längere Geschichte...

2000 Mädchen - Der Versuch
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    Re: längere Geschichte...

    die.coriii - 30.04.2008, 22:11

    längere Geschichte...
    mh, ich hab jetzt mal angefangen, alle ideen, die ich schon lange mit mir herum trage, zu verarbeiten. also es ist eine längere geschichte, die noch keinen namen hat. ich würde euch bitten, den text nicht i-wo anders zu posten oder vorher zu fragen...danke



    Eine ganz normale Woche

    Sie ging von der Schule nach Hause, dachte darüber nach, was heute in der Schule passiert war und was sie ihrer davon Mutter erzählen sollte. Sie nahm sich wie jeden Tag vor, nichts wichtiges zu erzählen, doch gleichzeitig wusste sie, dass sie diese endlose Stille beim Essen nicht aushalten würde. Sie bog um die Ecke und wäre fast mit einem Fahrradfahrer zusammen gestoßen. „Kannst du nicht aufpassen?“ „Ach halt doch die Fresse.“, murmelte sie nur als Antwort.
    Sofort war ihre Stimmung auf dem Tiefpunkt. Ganz in Gedanken öffnete sie die Wohnungstür und schlüpfte hinein.

    „Hallo, wie war's in der Schule?“ Diese Frage allein brachte sie schon auf die Palme. Immer dieselbe Frage, jeden Tag, obwohl sie sich doch sowieso nicht wirklich für mich interessiert. „Total toll, Sport war gut, wir haben Geräteturnen gemacht“, das musste als Auskunft reichen.
    Mittlerweile saßen sie am Tisch, sie aß und ihre Mutter guckte sie nur mit diesem leeren Blick an.
    Ich bleibe standhaft, sie braucht ja nicht alles aus meinem Leben wissen.
    Doch wie jeden Tag hielt sie die Stille nicht aus und erzählte einfach drauf los um wenigstens etwas Aufmerksamkeit zu bekommen.

    „Wir haben unsere Mathearbeit wieder. Ich hab eine 2.“ „Mhh, schön“, sagte sie mit wenig Begeisterung. „Aber wir haben auch einen Vokabeltest in Englisch geschrieben, ich glaub, den habe ich verhauen.“ „Was? Du hast mal wieder nicht gelernt stimmt's? Hast wieder den ganzen Tag auf der faulen Haut gelegen und nichts getan. So jetzt reicht es mir aber, du wirst die ganze Woche Zeit haben, auf deinem Zimmer zu lernen. Ohne CDs, MP3- Player und Stereoanlage.“ „Aber es war ein unangekündigter Test und keiner konnte die Vokabeln.“ „Keiner, keiner, du bist doch nicht wie der Durchschnitt. Du bist etwas besonderes.“ „Ja klar. Das ist doch echt mies. Du warst wohl immer Klassenbeste, was?“ Mittlerweile liefen ihr die Tränen herunter und sie schrie schon fast. „Ab auf dein Zimmer, ich möchte dich den Rest des Tages nicht mehr sehen.“

    Sie rannte auf ihr Zimmer, warf die Tür zu, schloss sie ab und schrie einmal laut. Ja klar, wenn es um die Schule geht bin ich ihr auf einmal wichtig, aber alles andere ist ihr egal. Wie es mir geht, was ich den ganzen Tag lang mache, das ist ihr alles egal. Gute Noten interessieren sie nicht. Dass ich Klassenbeste in Mathe bin, egal. Aber ein schlechter Vokabeltest, Katastrophe. Ein einziger Test nur, zählt wie ein mündliche Note. Nur weil sie mit ihrem eigenen Leben nicht klarkommt.
    Sie verbrachte den ganzen Nachmittag mit weinen und böse Gedanken hegen.

    Die ganze nächste Woche war sie noch sauer. Von ihrer Mutter bekam sie immer wieder kleine Kommentare zu hören, die sie sehr verletzten, doch ihre Mutter merkte es nicht. In der Schule lief es wie immer. Sie war anwesend, verbrachte die Pause auch mit Klassenkameraden, gehörte aber dennoch nicht dazu. Sie rannte allen hinterher um sich nicht die Blöße zu geben, alleine zu sein. Wenn sie etwas zu einem Thema beizutragen hatte, hörte keiner hin. Nach außen gab sie sich immer cool und taff, aber im Inneren war sie zerstört. Es gab keinen, der ihr zuhörte, keinen, bei dem sie einfach sie selbst sein konnte.



    Re: längere Geschichte...

    Motte - 30.04.2008, 23:00


    Weiter weiter ^^



    Re: längere Geschichte...

    Krissi - 03.05.2008, 08:55


    Ja...das is wirklich toll geworden...



    Re: längere Geschichte...

    Biggi - 03.05.2008, 14:11


    schön..*heul* :wink:



    Re: längere Geschichte...

    die.coriii - 04.05.2008, 13:12


    ok...nächster teil...


    Wer ist er?

    Die Herbstferien waren gerade vorbei. Die Buslinien wurden geändert und sie musste jetzt nicht mehr so weit laufen. Mit Vera, Meike und Isabell saß sie jetzt immer im 4er. Sie gingen auch in ihre Klassen und ließen lieber sie als irgend wen anders sitzen. Da sie als erstes einstieg, musste sie auch immer um diesen einen 4er kämpfen. Sie wollte unbedingt bei ihnen sitzen, um nichts wichtiges zu verpassen. Sie wollte dazugehören. Es war wieder einer dieser Tage, an denen alle noch fast schliefen. Sie saßen zusammen und guckten an einander vorbei.

    Ihr Blick schweifte durch den Bus. Alles war wie immer, doch plötzlich blieb ihr Blick an der Rückbank hängen. Wer war dieser Junge? Warum war er ihr nie zuvor aufgefallen? War er neu hier? Schwarze Haare, grüne Augen und einen wunderschönen Mund. Er saß dort, die Beine über die Rückbank ausgestreckt und hörte Musik. Plötzlich guckte er mir in die Augen. Ich wandte den Blick sofort ab und schaute aus dem Fenster. Doch ich merkte, wie er mich anguckte. Ich konnte nicht widerstehen. Ich hob meinen Kopf und sah diese schönen Augen. Dieser Augenblick dauerte nur drei Sekunden, doch ihre Hände zitterten. Der Bus hielt, er stand auf und ging an ihr vorbei. Wenn er mich jetzt anguckt, frage ich die anderen nach ihm. Doch er ging an ihr vorbei, ohne sie eines Blickes zu würdigen.

    Der Rest des Tages verlief anders als sonst. Sie dachte immer wieder an diesen Typen und dachte über jede seiner Bewegungen nach. Sie redete nicht mit den andren, passte in keinem Unterricht auf und träumte vor sich hin. Auch als sie nach Hause kam, ließ dieser Zustand nicht nach.
    Doch es merkte kein Mensch, was in ihr vorging. Weder den Lehrer, noch den Mitschülern, noch ihrer Mutter war irgendetwas an ihr aufgefallen.

    Keiner fragte sie, warum sie so still war, denn das war sie normalerweise nicht. Sie gehört zwar nicht dazu, wurde nie eingeladen und war Nachmittags immer alleine, aber sie erzählte ständig irgendetwas. Ihr hörte keiner zu, wenn sie über ganz normale Sachen sprach, also erfand sie Dinge. Schockierende Dinge. Dass sie zu Hause geschlagen wird, dass ihr Vater gestorben ist oder andere Grausamkeiten. Dann hatte sie wenigstens für zwei Minuten die Aufmerksamkeit. Das war kläglich, das wusste sie auch, aber wenn ihr jemand ausnahmsweise ein paar Minuten zuhörte, war sie glücklich.



    Re: längere Geschichte...

    Krissi - 04.05.2008, 13:15


    die geschichte gefällt mir auch voll gut... :(



    Re: längere Geschichte...

    .keks - 04.05.2008, 13:16


    mir auch, die is super schöön :wink:



    Re: längere Geschichte...

    Estrick - 05.05.2008, 20:23


    jah, mir gefällts auch :)
    immer mal wieter machn, ne?



    Re: längere Geschichte...

    die.coriii - 05.05.2008, 21:22


    mhh..bin grad am schreibn, dauert aba noch n bisschen, hab net so viel zeit im mom...

    Edit:
    so, nächster teil ist fertig...


    Jetzt saß sie jeden Tag so, dass sie ihn im Blick hatte. Doch er beachtete sie nicht. Auch als sie sich eines Mittags neben ihn setzten musste, weil kein anderer Platz frei war, blickte er nicht auf. Sie jedoch saß dort und zitterte so heftig, dass sie glaubte, jeder könnte das sehen. Jeden Tag freute sie sich auf die Busfahrt, in der stillen Hoffnung, dass sie ihm endlich auffallen würde.
    Doch er saß da nur, starrte aus dem Fenster und hörte Musik. Böhse Onkelz und Kahlkopf. Das hatte sie gesehen, als sie eine Blick auf das Display seines iPods geworfen hatte.

    Jetzt interessierte sie sich für Musik. Sie hatte sich das neue Album von den Onkelz gekauft, sich alle alten Störkraft Alben ausgeliehen. Als erstes verstand sie nicht, was er an dieser Musik gut fand, aber mit der Zeit gewöhnte sie sich daran und bald hörte sie nur noch diese Musik . Der Alltag flog nur noch an ihr vorbei. Für die Schule interessierte sie sich nicht mehr, ihre Noten gingen in den Keller. Sie schottete sich völlig von allen ab, versuchte erst gar nicht mehr sich irgendwie einzubringen.

    Dann spielte Kahlkopf in einem kleinen Club in ihrer Nähe. Natürlich ging sie hin, in der Hoffnung ihn dort zu treffen. Erst sah sie ihn nicht und war schon sehr enttäuscht. Doch als er im Gedränge plötzlich neben ihr stand, erkannte er sie wieder. „Hey, du bist doch morgens in meinem Bus, oder? Ich bin Kurt. Wusste gar nicht, dass du auf solche Musik stehst. Wirkst nach außen überhaupt nicht so.“ Sie wollte antworten, doch da wurde sie wieder weggepogt. Den Rest des Abends hielt sie immer Ausschau nach ihm, doch sie sah Kurt nicht noch einmal. „Kurt, was für ein schöner Name. So männlich und deutsch“, dachte sie.

    Nach dem Konzert musste sie sich beeilen, um noch den letzten Zug zurück nach Hause zu bekommen. Doch sie wurde aufgehalten. Die Menschenmenge wollte sich einfach nicht auflösen. Sie sah auf die Uhr und drängte alle Leute zur Seite. Kaum aus der Masse raus, fing sie an zu rennen. Doch sie wusste, es war zu spät. Niedergeschlagen setzte sie sich auf den Bordstein. Sie konnte ja wohl schlecht ihre Mutter anrufen. Die ging nämlich davon aus, dass sie auf der Geburtstagsfeier ihrer Klassenkollegin war. Die hatte zwar wirklich Geburtstag, aber sie war natürlich nicht eingeladen. „Wer lädt mich denn schon ein? Keiner. Das hässliche, fette Kind, dass immer die Aufmerksamkeit sucht.“

    Plötzlich ging er mit seinen Freunden an ihr vorbei. „Vielleicht fragt er ja, wie ich nach Hause komme“, dachte sie hoffnungsvoll. Doch er ging an ihr vorbei, wünschte ihr einen schönen Abend und und redete weiter auf seine Kumpels ein. „Hey, fahrt ihr zurück ins Dorf?“ Hatte sie das etwa gerufen? Jetzt drängte sie sich doch total auf. Aber andererseits war es ihre einzige Möglichkeit. „Ja, wieso?“ „Weil ich den letzten Zug verpasst habe und mich auch keiner abholen kann. Kann ich vielleicht mir euch fahren?“ „Ähm“ Kurt drehte sich zu seinen Kumpels um und warf ihnen einen fragenden Blick zu. Seine Freunde nickten nur, also rief er zurück, dass sie ruhig mitfahren könne. „Danke, ihr seid meine letzte Rettung. Hätte ich jetzt meine Eltern angerufen, hätte das echt Stress gegeben.“ „Ach, kein Problem, wir haben ja noch Plätze frei.“



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