"Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

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    Re: "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

    RaMa - 12.05.2008, 07:43

    "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf
    "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf
    Wieso, weshalb, warum...

    Seit Jahrtausenden wurden und werden Hunde vom Menschen genutzt, um Arbeiten
    zu erleichtern oder ganz zu übernehmen.

    Während dieser Zeit wurde der Hund, neben dem Nutzen den er dem Menschen
    brachte, zu dessen „besten Freund“, zum Begleiter, zum Gefährten.

    Für die Aufgaben, die ein Hund zu erfüllen hat, züchtete der Mensch
    verschiedenste Rassen, die die Bedürfnisse sowohl in körperlicher als auch
    in charakterlicher Hinsicht von der Anlage am ehesten erfüllten; aber eben
    nur von der Anlage, die durch Erziehung durch den Mensch und auch durch
    Sozialisation mit anderen Hunden und Tieren überhaupt erst zum Vorschein
    kommt.

    So entstanden Rassen für die unterschiedlichsten Einsatzmöglichkeiten, die
    wiederum innerhalb der entsprechenden Gruppe noch spezielle Fähigkeiten
    sozusagen genetisch verankert haben.

    Der Begriff Jagdhund sagt bereits, zu welchem Zweck diese Hundeart
    eingesetzt wurde und wird, aber auch hier unterscheidet man zwischen
    Apportierhunden, die die Beute bringen, Vorstehhunden, die dem Jäger die
    Beute anzeigen, Blut- und Schweisshunden, die den Jäger überhaupt erstmal
    auf die Spur der Beute führen usw.

    Und so wie es Jagdhunde gibt, gibt es Hütehunde, Wachhunde, Herdenhunde,
    Schutzhunde und ja, auch „Kampfhunde“.

    In den letzten Jahren hat dieser Begriff einen völlig anderen Beigeschmack
    erhalten.

    Durch Beissvorfälle wurden Menschen verletzt, sogar getötet.

    Das darf nicht vorkommen und soll auch auf keinen Fall toleriert werden!!!

    Ohne etwas beschönigen zu wollen, trifft jedoch die alleinige Verantwortung
    hierbei das „andere Ende der Leine“, der Halter, der Mensch!

    Ob durch Unkenntnis und Fehler in der Erziehung, durch Nachlässigkeit in der
    Beaufsichtigung oder durch Absicht und Mutwilligkeit bleibt dahingestellt
    und soll auch hier nicht Gegenstand der Betrachtungen sein.

    Allerdings muss man sagen, dass Beissvorfälle schon immer geschehen sind und
    auch die unterschiedlichsten Rassen daran beteiligt waren.

    Das soll bitte keinesfalls als Entschuldigung sondern lediglich als
    Erklärung aufgefasst werden.

    Um Abhilfe zu schaffen wurden Gesetze und Verordnungen eingeführt, die
    zweifellos sinnvoll sind, z. B. das der zukünftige Halter seine Sachkunde
    nachzuweisen hat oder zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Hierbei
    kann man sich zwar noch über Einschränkungen wundern, dass dies nur bei
    Hunden über einer Schulterhöhe von 40 cm und einem Gewicht von 20 kg
    erforderlich ist, aber mit einem bisschen guten Willen erklären, dass
    kleinere leichtere Hunde vom körperlichen Aspekt her, und auch nur von
    diesem, einfacher zu kontrollieren sind.

    Im gleichen Zug wurden allerdings auch Listen angelegt, die benennen, welche
    Rassen nur unter besonders verschärften Bedingungen gehalten werden dürfen -
    wohlgemerkt, ganze Rassen, nicht etwa einzelne auffällig gewordenen Hunde.

    Hierbei ist erklärtes Ziel, diese Rassen durch ein generelles Zuchtverbot
    komplett auszurotten und zu vernichten.

    Auffällig ist bei diesen gelisteten Rassen, dass es sich ausschliesslich um
    kurzhaarige Hunde handelt, die nicht einmal notgedrungen besonders gross
    sein müssen, sondern aufgrund ihres Körperbaus kompakt wirken, so dass man
    sich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass diese Listen ausschliesslich
    aufgrund des optischen Erscheinungsbildes erstellt wurden – oder diese
    Hunderassen einfach keine Lobby hatten und haben.

    Mir geht es nicht darum , mit dem Finger auf Hunderassen zu zeigen, die
    nicht auf der Liste stehen, aber wenn ich mir das alles etwas genauer
    betrachte und mir einige Gedanken dazu mache, komme ich nicht umhin,
    festzustellen, mit welcher Willkür diese erdacht wurden.

    Inzwischen hat sich die grundsätzliche Hysterie ein wenig gelegt, die
    Bestimmungen, die ohnehin noch nie bundeseinheitlich waren, wurden etwas
    gelockert, aber es bleibt der üble Ruf, den diese Tiere inzwischen
    geniessen. Auch als Halter ist man nach wie vor Anfeindungen ausgesetzt und
    immer noch sind die Tierheime mit Hunden dieser Rassen überfüllt.

    Ich mochte Hunde schon immer!

    Seit zehn Jahren bin ich –eher ungeplant- selbst Hundehalterin und versuche
    das verantwortungsvoll für Tier, Natur und Mensch zu sein.

    Seither habe ich unzählige Hunde kennengelernt, mich mit deren Besitzern
    unterhalten und mit Tierpflegern und Tierschützern ausgetauscht, mich
    informiert.

    Dabei habe ich mein Herz an die „Kampfhunde“ verloren: an ihr liebenswertes,
    freundliches, ausgeglichenes, anhängliches, gutmütiges und quirliges Wesen,
    das sie zu so einem geeigneten Familienhund macht.

    Ich möchte daher in der Folge einige dieser Hundearten vorstellen, so wie
    ich sie kenne und erlebt habe. Und ich hoffe, dass es dazu beitragen kann,
    bei Menschen, die bisher keine Kontakte zu diesen Rassen hatten und sich ihr
    Bild von diesen Hunden aufgrund der Medienberichterstattung gemacht haben,
    etwas offener diesen Hunden gegenüber zu treten und ihnen die Möglichkeit zu
    geben, zu zeigen, was WIRKLICH in ihnen steckt.

    09.05.08

    http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?h
    xmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::337078
    <http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?
    hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::337078&hxmain_category=::pjsub::opinio::/po
    litik___gesellschaft/deutschland/debatte>
    &hxmain_category=::pjsub::opinio::/politik___gesellschaft/deutschland/debatt
    e



    Re: "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

    staffimaus - 12.05.2008, 10:32


    Dieser Artikel bringt es auf den Punkt, so wie bei jeder Rasse liegt es an dem Menschen und seinem Verständnis dem Hund gegenüber, was letztendlich aus dem Tier wird. :big_ok

    Habe selber in all den Jahren, immerhin über 25 Jahre, noch nie eine schlechte Erfahrung mit einen dieser Rassen gemacht, ganz im Gegenteil. All diese Hunde waren immer nur freundlich und lieb. Die Medien wären es diesen Tieren schuldig endlich mal etwas Positives zu berichten, von ihrem wahren Wesen und nicht, so wie sie es bisher immer gemacht haben, sie als mörderische Kampfbestien darzustellen, die alles zerfleischen was ihnen über den Weg läuft!

    Die Menschheit macht sich schuldig an dem Leid, was diesen Hunden schon Jahren angetan wird. Wer diese Rassen wirklich kennt kommt nicht umhin, sie zu lieben und sich für ihre Rechte einzusetzen.



    Re: "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

    Birgit und Josie - 12.05.2008, 11:38


    Natürlich liegt es nur am Menschen, das ist doch ganz klar. Leider ist der Mensch durch seine Unwissenheit und mangelnde Bereitschaft zu Lernen immer wieder in der Lage diese Tiere zu "versauen".
    Ich finde es einfach oft unverantwortlich was den Tieren angetan wird. :big_cry



    Re: "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

    staffimaus - 12.05.2008, 13:02


    Stimmt Birgit, es ist unverantwortlich und man kann nur hoffen und beten, daß sich für die armen Knuddelbacken bald etwas ändert. :(



    Re: "Kampfhunde" - ganz anders als ihr Ruf

    Birgit und Josie - 12.05.2008, 17:39


    Ja, da hast du absolut Recht, es muss sich bald einmal etwas ändern, das ist wirklich kein Zustand mehr. :shock:



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