You will be always in my heart

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    Re: You will be always in my heart

    sannimaus - 02.04.2008, 20:47

    You will be always in my heart
    So...dann fang ich wohl mal zum dritten Mal an, diese Story neu zu posten^^

    ich weiß nicht mehr genau, wo ich aufgehört hatte und post jetzt einfach mal zwei Teile...

    hab euch lieb <3
    sanni



    Doch zwei Stunden später wurden die Bilder schwächer und verblassten irgendwann. Dafür kamen meine Ängste zurück.
    ‚Du bist schwach Sanni...’, schallte es laut in meinem Kopf.
    ‚Schwach, schwach, schwach...’ immer wieder konnte ich die Worte in meinem Kopf hören.
    Und wer sagte das?
    Erst Drea. Dann Sina und Jani und Frau Durden...
    „Haltet euren Mund“, sagte ich und presste meine Hände auf die Ohren.
    Doch die Stimmen wurden nicht leiser. Es kamen neue dazu.
    Nun sprachen Mum, Maiky, Kaddi, Lena und Katha... ganz laut: ‚Du bist schwach Sanni... du hast wieder Drogen genommen und konntest Sara nicht standhalten. Du bist schwach!’
    „Ruhe!“, wimmerte ich und fing an zu weinen.
    Dann plötzlich Stille... bis nur noch eine Stimme sprach. ‚Du bist so schwach Sanni... ich dachte du wärst stark, aber du schaffst es nicht einmal mich zu lieben.’
    Bill!
    Ich presste meine Hände noch stärker gegen meine Ohren und weinte verzweifelt los: „Nein Bill! Ich will dich doch lieben, aber ich kann nicht mehr. Bitte verzeih mir!“
    Aber Bill antwortete nicht mehr – auch die anderen Stimmen waren still.
    Mein Kopf war leer. Nur ein Wort hämmerte gegen meinen Verstand: Schwach.
    Ich drückte mein Kissen auf mein Gesicht und hoffte, dass es aufhörte.
    Aber die Stimmen hatten doch Recht.
    Sara hatte auch Recht.
    Ich war schwach. Ich hatte wieder Drogen genommen, konnte Sara nicht entgegentreten und konnte Bill nicht lieben!
    Aber ich wollte das doch nicht! Ich wollte nicht schwach und verletzlich sein.
    Vielleicht hatte Lion mich deshalb damals auf dem Spielplatz angesprochen.
    Er hatte bestimmt gesehen, wie schwach ich war... er wusste, dass ich ein leichtes Opfer war.
    Auch Björn und Ralf aus meiner früheren Klassen hatten das gewusst. Warum sonst hätten sie mich ständig auf den Arm nehmen sollen?
    Und auch Mum hatte das gewusst, warum sonst hätte sie mir verbieten sollen, Bill als Freund zu haben? Sie wusste, dass ich zu schwach für eine richtige Beziehung war.
    Und Sara wusste es...!
    Sie würde es immer wieder für ihren Sinn gebrauchen. Sie würde mich immer wieder zwingen können, ihr zu helfen, mich immer wieder dazu bringen, Drogen zu nehmen.
    Was war mit clean werden?
    Hatte ich nicht nur noch diesen einzigen Gedanken haben sollen: clean werden?
    Aber ich hatte ihn verloren diesen Gedanken. Ein anderer Gedanken war an seine Stelle gerückt: Stark werden!
    Drogen machten mich stark, aber ich wollte doch keine Drogen mehr nehmen.
    Ich wollte clean sein... raus aus dieser Klinik, zurück in ein neues Leben.
    Ein neues Leben mit Mum und Maiky... und vielleicht mit Bill, wenn ich meine Liebe wieder fand.
    ‚Aber hier kannst du nicht clean werden. Hier ist Sara mit ihren Drogen’, meldete sich eine neue Stimme in meinem Kopf.
    Meine Stimme war das!
    Sara würde jede Nacht wieder kommen. Jede Nacht würde sie dich wieder verlocken, Drogen zu nehmen und du würdest immer süchtiger werden.
    Aber ich war doch so kurz davor!
    So kurz war ich davor, in die dritte Phase zu gelangen.
    Dann würde ich endlich lernen, wie ich mein Leben, leben sollte.
    ‚Aber du kannst hier nicht lernen, dein Leben zu leben, wenn du wieder von den Drogen abhängig bist’, sagte meine innere Stimme wieder.
    Sara würde mich nie in Ruhe lassen... wir hatten eine Abmachung.
    Eine Abmachung...
    „Ich würde dir raten, dass zu machen, was ich dir sage. Wir haben eine Abmachung. Du gehörst mir – nur mir alleine!“, sagte Lions Stimme plötzlich laut und deutlich immer wieder in meinem Kopf.
    Wie bei einem kaputten Tonband, das immer wieder dieselbe Stelle abspielte.
    „Du gehörst mir“ „Du gehörst mir“ „Du gehörst mir“ ...
    Nein, ich konnte hier nicht bleiben!
    Hier holte mich alles ein. Meine Vergangenheit und meine Zukunft.
    Ich musste hier weg.
    Ruckartig stand ich auf und rannte aus dem Zimmer.
    Den langen dunklen Flur entlang. An vielen Türen vorbei, wo alle unschuldig in ihren Betten schliefen und auf den nächsten Tagen warteten.
    Doch ich würde dann nicht mehr da sein.
    Jetzt stand ich vor der großen Eichentür.
    Ich rüttelte daran.
    Sie war verschlossen.
    Ohne zu überlegen, lief ich zu dem nächsten Fenster und versuchte das zu öffnen.
    Wieder verschlossen.
    Ich musste hier weg. Egal wohin, einfach weg von Sara und den Drogen.
    Mit meinem Ellenbogen schlug ich das Fenster ein. Ein stechender Schmerz durchfuhr meinen Arm, aber ich beachtete ihn gar nicht.
    Ich hatte einen riesen Lärm gemacht und quetschte mich nur noch aus dem Fenster, bevor man mich aufhalten konnte.
    Ich riss mir Arme, Beine und T-Shirt an den Fenstersplittern auf.
    Egal. Einfach nur nach draußen.
    Ich rannte los. Raus in die Nacht. Den langen Kiesweg entlang. Meine nackten Füße schmerzten etwas auf den kalten, manchmal etwas scharfen, Steinen.
    Der Wind piff um mich herum und rauschte in meinen Ohren.
    Er konnte aber nicht die Stimme in meinem Kopf übertönen, die mich anfeuerte, immer schneller zu laufen.
    Noch über den Zaun, dann bist du frei, dachte ich.
    Mit nackten, wunden Füßen und blutenden Armen und Beinen kletterte ich den Zaun nach oben. Einmal war ich fast oben angelangt, als ich wieder auf die kalte Erde fiel.
    Ich konnte laute, aufgeregte Stimmen vom Gebäude hören.
    ‚Sie kommen und holen dich’, sagte meine innere Stimme.
    Wieder kletterte ich den Zaun hinauf. Gerade als die Eingangstür weit aufgestoßen wurde und Licht auf den Kiesweg fiel, schaffte ich es über den Zaun und ließ mich auf die andere Seite fallen.
    Dort blieb ich kurz liegen und sah, wie dunkle Schemen aus der Tür strömten.
    Schnell weiter. Ich lief nicht die Waldstraße entlang. Dort würden sie mich gleich finden. Ich lief quer durch den Wald.
    Immer weiter, ohne zu denken, ohne zu fühlen. Der Waldboden schmerzte unter meinen Füßen mehr, wie der Kies. Ich riss mir meine nackte Haut an Zweigen, Steinen, Wurzeln und Tannennadeln auf.
    Doch was waren Schmerzen schon zu den schrecklichen Stimmen in meinem Kopf?
    ... „Du gehörst mir“ ... „Du liebst mich nicht mehr“ ... „Du bist schwach“ ...



    Re: You will be always in my heart

    sannimaus - 02.04.2008, 20:51


    so... ich hoffe der teil ist noch nicht bekannt...wenn doch dann tut es mir leid =/

    hab euch lieb <3
    sanni





    Wild durcheinander redeten die Stimmen in meinem Kopf. Ich wusste nicht, welche mir am meisten wehtat. Jede Stimme versetzte mir einen eiskalten Faustschlag ins Gesicht und setzte sich kalt auf mein Herz, schien sich dort festzufressen.
    Irgendwann wurden mir die Stimmen zu viel und zu laut. Ich konnte sie nicht mehr ertragen.
    „Geht weg!“, schrie ich und kauerte mich auf den Boden und hielt mir den Kopf. „Ich will euch nicht mehr hören!“
    Sie hörten auf. Keine einzige Stimme mehr in meinem Kopf.
    Ich konnte nur noch meinen raschen unregelmäßigen Atem hören, mein wild pochendes Herz – und den Wald.
    Überall um mich herum raschelte und knackste es. Ich fühlte mich beobachtet.
    Hinter jedem Baum könnte ein Tier auf mich lauern und mich angreifen.
    Zitternd stand ich auf, vor Kälte und vor Angst. Im Kreis drehend hörte ich angespannt, ob ich ferne Stimmen von den Leuten aus dem Heim hören konnte. Aber ich konnte nur den Wald hören.
    Langsam stolperte ich weiter und sah mich um, konnte aber doch nichts erkennen.
    Alles war dunkel. Nur die Bäume waren als pechschwarze Flecken zu erkennen und erstreckten sich neben mir wie Riesen, die jeden Moment über mich herfallen würden.
    Ich machte mir keine Gedanken, wohin ich jetzt sollte.
    Nur nicht zurück ins Entzugsheim, nicht zu Sara zurück.
    Aber auch nicht dahin zurück, wo alle wussten, dass man schwach war. Das wusste aber schließlich jeder... wohin also?!
    Ich lief immer weiter durch den Wald und zitterte immer heftiger und konnte meine Füße schon nicht mehr spüren. Meine Schritte wurden mit der Zeit immer schwerer und irgendwann lehnte ich mich gegen einen Stamm und klammerte mich an ihm fest.
    Und jetzt, wo mein Kopf wieder richtig frei war und nicht mehr zugedröhnt, dämmerte es mir erst so langsam.
    Ich hatte wieder Drogen genommen!
    Ich war wieder rückfällig geworden!
    So kurz vor dem Ziel hatte ich versagt. Ich hatte verloren. Die Drogen hatten gewonnen.
    Aber vielleicht nicht ganz... denn ich würde nicht noch einmal an Drogen gelangen. Ins Heim würde ich nicht zurückgehen, würde also keine Sara mehr treffen und auch keine Drogen mehr.
    Dann hatten die Drogen vielleicht noch nicht ganz gesiegt.
    Keiner musste wissen, dass ich mir eine Pille geschmissen hatte... es konnte mein Geheimnis bleiben. Noch ein Geheimnis mehr in meinem Leben.
    Doch bald mein einziges Geheimnis, wenn Sara sich daran hielt, was sie versprochen hatte. Jetzt wo ich geflohen war, hatte ich mich ihr widersetzt und nun würde sie alle meine Geheimnisse erzählen. Sie würde erzählen, dass ich schwach war und dass ich Bill nicht mehr liebte, oder es nicht mehr wusste.
    Was würden alle von mir denken?
    Was wollen sie schon groß denken, wahrscheinlich hatten sie es schon lange gewusst, dachte ich bitter.
    Aber Drea hatte doch gesagt, dass ich stark sei. Hatte sie mich angelogen?
    All diese Gedanken machten mich wirr und ich hatte nicht die Kraft weiterzulaufen.
    So stand ich immer noch an den Baum geklammert da, so als wäre er meine einzige Stütze.
    Aber stark war ich nicht. Ich hatte doch den eindeutigen Beweis. Ich hatte wieder Drogen genommen und das zeugte doch von meiner Schwäche. Diese Schwäche die ich schon mein ganzes Leben lang gehabt hatte und nie hatte abschütteln können!
    Ich hasste mich dafür. Warum brachte ich in meinem Leben nie etwas zustande.
    Noch nie hatte ich etwas getan, worauf man hätte stolz sein können. Ich war nichtsnutzig, ich war ein Häuflein Elend.
    Als ich das dachte, löste sich etwas in meiner Brust und breitete sich in meinem ganzen Körper aus. Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit, Akzeptanz der ganzen schrecklichen Situation, nahm von mir Besitz.
    Ich fing leise an zu weinen. Ein stilles und verzweifeltes Weinen, ein Weinen, das zeigte, wie verzweifelt ich war, wie aussichtslos meine Situation war.
    „Ich habe es mal wieder vermasselt“, flüsterte ich und ließ mich am Baum entlang auf die kalte, trockene Erde sinken.
    Dort saß ich und weinte. Lange, bis die Sonne langsam aufging und die Bäume dunkle Schatten warfen.
    Es fühlte sich so an, als würde mich jede Träne und jeder einzelne Gedanke, den ich dachte, erschöpfter machen. Meine Augen fühlten sich schwer an und zum ersten Mal, seit ich aus dem Fenster geklettert war, spürte ich den stechenden Schmerz an meinem Arm. Ich wandte meinen Blick runter und sah einen tiefen Riss, der noch immer ein bisschen blutete. Er brannte schrecklich, so wie auch all die andern Kratzer, die ich am ganzen Körper hatte.
    Ich besah mir meine Füße und schauderte. Sie waren dreckverschmiert, wund und blutig.
    „Was ist nur aus dir geworden... schau dich doch!“, flüsterte ich mir selbst geekelt zu.
    Wie tief konnte ich eigentlich noch sinken?!
    Wenn man dachte, der Keller sei das unterste Geschoss hatte man sich getäuscht, denn dann kam noch die Kanalisation... Dort wo nur Dreck und Abfall mit Wasser vermischt war. Und dort war ich. Zu all dem Dreck und Abfall gehörte ich selbst dazu.
    Die Schatten waren verschwunden, auch wenn es nicht wirklich hell zwischen all den Bäumen war. Die Sonne schaffte es nicht, durch das dichte Blattwerk zu gelangen. Ich konnte keine Vögel zwitschern hören, da die meisten wohl in den Süden geflogen waren. Ich konnte nur den Wind hören, der leicht die Blätter bewegte. Sonst war es still.
    Doch der Wind ging gleichmäßig. Er ließ die Blätter rascheln und die verstreuten Nadeln auf dem Waldboden bewegten sich leicht im Wind.
    Langsam schloss ich meine Augen und lauschte dem gleichmäßigen Blätterrascheln, das mich irgendwann ins Reich der Träume entführte.



    Re: You will be always in my heart

    Schattenkeks - 02.04.2008, 20:57


    Wuhu! Endlich gehts weiter!! =)
    *tihi*
    Musst ez wieder regelmäßig schreiben, oki?!^^

    weiteeeeer!!!



    Re: You will be always in my heart

    Lenchen - 02.04.2008, 21:18


    Woooow!
    Endlich gehts weiter=)=)

    Wundertoll...
    Sooo...aussichtslos *hrhr* I LOOOOOOOOVE IT=)

    Mach schnell weiter=)



    Re: You will be always in my heart

    sannimaus - 14.04.2008, 20:36


    sooo zwischendurch ein kleiner sichtwechsel ;)
    danke für die komis =)
    leni? hab dich mega arg lieb <3 *hihi*




    „Jaah?“, verschlafen meldete sich Maiky am Telefon. Es war sechs Uhr am Samstagmorgen, eine Woche vor Weihnachten.
    Maikys Mum schlief noch und nur sie hatte das Telefon klingeln hören. Erst hatte sie sich nur murrend auf die andere Seite gedreht und das Klingeln überhört, aber der Anrufer war hartnäckig gewesen. Ewig lies er das Telefon klingeln.
    Irgendwann hatte Maiky sich murrend aus dem Bett gekämpft und war in den Flur zum Telefon getapst.
    „Hallo. Hier ist Frau Durden vom Entzugsheim. Ich bitte um Entschuldigung, dass ich so früh anrufe, aber ich muss Ihnen einen Zwischenfall mitteilen.“
    Maiky brauchte eine Weile, bis die Worte zu ihrem noch verschlafenen Gehirn durchkamen.
    Frau Durden vom Entzugsheim... Einen Zwischenfall melden?!
    „Äh... Einen Zwischenfall?!“
    „Ja. Aber mit wem spreche ich überhaupt?“, fragte Frau Durden und klang etwas ungeduldig.
    „Mit Maiky, Sannis Schwester“, meinte Maiky.
    „Wärst du so nett und würdest mir deine Mutter ans Telefon holen? Es ist dringend“, drängte die Frau am Telefon.
    „Ja... natürlich“, sagte Maiky nervös, „Einen Moment bitte.“
    Sie legte den Hörer auf den kleinen Tisch und lief schnell ins Zimmer ihrer Mutter.
    „Mum?“, sie rüttelte an den Schultern ihrer Mutter, „Du musst schnell ans Telefon kommen. Frau Durden ist dran. Da stimmt irgendwas nicht!“
    Maikys Mum rieb sich verschlafen die Augen und sah Maiky einen Moment verwirrt an.
    „Was ist passiert?“, fragte sie.
    „Frau Durden ist am Telefon. Sie sagt sie muss uns einen Zwischenfall melden“, erklärte Maiky noch einmal.
    Ohne noch ein Wort zu sagen, stand Maikys Mum schnell auf, warf sich nur noch den Morgenmantel um und lief runter in den Flur.
    Maiky ging ihr nach und als ihre Mutter sich am Telefon meldete, hatte ihr Gesicht einen nervösen Ausdruck.
    „Ja?“
    „Hallo Frau Merz (Ich hab iwie die ganze Story lang verpasst Sannis Mum nen Namen zu geben xD) hier ist Frau Durden.“
    „Meine Tochter sagt, sie müssen mir etwas sagen?“
    „Ja. Sandra ist aus dem Entzugsheim geflohen“, erklärte Frau Durden und brachte Maikys Mum dazu, sich schnell an dem kleinen Tischchen festzuheben. Maiky ging schnell auf sie zu und sah sie besorgt an.
    „W-Wie das?! Was ist passiert? Warum? ... Ich versteh das nicht!“, stotterte Frau Merz vor sich hin.
    „Den Grund dafür weiß ich auch nicht. Ich kann es mir ehrlich gesagt kein bisschen erklären. Sie hätte in vier Tagen sowieso nach Hause gedurft...“, meinte Frau Durden.
    „Ja aber wo ist Sanni jetzt?!“
    „Sie wird gerade gesucht. Sehr weit kann sie noch nicht sein. Sie hat ein Fenster eingeschlagen und ist scheinbar über den Zaun geklettert.“
    „Wie lange ist sie schon weg?“, fragte Maikys Mum stockend.
    „Ein paar Stunden. Viele sind durch den Lärm des splitternden Fensters aufgewacht und bald wurde festgestellt, dass Sandra fehlt.“
    „Ich verstehe das nicht...“ Maikys Mum sah verzweifelt aus und klammerte sich an Maikys Hand.
    „Ich verspreche Ihnen, wir finden Ihre Tochter bald. Sie kann nicht weit gekommen sein im Wald. Ich werde Sie natürlich sofort informieren, wenn wir sie finden“, sagte Frau Durden.
    „Danke...“
    Wenig später kochte Maiky ihrer Mum und ihr selbst einen starken Kaffee, während sie erfuhr, was passiert war.
    „Sie finden Sanni doch, oder?“, fragte sie besorgt.
    „Frau Durden klang zuversichtlich...“
    Einen Moment war es still. Jeder hing seinen Gedanken nach. Jeder fragte sich warum Sanni das getan hatte.
    „Vier Tage, länger hätte sie nicht mehr warten müssen!“, sagte Maiky aufgelöst.



    Re: You will be always in my heart

    Lenchen - 15.04.2008, 21:40


    UAAH!
    Sanni, mach schnell weiter=)
    WO IST SANNI? (xD grade hinterm PC:D:D:D)
    Schnell schnell schnell=9



    Re: You will be always in my heart

    sannimaus - 01.05.2008, 20:04


    dankeschöööön *Knuddel*
    hier is ein neuer teil ;) zwei teile hab ich noch, dann muss ich mich mal wieder ans weiterschreiben machen :D
    hab dich supi arg lieb... ich denk morgen ganz arg an dich =) würd dir ja ne sms schreiben aber hab ja kein geld mehr *schnief*
    <3




    Als ich langsam aufwachte, wusste ich nicht wie lange ich geschlafen hatte. Waren es zwei Stunden gewesen oder nur eine halbe Stunde?
    Doch irgendetwas war anders. Der Waldboden fühlte sich weich an. Wo waren die Tannennadeln und Baumwurzeln hin, die mir in den Rücken gedrückt hatten? Auch konnte ich kein Blätterrascheln mehr hören. Hatte der Wind aufgehört zu blasen? Und wo war die Kälte hin, die mir vorhin noch in den Knochen gesteckt hatte?
    Doch plötzlich fiel es mir wie Schuppen von den Augen.
    Ich war nicht mehr im Wald!
    Erst jetzt spürte ich, dass eine Decke über mir lag und konnte unter meinen Fingerspitzen den weichen Stoff der Matratze spüren.
    Und auch, wenn ich es schon ahnte, wollte ich meine Augen nicht öffnen. Ich hatte Angst vor dem was ich dann sehen würde.
    So lag ich noch ewig mit geschlossenen Augen da.
    ‚Du hast es nicht geschafft’, kreisten meine Gedanken wild im Kopf herum, ‚Du bist wieder im Entzugsheim... wieder bei Sara und den Drogen’.
    Irgendwann sträubten sich meine Augen aber dagegen, geschlossen zu bleiben. Das gedämpfte Licht im Raum drang durch meine Augenlider und ließ mich blinzeln.
    Und schließlich schlug ich die Augen langsam auf und starrte an die weiße Decke.
    Ja. Ich war wieder im selben Krankenzimmer wie letztes Mal auch schon. Das Fenster, die Vorhänge, der Nachtschrank und der Stuhl neben meinem Bett.
    Ohne es wieder einmal kontrollieren zu können, schossen mir Tränen aus den Augen.
    Ich war am Ende. Ich konnte es nicht verstehen. Hasste mich selbst einmal wieder so sehr, weil ich wieder einmal nichts auf die Reihe bekommen hatte.
    Nicht einmal mehr hatte ich die Kraft dazu, meine Tränen abzuwischen. Ich lag wie erstarrt da, nur meine Brust hob und senkte sich unregelmäßig, weil es mich vor lauter Weinen schüttelte.
    Und auch nicht, als sich die Tür öffnete und Frau Durden ins Zimmer kam, konnte ich aufhören zu weinen. Mein Körper machte nicht mehr das was ich von ihm wollte.
    Wortlos setzte sich Frau Durden auf den Stuhl neben meinem Bett. Als ich nicht aufhörte unkontrolliert aufzuschluchzen und zu weinen, nahm sie leicht meine Hand in ihre und drückte sie kurz.
    Ich konnte sie nicht ansehen. Mein Blick war ans Fenster gerichtet, während ich weinte.
    Lange weinte ich, doch die ganze Zeit sagte Frau Durden nichts. Erst als auch die allerletzten Tränen versiegt waren und ich wieder ruhig atmete, sprach sie zum ersten Mal.
    „Wie geht es dir?“
    Wie ich diese Frage mittlerweile hasste! Ich konnte sie einfach nicht mehr hören. In der letzten Zeit hatte ich sie immer wieder so oft gehört, und jetzt kam sie mir einfach nur noch unehrlich vor. So als wäre es Gewohnheit dies zu fragen.
    Ich antwortete also nicht auf diese Frage und ich sah Frau Durden noch immer nicht an.
    „Hast du noch Schmerzen?“, fragte Frau Durden schließlich weiter.
    Ob ich noch Schmerzen hatte? Welche Schmerzen meinte sie? Die auf meiner Seele oder diese läppischen Schnitte an meinem Arm und in meinem Gesicht?
    Sie meinte bestimmt die auf meinem Arm und im Gesicht.
    Und so schüttelte ich nur meinen Kopf, denn diese Schmerzen waren mir egal.
    „Möchtest du nicht mit reden?“
    Lange überlegte ich was ich wollte, aber ein Gedanken formte sich von ganz alleine in meinem Kopf und ich sprach ihn automatisch aus.
    „Ich möchte nach Hause!“
    „Verstehe...“, sagte Frau Durden nachdenklich und ich konnte ihren stechenden Blick auf mir spüren, „Das heißt du willst die Therapie abbrechen?“
    „Nein... ich... ich weiß nicht... ich möchte erst einmal nach Hause“, sagte ich verwirrt.
    Die Therapie abbrechen? Daran hatte ich so gar nicht gedacht. Aber das würde automatisch passieren, wenn ich nicht mehr hierhin zurückkam.
    „Und warum willst du so dringend nach Hause, dass du nicht einmal mehr deine letzten vier Tage aushalten konntest?“, kein Vorwurf war in Frau Durdens Stimme zu hören, sondern eher Enttäuschung.
    Wieder hatte ich einen Menschen enttäuscht, der mehr von mir erwartet hätte.
    „Ich möchte einfach nach Hause“, wiederholte ich.
    „Aber warum denn so plötzlich?“
    Ich antwortete nicht.
    „Sandra du musst meine Skepsis verstehen. Du brichst aus dem Heim aus, ganz plötzlich ohne einen ersichtlichen Grund und das auch noch, obwohl du sowieso in vier Tagen hättest gehen dürfen“, erklärte Frau Durden eindringlich, „Verstehst du da nicht, was ich mir da denke? Das ich mir denke, dass du wieder zurück zu den Drogen gehst?“
    „Ich will keine Drogen mehr! Nie mehr!“, sagte ich schrill und wandte ruckartig meinen Kopf in Frau Durdens Richtung.
    Mit aufgerissenen Augen sah ich sie an und versuchte in ihrem Gesicht zu lesen, ob sie mir glaubte.
    „Aber warum bist du dann geflohen?“, hakte sie schon wieder nach.
    Stumm schüttelte ich den Kopf: „Ich will nach Hause.“
    „Vier Tage Sandra... nur noch vier Tage wären es gewesen!“
    „Ich will SOFORT nach Hause. Nicht erst in vier Tagen!“, meinte ich und atmete auf einmal schwer.
    „Ich weiß nicht ob ich das verantworten kann. Nicht nachdem was diese Nacht passiert ist“, Frau Durden sah mich traurig an.
    „Aber warum denn?!“, sagte ich aufgelöst.
    „Bei Ausbruchversuchen handelten es sich zu 99 Prozent darum, wieder an Drogen zu kommen“, erklärte sie.
    „Ich gehöre aber nicht zu diesen 99 Prozent! Ich will nach Hause!“, wütend setzte ich mich auf und amtete noch heftiger.
    „Beruhig dich doch etwas...“, sagte Frau Durden entsetzt, da auch sie bemerkte, wie schnell mein Atem ging.
    „Ich will mich nicht beruhigen! Ich will nach Hause!“, schrie ich, „Warum versteht das denn keiner?! Darf ich denn nichts wollen! Mein ganzes Leben lang wurden mir nur Vorschriften gemacht. ‚Es ist zu deinem Besten’, hat man immer gesagt! Und zu was hat es geführt?! Und jetzt sag ich endlich einmal meinen eigenen Wunsch und wieder wird er mir zerstört!“
    Schon wieder diese Tränen! Doch jetzt waren auch meine Nerven am Ende. Plötzlich bekam ich kaum noch Luft, dabei wollte ich noch so viel sagen. Ich fing an zu Husten und versuchte verzweifelt nach Luft zu schnappen und gleichzeitig zu reden.
    Frau Durden drückte mich eilig in die Kissen zurück und sagte: „Atme ganz tief durch... schön langsam und gleichmäßig...“
    Ich atmete tief durch und bald kam wieder richtig Luft in meine Lungen. Doch nun war meine Stimme weg. Meine Augen waren schlagartig schwer geworden und eine Müdigkeit hatte mich befallen.
    „Ich muss erst über alles noch einmal nachdenken und mit deiner Mutter telefonieren. Morgen komme ich wieder und du ruh dich bitte aus und reg dich nicht auf... Du brauchst Ruhe!“, sagte Frau Durden und drückte noch einmal meine Hand bevor sie aus dem Zimmer ging.



    Re: You will be always in my heart

    Schattenkeks - 13.05.2008, 21:42


    Sodale! weiter!! =)



    Re: You will be always in my heart

    Lenchen - 10.03.2009, 21:18


    Wann gehtsn hier mal weiter, Süße?!
    Kussis



    Re: You will be always in my heart

    sannimaus - 18.04.2009, 12:09


    naja nichts besonderes... zwei teile hab ich noch auf reserve, bevor ich wieder was tippseln muss ;)

    (oh man..die is schon uralt die story... drei jahre ;) ich erinner ich mich dran, wie ich damals angefangen hab zu schreiben..total lächerlich die ersen teile :-D naja genug erzählt..hier gehts weiter...)


    Besuche bekam ich diesmal keine. Nur Nadja kam zweimal in mein Zimmer und richtete mir Grüße von Sina, Jani und Drea aus.
    Was mussten die drei nur von mir denken?
    Ich wollte es mir gar nicht vorstellen.
    Aber was würden erst Mum und Maiky von mir denken, wenn sie davon erfuhren?!
    Und was war mit Bill? Würde er sich große Sorgen machen? Würde er sehr von mir enttäuscht sein?
    Ja...! Jeder würde von mir enttäuscht sein. Niemand würde verstehen können, warum ich das getan hatte, jeder würde sich fragen warum. Doch ich würde es keinem erzählen. Es würde mein Geheimnis bleiben, denn ich wollte sie alle nicht noch mehr enttäuschen. Und das würde ich, wenn sie erfahren würden, warum ich all das getan hatte.
    Alles kam mir wie ein Traum vor. Noch vor ein paar Stunden hatte ich von Sara eine Pille bekommen und einen totalen Flash gehabt. Danach war so viel passiert.
    Doch jetzt war ich wieder hier. Wieder hier bei Sara und vielleicht durfte ich jetzt gar nicht nach Hause.
    Bei dem Gedanken brach mir der Schweiß aus.
    Ich musste hier weg. Ich musste Sara und die Drogen hinter mir lassen – wenigstens für zwei Wochen.
    Frau Durden musste mir einfach erlauben, nach Hause zu dürfen – sie musste einfach!
    Wenn nicht dann... ja was dann? Dann war ich verloren.
    Als am nächsten Tag Frau Durden wieder ins Zimmer kam, hielt ich vor lauter Spannung die Luft an.
    Jetzt würde es sich entscheiden. Es war fast lachhaft, wie viel mir an dieser Entscheidung lag.
    „Ich habe mit deiner Mutter telefoniert“, erklärte Frau Durden und setzte sich neben mich.
    ‚Und? Darf ich nach Hause?’, hatte ich fragen wollen, doch die Worte blieben mir im Hals stecken.
    Ich hatte nicht den Mut sie auszusprechen.
    „Sie war erleichtert, dass wir dich gefunden haben und du wohl auf bist“, Frau Durden sah mich mit einem unbestimmten Gesichtsausdruck an, „Und sie hat mir ihr Versprechen gegeben, dass sie aufpassen wird, dass du nicht mit Drogen in Kontakt kommst.“
    Ich machte große Augen.
    Hieß das...?
    „I-Ich... ich darf nach Hause?“, fragte ich fassungslos. Eine kleine Träne bahnte sich ihren Weg über mein Gesicht.
    „Ja darfst du. Doch ich möchte dein Versprechen, dass du den Entzug ernst meinst und dass dein Ausbruch nichts mit Drogen zu tun hatte.“ Ernst blickte Frau Durden mich an.
    „Versprochen!“, sagte ich außer Atem.
    Meine Gedanken kreisten wild.
    Ich hatte es geschafft! Einmal im Leben hatte ich etwas erreicht!
    „Deine Mutter ist bereits losgefahren und wird in einigen Stunden hier ankommen. Nadja wird deine Tasche packen, denn ich möchte nicht, dass du dich überanstrengst. Die Schnitte an deinen Armen waren teilweise ziemlich tief. Die meisten mussten genäht werden.“
    Ich nickte heftig. Mir war alles Recht, solange ich wirklich nach Hause durfte.
    Ich konnte Sara für zwei Wochen entfliehen!
    Was danach kam, daran wollte ich nicht denken... vielleicht hatte Sara mich dann vergessen, oder ein anderes Opfer gefunden. Ich wusste es nicht, doch Hauptsache ich durfte nach Hause.



    Re: You will be always in my heart

    Lenchen - 21.04.2009, 20:03


    Ahhh, ich will meeeeeeheheher.
    Sooo schön=)
    Genial!



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