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Re: Earae Sonnenschimmer
Sephire - 08.04.2008, 01:03Earae Sonnenschimmer
Earae Sonnenschimmer - Die Hoffnung stirbt zu letzt
(der Titel ist noch nicht ausgereift, kann man ja noch ändern)
Prolog - Die Gabe
Wie alles begann...
Kapitel 1 - Ein wachsames Auge
Das Schicksal spinnt seine Fäden...
Kapitel 2 - Eine Idylle
Die vermeintliche Ruhe...
Kapitel 3 - Ein Traum
Die unheimliche Kälte...
Re: Earae Sonnenschimmer
Sephire - 08.04.2008, 01:05
Prolog - Die Gabe
Wie alles begann...
Ein Schrei zerriss die Stille. Silbermond lag im Dunkeln, die Straßen nur erhellt von den magischen Fackeln, denn es war tiefe Nacht. In den meisten Häusern waren die Lichter aus und Ruhe war eingekehrt. Heiterkeit schwappte aus den Gasthäusern heraus, ebenso wie der sanfte Geruch von Alkohol, däftige Speisen und leisen Gesängen der Tavernengäste.
Nicht unweit eines der Gasthäuser brannte in einem Gebäude ebenfalls noch Licht. Durch einen der Vorhänge konnte man erkennen, dass ein Elf auf und ab schritt im Zimmer. Wärme wurde durch den leicht aufkommenden Wind hinaus getragen, ebenso ein weiterer Schrei, verzerrt von Schmerz. Im Raum selber, wo der Elf schon fast eine Furche in den rotgüldenen Teppich gelaufen hatte, saß noch eine junge Elfe in den großen Kissen auf dem Boden. Mit verschlafenem Blick sah sie dem Elf fortwährend zu, wie er auf und ab schritt, sehr nervös wirkte und allgemein wohl derzeit keine Ruhe fand. Das Einzige, was die junge Elfe davon abhielt zu schlafen, waren diese Schreie aus dem Nachbarraum.
"Dauert es noch lange?" fragte die junge Elfe, den Blick noch immer auf den Elf gerichtet. Man hörte ihr an, dass sie müde war und schlafen wollte. Der Elf blieb stehen, sah das junge Ding an und versuchte beruhigend zu lächeln. "Nein, wird es nicht, das hoffe ich jedenfalls." Bekam sie nur als Antwort, worauf der Elf wieder anfing, die Furche in dem Teppich zu erweitern. Von der Müdigkeit umgarnt, legte die junge Elfe den Kopf auf die Kissen.
Dann war ein Schrei zu hören, den beide Elfen noch nicht kannten. Der Elf stürmte sofort in den Nebenraum hinein. Lachend und freudestrahlend kam er mit einem gewickelten Bündel in den Vorraum zur jungen Elfe. "Schau her Earae! Dies ist dein kleiner Bruder Aleth! Er..." Dann brach der Elf aprubt ab. "Amme! Schnell!" Und schon war der Elf wieder im Nebenraum, Gebrüll war zu hören. Was genau, verstand die junge Elfe nicht, aber sie hatte gesehen, bevor der Elf von ihr ging, dass etwas in dem Bündel irgendwie eher bläulich aussah, als rosa.
Von dem plötzlichen Stimmungswechsel wieder wach, stand die junge Elfe auf und ging in den Nebenraum. Auf dem großen weiten Himmelbett lag eine erschöpfte Elfe in den Armen des Elfen. Beiden rannen Tränen über die Wangen und in ihrem Schluchzen schwangen Trauer und Schmerz des Herzens mit. Die junge Elfe hatte sich daran gewöhnt, dass wenn sie einen Raum betrat, dass sie die Gefühle spühren konnte. Ihr Blick schweifte im Raum umher. Eine ihr unbekannte Elfe war gerade blutige Laken am auswaschen und in einem kleinerem Korb an der Wand lag ein Bündel.
Mit langsamen Schritten ging sie auf den Korb zu. Im Innern des Bündels lag ein bläuliches Neugeborenes. Mit traurigem Blick sah die junge Elfe zu dem Ding. Dann stach sich ein Schmerz in ihr Herz und sie hob das Bündel auf ihre Arme. Sanft wog sie es, das Schluchzen der Elfe auf dem Bett nicht registrierend. "Du armes Wesen... Aleth..." Sanft strich sie mit ihrer Hand über die Haut des Neugeborenen. Es kribbelte, wie so oft, wenn sie ein Lebewesen anfasste. Augenblick, es kribbelte? Es lebte noch? Hastig legte die junge Elfe das Bündel auf den Boden, befreite das Kind von dem Stoff und tastete es ab. Immer wieder kribbelte es in ihren Fingern. Die linke Hand legte sie auf den Torso, ihre Rechte auf das Köpfchen und sie schloss ihre Augen, um sich dem Gefühl völlig hinzugeben. Es war unbeschreiblich für sie, was sich gerade in ihr abspielte.
In ihrer Konzentration hatte sie nicht bemerkt, wie der Elf vom Bette aufgestanden war und zu ihr hin ging. Mit offenem Munde stand er neben ihr und sah auf das Neugeborene, was langsam eine rosane Farbe bekam. Ein Schrei riss die junge Elfe aus der Konentration und sie öffnete ihre Augen. Das Kind lebte, es schie, war lebendig und schrie. Zuerst spührte sie Verwirrung, doch dann breitete sich eine ungeahnte Freude im Raum aus. Sie hatte ein Brüderchen und sie würde immer auf ihn Acht geben.
Re: Earae Sonnenschimmer
Sephire - 09.04.2008, 15:52
Kapitel 1 - Ein wachsames Auge
Das Schicksal spinnt seine Fäden...
Einige Jahre waren vergangen und der kleine Aleth wuchs schnell und gesund heran. Die Eltern waren froh über dieses Wunder, welches sich nach seiner Geburt ereignete. Zumindest glaubte der Vater an ein übernatürliches Wunder, die Mutter hingegen beobachtete seit diesem Tage die junge Elfe Earae fortwährend. Immer wenn die junge Elfe auf dem Ast des Baumes vorm Haus saß, hatte es den Anschein, sie würde eins sein mit allem, was sie umgab.
Earae war eine dieser jungen Elfen, die lieber ihre Zeit in der Natur verbrachten, als mit den Gesprächen über die Trolle, die wieder anrücken würden. Das sie die Mauern der Stadt nicht verlassen durfte, betrübte sie etwas, doch um so mehr war sie auf dem Baum vorm Haus glücklich und freundete sich mit den Kleintieren in dem Fleckchen Grün an. Auch fiel der Mutter auf, dass es wohl mit der Zeit immer mehr Tiere wurden, die sich zu ihr gesellten. Mal humpelten sie, mal sahen sie völlig zerzaust aus und wenn Earae mit ihnen sprach, sie liebevoll streichelte, da waren die Tiere wie ausgewechselt und schienen vollkommen gesund zu sein.
Eines Abends, nachdem die Kinder zu Bett gegangen waren, sprach die Mutter den Vater an. Beide saßen vor einem wärmenden Kaminfeuer und tranken Wein. „Cerunos, Liebling, ist dir aufgefallen, dass Earae sehr oft draußen auf dem Baum sitzt?“ Ihr Blick richtete sich ihm entgegen und sie erwartete irgendeine Regung, doch das einzige, was er tat, war ins Feuer zu sehen und den Wein langsam im Glas zu schwenken. „Cerunos…“ wiederholte sie seinen Namen und dann sah er für einen kurzen Augenblick zu ihr hin, um dann wieder ins Feuer zu blicken. „Ich bin den ganzen Tag auf der Jagd, helfe den Immersangwald sauber von diesem Ungeziefer namens Trollen zu halten und du fragst mich, ob mir auffällt, was meine Tochter tagsüber macht? Neromi, entschuldige, aber heute war wieder ein schwerer Tag vor den Toren. Wir haben an diese verdammte Brut zwei gute Späher verloren.“ Er schwenkte weiterhin seinen Wein.
Ohne etwas Weiteres zu sagen, blickte die Elfe in das Feuer. Ja, es war wohl ein schwerer Tag für ihn gewesen, doch wie schwer mag er wohl sein für eine junge Elfe, die hochbegabt in etwas war und von dem keiner eine Kenntnis nahm. Sie selber hatte allerhand zu tun mit dem kleinen Quälgeist Aleth und auch mit dem Kräutergeschäft. In dem Moment fiel ihr ein, dass es wieder Zeit wurde Kräuter zu sammeln. Sie entschloss sich zu noch einen Versuch, mit ihrem Mann zu reden.
„Ist der Wald in der Nähe der Mauern zurzeit gesäubert? Im Laden fehlen einige Kräuter. Ich müsste morgen welche sammeln gehen.“ Ein einvernehmliches Brummen bekam die Elfe als Antwort. „Auch müsste ich Earae und Aleth mitnehmen, da sonst keiner auf sie aufpassen könnte.“ Nun sah er sie an und sein Blick war ernst. „Ich werde dich morgen begleiten. Alleine wirst du nicht mit den Kindern draußen im Wald herumstromern.“ Sanft lächelte sie und blickte wieder ins Feuer, er tat es ihr gleich.
Re: Earae Sonnenschimmer
Sephire - 10.04.2008, 15:00
Kapitel 2 - Eine Idylle
Die vermeintliche Ruhe...
Langsam tauchte die aufgehende Sonne ganz Silbermond in seinen sanften rotorangenen Schleier. Der Tau auf den Blättern sammelte sich langsam in zierlichen Tröpfchen, die schimmernd hinab fielen und den Boden allmählich benetzten. Bunte Vögel segelten elegant durch die Lüfte, sangen ihr immerwährend munteres Lied und kündigten damit einen weiteren friedlichen Morgen an.
Laut scheppernd schritt ein kleiner Trupp Wachen über die sonst ruhige Hauptstraße gen Stadttor. Es war Wachwechsel, doch die Vögel schien dies nicht zu stören. Im Gegenteil, sie segelten um die Wachen herum, flatterten aufgeregt durch die Luft und beäugten das laute Getue. Freudig lachend und quiekend sah ein kleiner Junge dem Treiben zu, hob die Hände und wollte wohl die Vögel einfangen, hätte ihn nicht jemand sanft zurück gehalten. Lächelnd blickte Earae ihren kleinen Bruder an, während ihr Vater seine eigene Ausrüstung prüfte und die Mutter gerade aus dem Hause kam. Es war früh, doch der Kleine war aufgedreht und hielt Earae im Wachzustand, zumindest bis ihre Mutter den Umhang umgelegt hatte und Aleth auf einen Arm nahm.
„Nein, Aleth, die Vögel darfst du heute nicht fangen. Wer soll denn sonst morgen wieder für uns so bezaubernd singen?“ sprach Neromi zu ihm sanft und nahm seine erhobene Hand in die ihre und streichelte diese. „Ogel! Ogel!“ jauchzte der Kleine auf und quiekte freudig. Schmunzelnd hob Earae einen Arm und streckte ihre Hand dem roten Himmel entgegen. Ihr fiel auf, dass es aussah, wie Blut, das man in einen See liefen ließ. Doch dann wurden ihre Gedanke von einem Kribbeln und das Gefühl kleiner Krallen abgelenkt. Neugierig hatte sich ein Vogel auf ihrer Hand einen Platz gesucht und blickte nun die Familie mit schiefem Kopf an. Ein leises Zwitschern war zu hören und Aleth quiekte freudig, wollte nach dem Vogel greifen. „Ogel! Eae! Ogel!“ Doch dieser erschrak sich nur durch das Gequieke und flog wieder davon. Nur noch ein leises und betrübtes „Ogel…“ war zu hören, bevor die Familie aufbrach zum Stadttor.
Durch Cerunos konnten sie ohne weitere Probleme das Tor passieren, allerdings rieten die Wachen zur äußersten Vorsicht auf. Ein Späher hatte östlich keine fünf Pfeilschüsse entfernt ein kleines Trolllager entdeckt. Man wolle es bald niederbrennen, aber noch war der Trupp Weltenwanderer dafür nicht zusammen gestellt. Ernst nickend hatte Cerunos die Warnung aufgenommen und führte seine kleine Familie westlich an der Stadtmauer entlang.
Es war die Zeit gekommen, da musste nun Earae auf ihren kleinen Bruder aufpassen, da ihre Mutter Kräuter einsammelte und den Kleinen nicht dabei gebrauchen konnte. Im Gras sitzend, Aleth auf dem Schoß, sah sie in den Immersangwald hinein. Ihr Blick streifte die Kronen der nahe stehenden Bäume, wie sie in dem Sonnenlicht strahlten und in dem sanften Wind sich hin und her wiegten. Es machte auf sie überhaupt nicht den Eindruck, dass irgendwo Trolle sein sollten oder irgendetwas Schreckliches passieren würde. Der Wald war eine ruhige Idylle, gemütlich und verzaubernd. Abgesehen von dem gelegentlichen quietschen von Aleth, weil er herumlaufen und spielen wollte.
Re: Earae Sonnenschimmer
Sephire - 24.07.2008, 16:19
Kapitel 3 - Ein Traum
Die unheimliche Kälte...
Wo eben noch Licht und Wärme gewesen war, umarmte die junge Elfe plötzlich Dunkelheit und Kälte. Der Wind war aufgefrischt und hatte sich gedreht, brachte dunkle Wolken mit sich. Ihr Blick war suchend, doch sie sah weiterhin nur den Wald vor sich. Allerdings schien er weniger fröhlich als eben noch und die Äste hingen leblos herab. Ihre Eltern waren lange aus ihrem Sichtfeld verschwunden und auch ihr Bruder wurde still, wimmerte leise. Etwas lag in der Luft, doch sie konnte es nicht erfassen, nicht mit ihrem Verstand aufgreifen. Die Luft stach in ihrer Nase beim einatmen und langsam tropfte etwas auf sie nieder.
Zuerst dachte sie, dass die Wolken aufgebrochen waren und über das Leid klagten, welches sie sahen hinter dem Wald. Doch dann bemerkte sie, dass nirgendwo Regen fiel und sie blickte hinauf, den Kopf in den Nacken legend. Es tropfte ihr ins Gesicht. Leise platschte es gegen ihre Stirn und Wange, sich den Weg nach unten Bahnend an ihrer Nase vorbei und den Hals hinab. Ihr Blick blieb starr nach oben gerichtet, denn Jemand oder Etwas war über die Mauer gelehnt, genau über ihr. Im Hintergrund konnte sie den Himmel rötlich leuchten sehen. Es war, als hätte augenblicklich eine eisige Hand sie an der Kehle gepackt und aufrecht gezogen. Der kleine Bruder war weg, sie hatte ihn nicht mehr halten können.
Ihre Arme fühlten sich schwer an und hingen an ihrem Körper hinab, dennoch stand sie auf der Wiese, den Kopf noch immer im Nacken. Leise und schleppend kam ein Röcheln über die Lippen der jungen Elfe. Der Griff der kalten Hand nahm ihr die Möglichkeit ungehindert zu atmen und es schien ihr, als wenn die Kälte sich ausbreiten würde in ihrem Körper. Allmählich kroch diese Kälte an ihrem Hals hinab und klammerte sich um ihr Herz. Sie keuchte auf vor Schmerz, dann lies der Griff der Kälte sie los und sie stürzte gen Boden. Reglos blieb sie in dem Gras liegen, welches sich braun gefärbt hatte und verdorrt war. Der Geruch von verbranntem Fleisch lag in der Luft und an ihre Ohren traten leise und fern Schreie. Zuerst waren sie von Schmerz erfüllt, wild durcheinander schreiend, doch dann wurden sie klarer. Es klang fast, als würde jemand ihren Namen rufen.
Aufgebrachte Schritte kamen näher, die Stimme einer Elfe und eines Elfs erkannte die junge Elfe. „Was ist geschehen Earae!“ bellte die männliche Stimme ihr entgegen. „Earae! So sag doch etwas!“ trat die weibliche Stimme an ihre Ohren, sorgenvoll von Schmerz und Unwissenheit geplagt. Angestrengt versuchte sie etwas zu erkennen, doch blickte sie ins Dunkel. Sie bemerkte noch, wie eine kleine warme Hand gegen ihre Wange drückte und wie sie dann aufgehoben wurde von dem kalten Boden.
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