kam auf sie zu und nahm ihre Hände, was zur Beruhigung dienen sollte, sich bei Lyra allerdings auf genau das Gegenteil auswirkte. Sie zitterte, wagte kaum zu atmen und war starr, als hätte sie gerade ein Geist gesehen. "Wer sind sie?!" schrie sie. "Wer sind Sie, wer bin ich? Was mache ich hier? Was wollen sie von mir? Was haben Sie mit mir gemacht?!" Lyra wollte nicht so hilflos wirken, wie sie wirklich war. Konnte die Tränen und die brennenden Fragen nicht zurückhalten, dazu hatte sie keine Kraft mehr, falls sie diese Kraft jemals besessen hatte.
Die Tür flog auf, hastig kamen zwei Frauen hineingerannt, vergewisserten sich, dass alles in Ordnung war und trafen auf den Blick der großen von Tränen überzogenen, angsterfüllten Augen des Mädchens, dass vor Leo auf dem Boden hockte und am ganzen Leib zitterte.
"Lyra, du brauchst keine Angst haben, wir wollen dir helfen." Lyra guckte wieder den Man an, atmete hastig. Von ihm ging eine Ruhe aus, die sich trotz der schwierigen Situation etwas auf das Mädchen auswirkte und übertrug. "Lyra?", flüsterte sie leise. "Ja, das ist Dein Name..." sagte er. "Lyra..." flüsterte das Mädchen erneut. Ihr Gesicht schien sich zum ersten Mal in ihrem Leben zu entspannen, wurde etwas rosig und die schmalen Lippen begannen etwas zu lächeln. "Lyra..." zufrieden versank sie in den Träumen des aufkommenden Fiebers.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 15.05.2008, 16:40Kapitel 3
Kapitel 3: Die Welt der Hexen und Feen
Den ganzen Nachmittag wand sich das Mädchen hin und her und redete unverständliche Sachen im Fieberwahn, schrie unvorhersehbar, schlug manchmal um sich, riss die Augen auf um direkt danach wieder in einen vollkommen ruhigen, engelgleichen Schlaf zu versinken.
Jetzt langsam hatte sich ihr Gemüt beruhigt, ihre Gedanken sich etwas geordnet und das Fieber zum Teil verschlichen. Erschöpft, aber nicht mehr ganz so müde, öffnete sie die Augen. Sie fühlte sich zufrieden, als sie an die hohe Decke schaute, sie fühlte sich etwas wohl, musste sie zugeben.
Sie bemerkte, dass jemand anwesend war, erschreckte leicht, behielt es aber für sich. Die Situationen, denen sie an den Tagen oder Stunden zuvor ausgesetzt waren, haben sie jedesmal alle Kräfte geraubt, ihr Mühe gekostet und Verwirrung gestiftet. Zudem überkam sie ein leichtes Schamgefühl bezüglich ihrer unreifen Handlungen. Gleichmäßig atmend schaute sie in Richtung Fenster, an dem eine Person stand und hinausblickte. Es war ein junge, den sie schon gesehen hatte, als sie das letzte Mal zusammenbrach. Er ist mit den anderen 3 Personen aufgetaucht, mit dem seltsamen Mann, noch einem Jungen und einer Frau.
er hatte kurze braune Haare, trug ein Helles Hemd und eine Jeanshose. An seinem Arm hatte er ein Lederband.
Ob er schon die ganze Zeit dort stand? Um sie zu bewachen? Um aufzupassen? Plötzlich überkam Lyra die peinliche Frage, was sie wohl in der Nacht getan hatte? Nicht dass sie aus verwirrung peinliche Sachen gesagt hätte.
Leise meldete sie sich zu Wort. "Ist es morgen? oder Mittag? Oder Abend?"
Der Junge drehte sich um. Er sah sie perplex an. Dann huschte ein leichtes Lächeln über seine Lippen und seine Augen, waren sie hellbraun? Oder grün? oder gelb? jedenfalls leuchteten sie erfreut. Er kam näher an ihr Bett. "Es ist Nachmittag, du hast den ganzen Morgen geschlafen." Lyra nickte. "Bist du die ganze Zeit hier gewesen?" fragte sie. Sie sah ihn nicht an und konnte so nicht sehen, dass er verlegen war. "Die anderen sind weggewesen, in deinem Zustand wollten wir dich nicht allein lassen." Lyra nickte wieder leicht und guckte lächelnd zur Decke.
"Was ist passiert?" fragte sie in einem etwas kränkelnden, aber nicht ausdrucksvollen Ton. "Was ist mit mir passiert? Wo bin ich hier gelandet? Wer bin ich?" immer noch die selben Fragen quälten sie und immernoch wurden sie ihr nicht beantwortet. Der Junge setzte sich aufs Bett. Es schien eine sehr lange Geschichte zu sein. Er seufzte. "Kannst du dich an nichts erinnern?" fragte er. Lyra schüttelte langsam den Kopf. "mh... Ich empfindenichts. Wenn ich nachdenke sehe ich eine große Leere vor mir. Da ist nichts. Nichteinmal mein Name will mir einfallen. Wie heiße ich? Weißt du das zufällig?" sie schaute ihn an, sah ihm zum ersten mal direkt in seine Augen. Er wich ihrem Blick nicht aus. "Ist Lyra mein Name? Das hat mir der Mann gesagt. Ja? Heiße ich so?" Der Junge nickte. "Ja, Lyra." "Mhh... wie heißt du? Wie heißt der Mann? Ich möchte ihm danken." "Ich bin Chris, der Mann der mit dir gesprochen hat, war mein Vater, Leo." Er machte eine kurze Pause. "Lyra, was mit dir passiert ist, ist eine komplizierte Geschichte..."
"Wenn du mir die Geschichte erzählst, woher weiß ich, dass sie nicht erfunden ist?" Ihre Zweifel hatte sie also behalten. Ihre Erinnerungen waren weg, ihre Charakterzüge jedoch noch vorhanden. Und ihre komplizierten Gedankengänge waren noch im vorzüglichen Zustand. Chris räusperte sich. "Du hast die Wahl, dazwischen zu entscheiden, ob du die Geschichte glaubst und annimmst, die ich dir erzähle oder weiter krampfhaft überlegst, was passiert sein kann, was dein Leben war, wobei du so niemals darauf kommen wirst, denn wenn das mit dir passiert ist, was ich denke, dass es geschehen ist, dann werden deine Erinnerungen nicht zu dir zurückkehren." Umständlich erklärt, aber Lyra wusste genau, was er meinte. Sie wusste es ganz genau. Auf ihren Verstand konnte sie sich jetzt nicht verlassen, denn er hatte recht. Was sollte sie sonst glauben? Auch wenn das, was Chris ihr erzählte nicht der Wahrheit entsprach, so hatte sie wenigstens etwas, woran sie festhalten konnte und war ein Leben von ihr sein könnte. Das war besser, als gar nichts und sie wollte die Leere in sich beginnen zu füllen. Sie fühlte sich so leer. Also, wenn sie sich nicht auf ihren Verstand verließ, dann eben auf das Gefühl, welches sie nun unweigerlich dazu drang, Chris zu vertrauen und ihn anzuhören, was hatte sie zu verlieren?
"Erzählst du mir, was passiert ist?" Chris zögerte. "Ich weiß nicht, ob du dazu bereit bist, das alles aufzunehmen." gab er zu Bedenken. " Erzähl einfach, es ist egal, was du sagst, ich weiß sowieso nichts mehr, jetzt kann ich alles glauben." "Mh... Wenn du dazu bereit bist, dich auf eine Geschichte einzulassen, die deinen Verstand übertreffen wird und dir sagt, dass es unmöglich ist, was da passiert ist und wenn du es ersteinmal hinnimst, dann erzähl ich dir alles." Lyra nickte und das reichte.
Chris erzählte ihr eine Geschichte, er erzählte ihr von Hexen. Sie kannte Hexen, sie hatte anscheinend einmal etwas über sie gelsenen oder gehört. Er meinte, es gäbe Hexen wirklich, nicht so, wie aus den Märchen. Sie sahen aus, wie Menschen, haben nur bestimmte 'magische' Kräfte und waren ausschließlich auf Gutes für die Menschen aus. An ihrer Seite waren Wächter des Lichts, wie Leo, der Mann, der Lyra ihren Namen verriet. Er erzählte ihr, dass zwei der Frauen, die sie gesehen hatte Hexen waren. Der Junge, der mit den anderen anwesend gewesen ist, war wie die andere Frau und Chris selbst eine Mischung aus Hexe und Wächter des Lichts.
Lyra versank in eine Traumwelt, die ihr gefiel. Zwar war sie unrealistisch, aber ihr Herz sagte ihr irgendwo, dass sie nicht zu stark daran zweifeln sollte. Sie fühlte sich, als hätte sie sich ihr ganzes Leben lang zu Übernatürlichen hingezogen gefühlt und ständig von Feen und Trollen geträumt. Warum sollte diese fiktive Vorstellung nicht der Wahrheit entsprechen? Es war doch eine tolle Vorstellung!
Chris kam nach einiger Zeit zu dem Punkt, an dem Lyra in das ganze Geschehen involviert war. Er und die anderen kämpfen gegen das Böse, die sogenannten Dämonen, die das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse auseinander bringen wollen.
Lyra war für sie sozusagen im Weg oder nicht gut für sie, weil sie gute Kräfte in sich trug, die ihnen schaden könnte. Gute Kräfte? Sie? War sie etwa auch...? Sie wollte Chris nicht unterbrechen und lies ihn weitererzählen. Dieser Gedanke allerdings nagelte sich jedoch so in ihrem Kopf fest, dass sie kaum mehr zuhörte. Sie vernahm nur noch einzelne Wortfetzen, wie "Abends... , dunkle Gassen, ... stehlen, ... Dämonen, ... gefunden, ... Schützling..."
Plötzlich hörte Chris auf, zu erzählen. Lyra kam wieder in die Realität zurück. "Oh, meine Tante ist grad gekommen. Kann ich dich allein lassen?" fragte er und stand auf. Lyra nickte. "Klar..." "Das Badezimmer ist um die Ecke, falls du es suchst, fühl dich wie zu Hause, meine Paige hat dir da auf dem Stuhl saubere Kleidung hingelegt. Wenn du etwas brauchst, ruf einfach, wir sind unten. Ja?" Lyra bestätigte mit einem weiteren Nicken. Chris verließ ihr Zimmer und lief die Treppe nach unten. Lyra lauschte seinen Schritten.
Nach einiger Zeit stand sie auf und wollte aufs Klo. Sie musste sich anziehen und den anderen Danken. Sie musste Licht ins Dunkle bringen und noch überhaupt so viel tun. Bis jetzt wusste sie über ihr Leben nur, dass sie Lyra hieß und das, was Chris ihr erzählt hatte.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 18.05.2008, 12:08Kapitel 4
Kapitel 4: Rumoren in der Unterwelt
Ein fahler schein von Fackeln und Kerzen erleuchtete die dunklen, niedrig gebauten Gänge. Der lange Höhlentunnel erstreckte sich über mehrere Meter, bevor er in einem Kreisrunden Höhlenraum überging. Dieser war gefüllt von Gestalten in schwarzen Mänteln, oder normaler schwarzer Kleidung, die alle hoch gereizt und am Ende mit den Nerven zu sein schienen. In der Mitte von ihnen randalierte im schwarzen Mantel, deren Oberhaupt, das sich allgemein die Quelle nannte. Hasserfüllte Feuerbälle schossen durch die Luft, wütende Blitzattacken flogen wild durcheinander. Deren Ursacher schlug ergriffen von maßloser Enttäuschung alles kurz und klein, was sich ihn in den Weg stellte. Allein an diesem Abend mussten 14 Steinaltäre, Möbel und allgemein Sitzgelegenheiten dran glauben, sowie 3 Dämonen aus den höhsten Ränken ihr Leben lassen. Die Stimmung war kurz vor dem Explodieren. Seit einigen Tagen war die Stimmung ihres Herrschers so impulsiv geworden, dass die meisten Dämonen sich vor ihm persönlich gestellten Aufgaben versuchten zu drücken und so gut es ging einen großen Bogen um ihn machten. Wurden sie allerdings gerufen, mussten sie sich ihrem Meister stellen.
Im hintergrunden des Wütenden Ungeheuers ruhte die Seherin, auch wenn man es ihr nicht ansah, hatte sie schon hart mit sich zu kämpfen, dass sie bloß die Ruhe bewahren möge.
Die zwangsgeheiratete Ehefrau machte keinerlei Anstalten, ihren Gemahl zu beruhigen, sie hatte sich auf ihre Gemächer zurückgezogen, es war nicht ihre Aufgabe, sich in sozusagen 'politische' Dinge einzumischen. Viele jedoch wussten, dass sie in vielen Sachen ihre Finger im Spiel hatte. Sie hatte eine Redekunst entwickelt, die es ihr erlaubt, ihren Ehemann so zu manipulieren, dass die meisten Dinge, die er tat zu ihrem Gefallen gerichtet wurden und ihr dienten. Zumahl ihr die Hälfte der Dämonen als Dienerschaft abgetreten wurden und zu Teil wurden.
Die Quelle in der Mitte des Raumes begann zu fluchen und lies seinen ganzen Zorn raus.
"Oh diese Halliwells, wie ich sie verabscheue!! Ich hasse sie! Immer und überall mischen sie sich ein!! Es wird höchste Zeit, dass sie ihren letzten Lebensweg antreten!!" Ein Stein wurde zersplittert von dem verbitterten Energiestrahl der Quelle. "Ich habe dieses Mädchen gefunden und ICH werde es behalten! ICH werde mir ihre Kräfte zuteil werden lassen und ICH werde den neuen Bund der Mächtigen Drei zerstören! Ja, ICH werde der Herrscher aller Welt und allen Übels sein....!" sein Schreien ging in ein so gehässiges und hähmisches Lachen über, dass die ganze Unterwelt zu beben begann. In jeden winkel des Sagenumwogenden tiefen Reiches kam der Schall zurück und traf auf einen neuen. Die Kraft des Hasses soll sehr stark sein...
... sagt man sich...
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 18.05.2008, 12:30Kapitel 5
Kapitel 5: Begegnung mit dem schwarzen Mann
Eine Woche ist vergangen, in der Lyra fieberhaft versucht hat, alles zu verstehen, was ihr die Familie Halliwell erzählte und näher brachte.
So gut es ging, versuchte sie sich zu integrieren, sie waren ihr einziger Halt, in dieser großen Welt, die ihr plötzlich so fremd vorkam und doch irgendwie vertraut. Sie fühlte sich angenommen, bei guten Freunden zu Gast und doch irgendwie überflüssig. Um sich ihr Gewissen zu erleichtern, half sie viel im Haushalt, Piper in der Küche, Leo im Garten, Paige beim Zubereiten dieser seltsamen Tränke und sonst überall dort, wo man sie brauchen würde.
Insgeheim bewunderte sie Paige dafür, dass sie eine so elegante und taffe Frau war. Sie war überglücklich, als sie ihr fürs erste einige von ihren tollen Kleidern abgegeben hat. Vor 4 Tagen ist sie mit Phoebe shoppen gegangen und gestern ist sie mit den Brüdern Wyatt und Chris los, um sich in der Schule anzumelden.
Mit einem großen Wäschekorb kam Lyra die Treppe herunter und pfiff entspannt ein Lied. Die Leere, die sie vor einer Woche noch spürte, hat sie so gut es ging mit fröhlichen Gedanken gefüllt. Ab Morgen wollte sie ihre Familie suchen und mehr über sich herausfinden.
Als sie die letzten 3 Stufen noch vor sich hatte, sammelten sich in der Mitte der Eingangshalle vor der Treppe unter dem großen Kronleuchter, der von der Decke baumelte, kleine schwarze Punkte. Lyra hatte das ja schon bei den anderen gesehen, nur, dass sie damals weiß waren, warscheinlich ändern sie von Zeit zu Zeit nur ihre Farbe. Interessiert schaute sie zu, wie sich aus den kleinen Pünktchen ein Mensch bildete. Und da war er. Groß gebaut, schwarz gekleidet, Glatze... Wer war das denn jetzt? Ein anderes Familienmitglied? Lyra sah die Person nur von hinten, aber sie war sich sicher, sie nicht zu kennen. "Hallo, ich bin Lyra." begrüßte sie den Neuankömmling fröhlich. Dieser drehte sich um. Lyra zuckte bei den Anblick der eiskalten Augen kurz zusammen. Das zu einer bösen Grimasse verzehrte Gesicht des Mannes zeigte ein leichtes Erstaunen. Er grummelte seltsam. Lyra wusste nicht, was sie tun sollte. Diese Person passte gar nicht zu der liebevollen Familie... Trotzdem wollte sie keinen schlechten Eindruck hitnerlassen. Sie klemmte sich den Wäschekorb unter ihren Arm, ging auf den Mann zu, streckte ihm ihre Hand entgegen und begrüßte ihn mit einem gezwungenden Lächeln ein weiteres Mal: "Hi, ich heiße Lyra. Mit wem hab ich das Vergnügen?" Perplex starrte der mann Lyra an. Sie hatte große Mühe, dem kalten Blick Stand zu halten und fühlte sich emotional so niedergedrückt. Und doch blieb sie stark. Ihre Hand zitterte leicht, sie versuchte es mit einem Lächeln zu überspielen. Zögernd gab der Mann Lyra die Hand. Er hatte einen festen Griff, lies sie nicht mehr los. "Ich bin dein größter Albtraum. Hehehe." Ein Grinsen huschte über sein Gesicht, Lyra schlug das Herz unwillkürlich bis zum Kopf. "Lyra, oh!" Piper, die grade um die Ecke bog, kreischte vor Schreck einmal. Es ging alles wahnsinnig schnell. Lyra guckte erschrocken zu Piper, welche die Arme heben wollte, doch der Mann, der Lyra fest packte machte eine ruckartige Bewegung. Der Wäschekorb fiel Lyra auf den Boden und die ganze Kleidung verteilte sich im Raum. Seltsame Bälle flogen auf Piper zu, die sich springend hinter das Sofa rettete. Mit einem groben Griff zog der Mann Lyra näher an sich heran. "Lyra!" Chris, der grade die Treppe herunterkam machte ebenfalls eine Handbewegung, doch der Mann löste sich mit Lyra in schwarze Punkte auf. Eine Blumenwase flog in seine Richtung, doch durch die Punkte hindurch.
Chris lief die Treppe herunter, half Piper auf. "Danke danke.." Stöhnend kam diese wieder auf die Beine. "Leoo" Phoebe, Paige, Wyatt!!" , rief sie sofort. Es dauerte eine Weile, bis eine Zähneputzende Phoebe die Treppe herunter kam. "Hasm mos?" fragte sie erstaunt, putzte sich im Gehen weiter die Zähne. "Lyra ist von einem Dämon entführt worden. Wie von einem Sper aufgespießt spuckte Phoebe die ganze Zahnpasta aus. "Was?? In unserem Haus? Hier, bei uns?!" , fragte sie ungläubisch. Piper nickte und in dem Moment versammelten sich zwei weiße Lichtpunkte neben ihnen. Vater und Sohn schauten verdutzt in die Runde. "Lyra wurde entführt." Hies es dann erschrocken von Phoebe. "Wa...?" weiter kam Leo nicht, denn die nächsten Punkte taten sich auf. Als Paige vollständig erschien, starrten sie alle von oben bis unten an. Sie stand dort in Unterwäsche mit einem mehr oder weniger durchsichtigen Nachthemd. "Ich sag euch, wenn das nicht wichtig war,...!" kam es von ihr... "Ähm..." räusperte Wyatt sich. "Wie es aussieht, ist unsere Lyra entführt worden." Paiges Augen wurden groß. "Lyra?"
"Hey, lass mich los, was willst du von mir, also...!" zappelnd und hysterisch schlug Lyra um sich, als sie mit dem unbekannten Mann in einem von Kerzen und Fackeln umleuchteten Raum auftauchte. Der mann lies sie los und trat zurück in eine Reihe ebenfalls schwarz gekleideter Männer und Frauen. Ein hämisch Grinsender Mann kam auf Lyra zu. "Hallo Lyra. Ich hab auf dich gewartet, mein Mädchen." Lyra starrte ihn eingeschüchtert an. Er fasste ihr ans Kinn und drehte ihren Kopf zweimal hin und her. "Ah, fein, das Mädchen. haha. Sie haben dich also noch nicht überzeugen können. Gut so. Du hast deine Kräfte noch nicht entdeckt, was? Dann haben wir allehand voll zu tun." er lachte und drehte sich um. "Bringt sie ins Zimmer."
"Gott, das bring doch nichts!!" ungeduldig und mit den Nerven fertig drehte Chris sich um. "Hey, was ist denn mit dir los??" seine Tante Phoebe guckte ihn verständnislos an. Paige, die das Pendel zum 11. Mal über die Stadtkarte routieren lies guckte eben so fragend. "Wenn du als ihr Wächter sie vernünftig suchen könntest, dann bräuchten wir gar nicht das Pendel einsetzen." tadelte sein Bruder Wyatt ihn.
"Ja, aber..."
"Warum ist deine Konzentration eigentlich so sehr flöten gegangen?"
"Vielleicht ist sie ja auch in der Unterwelt, das liegt ja wohl sehr nahe!" versuchte Chris sich zu verteidigen.
Wyatt zog seinen Bruder um die Ecke. Die Erwachsenen schüttelten nur den Kopf und konzentrierten sich aufs Pendeln und auf das große Buch, dass auf Pipers Schoss lag und in dem sie alles mit einem Scannerblick nach dem Gesicht des Dämons durchforstete.
Auf dem Flur kam Wyatt nah an seinen Bruder heran und flüsterte. "Alter, du hast dich total in dieses Mädchen verknallt!" raunte er ihm zu.
"Was redest du da? Sie ist mein Schützling. Und dazu eine unerfahrene Hexe, die keinerlei Kräfte herausgefunden hat und dazu ihr ganzes Gedächtnis verlohren hat. Ich darf mir ja wohl Sorgen machen."
"Schon, aber du darfst nicht so vollkommen deinen Verstand aussetzen!"
Als sein Bruder nichts erwiederte fuhr Wyatt fort: "Chris, hör mal zu, du bist ihr Wächter, es ist unerlaubt..."
"Ich weiß, dass es nicht erlaubt ist und keine Angst, es wird auch nicht dazu kommen. Ich weiß schon, was ich mache!" Chris riss sich los, schaute Wyatt böse an und kam wütend ins Wohnzimmer zurück.
"Ich finde sie jetzt." Lies er laut verkünden und setzte sich auf den Boden, schloss die Augen und versuchte sich zu konzentrieren. Die anderen warfen Wyatt fragende Blicke zu. Dieser Zuckte nur unwissend mit den Schultern.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
Schmetterling - 20.05.2008, 20:58..
Sorry, dass ich nie kommentiert habe. Aber das sah alles so schön aus.
Und ich war fasziniert von der geschichte.!!!!
Voll spannend, ich freu mich, wenns weida geht.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 23.05.2008, 23:25
Super Geschichte! Aber war ja klar, nach deinen Epis von CharmedSGFC :) Ich freu mich auch schon, wenn es weitergeht!
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 25.05.2008, 20:22danke
danke euch beiden!! :D
Die Fortsetzung wirds erst ab Donnerstag geben...
Nachtrag: Die 'Neue' hat sich wieder ausgeloggt xD
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 25.05.2008, 20:32
Welche 'Neue'?
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 27.05.2008, 19:06Kapitel 6
Kapitel 6: Dämonen der Unterwelt
"Jetzt sei endlich ruhig!!" brüllte Avaritius, wie sich der dunkle Kerl nannte, wütend in Lyras Gesicht. Sein eigenes hat sich mitlerweile knallrot gefärbt. Dass dieses Mädchen so viel Ärger machen würde, hat auch niemals jemand gedacht. Lyra strampelte und versuchte sich von den Fesseln zu lösen, die sie an die Stange in der Wand fesselten. Immer wieder rief sie die Namen der Familienmitglieder Halliwell. Irgendwie müssten sie sie doch hören!!
"Hör endlich auf zu schreien, Mädchen!!" brüllte Avaritius so laut, dass Lyra sofort verstummte und geschockt auf das Messer blickte, dass Avaritius ihr an direkt an den Hals hielt. Seine Hand zitterte gefährlich, er schnaufte wütend und Lyra wimmerte leise. Er blickte sie sekundenlang an, dann wandte er sich ab. "Argh!!" er schmiss eine Kerze um. "Warum muss ich mich mit die abquälen, hää?!" noch eine Kerze. "Wenn diese dummen Hexen unseren Plan nicht durchkreuzt hätten, dann müsste ich diesen Drecksjob nicht machen!! Dann...!" die Tür flog auf.
Einen Moment lang stand der dunkle Mann, der Lyra auf das Zimmer geschickt hat in der Tür und sagte nichts.
"Warum so hitzig, Avaritius?" er grinste. Ein abscheuliches Grinsen, wie Lyra dachte. Instinktiv zog sie ihre Beine näher an sich heran und versuchte sich möglichst klein zu machen. Was natürlich nichts brachte, weil sie hier sozusagen den Mittelpunkt darstellte.
"Ich habe mich noch gar nicht vorgestellt, liebe Lyra." Er beugte sich zu Lyra herunter, die ihn angewiedert anschaute. Er fixierte ihr Gesicht mit den kalten Augen. Seine gelben Zähne kamen zum Vorschein. "Ich bin Maligno, werde auch die Quelle genannt." seine Worte verfielen in ein gefälliges Lachen. Sein Atem roch so erbärmlich, dass Lyra sich mit großer Beherrschung zurückhalten musste. "Wie ich bemerke hat Avaritius dir noch nicht erzählt, was wir mit dir vorhaben. Nicht war?" Lyra antwortete nicht. Also fuhr Maligno fort: "Wir haben nichts Schlimmes mit dir vor, Lyra. Wir wollen dich retten, dich bewahren und dir die wahre Zukunft schenken." Er guckte Lyra nicht an sondern hatte sich einer Wand zugedreht, sodass Lyra ihn nur im Profil sah. Sie antwortete nicht, sondern betrachtete ihn nur. Er schien in irgendwelchen Gedanken versunken zu sein. Seine Augen funkelten vor Freude, ja tatsächlich Freude, allerdings, so wie Lyra fand, gröte Schadenfreude...
Er drehte sich zu ihr um. "Nun, dann werde ich dir nun..."
"Und du denkst, wir sind hier richtig?" fragte Wyatt ungläubisch. "Ja, ich bin mir zu 99% sicher." antwortete Chris. "99%? Du musst dir zu 280% sicher sein, wir haben nur 3 Elixiere. Und wenn es sich um die Quelle handelt, dann reichen diese 3 auch nicht aus." zischte Phoebe. "Hey, Leute, da vorne ist eine Tür." Paige deutete auf eine Tür geradeaus. Sie, Piper, Phoebe und die beiden Jungs sind in die Unterwelt gebeamt, um ihre Lyra zu befreien. Vor der Tür, auf die Paige zeigte standen 2 große Fackeln und 2 noch größere 'Wachen'. "Und wie machen wir das jetzt?" fragte Phoebe. "Ich würde sagen, Lockvogel Prinzip.", antwortete ihr ihre Schwester Piper. "Also. Paige und Chris sind die Lockvögel, wir holen Lyra. "Und wie sollen wir das anstellen?" fragte Paige. "Das macht ihr schon." und da schob Piper die beiden 'Lockvögel' auch schon auf den Gang. Die Wachen wurden aufmerksam und zogen ihre Speere. "Ähäää...." Paige lächelte und winkte ihnen gespielt entgegen.
Die Dämonen, die das Zimmer des Herrschers bewachen sollten, schauten aufmerksam zu, wie sich die Frau mit den orangenen Haaren und der Kerl neben ihr, auf sie zubewegten. Kurz vor ihnen machten sie halt und blickten sie an. "Was wollt ihr?" fragte die eine Wache mit einer tiefen Stimme. "Wir wollen zur Quelle." antwortete Paige keck und mit einem gewissen Charme in der Stimme. "Wer hat euch beauftragt?" "Unser Auftraggeber ist unwichtig für euch, aber bedeutend für euren Herren." entgegnete ihm Chris. "Was ist euer Anliegen?" Paige kam näher auf die eine Wache zu, drehte sich leicht vor ihm und spielte mit einer Haarsträhne. "Was meinst du...?" fragte sie mit einer verführerischen Strähne, die den Dämon zum Lächeln brachte. Genau in diesem Moment nahm sie ihn und warf ihn gekonnt auf den Boden, Chris starte zur gleichen Zeit einen Angriff auf die andere Wache, der er den Speer entwendete und damit eins überzog... Chris und Paige fassten die Dämonen an, sie lagen zwar auf den Boden, waren aber nicht bewusstlos und wollten zum Gegenangriff übergehen. Allerdings durfte in dem Raum keiner aufmerksam werden, also beamten sich die beiden mit den Dämonen schnell weg.
Hinter dem großen Felsvorsprung versteckt beobachteten die anderen die Szene. "So hab ich mir das zwar nicht vorgestellt, aber so geht es auch." meinte Piper. Gemeinsam gingen sie zur Tür und lauschten...
"Nun, dann werde ich dir nun..."
Die Tür flog auf, gezielt wurden drei Elixiere geworfen, 3 Dämonen lösten sich auf, sofort flogen Energiebälle, wurden zurückgeschleudert und trafen Wände oder Dämonen. Lyra kreischte und duckte sich. Alles stand in dichtem Raum, Hexen und Dämonen kämpften gegeneinander. Plötzlich bildere sich über Lyra ein blaues... ja, Schild, welches alles von ihr abprallen lies. Direkt danach kam Wyatt mit unter dieses Schild und begann Lyra loszubinden. Hastig fummelte er an den Fesseln rum. "Hast du das gemacht?" fragte Lyra erstaunt. Ihr Gesicht war erstaund und vollkommen verdreckt. "Was ist mit den anderen?" fragte sie. "Die kümmern sich um Dämonen. Mit denen durftest du ja jetzt auch schon Bekanntschaft machen." Lyra nickte. "Und..." Sie wollte noch eine Frage stellen, aber Wyatt kam ihr zuvor. "Chris geht es auch gut, er macht grad mit Paige Dämonen fertig." er grinste. Lyra wurde knallrot, lächelte aber. "Ich hab sie!" rief Wyatt und legte seinen Arm um Lyra. Piper und Phoebe riefen ihm durch den Rauch ein "Okay!" zu und kamen mit zu ihm und Lyra unter den Schutz. "NEEEIN!!" kam ein wütender Schrei von Maligno. Er sprang ihnen entgegen, als wolle er persönlich dafür sorgen, dass ihm das Mädchen nicht entwendet wurde. Sein Ziel allerdings löste sich mit den anderen in viele weiße Punkte auf...
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 28.05.2008, 16:14Kapitel 7:
Kapitel 7: Du wirst sie hassen!
Müde und verschlafen öffnete Voli ihre Augen. Der Liedschatten war verschmiert und glänzte blau über ihre Augenpartie. Ihr tat alles weh. Mühsam richtete sie sich auf und schaute sich um. Als sie sich an das düstere Licht gewöhnt hatte, erkannte sie, wo sie sich befand. Ihr Herz begann heftig zu klopfen. "Oh nein....!" blitzschnell stand sie auf und drehte sich in alle Richtungen. "Oh mein Gott... Ich bin.. ich... Oh nein! Sie werden bekommen, was sie wollen... Nein!" sie rannte zu einem Schrank an der Wand. Er war gefüllt mit tausenden von Gläsern, in denen viele ekelhafte Sachen schwammen. Sie fasste sich an den Kopf. "Nein, nein... Jetzt nicht verrückt werden, Voli. Nicht verrrückt werden...!" sie verzweifelte jede Sekunde mehr. "Placida!! Lyra, wo seid ihr?! Oh mein Gott, das darf doch wohl nicht wahr sein...!" Voli schossen aus Verzweiflung die Tränen in die Augen. Die Tür flog auf. Dunkle Gestalten kamen ohne ein Wort zu sagen auf Voli zu. Sie bewegte ihre Hände, doch ihr Angriff wurde abgewehrt. Die Gestalten packten sie hart an den Armen und zogen sie mit sich. Voli strampelte, kreischte und zappelte, wollte sich losreißen, weinte und schrie. Doch nichts half, sie landere vor Malignus, Malignus, den sie so verabscheute und dem sie nun ein letztes Mal und für immer ausgeliefert sein wird. "Wo ist Placida... Wo Lyra?" fragte sie unter Tränen. Doch afschauen wollte sie nicht. Ihren letzten Stolz, bevor es geschehen würde, wollte sie behalten.
Malignus fasste unter ihr Kinn und bewegte ihren Kopf in seine Richtung. Er starrte ihn ihre grünen Augen, aus denen die letzte Hoffnung zitternd rumorte und aus denen tränen liefen. Doch ihr fest zusammengepresster Mund zeigte, dass sie den Willen hatte, nicht aufzugeben und das gute Gewissen hatte, alles Mögliche getan zu haben. "Deine Freundinnen... Bald wirst du dich nicht mehr an sie erinnern können. Ist es dir dennoch so wichtig, zu wissen, wie es ihnen geht? Damit du ein letztes Mal wegen der Liebe zu anderen Menschen Schmerzen ertragen musst? Ja, möchtest du das?" er warf ihr sein ekelhaftes Grinsen entgegen. Das, was er ihr schon immer entgegengeworfen hat. "Placida... ja, so heißt sie? Ich weiß es nicht, ich weiß nicht, ob sie lebt, ob das Blut in den Gassen zu ihr gehörte..." Volis Augen verzogen sich zu einem schmalen Spalt sie fühlte, wie sich die Aggression in ihr sammelte. Maligno lachte. "Es ist nicht wert, deswegen zu leiden. Nicht, wenn man ein so schönes Gesicht hat, wie du... " er betrachtete sie genauer. "Leiden sieht nicht schön aus... Lyra, deine andere Freundin, ja... sie hat es geschafft, sie ist geflohen, weißt du wohin? .. Zu den Mächtigen Drein." Voli spitzte die Ohren. Die Mächtigen Drei? Lyra hat das geschafft? "Hat sie..." "Ja, sie hat all ihre Erinnerungen verlohren. Sie erinnert sich weder an mich, noch an dich... du bist.... ein unbeschriebenes Blatt, grenzenlose Leere in ihrem Herzen." Voli kniff ihre Augen zusammen. Sie musste das jetzt ertragen... Sie musste stark bleiben. "Es ist traurig, dass ich auch deine Erinnerung löschen muss. Du bist eine so erfahrene und gute Hexe, doch ich brauche dich. Ich brauche dich, du bist der eine Teil der neuen Mächtigen Drei. Und durch dich werde ich an die anderen kommen und durch euch zu meiner unbegrenzten Macht!" er brach in großes, von Habgier gefülltes Lachen aus. "Aber, meine Liebe. Ich werde deine Erinnerung nur manipulieren, ja... Du wirst mich lieben und du wirst sie, deine Freundinnen verabscheuen, denn sie werden in deinen Erinnerungen deiN Leben zerstört haben. Du wirst sie töten wollen, das wird dein einziges Ziel sein! Du! Du wirst mein Werkzeug." Er lachte. Jede Träne, die über Volis Wange lief brannte so fürchterlich in ihrem ganzen Körper. Das Lachen, dass sich in Volis Kopf so gedämpft und doch so laut und pochend anhörte, vermischte sich mit dem schönen Lachen, dass sie an ihre Freundinnen erinnerte. Bilder aus ihrer Kindheit verzogen sich zu hämischen Grimassen und langgezogenen Gestalten, die sich vor ihr aufbäumten um sie niederzureißen. Sie fühlte sich, als wolle alles in ihr explodieren.
Achtung: Die Zusammenfassung oben wurde geändert, vielleicht ist es jetzt besser für euch zu verstehen, was abgeht.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 28.05.2008, 16:48
Cool! Ich freu mich schon total auf die Fortsetung! Voll spannend!
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 29.05.2008, 16:04Kapitel 8
Soo, das nächste Kapi, vollkommen öde, aber das musste sein, sonst würde man nix mehr checken ;D
Kapitel 8:
Wyatt tauchte mit Phoebe, Piper und Lyra im Halliwell Manor auf, wo Leo schon auf die Truppe wartete. Lyra taumelte etwas hin und her, da ihr vom beamen etwas schwindelig gewoden ist. Schon wieder war sie plötzlich an einem Ort. Für sie war das alles so schwer zu verarbeiten. Die Eindrücke der Personen um sie herum waren so stark. Alle erzählten sie irgendwas magisches. Lyra wollte infach raus da, raus aus allem, einfach ein ganz normaler Mensch sein, so wie jeder andere und sich um nichts Gedanken machen, um das sie sich nun Gedanken machen muss.
Paige und Chris beamten sich ins Zimmer. Beide waren von Kratzern überseht, aber lächelten. Paiges Haare standen wirr in alle Richtungen, man sah ihnen an, dass es sehr schwierig war, die Dämonen unter Kontrolle zu halten, aber sie waren zufrieden, was hieß, dass alles glatt gelaufen ist. Chris lief sofort zu Lyra hinüber. "Ist alles in Ordnung mit dir?" Er sah, dass sie an ihrem Handgelenk stark blutete. Erst als Chris ihre Hand nahm, viel Lyra diese Wunde auf. Sie hatte sie überhaupt nicht bemerkt, obwohl alles rot war und jetzt plötzlich so stark schmerzte. Warscheinlich hat Lyra sich die Verletzung zugezogen, als sie an den Fesseln herumzerrte und es gar nicht bemerkt, weil sie in einem so panischen und verwirrtem Zustand gewesen ist. Jetzt sah sie zu, wie Chris seine Hand über ihre hielt. Diese kleinen Pünktchen und weißes Licht erschienen. Zuerst hatte Lyra Angst, dass er ihre Hand wegbeamen würde und zuckte kurz zusammen, aber dann wurden ihre Augen wieder groß, denn das Blut lief zurück in ihren Körper und die Wunde schloss sich von allein. Chris lies ihre Hand los und Lyra starrte wie gebannt darauf. Bevor sie etwas sagen konnte, hatte Phoebe ihr schon eine Decke umgelegt und schob sie zum Sofa. "Soo, setz dich erstmal hin. Piper macht dir einen Tee." Somit landete Lyra in einer Decke eingewickelt inmitten der großen Sofapolster und wurde von Phoebe mit der größten Hausfrauenliebe versorgt. :)
"Weißt du, was die Typen von dir wollten, Lyra?" fragte Paige, als sich alles etwas beruhigt hatte. Lyra schüttelte den Kopf. "Nein, weiß ich nicht... Der eine Kerl hat sich mir vorgestellt, er heißt Maligno, aber nennt sich die Quelle... Ein Großkotz..." allgemeines Schmunzeln trat auf. Die Halliwells guckten warfen sich alle seltsame Blicke zu. Lyra war irritiert. "Hab ich irgendetwas falsches gesagt?" fragte sie verunsichert. "Nein nein, Lyra. Es ist nur so..." begann Phoebe und machte eine Pause. Sie nahm Lyras Hand. "Die Quelle... Wir haben gedacht, es gibt sie nicht mehr. Denn damals haben wir die Quelle... " sie stoppte und schluckte einmal. Ihr Blick wurde trauriger. "Ausgelöscht.." beendete sie ihren Satz. "Ja, aber was ist denn die Quelle?" fragte Lyra und blickte die anderen fragend an. Chris stellte sich zu ihr ans Sofa. "Die Quelle ist das Oberhaupt des Bösen. Es gibt die gute Seite, die wir vertreten und die Böse Seite, der die Dämonen angehören." erklärte er. "So wie in Filmen? Gut und Böse?" "Oh ja, den Kampf gibt es wirklich. Nur, dass wir immer darauf bedacht sind, dass wir das Gleichgewicht halten. Das Gute braucht das Böse und das Böse das Gute. Leider sieht das Böse das nicht so und versucht Alleingänge zu machen." Lyra nickte abwesend und lies ersteinmal alles sacken. Nach einer Weile sah sie wieder auf. "Und was hab ich damit zu tun?" Ja, die Frage war berechtigt... Leo stand auf. "Das wissen wir auch noch nicht, aber wir versuchen es herauszufinden. In deinem Leben musst du irgendetwas getan haben, was mit der Quelle zu tun hattest." Lyra erschrak. "Du meinst... du meinst, ich gehörte zu den Dämonen?? Bin ich auch so ein Hexending oder so?" Lyras Hände umklammerten die Decke. "Nein, das glauben wir nicht." beruhigte sie Paige. "Wir denken eher, dass du Opfer der Dämonen bist. Denn wenn du zu ihnen gehört hättest, hätten sie dein gedächtnis nicht auslöschen müssen und wir gehen davon aus, dass sie es getan haben." Sollte das jetzt eine gute oder schlechte Nachricht sein? Lyra konnte nichts mehr unterscheiden. Sie fühlte sich verwirrt, leer und so voll, dass sie platzen könnte. Sie fühlte sich lebendig und tot, ihr war warm und doch kalt. "Am besten machst du dir erstmal nicht mehr so viele Gedanken darum, Lyra. Versuch ersteinmal alles zu verarbeiten und mach dir nicht so einen Kopf, wir werden das schon alles aufklären." Piper klopfte ihr zur Bestätigung auf die Schulter.
Wyatt, der eben rausgegangen war, um die Tür zu öffnen, kam nun wieder. An seiner Hand ein Mädchen mit schulterlangen Haaren, die nett lächelte und die anderen begrüßte. "Oh hallo Isabel." begrüßte Piper das Mädchen freundlich. Auch die anderen begrüßten sie. "Isabel, darf ich dir vorstellen? Lyra, eine Freundin von Chris und mir." "Oh hi, Lyra, schön dich kennenzulernen, ich bin Isabel, Wyatts Freundin." lächelnd gab Isabel Lyra die Hand. "Hallo, ebenfalls schön, dich kennenzulernen." Ja, das Mädchen passte irgendwie zu Wyatt. Sie schien ruhig zu sein, elegant und groß gebaut. Sie waren ein perfektes Paar. "Ja, ähm Isa und ich wollten noch ins Lenn, das ist die neue Bar in der Stadtmitte. Wollt ihr beiden vielleicht mit?" fragte Wyatt Lyra und Chris. Die beiden sahen sich an. "Warum nicht?" kam es von beiden. Wyatt musste grinsen. Lyra freute sich über die Abwechslung, obwohl sie lieber alles andere, was passiert war verstehen wollte, doch so konnte sie ersteinmal abschalten, das war schon wieder alles so aufregend heute...
Zu viert gingen sie nach draußen und in Richtung Stadt.
Um 21 Uhr schließlich fanden sich alle in einer kleinen Ecke in der Bar ein, hatten alle ein Getränk und plauderten ein bisschen. "Der Club ist echt cool." gab Isabel laut von sich. Sie musste etwas schreien, weil die Musik und das Gerede der Leute zu laut war. Es waren unheimlich viele Menschen da, der Club war vollgedrängt und es war so warm, dass man das Gefühl hatte, gleich ersticken zu müssen. "Aber... so toll wie der Club eurer Mum ist er natürlich nicht." fügte sie grinsend hinzu und schob sich den rosa Strohalm ihres Getränkes in den Mund. Sie fing sich dafür einen kleinen Kniff von Wyatt ein. "Nichts zu dem Club meiner Mum.." scherzte er. "Und Lyra, wo kommst du so her? Bist du für längere Zeit zu Besuch hier?" fragte sie Lyra. Lyra schoss das Blut in den Kopf, was sollte sie denn jetzt antworten?? Sie hatte doch keine Ahnung von nichts. Zum Glück übernahm Chris für sie die Antwort. "Ihre Eltern gehen für ein halbes Jahr nach Australien und weil wir ihre Familie schon länger kennen und Lyra die Schule hier gerne beenden möchte, darf sie in dieser Zeit bei uns bleiben." Lyra schluckte. Glaubte Isabel das? Isabel staunte nicht schlecht. "Australien? Wow... Und du findest es okay ohne sie zu leben? Hast du nicht manchmal Heimweh nach ihnen?" oh, das war ein Volltreffer. Heimweh... Darüber hatte Lyra nóch gar nicht nachgedacht. Ihre Eltern? Ja wer waren ihre Eltern? Lief sie ihnen vielleicht ohne zu wissen über den Weg? Machten sie sich Sorgen um sie? Hatte sie überhaupt welche? Was, wenn nicht? Isabel starrte sie fragend an. "Oh tut mir Leid, ich wollte dich nicht traurig machen." entschuldigte sie sich. Dabei legte sie ihre Hand auf Lyras. Lyra schreckte auf. "Oh nein, nein, du hast mich nicht traurig gemacht, ich hab nur nachgedacht... Also zu deiner Frage. Ja, ein bisschen vermisse ich sie, aber als Teenager koppelt man sich ja ohnehin von den Eltern ab. Ein halbes Jahr ohne sie... Das überlebe ich und dann sehe ich sie ja wieder." Sie lächelte, obwohl ihr jedes Wort weh tat. Isabel lächelte dankbar zurück. "Das freut mich. Genau und ein halbes Jahr ist schnell vorrüber." Lyra nickte. Dann schaute sie traurig auf den Boden. Isabel kramte in ihrer Tasche und zog eine Zigarettenschachtel heraus und schaute sich um. "Soooo... wollen wir kurz raus, Schatz?" fragte sie an Wyatt. "Ja, können wir." "Gut, also dann." Sie standen auf. "Bis später dann, ihr beiden." verabschiedete sie sich und harkte sich bei Wyatt ein, um mit ihm den Club zu verlassen. Lyra atmete einmal sehr laut durch.
Die Situation hatte sie noch mehr fertig gemacht. Aber sie war auch glücklich darüber, denn so hat sie sich wenigstens so wichtige Gedanken machen können. Verträumt starrte sie vor sich hin... bis ihr plötzlich bewusst wurde, dass sie ja hier alleine mit Chris rumhockt und er schon die ganze Zeit nichts gesagt hat. Und Lyra hatte auch nichts gesagt. Lyra zählte zusammen. Sie saßen gemeinsam an einem Tisch in einem Club und schwiegen sich an. Wie PEINLICH!! :oops: Sie überlegte fieberhaft, wie sie ein Gespräch anfangen könnte, doch ihr kam einfach nichts in den Sinn... Dann wollten sie plötzlich beide etwas sagen.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 01.06.2008, 19:34
COOOOOL!!!!! Wie ich mir Lyra und Chris vorstelle sind die ein totales Traumpaar! Ich finde auf jeden Fall, sie passen super zusammen! Ich hoffe du denkst dir ein gutes Ende für die beiden aus :wink:
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung :D
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 02.06.2008, 13:03
hihi. ;D
Das finde ich auch, aaaber für die beiden gibt es erstmal noch einen gaaanz ganz großen Knick, wenn Lyras 'Freundinnen' hinter ihr her sind und die Dämonen ihr komische Sachen über Chris und seine Familie erzählen. Und dann kommt noch ein anderer Typ hinzu ... oh
oh :heul: :| :unschuldig: :cry:
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 02.06.2008, 14:21
Uiii! Da bin ich ja mal aufgeregt! Na, ich freu mich auf jeden Fall mega auf die Fortsetzung! :wink:
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 02.06.2008, 19:13Kapitel 9: dämonische Romantik
Kapitel 9: Dämonische Romantik
"Ähm..." sagten beide und räusperten sich. Sie guckten sich erst an, dann sahen sie lächelnd nach unten. Lyra begann als erstes. Ihr Herz klopfte. Sie hatte das Gefühl, dass es selbst die laute Clubmusik übertönte und wurde knallrot. Warscheinlich macht Chris sich schon lustig über sie. "Ähm... also..." Sie sah Chris kurz an. Als er ihren Blick erwiederte musste sie schnell wegschauen, sonst hätte sie gar nichts mehr sagen können. "Also.." stammelte sie und räusperte erneut. Was sollte sie denn sagen?? "Ich... ähm ich wollte dir danken.." noch ein Räuspern. "Oh, wofür denn?" fragte Chris erstaunt. Lyra wurde noch röter, falls das noch möglich war. "Naja.. einfach... Einfach für alles..." Was redete sie denn bitte? "Ich meine... ich weiß nicht wer ich bin, und..." jetzt kam einfach alles aus ihr heraus. Sie konnte Chris ansehen und begann einfach zu reden. Sie hatte keine Ahnung, was sie redete, aber sie machte einfach weiter. "du hast mich sofort aufgenommen. Eure ganze Familie hat mich aufgenommen. Ihr seid zwar etwas seltsam und der Magiekram... der verwirrt mich noch mehr, aber trotzdem fühle ich mich bei euch wohl und ich weiß nicht, wie ich euch dafür danken soll. Da sind diese Bösen, die mich immer holen und ihr rettet mich." Schon wieder kamen ihr Trämen in die Augen. "Du gibst mir einfach das Gefühl, dass ich etwas wert bin, dabei weiß ich noch nicht mal wer ich bin. Du auch nicht... Ich hab wirklich keine Ahnung, wie..." weiter kam Lyra mit ihrem Redeschwall nicht. Chris hat sie in seine Arme genommen und drückte sie leicht an sich. Lyra war in dem ersten Moment etwas erschrocken, dann aber fühlte sie sich plötzlich so unglaublich wohl. Zum ersten mal in dieser zeit und sie glaubte zum ersten Mal in diesem Leben merkte sie, dass es sie wirklich gibt. Es war ihr peinlich, dass sie schon wieder heulte und Chris sie trösten musste, aber es tat ihr so unglaublich gut, dass sie einfach nicht aufhören konnte und Chris so fest umarmte, wie sie nur konnte. Sie hatte endlich einen Halt gefunden. Jetzt bloß nicht aus irgendeinen Traum aufwachen...
"Hey ist alles okay mit euch?" rief eine sorgende Stimme von hinten. Sie gehörte Isabel. Lyra drückte sich erschrocken von Chris weg, sprang auf und wusch sich die Tränen aus dem Gesicht. Das hatte grade noch gefehlt. Peinlicher kann es nicht mehr werden. Plötzlich fühlte sie sich so unwohl, dass sie ihr Leben hätte hassen können.
Chris räusperte sich und Lyra hätte schwören können, dass auch er etwas rot wurde. "Ja... ähm... da ist grad wohl doch ein wenig Heimweh durchgekommen. Ähm... ich hab Hunger, wollen wir noch was essen gehen?" fragte er die anderen um von Lyra abzulenken, worüber sie ihm sehr dankbar war. "Oh gute Idee, wo wollen wir hin?" fragte Isabel. "Wir wollten noch ins Kino und der Film fängt gleich ein." bemerkte Wyatt und sah Isabel eindringlich an. Sie benötigte ein paar Sekunden, um zu verstehen. "Ohhh ja, stimmt,.." betonte sie. "Der Film.. Ja, tut mir Leid ihr beiden wir haben leider nur 2 Karten, wir sehen uns bestimmt noch." Sie umarmte Lyra und Chris, die bedröppelt und etwas unbeholfen im Raum rumstanden. Dann zog sie Wyatt hinter sich her und beeilte sich rauszugehen.
Lyra und Chris blieben allein zurück. Chris sah Lyra von der Seite an. Sie hatte ihren Blick auf den Boden gesenkt. Ihre Mundwinkel hingen nach unten und ihre Augen sahen traurig und beschämt aus. Die langen Haare hingen wirr ins Gesicht. Ihre Arme hatte sie fest um ihren Körper geschlungen.
"Möchtest... du nach Hause?" fragte Chris leise. Lyra zeigte erst keine Reaktion dann nickte sie forsichtig. "Okay.. ähm... kommst du?..." fragte Chris. Er ging langsam forwärts, Lyra folgte ihm...
Schweigend gingen sie mehr oder weniger nebeneinander her. Lyra hing immer etwas zurück. Ihr war alles so peinlich... Der Abend hat sich so komisch entwickelt. Es hatte ja schon gereicht, dass sie Chris vollheult, warum mussten jetzt noch Wyatt und Isabel in dem Moment hereinkommen.
Ihre Gedanken kreisten so heftig, dass sie den Ruf von Chris nur gedämpft mitbekam und erst gar nicht merkte, dass er sie schnell mitzog und hinter einem großen Müllberg auf den Boden warf. Lyra war total erschrocken. "Bleib unten." flüsterte er. Lyra zitterte am ganzen Körper. Chris stand auf, musste allerdings sofort danach wieder runter. Komische Energiebälle schossen links und rechts neben ihnen her. "Was ist das??" fragte Lyra panisch. "Psst..." machte Chris und nahm Lyras Hand, um sie zu beruhigen. Sie hielten beide den Atem an. Es war totenstill. Der Mond schien in die Gasse, von den Müllsäcken und Tonnen dampfte es hoch. Sie hörten schwere Stiefel hinter sich, die langsam auf sie zukamen.
"War das Mädchen dabei?" hörten sie eine tiefe Stimme. Lyra zitterte. Sie drückte Chris' Hand fester. "Da war ein Mädchen. Aber sie haben sich nicht gewehrt..." Es vergingen ein paar Sekunden Schweigen. "Mh.. warscheinlich waren es bloß Menschen... Ein kleines Paar, das wir beim Kuscheln erschreckt haben." sagte eine andere tiefe Stimme. Chris und Lyra bewegten sich nicht. Noch ein paar Sekunden Schweigen, dann hörten sie, wie sich die Schritte langsam entfernten, bis sie schließlich ganz verschwunden waren.
Nach ein paar weiteren Sekunden atmeten sie beide erleichtert aus. Der Schock saß bei beiden noch tief, aber sie waren froh, dass sie die Situation überstanden haben. Chris wollte aufstehen, aber Lyra hielf ihn fest. Sie musste ihn einfach nochmal umarmen. Chris war erst etwas perplex. "Chris" erneut kamen Tränen in ihre Augen. "Ich werde mit jeder Sekunde verwirrter..." Sie sah ihn in seine grünen Augen. Sie hatte keine Ahnung, ob sie in ihrem früheren Leben jemals jemanden geküsst hatte, aber sie wollte es jetzt einfach drauf ankommen lassen. Ihr Herz klopfte schon wieder so unerträglich und diesmal durch ihren ganzen Körper. Wenn nicht jetzt, dann nie... Sie berührte Chris' Lippen mit ihren und wusste, dass sie es niemals bereuhen würde...
Etwas später sahen sie sich an. Chris war vollkommen weg. Er hatte gerade das getan, was gegen alle Regeln verstößt. Gegen das seine Eltern damals verstoßen haben und wegen dem er niemals Probleme machen wollte.
Lyra wendete ihren Blick gen Boden. "Es tut mir Leid..." flüsterte sie. Sie wusste nicht, was sie denken sollte... Was ist, wenn Chris bereits eine Freundin hatte? Was, wenn er sie abstoßend fand? Was, wenn...
Ihre Gedanken wurden unterbrochen, denn plötzlich tauchten 11 große Männer vor ihnen auf. Lyra stieß einen schrillen Schrei aus. Die Männer kamen so überraschend, dass selbst Chris nicht reagieren konnte und von einem der Männer niedergeschlagen wurde. Lyra schrie erneut. "Jaa, ihr habt also gedacht, ihr hättet uns ausgetrickst, ja? Haben wir eure schöne kuschelige Atmosphäre kapputt gemacht, ja? Das tut mir Leid, aber wir müssen dich leider mitnehmen mein Mädchen." sagte einer der Männer. Er packte Lyra fest an den Armen und zog sie an sich. "Mach bloß keine Kinkerlitzchen, dann tuts auch nicht weh." Er zog ein Messer und nahm Lyras Arm. Langsam setzte er das Messer an. Ein anderer hielt ein Schälchen unter ihren Arm. Lyra zitterte, wagte aber sonst nicht, sich zu bewegen. Als der Mann langsam anfing, in Lyras Arm zu schneiden, tropfte das rote, warme Blut langsam in die Schale rein.
Lyra wollte wieder weinen. Dann sah sie, wie Chris hinter den Männern wieder zu bewusstsein kam. Hoffend sah sie zu ihm. Er schien Schmerzen zu haben, fasste sich an den Kopf. Lyra sah, wie ihm das Blut durch das Gesicht lief. Er hatte eine Wunde an der rechten Seite. Er sah zu Lyra. Ihr Herz machte einen kleinen Hüpfer. Sie fühlte den Schmerz durch das Messer nicht mehr so sehr. Als Chris eine schnelle Armbewegung machte, flog eine Müllonn auf den Mann, der bei Lyra war zu und traf ihn an den Kopf. In dem Moment, als er zu Boden fiel, rannte Chris auf Lyra zu, hielt sie fest und beamte sie und sich selbst weg.
Paige gähnte. "Ich bin total müde, ich glaube, ich geh langsam ins Bett..." sagte sie und stand auf. "Ja, schlaf gut." meinte Phoebe, die es sich im Sessel bequem gemacht hatte. Auch Piper und Leo, die in dem Sofa gekuschelt waren wünschten ihr eine gute Nacht. Paige wollte gerade gehen, als sie sich erschreckte und kurz aufschrie. Alle sahen zu ihr. Vor ihr bilden sich viel zu langsam weiße Pünktchen, die sich nach und nach in Lyra und Chris verwandelten, die beide auf dem Boden saßen und kurz vorm Umkippen waren. "Oh mein Gott..." meinte Paige und und kniete sich sofort zu ihnen herunter. Piper, Leo und Phoebe standen auf und rannten sofort zu ihnen hin. "Was ist passiert? Chris, was ist passiert?" fragte Paige und sah ihn an. Sie bemerkte, dass er sehr stark am Kopf blutete. Chris hatte Mühe, wach zu bleiben. "Lyra..." flüsterte er noch, bis er nach vorne in Paiges Arme kippte. Schnell guckten alle zu Lyra, die wie hypnotisiert da saß. Leo sah, dass sie eine Schnittwunde hatte und heilte diese sofort. Dann begab er sich zu seinem Sohn, um diesen ebenfalls zu heilen. Piper nahm Lyra in den Arm. "Hey, Lyra, was ist geschehen." Durch Leos Heilung fühlte Lyra sich wieder etwas besser. "Diese... Dämonen.." sagte sie...
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 03.06.2008, 19:03
Wie cooooooooooooooooooooooooooooooooolllllllllll!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ich lieeeeeeeeeeeeeeeeeeebe diese Story! Und Lyra und Chris sind ja so ein Traumpaar!!!!!!!!! *träum* Wie schööööön!!!!! Ich freu mich schon unglaublich auf die Fortsetzung!!!!!!
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 04.06.2008, 15:07
Ohohoooooo!!!
Ich danke dir!!! :3 *knuddel* *knuff* *überfall und nochmal knuddel*
:D *strahl* Das ist so lieb von dir!!
Ich kann es auch nie erwarten weiter zu schreiben, mir fällt so viel ein xD :D
Ich hoffe, dass man so einigermaßen durchsteigt...
Ist alles ein bisschen kompli, aber das wird später alles noch aufgedeckt :)
Hab dich lieb!! :D und ich danke für die lieben Kommentare!! :]
Achjaaa,... beim erneuten Drüberlesen hab ich mich voll erschrocken, weil ich überall so viele tausende Rechtschreibfehler mache. Die meisten kommen wegen der Tastatur, da vergess ich manchmal was oder vertipp mich, weil ich beim Schreiben meistens nicht hingucke... Sorry deswegen, das änder ich irgendwann mal xD Ich hoffe, man versteht dennoch, was ich meine ^.^
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 04.06.2008, 15:38Kapitel 10 Schultag
Kapitel 10: Schultag
Es war 9:20. Große Pause an der Schule, die Wyatt, Chris und Lyra besuchen. Für Lyra war es ungewohnt, sie traf viele viele neue Menschen und hatte Angst von jemanden gesehen zu werden, der sie kannte, von dem sie selbst aber keine Ahnung hatte. Wo ist sie früher eigentlich zur Schule gegangen?? Aber anscheinend war sie hier nie gewesen. Es war schon sehr kompliziert, sich überhaupt anzumelden, wenn man keinerlei Zeugnisse vorzeigen konnte, aber Wyatt hatte irgendeine 'Idee' und als er wiederkam war alles gebongt. Was genau diese Idee war, wollte Lyra gar nicht wissen...
Das Schulgelände war riesig und die Schule (sie war eher so etwas wie eine Universität) lag inmitten der Stadt und doch sehr abgeschieden. Der Schulhof war mit hellen Steinen gepflastert und es sind damals viele Bäume und anderes Grünzeug gepflanzt worden. Lyra stand etwas unbeholfen in der Mitte des Schulhofes und hielt Ausschau nach den Halliwell Brüdern. Wo die sich schon wieder herumtrieben... "Ahhh, kommen wir dem Ziel schon näher." sagte sie vor sich hin, als sie beide mit Isabel unter den großen Säulen des Schuldaches sah. Die Sonne schien und es war herrliches Wetter. Fröhlich lief sie zu ihnen hinüber. Wie es aussah war sie in nahezu den gleichen Kursen wie Isabel und wollte sie noch etwas fragen. Doch bevor sie ankam verabschiedeten Wyatt und Isabel sich schon von Chris und gingen rein.
Lyra war etwas aus der Puste, als sie bei Chris ankam. "Hey... puh..." "Hey... alles okay? Hast du dich schon 'eingelebt'?" fragte er. "Mh, ja, so gut wie. Ich hab viel mit Isabel zusammen und wollte sie eigentlich grad was fragen... Aber jetzt ist sie schon weg." "Ja, die beiden schreiben eine Prüfung..." "Oh..." ... Isabel wusste nicht, was sie sagen sollte. Jetzt standen sie wieder da... Heute morgen haben sie nicht gerade viel miteinander geredet und da gab es noch etwas, das immernoch zwischen ihnen stand. "Ähh..." begann Lyra. "Sag mal, hast du.." wollte sie fortfahren, doch sie wurde von hinten angesprungen und unterbrochen. "Hey, Lyra!!" sagte ein strahlendes neues Gesicht zu ihr. Lyra drehte sich um und schaute in dunkelblaue Augen, die einem Mädchen gehörte, die ungefähr ihrem Alter entsprach. Sie hatte das Gefühl, als würde sie sie schon seid ewigkeiten kennen. "Oh hi, äh... kennen wir uns?" "Mhhh nee, warscheinlich nicht." antwortete ihr das Mädchen. "Ich bin erst seit gestern hier und hab dich heute in Mathe gesehen. Du bist ja auch neu, da hab ich gedacht, können wir uns ja zusammen tun. Ich bin übrigens Voli." "Oh, ja, hi Voli, ich bin Lyra, das weißt du ja bereits." Nun wendete sich Voli auch an Chris, der etwas zweifelnd im Hintergrund stand. "Hey, und wer bist du? Ich hab eure Unterhaltung ja gerade unterbrochen, tut mir Leid." Sie streckte ihm die Hand hin. Chris war etwas irritiert. Das Funkeln in Volis Augen war seltsam stechend und ihre Aura bereitete ihm kein gutes Gefühl. "Ähm ja, ich bin Chris, wir sind befreundet..." "Ah cool. Find ich gut, dass eine normale Freundschaft zwischen Mädchen und Junge funktioniert, ist ja nicht oft der Fall..." "Ähhh Ja, Voli," sagte Lyra schnell. "Ich hab jetzt Bio, du warscheinlich auch, lass uns mal gehen, ich muss mich noch vorbereiten. Also bis dann Chris." Lyra lächelte und schob Voli weiter zu den Bioräumen.
Nach der Schule warteten Wyatt und Chris auf Lyra, die etwas länger brauchte, bis sie schließlich mit Voli aus dem Gebäude kam. "Hey ihr beideen!!" rief sie den beiden zu und kam winkend auf sie zugelaufen. "Sagt mal..." begann sie etwas schüchtern. "Denkt ihr, ich darf Voli mit nach Hause nehmen? Also zu euch nach Hause? Wir haben uns für ein Referat in Geschichte gemeldet, das wollten wir gemeinsam machen..." "Ja, klar, kein Problem." bemerkte Wyatt fröhlich. "Ich kenne dich noch gar nicht, ich bin Wyatt." sagte er dann zu Voli. "Hey, ich bin Voli." "Achja, ich hab noch eine Frage." meinte Lyra, als sie sich alle in Richtung Haus machten. "Unser Referat ist über Hexenverfolgung. Deswegen haben wir uns auch gemeldet, da wisst ihr bestimmt viel zu, oder?" fragte sie. Wyatt und Chris schauten sich an. Voli guckte erstaunt. Lyra begann zu kappieren und wand sich schnell an Voli. "Also ähm... deren Eltern haben Eltern gehabt... ähh und die... haben viel Geschichtliches gemacht in ihrer Freizeit und... ähh Esotherik und so, du weißt schon.. Äh..." "Ja, schon gut, verstehe." meinte Voli schnell um die Sache nicht peinlicher zu machen. Lyra war sehr dankbar darüber und Chris und Wyatt fühlten sich ziemlich unwohl. Beide hatten bei Voli ohnehin schon ein nicht sehr gutes Gefühl, wo dran das auch immer liegen mochte...
Das Mittagessen im Hause Halliwell verlief eigentlich so wie immer. Alle begrüßten Voli, als wäre sie ein Familienmitglied. Zwar wirkte sie irgendwie etwas befremdlich und kühl, war aber unglaublich nett zu jedem und so schoben alle dieses Gefühl auf ihre schlechte Laune. Paige, Piper und Phoebe fühlten sich, als die Kinder nach Hause kamen ungewöhnlich schlaff, schwach und müde und gesellten sich deswegen gemeinsam ins Wohnzimmer um ein bisschen zu reden und zu entspannen. Paige nutzte die Gelegenheit, um neue Beauty-Produkte auszuprobieren. Und nun hatte einer ein Fußbad, der andere eine Gesichtsmaske und der andere ein anderes merkwürdiges Produkt. Lyra und Voli begaben sich in Volis Zimmer, Melinda war bei ihrer Freundin und Chris und Wyatt saßen noch am Tisch und laberten ein bisschen miteinander, als ihr Vater ebenfalls das Haus verlassen hatte. "Sag mal..." begann Wyatt. Er lehnte sich nach vorne und schaute seinem kleinen Bruder neugierig in die Augen. "Was ist da gestern zwischen euch gelaufen?" "Hä, was meinst du?" fragte dieser erstaund.
"Ach komm schon, du und Lyra. Sie hat wegen irgendwas geheult und heute habt ihr fast kein Wort miteinander geredet..."
"Sie ist total verwirrt wegen allem..." meinte Chris schlicht.
"Verwirrt ist die eine Sache, verknallt die andere." Chris antwortete nicht. "Chris, ich möchte dir auf keinen Fall irgendwas kapput machen, aber ich mache mir Sorgen um dich. Du hast keine Ahnung, wer diese Lyra ist und außerdem bist du ihr Wächter. Und du weißt was das bedeutet."
"Abgesehen davon, das Mum und Dad auch eine unerlaubte Beziehung führen, kann ich dir versichern, dass da nichts ist und nichts sein wird." antwortete Chris, stand auf und ging ohne ein weiteres Wort nach oben. Wyatt blieb Kopf schüttelnd am Tisch zurück.
"Och menno... Ich steig hier voll nicht durch... Ich will etwas Anschauliches haben... So kann ich mir das doch nie merken." murmelte Voli. Lyra und sie lagen auf dem Boden. Um sie herum Geschichtsbücher, Stifte, Pappe und viele viele Arbeitsblätter. Lyra überlegte. "Mh... also ich hätte da ja eine Idee..." meinte sie. "Ja, welche?" Voli horchte auf.
"Ja also Piper und so, die sind so eine Art Freizeit-Magier. Und die haben so einen Dachboden, aber..." Lyra flüsterte immer leiserer und Voli rutschte näher an sie heran. "Aber wir dürfen uns nicht erwischen lassen. Die haben sogar so eine Art Zauberbuch. Und man kann wirklich damit zaubern..." meinte Lyra. Volis Augen wurden groß. Sie bemühte sich, überrascht zu gucken. "Wow.." "Ja, komm mit." Und schon zog Lyra Voli mit nach oben.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 04.06.2008, 16:58
Ouuuuuuuuuuu!!!!!!!!!!! Das ist ja gefährlich! Freundet sie sich jetzt mit Voli an?
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 05.06.2008, 14:44Kapitel 11
@ Elli: hehe, schon geschehen ;) Epi 10 ist zuende geschrieben. Da musst du das Ende noch lesen und dann gehts hier weiter ^.^
Kapitel 11: Verschwörung
"Lyra? Voli?" rief Wyatt ein bisschen lauter, als er an Lyras Tür vorbeikam. Er hörte nämlich keinen Mucks, obwohl er eher aufgeregtes Mädchengekicher erwartet hätte. Er klopfte an die Tür, aber niemand sagte etwas. Er überlegte erst, ob er reingehen sollte, beschloss dann aber, es zu lassen. Mädchen sind komisch, wer weiß was die grade schon wieder aushecken...
Lyra und Voli schlichen sich derweil zum Dachboden hoch. Die Tür vor der sie standen war ein Spalt weit auf. Lyra schob sie vorsichtig nach vorne. Es quietschte etwas, aber nicht so laut, dass sie es unten hätten hören können. Sie betraten den Dachboden. Voli staunte nicht schlecht... "Wow, so sieht es also auf dem Dachboden der Mäch..." sie hielt sich die Hand vor den Mund. "Ups... der... äh... Halliwells heißen sie, oder? Ja... so sieht es hier also aus..." Nochmal rausgerettet... Lyra ging direkt auf das Buch zu und schlug es auf. "Hier, schau mal." Sie winkte Voli her. "Wow, cool und das ist ein Zauberbuch?" fragte sie. "Ja, sie nennen es das Buch der Schatten, aber du weißt davon nichts, ja?" Voli nickte. "Gut. Wollen wir einen Zauber ausprobieren?" fragte Lyra. "Ähm... denkst du nicht, das ist gefährlich?" "Nöö, warum, hier, such dir was aus." meinte sie und hielt Voli das Buch hin. Diese zögerte. Ähm... ne, blätter du ruhig... Schlag doch mal die allererste Seite auf. Lyra war irritiert. Warum wollte Voli das Buch nicht anfassen? Warscheinlich hatte sie nur Angst, es dreckig zu machen und Lyra in Schwierigkeiten zu bringen. Ja, man merkte schon, dass Voli einfach eine prima Freundin ist. Also schlug sie die erste Seite auf.
Vor ihnen lag ein Spruch. Beide lasen ihn durch. "Wollen wir ihn nicht mal laut lesen?" fragte Voli. "Ja klar, können wir machen, aber was soll das bringen? Damit können nur Hexen hexen." "Hä, sind die Leute hier also Hexen?" fragte Voli und wollte dabei etwas irritiert gucken. Lyra erschrack. Ups, jetzt hatte sie das Falsche gesagt. "Nein, aber so.. also die kennen sich mit sowas aus. Wir nicht. ähm... Aber wir können ihn ja trotzdem mal sprechen." fügte sie schnell hinzu. "Okay, darf ich den bitte bitte alleine sprechen?" fragte Voli und ihre Augen glänzten dabei so doll, dass Lyra ihr sofort Platz machte und Voli vor das Buch trat. "Endlich..." sagte sie leise. Lyra war irritiert. Mh... Sie hatte sich nur verhört. Aber was sollte dieser Habgieriger Blick in Volis Augen? Seltsam. Voli tat, als würde sie mit ihren Fingern über das Buch streichen, berührte es aber nicht. Sie atmete einmal tief ein, um vorzulesen:
"Hey, was macht ihr denn hier?" fragte Wyatt verwirrt, als er das Wohnzimmer betrat und seine Mutter und seine Tanten mit seltsamer Farbe im Gesicht und mit den Füßen in Schälchen erblickte. "Wir machen uns schön und ruhen uns aus." meinte Paige. "Irgendwie sind wir alle etwas schlapp heute..." fügte Phoebe hinzu. "Setz dich ruhig zu uns." meinte Piper. "Äh ne, danke, sowas brauch ich nicht." winkte Wyatt schnell ab. "Ja, du... du bist ja noch jung." sagte Phoebe. Plötzlich wurde es unangenehm kühl. Alle guckten sich verwirrt an. "Draußen ist bestes Wetter... spinn ich oder merkt ihr auch, dass es kälter und dunkler in unserem Haus wird?" fragte Piper. In diesem Moment kam Chris gerade ins Wohnzimmer. "Sag mal merkst du auch, dass es so kómisch wird?" fragte Paige ihn. "Komisch? was meint ihr mit komisch?" alle sahen sich fragend an. Dann begriffen sie und liefen schnell nach oben in die Richtung von Lyras Zimmer. "Lyra!!" riefen Wyatt und Chris und stürmten in ihr Zimmer. Aber keiner war da. Phoebe, Paige und Piper kamen hinzu. "Nichts..." meinte Wyatt. "Vielleicht..." "Psst, seid mal still." meinte Phoebe. Alle hielten den Atem an und lauschten. Von oben hörten sie ein leises Murmeln:
"Hört nun die Worte der Hexen.
Die Geheimnisse, die wir in der Nacht verbargen..."
"Ist das nicht...?" fragte Piper überrascht. Sie lauschten weiter. Es war Volis Stimme, die leise vom Dachboden kam.
"Die Ältesten der Götter riefen wir an.
Nach der wahren Magie trachten wir stehts."
"Mir wird total schwindelig..." meinte Paige und wankte leicht nach hinten, bis sie sich an einer Komode festhielt. Auch Piper suchte sich einen Stuhl zum draufsetzen und Phoebe schwank auch gefährlich hin und her. "Was geht hier ab??" fragte Wyatt.
"In dieser Nacht und in dieser Stunde rufe ich die alten Mächte herbei."
Das Haus begann gefährlich zu zittern und die drei Schwestern fühlten sich immer schlechter. "Los, hoch!" rief Chris und sein Bruder und er rannten die Treppe zum Dachboden hoch.
Voli hörte ein Poltern, das immer schneller hoch kam. "Nur noch drei Zeilen..!!" sagte sie sich und sprach: "Lenkt unsere gewaltigen Mächte in uns Hexenschwestern Drei."
Chris und Wyatt kamen auf den Dachboden gelaufen, sahen Voli und Lyra an. Sofort lies Wyatt ein Schutzschild um Lyra auftauchen. Diese guckte nur verdutzt von den Brüdern zu Voli und wieder zurück. Was war denn jetzt schon wieder los?
Chris machte eine handbewegung und das Buch flog vom Ständer in seine Arme.
Lyra war verwirrt und Voli guckte verdutzt. "So einfach wirst du es nicht haben, wer bist du?" fragte Wyatt. "Mh..." Voli grinste und kam um den Ständer herum. Lyra war immer noch ratlos. "Ich bin bald die neue Macht der Drei. Lyra und ich. Und noch ein Mädchen, das grad wo anders ist." sie lachte. Wyatt und Chris schauten Böse. "Ach kommt, als wenn ihr das nicht gewusst hättet..." Voli lachte wieder. "Dass es in naher Zukunft eine neue Macht geben würde, wusstet ihr und die Schwestern doch bereits. Nur habt ihr bei eurer Suche nach den Richtigen nicht damit gerechnet, dass euch erstens eine davon über den Weg läuft und dass zweitens eine von ihnen der Dämonischen Seite angehört. Und da ich, als Dämonin, den Spruch gesagt habe, liegt unsere Macht auf der dunklen Seite." Sie lachte erneut. Lyras Herz schlug ihr bis zum Hals. Was hatte sie nun wieder angerichtet? Sie machte immer alles falsch und jeder hintergang sie. Jeden, den sie ins Herz geschlossen hatte. Ob Chris wohl auch...? Sie wollte sich diese Frage nicht stellen. Würde es jemals herauskommen, wäre ihr Leben wirklich nutzlos.
"Du hast nur das kleine Problem." bemerkte Chris, "dass ich das Buch in meinen Händen halte."
"Oh kein Problem, Chris." sagte Voli keck. "Es gibt etwas wie ein Gedächtnis und ich habe mir den Spruch bereits durchgelesen. Ich kann es auswendig."
Wyatt und Chris wollten reagieren, doch Voli war so schnell, dass die kurzen Worte nur so über ihre Lippen flogen:
"Wir sind bereit.
Gebt uns die Macht!"
Und schon begann das ganze Haus gefährlich zu beben, drei weiße große Punktansammlungen kamen von hellem Licht begleitet durch den Boden nach oben, tummelten sich, wurden schwarz und flogen in Lyra und Voli. Eine weitere Ansammlung flog irgendwo nach draußen.
Wie paralysiert starrten Wyatt und Chris auf Voli und Lyra. Voli schien die neue Macht nur in sich aufzusaugen. Sehr zufrieden grinste sie die Brüder an. "Soll ich euch gleich fertig machen?... Nein, dann wäre es nicht mehr lustig..." sie schaute auf Lyra, die leichte Schwindelgefühle entwickelt hat. "Ich fühle mich so... matschig." jammerte sie. "Lyra, komm mit mir. Ich zeige dir das richtige Leben." sagte Voli. Lyra starrte sie an. "Wie kommst du darauf? Was weißt du über mich." "So viel, dass ich dir sagen kann," .. sie grinste. "Dass dein lieber Chris dir nur Mist erzählt hat." "Was? Hey, Lyra, hör nicht auf sie, sie lügt. Ich habe nur Wahres gesagt." versuchte Chris sich zu verteidigen. Er wollte auf beide zugehen, aber Wyatt hielt ihn zurück. Voli wand sich wieder an Lyra. "Er hat dich nach Strich und Faden belogen. Er hat dir erzählt, dass er zu den Guten gehört. Aber ich sage dir, dass das anders aussieht. Sie sind die Bösen. Sie geben sich nur tolle Namen, wie gute Hexen und Engel und weiße Magie. Uns, die sie die Dämonen nennen, uns unterdrücken sie. Sie haben uns in die Unterwelt verbannt. Dort leben wir, dort harren wir aus. Aber wir nehmen unser Elend gerne dafür in Kauf. Dafür, dass wir irgendwann die Welt verbessern. Die wahren Helden arbeiten eben anonym. Sie schmücken sich nicht mit ihren Taten, sie bleiben unbekannt und wollen keinen Ruhm, sie wollen Gerechtigkeit. Chris und seine ganze Familie, sie gehören zu den Bösen. Sie haben dich Manipuliert. Lyra, ich bin deine beste Freundin gewesen." Lyras Herz zog sich zusammen. Was hörte sie da? Alles gelogen? Alles? Auch die Gefühle, die Chris ihr gezeigt hatte? Er hatte sie tatsächlich nur für eigene Zwecke benutzt? "Vielleicht hast du eine besondere Verbindung zwischen uns schon bemerkt. Hier." Sie gab Lyra einen Spiegel und klappte Lyras Ohr etwas um, so dass Lyra die Ohrhinterseite sehen konnte. Hier, siehst du, die Sonne und das Herz da, das ist ein Tattoo, das wir beide und eine weitere Freundin un gemacht haben. Es steht für uns." Sie drehte sich so, dass Lyra auch ihr eigenes Tattoo sehen konnte. "Lyra, diese Leute hier haben dir die Erinnerung geraubt um dich einzulullen, um die eine Identität zu geben, die du nicht bist. Ich habe uns die Macht zurück geholt, die uns gehört. Wir sind die Mächtigen Drei. Und wir gehören zu den Dämonen. Dämon heißt nichts anderes als Unbekannte Weltretter. Lyra, ich weiß, dass du enttäuscht und verletzt bist. Aber ich werde dich nicht im Stich lassen. Bei mir kannst du immer bleiben. Ich werde dir immer zuhören und für dich da sein..." Sie schaute Lyra an. Diese fühlte etwas, was sie noch nie gefühlt hatte. Bei allen schlechten Gefühlen, die sie in der letzten Zeit gehabt hat, war das hier das schrecklichste. "Lyra, glaub ihr nicht, das..." Lyra unterbrach Chris. "Halt den Mund!" fauchte sie. "Stimmt das?" sie sah ihn unter Tränen an. "Stimmt das, was sie gesagt hat? Los sags!! Sags mir sofort ins Gesicht." sie stand auf. "Nein, das stimmt nicht... ich..." "Und jetzt immernoch lügen!! Warum tust du mir das an? Warum? Was hab ich dir getan, dass du mich so hintergehst und mich so kaputt machst? Und ich habe gedacht, ja ích habe gedacht, dass ich gespührt habe, dass ich dich liebe. Und ich hatte das gefühl du würdest mich auch lieben. Aber das war alles nur Gespielt? Ja?" Chris konnte nichts sagen, er war zu perplex. "Und der Kuss. Der war ebenfalls nur Mittel zum Zweck? Ich meine, ich hab dich zwar auch geküsst, aber trotzdem gehören da zwei zu. Und du hast meine Situation einfach ausgenutzt! Wie konntest du nur?" Wyatt schaute seinen Bruder verwirrt an. Kuss? Also doch...? "Nein, Lyra, bitte, du darfst ihr nicht glauben, was sie erzählt ist..." "SEI ENDLICH STILL!!!" schrie Lyra. Keiner hatte bemerkt, dass sowohl die Halliwell Schwestern, als auch Leo mitlerweile auf dem Dachboden waren, sich angesichts der Situation aber diskret im Hintergrund befanden. "Ich dachte, du hättest wenigstens jetzt die Größe alles zuzugeben, aber dass du mich immernoch so verletzt und dass es dir anscheinend so Spaß macht...!!" Lyras Kopf pochte so doll, dass sie dachte, sie würde bald explodieren und doch hatte sie sich alles so fest rausgeschrieen, dass sie sich leicht und ausgelaugt fühlte. "Komm, Lyra..." Voli nahm Lyra in den Arm und schimmerte weg, bevor auch nur irgendwer etwas tun konnte.
Ein Vollkommen mit den Nerven fertiger Chris und eine ebenso erstaunte und mitleidende Familie blieb zurück...
Die Nacht war lang und erdrückend und der Schmerz und die Fragen die in den Köpfen der Menschen vorgingen, war in der Luft zu spüren...
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 06.06.2008, 16:23Kapitel 12
Kapitel 12: Die Nicht-Mächtigen Drei
"Sie haben unsere Kräfte geklaut." jammerte Paige.
"Nicht direkt geklaut." berichtigte Leo sie. "Sie haben sie nur übernommen. Den Zeitpunkt haben wir ja schon abgewartet, nur haben wir nicht damit gerechnet, dass es so enden wird."
Er sah um den Tisch herum, um den sich die Familie versammelt hatte. Keiner hat geschlafen, alle waren fast die ganze Nacht wach gewesen und haben geredet oder geschwiegen.
"Was machen wir jetzt? Und was ist jetzt mit uns? Sind wir trotzdem noch Hexen?" fragte Phoebe. Leo erklärte: "Ja natürlich. Ihr seid noch Hexen. Und ihr seid immernoch die Mächtigen Drei. Nur gibt es nun eine neue Macht der Drei, die sich ganz entfalten wird, wenn ihr nicht mehr sein werdet. Der magische Bund zwischen euch ist immer noch stark. Nur nicht mehr so groß, wie vorher, denn die Hälfte dieser Magie ist bei den anderen Mädchen. Welche seltsamer Weise nur Freundinnen sind..." Leo schmunzelte.
"Das ist zu kompliziert, jetzt bitte nicht." jammerte Phoebe und fasste sich an den Kopf, der schon die ganze Zeit vor Übermüdigkeit schmerzte. Piper blätterte schon die ganze Nacht im Buch herum. Warf zwischendurch einen sorgenvollen Blick auf ihren Sohn, der die ganze Zeit neben seinem großen Bruder vor sich hin starrte und nichts mitbekommen zu schien.
"Ich finde einfach nichts." beendete sie ihre Suche und schlug das Buch zu.
"Mich würde interessieren, wer das dritte Mädchen ist. Und auch, wieso eines von ihnen eine Dämonin ist..." fragte Wyatt laut in die Stille.
"Wir wissen es nichts. Ich hab den Ältestenrat schon gefragt, die wissen allerdings auch nichts. Jetzt besteht nur auf beiden Seiten ein Gleichgewicht der Kräfte. Darauf hat die Unterwelt ja schon seit Jahren gewartet... Endlich haben sie ein Ass im Ärmel." meinte Leo.
"Immer diese aufschlussreichen Informationen." ärgerte sich Piper. "Haben die da oben dir auch irgendwas über Lyra erzählt?" fragte sie und schaute dabei nocheinmal sorgenvoller zu ihrem Sohn, der aber außer einem noch traurigeren Blick nicht weiter reagierte.
Leo zögerte. "Ja, ein bisschen. Sie haben ein paar Informationen gesammelt, indem sie in die Vergangenheit gereist sind."
"Und?" kam es von Phoebe, Paige, Piper und Wyatt.
"Also." begann Leo." Lyra, ihre Freundin Voli und eine weitere, die Placida genannt wird, waren Hexen. Gute Hexen. Die Drei entwickelten eine besondere Verbindung, wodurch sie auch von den magischen Kräften erwählt worden sind, die neue Macht der Drei zu formieren. Die Unterwelt war schneller und hat des öfteren versucht, sie auf ihre Seite zu bringen. Sie haben schon mehrmals gegen die Quelle gewonnen, sie kannten sie auch irgendwie persönlich. In dem letzten Kampf, den sie gemeinsam geführt haben, konnten Placida und Voli entwischen, Lyra war zu langsam und wurde von ihnen ihrer Erinnerung geraubt. Eigentlich wollten sie sie gerade so manipulieren, dass sie auf ihre Seite wechselt. Aber dann hat sie ja die Verbindung zu ihren Wächter aufnehmen können, der ab dem Zeitpunkt ja Chris war. Und den Rest kennt ihr ja..."
"Das heißt, dass Voli vorher auch gut war?" fragte Wyatt. "Ja, das ist nochmal eine andere Geschichte. Wir vermuten, dass Voli eingefangen und manipuliert worden ist. Was mit der Dritten ist, wissen wir nicht." antwortete Leo.
Plötzlich stand Chris auf, drehte sich um und ging in Richtung Haustür. "Hey, Chris, alles in Ordnung?" fragte Piper besorgt. Er antwortete nicht, dann ging die Tür zu. Wyatt wollte aufstehen. "Lass ihn." seine Tante Phoebe hielt ihn zurück. "Glaub mir, wenn du empathische Kräfte hättest und neben deinem Neffen sitzen müsstest, bei dem gerade sowas von alles durchander ist, würdest du verstehen, dass er eine kurze Zeit für sich braucht." Wyatt nickte.
"So, da wir jetzt allein sind." begann Piper. "Wyatt, warum hast du uns das verschwiegen?!" Wyatt guckte verdutzt. "Was meinst du?" Piper verdrehte die Augen. "Na die Beziehung zwischen Chris und Lyra!"
"Oh nein, nein, nein. Ich wusste davon nichts. Ich hab Chris gefragt, aber hat immer wieder abgeblockt. Ich wusste wirklich nichts." Piper seufzte. "Seid wann?" fragte sie. "Ich weiß es wirklich nicht. Aber ich glaube, dass da so richtig erst was seid vorgestern oder so läuft. Oh man,... das ist komisch so über meinen Bruder zu sprechen. Quält mich damit nicht, ja?"
"Ist ja gut. Nur..." Phoebe unterbrach Piper. "Du machst dir Sorgen. Das ist doch klar. Sorgen um ihn, seinen emotionalen Zustand und um seine Aufgabe als Wächter des Lichts." Sie lächelte mitfühlend.
"Aber Piper,.." schaltete sich Paige ein. "Du selbst weiß doch, dass man sich die Liebe nicht aussuchen kann. Leo und du, ihr seid doch das Beste Beispiel." "Genau deshalb fällt es mir doch so schwer..." meinte Piper.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 06.06.2008, 17:07
Genial!!! Das ist soooooooooooo super!!! Ich freu mich schon mega auf die Fortsetzung! Und das, wo Lyra Chris angeschrien hat, hat mir so gefallen :twisted:
Ich hoffe, das zwischen ihnen wird noch gut =)
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 06.06.2008, 18:38
Ohooo, das hat dir gefallen?? Du böses böses Mädchen ;p
Das geht so aber nicht ^.^
Dann muss ich wohl wieder was liebes schreiben, hehe. :)
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 09.06.2008, 15:31
Hihi^^ Ja, mach mal!
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 17.06.2008, 21:19Kapitel 13
Hey. Ich hatte leider keinen Internetzugang, deswegen schreib ich jetzt mal den Anfang (!) der nächsten Epi! :D
Kapitel 13: Lyras Aufgabe zur Bruderschaft
Die seelischen Schmerzen der vergangenen Tage sind ein wenig abgeklungen und doch verfolgen sie Lyra jede Nacht in ihren Träumen. Oft wacht sie Schweiß-gebadet auf. Sie leidet unter Verfolgungswahn, das ständige Gefühl von Menschen oder Wesen verlassen zu werden, die sie liebt. Sie sind in ihren Träumen immer so nah und dann lassen sie sie los und Lyra fällt nach unten in eine unendliche Tiefe.
Wie oft sie von diesen schrecklichen Träumen verfolg worden ist... Sie vermisste etwas, obwohl sie hier alles hatte. Sie hatte Freunde, eine Familie, viel gelernt, ihre wahre Identität gefunden. Und doch machte es ihr Angst, zu wissen, dass diese vielen Menschen da oben nichts von dem wahren Leben mitbekamen und stattdessen unter dem Einfluss solcher blöden Hexen standen.
Diese letzte Nacht konnte Lyra kaum richtig schlafen. Zu ihren Ängsten war sie aufgeregter als sonst, denn der Tag heute würde ihr viel bedeuten und ihr Leben von Grund auf ändern. Ab heute sollte sie in die Bruderschaft aufgenommen werden und somit unwiederruflich ein Dämon werden. Man hatte ihr versichert, dass sie somit von keiner weißen Magie mehr um den Finger gewickelt werden könne und immer die Wahrheit, die dämonische Wahrheit vor Augen haben werde. Die einzige Aufgabe, die sie dann heute zu erledigen hatte, war, einen Menschen zu töten. Das hörte sich sehr hart an und Lyra fühlte sich auch furchtbar schlecht dabei, aber ihr wurde versichert, dass der Mensch kein wahrer Mensch sei. Er solle unter dem Einfluss der Hexen stehen und bräuchte somit ihre Hilfe. Der Tod soll ihn nur befreien. Anschließend soll er ein neues Leben bekommen. Lyra lächelte. So konnte sie also doch jemanden helfen. Und mit dieser guten Tat war sie dann endlich ein Dämon. Sie freute sich tierisch.
Vertieft in ihre Gedanken, hörte sie das Klopfen an der Tür nicht. Die Tür ging auf und ein neugieriger Kopf lugte um die Ecke. "Darf ich stören?" fragte eine Stimme etwas lauter, sodass Lyra sich erschreckt herumdrehte. Dann lächelte sie aber, als sie den Jungen erblickte, der sich hinter ihrer Tür versteckte. "David, komm rein." meinte sie. Der Junge gehorchte und pflanzte sich zu ihr aufs Bett, wo Lyra ihm direkt durch seine schwarzen Haare wuschelte. "Na, suchst du hier wieder deine Schulbücher?" fragte sie grinsend. "Quatsch, diesmal hab ich eine andere Ausrede. Ich habe hier das letzte mal ein schönes Gefühl verlohren und wollte es mir wiederholen. Ich glaube, du hast es aufgehoben, kann das sein?" er grinste schleimig. "Boah, David, du hast dich mal wieder selbst übertroffen. Was ist das denn für eine Anmache??" Lyra musste lachen. Als Lyra aufgenommen worden ist, hatte sie in der Dämonenschule David kennen gelernt. Er wirkte geheimnisvoll und kühl, bei ihr taute er jedoch sofort auf und machte Witze. Was den Humor angeht, waren sie beide auf einer Wellenlänge. Lyra hatte immer ein seltsames Gefühl bei ihm. Sie konnte es nicht richtig beschreiben, es war wie eine gezwungende Verliebtheit. Es war nicht das furchtbare Wohlfühl-Gefühl, wenn sie sich in ihrer Nähe befand, aber eine so starke Sehnsucht, bei ihm zu sein, dass fast jede Sekunde ohne ihn zur Qual wurde. Zur Zeit waren sie beide jedenfalls das angesagteste Päärchen überhaupt und haben schon den ein oder anderen Streifzug hinter sich. Sie waren ein gutes Team und Lyra wusste, dass David derjenige war, dem sie ihr Leben anvertrauen würde, wenn es dazu käme. Sie erschreckte, als sie sich bei ihren Gedanken ertappte. Sie fing etwas an zu zittern und schaute neben sich. David war aufgestanden und stand am Regal, schaute sich ihre Fotos an. Sie betrachtete ihn von hinten. Eine schwarze Lederjacke hatte er an. Eine dunkle Jeans-Hose. Seine kurzen Haare standen hinten wirr in alle Richtungen. Lyras Herz pochte. Was sie gerade gedacht hatte, kam ihr vor wie eine Floskel, die ihr eingetrichtert worden ist. Nicht so, als würde ihr Herz es ihr sagen. Würde es wirklich sagen, vertraue David dein Leben an? Vertraute sie ihm wirklich so viel? Mehr Angst machte ihr allerdings, dass sie daran zweifelte. "Hey, Süße, alles in Ordnung mit dir?" plötzlich war David direkt bei Lyra und nahm ihre Hände. Lyra guckte ihn verwirrt an. "Ja... ja, ja... schon gut, alles okay.. Ich... ich bin nur etwas aufgeregt. Wegen heute abend.." David lächelte. "Oh, das wird schon, wir haben doch alles besprochen, du hast Samantha drei Wochen beobachtet, es wird nichts schief laufen." "Ja, ich weiß..." sie lies sich von ihm in den Arm nehmen und kuschelte sich an ihn. War er wirklich ihr Leben?...
Das absolute top-Gesprächsthema in der Zauberschule waren natürlich die Mächtigen Drei, die ihren Status als Mächtigen Drei abgegeben haben. Wyatt und Chris waren bei den Gesprächen natürlich die absolute Informationsquelle und wurden ständig umringt von allen Schülern. Zur Zeit war auch so viel Unterricht angesagt, dass die beiden kaum noch die normale Schule besuchen konnten, denn alle versuchten die Jugendlichen auf einen möglichen Zauberkampf vorzubereiten. Die Seite der Hexen rüstete auf, da die mächtigen Kräfte nun auf beide Seiten verteilt waren, musste auf Stufe Sicher gegangen werden. Piper, Phoebe und Paige, die hier auch unterrichtete, sahen das ganze als eine große Schmach an. Ihr ganzer Stolz war angeknackst und sie fühlten sich überflüssig und verspottet, was natürlich nicht direkt der Fall war. Sie waren nur nicht mehr so ehrfürchtig, wie vorher. Zum Unterrichten kam Paige kaum noch. Zumindest hatte sie ihre große Not damit, denn ständig kamen die gleichen Fragen. Was passiert sei, was mit ihren Kräften wäre, und wer die neuen Mächtigen Drei sind.
Die Brüder Wyatt und Chris schlossen sich manchmal sogar im Klo ein oder beamten sich weg. Chris ist in den letzten Wohen sehr depressiv geworden. Zwar versucht er nach außen hin stark zu sein und sich nichts anmerken zu lassen, um vor allem auch nicht die anderen zu belasten, aber ihm ging es sehr schlecht und seine Gedanken waren die ganze Zeit über nur bei Lyra. Er wusste nicht, warum er die ganze Zeit nur an dieses Mädchen denken musste, aber alles an ihr faszinierte ihn einfach so sehr. Er wollte unbedingt herausfinden, was mit ihr passiert ist, bevor er sie gefunden hat und gab sich auch selbst die Schuld daran, dass er sie nicht beschützen konnte. Seit dem wollte er auch keine neuen Aufträge als Wächter des Lichts annehmen, was den Ältesten sehr viele Sorgen machte.
Es hatte vor 10 Minuten geklingelt und die Schüler saßen nun alle in Paige's Unterricht, warfen Papierkügelchen und langweilten sich. Sie hatten nun wirklich genug von dem ganzen Theater hier... Sie mussten so viel lernen, wie schon lange nicht mehr...
Plötzlich ging die Tür auf und Leo stand im Raum. Alle drehten sich um. Er schien besorgt zu sein, wusste nicht so recht, was er sagen sollte. "Leo, ist etwas passiert?" fragte Paige. "Ja, wie mans nimmt... Nicht direkt passiert, aber..." "Schon gut, ich komme." Paige legte die Kreide hin und ging zu Leo. "Ich komme mit." sagte Chris und stand auf. Großes empörtes Gemurmel der anderen Schüler. "Du kannst jetzt nicht mit, Chris, es ist Unterricht." meinte Paige. "Wenn es mit dem was zu tun hat, was euch betrifft, betrifft es mich auch. Und ich würde genauso involviert sein, wie ihr, wenn ich jetzt kein Unterricht hätte." als Paige gerade antworten wollte, schaltete sich Wyatt in das Gespräch ein. "Außerdem unterrichstest du ja jetzt auch überhaupt nicht, Paige." "Also, einmal abgesehen davon, dass ihr beide mich im Unterricht zu siezen habt und mich Miss Halliwell nennen solltet, wisst ihr doch gar nicht, worum es geht, und..." sie wurde von Leo unterbrochen, der ihr etwas ins Ohr flüsterte. Wyatt und Chris beobachteten sie gespannt. "oh..." Paige guckte Leo fragend an. Dann sah sie zu Wyatt und Chris. Wieder zu Leo. ... "Okay, kommt mit." wieder murmelten alle empört durcheinander. "Und ihr seid lieb und still, bis ich wieder komme." sagte sie an die Klasse gewand.
In dem großen Versammlungsraum befanden sich nun die Lehrer der Hexenschule und die drei Schwestern und deren Kinder, bzw Neffen. Die Stimmung war nicht gerade locker und sorglos, nein, Hemile, der Vorsitzende und sein Vertreter Jenson redeten die ganze Zeit schon um den heißen Brei herum. Dass es sich um eine große Sache handelte, wussten alle, sonst hätte die Schule nicht schnell Hexen eintreffen lassen, die die Schüler vertretend bei Laune hielten und ihnen über die Zauberkunst beibrachten. Während beide Vorsitzende nun redeten und immer wieder durch den Kreis marschierten, schauten sie regelmäßig zu den Halliwells hinüber.
"Ja... es ist also so, dass die Unterwelt dabei ist, die dämonische Trikraft aufleben zu lassen." "Dämonische Trikraft, was ist das?" fragte Jess, eine junge Lehrerin. "Die Dämonische Trikraft ist das Gegenstück unserer Mächtigen Drei." erklärte Hemile.
"Die Kräfte haben diese drei Frauen bereits empfangen, nur um sie auszuführen, müssen sie alle wahre Dämonen sein." er schritt langsam umher. Seine tiefe Stimme durchhallte den ganzen Raum. Ein kalter Luftzug wehte durch die Versammlung. "Nunja. Es ist nun an ihnen diese Frauen, oder Mädchen zu diesen besagten Dämonen zu machen. Eine ist bereits 'bekehrt' wie sie es nennen. Eine weitere.... soll es heute nacht werden." großes Gemurmel im Versammlungssaal. Nur die Halliwells blieben schweigend und konzentriert, was Hemile ein ungutes Gefühl bescheerte. Er wusste, was diese Familie mit dem Mädchen verband. Er wusste auch, dass sie bereits ahnten, was er ihnen erzählen würde, jedoch viel es ihm schwer, die Wahrheit so auszusprechen, dass sie es ganz sicher wüssten. "Aus verlässlichen Quellen wissen wir, dass dieses Mädchen heute Nacht Samantha Wille ihres Lebens berauben wird, um in die Bruderschaft aufgenommen zu werden, womit einen Schritt weiter wären und uns somit auch einen Schritt vorraus."
"Um welches Mädchen handelt es sich? Können wir das nicht irgendwie verhindern? Noch haben wir die Macht der Drei auf unserer Seite." meinte Jack, ein Lehrer, der schon lange auf dieser Schule war und als ein ausgezeichneter Magier großen Respekt erlangt hatte. Hemile sah ihn lange und durchdringend an. Er atmete tief ein. "Nun, ich denke nicht, dass die Drei Schwestern, und damit möchte ich euch nicht angreifen, dieser Aufgabe nicht gewachsen sind. Die einzige Rettung bestünde darin, dem Mädchen den dämonischen Einfluss auszutreiben. Was wiederum ihren Tod bedeuten würde. Eine andere Möglichkeit gäbe es nicht." Alle schwiegen, dachten nach. "Nun, das Leben der Drei Mädchen, da sind wir uns sicher, muss beendet werden." Hää? Allgemeines Unbehagen machte sich breit. Was sollte das denn jetzt schon wieder?? Hemile wiedersprach sich. Warum sollten die Mädchen nun sterben? Eine von ihnen war nicht mal Dämonin und eine andere bis jetzt auch noch nicht. Vorher waren sie alle Hexen. "Dem Einfluss, den die Drei unterlegen sind, ist von so hoher, Dämonischer Gewalt, dass wir uns gezwungen sehen, die Kraft zu beenden, bevor sie entsteht. Würde die Trikraft wirklich erweckt werden, wäre die Welt nicht mehr zu retten. In ihrer Wurzel muss somit alles erstickt werden." "Wir können nicht einfach so Unschuldige töten!" kam es von Leo. "Nein, das habe ich auch nicht gesagt." schnitt ihn Hemile so scharf das Wort ab, dass beide sich geschockt ansahen. Hemile räusperte sich. "Ihr werdet den Fall nicht übernehmen. Ich habe beschlossen, dass Jack und Jenson dies erledigen werden. Es ist die einzige Chance alle zu retten." "Um wen geht es hier eigentlich?" fragte Phoebe ganz Situationsunbezogen. Hemile blieb ein Klos im Hald stecken. Mit der Frage hatte er nicht gerechnet. Er wollte sie nicht beantworten. Er wollte sie nie beantworten. Warum musste diese Familie nur so verdammt neugierig sein? "Nun, die Mädchen werden einem höheren Zweck geopfert. Es ist richtig, was wir tun." sagte er stattdessen und hoffte, dass es reichen würde. "Wer ist es?" kam es fast traumatisch von Chris. Er hatte es so eindringlich und tonlos gefragt, dass alle schockiert zu ihm guckten. Hemile schwieg, schaute ihn eindringlich an. Chris wiech seinem Blick nicht aus. Er war entschlossen. Entschlossen die Wahrheit zu hören und sie zu verhindern. Er ging einen Schritt auf Hemile zu. "Es ist Lyra, nicht wahr? Lyra und ihre Freundinnen, hab ich recht?" Hemile schluckte. "Ja, hab ich recht??" er packte Hemile am Kragen und drückte ihn gegen die Wand. "Du willst sie umbringen, weil sie unter dämonischen Einfluss steht, ja? Und du wolltest diesen Mord an ihr einfach so vertuschen? Unter den Tisch fallen lassen, als wenn nichst gewesen wäre??" in Chris bauschte sich so viel Wut, so viel mieses Gefühl auf, so viel Zorn, auf Lyra, auf sich, auf Hemile, auf die Schule, auf den Schulrat, auf die Dömonen, auf Voli, auf jeden auf, so viel Enttäuschtheit. Er drückte Hemile fast die Luft ab, so sehr wahr er in Rage. "Du bist so jämmerlich!!!" schrie er ihn an. "Das ganze lässt du von anderen machen, weil du selbst es nicht übers Herz bringst! Weil du ganz genau weißt, dass das, was du vorhast, falsch ist!!" "Chris..." versuchten Leo und Wyatt ihn abzuhalten, aber Chris lies nicht locker. "Mit deinem bescheuerten Vorhaben wirst du nicht durchkommen, das versprech ich dir, du..." Leo und Wyatt wussten sich nicht mehr zu helfen, sodass Leo seinen Sohn von hinten niederschlug und dieser bewusstlos auf den Boden fiel. Piper schrie einmal erschrocken auf und hielt sich sorgend die Hände vor den Mund. Wyatt kniete sich sofort zu ihm herunter. Auch Leo selbst vergewisserte sich sofort, dass ihm nichts weiter passiert war. Sorgvoll schaute er zu Wyatt. "Das war schon okay." versuchte dieser ihn zu beruhigen. Was Leo allerdings nicht viel weiter holf. Er wusste schließlich, welch ein schlechtes Verhältnis er und Chris in der alten Zukunft gehabt haben. Er wollte auf jeden Fall verhindern, dass dies noch einmal eintrifft.
Hemile klopfte seinen Mantel ab. "Es tut mir leid, Leo. Ich wollte es euch nicht sagen, um euch zu schützen." Er legte seine Hand auf Leos Schulter. "Schon gut..." "Denkt ihr, er schafft es, damit klar zu kommen?" fragte er besorgt. Leo schaute zu Chris, der bewusstlos im Arm seines Bruders lag. "Ich weiß nicht... Er muss..." Hemile nickte. "Nungut, der Auftrag wird dann heute Abend von Jack und Jenson ausgeführt." Damit verließ er den Raum. Mit ihm die anderen Lehrer. Außer Paige, die mit den anderen Familienmitgliedern bei Chris blieben. "Was machen wir jetzt??" fragte Phoebe besorgt. Allgemeine Ratlosigkeit...
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 23.06.2008, 17:14
Wow. Das geht einem echt total nah. Mir zumindest^^
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 28.06.2008, 16:31ooohh
oh wie süß von dir!!! :oops: :( :cry:
Hoffe, ich kann bald weiterschreiben!! :D
Schreibst du auch weiter?? :}
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 29.06.2008, 12:18
Oh Gott, wie aufregend! Ja, klar ich schreibe auch mal wieder weiter, aber zur Zeit habe ich einfach nicht genug Zeit. Das ist genauso bei meinen Epis für CharmedAgain.
Naja, das kommt dann wieder.
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 02.07.2008, 15:14Kapitel 14
Kapitel 14: David vs. Chris
Nervös ging Lyra auf uns ab, rieb sich die kalten Hände. David saß bei ihr. Voli und Mick waren auch dabei. Die drei sollten Lyra behilflich sein, sie seelisch unterstützen. Immer wieder redete Lyra sich selbst ein, dass Samantha besessen ist und ihre Hilfe brauchte. Immer wieder versuchte sie sich einzureden, dass sie keinen Mord begehen würde, aber immer wieder kam dieses Ekelgefühl hoch, dass ihr sagte, dass ihr Handeln falsch war.
"Hey, Schatz, was ist los...?" fragte David und legte von hinten seine Arme um Lyras Hüfte. Lyra erschreckte kurz. "Ich bin so aufgeregt... ist das, was ich tue nicht falsch? Ich hab so ein komisches Gefühl..." David warf über Lyras Schulter einen bösen Blick zu Voli, welche daraufhin aufstand und zu einem Tisch mit vielen Elixieren ging und zu mischen begann. "Quatsch, du machst alles richtig. Wir mussten alle eine solche Prüfung bestehen und ich sage dir, es ist ganz einfach." "Vielleicht hast du recht... Denkst du ich mache mir zu viele Gedanken?" "Lyra, das hatten wir schonmal..." "Ja ich weiß." Von dem Tisch, an dem Voli stand, kam ein lautes Puffen und Rauch aus einem kleinen Fläschchen. Voli schüttete die rote Flüssigkeit in ein anderes Fläschen mit einer grünen Flüssigkeit. Daraufhin färbte sie sich seltsamerweise dunkellila. Zufrieden stülpte Voli einen Deckel auf die Flasche und schüttelte sie ein paarmal. Die Flüssigkeit wurde jetzt orange. "Hier, Lyra, trink das." Sie hielt Lyra die Tinktur hin. "Was ist das?" "Keine Angst, das ist sozusagen rein biologisch, nichts schlimmes, es soll dir nur deine Nervösität nehmen und dich beruhigen." erklärte Voli. Zögernd nahm Lyra das Fläschchen, machte es auf und trank. "Hui.. das ist... seltsam..." Plötzliche Wärme durchflutete Lyras Körper, dann eisige Kälte, beide spielten ein Spiel mit ihr, raubten ihr den ganzen Verstand, bis sie beide verschwanden und Lyras ganzen Gefühle mit sich nahmen. Lyra blieb zurück... ahnungslos, gefühllos, leer und kalt. "Hast du jetzt noch Angst?" fragte David mit einem fiesen Grinsen. "Nein,nein, ich weiß nicht, wie sich Angst anfühlt.. Ich fühle sie nicht." antwortete Lyra benommen. "Wirst du die Hexe töten? Macht es dir etwas aus?" fragte Voli. "Nein, es macht mir nichts aus. Sie interessiert mich nicht. Ich werde sie töten..."
"Wie konntet ihr sie einfach gehen lassen??" schrie Chris die anderen an. Er wollte die Tür öffnen, als Piper sich davor stellte. "Du wirst jetzt nicht gehen!" sagte sie bestimmt. "Mum, ich kann nicht einfach," "Natürlich kannst du, du musst! Hör mal zu, Lyra ist gefährlich, sie hat die Seiten gewechselt, sie... Chris.." sie legte ihre Hand auf die Schulter ihres Sohnes. "Für Lyra existierst du nicht mehr. Dämonen haben keine richtigen Gefühle, sie lieben nicht." "Achja, Phoebe wurde auch von einem Dämon geliebt." "Das war etwas ganz anderes! Und ... warte mal. Woher weißt du das?" fragend blickte sie in die Augen von Chris, der ihrem Blick auswich. "Eine andere Geschichte. Jedenfalls werde ich nicht einfach so zulassen, dass ein Unschuldiger sterben wird!" mit diesen Worten beamte er sich weg.
Piper sah die anderen seufzend an. "Und jetzt?" "Von wem hat er nur diese Sturheit??" Piper tippte Leo neckend an.
Fortsetzung kommt!!
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
elli70 - 02.07.2008, 15:59
Wie spannend! Weiterschreiben!!! Aber was heißt vs.?
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 03.07.2008, 11:36
Das ist die Abkürzung von Versus und das heißt "gegen" :)
Hehe, da kann man sich schonmal denken, wie die Epi so wird :twisted: :twisted: :twisted: :twisted: :twisted:
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
Schmetterling - 05.07.2008, 11:02
woaa, das hat total lange gedauert das alles zu lesen!
Aber das war so furchtbar spannend, ich hab alles verschlungen!
Ich bin so gespannt, wie das wohl weitergeht! :P :? :shock: :lol:
Re: Gute Hexe, Böse Hexe?
cadencecaress - 06.07.2008, 17:19
VIelen vielen Dank dafür!! :) Ihr seid alle soo lieb!! :D
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Piper Halliwell - gepostet von elli70 am Mittwoch 07.05.2008
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