Commemorative Loss

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    Re: Commemorative Loss

    Teddy - 19.03.2006, 14:39

    Commemorative Loss
    Autor ~ Nicole

    Titel ~ Commemorative Loss ; auf Deutsch Gedächtnisverlust

    Hauptpersonen ~ die Hauptpersonen bis jetzt:
    Hanna : Sie ist die kleine Schwester von Sorai,ob sie noch lebt weiß niemand,aber Sorai wünscht es sich,auch wenn es nur wenig Hoffnung gibt.

    Sorai : Sorai kann sich an nichts erinnern. Sie denkt,zu Hause warten alle auf sie,aber die bitter Wahrheit will sie nicht verstehen. Es soll keine Überlebenden gegeben haben? Kail hatte ihr Versprochen,er würde es schaffen und sie weiß,das er lebt. Sie betet jeden Tag darum,Kail endlich in die Augen schauen zu können.

    Kail : Er hat Sorai einst das Versprechen gegeben,wieder zu ihr zu kommen und daran wird er sich halten. Er hat überlebt und wird auch sein Versprechen nicht brechen,doch wird er auf grausamste Art,Sorais Gedächtnis wieder zurückholen.

    Seth : Er ist Sorais bester Freund und hilft ihr,wieder in das Leben zu finden,nachdem sie erfahren hat,was mit ihrem Dorf passiert ist.

    Dancer : Sorais Lebensretter auf vier Hufen! Dancer ist treu und wird Sorai immer zur Seite stehen,es gibt eine Bindung zwischen ihnen,die niemals zertrennt werden kann,egal was die Zukunft bringen wird.

    Inhaltsangabe ~ Sorai hat gerade den netten Jungen Kail kennen gelernt und sich verliebt,als plötzlich ihr Dorf von Räubern zerstört wird. Sie war die einzige die sich retten kontne,aber Kail hatte ihr ein Verpsrechen gegeben: Er würde wiederkommen! Bei der Flucht verlor Sorai ihr Gedächtnis,das erst zurück kommt,als Kail ihr wieder begegnet - doch ist diese Begegnung alels andere als angenehm...

    Commemorative Loss
    Kapitel 1

    Der Wind spielte mit den Haaren des Mädchens,welches auf einem Hügel stand und den Sonnenuntergang beobachtete. Der Himmel verfärbte sich langsam rot,mit einer Mischung aus gelb und orange. Es schien,als sei auch etwas lila und grün dabei,so vielfältig war der Sonnenuntergang noch nie gewesen. Eine pisige Kinderstimme hallte zu dem Mädchen herüber und schrie immer wieder ihren Namen,doch dies alles schien im Moment so fern und unbedeutend,das sie nicht reagierte. "Sorai! Sorai!" Ihr Name drang langsam immer mehr in sie ein und sie drehte sich um. Vor ihr stand ihre kleine Schwester. Ihre blonden,zerzausten Strohhaare hatte sie zu zwei Flechtzöpfen gebunden und die Sommersprossen unterhalb ihrer Augen und auf ihrer Nase ließen sie noch kindlicher erscheinen. Sie trug ein weißes Kleid mit vielen Spitzen und Fransen,das unten,am Rockteil,ein paar rote Streifen hatte,die einmal um den Rock gingen. Das kleine Kind sah verlegen zu ihrer wütend aussehenden Schwester hinauf. "Sorai,du hast mir versprochen,das ich heute abend auf Dancer reiten darf..." Sorai biss sich auf die Lippe. Mist,das hatte ich ganz vergessen! Naja,ich mache es nachher,auf jeden Fall! "Natürlich Hanna,aber erst möchte ich mir den Sonnenuntergang ansehen." Sorai lächelte übertrieben freundlich. "Okay,ich geh schonmal vor! Und dann darf ich reiten! Juchuuu!",schrie Hanna und rannte davon. Sorai seufzte erleichtert und drehte sich wieder um. Die Stimme ihrer Schwester verschwand immer mehr und bald wurde es still. Der eiskalte Wind peitschte Sorai die Haare ins Gesicht und sie wurde etwas nach vorne geschuppst,weil sie darauf nicht vorbereitet war. Das Mädchen rollte den Berg hinunter und ihre vom Gras eh schon mit grünen Flecken übersehten Jeans bekam noch ein paar Flecken hinzu. Sie schrie auf,als sie sich mehrmals überschlug und schließlich von irgendetwas gebremmst wurde. Sorai stand taumelnd auf und ihre dunkelbraunen Haare hingen über ihr Gesicht. Schnell strich sie die Strähnen beiseite und sah in die Augen eines Jungen. Zu erst erkannte sie ihn nicht. Er trug wie sie ein T-Shirt und eine verfärbte Jeans,außerdem hatte er kurzes,schwarzes Strubbelhaar und einen leicht muskulösen Körper,der wahrscheinlich von der Arbeit auf dem Feld kam. Sie selbst hatte nicht so viele Muskeln,denn sie musste kochen und in die Schule gehen,dafür hatten ihre Eltern immer gespart. Die Ausbildung ihrer Kinder waren ihnen sehr wichtig. Die einzige Arbeit die Sorai verrichten durfte,war das Füttern der Tiere. Ihr war die Angelegenheit gerade sehr peinlich und sie fühlte sich unwohl in ihrer Haut,besonders weil er so dumm grinste. Wie blöd musste sie gerade aussehen? Ihre Haare waren zerzaust und ihre Kleidung total dreckig. Dem Jungen selbst erging es nicht anders,was auch der Grund war,warum er so blöd grinste. Beide schwiegen und sahen sich nur an,wobei es beiden scheinbar nicht auffiel,das der andere Haar genau so blöd grinste wie er selbst und außerdem auch ungefähr die gleiche Kleiderordnung hatte. "Ich... Ich bin Kail",meinte der Junge schließlich und unterbrach die peinliche Stille. "Und du? Also... äh... wie heißt du?" Sorai musste jetzt etwas über sein Gestotter kichern und aus dem Kichern wurde ein lautes Lachen,das auch den Junge ansteckte,der eh die ganz Zeit ein unschlüssiges "he he" von sich gegeben hatte. Als das laute Gelächter der beiden Teenager wieder verstummt war,sahen sie sich beide eine Zeit lang in die Augen,bis plötzlich ein Schrei ertönte. "Sorai! Sorai! Sorai wo bist du?!",die schrille Kinderstimme von Hanna ertönte und das Kind ranne den Berg hinab. "Oh Hallo",meinte Hanna schnell und machte einen Knix vor dem Jungen. "Ich bin Hanna und du?" Sorai war das nun mehr als peinlich und die Peinlichkeit verwandelte sich in unterdrückte Wut. "Äh,ja,Hanna,das ist Kail,Kail,das ist Hanna",stellte Sorai die beiden einander vor. Kail lächelte. "Du heißt also Sorai? Wirklich ein schöner Name",meinte er als Kompliment. "Sorai sagt das ist ein Jungenname und jeder der den schön findet muss total bescheuert sein",plapperte Hanna drauf los und lächelte dabei auch noch. Sorai drückte Hanna schnell die Hände vor den Mund und grinste nur blöd. "Hanna,jetzt nicht",murmelte sie zu ihrer Schwester. "Ach ja?",fragte Kail und war sich vollkommen bewust,wie peinlich es mir war. "Also findest du mich bescheuert?" "Nein! Du bist nicht bescheuert,auf keinen Fall",meinte Sorai und presste die Lippen aufeinander,sodass ihr makelloses Gesicht etwas zusammen gepresst wirkte. Was hab ich da gesagt? Hoffentlich hat er das nicht so verstanden,so war das doch gar nicht gemeint! Ehe Kail etwas erwiedern konnte,zerrte Hanna an ihrer Schwester. "Los,komm jetzt! Ich will reiten!" Sorai seufzte erleichtert. "Wir sehen uns!",meinte sie und rannte it Hanna davon. "War...!",schrie Kail und wurde dann leiser und etwas deprimiert. "...te..." Er fand dieses Mädchen ziemlich nett und würde es unter allen Umständen wieder sehen,selbst wenn er ihr an das Ende der Welt folgen würde.

    Am Abend ließ Sorai ihre Schwester auf Dancer reiten,besser gesagt longierte sie Dancer,während ihre Schwester auf seinem Rücken saß. Dancer war ein schwarzer,muskulöse Hengst,den ihre Eltern einst zueinem Spottpreis kauften,weil er gelahm hatte. Es hatte sich aber heraus gestellt,dass Dancer nur gelahmt hatte,weil er etwas überlastet war und anschließend,nach einer Ruhepause konnte er wieder voll arbeiten. Sein Fell war so weich wie das keines anderen und er war das liebste Pferd,das Sorai je gesehen hatte. Er gehörrte ganz allein ihr,ihr,dem vierzehnjährigen Bauerntölpel,wie sie von dem Adel immer genannt wurde. Die Arbeit des Hengstes,sein Charakter und seine außergewöhnliche Schönheit hatten sich schnell herum gesprochen und waren sogar bis in die Ohren der hochwohlgeborenen Herren gedrungen. Ein paar Tage danach hatte Sorais Familie den Schlamassel: Eine Kutsche,davor waren 2 reich verzierte weiße Pferde gespannt,hielt vor ihrem Hof. In wunderschöne Stoffe gekleidete Leute stiegen aus und Sorais Mutter fragte höflich,wie sie denn helfen könnte. "Wir möchten ihnen gerne ihr Pferd abkaufen",meinte die Dame des Hauses direkt und winkte ihren Buttler herbei. "Geben sie der Frau das Geld und laden sie den Hengst ein!" Sorais Mutter sah verlegen drein und ihr war das ganze äußerst unangenehm. "Der Hengst gehört unserer vierzehnjährigen Tochte Sorai,ich glaube sie wird ihn nicht verkaufen...",meinte sie kleinlaut. Nun stiegen auch der sechzehnjährige Sohn und sein Vater aus. "Mutter! Ich will dieses Pferd!",fuhr der Sohn seine Mutter an. "Mäßige deinen Ton,Johnson",meinte sein Vater und sah seinen Sohn dominierend an. Sorai kam gerade mit Dancer voneinem Waldausritt zurück,als sie ihre Mutter dort sah. Sie ritt ein paar Meter vor die adeligen Herren und stieg dann ab. "Was ist hier los,Mutter?" "Das ist das Pferd,das will ich haben!",meinte der Sohn laut und wollte Sorai die Zügel aus der Hand reißen,aber Dancer schnappte nach ihm. "Dancer,nein!",fuhr das Mädchen ihn an und gab ihm einen Klaps aufs Maul. "Tut mir leid,aber er mag keine Fremden." Der Sohn verzog das Gesicht. "Ich kauf ihn dir,ab für wieviel ist egal!" Sorai rollte mit den Augen. Schon die Nachbarn wollten ihn kaufen und hatten immer gesagt,er wäre zu gut für sie,aber jetzt auchnoch so eine Hochnase! "Tut mir leid ür Sie,aber ich verkaufe ihn nicht",meinte Sorai und machte auf dem Absatz kehrt. "Auf Wiedesehen und einen angenehmen Tag noch." "Dreckiger Bauerntölpel! Du bist es nicht wert soi ein Pferd zu besitzen!",schrie der wütende Sohn ihr nach.

    Die Erinnerung war unangenehm und versetzte Sorai einen Stich ins Herz,Tränen traten ihr in die Augen. "Galoppieren! Los,schneller!",schrie Hanna lachend und Sorai konzentrierte sich schweren Herzens. Wie hatte er sie nur dreckiger Bauerntölpel nennen können? Außerdem war er es,der es nicht wert war,einen schönen Hengst wie Dancer zu besitzen. Sorai schnallste und ließ Dancer galoppieren,da war der Schlag einer Turmuhr zu vernehmen. "Brrrrrr",machte sie. "Es ist jetzt 19.00 Uhr,wir müssen schlafen gehen!" Hanna bettelte noch etwas und es fiel Sorai schwer,dem süßen Blick ihrer Schwester zu wiederstehen,aber sie mussten wirklich schlafen.

    Am nächsten Tag stand Sorai um 4 Uhr auf. Sie fütterte die Tiere,außer Dancer,und machte dann einen Ausritt mit ihrem geliebten Pferd. Als sie damit fertig war,Dancer auch sein Futter bekommen hatte und sie sich geduscht und frische Kleidung angezogen hatte,was es bereits halb 6. Sie beeilte sich ihren Schulranzen zu packen und lief dann los zur Schule. Hanna war erst sechs Jahre alt und blieb noch zu Hause,sie würde erst zur Schule gehen,wenn sie größer wäre. Der Schultag verlief langweilig wie immer. In Mathematik hatte sie die Hausaufgaben nicht und verstand deshalb nur die Hälfte,ihr Wahlfach Biologie verlief ganz gut,aber als sie nach vorne kommen sollte,um einen Knochen zu benennen,wusste sie den Namen nicht und stand als bester schülerin in dem Kurs ziemlich blöd da. Auf dem Weg nach Hause entdeckte sie plötzlich ein bekanntes Gesicht. War das Kail? Sorais Herz machte einen Sprng und sie rannte auf da Feld zu,wo der Junge stand. "Hallo!",rief sie und als der Junge sein Gesicht hob,erkannte er sie auch. "Ah,Hallo Sorai",sagte Kail und ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. Jeder von ihnen verspürte so ein Gefhül,das den anderen umarmen wollte,aber beide sahen sich nur wieder an,als sie endlich voreinander standen. "Na,wie gehts?",fragte beide gleichzeitig und antworteten auch zeitgleich. "Bisher doof,aber jetzt..."

    Sorai wollte gerade anfangen Kail alles mägliche zu fragen,als ein Geräuschertönte. Erschrocken fuhren die Kinder herum und in der Ferne ging ein Haus in Flammen auf. Es stand auf dem großen Marktplatz und war,so urteilte Sorai,das Haus des Schneiders. "Was ist da bloß passiert?",fragte sie Kail und der zuckte mit den Schultern. Er fuhr zusammen,als ein Schrei ertönte. Ein weiteres Haus ging in Flammen auf,noch eins folgte und kurz darauf wieder eins. "Sind... sind das räuber?",fragte Sorai und ihre Stimme zitterte. Kail griff sie am Handgelenk. "Ich weiß es nicht,aber wir müssen uns verstecken!" "Nein!",Sorai riss sich los. "Meine Schwester,sie ist allein zu Hause. Meine Eltern sind gerade auf dem Marktplatz - oh nein! Was,wenn ihnen etwas passiert ist? Ich muss zu Hanna!" Sorai rannte los,ohne nach zu denken stürmte sie über die Felder. So schnell war sie noch nie zuvor gelaufen und der Gegenwind schnitt ihr ins Gesicht. Ihre Haare flatterten wie wild umher und peitschten auf ihre vor Kälte glühenden Wangen. Kail stand zu erst unschlüssig da,sah zu der sicheren Scheune mit Keller und rannte dann Sorai hinterher. "Warte! Ich komme mit!",schrie er ihr nach und holte sie nach einem kurzen Sprint ein,denn er war um einiges schneller als sie. Als sie über etliche Felder gerannt waren und bestimmt zehn Minuten gebraucht hatten,waren sie da. Hanna rannte weinend aus dem Haus heraus und schrie. "Alles brennt! Auf dem Marktplatz! Ich wilkl zu Mama!" Das aufgewühlte Kind umklammerte die Beine ihrer größeren Schwester. "Wo ist Mama? Wo ist Papa? Sorai! Sorai!" Sorai stand wie angewurzelt da. In der Ferne sah sie ein paar Reiter herangaloppieren. Sie wollte rennen,doch ihre Beine bewegten sich nicht. Das Herz des Mädchens hämmerte in ihrer Brust und Panik stieg in ihr hoch. Wieso? Wieso kann ich mich nicht bewegen? Ich muss hier weg! Zum Glück wurde sie von Kail gepackt,der sofort mit ihr und Hanna in die Scheune stürmte. Er griff in die Mähne von Dancer,der nach ihm schnappen wollte,aber Kail reagierte und wich aus. Er pfiff leise,während er das Pferd auszäumte und es blieb auch stehen. Völlig geistesabwesend starrte Sorai ihn an,die kleine Hanna wiente immer noch in Sorais Hose hinein und schon wieder griff Kail nach einem der beiden,aber diesmal nach Hanna. "Ihr müsst hier weg! Reitet so schnell ihr könnt quer durch den Wald,dort werden sie euch nicht verfolgen!",er sagte dies bestimmend und irgendwie gab er Sorai damit ein Gefühl von Sicherheit. Sorai nickte fest und half dabei,Hanna auf den ungesattelten Pferderücken zu heben. Dann schwang sie sich hinten rauf. "Und was ist mit dir,Kail?",fragte sie besorgt,während Kail den Hengst am Zügel packte und nach draußen führte. "Ich komme nach,wenn ich hier fertig bin",erklärte er und lächelte. Der Junge fühlte sich schwach und wusste,er würde es nicht schaffen,aber er musste Sorai das Gefühl vermitteln,im Moment sicher zu sein. "Ich suche mir ein Pferd und dann komme ich nach,versprochen! Wir werden uns wiedersehen,das schwör ich dir!" Plötzlich kamen sie heraus und die friedliche Stimmung war verschwunden. Die Häuser um sie herum standen in Flammen und vor ihnen,da lag jemand. Direkt vor dem Hof lag eine Frau. "Mama!",schrie Hanna und riss sich los. Das kleine Kind sprang vom Pferd und rannte zu ihrer Mutter,als plötzlich eine Horde Reiter auf sie zu kamen. "Reite! Los,geh!",schrie Kail Sorai an und schlug dem Pferd auf den Hintern. "Hanna!",schrie Sorai verzweifelt und ihre Augen flimmerten unter Tränen. Das erschrockene Tier stürmte davon,noch einmal sah Sorai zurück. Ihre Mutter war tot,das stand fest,aber was würde aus Kail und Hanna werden? Sie hörte einen lauten Schrei,Kail sank zu Boden. "Nein... bitte nicht... Gott,wenn es dich wirklich gibt,dann rette ihn...",flüsterte Sorai mit weinerlicher Stimme. "..und meine Schwester... verschone sie... bitte..." Sie ritt weiter,immer und immer weiter,bis Dancer nichz mehr konnte und in den Schritt fiel. "Oh,mein Dancer",seufzte Sorai und umarmte seinen nassen Hals. Sie schlief ein,während das Pferd weiter durch die Gegend lief...



    Kapitel 2

    Sorai wacht auf. Sie lag an einem Fluss. "Wo bin ich?",formten ihre Lippen und sie sah sich um. Dancer stand ein Stück weiter weg und graste friedlich. Sie wusste nicht wo sie war und was sie hier sollte,aber sie wollte unbedingt nach Hause. Ihre Mutter würde sich bestimmt sorgen machen und außerdem war da ja noch Kail,dieses süße Junge von neulich. Sie lächelte auch,als sie an ihre Schwester dachte. Das Mädchen stand auf und strich mit der Hand über den schmerzenden Kopf. Er puckerte und schien zu platzen. "Warum ist Dancer denn so verschwitzt?",fragte sie sich selbst und ging zu dem Hengst,dessen Fell total verkrustet war. "Ich weiß nicht wo wir sind,aber wir müssen dich erstmal waschen",meinte sie und nahm vorsichtig die Trense ab,die Spuren hinterlassen hatte. Außerdem war das weiche Maul des Tieres total wund. "Komm",lockte sie ihn und er flolgte ihr willig. Anschließend ging sie in das angenehm kühle Wasser des kleinen Flusses,der nur eine leichte Strömung hatte. Ihr tat alles weh,aber ihr Kopf war das schlimmste. Sorai tauchte kurz unter und dann wieder auf,aber sie fühlte sich imemr noch heiß. "Vielleicht bin ich krank...",mutmaßte sie und begann mit der Hand über Dancers Fell zu wischen. Als sie nach langer Zeit sein Fell sauber hatte,stieg sie auf,legte sich die Trense über den Rücken und ritt vorsichtig los. Ihr Kopf tat bei jedem Schritt des Pferdes weh und sie wusste nicht wohin es ging,aber sie wollte jemanden finden. Irgendwer musste hier sein! Es verging eine Ewigkeit und Sorai wusste nicht,ob ihr Kopf nicht langsam wie eine überdimensionale Kokosnuss aussah. Jedenfalls tat er so weh,als wenn man mit überdimensionalen Kokosnüssen darauf einprügeln wollte... In Gedanken versunken achtete Sorai gar nicht mehr darauf,wo sie war und unbewust schritt der schöne Hengst in ein Dorf ein und durch die Straßen. Sorai lag erschöpft auf dem Pferd und ihre Kopfschmerzen ließen ihren Geist irgendwo in der Vergangeneheit reisen. "Jetzt nicht Hanna... Du darfst heute abend reiten...",plapperte sie leise und wurde von allen Seiten angestarrt,währen Dancer erschöpft weiter ging. Irgendwann hatte sich eine Menschenmenge hinter dem Tier versammelt. "Was ist denn hier los?",fragte ein Mann und kämpfte sich durch die Massen. Er entdeckte das Mädchen und sah die anderen verständnislos an. "Na sagt mal! Iht hättet sie sofort zu mir bringen müssen! Das Mädchen braucht ärztliche Hilfe,aber statt das zu tun,steht ihr hier nur blöd herum!" Aufgebracht griff er nach dem Mädchen. Dancer behielt ihn im Auge. Ganze drei Tage hatte er über Sorai gewacht,als sie bewustlos am Fluss lag und bis hier hatte er sie gebracht. Wenn ihr jetzt etwas zustoßen würde,könnte er es sich nie verzeihen. Der Hengst liebte seine Besitzern abgöttisch! "Ist gut mein Junge",meinte der Mann und legte sich Sorai über seine Schulter. "Kann einer von euch den Hengst in einen Stall führen? Ich werd dann später nach ihm sehen,das ihr das Pferd unterstellt,ist ja selbstverständlich",meinte er und warf den Leuten einen scharfen Blick zu. Eine Frau klopfte dem Tier den Hals und wollte es wegführen,aber Dancer bleckte die Zähne und lief dem Mann nach,der sich mit Sorai auf den Weg machen wollte. Er scnüffelte an dem weißen Jacket des Mannes und fuhr ihm mit dem Maul durch seine dunkelbraunen,nun noch mehr zerzausten Haare. "Okay,komm mit,aber du darfst nicht in das Haus",meinte er und lief mit Sorai davon,gefolgt von der Menschenmenge und dem Pferd. Der Mann hielt vor einem großen Haus und brachte Sorai hinein. Dancer wartete draußen,genau wie die ganze Menschenmenge. Es wardas Haus eines Arztes,er ging mit dem Mädchen in ein Zimmer und legte sie auf einen Tisch. Anschließend fasste er auf ihre Stirn und bemerkte,wie verschwitzt sie war. Er zog sie bis auf ihre Unterwäsche aus und tastete sie ab. Dann untersuchte er sie weiter und kam nacheiner halben Stunde zu dem Ergebnis einer wahrscheinlichen Gehirnerschütterung in Folge einer fiebrigen Erkältung. Wie viel von ihrem Gedächtnis es noch gab,das konnte er erst wissen,wenn sie wieder erwachen würde. Was war bloß mit diesem Mädchen geschehen?

    Sorai öffnete die Augen und setzte sich auf. Sie stöhnte leide vor Schmerz und ihr Kopf schien immer noch zu zerplatzen. Sie sah sich um. Wo bin ich denn jetzt schon wieder? Es schien ihr unerklärlich,wie sie in diesen doch recht freundlich aussehenden Raum gekommen war. War sie zu Hause? Nein! Als Sorai sich umsah,entdeckte sie einen Mann,der an einm Tisch saß und scheinbar eingeschlafen war. "Hallo?",fragte sie etwas lauter und der Mann erschrak,knallte mit dem Kopf gegen das Regeln,das ein kleines Stück über dem Tisch angebracht war und murmelte ein paar Schimpfwörter,ehe er sich umdrehte und freundlich lächelte. "Schön das du wach bist",meinte er in einem überaus freundlichen Ton. "Du hast ziemlich lange egschlafen!" Sorai suchte in dem Zimmer inen Kalender,den sie auch fand. 3.Januar - der letzte Tag an den sie sich erinnern konnte,der Tag an dem sie Kail kennen gelernt hatte,war am 30.Dezember gewesen. "Oh... Wo bin ich? Ich... ich will nach Hause... verstehen Sie?",fragte Sorai höflich und dennoch etwas bedrückt und enttäuscht. Der Mann ihr gegenüber nickte verständnisvoll. "Ja,natürlich,habe ich ganz vergessen!",meinte er und rückte auf seinem Stuhl zurecht. "Ich bin Doktor Drumblin,Arzt für Tiere und Menschen,aber du kannst mich Seth nennen. Nun,du bist hier in einem Dorf namens klein Gerbsbad und vielleicht könntest du mir ja sagen,wo du her kommst",meinte er. Sorai sah plötzlich an sich herunter und bemerkte,das sie bis auf ihrer Unterwäsche nichts trug. Was war hier bloß geschehen? In ihrem Blick zeigte sich große Verwirrung und Entsetzten,was dem Arzt ziemlich missfiel. "Hier hast du deine Kleidung,ich musste sie dir ausziehen,um dich zu untersuchen,du hast ziemlich mitgenommen ausgesehen",erklärte er schnell und stand auf,um Sorai ihre Kleidungzu geben. "Also,wenn du dich angezogen hast,sag mir wie du heißt und woher du kommst!" Sorai beeilte sich in ihre alten Klamotten zu kommen und fühlte sich gleich etwas wohler,wobei sie dennoch zögerte,als sie Auskunft über sich geben sollte. "Mein Name ist Sorai und ich komme dem Dorf Lifitas,benannt nach den adeligen Herren Lifitas,die dort wohnen." Seth stockte. War das nicht das Dorf,das von Räuber nieder gemetzelt wurde und in dem niemand überlebt hatte? Er runzelte die Stirn und beschloss,ihr ersteinmal nichts zu sagen,bis es ihr wieder besser geht. "Du musst ein paar Medikamente zu dir nehmen,denn du hast eine fiebrige Erkältung und wegen deiner Gehirnerschütterung solltest du erst einmal liegen bleiben und dich ausruhen." "Aber ich muss doch nach Hause,meine Familie wartet sich auf mich!",warf Sorai verzweifelt ein. "Bitte..." Der Arzt schüttelte den Kopf. "Tut mir leid,aber deine Familie macht sich bestimmt keine Sorgen..." Den letzten Satz hatte er leise und wehleidig gesagt,was Sorai nicht entgangen war. Sie vermied es nach zu fragen,aber wunderte sich dennoch sehr. Das Mädchen legte sich wieder zurück auf das Bett und zog die Decke bis unters Kinn.

    Als Sorai diesmal aufwachte,war es gerade mal früh am Morgen. Der Doktor lag neben ihr auf einem ausklappbaren Bett und schnarchte etwas. Das Mädchen grinste und setzte sich auf. Ihr Kopf brummte,aber er tat nicht mehr so weh wie vorher. Sie ließ die Beine aus dem Bett baumeln,dann setzte sie diese vorsichtig auf dem Boden ab. Sorai tat ein paar wackelige Schritte,denn ihre Beine fühlten sich an wie Wackelpudding. Schließlich krachte sie kurz vor dem Bett des Doktors zusammen und fiel auf ihn. Das Bett knarrte laut und bog sich etwas,wobei der Doktor namens Seth aufschreckte. "Himmels Willen,was ist denn...",fing er an und sah dann Sorai,die etwas benommen da lag,halb auf dem Bett und halb auf dem Boden. Er lächelte und stand auf,hob Sorai hoch und stellte sie wieder hin,stützte sie aber. "Hast du Hunger? Willst du was frühstücken?",fragte er und Sorai schüttelte matt den Kopf. "Gut,dann ebend nicht,aber ich werde dich erstmal der Badewanne überlassen,danach fühlst du dich bestimmt besser!",er lächelte freundlich und auch Sorai rang sich ein Lächeln ab. Dann schliff Seth,Sorai tat nämlich nur ein paar wackelige Schritte und fiel dann um,das Mädchen in das Badezimmer und ließ sie los. Sorai setzte sich langsam hin,weil sie dem schmerzhaften Fall entgehen wollte. Der Arzt ließ Wasser in der Badewanne ein und tat etwas lilane Flüssigkeit hinein. "Das ist etwas Aroma,das dich entspannt und gleichzeitig etwas schmerzlindernd wirkt",meinte er und ging zur Tür. "Lass bitte nicht das Wasser überlaufen,ich geh jetzt raus,damit du dich in Ruhe ausziehen kannst!" Natürlich wirkte das Mittel nicht wirklich schmerzstillend,sondern entwickelte er einen Duft,der sie denken ließ,die Schmerzen würden verschwinden,doch das wollte Seth Sorai nicht sagen,denn dann könnte es vielleicht nicht wirken. Das Mädchen tat ihm wirklich leid,so allein auf dieser Welt.

    Es war ein Rätsel wie sie hatt überleben können,wo doch alles so schrecklich gewesen war... Er dachte an die zerstörten Häuser und die vielen Leichen. Man hatte nach wenigen Stunden selbst in Gerbsbach von dem Überfall gehört und sofort war Seth los geritten,um Überlebende zu verarzten und auch andere kamen mit,einfach nur um vielleicht helfen zu können. Als sie ankamen waren schon ein paar andere Leute da,doch man sah keinen verletzen Menschen umherlaufen und nach Hilfe fragen. Überall lagen Leichen herum. Leichen von Männern und Frauen,Kindern und Babys. Niemand hatte überlebt,manchen fehlte sogar der Kopf. Die Häuse waren zerstört,manche brannten sogar noch leicht und die Räuber hatten ganze Arbeit geleistet. Im Schloss hatte alles Gold gefehlt,das alt Vieh der Bauern war getötet worden und die restlichen Tiere waren weg. Die Felder waren halb geerntet und ansonsten völlig zerstört,aber nicht abgebrannt. Vor manchen Häusern waren riesige Blutlachen gewesen und einige Helfer hatten sich sogar übergeben müssen. Als endlich alle Leichen verbrannt waren,roch es fürchterlich. Eine Liste von ihren Namen gab es nicht und infizieren konnte man sie eh niht,da man nicht wusste welcher Kopf zu wem gehörte und wo die einzelnen Leichen überhaupt lebten. Es waren alles einfach nur tote Menschen. Die einzigen Personen um die getrauert wurde,das waren die hohen Herren,die selbst auch nicht überlebt hatten. Von den edlen Rossen aus ihrem Stall fehlte auch jede Spur. Es war etwas seltsam,doch eine Tatsache die nur wenigen aufgefallen war,war das es zu wenig Kinderleichen gab. Viele Leute die hier durchgereist waren,hatten erzählt wie viele Kinder es gegeben habe und nun waren es auf jeden Fall weniger als Erwachsenenleichen gewesen. Vielleicht wurden die Kinder verschleppt und zum Sklavenhandel gebracht oder man zog sie groß um sie später für die privaten Zwecke zu nutzen. Niemand wusste genau was mit ihnen passiert war,aber etwas schlimmes war es bestimmt.



    Kapitel 3

    Sorai kam aus dem Badezimmer. Ihre Klamotten waren zwar noch dreckig,aber sie fühlte sich herrlich. Zwar war das Mädchen noch wackelig auf den Beinen,doch das würde sich schon wieder legen. Sie ging vorsichtig und sich an alles Mögliche stützend zu Seth in das Zimmer mit den Betten und setzt sich auf ihres. "Ich... ich bin fertig",meinte sie etwas schüchtern. "Ich...",sie schluckte. "Ich danke ihnen wirklich für alles was sie für mich getan haben,aber wenn es keine Umstände macht,würde ich gerne nach Hause gehen",sagte Sorai und sah verunsichert drein. "Nein,noch nicht!",meinte Seth bestimmend. "Wie wäre es,wenn wir etwas ins Dorf gehen? Du möchtest bestimmt dein Pferd wiedersehen und außerdem können wir etwas essen gehen!" Optimistisch sah er drein,wobei er eigentlich nur aufschieben wollte,was er Sorai sagen musste und das war diese Sache mit dem Überfall auf ihr Dorf. Doch als er in die Augen dieses Mädchens sah,die so voller Hoffnung strahlten,konnte er es einfach nicht. "Erst nimmst du noch schnell deine Medikamente,okay?",meinte er schnell und eilte zum Medikamentenschränkchen,als Sorai mit ihren nassen Haaren aus der tür eilen wollte. Sie seufzte,nahm dann aber die Tabletten und dann ging es endlich raus. Vor der Tür stand eine Frau mit eine Pferd am Halfter. "Dancer!",schrie Sorai glücklich und fiel dem fröhlich wiehernden Pferd um den Hals. Die Frau lachte. "Dancer heißt er also,ist echt ein Prachtexemplar das Tier..." Sorai ließ Dancer nicht mehr los. Sie war so glücklich gewesen,ihn wieder zu haben,das es ihr unendlich schwer fiel,sich von ihm zu lösen und mit Seth auf den Marktplatz zu gehen,doch sie hatte tierischen Hunger,also musste sie mitgehen. Auf dem Marktplatz herrschte hektisches Treiben. Laut priesen Händler ihre Waren an und schrien die Leute fast zusammen. Seth deutete auf einen Laden,der sich in einem Haus befand und wo an der Fensterscheibe groß >>Zum Glücksschwein<< stand. "Das ist ein nettes Lokal,wo wir etwas essen können!",schrie er und versuchte den Lärm zu übertönen,was ihm aber kaum gelang. Also nahm er Sorai einfach an der Hand und zog sie zu dem Lokal herüber. Als sie durch die Türtraten ertönte das Klingeln einer Glocke und Sorai sah sich um. Hier drinnen war es angenehm leise,leise im Verhältnis zu draußen versteht sich,aber dennoch war es besser. Seth ührte sie an einen Tisch und gab ihr eine kleine Karte,auf dem Gerichte standen. "Bestell dir einfach etwas,was dir schmeckt oder sich lecker anhört",meinte er freundlich und stöberte in seinem Kärtchen. Sorai sah ihn skeptisch an. "Ich habe noch nie irgendwas zu essen bstellt... das durften nur die adeligen Herren..." Seth sah auf. "Ach so? Ich vergaß ja,das ist in den meisten Dörfern so,aber in solch einem wie diesem hier,kannst du das ruhig machen",meinte er und sah sich um. "Wir möchten bestellen!",rief er einer hübschen Kellnerin zu. Sie kam sofort an und notierte sich seinen Wunsch,dann sah sie zu Sorai. "Und was wünscht du junge Dame?",fragte sie und klang dabei äußerst rutiniert. "Also.. ähm...",stotterte Sorai und die Frau rollte mit den Augen. "Sie nimmt das selbe",meinte Seth schnell und die Frau ging davon. "Du brauchst keine Angst zu haben,das geht schon in Ord...",Seth stoppte,als er die Tränen in Sorais Augen bemerkte. "Hey,ist ja gut",meinte er aufmunternt und äußerst sanft. Sorai schüttelte den Kopf. "Mir ist das alles so fremd... Ich weiß,ich kann mich an irgendetwas von meiner Vergangenheit nicht erinnern,an etwas wichtiges,aber ich weiß nicht was..." Sie brach in verzweifelte Tränen aus und alle schauten her. Jeder wusste,das Sorai das Kind auf dem Pferd war,das letztens durch die Stadt geritten war. Niemand sagte etwas,doch sprachen ihre Blicke Bände. Sie erzählten von irher Sicht,wie sie Sorai sahen und was in ihren Augen,der Überfall auf ihr Dorf bedeutet hatte.

    Nach dem Essen liefen Sorai und Seth noch etwas durch die Straßen und sahen sich die Blumen an,die vom einem Blumenhändler angeboten wurden. Sorai vergaß für einen Moment wie unwohl sie sich fühlte und lachte ausgelassen,wenn um Beispiel ein paar Dorfnarren ihre Späße trieben. Als sie am Stall ankamen wo Dancer unter gestellt war,zeigte Sorai Seth,wie gut Dancer passierte und führte ihm Sprünge und Kunststücke vor. Es war einfach unglaublich,wie gelassen dieses Mädchen war. All ihre Sorgen flogen davon und sie strahlte solch eine Liebe und Wärme aus. Immer wieder und wieder schob Seth den Gedanken beiseite,ihr sagen zu müssen,wer sie sei und was passiert war. Es tat ihm in der Seele weh,als er ihr fröhliches Gesicht sah und wie angenehm ihm auch ihre Gesellschaft war. Irgendwann würde sie ihren eigenen Weg finden,weit weg von hier und irgendwo anders. Sie würde sich mit ihrer Vergangenheit konfrontieren und sie überwinden und schließlich ein normales Leben führen,doch bis dies geschehen würde,würde bstimmt noch eine Weile vergehen. Er wollte sie erst wieder aufpäppeln und gesund werden lassen,bevor es ihr erzählen müsste und dann wäre irgendwann alles raus. Er erwatete diesen Moment etwas,denn die Fakten waren belatsend und erdrückten ihn fast. Sorai hielt das Pferd an. "Alles okay?",fragte sie Seth,dem Tränen in den Augen standen und dieser nickte. "Jaja",meinte er etwas bedrückt. "Ich musste nur an was denken." Sorai bemerkte,wie es ihm ging und nickte einfach nur,dann ritt sie weiter,ehe sie ihren Namen vernahm. "Steig bitte ab,wir gehen jetzt nach Hause,okay?",meinte Seth und lief auf Dancer zu,fasste in seine Zügel und Klopfte seinen Hals. "Ich mache ihn für dich fertig und stelle ihn auf die Weide,du kannst so lange im Stall herumschlendern." "Ja klar!",meinte Sorai fröhlich,sprang von Dancer ab und umarmte ihn noch einmal. Anschließend hüpfte sie fröhlich in den Stall,während Seth mit Dancer zurück blieb.

    "Das ist das Mädchen,schon traurig,oder?",flüsterten sich zwei Frauen zu und Sorai sah in die Richtung. "Oh,sie guckt,schau weg!",tuschelten sie. Sorai wusste nicht,worum es ging,aber eindeutig über sie. Was hatte das bloß zu bedeuten? Gedankenveloren sah sie in die Box einer Stute mit ihrem Fohlen. Das kleine,braune Fohlen trank am Euter seiner schneeweißen Mutter und quiekte fröhlich,als es fertig war. "Na",meinte Sorai lächelnd,aber dennoch traurig. Ich will nach Hause... ich werde mit Seth reden... Oh Mama,ich vermisse dich so... Dem Mädchen standen Tränen in den Augen. "Nicht weinen,Sorai... nicht weinen...",sagte sie sich immer wieder leise und spürte plötzlich etwas weiches an ihrer Hand. Sie hatte ihren Arm inzwischen durch die Gitterstangen der Box gesteckt und nun war das Fohlen gekommen und hatte seine Nüstern gegen Sorais Hand gedrückt. "Ach,du bist so süß",flüsterte sie und drehte sich dann um. Sie schlenderte noch etwas durch die Ställe,bis sie wieder zu Seth ging.

    Sie gingen die Treppe zur Haustür hinauf,doch Sorai blieb vor der Treppe stehen. Seth sah zurück. "Was ist?" "Ähm... also...",begann Sorai und sah zu Boden. "Kann ich nach Hause? Es geht mir gut,wirklich,ich will einfach nur nach Hause..." Der Arzt seufzte und legte eine Hand auf ihre Schulter. "Sorai,warte noch etwas,ja?" "Nein!",erwiederte sie trotzig und trat einen Schritt zurück,um seiner Hand zu entgehen. "Ich will JETZT nadch Hause,SOFORT!" Seth trat einen Schritt zurück. So wütend hatte er sie noch nie gesehen,es machte ihm richtig Angst. "Sorai.. ich muss dir was erzählen,etwas über dein zu Hause",meinte er traurig. "Bei dem Räuberangriff wurde alles zerstört..." Sorai wurde kreidebleich und ihr wurde schlecht. "W..w...was?" "Sie haben alle umgebracht,meine Leute und ich haben es kaum geglaubt,dass du überlebt hast,denn was wir dort gesehen hatten,war weit über unseren Albträumen..." "Nein!",schrie Sorai außer Atem. "Das kann nicht sein! Sie warten zu Hause auf mich,das weiß ich!" Tränen stiegen ihr in die Augen und sie wusste nicht,was sie tun sollte. Verwirrt sank sie auf die Knie und der harte Asphalt ließ die ungeschützten Gelenke bluten. Das brennen der aufgerissenen Knie war nichts im Vergleich zu ihrem brennenden Herzen. "Warum lügst du? Ich habe dir vertraut und jetzt sowas! Warum?" Seth sah sie unschlüssig an,sein Arztmantel wehte im starken Wind,und ein Sturm zog herauf. "Sorai,es... es tut mir leid,aber du musst mitkommen. Ich verstehe",erzählte er und wurden dann unterbrochen. Sorai sah ihn wütend an. Ihre Trauer hatte sichblitzartig in übertriebene Wut verwandelt. "Du verstehst nichts! Wie solltest du auch? Kannst du dir vorstellen,wie es ist,alles zu verlieren?",fragte sie und in ihren Augen standen die Tränen. Das Mädchen stand auf und begann wild zu gestikulieren,während sie alles aussprach,was ihr auf dem Herzen lag. Der Arzt seufzte. "Ich unterbreche dich nur ungern,aber ich weiß,wie du dich fühlst!",meinte er ernst und Sorai schien es,als hätte man ihr jeglichen Wind aus den Segeln genommen. "Meine Eltern wurden auch ermordet,sogar vor meinen Augen,die Räuber nahmen mir alles,was ich besaß. Sie verschleppten mich und wollten,dass ich mich ihnen anschließe,aber ich tat dies nicht und wurde schlecht behandelt... Eines Tages kamen Wachen,sie waren auf der Jagd nach diesen Räubern,und befreiten mich." Sorai biss sich auf die Lippe,dann begann sie laut zu weinen. Sie krümmte sich auf dem Boden zusammen und ihre Tränen verschwommen im Regen,der gerade mit dem ersten Donnern begonnen hatte. "Ugh... Seth,ich wollte das nicht... es tut mir leid...",wimmerte sie. "Mama... ich will zu meiner Familie... und Kail,ja,Kail..." Seth verstand nichts von dem,was sie da nuschelte,aber er nahm sie in die Arme und trug sie in das Haus. Dort legte er sie auf das Bett und ließ sie allein. Sorai weinte sich in den Schlaf,ihr Leben machte für sie keinen Sinn mehr.

    "Sorai? Wo bist du?",fragte Seth und sah in jedes Zimmer. "Wo ist dieses Mädchen nur schon wieder hin?" Ich weiß ja,dass es hart für sie ist,aber sie kann doch nicht einfach weglaufen... Er lief nach draußen,als eine ältere Dame ankam. "Seth,oh,ein Glück,dass ich sie finde! Das Pferd ihrer kleinen Freundin ist weg... Dancer,echt ein Prachtkerl,nicht?" Seth schob sie zur Seite und rannte zum Stall,der nur ein paar Minuten entfernt war. "Ich nehm mir das Mal,danke!",rief er und nahm einer Frau ihr Pferd aus der Hand. "Aber,Seth..." "Ach Marianne,Sorai ist abgehauen,ich denke ich weiß wo sie hin ist,den nächsten Arztbesuch bekommen sie gratis,versprochen!" "Ähm.. okay..." Er schwang sich auf den Rappen der Frau und galoppierte los. Sorai,ich weiß wie schwer das ist,aber bitte mach keinen Unsinn! Er galoppierte zwei Stunden lang,bis das Pferd zu müde war und in den Trab fiel. "Sorai ist bestimmt schon da... Phillian,kannst du wirklich nicht mehr?",fragte er das Pferd,das den Namen Phillian trug. Der Rappe schnaubte und blieb stehen,dann legte er sich hin. Seth sprang schnell ab,damit das Tier ihn nicht zerquetschte. "Okay,schon klar",meinte er und eufzte. "Wir machen eine Pause,aber dann geht es weiter!"

    Phillian blieb wie angewurzelt stehen,als er die verlassene Straße betrat. Es roch ekalhaft und die Schreie der Ermordeten schienen immer noch in den zerfallenen und verbrannten Gebäuden zu schallen. Alles wirkte einsam und traurig... "Schon gut",meinte Seth,klopfte den Hals des Pferdes und stieg ab. Er ließ Phillian stehen und lief durch die Gegend. Hoffentlich hatte Sorai den Anblick verkraftet,obwohl er das nicht glaubte...



    Kapitel 4

    Sorai weinte. Sie saß vor dem angebrannten Haus ihrer Familie,bevor sie aufstand und durch den verkohlten Stall schlenderte. Es wurde langsam dunkel und Sorai lief auf den Hügel,wo sie Kail zum ersten Mal in ihrem Leben getroffen hatte. "Oh Kail...",flüsterte sie und sah der untergehenden Sonne zu. Sie setzte sich hin,ihr Gesicht war ganz rot,weil sie so viel geweint hatte. "Ich liebe dich doch,du kannst mich nicht einfach verlassen... Du hast versprochen,dass wir uns wiedersehen..." Das Mädchen winkelte die Knie an und schloss die Arme darum,dann wippte sie langsam nach vorne und nach hinten,während der Wind mit ihren Haaren spielte. Sie sprach vor sich hin,über ihr Leben,über ihre Familie und besonders über Kail,den Jungen,den sie am wenigsten kannte,doch sehr gern mochte. Ihre Stimme klang weinerlich und verzweifelt,als sie alles erzählte. "Sorai?!",holte sie eine vetraute Stimme in die Realität zurück. Sie wischte sich die Tränen ab. "Seth?",fragte sie und sah alles verschwommen. Er setzte sich neben sie und legte einen Arm um sie. "Ach Sorai,es tut mir leid,ich hätte es dir früher sagen sollen..." Sie lächelte. "Seth,ich verzeih dir,es war bestimmt besser so,du hast es außerdem nur lieb gemeint!" Das Mädchen lehnte sich gegen seinen Brustkorb und kuschelte sich ein. Er lächelte und drückte sie an sich. "Vertrau mir,ich werde ab jetzt ehrlicher zu dir sein",versprach er Sorai. Sie saßen noch eine Weile so da,bis Seth aufstand und Sorai hoch zog. "Wir müssen wir zurück!" Sorai maulte. "Ich will nicht,bitte,lass uns hier bleiben..." Seth schüttelte den Kopf. "Sorai,du weiß,warum wir gehen müssen!" Sie nickte nur und ging ihm nach.

    Beide ritten auf ihren Pferden in Seth´ Dorf ein. Es war der Abend des nächsten Tages und beide waren sehr erschöpft,genauso wie die Pferde. Sie hatten viele Pausen gemacht und sich dennoch sehr überanstrengt,aber sie waren heil angekommen. Sorai übergab Seth einfach ihr Pferd und stürmte dann in das Haus,wo sie laut stampfend in das Zimmer mit dem Bett lief und sich darauf fallen ließ. Sie schlief sofort ein,so fertig war sie. Seth versorgte noch die Pferde und kam dann auch in das Haus. Er setzte noch einen Tee auf,bevor er nach Sorai sah. "Armes Mädchen",nuschelte er und und setzte sich auf die Bettkante,strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht. "Armes Mädchen,so viel Leid und doch erst vierzehn...",murmelte er,als der Wasserkocher pfiff. Schnell ging er in die kleine Küche und nahm das Gefäß vom Herd,den er sofort aus stellte. Dann goss er sich das heiße Wasser in eine Tasse und nahm 3 Teebeutel,die er dann hinein legte. Sorai erwachte von dem lauten Pfiff des Wasserkochers und sah Seth nach. Langsam stand sie auf und ging ihm nach,als sie ihn in der Küche fand und das mit Tee. "Darf ic hauch eine Tasse haben?",fragte sie etwas kleinlaut und setzte sich an den Küchentisch. Der Tierarzt nickte lächelnd und schob ihr seine Tasse herüber,nahm schnell die Teebeutel heraus und gab ihr etwas Zucker. "Du kannst meine Tasse haben,ich mache mir neuen",sagte er sanft und goss sich nochmal heißes Wasser ein,aber diesmal in eine andere Tasse. Schließlich nahm er wieder Teebeutel,legte sie in die Tasse und setzte sich an den Tisch. "Und,wie geht es dir?",fragte er und griff nach ihrer Hand,hielt sie sanft fest. Sorai wurde leicht rot und zog die Hand weg. "Also... nicht sehr gut",meinte sie. Um ehrlich zu sein,würde sie sich am liebsten umbringen,aber das war wohl keine Lösung. Das Leben geht weiter... Das Leben geht weiter...,dachte sie immer wieder vor sich hin und kniff die augen zusammen,um Tränen zu unterdrücken. Seth bemerkte das und kam zu ihr rüber,schloss sie in den Arm. "Weine ruhig,Tränen sollte man nicht zurück halten,sonst wird man irgendwann verbittert..." Die sanfte Stimme des Tierarztes wirkte irgendwie beruhigend auf Sorai. Sie griff mit zitternder Hand nach der Tasse Tee und trank ein wenig. Dann stellte sie die Tasse zurück und weinte weiter,weinte,bis sie nicht mehr konnte und schließlich wieder erschöpft einschlief. Sie wurde sofort von seth in das Bett gebracht,der sich mit seiner Tasse Tee auf die Bettkannte setzte und aufpaste,dass sie innerhalb der nächste Stunde ruhig schlief,dann legte auch er sich schlafen.

    Als der Tierarzt am Morgen erwachte,schlief Sorai immer noch tier und fest. Scheinbar hatte sie durchgeschlafen... Er grif nach dem Tee,der inzwischen kalt geworden war und trank einen Schluck - er schmeckte ekelhaft. Angewiedert verzog er das Gesicht und ging dann auf den Markt,wo er Sorai ein paar Blumen kaufte und etwas Essen,damit sie wieder etwas mehr hatten. Als er in seinem Haus angekommen war,schlief Sorai immer noch. Es war schon Mittag und er machte langsam Essen,stellte die Blumen in Wasser und brachte sie Sorai in das Zimmer. Er sah ihr nochmal lächelnd ins Gesicht. Was für ein hübsches Mädchen,dachte er bei sich und ging wieder in die Küche,um das Essen weiter zuzubereiten. Der Duft des Essen verbreitete sich langsam durch die Räume und Sorai rekelte sich. Sie fühlte sich matt,aber der Hunge drängte sie in die Küche.



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