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Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Anonymous - 17.03.2006, 13:33Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Verwendung:
Der Lockhund rennt, springt und spielt entlang des Strandes und kann dabei von einer Entenschar uneingeschränkt beobachtet werden. Manchmal verschwindet er dabei aus der Sicht, um schnell wieder zu erscheinen. Hierbei wird er von dem Jäger aus dessen Versteck unterstützt, der dem Hund kleine Stöcke oder Bälle zuwirft. Diese spielerische Aktion erweckt die Neugier der Enten, die in einiger Entfernung von der Küste schwimmen; sie werden somit in die Reichweite der Flintengeschosse gelockt. Der Toller wird dann zum Apportieren der toten oder angeschossenen Vögel geschickt.
Klassifikation FCI:
Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde.
Sektion 1 Apportierhunde.
Mit Arbeitsprüfung.
Kurzer Geschichtlicher Abriss:
Der Nova-Scotia-Duck-Tolling-Retriever wurde zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts in Neuschottland erzüchtet, um Wasserwild anzulocken (oder zu ködern) und es zu apportieren.
Allgemeines Erscheinungsbild:
Der Toller ist ein mittelgroßer, kraftvoller, kompakter, harmonischer und gut bemuskelter Hund; Knochensubstanz mittel bis kräftig; mit einem hohen Maß von Flinkheit, Wachsamkeit und Entschlossenheit. Viele Toller zeigen einen etwas traurigen Ausdruck, bis sie an die Arbeit gehen; sodann wechselt ihr Aussehen zu intensiver Konzentration und Erregung. Bei der Arbeit zeigen die Toller eine schnelle, hetzende Aktion, wobei der Kopf fast in einer Ebene mit der Rückenlinie und der sich ständig bewegenden und stark befederten Rute getragen wird.
Verhalten / Charakter (Wesen):
Der Toller ist sehr intelligent, sehr gelehrig und hat große Ausdauer. Als starker und befähigter Schwimmer ist er ein talentierter und verlässlicher Apportierer zu Wasser und zu Land, jederzeit bereit, schwungvoll zu agieren, sobald auch nur das geringste Anzeichen zur Notwendigkeit des Apportierens gegeben ist. Sein ausgeprägter Apportiersinn und sein Spieltrieb sind die unentbehrlichen Grundlagen für seine Lockfähigkeit.
Kopf
Gut gemeißelt, etwas keilförmig.
Oberkopf:
Schädel: Der breite Schädel ist nur leicht gerundet, das Hinterhauptbein nicht hervortretend, ohne deutliche Backenbildung. Ein gutes Maß für einen durchschnittlichen Rüden ist 14 cm Abstand zwischen den Ohren; diese Breite verjüngt sich auf ca.4 cm am Ende des Nasenbeins. Die Länge des Kopfes beträgt ca. 23 cm von der Nase bis zum Hinterhauptbein; auf jeden Fall muss der Kopf in richtiger Proportion zum Körper stehen.
Stop: Mäßiger Stop.
Nasenschwamm: Der Nasenschwamm verjüngt sich vom Nasenbeinknochen zur Spitze, mit gut geöffneten Nasenlöchern. Die Nasenfarbe sollte im Einklang mit der Farbe des Haarkleides oder schwarz sein.
Fang: Verjüngt sich in einer klaren Linie vom Stop zur Nase, wobei der Unterkiefer kräftig ist, jedoch nicht deutlich hervortritt. Die untere Linie des Fanges verläuft in einer nahezu geraden Linie von der Vorderkante der Lefze zur Hinterkante des Kieferknochens, wobei die Tiefe des Fanges in Höhe des Stops größer ist als an der Nase. Das Haarkleid am Fang ist kurz und fein.
Lefzen: Gut dicht anliegend, im Profil mit einem leichten Bogen, jedoch ohne schwere Belefzung.
Kiefer / Zähne: Kräftig genug, um einen größeren Vogel tragen zu können; die Weichheit des Mauls ist unentbehrlich. Der korrekte Gebissschluss ist das eng schließende Scherengebiss, wobei ein komplettes Gebiss vorgeschrieben ist.
Augen: Sind gut voneinander entfernt eingesetzt, mandelförmig und von mittlerer Größe. Die Augen sind bernsteinfarben bis braun. Der Ausdruck ist freundlich, aufmerksam und intelligent. Die Umrandung der Augen sollte der Farbe der Lefzen entsprechen.
Ohren: Dreieckig, mittelgroß, hoch und weit hinten am Schädel angesetzt, dabei am Ansatz sehr leicht angehoben; gut befedert am hinteren Teil der Faltung, kurzes Haar an den abgerundeten Spitzen.
Hals:
Stark bemuskelt und gut aufgesetzt, von mittlerer Länge, ohne die geringste Andeutung von loser Kehlhaut.
Körper:
Obere Profillinie: Eben.
Rücken: Kurz und gerade.
Lendenpartie: Kräftig und muskulös.
Brust: Tiefer Brustkorb; der bis zu den Ellenbogen reicht. Rippen gut gewölbt; Brustkorb weder fassförmig noch flach.
Bauch: Mäßig aufgezogen.
Rute:
Die Rute folgt in der Verlängerung der sehr leicht abfallenden Kruppe; sie ist breit am Ansatz, üppig und stark befedert; sie reicht mit dem letzten Schwanzwirbel mindestens bis zum Sprunggelenk. Die Rute darf unterhalb der Rückenlinie getragen werden, außer für den Fall, dass die Aufmerksamkeit des Tollers erregt wird. Dann wird die Rute hoch und gekrümmt getragen; der Körper darf jedoch niemals berührt werden.
Gliedmaßen
Vorderhand:Die Vorderläufe sehen wie zwei parallel stehende Pfeiler aus, gerade und starkknochig.
Schultern: Die Schultern sollten muskulös sein, das Schulterblatt schräg zurück und gut gelagert sein; damit verbunden ein ausgeprägter Widerrist, der in einen kurzen Rücken übergeht. Schulterblatt und Oberarm sind ungefähr gleich lang.
Ellenbogen: Dicht am Körper anliegend, weder aus- noch eindrehend; sie bewegen sich frei und gleichmäßig.
Vordermittelfuß: Kräftig und etwas schräg stehend.
Vorderpfoten: Sie sind mit kräftigen Schwimmhäuten versehen; von mittlerer Größe, rund, mit eng aneinanderliegenden und gut aufgeknöchelten Zehen; Ballen dick; Wolfskrallen dürfen entfernt werden.
Hinterhand:
Muskulös, breit, gerade und parallel. Vor- und Hinterhandwinkelung ausgeglichen. Oberschenkel und Unterschenkel sind etwa gleich lang.
Oberschenkel: Sehr muskulös.
Kniegelenke: Gut gewinkelt.
Sprunggelenke: Tief angesetzt; sie drehen weder ein noch aus; Afterkrallen dürfen nicht vorhanden sein.
Hinterpfoten: Wie Vorderpfoten.
Gangwerk:
In der Bewegung vermittelt der Toller den Eindruck von Kraft, ist schwungvoll und unbeschwert. Er zeigt viel Vortritt und starken Schub. Die Pfoten sollten weder ein- noch ausdrehen. Die Läufe bewegen sich einer geraden Linie. Wenn die Schrittfolge schneller wird, sollte der Toller schnüren (pfoteneng auf einer Linie laufen); die Rückenlinie bleibt dabei eben.
Haarkleid
Haar:
Der Toller wurde gezüchtet, um aus eisigen Gewässern zu apportieren; er muss ein wasserabweisendes doppeltes Haarkleid haben. Dieses ist mittellang und weich mit einer noch weicheren, dichten Unterwolle. Das Haarkleid darf eine leichte Wellung auf dem Rücken aufweisen, ist ansonsten jedoch glatt. Manchmal findet man beim Winterfell lange, lockere Wellen im Kehlbereich. Befederungen an Kehle, hinter den Ohren und an den Hinterseiten von Ober- und Unterschenkel sind weich; die Vorderläufe sind mäßig befedert.
Farbe:
Die Farbe besteht aus verschiedenen Schattierungen von rot oder orange, wobei die Befederung und die Unterseite der Rute farblich heller ist. Gewöhnlich ist mindestens eine der folgenden weißen Farbmarkierungen vorhanden: Rutenspitze, Pfoten (jedoch nicht höher reichend als der Vordermittelfuß), Brust und eine Blesse. Ein Toller, der ansonsten von hoher Qualität ist, darf nicht alleine wegen Fehlens eines weißen Abzeichens geringer bewertet werden. Die Pigmentierung der Nase, der Lefzen und der Augenränder soll fleischfarben, Ton in Ton mit der Farbe des Haarkleids, oder schwarz sein.
Größe und Gewicht
Idealgröße: Für einen Rüden von mehr als 18 Monaten Alter: 48 bis 51 cm; für eine Hündin von mehr als 18 Monaten Alter: 45 bis 48 cm. 2,5 cm mehr oder weniger als das Idealmaß ist statthaft.
Das Gewicht sollte im Verhältnis zur Größe und der Knochenstärke stehen - Anhaltsgewichte: 20 bis 23 kg für einen erwachsenen Rüden, 17 bis 20 kg für eine erwachsene Hündin.
Fehler:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Divergierende oder konvergierende Begrenzungslinien von Fang und Schädel
-Abrupter Stop.
-Deutlich rosafarbene Nase.
-Nase, Lidränder und Augen nicht in der vorgeschriebenen Farbe.
-Rückbiss.
-Grosse, runde Augen.
-Kamelrücken, Senkrücken.
-Schlaffe Lendenpartie.
-Rute in Bewegung unterhalb der Rückenlinie getragen; zu kurz, geknickt oder gerollt den Rücken berührend.
-Durchgetretener Vordermittelfuß.
-Gespreizte oder dünne Pfoten.
-Haarkleid nicht glatt genug, zu wenig dicht.
-Fehlende Substanz bei einem ausgewachsenen Hund.
-Über- oder Untergröße von mehr als 2,5 cm über oder unter der Idealgröße.
Ausschließende Fehler:
-Fleckig depigmentierter Nasenschwamm.
-Rückbiss von mehr als 3 mm (1/8 inch.).
-Vorbiss, Kreuzbiss.
-Unzureichende Schwimmhäute zwischen den Zehen.
-Weiß an Schultern, um die Ohren, auf der Rückseite des Halses, über dem Rücken oder an den Flanken.
-Silbernes Haarkleid, grauer Anflug im Haarkleid, schwarze Stellen.
-Jede andere Farbe als die Schattierungen von rot oder orange.
-Bei erwachsenen Hunden jegliches Anzeichen von Scheuheit.
N.B.:
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
[/b]
Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
aliin - 17.03.2006, 19:18
ich mag die rasse gerne =))
sind mir nur n bisschen zu ''normal''....
also vom äusseren perfekt. doch der charakter ist mir nich ganz speziell genug, ich hab das gefühl der hund wurde gezüchtet um perfekt zu sein.. (ist er nicht weiss ich lol... aber kommt mir so vor als hätten die leuts jahrelang an ihm rumgebastelt bis er perfekt wurde.. ).
aber eben, gefällt mir gut =))
Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
satyrlittlewolf - 18.03.2006, 02:15
Aline: Perfekt? Perfekt als was? Bin mir nicht ganz sicher, ob das jetzt noch so ist, aber es gab ne Zeit, da wurden die nur an Jagdscheininhaber (auch Blödsinn, weil eigentlich nur Formsache) vermittelt. Weiß aber auch nahezu nichts über deren Zucht. Aber mir fällt auf, dass diese Rasse immer beliebter wird.
Finde das mit dem perfekt interessant. So sage ich oft, dass ein richtiger bzw guter Sib Husky mit sportlichen Anlagen alles andere als der perfekte Familienhund ist. Aber vielleicht perfekt für mich.
OT
Grins und grad hocken die mir wieder derart auf der pelle, dass ich gar net weiß, wohin mit meiner minitastatur (perfekt für kleine Finger) Ich liebe Wortspiele zur Nacht, zum Tage, überhaupt....
Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
aliin - 18.03.2006, 18:34
@jürgen
ne die hunde wurden eigendlich ''gemacht'' um enten anzulocken. jagdtrieb haben die glaub ich keinen.
ich habe einfach das gefühl das sind so hunde die ruhig in der ecke hocken nix böses tun und brav gehorchen wenn herrchen was sagt. nich so interessante sache.
Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
satyrlittlewolf - 23.03.2006, 17:10
Kenne zwei solche Hunde, allerdings nur vom Hören. Mit dem Gehorsam und dem einfachen Handling stimmts bei denen auch, die haben mittlerweile zwei. Jagdtrieb ist kaum vorhanden. Wie und wofür die eingesetzt werden, weiss ich nicht. Hast bestimmt recht. Weiss nur, dass diese Leutz einen Jagdschein machen mussten, damit sie den zweiten Hund vermittlelt bekommen. Allerdings sind Troller meines Wissens deutlich aktiver als zB Goldies und aufgrund ihrer Größe auch besser als Sporthund geeignet.
Bin ziemlich sicher, das wir zukünftig noch mehr von deser Rasse hören und lesen können.
Re: Nova Scotia Duck Tolling Retriever
Anonymous - 27.03.2006, 14:48
Ich geh mal davon aus dass der Toller nun genauso zur Moderasse wird, wie der Labbi, Goldie, Aussi un Border. Fänds nur gut, wenn die Leute weiterhin Jagdscheine ausweisen müssten, dat würde sicherlich ein paar davon abhalten.
Tolle Hunde sind das schon, wurden wirklcih - wie Aiilin sagte - dazu gezüchtet, Enten anzulocken.
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