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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: Wolfgang Overath Forum: Bärenstarke Geißböcke Odenwald Forenbeschreibung: 1 FC Köln Fanclub Odenwald aus dem Unterforum: Fußball Allgemein Antworten: 8 Forum gestartet am: Samstag 24.02.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Schweiz - Deutschland Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 11 Monaten, 29 Tagen, 20 Stunden, 55 Minuten
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Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:35Schweiz - Deutschland
Spieltags-Check der EURO-Kandidaten
Torhüter in guter Form
Am vergangenen Wochenende überragte Timo Hildebrand die anderen deutschen EM-Kandidaten mit einer überragenden Leistung beim 3:2 des FC Valencia bei Real Madrid. Seine gute Form unterstrich auch Stuttgarts Stürmer Mario Gomez. Weiter in der Krise ist dagegen Kevin Kuranyi. Eine Rückkehr auf den Platz feierte Werders Mittelfeldstar Torsten Frings.
Tor: Hildebrand überragend
Insbesondere dank eines glänzend aufgelegten Timo Hildebrand gewann der FC Valencia am Wochenende bei Real Madrid mit 3:2 und hielt damit die Meisterschaftsentscheidung in der Primera Division offen. Vor allem in der Endphase parierte der Keeper großartig und zeigte vielleicht seine beste Saisonleistung in der Liga. Aber auch in der Bundesliga präsentierten sich die potenziellen Nationalkeeper in guter Verfassung: Sowohl Rene Adler (Leverkusen), Robert Enke (Hannover) als auch Manuel Neuer (Schalke) zeigten ansprechende Leistungen. Nur Jens Lehmann durfte beim FC Arsenal wieder einmal nur zusehen.
Abwehr: Lahm gab richtige Antwort
Bei den Abwehrspielern wusste am Wochenende vor allem Philipp Lahm zu überzeugen. Mit einer kicker-Note von 2,5 und der Vorlage zum 2:0 gegen Leverkusen gab Lahm die richtige Antwort auf die zuletzt auch von seinem Trainer geäußerte Kritik. Auch wenn er von Hitzfeld von der (angestammten) linken Verteidigerposition auf die rechte Seite beordert wurde. Die linke Position hat bei den Bayern mittlerweile nach überstandener Sprunggelenksoperation Marcell Jansen inne (kicker-Note am Samstag: 3,5). Passable Leistungen zeigten im direkten Duell Herthas Arne Friedrich und Schalkes Christian Pander (jeweils 3,0). Pander gab zudem die Vorlage zu Asamoahs 1:0-Führungstreffer.
Um die EM-Teilnahme bangen müssen die Leverkusener Gonzalo Castro und Manuel Friedrich. In den letzten Wochen zwei solide Stützen der Bayer-Defensive, erhielten beide keine Nominierung für das Schweiz-Länderspiel. Castro musste wegen einer Grippe sogar die Reise zur U21-Auswahl absagen. Gegen die Bayern blieben beide am Wochenende mit 4,0 (Castro) und 4,5 (Friedrich) unter ihren Möglichkeiten.
Nicht zum Einsatz kam Robert Huth beim FC Middlesbrough, auch den Test der Nationalelf in Basel gegen die Schweiz musste der 23-Jährige wegen seiner Entzündung in der Gelenkkapsel absagen. Ebenfalls zusehen mussten Per Mertesacker (Rot-Sperre) und Serdar Tasci (Knieverletzung).
Mittelfeld: Frings wieder zurück
Nach langer Verletzungspause gab Torsten Frings endlich sein lang ersehntes Comeback bei Werder Bremen. "Keine Wunderdinge" bei der Werder-Aufholjagd könne man von ihm erwarten, gab er nach dem mageren 1:1 bei Arminia Bielefeld zu Protokoll. Dennoch gehörte Frings mit einer Note von 3,5 nicht zu den schlechtesten Akteuren seines Teams.
Richtig überzeugen konnte am Wochenende ein Schalker, der allerdings nicht zu Löws Kader für das Schweiz-Länderspiel gehört: Jermaine Jones war beim 2:1-Sieg der Königsblauen bei Hertha BSC bester Akteur auf dem Platz (kicker-Note 2,5). Mit einer Einzelaktion sorgte er in der 23. Minute für das 2:0 der Schalker und war zudem in der Defensive sehr fleißig.
Zum Zusehen verdammt waren Tim Borowski (muskuläre Probleme) und Roberto Hilbert (Gelb-Sperre). Bei Bayern kam Bastian Schweinsteiger erst in der 78. Minute für Ribery zum Einsatz und konnte keine Akzente mehr setzen.
Sturm: Gomez und Klose überzeugen
Miroslav Klose erzielte zwar in der Rückrunde erst ein Tor, doch gegen Leverkusen war der Bayern-Stürmer nach mehreren durchwachsenen Leistungen mal wieder auf der Höhe und gehörte beim 2:1-Erfolg gegen Bayer zu den Besten beim Rekordmeister - mit einer kicker-Note von 2,0 und der Vorarbeit zum 1:0 durch Luca Toni. Auch sein Sturmpartner im DFB-Team, Mario Gomez, glänzte: Ein Tor, eine Vorarbeit, kicker-Note 2,0 und "Spieler des Spiels". Gomez ist mit acht Treffern in sieben Rückrundenspielen der Garant für die Wiederbelebung des amtierenden Meisters.
Anders als Kevin Kuranyi, der einfach nicht aus seiner Formkrise findet und bei Hertha BSC erneut enttäuschte (kicker-Note 5,0). Immerhin konnte Gerald Asamoah mit einem Tor und der kicker-Note 3,5 wieder positive Aufmerksamkeit erzielen.
Mike Hanke musste schon nach fünf Minuten mit Rot wieder vom Feld. Lukas Podolski saß 78 Minuten lang nur auf der Bank, ehe er schließlich für Miroslav Klose aufs Feld durfte. Noch länger musste David Odonkor bei Betis Sevilla warten, der erst in der Nachspielzeit für einen Kurzeinsatz bei CA Osasuna aufs Feld geschickt wurde.
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:38
DFB tritt zum 50. Mal gegen die Schweiz an
Klare Worte für Lehmann
Es ist der 800. Auftritt der DFB-Auswahl - und Bundestrainer Joachim Löw (48) wird am Mittwoch in der Schweiz genau hinschauen, wer sich für die EM empfiehlt und wer nicht. Einige prominente Spieler stehen unter Druck.
Sicher, der historischen Bedeutung des Freundschaftsspiels in Basel ist sich Joachim Löw bewusst: 800. Auftritt der DFB-Auswahl, der 50. gegen die Schweiz, jenen Widersacher, gegen den die deutsche Nationalelf vor 100 Jahren, am 5. April 1908, ebenfalls in Basel Länderspiel-Premiere feierte (3:5). Doch all das bleibt für den Bundestrainer am Mittwoch nebensächlich. Viel zu gravierend nimmt sich die aktuelle Bedeutung aus: Es ist der letzte Test vor Nominierung des EM-Kaders am 16. Mai - und für diverse Kandidaten ein persönliches Qualifikationsspiel.
"Auch wenn es nicht um Punkte geht", erwartet Löw "ein unglaublich intensives Duell". Die Schweiz erhebt er zum "EM-Mitfavoriten". Botschaft ans eigene Team: Nach dem schwachen 3:0 in Österreich "müssen wir uns steigern", um kein Debakel zu erleben. "Ich bin sicher, wir zeigen ein ganz anderes Spiel." Sollte das trotz eindringlicher Mahnungen nicht gelingen, würde Löw spürbare Konsequenzen offenbar nicht scheuen: "Wir erwarten Erkenntnisse übers Spielverständnis, Verhalten der Mannschaftsteile sowie Fitnesszustand und Dynamik einzelner Spieler." Danach werde "festgelegt, wen wir in den kommenden Wochen ganz genau beobachten". Auf dem Prüfstand stehen am Mittwoch zum Beispiel...
... Jens Lehmann: "Auch er blieb in Österreich weit unter seinen Möglichkeiten", urteilt Löw. "Ich erwarte von ihm, dass er jetzt wieder Dominanz und Ausstrahlung beweist." Arsenal-Coach Arsene Wenger berichtete Löw am Telefon von Lehmanns vorbildlicher Trainingsarbeit, zudem sei "ein schwächeres Spiel kein Grund zum Zweifeln". Sofern nicht das zweite auf dem Fuße folgt... - Für die Festlegung auf seine drei EM-Keeper will sich Löw "bis Mitte Mai Zeit lassen, um nach bestem Wissen und Gewissen zu entscheiden". Zum Lehmann-Fürsprecher erwächst just Ex-Rivale Oliver Kahn: "Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern. Jens kann mit einem guten Spiel für Ruhe sorgen." Das muss er aber auch!
... Bastian Schweinsteiger: "Wir zweifeln nicht an seinen Qualitäten. Er kann Impulse geben und Spiele entscheiden", erklärt Löw. Das große Aber: "Er muss zulegen und hart an sich arbeiten." Ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass mehr Initiative erwünscht ist, um der persönlichen Stagnation zu begegnen!
... Bernd Schneider: "Er hat noch nicht die Leistungsstärke wie vor seiner Verletzung", verdeutlicht Löw. Positiv: "Bernd weiß das selbst und arbeitet daran." Weshalb der Coach "keine Bedenken" hegt, dass der spielintelligente Routinier "seinen körperlichen Rückstand über Spielpraxis und Training bis zum Turnier aufholt". Diesen Nachweis muss Schneider indes erbringen, um eine feste Größe zu bleiben!
... Heiko Westermann: Sein Debüt ging in Österreich als Rechtsverteidiger daneben, nun dürfte er 45 Minuten an der Seite von Mertesacker im Abwehrzentrum zum Einsatz kommen. Gesucht wird die Alternative zum verletzten Christoph Metzelder, den Löw für die EM aber weiter fest als "Führungsspieler" einplant. Geplatzt ist das Comeback von Robert Huth, der mit einer Kapsel-Gelenk-Entzündung abreiste. Manuel Friedrichs Nicht-Nominierung setzt ein deutliches Signal. Der Leverkusener besitze zwar wie Huth "weiterhin EM-Chancen", betont Löw. Doch Westermann bietet sich jetzt die große Gelegenheit, im internen Ranking davonzuziehen. Patzt der Schalker erneut, könnte ihn das aber auch entscheidend zurückwerfen. Zum Jubiläum geht es eben um viel mehr als nur Prestige.
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:40
Schweiz: Spycher ersetzt Stuttgarts Magnin
Im Aufwind: Fernandes und Inler
Die Vorbereitung der Schweiz auf die EURO steht unter keinem glücklichen Stern. Trainer Jakob Kuhn muss mit immer neuen Hiobsbotschaften leben. Mit Alex Frei ist nach einem Jahr Verletzungspause zwar endlich der Kapitän zurück, dafür fehlt nun sein Stellvertreter. Stuttgarts Ludovic Magnin, den der Frankfurter Christoph Spycher vertreten wird, zog sich im Heimspiel gegen Rostock schon zum zweiten Mal einen Bänderriss und Kapselriss im linken Sprunggelenk zu.
Die Routiniers als Sorgenkinder, zwei Youngster als Hoffnungsträger. Gelson Fernandes (21) und Gökhan Inler (23) sind drauf und dran, sich in der Schaltzentrale Mittelfeld zu etablieren. Dort fand nach der WM 2006 ein Generationswechsel statt. Chef Johann Vogel (31, Blackburn Rovers) ist nach seiner Ausmusterung durch Kuhn nicht mehr dabei. Nicht mehr gesetzt ist auch Vogels oftmaliger Nebenmann Ricardo Cabanas (29, Grashopper Zürich). Der ehemalige Kölner ist nach einer schweren Knieverletzung zumindest auf gutem Wege, Anschluss zu finden.
Kuhn baut auf die Jugend
"Beide spielen regelmäßig in großen Ligen. Sie können die Lücke schließen." Kuhn sieht kein Risiko, einem jungen Mittelfelduo mit noch wenig internationaler Erfahrung zu vertrauen. Was er beim 2:1 gegen Holland erstmals probierte, bewährt sich längst. "Die Jungen müssen erleben, was sie bei einem Turnier erwartet." Kuhn kommt der Härtetest gegen Deutschland gerade recht für Inler und Fernandes. Letzterer ist in seinem ersten Jahr in England bei Manchester City seit dem 13. Spieltag eine feste Größe; das gilt ebenso für Inler, der in Italien für Udine 29 von 30 Liga-spiele bestritt.
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:45
Torhüter unter Beobachtung
Löw baut auf Metzelder
75 Tage vor dem Start der EURO 2008 ist Bundestrainer Joachim Löw weiterhin von einer Teilnahme des derzeit verletzten Christoph Metzelder (Real Madrid) überzeugt. Auch Bremens Torsten Frings, der beim 1:1 in Bielefeld sein Comeback feierte, spielt in den Planungen eine feste Größe. Bei der Besetzung der Torhüterpositionen könnte es aber noch eine Änderung geben.
Torhüter-Trio unter Beobachtung
54 Tage vor der endgültigen Nominierung des EM-Kaders am 16. Mai auf der Zugspitze sind momentan Jens Lehmann (FC Arsenal), Timo Hildebrand (FC Valencia) und Robert Enke (Hannover 96) erste Wahl. Das Trio wurde auch für den Test der deutschen Nationalelf am kommenden Mittwoch in Basel gegen die Schweiz (20.45 Uhr) berufen.
Allerdings wollte Löw nicht ausschließen, dass es bis zum Stichtag noch eine Änderung geben kann. "Stand Dezember war, dass ich diese drei Torhüter mitnehmen wollte. Aber wir nehmen uns bis Mai alle Zeit der Welt, um alle Kandidaten genau unter die Lupe zu nehmen. Und dann werden wir nach bestem Gewissen entscheiden, welche drei Torhüter und welche 20 Feldspieler wir mitnehmen", sagte Löw am Ostermontag in Basel. Für Dienstag kündigte er ein Gespräch mit Lehmann, Hildebrand und Enke an, bei dem die aktuelle Situation bei den Torhütern erörtert werden soll.
"Wir wollen ihnen noch einmal klarmachen, was wir von ihnen erwarten", sagte der Bundestrainer, der dem seit Monaten überragenden Rene Adler von Bayer Leverkusen und U21-Schlussmann Manuel Neuer von Schalke 04 noch keine endgültige Absage für das Turnier erteilen wollte.
Allerdings dürfte an der Rolle von Lehmann als Nummer eins nicht mehr zu rütteln sein. Auch sein derzeitiges Ersatzdasein bei den "Gunners" und der unglückliche Auftritt beim 3:0 über Österreich ändern an dieser Einschätzung nichts: "Es gibt für uns keinen Grund, an Jens zu zweifeln, auch wenn er in Österreich nicht so gut war. Er hat in der EM-Qualifikation überragend gehalten und wird dies auch wieder am Mittwoch tun", stellte Löw klar.
Hoffen auf Metzelder und Frings
Löw geht auch davon aus, dass Christoph Metzelder rechtzeitig vor der EURO 2008 fit werden wird. Der Verteidiger, der vor der Saison von Borussia Dortmund zu Real Madrid wechselte, fehlt den "Königlichen" seit Februar, als er sich einen Teilabriss der Plantar-Faszie am linken Fuß zugezogen hatte und sich deshalb einem Eingriff unterziehen musste.
Laut Löw ist der 27-Jährige aber in der vergangenen Woche wieder ins Training eingestiegen: "Er hat mir telefonisch mitgeteilt, dass er schon wieder Lauftraining bestreitet und auf einem guten Weg ist", berichtete Löw.
Selbst wenn Metzelder für seinen Klub bis zum Sommer nicht mehr spielen sollte, sei er ein wichtiger Mann für das Turnier. "Er hat bei zwei Weltmeisterschaften bewiesen, wie wichtig er für die Mannschaft ist. Und vor diesen beiden Turnieren war er ebenfalls angeschlagen und hat sich dann wieder in die Mannschaft gespielt", sagte Löw.
Deutlich besser schaut die Situation bei Torsten Frings aus. Der Bremer Mittelfeldspieler feierte am Ostersonntag beim 1:1 in Bielefeld nach achtwöchiger Verletzungspause sein Comeback und lieferte bis zur seiner Auswechslung in der 80. Minute eine ordentliche Vorstellung ab. "Er hat genug Zeit, um wieder in Form zu kommen. Es gibt derzeit keinen Anlass zur Sorge", erklärte Löw. In Basel wird Frings allerdings noch fehlen.
Löw appelliert an Bundesliga
Angesichts des neu entflammten Disputs zwischen Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff und Bayer-Sportdirektor Rudi Völler forderte Löw einen Schulterschluss zwischen Nationalmannschaft und Bundesliga: "Ich hoffe und ich gehe auch davon aus, dass wir alle für dieses große Ziel und das Projekt EM zusammenstehen", sagte er.
Völler hatte Bierhoff Ende November 2007 heftig attackiert. Am Samstag schloss Völler in der ZDF-Sendung "Aktuelles Sportstudio" eine Versöhnung mit Bierhoff aus. "Ich stehe zu meinen Aussagen. Im Kern bin ich mir ganz sicher, weil ich auch einige Anrufe von Vertretern anderer Bundesligisten bekommen habe, die das noch viel extremer gesehen haben als ich", sagte Völler und fügte mit Blick auf Bierhoff hinzu: "Es liegen natürlich gewisse Dinge im Raum, die für ihn jetzt schwer zu schlucken sind. Aber für Gespräche gibt es keinen Grund. Wir müssen nicht irgendwelche Treffen organisieren und die Friedenspfeife rauchen."
"Wir werden keine Freunde mehr, aber ich habe kein Problem damit", konterte Bierhoff trocken. Alle Beteiligten betonen aber, dass abseits der persönlichen Probleme die Zusammenarbeit hervorragend sei.
Steigerung zum Jubiläum erwartet
Unabhängig von den Störfeuern neben dem Platz erwarten Löw und Bierhoff von der DFB-Auswahl eine Steigerung gegenüber den letzten Auftritten. "Natürlich müssen wir uns im Vergleich zum Spiel gegen Österreich steigern, da haben wir vor allem in der ersten Halbzeit ganz schlecht ausgesehen. Aber so ein Spiel wie gegen Österreich muss man der Mannschaft in zwei Jahren auch mal zugestehen. Nur weil wir unsere Leistung nicht abgerufen haben, werde ich jetzt nicht nervös", sagte der 48-Jährige.
Dennoch sei die "Schonzeit" für die Nationalspieler nun vorbei, das Spiel gegen die Eidgenossen sei ein echter Härtetest: "Die Partie gegen die Schweiz ist das letzte Spiel vor der Nominierung. Es gibt eine Menge Fragen, auf die wir Antworten erwarten. Das wird ein hochintensives Spiel. Denn für mich ist die Schweiz, die sich in Basel eine Festung aufbaut, ein EM-Mitfavorit", sagte Löw. Zudem kommt hinzu, dass es der 800. offizielle Auftritt einer deutschen Nationalelf sein wird.
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:50
Keine Nachnominierung
Huth muss abreisen
Großes Pech für Robert Huth. Der Verteidiger des FC Middlesbrough, der im Testspiel gegen die Schweiz am Mittwochabend in Basel (20.45 Uhr) sein Comeback im Trikot des dreimaligen Weltmeisters feiern wollte, musste wegen einer Verletzung aus dem DFB-Quartier in Basel wieder auf die Insel zurückkehren, um sich dort weiter behandeln zu lassen. Bundestrainer Joachim Löw wird auf eine Nachnominierung verzichten.
Robert Huth absolvierte seinen letzten Einsatz im DFB-Trikot beim 3:0-Sieg im letzten Gruppenspiel der WM über Ecuador. Seitdem wurde er immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen. Nun sollte er eigentlich im Test gegen den EM-Co-Gastgeber sein Comeback feiern. Doch eine Entzündung der Gelenkkapsel am linken Fuß verhindert einen Einsatz des 23-Jährigen.
Am Sonntagabend war Huth wegen seiner Schmerzen von der medizinischen Abteilung des DFB gründlich untersucht worden. Am Montagmorgen wurde dann die Entscheidung getroffen, dass der gebürtige Berliner nicht spielen kann.
Somit hat Huth nun keine Möglichkeit mehr, vor der endgültigen Nominierung des EM-Kaders am 16. Mai sich im DFB-Trikot zu beweisen. Bundestrainer Joachim Löw verzichtete am Ostermontag auf eine Nachnominierung, so dass ihm mit Per Mertesacker, Arne Friedrich und Heiko Westermann nur drei Innenverteidiger zur Verfügung stehen.
Eine Rücckehr feiern dagegen Leverkusens Stürmer Stefan Kießling, Bremens Defensivspezialist Clemens Fritz sowie auch Marcell Jansen.
Der Bayern-Profi wurde erstmals seit seiner Sprunggelenks-OP im November 2007 wieder von Löw berücksichtigt. Zu ihrem jeweils zweiten Länderspieleinsatz könnten sowohl Schalke-Verteidiger Heiko Westermann als auch Leverkusens Angreifer Stefan Kießling kommen.
"Stefan hat in diesem Jahr in der Bundesliga und im UEFA-Pokal seine Qualitäten unter Beweis gestellt. Deshalb soll er sich jetzt auch nochmals im Kreis des Nationalteams präsentieren", sagte Löw, der auf eine Nominierung der beiden Zweitliga-Stürmer Oliver Neuville und Patrick Helmes verzichtete.
Löw nominierte mit Jens Lehmann (Arsenal), Timo Hildebrand (FC Valencia) und Robert Enke (Hannover 96) gleich drei Torhüter.
"Wir möchten mit allen drei Torhütern sprechen und in Ruhe mit ihnen nochmals die aktuelle Situation kurz vor der Europameisterschaft erörtern", verriet der Bundestrainer. Zuletzt hatten die starken Leistungen der Nachwuchskeeper René Adler (Bayer Leverkusen) und Manuel Neuer (Schalke 04) für Diskussionen gesorgt.
Allerdings haben die Youngster in Absprache mit Bundestorwartrainer Andreas Köpcke immer noch Chancen, auf den EM-zug aufzuspringen: "Bei den Torhütern habe ich mich nie definitiv festgelegt. Wir werden jetzt bis Mitte Mai hochintensive Beobachtungen vornehmen. Wir warten jetzt erst einmal das Schweiz-Spiel ab. Danach haben wir noch mehrere Wochen Zeit. Ich habe immer gesagt, dass die Tür bis zum Tag der Nominierung nicht ganz zu ist, wenn jemand absolute Topleistungen bringt", sagte Löw.
Verzichten muss Löw dagegen weiterhin auf die verletzten Stammkräfte Torsten Frings (Werder Bremen) und Christoph Metzelder (Real Madrid). Dennoch verzichtete er beim letzten Testspiel des dreimaligen Weltmeisters vor der EM-Nominierung am 16. Mai auf Neulinge.
Das Aufgebot gegen die Schweiz im Überblick
Tor: 1 Jens Lehmann (Arsenal London), 12 Timo Hildebrand (FC Valencia), 23 Robert Enke (Hannover 96)
Abwehr: 3 Arne Friedrich (Hertha BSC Berlin), 2 Marcell Jansen (Bayern München), 16 Philipp Lahm (Bayern München), 17 Per Mertesacker (Werder Bremen), 41 Heiko Westermann (Schalke 04)
Mittelfeld: 13 Michael Ballack (FC Chelsea), 15 Thomas Hitzlsperger (VfB Stuttgart), 19 Bernd Schneider (Bayer Leverkusen), 20 Lukas Podolski (Bayern München), 38 Simon Rolfes (Bayer Leverkusen), 7 Bastian Schweinsteiger (Bayern München), 27 Clemens Fritz (Werder Bremen), 28 Piotr Trochowski (Hamburger SV)
Angriff: 32 Mario Gomez (VfB Stuttgart), 11 Miroslav Klose (Bayern München), 33 Stefan Kießling (Bayer Leverkusen), 31 Kevin Kuranyi (Schalke 04)
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 26.03.2008, 11:58
Schweiz: Kader gegen die DFB-Elf steht
Kuhn setzt auf die Bundesliga
Wenn die deutsche Nationalmannschaft am 26. März in Basel (20.45 Uhr) zum Freundschaftsspiel gegen die Schweiz antritt, werden bei den Eidgenossen zahlreiche bekannte Gesichter aus der Bundesliga zu sehen sein. Nach Magnins Ausfall sind es noch sechs Legionäre aus der deutschen Eliteklasse, die Nationaltrainer Köbi Kuhn in sein 21 Spieler umfassendes Aufgebot für den Vergleich mit der DFB-Elf nominierte.
Namentlich sind dies Alexander Frei (Borussia Dortmund), Tranquillo Barnetta (Bayer Leverkusen), Steve von Bergen (Hertha BSC Berlin), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt), Mario Eggimann (Karlsruher SC) und Torwart Diego Benaglio (VfL Wolfsburg). Ludovic Magnin (VfB Stuttgart) erlitt im Heimspiel gegen Rostock (4:1) am Samstag einen Bänderriss im Sprunggelenk, er wird mehrere Wochen ausfallen.
Der erfahrenste Akteur der Schweizer "Nati" ist aber Hakan Yakin von Young Boys Bern mit 63 Einsätzen (15 Tore). Am öftesten aus dem aktuellen Kader traf BVB-Angreifer Alexander Frei ins Schwarze (32 Treffer). Die Schweizer treffen bei der EM-Endrunde (7. bis 29. Juni) in der Vorrundengruppe A auf Portugal, Tschechien und die Türkei.
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Das Aufgebot der Schweizer Nationalmannschaft:
Tor: Diego Benaglio (VfL Wolfsburg), Fabio Coltorti (Racing Santander), Pascal Zuberbühler (Xamax Neuchatel)
Abwehr: Valon Behrami (Lazio Rom), Mario Eggimann (Karlsruher SC), Stephan Lichtsteiner (OSC Lille), Philippe Senderos (FC Arsenal), Christoph Spycher (Eintracht Frankfurt), Steve von Bergen (Hertha BSC Berlin)
Mittelfeld und Angriff: Tranquillo Barnetta (Bayer 04 Leverkusen), Eren Derdiyok (FC Basel), Gelson Fernandes (Manchester City), Alexander Frei (Borussia Dortmund), Daniel Gygax (FC Metz), Benjamin Huggel (FC Basel), Gökhan Inler (Udinese Calcio), Blaise Nkufo (Twente Enschede), Johan Vonlanthen (Red Bull Salzburg), Hakan Yakin (Young Boys Bern), Reto Ziegler (Sampdoria Genua)
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 27.03.2008, 13:53
Defensive nimmt Lehmann viel Arbeit ab
Gomez bereitet vor und trifft
Nach einer überzeugenden Vorstellung gewann die Nationalelf beim Test in Basel gegen EM-Gastgeber Schweiz auch in dieser Höhe verdient mit 4:0. Die Löw-Elf ging Mitte der ersten Halbzeit in Führung, ließ in der Defensive nur wenig zu und nutzte nach dem Wechsel durch den überragenden Gomez und Podolski ihre Chancen konsequent.
Bundestrainer Joachim Löw veränderte seine Startelf nach dem 3:0 gegen Österreich in Wien auf drei Positionen: In der Abwehr kam Linksverteidiger Jansen für den diesmal nicht nominierten Manuel Friedrich zum Einsatz. Westermann rückte von rechts nach innen, Lahm auf die rechte Seite. In Mittelfeld und Angriff durften Fritz und Gomez für die formschwachen Schneider und Kuranyi ran.
Bei den Eidgenossen vertraute Trainer "Köbi" Kuhn mit Keeper Benaglio, Eggimann, Spycher, Barnetta und Frei allein fünf "Legionären", die in der Bundesliga unter Vertrag stehen. Mit dem Baseler Angreifer Derdiyok stand nur ein Akteur in der Anfangsformation, der bei einem Schweizer Klub spielt.
Die deutsche Nationalelf bestimmte das Geschehen im St. Jakob-Park zu Basel in der Anfangsphase klar. Der Ball lief flüssig durch die Reihen der Löw-Elf, deren zunächst sehr engagierter Auftritt durch Schusschancen von Schweinsteiger (2., 10.) und Ballack (9.) garniert wurde. Ein richtigerweise nicht anerkanntes Abseitstor von Frei, der eine Eggimann-Vorlage über die Linie drückte (15.), war die Initialzündung für die Gastgeber, die nun im Mittelfeld mehr Präsenz zeigten und die deutsche Deckung in so manche Verlegenheit stürzten.
Freilich ohne Folgen, dafür bestrafte das DFB-Team eine Nachlässigkeit in der Schweizer Defensive sofort: Schweinsteiger spielte halbrechts vor dem Strafraum diagonal in die Tiefe auf Gomez. Der fintierte erfolgreich gegen Spycher und flankte in den Fünfer, wo Benaglio nicht richtig rankam und den Ball zu Klose passieren ließ. Aus zwei Metern schob der Bayern-Stürmer den Ball mühelos ins leere Tor ein (23.).
Die Schweiz war geschockt, offenbarte weitere Schwächen - Hitzlsperger prüfte Benaglio mit einem 20-Meter-Knaller (27.). Bis zur Pause überzeugte die Löw-Elf weiter mit einer konzentrierten Vorstellung und aggressivem Zweikampfverhalten, gewährte dem Gegner kaum Raum zur Entfaltung. Einzige Ausnahme blieb die beste Chance der Kuhn-Schützlinge durch Frei, der aber vollkommen frei Lehmann aus fünf Metern in die Arme köpfte (30.). Auf der anderen Seite hatte Ballack nach wiederum toller Vorarbeit von Gomez das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber vom Elfmeterpunkt an Benaglios Fußabwehr (38.).
Die Hausherren wechselten nach der Pause den ehemaligen Mainzer und Hannoveraner N'Kufo für Derdiyok ein. Doch die erste echte Chance hatte das nun etwas tiefer stehende Deutschland: Lahms glänzender Sololauf brachte Gomez halblinks in Stellung. Bedrängt von Lichtsteiner schoss der Stuttgarter aus elf Metern ans linke Außennetz (53.).
Eine kleine Drangphase der Schweiz forderte erstmals das Können von Lehmann, der einen feinen Fernschuss von Gygax über die Latte lenkte (59.).
Dann aber holte sich Gomez den verdienten Lohn für seine starke Vorstellung ab: Fritz schnappte sich den Ball im Mittelfeld von Barnetta und passte am gegnerischen Strafraum zum Stuttgarter, der aus 17 Metern per Linksschuss aus halbrechter Position überlegt ins linke Eck einnetzte (61.). Benaglio glänzte wenig später gegen den Knaller des für Klose eingewechselten Podolski (63.), konnte aber vier Minuten später das dritte deutsche Tor nicht verhindern: Podolski passte aus der eigenen Hälfte auf Gomez, Eggimann hob das Abseits auf, so dass der Angreifer allein aufs gegnerische Tor zulief und Benaglio beim Abschluss keine Abwehrchance ließ.
Frühzeitig war die Partie entschieden. Viele Wechsel auf beiden Seiten hemmten in der Folge den Spielfluss. Zwar waren die Gastgeber weiterhin bemüht, konnten sich aber im Angriff harmlos gegen die Gäste-Deckung um den soliden Abwehrchef Mertesacker nicht mehr in Szene setzen. Die Löw-Elf schaltete einen Gang zurück, kontrollierte dennoch die Partie bis zum Schlusspfiff nach Belieben und setzte durch das vierte Stürmertor den Schlusspunkt: Kuranyi passte aus dem Halbfeld in den Lauf von Podolski. Benaglio kam aus dem Tor, der Münchner umkurvte den Keeper und schoss aus halbrechter Position überlegt am zurückgeeilten Spycher vorbei ins lange Eck ein (89.).
Nach der Nominierung des EM-Kaders am 16. Mai wartet auf die Nationalelf am 27. Mai in Kaiserslautern gegen Weißrussland der nächster Test.
Quelle: www.kicker.de
Re: Schweiz - Deutschland
Wolfgang Overath - 27.03.2008, 13:56
Schweiz - Deutschland 0:4 (0:1), Stimmen zum Spiel
Löw: "Ich bin größtenteils zufrieden"
Trainer Joachim Löw (Deutschland): "Ich bin größtenteils zufrieden. Wir waren von Beginn an sehr konzentriert und gut organisiert. Wir haben insgesamt intensiver und aggressiver gespielt als gegen Österreich. Wir haben einige Antworten auf offene Fragen bekommen. Es war für jeden Einzelnen ein Qualifikationsspiel für die EM. Heiko Westermann hat mir sehr gut gefallen, das war eine sehr ansprechende und überzeugende Leistung."
Köbi Kuhn (Schweizer Nationaltrainer): "Wir sind natürlich alle niedergeschlagen. Da gibt es nichts schönzureden. Wir haben amateurhaft gespielt und bei dem Sieg der Deutschen kräftig mitgeholfen. Mit individuellen Fehlern haben wir uns heute selbst wahnsinnig unter Druck gesetzt. Deutschland hat eine physisch ganz starke Mannschaft."
Mario Gomez: "Wir haben 4:0 gewonnen. Ich glaube, das war ein gelungener Abend. Wir wussten, dass die letzten Spiele nicht so berauschend waren. Deshalb hatte die Mannschaft heute den unbedingten Willen."
Philipp Lahm: "Die Laufbereitschaft war wieder da, dazu waren wir sehr gut organisiert. Ich glaube, wir können uns bei der EM sogar noch steigern."
Michael Ballack: "Wir waren viel aggressiver als in Österreich. Die Laufwege haben heute gestimmt. Es war insgesamt eine sehr gute Leistung und ein sehr gutes Ergebnis."
Heiko Westermann: "Nach dem letzten Spiel in Österreich war es sehr wichtig, dass wir uns wieder gefunden haben."
Tranquillo Barnetta: "Das Resultat war ein bisschen zu deutlich, das hatten wir nicht verdient. Bis zum 0:2 haben wir ein ordentliches Spiel gemacht, wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Wir werden jetzt nicht aufgeben und uns bei der EURO ganz anders präsentieren."
Quelle: www.kicker.de
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