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Re: Fyrn Blightstrider
Immion - 13.05.2008, 14:19Fyrn Blightstrider
1. Alltag in Tirisfal
Stetig fiel der Regen an diesem Tag auf das tote Land von Tirisfal. Der Himmel war von einer dunklen, grauen Wolkendecke verhangen, die alles Licht verschlang und die Landschaft in einen düsteren, trostlosen Schleier hüllte.
Auf einer Waldlichtung, zwischen totem Geäst und verrottenden Bäumen hatte ein Kampftrupp des Scharlachroten Kreuzzuges sein Lager aufgeschlagen. Die Männer und Frauen waren immer noch damit beschäftigt die Zelte zu sichern und zu versuchen dem nassen Holz, das sie gesammelt hatten, ein Feuer abzuringen. Sie ahnten nicht, dass sie beobachtet wurden.
Das unbemerkte paar Augen hatte seine Aufmerksamkeit auf 4 Personen gerichtet, die anscheinend über etwas diskutierten. Es dauerte einige Minuten, dann löste sich ein Mann von seinen Kameraden, nahm Schwert und Fackel in die Hand und entfernte sich vom Lager.
Bertram fluchte lauthals als er zum wiederholten Male in eine Schlammpfütze trat. Nach nur wenigen Metern hatte er sich überall Drecksspritzer zugezogen. Lordaeron war wirklich am vermodern! Dort wo kein welkes Gras wuchs oder abgeworfenes Laub lag offenbarte die Erde ihre graublaue, krankhafte Farbe. Das Holz der Bäume sah nicht besser aus, wenn man unter all dem Moos und den Pilzen überhaupt etwas sehen konnte.
Was bildete sich diese Schnepfe Larceska ein! Sie musste wissen, dass er sie nicht ausstehen konnte und ihr Kommando übernehmen wollte. Zum Dank bekam er nur die schlimmsten aller Aufgaben, wie zum Beispiel bei diesem Sauwetter einen kleinen Rundgang ums Lager zu machen, um zu sehen, ob auch alles in Ordnung ist. Natürlich musste er dies auch alleine tun, weil „keine Männer zur Verfügung standen“, na sicher! Er sollte nur niemanden zum Reden haben, damit das Ganze noch abstoßender war und er falls irgendetwas passierte auch ja draufging! Irgendwer hatte sein Vertrauen missbraucht und Larceska erzählt was er von ihr hielt. Wenn er diese verlogene, treulose Ratte erwischte würde sie sich wünschen nie geboren worden zu sein!
Der Krieger wurde aus den Gedanken gerissen als er aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnahm. Instinktiv umfasste er sein Schwert fester, fixierte den Punkt und suchte angespannt nach einer weiteren Bewegung. Hatte er dort eine Person gesehen? Er hatte den Schatten klar vor seinem inneren Auge vor sich, aber sein Verstand weigerte sich diesen flüchtigen Eindruck als reale Begegnung anzuerkennen. Vielleicht hatte er sich auch geirrt, ein Tag unter Larceskas Kommando konnte einen Mann einiges an Nerven kosten. Dieser Hexe hätte er eine Sitzung mit Vishas wirklich gegönnt.
Er grinste sadistisch, bevor diese angenehmen Gedanken mit einem Kopfschütteln verscheuchte, er musste bei der Sache bleiben.
In Alarmbereitschaft versetzt tastete er sich voran, versuchte dabei nicht auf unnötig große Zweige oder rutschigen Boden zu treten. Er war platschnass mittlerweile und fror erbärmlich und weder sein schwerer Mantel, noch die Fackel nahe am Körper zu halten verschaffte die erhoffte Linderung.
Sein Weg führte ihn eine Erhebung herauf, die Bäume standen hier nicht sehr dicht, und überall wucherten Sträucher und Büsche. Nach einigen Minuten Marsch gönnte er sich einen Moment der Ruhe, senkte den Kopf und seufzte.
Er fluchte leise als sich eine vom regen durchweichte Strähne seiner rotbraunen Mähne aus dem Zopf löste und ihm fast schon frech ins Gesicht fiel.
Sich vorher mit einem Rundumblick ein wackeliges Gefühl von Sicherheit verschaffend steckte er sein Schwert in den aufgeweichten Waldboden und wischte sich die Strähne hastig hinters Ohr. Er wollte gerade innerlich aufatmen und seine Hand wieder nach dem Schwert ausstrecken, als er hinter sich ein Knacken hörte. Schreckhaft schnellte seine Hand nach seiner Waffe und mit aufgerissenen Augen fuhr er herum.
Nichts. Außer dem Regen war weder etwas zu sehen, noch zu hören. Verdammt, wurde er jetzt schon wahnsinnig!?
Ein Ruck durchfuhr den Krieger des Scharlachroten Kreuzzuges. Irgendetwas hatte ihn zwischen den Schulterblättern getroffen. Ungläubig schaute Bertram an sich herab. Ein rabenschwarzer Pfeil ragte aus seiner Brust, umgeben von einem geisterhaftem, violetten Schimmer. Für einen winzigen Augenblick schaute er wie gebannt auf das merkwürdige Geschoss, auf unerklärliche Art und Weise von ihm fasziniert, dann blitze der Schmerz in ihm auf.
Ein Röcheln kroch qualvoll aus seinem Mund, ihm wurde schwindelig, seine Beine gaben nach. Seine Muskeln versagten ihren Dienst, unfähig sich in irgendeiner Form zu bewegen lag er dort im Dreck und verfluchte den Dämon, der ihm das hier angetan hatte.
Kälte kroch in seine Glieder, sein Geist wurde träger und alles wirkte auf einmal seltsam weit weg, so als beträfe es ihn gar nicht mehr. Ob Larceska das geplant hatte? Hatte sie ihn auf diese Streife geschickt, in dem Wissen, dass hier der Feind oder gar ein Meuchelmörder auf ihn warteten? Spielte....spielte es überhaupt noch eine Rolle?
Das gleichmäßige Geräusch des Regens wirkte so friedlich, so gleichmäßig, so beruhigend. Vielleicht war es gar nicht so schlecht, der Tod, vielleicht war er weit besser als das Leben. Das Licht würde sich seiner schon annehmen.
Bertram wollte den wohlverdienten Frieden gerade willkommen heißen, doch dann regte sich etwas in seiner Brust. Ein seltsames, kribbelndes Gefühl, dass ihn wie ein wohltuender Schauer durchlief. Was war das? So fühlte sich nicht der Tod an! Es war verwirrend und beängstigend dieses angenehme Gefühl zu spüren, wie es ihn durchfloss, Panik durchbrach die Nebel, die sich um sein Bewusstsein gelegt hatten. Mit angstgeweiteten Augen, unfähig sich auch nur zu rühren, hetzte der Blick des Soldaten umher, verzweifelt auf der Suche nach etwas, das Rettung versprach, aber da war nichts. Der Schmerz in seiner Brust ließ nach und verschwand dann völlig, wich dem Gefühl von einer unbekannten Macht durchströmt zu werden, die sich in seinem ganzen Körper ausbreitete.
Die von Furcht erfüllten Gedanken des Kämpen galten seiner längst verstorbenen Familie und dem Wunsch sie wiederzusehen, als das fremdartige Gefühl seinen Hals durchlief und sich wie eine Welle in seinen Verstand ergoss. Es fühlte sich an, als würde alles was er war, sein ganzes Bewusstsein in dieser Kraft ertränkt und er konnte den Gedanken an seine Familie nicht festhalten, verlor ihn und sich selbst in der Tiefe.
Stattdessen drängte sich ein neuer Gedanke in seinen Geist, unerbittlich, nicht den geringsten Widerspruch duldend, sollte dieser Gedanke den Rest seiner unglücklichen Existenz prägen: Dienen und gehorchen!
Ein unnatürliches Leuchten erwachte in den Augen des soeben verstorbenen Kriegers.
Eine grazile, in eine schwarze Rüstung gekleidete Gestallt löste sich aus dem Schatten eines Baumes und kam mit ruhigem Schritt auf den erweckten Leichnam zu. Es handelte sich um einen Elfen, die langen Ohren und Augenbrauen ließen daran keinen Zweifel. Viel auffälliger war jedoch die blassblaue, kränkliche Haut und das fahle Leuchten in den Augen des Mannes. Augen, die von innen heraus strahlten waren typisch für die Elfen, doch nichts und niemand hätte den Unterschied nicht bemerkt. Dieser Elf gehörte längst nicht mehr zu den Lebenden.
Rabenschwarzes, langes Haar hing ihm offen über Schultern und Rücken, mit seiner Rüstung harmonierend. Ein Umhang und ein Mundschutz von selber Farbe, zwei seltsam gebogene, große Klingen und ein kunstvoller Langbogen samt dazugehörigem, prall gefüllten Köcher rundeten die Erscheinung ab.
>>Ich hege keinen Groll gegen dich Mensch, dein Schicksal bedauere ich, aber der Wille der dunklen Fürstin geschieht und du bist Teil eines ihrer Pläne.<<
Mit diesen Worten zog der Verlassene ein in schwarzen Stoff gehülltes Päckchen hervor und machte sich ans Werk.
Eine gute Stunde später kehrte der Krieger, von seinem schweren Kapuzenmantel verfüllt in das Lager seiner Kameraden zurück. Kurze Zeit später hörte man einige alarmierende Schreie, gefolgt von dem klirrenden Geräusch von zerbrechendem Glas, als das von den Apothekern vorbereitete Giftgas seine finstere Bestimmung erfüllte. Niemand blieb am Leben.
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