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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: ferrex Forum: Schwarzer-Regen.de Forenbeschreibung: Forum des schwarzen Regens aus dem Unterforum: Geschichten Antworten: 1 Forum gestartet am: Sonntag 11.02.2007 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Sonnenstrahlen Letzte Antwort: vor 14 Jahren, 11 Monaten, 4 Tagen, 17 Stunden, 30 Minuten
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Re: Sonnenstrahlen
ferrex - 21.04.2008, 15:37Sonnenstrahlen
Der Hauptmann hob die gepanzerte Linke und der kleine Zug kam langsam zum stehen. Dria sackte auf ihrem Pferd Aerum leicht zusammen, der ehemals zehnköpfige Kreuzzügler Trupp(aus dem nur achte übrig waren) verteilte sich und begann sich für die Nacht einzurichten.
"Ihr seht müde aus."
Hauptmann Jeron hatte sein Pferd neben das von Dria gelenkt und sah sie unter buschigen Augenbrauen an.
"Es geht mir gut Hauptmann, ich werde meine Pflichten wahrnehmen."
Sie wusste, dass der Hauptmann sie nicht mochte seit sie vor einer Woche auf der Wache eingeschlafen war, es war nichts geschehen, aber er hatte sie scharf ob ihrer Pflichtvergessenheit getadelt. Wie als ob er es erraten hatte sprach er weiter.
"Mein Bericht über euch wird gut ausfallen, allerdings werde ich anregen euch wieder in den Lazaretten einzusetzen, versteht mich nicht falsch, ich sehe wie eure Worte Mut und Kampfgeist meiner Soldaten in der Schlacht wecken." er schwieg kurz.
"Aber ihr seid keine Kriegerin, ich sehe wie halbherzig ihr das Schwert schwingt wenn sie noch aussehen wie lebend."
Dria presste die Lippen zusammen bis sie fast blutleer waren und nickte bevor sie ihr Pferd zu den anderen lenkte.
Dria starrte in das Lagerfeuer, die Wache stand einige Meter entfernt an einen Baum gelehnt, ihr fröstelte und mit der Sicherheit vieler Stunden Meditationstraining wusste sie, dass sie schlief.
Er war schön, seine Rüstung war eisblau und mit kryptisch-schönen Zeichen geschmückt, eisblaue Augen.. wunderschöne eisblaue Augen. Sein Blick legte sich wie eine dünne Seidendecke um ihre Schultern, langsam erhob sie sich in dem wollenen Untergewand.
"Wer bist du." flüsterte sie fast wie eine verliebte Jungfrau, was der Wahrheit sehr nah kam.
"Ich bin der Prinz aus Eis und Schnee" Seine Stimme kam ihr vor wie Harfenspiel, das er nur für sie spielte.
"Ich komme von deinem Vater, er vermisst dich und schickt mich, meine Braut heim zu ihm zu holen."
"Er vermisst mich also doch? Schwört er dem Unglauben ab?"
Ihre stimme klang flehentlich.
"Ja meine schöne Ritterin bald werden er, du und ich eine Familie sein, du an meiner und an seiner Seite. Jetzt komm, streif ab was dich hier hält..... komm folge mir."
Er streckte die Hand nach ihrer aus.
"Wäre es nicht schön gewesen"
Sie blickte wehmutig auf das tänzelnde Lagerfeuer.
"Was ist, schöne Ritterin? Komm, folge deinem Prinzen in die Nacht."
"Das kann ich nicht........"
Verärgert hob sich eine Braue über den schönen Augen.
"Was hält dich fern von mir? Komm ich erfülle dir deine Wünsche, willst du eitel sein und das ausschlagen?"
Langsam hob sie ihre Blick von den Flammen, und ihre Stimme war leise.
"Ich kenne dich... du warst es der in meinen Visionen hinter dem armen Mädchen stand, das ich nicht retten konnte."
Sie spürte das Gewicht der Rüstung auf ihrem Körper als wäre es schon die Ganze Zeit dort gewesen.
"Willst du kämpfen, Mädchen?"
Das Harfenspiel wich einer Disharmonie in seiner Stimme.
"Nein, es ist nicht meine Aufgabe dich zu vernichten. Geh, renn zu deinem Meister und sage ihm: einst wird das Licht seine Diener schicken."
Er tat einen Schritt auf Dria zu und schien zu wachsen.
"Ich sagte: GEH!"
Ein klirrendes Lachen drang ihr entgegen.
"Anmaßende kleine Hafenhur........."
Der erste Sonnestrahl drang an Dria vorbei als die Sonne sich über den Hügeln erhob und dort, wo sie auf die Rüstung des Unholds traf, platze das Metall unter Splittern weg.
"Wie kann hier die......?"
Seine Stimme war ein hohes panisches Kreischen, doch ihre Stimme erhob sich mühelos über seine, auch wenn sie nicht schrie.
"Das Licht ist überall, auch da wo es vermeintlich nicht willkommen ist, im Namen der heiligen Werte von Treue, Liebe und Opfermut, ich fordere dich nicht auf.. ich BEFHELE dir zu gehen!"
Die Sonne riss weiter Stücke aus der Rüstung als er sich herum warf und panisch floh.
Einige Tage später schrieb der Archivar folgendes in seine Bücher:
....Wird auf eigene Anfrage aus der Musterliste entfernt, um auf eine Pilgerreise zu gehen, Wappenrock und Rüstzeug wurde an die Rüstkammer zurückgegeben. Hauptmann Jeron bemerkte dazu, dass der Grund auch gekränkter Stolz sein könne. Um eine Besudelung als Grund auszuschließen hat Feldpriesterin Silberherz sich bereit erklärt, vier Wochen in einer Bußzelle zu verbringen vor ihrer Abreise.
Hauptmann Jerons Truppe wird Feldpriester Gumbald Torfstecher zugewiesen.
Dria schirmte die Augen gegen die Sonne ab die auf die Straße schien, bis nach Eisenschmiede würde sie sicherlich drei Wochen brauchen, in der dortigen Lagerbank hatte sie ihre alte Rüstung eingelagert.
"Vielleicht ist es noch nicht zu spät Vater."
Murmelte und hob das Gesicht dann in den warmen Sonnenschein.
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