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Re: Neues aus Tibet
lilysan - 21.03.2008, 15:35Neues aus Tibet
Die aktuelle Lage in Tibet
Erstmals räumt die chinesische Führung ein, dass auf Demonstranten in Tibet geschossen wurde. Gleichzeitig verstärkt Peking die Fahndung nach den meistgesuchten Teilnehmern der gewalttätigen Ausschreitungen in der tibetischen Hauptstadt Lhasa.
China hat erstmals zugegeben, dass die Polizei während der blutigen Unruhen in von Tibetern bewohnten Gebieten auf Demonstranten geschossen hat. Das berichtete am Freitag die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Polizeiquellen. Demnach hätten Polizisten bei Unruhen am vergangenen Sonntag im Bezirk Aba in der Provinz Sichuan aus „Notwehr“ das Feuer eröffnet. Nachdem die Nachrichtenagentur zunächst von vier Toten gesprochen hatte, berichtigte sie die Angabe später auf vier Verletzte durch die Polizeischüsse.
Die Berichte stehen im Widerspruch zu bisherigen offiziellen Beteuerungen, wonach keine Schüsse abgegeben worden seien. Der Sprecher des Außenministeriums hatte am Donnerstag bekräftigt, dass keine tödlichen Waffen zum Einsatz gekommen seien. Am Freitag korrigierte das Ministerium den Eindruck, dass sich seine Äußerungen auch auf die Gebiete außerhalb Lhasas bezogen hätten. Eine örtliche Quelle hatte der Deutschen Presse-Agentur dpa in Peking bestätigt, dass bei Protesten in Aba seit Freitag 18 Menschen von chinesischen Sicherheitskräften erschossen wurden.
Bevor die Schüsse gefallen seien, hätten die Demonstranten Polizisten mit Messern angegriffen und versucht, ihnen die Waffen zu entreißen, hieß es in dem Xinhua-Bericht weiter. Eine Polizeistation sei bei den Unruhen niedergebrannt, Polizeiautos seien zerstört worden. Die Polizei habe zunächst Warnschüsse abgegeben, sei danach aber weiter „attackiert“ worden, hieß es. „Die Polizei war aus Notwehr gezwungen, das Feuer zu eröffnen“, sagte eine Polizeiquelle laut Xinhua. Die Verletzten seien daraufhin geflüchtet.
Auf Websites wie yahoo. com und sina. com waren am Freitag Fotos von 19 Demonstranten zu sehen, die während der Proteste in Lhasa eine Woche zuvor aufgenommen worden waren. Den Fotos ist der Aufruf beigefügt, der Polizei Hinweise über den Aufenthaltsort der Verdächtigen zu liefern.
Die staatliche Zeitung „Tibet Daily“ berichtete, zwei der ursprünglich 21 Gesuchten seien bereits festgenommen worden. Die Behörden hatten die 21 Haftbefehle ausgestellt, nachdem ihr Ultimatum an Randalierer, sie sollten sich stellen, in der Nacht zu Dienstag abgelaufen war. „Die Polizei in Lhasa schwärmt aus, um die Hauptverdächtigen festzunehmen“, hieß es in dem Bericht. Die chinesischen Behörden hatten am Donnerstag die Festnahme von 24 Verdächtigen bekanntgegeben. Weitere 170 Menschen hatten sich demnach wegen ihrer Teilnahme an den anti-chinesischen Protesten gestellt.
Nach amtlichen chinesischen Angaben waren bei den Protesten in Lhasa 13 Menschen ums Leben gekommen, wobei es sich ausschließlich um „unschuldige Zivilisten“ gehandelt habe. Die Sicherheitskräfte hätten keine Demonstranten getötet. Die tibetische Exilregierung sprach von rund hundert Toten.
Die Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, sprach sich bei einem Treffen mit dem Dalai Lama entschieden gegen das Vorgehen der chinesischen Sicherheitskräfte in Tibet aus. Die Welt müsse erfahren, was wirklich in Tibet geschehe, forderte die demokratische Politikerin am Freitag im nordindischen Dharamsala, dem Sitz der tibetischen Exilregierung. Pelosi rief alle „freiheitsliebenden Menschen“ auf, ihre Stimme gegen die „chinesische Unterdrückung“ zu erheben. Hunderte Exil-Tibeter dankten Pelosi mit Sprechchören und auf Plakaten für ihre Äußerungen.
Pelosis Treffen mit dem geistlichen Oberhaupt der Tibeter war nach Medienberichten bereits vor dem jüngsten Ausbruch der Gewalt in Tibet vereinbart worden. Den Angaben zufolge war sie bereits am Donnerstag im Rahmen ihrer Indienreise zu Gesprächen mit Premier Manmohan Singh zusammengekommen.
Die Berliner „Tageszeitung“ (taz) und die Nachrichtenagentur epd protestierten gegen die Ausweisung ihrer Mitarbeiter Georg Blume und Kristin Kupfer aus Tibet. Die beiden waren die letzten ausländischen Journalisten, die aus der Autonomen Region über die antichinesischen Proteste berichteten. Offiziell begründeten die Behörden die Ausweisung am Donnerstag mit der Sorge um die Sicherheit der beiden Korrespondenten.
„Wir protestieren gegen den Rauswurf“, sagte der stellvertretende „taz“-Chefredakteur Reiner Metzger in Berlin. „Offensichtlich will die chinesische Regierung keine weiteren westlichen Zeugen in Tibet dulden. Das ist für uns keine wirkliche Überraschung – die Haltung der Volksrepublik zur Pressefreiheit ist ja bekannt.
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Nachricht vom GJRP-Team:
Wir hoffen, die Gewaltausbrüche in Tibet nehmen bald ein Ende. Die Tibeter haben nun wirklich lange genug unter der chinesischen Fuchtel gestanden.
Wenn auch ihr den Tibetern zur lange verwehrten, aber auch ersehnten Freiheit verhelfen wollt, schaut auf Avaaz vorbei, unterzeichnet die Petition und erzählt auch jedem, den ihr kennt, davon.
Freiheit für Tibet!
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