Verfügbare Informationen zu ""kampfhunde" Teil 2: Rottweiler"
Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: RaMa Forum: rassenwahn.net Forenbeschreibung: Pitbull, Staffords & Co. aus dem Unterforum: Rassenproblematik Antworten: 1 Forum gestartet am: Mittwoch 17.10.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: "kampfhunde" Teil 2: Rottweiler Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 10 Monaten, 13 Tagen, 22 Stunden, 12 Minuten
Alle Beiträge und Antworten zu ""kampfhunde" Teil 2: Rottweiler"
Re: "kampfhunde" Teil 2: Rottweiler
RaMa - 12.05.2008, 12:07"kampfhunde" Teil 2: Rottweiler
Kampfhunde“ – Teil 2: Rottweiler
von streetfightingwoman | nowhere | 68 mal gelesen
Historische Hintergründe
Vom Metzgerhund zur Schrottplatzbestie
Obwohl Rottweiler nicht eindeutig zu den Molossern gezählt werden, sind dennoch gerade im Wesen und in ihrer Abstammung grosse Ähnlichkeiten vorhanden.
„Kampfhunde“ – Teil 1: Molosser
Man vermutet, dass sie Nachfahren der Hunde sind, die den Tross von Hannibal bei seiner legendären Überquerung der Alpen begleitet haben. Wie bereits in dem Beitrag über Molosser beschrieben, dienten sie als Schutz- und Wachhunde der Lager und wurden zudem als Herdenschutz- und Treibhunde eingesetzt. Hierzu benötigte man nervenstarke, zuverlässige Hunde, die sowohl arbeitsfreudig als auch genügsam und unerschrocken waren, um das Vieh gegen Wölfe und Plünderer zu verteidigen. Um diese Eigenschaften zu erhalten wurden heimische Hirtenhunde eingekreuzt.
Die Gegend um Rottweil am Inn war im 18. und 19. Jahrhundert ein bedeutendes Handelszentrum für Grossvieh.
Da es durch Nervosität beim Vieh, insbesondere bei Schweinen, durch Hormonausschüttungen zu Veränderungen in der Qualität des Fleischs kommt, schätzten die in dieser Gegend ansässigen Metzger insbesondere die Ruhe und Nachdrücklichkeit, mit der die Hunde das Vieh zur Schlachtbank trieben und so die Qualität sicherten.
Neben diesen Charaktereigenschaften wurde vom körperlichen Aspekt Wert auf einen starken und stabilen Hund gelegt, damit dieser auch die Gespanne und Karren ziehen konnte und so das Schlachtgut auslieferten.
Im weiteren Verlauf ihrer Geschichte qualifizierten sie sich als tapferer und unerschrockener Begleiter für Wachleute und Polizei im beginnenden 20. Jahrhundert und wurden insbesondere während und nach dem 1. Weltkrieg als Spür- und Suchhunde eingesetzt. Bezeichnend für ihr stoisches Gemüt ist, dass sie es sich gefallen liessen, Gasmasken zu tragen, um diese Aufgaben zu erfüllen, ebenso wie eine starke Bindung zum Hundeführer erforderlich war.
Nach wie vor zeichnet sich die Rasse durch einen ausgeprägten Schutzinstinkt aus, was sie für den Wachdienst qualifiziert und bedauerlicherweise das heutige öffentliche Bild über diese Rasse prägt:
geifernde Bestien, tagsüber auf einem Schrottplatz angekettet und nachts am Zaun hochspringend, um jeden zu zerfleischen, der in die Nähe kommt.
Diese Bild wird dieser Rasse in keiner Weise gerecht!
Denn anstatt einen Eindringling anzugreifen, sind Geschichten, in denen Rottweiler Einbrecher einlassen, jedoch nicht wieder rauslassen sprichwörtlich.
Leider wurden immer wieder in der Medienberichterstattungen die Beissvorfälle hervorgehoben, an denen Rottweiler beteiligt waren, so dass der Anschein erweckt wurde, dass ausgerechnet diese gutmütige Hunderasse ein besonders hohes Aggressionspotential hätte.
Bei Licht betrachtet sind es jedoch gerade die positiven Eigenschaften, die dem Ansehen des Rottweilers zum Verhängnis wurden: seine Gutmütigkeit und Duldsamkeit, Mut und Arbeitsfreude, die Anhänglichkeit, Treue und Bereitschaft zur Unterordnung zu „seinem“ Menschen.
Die gleichen Eigenschaften, die es ermöglichen, diese Hunde „abzurichten“ und „scharfzumachen“, sind es jedoch auch, die sie als tolle und zuverlässige Familienhunde qualifizieren.
Gerade bei dieser Rasse haben die Halter eine besondere Verantwortung, um das negative Ansehen, dass sie in der Öffentlichkeit geniesst, zu korrigieren und keinesfalls zu bestätigen.
Rottis sind nach meiner Ansicht keine „Anfängerhunde“!!!
Damit ihre besten Eigenarten zutage treten können, brauchen sie eine konsequente und liebevolle Erziehung („feste Hand“ – eine Bezeichnung, die ich ablehne), denn durch ihre Charakterstärke und ihren Mut, neigen Hunde dieser Rasse, wie auch die der Molosserrassen, dazu, eine vermeintliche Schwäche ihres Halters dazu zu nutzen, selbst die Rudelführung zu übernehmen - was fatale Folgen haben kann, aber nicht den Hunden angelastet werden kann.
Xena, Rotti-Mix mit "irgendwas Grossem"
http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::337627&hxmain_category=::pjsub::opinio::/tier___mensch/hund
Mit folgendem Code, können Sie den Beitrag ganz bequem auf ihrer Homepage verlinken
Weitere Beiträge aus dem Forum rassenwahn.net
LISTENHUNDE - gepostet von staffimaus am Montag 10.03.2008
Celina - Schwarzer Engel ohne Flügel - gepostet von Bips am Montag 21.01.2008
Ähnliche Beiträge wie ""kampfhunde" Teil 2: Rottweiler"
scout temp - DanGer (Samstag 10.11.2007)
Infi rr5 temp - Gaik (Samstag 11.11.2006)
Hoffnung - JOANAwhoelse (Sonntag 10.05.2009)
Aplication - borisdevilboone (Dienstag 04.11.2008)
Waldi Temp - Rugai (Donnerstag 25.01.2007)
Skald Temp für Kata - Tharath (Samstag 22.09.2007)
Waldläufer Temp - Marianna (Samstag 07.10.2006)
So endgültiges Augi-Temp =) - Najade (Mittwoch 31.10.2007)
6JX15H2 ET22 - johanna_von_orleans (Sonntag 07.03.2010)
fian molle temp (bihänder) - Erik (Samstag 04.08.2007)
