Neuer Biosprit E-10 steht vor dem Scheitern

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    Re: Neuer Biosprit E-10 steht vor dem Scheitern

    Helmut 523 i - 03.04.2008, 21:38

    Neuer Biosprit E-10 steht vor dem Scheitern
    Die Einführung der umstrittenen Biosprit-Sorte E-10 steht vor dem Scheitern.

    Nach Angaben aus Branchenkreisen vom Mittwoch vertragen weit über zwei Millionen Autos in Deutschland keinen Biosprit-Anteil von zehn Prozent. Damit wäre die von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gesetzte Grenze um 100 Prozent überschritten. Der Minister will die entsprechende Verordnung stoppen, falls mehr als eine Million Fahrzeuge betroffen sind. Sie müssten sonst teureren SuperPlus-Kraftstoff tanken.

    Mit den Zahlen vertraute Experten sagten Reuters, die im Verband der Automobilhersteller (VDA) zusammengeschlossenen deutschen Hersteller rechneten mit etwa 330.000 Autos, die den Sprit nicht vertrügen. Hinzu kämen allerdings noch über zwei Millionen betroffene Importautos. Unklar sei zudem, für wie viele Motorräder der Treibstoff schädlich sei.

    Das Umweltministerium wollte die Angaben nicht kommentieren. Es erwarte die Zahlen am Donnerstag, sagte ein Sprecher. Der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) erklärte hingegen, diese Woche sei wohl nicht mehr damit zu rechnen. Ein VDA-Sprecher betonte, der Verband halte an den Angaben fest, dass nicht mehr als 375.000 Autos inländischer Hersteller betroffen seien.

    GABRIEL: E-10 NUR BEI WENIGER ALS EINER MILLION BETROFFENEN

    Umweltminister Gabriel sagte, die Verordnung für den Kraftstoff mit einer Beimischung von bis zu zehn Prozent Ethanol werde ohne verlässliche Daten nicht kommen. "Und wir werden sie nicht in Kraft setzen, wenn die Zahl eine Million Fahrzeuge übersteigt", sagte der SPD-Politiker den "Stuttgarter Nachrichten". Der ADAC hatte kürzlich gewarnt, mindestens drei Millionen Fahrzeuge würden sich für den Betrieb mit dem neuen Biosprit nicht eignen. Zudem müssten die Nutzer des neuen Biosprits draufzahlen, denn die Bioethanol-Beimischung erhöhe den Kraftstoffverbrauch. Der Automobilclub hatte daher gefordert, die Einführung des E-10 auf 2012 zu verschieben.

    Gabriel hatte die Verordnung im Februar nach Berichten über Probleme unerwartet vieler Motoren mit E-10 erst einmal auf Eis gelegt. Mit der Spritsorte sollte den Autofahrern eigentlich für die nächsten Jahre Sicherheit gegeben werden, dass der Biosprit-Anteil eine verträgliche Schwelle nicht übersteigt. Gabriel hatte die Einführung aber von Zahlen abhängig gemacht, die ihm die Autoindustrie bis Ende März liefern sollte. Der VDA hat von etwa 375.000 Autos gesprochen, für die es Probleme geben dürfte und die deshalb das teurere SuperPlus tanken müssten.

    Der VDA selbst würde mit den aktuellen Zahlen noch unter diesen Angaben bleiben. Im Umweltministerium war man aber offenbar davon ausgegangen worden, dass dies auch die Importautos einschließe. Dies ist jedoch nicht der Fall.
    Die Bundesregierung könnte allerdings auch noch von anderer Seite unter Druck kommen: Bis zum Jahr 2015 will sie den Biosprit-Anteil auf acht Prozent von derzeit weit unter fünf Prozent erhöhen. Der Sprecher des Umweltministeriums räumte ein, dass diese Strategie in Gefahr geraten könne. Auch der Plan, dass die Autoindustrie einen Teil ihrer Verpflichtungen zur Kohlendioxid-Reduktion über Biosprit erfülle, könnte infrage gestellt werden, sagte er. Die hat auch Folgen für Verpflichtungen, die Deutschland in der EU übernommen hat.

    Der Verband der Biokraftstoffindustrie wies daraufhin, dass die Produktion in Deutschland wegen der verstärkten Besteuerung des Sprits ohnehin fast zum Erliegen gekommen sei. "Die Mineralölindustrie hat ganz eindeutig auf eine Import-Strategie aus Brasilien gesetzt", sagte Geschäftsführerin Petra Sprick Reuters TV.

    Der FDP-Verkehrspolitiker Patrick Döring warnte, das Risiko beim Einsatz von E-10 dürfe nicht bei den Autofahrern bleiben. Auch die Beimischungspflicht



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