*Liebe? Richtig oder falsch?*

Kaddis Welt
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    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 12.03.2008, 21:43

    *Liebe? Richtig oder falsch?*
    Sanni und ich fangen nochmal eine gemeinsame FF an=)=)
    Viel Spaß!!
    (Ohne TH!!)

    "Liebe ? Richtig oder falsch ?"


    Mit den Fingerspitzen hielt sie die Hi-Hat einen Augenblick lang fest. Ihre Augen waren geschlossen und mit konzentriertem Gesichtsausdruck lauschte sie der Musik, die aus den großen schwarzen Kopfhörern auf ihren Ohren dröhnte.
    Genau im richtigen Moment fing sie wieder an, wie wild auf ihr Schlagzeug einzudreschen.
    Ihre Arme flogen nur so durch die Gegend, die Augen immer geschlossen und hochkonzentriert.
    Sie schien nichts um sich herum wahrzunehmen, hörte nur auf die Musik und lies ihre Arme und Beine arbeiten.
    Ihre Kopf wippte im Takt mit, ihre knapp schulterlangen, fransigen Haare flogen um ihren Kopf und langsam bildeten sich Schweißperlen auf ihrer Stirn.
    Na klar, sie spielte schon seit über einer Stunde.
    Doch das war normal für Theresa, genannt Resa, das wohl schlagzeugverrückteste Mädchen weit und breit.
    Als "Nobody's listening" von Linkin Park zuende war, lies sie noch einmal ihre Sticks über das gesamte Schlagzeug wirbeln, dann nahm sie die Hörer von ihren Ohren, lies sie locker um ihren Hals hängen und wischte sie fahrig über die Stirn.
    Ihre Sticks steckte sie aus gewohnheit in ihre weite Hosentasche von ihrer Baggie.
    Dann schnappte sie sich ihre Kappie und stand auf, schüttelte kurz ihre Arme durch, um sie etwas aufzulockern, pustete ihren Pony wieder zurecht und verlies den Raum , um nach oben zu gehen.
    Es würde gleich essen geben, gut, dass sie sich jetzt schon ausgetobt hatte.
    Resa liebte ihr Schlagzeug, sie hatte schon mit 7 Jahren angefangen zu spielen, natürlich hatte sie ganz klein angefangen, doch inzwischen konnte sie so einiges.
    Sie spielte am liebsten die Stücke ihrer Lieblingsbands mit, was ihr von Mal zu Mal leichter fiel.
    Im Moment war einer ihrer Favoriten Linkin Park, da sie sehr laute und schlagzeugfähige Musik spielten.
    Sie zuppelte ihr leicht verschwitztes Top zurecht und betrat die Küche, in der ihre Mutter am Herd stand und in einem Topf rumrührte.
    "Tach",murmelte sie und lies sich erschöpft auf einen Stuhl plumpsen.
    Ihre Mutter sah kurz zu ihr auf und eine ihrer Augenbrauen schoss pfeilschnell nach oben.
    "Was hast du denn gemacht, dass du so verschwitzt bist?",fragte sie pikiert.
    "Gespielt...über eineinhalb Stunden!",berichtete die 16-jährige stolz.
    "Dann geh dich doch bitte noch etwas frisch machen, ja?",erwiederte Frau Bachmann bloß und wandte sich wieder dem Topf zu.
    Klar, ein lobendes Wort würde ihr wohl nie über die Lippen kommen, dachte Resa resignierend und stand wortlos auf.
    Sie wusch sich kurz über die Wangen und im Nacken, dann ging sie wieder nah unten.
    Über ihre Augen würde erst heute Abend wieder Wasser gemischt mit Augen-Make-up-Entferner fließen, schließlich hatte sie nicht umsonst eine halbe Stunde an ihrem Make-up herumgefeilt.
    Doch auch das schien ihrer Mutter nicht zu gefallen.
    Resa allerdings fang, dass der pinke,feine Lidstrich perfekt zu ihrem ebenfalls pinkem Top passte.
    Beim Essen herrschte wiedermal gereizte Stimmung, da ihre etwas jüngere Schwester wiedermal irgendetwas erlaubt bekommen wollte und solange mit ihrem Vater diskutiert hatte, bis dieser sauer wurde.
    Resa wollte gar nicht wissen, was Ann-Marie sich wieder erträumt hatte.
    Auch sie hatte einen Doppelnamen, doch sie verriet ihm keinen.
    Nur sie, ihre Eltern und eventuell Ann-Marie wussten , dass sie mit ganzem Namen Theresa Hildegard hieß.
    Obwohl sie sich sicher war, dass Ann-Marie das schon längst wieder vergessen hatte.
    Sie intressierte sich kein Stück für ihre ältere Schwester, was allerdings auf gegenseitigkeit beruhte.
    Resa aß wortlos ihre Spaghetti, während ihre Eltern auf Ann-Marie einredetene.
    "Aber Annchen, das geht doch nicht. Dafür bist du nunmal noch zu jung, versteh deinen Vater doch...", versuchte ihre Mutter die Fronten zu klären, doch Ann-Marie verschränkte bloß die Arme vor der Brust und schmollte.
    Hilflos sah ihre Mutter zu ihrem Vater rüber.
    Doch dieser schmollte ebenfalls.
    Na, das konnte ja noch heiter werden.
    Resa war froh, dass sie gerade die letzte Nudel von ihrem Teller fischte, denn schon stand sie auf
    "War lecker Mama...ich bin wieder unten. Die Jungs kommen gleich, wir wollen nochwas proben...",und schwups war sie durch die Tür und schon wieder auf der Treppe nach unten, in ihren Proberaum.
    Ja, sie hatte eine Band, names "Pon&Zi".
    Und diesen Namen hatte Resa sich aussuchen dürfen, weil sie das einzige Mädchen in der Band war.
    Und obwohl sie heute schon so lange gespielt hatte, freute sich sich schon und es juckte ihr in den Fingern, den Jungs zu zeigen, wie gut sie inzwischen Nobody's Listening spielte.
    Noch war die Band im "Coverstatus", wie sie es selber nannten und coverten größtenteils die Songs.Doch das störte keinen, denn sie liebten es einfach alle, auf ihren Instrumenten alles zu geben und einfach nur abzurocken.
    Die Band bestand aus vier Mitgliedern.
    Zwei Gitarren, ein Bass und Resa, am Schlagzeug.
    Der erste Gitarrist und Sänger hieß Johannes, kurz Jojo, oder Joho, 17 Jahre jung.
    Zweite Gitarre wurde vom ebenfalls 16-jährigem Justin besetzt und der mit 18 Jahren Älteste und Bassist der Truppe war Tom.
    Resa trommelte etwas vor sich hin, bis sich die Tür aufschob und Tom sich und seinen Bass durchzwängte.
    "Hey Resaleinchen...",neckte er sie , woraufhin er sich einen bitterbösen Killerblick einfing.
    Er grinste breit und fing an, seinen Bass anzuschließen und zu stimmen.
    Kurz darauf trudelten auch Jojo und Justin ein und Resa lies sie alle staunden, indem sie, dass erst gestern neu angefangen Stück Nobody's Listening fehlerlos spielte.
    Mit breitem Grinsen lies sie die Lobeshymnen auf sie herabregnen...

    Ja, hier fühlte sie sich pudelwohl, egal was ihre Eltern von dieser Konstelation dachten...



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 12.03.2008, 21:55


    süße? der teil ist super! einfach atemberaubend! ein perfekter erster teil für eine neue perfekte story =)


    ich freu mich schon mega auf die story .... wird bestimmt wieder mega spaß machen =) wie immer halt, wenn ich mit dir schreibe =)

    hab dich unglaublich lieb <3


    "träume werden wahr!" ganz sicher !!!

    deine sanni



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 17.03.2008, 20:58


    so lenchen... ich hoffe mein teil gefällt dir... hab etwas länger gebraucht... hab aber auch viel gelöscht und wieder neu geschrieben^^ war mal ne herausforderung mal wieder was ganz neues zu schreiben =)

    hab dich lieb <3
    freu mich schon auf deinen teil ;)



    Hier mit den drei Jungs, ihrem Schlagzeug, der Musik und ihrem geliebten Probekeller fühlte sie sich so wohl, wie sonst nirgendwo.
    Bei dem Gedanken, wie der Keller zuallererst ausgesehen hatte, musste Resa allerdings schmunzeln. Richtig spießig und langweilig, war er da gewesen. Und jetzt war er ein Prachtstück geworden.
    Resa und die Jungs hatten an jeder Wand hunderte von Postern und Bilder und Zeitungsausschnitte ihre Lieblingsbands aufgehängt. Von der langweiligen weißen Gipswand konnte man nur noch an wenigen Stellen etwas sehen. Und dann hatte Tom auf einem alten Schrottplatz einen ganzen Stapel Neonröhren ergattern können. Ein paar Neonröhren waren bunt – rot, grün, blau, violett. Dadurch wurde der Raum in ein wunderbares Farbenlicht getaucht und die große Diskokugel die in der Mitte an der Decke hing, glitzerte in tausend Farben und warf bunte Lichtreflexe an die Wände. Leider war der Keller nicht besonders groß und durch das Schlagzeug und den alten, zerfledderten Sessel in der Ecke wurde es für Jojo und Justin mit ihren Gitarren und für Tom mit seinem Bass manchmal ganz schön eng. Und dann mussten die vier bei jedem Schritt auch noch aufpassen, dass sie nicht über eines der Kabel stolperten, die den Boden zierten. Aber schließlich brauchten sie die Kabel für die Verstärker und die Gitarren und das ganze andere Zeug. Man musste halt etwas aufpassen beim Laufen.
    Resa hatte ihre Eltern auch schon einmal gefragt, ob sie nicht in den größeren Raum im Keller gehen könnten. Schließlich stand der zurzeit noch leer. Doch ihre Eltern hatten nur gemeint, dass der Raum, in dem sie jetzt spielten, genügen würde und außerdem das große Zimmer nicht isoliert sei.
    Damit hatte Resa sich abgefunden. Sie war nicht der Typ, der ewig mit den Eltern diskutierte, wie ihre kleine Schwester. Auf Diskussionen hatte Resa keine Lust. Vielleicht lag das daran, dass sie meist den Kürzeren bei solchen Diskussionen zog. Ann-Marie war da schon geschickter. Sie nervte ihre Eltern so lange, bis diese irgendwann genervt nachgaben.
    „Mann Resa! Wie machst du das nur?“, fragte Tom erstaunt.
    „Wir können das Stück noch lange nicht – nur du wieder“, grinste Justin, „Du wirst dich also damit begnügen müssen, es noch weiter zu üben.“
    „Keine Sorge, das macht mir nichts“, lächelte Resa und pustete sich wieder einmal ihren Pony aus dem Gesicht. Die Jungs zählten diese Geste, schon zu ihrem Markenzeichen.
    „Ok. Lasst uns jetzt zum Anfang, aber erst einmal ein Lied spielen, dass wir schon können“, schlug Justin vor und zupfte schon einmal an seiner Gitarre.
    Resa und Tom nickten zustimmend, nur Jojo stand schweigend da und klimperte an seiner Gitarre herum.
    Resa warf Justin und Tom einen fragenden Blick zu. Irgendetwas stimmte mit Jojo nicht. Klar, er war einer von diesen ruhigen Typen, träumerisch und mit einer tollen Stimme, aber so still und in Gedanken, war schon etwas ungewöhnlich.
    „Ähm? Joho?“, fragte Resa zaghaft und Jojo blickte sofort auf.
    Irgendwie fand Resa, dass seine Augen seltsam weit weg aussahen. Doch als hätte er gemerkt, dass Resa in seine Augen geblickt hatte, ließ er schnell die Fransen seiner schwarzen Haare vor die Augen hängen. Das machte er immer, wenn er etwas zu verbergen hatten. Das hatten Justin, Tom und Resa schon mitbekommen.
    „Was ist?“ Jojo sah die andern Bandmitglieder verwirrt an.
    „Wir wollten mit einem alten Stück anfangen“, meinte Tom.
    „Ok... wie wär’s mit ‚Das letzte Streichholz’?“, fragte Jojo und ging zu seinem Mikro.
    Dieses Stück hatten sie schon lange nicht mehr gespielt. Resa mochte es. Sehr sogar.
    Als auch Justin und Tom sich in Position gestellt hatten, schlug Resa den Takt an. Genau zum richtigen Zeitpunkt fingen die Gitarren und der Bass an zu spielen. Und als Jojos raue Stimme zu singen anfing, bekam Resa eine Gänsehaut.
    Jojos Stimme war einfach immer Gänsehautfeeling. Resa sagte immer, wenn bei dieser Stimme keine Gänsehaut bekam, war gefühlskalt. Und Justin und Tom waren derselben Meinung. Nur Jojo selbst war sich da nicht immer so sicher. Er war Perfektionist. Sobald er einen Einsatz vermasselte oder auch nur ein Ton etwas schief lag, fand er es schrecklich. Bei ihm musste alles passen – vorher war er nicht zufrieden.
    Doch Resa mochte das, denn auch sie war eine Kämpfernatur. Bevor sie ein Stück nicht perfekt konnte, hörte sie nicht auf zu üben. Auch wenn es manchmal Stunden dauerte.
    Aber jetzt, als Jojo sang, wurde den andern drei klar, dass auf jeden Fall etwas nicht stimmte. Und Resa war sich nicht mehr so sicher, ob es eine gute Idee gewesen war, gerade dieses Lied zu spielen.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 17.03.2008, 22:52


    Uii Sanniii=)
    Dein Teil ist große Klasse=)
    Genauu so habe ich mir den Proberaum vorgestellt...



    Heimlich beobachtete Resa Jojo von hinten. Er sang sehr konzentriert und voller Elan.
    Seine Stimme klang rau, so wie er es bei dem Lied immer machte...doch irgendwie kam ihr etwas seltsam vor.
    Es war schon ungewöhnlich genug, dass sie mit offenen Augen spielte, doch mit Jojo stimmte etwas nicht.
    Er umklammerte das Mikro auf dem Ständer und lehnte sich nach vorne, seine Augen waren geschlossen und seine Ponyfransen fielen ihm so tief ins Gesicht, dass sie fast sein ganzes Gesicht bis zur Nase bedeckten.
    Resa versuchte irgendwie rauszufinden was nicht stimmen konnte und verspielte sich prompt.
    Sofort hörten alle auf zu spielen und sahen sie schockiert an.
    Ja, sie verspielte sich manchmal am Anfang, aber doch nicht bei so einer alten Kamelle?
    Justin sah sie entgeistert an:
    "Was ist denn mit DIR los?"
    Resa spürte, wie sie rot anlief.
    "Ähm..äh...ach nichts...nur en kleiner Hänger...machen wir einfach weiter!!",stammelte sie und bemerkte, das Jojo keinerlei Regung gezeigt hatte, sondern einfach abgewartet hatte.
    Er? Abwarten bis was klappte?
    Das passte überhaupt nicht zu ihm!
    Sie gab wieder den Takt vor und diesmal konzentrierte sie sich etwas mehr.
    Es klappte und auch die anderen Songs funktionierten einwandfrei.
    Dann fingen sie an, weiter an den Linkin Park Stücken zu üben.
    Einmal war das "Nobody's Listening" dann noch "From the inside", "Faint" und "Somewhere I belong".
    Ziemlich anspruchsvoll, doch wofür übten sie sonst, wenn nicht, um besser zu werden?
    Resa versuchte nicht mehr zu viel über Jojos merkwürdiges Benehmen nachzudenken und so klaptten die meisten der Lieder doch schon relativ gut.
    In der Pause verschwand Jojo kurz auf der Toilette, was den anderen drei natürlich sehr gelegen kam.
    Kaum war er aus der Tür raus und diese zugefallen, fragte Tom:
    "Glaubt ihr, es ist wieder seine Familie?"

    Jojo hatte öfters Stress zu Hause, er war der mittlere von drei Jungens und dann war sein Vater auch noch alleinerziehend seit Jojo 6 war.
    Natürlich war das für die ganze Familie sehr schwer, zumal seine Mutter nicht die Familie verlassen hatte, sondern gestorben war.
    Sein Vater trank ab und zu deutlich einen über den Durst und lies seine Wut und Trauer dann an seinen Söhen aus.
    Sein ältester Bruder war schon ausgezogen, doch er und Max , sein jüngerer Bruder, bekamen immer wieder alles ab.
    Jojo fühlte sich häufig für den 13-jährigen verwantwortlich und hatte ein schlechtes Gewissen, wenn er ihn allein zu Hause bei seinem Vater lies.
    Scheinbar hatte es wieder Krach gegeben...

    Resa nickte zustimmend und fügte hinzu:
    "Wollen wir ihn drauf ansprechen, oder....?"
    Justin und Tom sahen sich an.
    Jojo wurde nicht gerne darauf angesprochen. Er wollte sowas lieber alleine für sich und ohne jede Fremde Hilfe regeln.
    "Ich weiß nicht...lassen wir das lieber mal...was haltet ihr davon, wenn er bei einem von uns pennt?Morgen ist ja eh frei...",schlug Tom vor.
    Justin zuckte bedauernd mit den Schultern
    "Bei mir gehts nicht...Full House, weil meine Mutter doch übermorgen groß Geburtstag feiert..."
    Selbst Tom schlug sich mit der flachen Hand auf die Stirn.
    "Damned! Bei mir gehts auch nicht...ich muss heute Abend zu unseren Nachbarn rüber und da auf die beiden Kleinen aufpassen...Resa?", hoffend sah er zu ihr rüber, auch Justin sah sie bittend an.
    Resa zuckte seufzend die Schultern hoch und sagte theatralisch
    "Jaaa...wenns denn sein muss...",doch dann zwinkerte sie und lachte "Ja klar, kein Ding, ich lauf nur eben hoch und frag mal nach..."Damit kramte sie sich hinter ihrem Schlagzeug vor und balancierte aus dem Raum raus.

    Sie lief rasch die Treppe nach oben und begegnete auf halbem Wege Jojo.
    Da die Treppe sehr eng war, mussten sie sich beide an die Wand drücken, um überhaupt aneinander vorbeizukommen.
    Dann stürmte sie in die Küche, wo ihre Mutter nach wie vor war.
    "Hey Mum, kann Jojo heute hier übernachten?", fragte sie geradeheraus, was wohl eine ihrer größten Schwächen war, ihre Schwester machte das viel geschickter hintenherum.
    Ihre Mutter zog mal wieder ihre Augenbrauen so hoch, dass man sie kaum noch sah und meinte bloß:
    "Muss das denn sein?"
    "Bitte, es wäre wirklich wichtig...",versuchte sie es ein bisschen mit betteln.
    Ihre Mutter stellte gerade den letzten gespülten Teller in den Schrank und zuckte mit den Schultern.
    "Wenns denn sein MUSS..."
    Resa wollte sich gerade umdrehen und wieder runtergehen, da fügte ihre Mutter noch hinzu.
    "Aber er schläft im Gästezimmer!"
    Verdattert wandte sie sich wieder ihrer Mutter zu.
    "Wieso denn das auf einmal?"
    "Ihr seid nunmal in einem gewissen Alter, da möchte ich nicht, dass meine 16-jährige Tochter eine ganze Nacht alleine mit einem 17-jährigem verbringt!!!"
    Resa sah ihre Mutter entrüstet an.
    "Wie bitte?"
    "Du hast mich schon richtig verstanden!!", ungerührt räumte sie weiter die Küche auf.
    "MOM! Ich bitte dich!! Jojo und ich kennen uns seit Jahren...was soll denn da passieren?"
    Mist, jetzt hatte sie es versaut. Ihre Mutter mochte es gar nicht, wenn man sie Mom nannte.
    "Theresa! Ich bitte dich! Ich bin doch nicht dumm! Und , wenn du mich ansprechen willst, nenn mich Mama oder aber bei meinem Vornamen, aber nicht Moom!"
    Fassungslos stand Resa der Mund offen, was dachte ihre Mutter nur von ihr?
    "Bitte Mama! Er pennt doch nur bei mir auf dem Sofa...da passiert wirklich nichts! Ich würde es dir doch erzählen, wenn ich einen Freund hätte...ehrlich!", okay, das war gelogen, sie würd es ihr wahrscheinlich lange versuchen zu verheimlichen, aber das musste sie ja jetzt nicht wissen.
    Ihre Mutter musterte sie kritisch und nickte dann nur knapp mit dem Kopf.
    Das war dann wohl ein Okay.
    Grinsend hüpfte Resa die Treppe wieder runter und traf die Jungs jammend an.
    Jojo hatte es sich solange auf dem alten Sessel gemütlich gemacht und schlürfte an einer Cola aus ihrem eigenen kleinen Kühlschrank , der sich nur kaum von der Wand abhob, da er ebenfalls mit allen möglichen Dingen beklebt war.
    Resa nickte den beiden spielenden Jungs zu und klemmte sich wieder hinter ihr Schlagzeug.
    "Heeey, ich hab die Idee...Jungs, was haltet ihr davon, wenn wir heute Abend einen Videoabend bei mir starten?",rief sie auf einmal gespielt aufgeregt.
    Sofort begannen Justin und Tom sich zu entschuldigen und blablabla, sodass Resa hoffnungsvoll zu Jojo rübersah.
    Dieser wirkte schon wieder wie mitten in einem Tagtraum, doch er nickte und meinte, dass das eine coole Idee sei.
    Na also, das wäre also geklärt.

    Die Vier spielten noch ein wenig von den alten Liedern , dann musste Tom auch schon wieder los und ohne Bass hörte sich das nunmal alles nicht so gut an, also verabschiedete sich kurz darauf auch Justin und Jojo ging mit ihm ,um noch schnell ein paar Sachen zu holen.

    Auch Resa machte sich nochmal auf den Weg, sie wollte in ihren Lieblingsladen.
    Dieser Laden war mitten in der Stadt, klein und versteckt.
    Es war ein CDLaden, der "Musikus" hieß und wurde von der 20-jährigen Christina, genannt Chrisse, geführt.
    Es beinhaltete alte, sowie neue CDs , es gab sogar ein paar Platten.
    Chrisse war eine leicht durchgeknallte junge Frau, deren Haarfarbe sich wöchentlich änderte.
    Doch Resa mochte sie und sie waren schon sowas wie Freundinnen und auch heute, als das Glöckchen klingelte, als sie den Laden betrat, freute sich Chrisse sichtbar sie zu sehen.
    "Heey, Resa, wie gehts dir? mensch, haben wir uns lange nicht mehr gesehen!Was führt dich her?"
    Resa ging zu ihr rüber an den kleinen Ladentisch und begrüßte sie.
    "Ich brauche unbedingt nochmal ein bisschen was neues...hast du was da?",lies sie Chrisse sofort ihr Anliegen erfahren.
    Diese sprang sofort auf und lief durch die schmalen Gänge, von denen es bloß 5 gab und kramte in den CDs.
    Dabei murmelte sie immer wieder die Namen vor sich hin, bis sie schließlich ein paar CDs rauszog und sie Resa hinhielt.
    Resa nahm sie und las sich die Titel durch.
    Da waren zwei CDs von den Plain White T's von denen sie noch nie gehört hatte, dann noch eine von Stefanie Heinzmann, dieser Name sagte ihr was.
    Sie hielt die CD hoch und meinte:
    "Ist das nicht die, die diesen Wettbewerb bei Stefan Raab gewonnen hat? Und die ist gut?"
    Chrisse nickt und strich sich die diesmal knallorangen Haare hinter die Ohren.
    "Wird dir gefallen...da bin ich mir sicher! Und die Plain White T's auch, sind vielleicht nicht ganz so hart wie Linkin Park...aber du wirst es mögen , meine Gute!"
    Resa zuckte mit den Schultern, wenn Chrisse das sagte...
    Sie nahm die drei CDs und ging damit zur Kasse.
    Chrisse folgte ihr, scannte zwei CDs ein und schob die dritte so in die Tüte.
    "Geschenk des Hauses...für den besten Kunden!", zwinkerte sie Resa zu.
    Resa lachte, lies aber dann mit Absicht 5 Euro zuviel da.
    Immerhin war der Laden Chrisses Existenz.


    Zu Hause hörte sich Resa erstmal die CD von den Plain White T's an.
    Ja, Chrisse hatte mal wieder richtig gelegen, diese Band gefiel ihr wirklich gut.
    Sie hörte sich noch ein paar Mal einige der Lieder an, dann rief ihre Mutter sie von unten.
    Jojo war da.
    Unsicher stand er im Flur, wo ihre Mutter vor ihm stand und ihn unverhohlen musterte.
    Schnell lief Resa die Treppe runter und lächelte ihm aufmunternd zu.
    Ihre Mutter versperrte ihr kurz den Weg und fragte barsch.
    "Esst ihr mit?"
    Resa nickte bloß, schob sich an ihr vorbei und zog Jojo an seinem Handgelenk nach oben.
    Dort angekommen, machte sie sich direkt daran das Sofa auszuziehen und Bettwäsche für ihn zu holen.
    Jojo hatte es sich inzwischen, deutlich entspannter, auf ihrem Schreibtischstuhl gemütlich gemacht.
    Die CD lief immer noch und als Resa bepackt bis oben hin mit Bettzeug ins ZImmer kam, fragte er
    "Wasn das für ne Band?"
    "Painwhits!"nuschelte Resa.
    Jojo sprang sofort auf und half ihr.
    Sie schüttelte und pustete ihren Pony zurecht und antwortete nochmal.
    "Plain White T's! Hab ich von Chrisse bekommen...gefällts dir?"
    Jojo nickte
    "Besonders das Lied....",er schaltete auf "Lets pretend" http://www.youtube.com/watch?v=EFuxwuTzhbk

    Resa sah ihn aufmerksam an, während er dem Lied lauschte.
    Okay, es war eindeutig, dass irgendwas nicht stimmte, doch irgendwie fühlte Resa, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt war, um ihn darauf anzusprechen.
    Sie drehte die Anlage etwas lauter und stellte fest, dass das Lied wirklich gut war...
    Dann hörten sie sich noch die anderen beiden CDs an und waren der Meinung, dass es sich bestimmt lohnen würde, mal versuchen sie zu spielen.

    Dann rief ihre Mutter sie zum Essen.
    Normalerweise war ihre Mutter ausgesprochen nett zu Jojo und den anderen gewesen, doch scheinbar war das lange her...
    Sie verhielt sich schroff und kalt, doch Resa lies sich nichts anmerken, und tat immer fröhlicher.
    Solche "stummen Kämpfe" gab es häufiger zwischen Resa und ihrer Mutter.

    Nach dem Essen gingen die beiden wieder nach oben und überlegten, welchen Film sie ansehen wollten.
    Sie entschieden sich für Engel & Joe, einer ihrer Lieblingsfilme.
    Sie konnten schon fast durchgehend mitsprechen, Jojo als Engel und Resa als Joe.
    Doch bevor sie anfingen, entschieden sie, sich erstmal bequeme Sachen anzuziehen.
    Resa zog sich ein weites Shirt und eine Boxershort an , während Jojo sich bloß die Jacke auszog und eine Jogginghose anstellte der Jeans.
    Dann setzten sie sich gemeinsam auf das Sofa und sahen den Film.
    Sie lachten, als sie beide anfingen mitzusprechen und Resa freute sich, dass Jojo scheinbar ein bisschen seine Sorgen vergessen konnte.
    Als der Film zuende war, holte sie Chips und Cola, während Jojo einen neuen aussuchte.
    So ging es den ganzen Abend.
    Resa erinnerte sich nicht genau, doch ungefähr während dem vierten Film musste sie eingeschlafen sein.
    Denn als sie aufwachte, lag sie an Jojos Schulter angekuschelt mit ihm auf dem Sofa.
    Er schlief ebenfalls und von der DVD sah man nur wieder das Menü.
    Sie mussten beide eingeschlafen sein.
    Verwirrt stand Resa auf und legte sich in ihr Bett.

    Allerdings fiel ihr das einschlafen schwer.
    Sie musste über die Worte ihrer Mutter nachdenken.
    Glaubte sie wirklich, dass etwas zwischen ihr und Jojo lief?
    Niemals...sie waren Freunde und mehr nicht.
    Das war schon seit Jahren so und würde sich bestimmt nicht ändern.
    Resa schüttelte den Kopf und wollte sich auf die Seite drehen und weiterschlafen, als sie bemerkte, dass Jojo aufwachte.
    Mit wirren Haaren sah er zu ihr rüber und fragte benommen:
    "Wieso bist du in dein Bett gegangen?War grad so gemütlich..."
    Resa spürte zum zweiten Mal heute, wie sie rot anlief und flüsterte leise.
    "Du machst dich so breit...",das stimmte nicht, doch sie wusste nicht, ob Jojo einen Scherz gemacht hatte oder nicht.
    Er brummte nur und Resa nahm die Chance war.
    "Sag mal...ist bei dir zu Hause alles so weit in Ordnung?"
    Jojo schwieg lange, so lange, dass Resa dachte, er sei wieder eingeschlafen, doch dann flüsterte er.
    "Nein..,aber ich komm schon klar. Max und ich schaffen das schon....ist okay.", er klang müde und ....traurig.
    Richtig traurig.
    Resa hatte seine Stimme noch nie so niedergeschlagen gehört.
    Ein Schauer lief ihr über den Rücken und sie wagte kaum noch zu sprechen, doch dann wollte sie es doch noch unbedingt loswerden.
    "Hey Jojo...wir sind Freunde, dass weißt du , ne? Und Freunde sind da, um zu helfen...also wenn du irgendwie Hilfe brauchst, egal für was...wir sind da. Die Jungs und ich. Wirklich...okay?"
    Wieder schwieg er sehr lange, doch dann antwortete er doch noch:
    "Ich weiß doch Resa...aber ich krieg das schon hin...irgendwie. Trotzdem Danke...Gute Nacht!"
    Sie hörte, wie er sich umdrehte und schnell wieder eingeschlafen war.
    Im Zimmer war es fast gänzlich dunkel, doch Resa konnte knapp Jojos Umrisse erkennen und betrachtete diese eine Weile, bevor sie wieder einschlief.
    Er tat ihr Leid, doch wenn er keine Hilfe wollte...was sollte sie denn dann machen?



    Okaay..nicht gut.
    Rette, was zu retten ist, Sanni=)=)

    LKüssen...

    Leni



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 20.03.2008, 14:52


    soo
    hier kommt der 1. teil bei unserem ffnachmittag =)
    weiß nich...bin noch nich soooo zufrieden mit dem teil.... ich finde es fehlt iwas.... vllt das spannende, traurige oder glückliche.... passiert halt nich wirklich was...aber solche teile muss es schließlich auch geben :D
    aber dein teil war klasse ;) wie immer halt^^ was will ich noch groß sagen

    hab dich lieb <3
    sanni




    Durch einen grellen Strahl der morgendlichen Sonne wurde Resa geweckt. Sie kniff die Augen zusammen und gähnte erst einmal ausgiebig.
    „Da ist aber noch eine müde“, lachte Jojo.
    Resa erschrak und wandte schnell ihren Kopf in die Richtung von Jojo. Den hatte sie ja komplette vergessen.
    „Kann man wohl sagen“, grinste sie schließlich und setzte sich auf.
    Auch Jojo saß schon aufrecht, komplett angezogen und seine Tasche war auch schon gepackt.
    „Willst du schon gehen?“
    „Is glaub besser wenn ich nach Hause schau... nicht das Max sich Sorgen macht“, murmelte Jojo.
    Max und sich Sorgen machen? Resa glaubt eher, dass Jojo sich Sorgen um Max machte – nicht umgekehrt. Aber was sollte sie auch dagegen sagen. Ihr würde es wohl auch nicht anders gehen.
    „Hmm... ok... sehn wir uns heute? Wir könnten mit den andern Jungs in die Stadt gehen?“, fragte Resa, mit dem Gedanken Jojo so gut es ging auf andere Gedanken zu bringen.
    „Weiß nicht. Muss erst mal gucken, was zuhause los ist. Ich meld mich bei euch, okay?“
    Jojo stand auf und schnappte sich seine Tasche.
    „Okay“, auch Resa stand auf, „Willst du nicht noch was frühstücken?“
    „Ne lieber nicht. Deine Mum mag mich nicht besonders“, lachte Jojo und zwinkerte Resa zu.
    „Mum mag niemanden von meinen Freunden...“, brummte Resa und sah auf ihre nackten Füße.
    Warum eigentlich? Was war an Resas Freunden anders, als an Ann-Maries Freundinnen? Okay, das war der springende Punkt. Ann-Marie hatte Freundinnen und Resa nur Freunde. Resa hatte keine Mädchen als Freunde... warum wusste sie gar nicht.
    Vielleicht hing es damit zusammen, dass Jungs Resa immer so akzeptiert hatten, wie sie war – die Mädchen aus ihrer Klasse hatten das nie getan. Dort wurde sie wegen ihrem Aussehen, ihrer Kleidung und ihrer Art, einfach nicht gemocht.
    Doch Resa hatte damit rein gar kein Problem. Sie war froh, Justin, Tom und Jojo als Freunde zu haben. Die drei waren genauso Musikvernarrt wie sie, und sahen sie nicht mit schiefen Blicken an, nur weil sie Baggies trug und keine knallenge Hüfthosen.
    „Resa mach dir keinen Kopf. Da kannst du doch nichts für“, lächelte Jojo und wuschelte Resa durch die verzausten Haare.
    Resa knuffte ihm blitzschnell in die Seite. Sie mochte es nicht, wenn man sie durch die Haare wuschelte.
    „Au! Wofür das?“, jammerte Jojo und hielt sich gespielt unter Schmerzen seinen Bauch.
    „Fürs Haarewuscheln“, sagte Resa ungerührt.
    „Ach das bisschen was ich da durcheinander gebracht hab, machts auch nicht mehr aus. Du solltest dich mal im Spiegel sehen“, lachte Jojo und zerrte Resa vor ihren Spiegel im Schrank.
    Okay, Recht hatte er. Resas Haare standen wirklich etwas ab... aber sie war schließlich auch erst aufgestanden.
    „Okay! Ich gebe mich geschlagen“, grinste Resa und kämmte sich mit gespreizten Fingern durch die Haare.
    „Was anderes blieb dir auch nicht übrig“, zwinkerte Jojo und schon wieder war seine Hand auf Resas Kopf und wuschelte durch ihr Haar.
    Doch bevor Resa auch nur reagieren konnte, war seine Hand auch schon wieder weg und er zur Tür gerannt.
    Lachend rannte Resa ihm nach um ihm noch einmal in die Seite zu boxen. Doch ihre Mutter hatte den Krach gehört, den die beiden auf der Treppe veranstalteten und stand schon unten vor der Tür, mit den Händen in der Hüfte.
    „Müsst ihr solch einen Lärm machen?“, schimpfte sie.
    „Tschuldigung Frau Bachmann“, meinte Jojo schnell, „Ich wollte sowieso gehen. Schönen Tag noch... bis nachher vielleicht Resa.“ Er winkte Resa ein letztes Mal und war dann auch schon zur Haustür hinaus verschwunden.
    Frau Bachmann besah Resa nur wieder mit einem ihrer missbilligenden Blicke und schüttelte dann den Blick.
    „Was denn? Schläft doch eh keiner mehr“, sagte Resa und zuckte mit den Schultern.
    „Deswegen muss man trotzdem nicht so einen Krach veranstalten. Andere wollen vielleicht ihre Ruhe haben!“
    „Jaja... tut mir ja Leid“, sagte Resa und drehte sich um, um wieder die Treppe hoch zu laufen.
    „Wenn dieser Junge schon weg ist, kannst du gleich mal wieder dein Zimmer aufräumen.“
    „Dieser Junge heißt Jojo“, fauchte Resa genervt. Sie konnte es absolut nicht leiden, wenn ihre Mutter ihre Freunde so abfällig nannte.
    „Was spielt das für eine Rolle. Dein Zimmer gehört trotzdem mal wieder aufgeräumt. Vorher darfst du heute nicht weg“, schimpfte Frau Bachmann weiter und ging wieder in die Küche, um zu zeigen, dass die Diskussion beendet war.
    Resa verdrehte die Augen und polterte extra laut die Treppe hoch.
    Als sie die Tür zu ihrem Zimmer öffnete, blieb sie erst einmal stehen und sah sich um.
    Klar ihr Zimmer war nicht so ordentlich, wie das von Ann-Marie, aber was war daran denn bitte schlimm?
    Ein paar Klamotten lagen auf dem Boden und Stifte und Hefte stapelten sich auf ihrem Schreibtisch. Was war schon dabei?
    Sie fühlte sich hier wohl. Außerdem verbrachte sie sowieso manchmal mehr Zeit im Proberaum, als in ihrem Zimmer.
    Sie schmiss die dreckigen Klamotten in die Wäsche und ordnete die Hefte und Stifte und Schulbücher auf ihrem Schreibtisch zu Recht.
    Zehn Minuten später war sie fertig, war sich aber sicher, dass wenn sie jetzt zu ihrer Mutter gehen würde, sie diese zehn Minuten nicht akzeptieren würde.
    Dann hatte sie eine Idee. Sie holte sich den Staubsauger, machte die Zimmertür zu und stellte den Staubsauger an.
    Doch sie saugte nicht, sondern ließ ihn einfach ungeachtet am Boden liegen und schnappte sich stattdessen ihr Handy.
    Zuerst wählte sie Toms Nummer.
    „Hey Resa. Was gibts?“, meldete sich Tom schon nach dem dritten Klingeln.
    „Ich wollt fragen, ob wir uns heute in der Stadt treffen wollen?“, fragte Resa und versuchte den Lärm, des Staubsaugers nicht zu beachten.
    „Klar! Ich hab heut Zeit... aber sag mal? Saugst du etwa?!“
    „Alles nur Tarnung“, lachte Resa und hoffte, dass ihre Mutter nicht ins Zimmer kommen würde, um zu sehen, ob wirklich Resa saugte.
    „Ach hat deine Mum mal wieder Terror gemacht?“, fragte Tom mitfühlend.
    „Und wie. ‚Räum dein Zimmer auf, oder du darfst nicht weg’“, äffte Resa ihre Mutter gekonnt nach.
    Tom lachte nur. Die Jungs kannten Resas Mutter mittlerweile ziemlich gut und konnten sich genau vorstellen, was bei Resa daheim los war.
    „Okay, dann räum mal schön auf und wir sehn uns um 15 Uhr in der Stadt.“
    „Rufst du Justin an? Oder soll ich? Weil Jojo meldet sich noch bei mir, ob er kann oder nich“, meinte Resa.
    „In Ordnung ich kann Justin anrufen. Jojo hatte wieder Stress zuhause, stimmts?“
    „Ja hatte er. Wollte aber nicht drüber reden“, erklärte Resa und dachte wieder an das Gespräch mit Jojo heute Nacht.
    „Was hast du anderes erwartet. Jojo will immer alles alleine auf die Reihe bekommen.“
    Da hatte Tom Recht. Auch wenn es Resa nicht passte, dass Jojo immer alles alleine regeln wollte. Aber sie konnte ihm ihre Hilfe schließlich nicht aufdrücken.
    Die beiden verabschiedeten sich und Resa stellte den Staubsauger schließlich auch wieder aus.
    Sobald der Lärm vorbei war, konnte sie Schritte auf der Treppe hören. Ihre Zimmertür öffnete sich und ihre Mutter schaute sie fragend an.
    „Hast du gerade wirklich gesaugt?“, fragte sie ungläubig.
    „Ähm ja. Was denkst du denn? Das ich den Staubsauger einfach nur zum Spaß laufen lass?“, Resa sah ihre Mutter herausfordernd an.
    „Ich dachte nur. Normalerweise saugst du nie freiwillig!“
    „Tja, da siehst du mal. Und was ist jetzt? Darf ich mich heute mit den Jungs treffen?“
    „Ja geht in Ordnung... schließlich hast du dein Zimmer aufgeräumt“, gab Frau Bachmann nach und ging auch schon wieder aus dem Zimmer.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 20.03.2008, 16:06


    =)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 20.03.2008, 16:28


    sodele...auf ein neues -.-


    Resa vertrieb sich die Zeit, bis zum Treffen damit, ihre Hausaufgaben noch mal zu erledigen und ein bisschen auf dem Schlagzeug zu spielen.
    Außerdem musste sie noch zum familiären Mittagessen erscheinen.
    Um 14 Uhr entschied sie sich dazu, mit ihren Rollerblades in die Stadt zu fahren.
    Sie kramte sie nur flott heraus und probierte sie an.
    Doch, sie passten noch.
    Dann holte sie ihre dicken Kopfhörer, hängte sich diese um den Hals und suchte sich schon mal ein Lied auf ihrem iPod aus.
    Dann rief sie ein „Tschüss!“, nach oben und zog die Tür hinter sich zu, legte die Kopfhörer über ihre Ohren und drückte auf „Play“
    Gut gelaunt fuhr sie der Stadt entgegen und bemerkte gar nicht, dass sie eine SMS bekam.
    Diese sah sie erst, als sie am angestammten Treffpunkt ankam und die Jungs begrüßte.
    Sie wollte eigentlich nur auf die Uhr sehen, um zu wissen, wie lange sie gebraucht hatte, da sah sie, dass sie eine SMS bekommen hatte.
    „Hey Resa! Tut mir Leid, aber ich schaffs jetzt nicht. Vielleicht später! Jojo“
    Traurig zeigte Resa die SMS den anderen und sie beschlossen, erstmal zu McDonalds zu gehen.
    Beziehungsweise, die Jungs beschlossen und Resa folgte ihnen.
    Sie hatte keine große Lust auf irgendwelche Diskussionen, die sie sowieso verlieren würde.
    Sie hatte allerdings keinen Hunger mehr, da sie ja schon zu Hause gegessen hatte und sah stattdessen den beiden dabei zu.
    Was nicht wirklich schön war.
    Sie stopften sich das Essen mehr rein, als dass sie es aßen.

    Resa überlegte derweil, was sie unternehmen könnte und verkündete, dass sie ins Schwimmbad gehen würden.
    Justin und Tom fanden die Idee grandios und so verabredeten sie sich in einer halben Stunde am Schwimmbad.
    Tom setzte Justin und Resa bei ihnen zu Hause ab, da er seit kurzem seinen Führerschein hatte und so schaffte Resa es sogar, ebenfalls mit den Rollerblades bis zum Schwimmbad zu fahren.
    Unterwegs rief sie noch mal Jojo an und , welch ein Wunder, er nahm ab.
    „Ja?“
    „Hey, Jo, ich bin’s, Resa. Was hältst du von Schwimmbad, jetzt gleich?“
    Stille.
    „Hhhm, okay. Bis gleich!“ und aufgelegt.
    Verwundert sah Resa auf das Handy, na ja, sehr begeistert hatte das ja nicht gerade geklungen.
    Doch, und das merkte sie sich für die Ewigkeit, war es nicht besonders klug, bei Rollerbladen auf ein Handy zu starren.
    Sie schaffte es nur ganz knapp, dass sie nicht gegen den nächsten Laternenmast knallte.

    Am Schwimmbad angekommen, warteten die drei bereits auf sie.
    Najaaa, sie war ja auch die Einzige auf Rollerblades.

    Im Schwimmbad lieferten sie sich erstmal eine riesen Wasserschlacht, Resa mit Jojo, gegen Tom und Justin.
    Tom und Justin gewannen haushoch, da es für keinen der drei Jungs ein wirkliches Problem war, Resa hoch über ihren Kopf zu heben und weit weg ins Wasser zu werfen.
    Und so kam es, dass Resa mehr Zeit ÜBER dem Wasser, als IM Wasser verbrachte.
    Doch alle amüsierten sich prächtig und alberten soviel rum, dass ein Bademeister kam und sie um Ruhe bat.
    Kaum war dieser außer Hörweite, prusteten sie los und lachten sich kaputt.
    Im Grunde ein sehr gelungener Nachmittag zumal Jojo endlich auf andere Gedanken kam.


    Im späten Nachmittag verabschiedeten sie sich voneinander und Resa kam mit knurrendem Magen zu Hause an, schmierte sich schnell zwei Brote und verschwand auf ihr Zimmer, wo sie erstmal den PC anmachte, ICQ hochfahren lies und es sich gemütlich machte.

    Keine zwei Sekunden war sie online, als Jojo sie anschrieb.
    „Hey Resa…kann ich dich was fragen?“
    Verdutzt hörte Resa auf zu kauen und schrieb schnell zurück.
    „Klar, was gibt’s?“
    „Öhm, also ich wollte bloß wissen, ob ich heute eventuell noch mal bei dir übernachten könnte? Wirklich nur, wenn’s keine Umstände macht!! Max ist auch weg,…und es ist grad etwas stressig hier!“
    Sofort sprang Resa auf und rannte bis in die Küche.
    Dort redete sie solange auf ihre Mutter ein, bettelte und wurde wütend, bis diese „Ja“ sagte.
    Dann sprintete sie wieder hoch und schrieb Jojo:
    „Ja, komm nur rüber…kein Ding!“
    Und schon war Jojo off.
    Und Resa machte sich große Sorgen.
    Wenn Jojo schon kam und so etwas fragte, dann war es wirklich nicht mehr lustig…


    mnaja, mach du weiter Sanni=)=)

    Menno, der erste war länger und besser-.-



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 20.03.2008, 17:00


    soooo...leider der letzte teil für heute =(

    aber es folgen bestimmt noch gaaaaaanz viele ffnachmittage/evenige xD

    hab dich und deine super tollen teile mega lieb <3
    deine sanni




    Während Resa auf Jojo wartete, lief sie unruhig im Zimmer hin und her.
    Was war passiert, dass Jojo den Mut hatte, zu fragen, ob er hier übernachten durfte?
    Als es an der Haustür klingelte, stürmte sie nach unten und rief, noch auf der Treppe, ihrer Mutter zu: „Ich mach schon!“
    Sie riss die Tür auf und hielt den Atem an.
    Ihr blieb die Sprache weg und sie stand wie versteinert da.
    „Oh mist! Ich wusste es war ein Fehler zu kommen“, murmelte Jojo und wollte sich gerade umdrehen um wieder wegzulaufen.
    „Nein!“, sagte Resa erschrocken und packte schnell seine Hand, „Tut mir Leid...“
    „Für was entschuldigst du dich? Dafür das mein Alter mir ein blaues Augen verpasst hat?!“, fragte Jojo spitz.
    Wieder hielt Resa die Luft an. Stumm schüttelte sie den Kopf.
    Wie gerne hätte sie Jojo jetzt in den Arm genommen und wider ihrer Zweifel tat sie es dann einfach.
    Sie drückte sich an seine Brust und hätte ihm so gerne etwas gesagt, was ihn aufbaute.
    Aber was sollte man da auch sagen.
    „Ist schon gut Resa...“, sagte Jojo schließlich mit rauer Stimme, „Lass uns nach oben gehen, bevor deine Mum kommt und meint wir würden miteinander rumknutschen.“
    Jojo lachte unsicher und zog Resa mit sich nach oben.
    Resa wurde etwas rot. Auf was für Gedanken Jojo nur immer kam!
    Oben im Zimmer schmiss Jojo sich auf das Sofa und starrte an die Decke.
    Resa setzte sich unsicher auf den Sofarand und betrachtete sein blaues Auge.
    Was war passiert, dass sein Vater ihn geschlagen hatte?
    Stumm schüttelte sie den Kopf und wollte es sich gar nicht vorstellen.
    „Resa... mach dir nicht so einen Kopf. Ist schon okay“, sagte Jojo plötzlich.
    Resa zuckte zusammen – aus ihren Gedanken gerissen und sah Jojo unsicher an.
    „Bist du dir sicher, dass alles in Ordnung ist?“
    „Ja. Das wird schon... ist doch nur ein blaues Auge“, Jojo zuckte ungerührt mit den Schultern.
    Ja heute. Aber was würde es das nächste Mal sein? Eine blutige Lippe? Eine angebrochene Rippe? Eine Gehirnerschütterung?
    Resa wollte es sich gar nicht vorstellen.
    „Wo ist Max heute Nacht?“, fragte sie stattdessen.
    „Auch bei nem Freund.“
    Resa nickte.
    Diese ganze Ungerechtigkeit verstand sie nicht. Erst war Jojos Mutter gestorben und dann hatte sein Vater auch noch mit Trinken angefangen.
    „Und was wollen wir jetzt machen?“, fragte Resa.
    „Wild rumknutschen und hoffen, dass deine Mutter nicht kommt?“, grinste Jojo.
    Resa wurde rot und räusperte sich unsicher. „Hör auf mit dem Quatsch.“
    „Warum quatsch? Wäre das so schlimm?“
    Resa lachte unsicher und schmiss ein Kissen nach ihm. Das ließ Jojo natürlich nicht auf sich beruhen, sondern nahm sich auch gleich ein Kissen und schleuderte es auf Resa.
    Sie führten eine wilde Kissenschlacht bis Jojo aus versehen ein Kissen auf einen Stapel CDs warf und ein riesen Lärm entstand.
    Beide hielten sie die Luft an, darauf wartend, dass Frau Bachmann ins Zimmer gepoltert kam und sie wegen dem Lärm zusammenstutzen würde. Aber sie kam nicht.
    „Wow... Glück gehabt“, seufzte Jojo und ließ sich wieder auf den Rücken fallen.
    „Hmm...“, meinte Resa und war schon wieder dabei Jojos Gesicht zu studieren.
    Plötzlich kam ihr ein Gedanke. Ein richtig schrecklicher!
    „Du Jojo... sag mal...“, stotterte sie herum und wusste nicht, wie sie es sagen sollte, „Hat dein Vater Max auch geschlagen?“
    Jojo sah Resa lange an, bevor er antwortete: „Nein, was glaubst du, warum ICH das blaue Auge habe?“
    Sie verstand. Jojo hatte seinen kleinen Bruder beschützt.
    „Naja... noch ein Jahr dann bist du 18. und kannst tun und lassen was du willst“, meinte Resa.
    „Ich werde nicht ausziehen und Max alleine lassen“, sagte Jojo ernst.
    „Oh... stimmt... tschuldigung... daran hab ich nicht gedacht...“, nuschelte Resa unsicher.
    „Man Resa! Entschuldig dich doch nich immer“, lachte Jojo, wofür er von Resa mit einem Killerblick bedacht wurde.
    Normal war Resa nicht so unsicher... sie verstand es selbst nicht. Bei Jojo war sie immer etwas anders, als bei Tom und Justin.
    Bestimmt lag es daran, weil sie bei Jojo nie wusste, wie er im nächsten Moment reagieren würde, oder was er sagen würde. Es hatte bestimmt nichts mit ihr zu tun.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 23.03.2008, 14:44


    Sodele, ich war zwar die letzten paar Tage krank, aber jetzt gehts in neuer Frische weiter=)=)


    Nachdem sie ungefähr die halbe Nacht über alles und jeden gequasselt hatten,war Resa irgendwann mitten im Gespräch einfach weggenickt.
    Was sie nicht mehr bemerkte, war , dass Jojo sie liebevoll zudeckte und ihr freundschaftlich einen leichten Kuss auf die Stirn hauchte.
    Sie seufzte nur und drehte sich anschließend zur Wand.
    Jojo betrachtete eine Weile ihren Rücken, dann schlief auch er ein...

    Morgens wachte Resa durch einen Knall auf.
    Erschrocken saß sie auf einmal kerzengerade im Bett und sah sich im Zimmer um.
    Aber da war nichts, auch keine fluchende Stimme irgendwo im Haus.
    Sie überlegte...hatte sie das vielleicht bloß geträumt?
    Sie sah rüber zu Jojo, er schlief seelenruhig und tief.
    Resa stand leise auf und trat hinaus in den Flur, aber auch da war nichts und niemand.
    Sie zuckte kurz mit den Schultern und entschloss sich, nach einem kurzen Blick auf die Uhr, dass sie wieder ins Bett gehen würde.
    Sie kuschelte sich gemütlich in ihre warme Decke und wollte sofort die Äuglein wieder zu machen, doch dann fielen ihr Bruchstücke des nächtlichen Gespräches wieder ein...
    Jojo hatte verdammt viele Andeutungen, wie die mit dem wilden Rumgeknutsche gemacht.
    Meinte er sowas denn ernst?
    Ach was, bestimmt nicht, verwarf Resa den Gedanken.
    Sie waren die besten Freunde, ohne Zweifel.
    Aber er verliebte sich doch nicht in sie?
    Das würde quasi das Ende der Band bedeuten.
    Zögerlich warf sie ihm einen Blick zu und betrachtete sein jetzt so sanftes und sonst meist so angespanntes Gesicht genau.
    Er war schon hübsch, so etwas ähnliches wie ein Weiberheld, allerdings fehlten ihm die machohaftigen Eigenschaften dazu.
    Dazu war er einfach zu still.
    Jetzt, wo sie so genau darüber nachdachte, hatte er noch nie über irgendeine Freundin gesprochen, oder erwähnt, dass es eine gab.
    Resa grübelte, doch ihr fiel beim besten Willen kein Mädchen ein, was jemals irgendwas für Jojo bedeutet hätte.

    Jojo allerdings hatten einen kleine Tick, er bemerkt es selbst im Schlaf wenn man ihn beobachtete.
    Er öffente verschlafen ein Auge und blinzelte zu Resa.
    "Schowach?",grummelte er schlaftrunken und brachte sich langsam in eine aufrechte Position.
    "Ich hab nen Knall gehört...du nich'?",antwortete sie rasch.
    "Nöööö",war seine knappe Antwort.
    Sie wandte zügig den Blick von ihm und sah nochmal auf ihren Digitalwecker.
    Es war gerade mal halb 8!!
    Jojo rieb sich den Schlaf aus den Augen und fuhr kurz mit seinen Fingern durch seine sehr zerwühlten Haare.
    Resa kicherte.
    Jetzt standen sie noch wilder ab, als davor.
    Jojo musterte sie iritiert und Resa deutete auf seine Haare.
    Er grinste und drückte seine flache Hand darauf um sie zu plätten.

    Er streckte sich ausgiebig und gähnte wie ein Löwe, dann sah er wieder rüber zu Resa.
    "Du bist gestern Nacht ziemlich plötzlich weggewesen...",stichelte er.
    Resa spürte, wie ihr die röte ins Gesicht zog.
    Ja, sie war nunmal müde gewesen, wollte aber unter keinen Umständen den endlich mal redenden Jojo zum Schweigen bringen und so hatte sie ausgeharrt und war irgendwann einfach weggenickt.
    "Sorry...was hastn noch gesagt?",versuchte sie das Gespräch wieder aufzunehmen.
    "Ach nichts weiter, ich war ja auch müde...",blockte Jojo sofort ab.
    So ein Mist, dachte Resa, die Nacht brachte ihn irgendwie zu reden, vielleicht weil die Dunkelheit ihm eine Art Schutz bot.

    Schnell stand sie auf und lies die Rollläden runterkrachen, so, jetzt war es wieder schön dunkel.
    Sie stolperte zu ihrem Bett und kroch wieder unter ihre Decke.
    Vielleicht würde er jetzt noch etwas reden.
    Sie überlegte, gerade, wie sei anfangen konnte.
    Da merkte sie, wie sich ihre Matrazte leicht senkte.
    "Was dagegen?",murmelte Jojo, der sich neben sie gelegt hatte.
    "Ähh..Ne...Nein, schon okay",stotterte Resa verblüfft.
    Er steckte seine Beine unter ihre Decke und legte seine über sie beide drüber.
    Er kuschelte sich richtig an Resa.
    Resa lag da wie ein Stock, sie konnte sich einfach nicht bewegen.
    Was war denn los mit Jojo?
    Verkrampft versuchte sie unauffällig etwas mehr an die Wand zu rücken.
    "Ich...mach was Platz!",stammelte sie und Jojo grunzte zufrieden und rutschte einfach nach.
    In Resas Koopf überschlugen sich die Alarmglocken und Gedanken.
    Was wenn ihre Mutter reinkam? --Alarmglocken.
    Was wollte Jojo?---Gedanken.
    Was würde ihre Mutter sagen? ---Alarmglocken.
    Wollte Jojo ihr irgendwas wichtiges sagen?---Gedanken.
    Wahrscheinlich würde sie sie direkt zum Frauenarzt schleifen!---Alarmglocken.

    Doch Jojo zog sich bloß die Decke bis über die nackte Brust und Resa spürte seine Wärme an ihren Armen.
    "Wollen wir noch ein bissel quatschen?",fragte er auf einmal total locker.
    "Kl..klar!",antwortete Resa, immernoch total verblüfft und überrascht.

    Und doch schwiegen sie erstmal einige Minuten, bevor Jojo anfing zu reden.
    "Mein Vater is in letzter Zeit echt total daneben...er trinkt jeden Abend!! Viel zu viel!! Ständig brüllt er uns an und scheißt meinen kleinen Bruder zusammen...ohne jeden Grund!! Und wenn ich dann nach Hause komme, gehts mit mir weiter. Ich glaub, er braucht Hilfe. Aber die will er natürlich nicht. Ach Mensch Resa...wieso will er denn keine Hilfe haben?"
    Resa war einen Moment baff. Das Jojo auf einmal so offen mit ihr redete, machte sie schon irgendwie stolz, doch andererseits, hieß das auch, dass sie irgendwie "mitverantwortlich" war. Auf eine gewisse Weise.
    "Hmm, also ich wüsste schonmal, von wem du diese Eigentschaft geerbt hast. Du willst doch auch niemals, dass dir jemand hilft, oder?", antwortete sie stattdessen mit einer Gegenfrage.
    "Jaaa...aber, dass ist ja auch was anderes."
    "Nee, Jojo. Eigentlich nicht.Hmmm, wieso habe ich eigentlich die Ehre, dass dus mir jetzt erzählst? Ich mein, ich hör dir gern zu und helf dir , wo ich kann. Aber bis gestern Abend hast du doch niemandem von uns etwas erzählt..."
    Resa wartete gedulig ab.
    Jojo schwieg verdammt lange und schien zu überlegen.
    "Naja. Du bist doch sowas wie eine Schwester für mich...verstehst du? Wir kennen uns doch jetzt sei Jahren..."
    Resa stockte der Atem.
    Eine Schwester?
    Mehr war sie nicht für ihn?
    Sie spürte, wie sich ihr kleines unschuldiges Herz bei diesen Worten schmerzhaft zusammenzog.
    Schwester - klar, denen vertraut man, unternimmt etwas mit ihnen und liegt ab und an auch mit ihnen in einem Bett, ohne das da irgendwas ist.
    Resa spürte das ihre Augen verdächtig brannten,doch dann riss sie sich zusammen.
    Sie war doch überhaupt nicht verliebt in Jojo.
    Was solls?
    Dann war sie halt sowas wie eine Schwester, dass konnte sie doch nur stolz machen!!
    "Achso...schön. Großer Bruder!",versuchte sie scherzend ihre Unsicherheit zu überspielen.
    Er gluckste und zwickte sie unter der Decke in die Seite.
    Resa rutschte unwillkürlich etwas von ihm weg und revanchierte sich, indem sie ihm in den Po kniff.
    Als Schwester durfte man sowas!
    Er schoss in die Höhe und kitzelte sie durch.
    Sie schmiss sich in seinen Armen hin und her und lachte laut.
    Wieso musste er nur ihre Schwachstelle kennen?
    Niemand wusste,dass Resa am kitzeligsten unter den Armen und am Bauch war.
    Das waren ja eigentlich die meisten Menschen und doch hatte Resa es immer schön verheimlicht.
    Nur Jojo wusste es leider allzu genau!
    Sie spürte, wie er sich auf ihr Becken setzte und gar nicht mehr von ihr ablies.
    Sie wand sich und flehte um Mitleid.
    "Bii...tte...Jo....jo!Ich...krieg kaum noch...Luft!"
    Jojo allerdings lachte nur und hörte nicht mehr auf.

    Da ging die Tür auf.
    Beide hielten inne und blinzelten in das helle Licht.
    Ihre Mutter stand in der Tür.

    Und Jojo saß nur in Boxershort auf ihr.
    Sie selber trug auch nur ein Shirt und eine Boxershort.
    Resa kam zuerst wieder zur Besinnung.
    Sie schubste Jojo von sich und setzte sich aufrecht hin, ordnete ihre Haare so gut es ging und sah ihre Mutter fragend an.
    Dieser stand das blanke Entsetzen ins Gesicht geschrieben.
    "Er hat mich nur gekitzelt",flüsterte Resa.
    Jojo war inzwischen zu seiner Jeans gegangen und zog sich gerade noch ein Shirt über.
    Er nickte, als sein Kopf aus dem T-shirt kam zustimmend.
    Ihre Mutter machte das Licht an und sah die beiden Decken zerwühlt in Resas Bett liegen.
    Wütend funkelte sie ihre Tochter an.


    Sodele Liebse Sanni=)=)
    Da mach mal weiter0)=)=)=)

    <3<3<3

    Hab dich sooo lieb und






    Küsschen...
    Leni=)=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 25.03.2008, 18:33


    heyhey lena....also ich (die sis vo sanni xD) poste dir halt etz moll den teil vo ihr....mann ihr könnt beide echt soo hamma geil schreiben...und ich finde das du un die sanni voll gut zam passt....mit dem schreiben un so ....echt du kannst auch volle gut schreiben....
    soll dir vo sanni noch an ganz lieben gruß sagen ....die hat dich ganzhhzz dolle lieb...

    „Ich glaube der junge Mann geht nun besser“, sagte sie spitz und trat ein Stück zur Seite um Jojo vorbeizulassen.
    „Aber Mama! Wir haben nichts gemacht!“, schimpfte Resa und stand auf.
    Frau Bachmann sagte nichts, sondern wartete nur, dass Jojo das Zimmer verließ.
    „Schon okay Resa“, sagte Jojo beschwichtigend, „ich wollte sowieso gerade gehen.“
    Davon hatte Resa aber nichts gemerkt. Schließlich hatte er sie ja gerade durchgekitzelt, da war nicht die Rede von gewesen, dass er gehen wollte.
    Resa funkelte ihre Mutter an, als Jojo seine letzten Sachen zusammenraffte und aus der Tür ging.
    „Wir sehn uns bei der nächsten Bandprobe“, rief Jojo noch und wenig später konnte Resa die Haustür auf und zu gehen hören.
    „Theresa! Was sollte das?! Ich dachte ich hätte mich klar ausgedrückt!“, schimpfte ihre Muter sofort los.
    „Da – war – nichts!“, sagte Resa langsam und betonte das letzte Wort besonders.
    „Ich habe es doch gesehen!“
    „Du hast nur gesehen, wie Jojo mich gekitzelt hat“, knurrte Resa vor sich hin.
    „Ich verstehe nicht, warum du mir einfach sagen kannst, wenn du mit diesem Jungen zusammen bist“, sagte Frau Bachmann und sah Resa vorwurfsvoll an.
    „Ich bin nicht mit Jojo zusammen!“
    Frau Bachmann schüttelte enttäuscht den Kopf. „Ich hab dir in dieser Sache vertraut...“
    Resa wollte gerade wieder zu einer wütenden Antwort ansetzten, doch ihre Mutter ging einfach aus dem Zimmer.
    Klar, jetzt auf schlechte Gewissen Tour machen. Das konnte Resas Mutter gut.
    Doch diesmal würde Resa sich kein schlechtes Gewissen einreden lassen. Es gab überhaupt keinen Grund dazu!
    Wütend knallte Resa die Tür zu und schmiss sich auf ihr Bett.
    Was war ihre Mutter auch so spießig!
    Von unten konnte sie die Stimmen ihrer Eltern hören und war sich ganz sicher, dass sie über sie redeten. Das brauchte sie nun wirklich nicht mit anzuhören. Schnell stand sie auf und machte die Musik an. Laut drehte sie auf und begann ihr Zimmer ein bisschen aufzuräumen.
    Sie räumte gerade Jojos Decke beiseite, als Jojos Handy auf den Boden kullerte.
    Mist! Das hatte er wohl hier vergessen. Resa hob das Handy auf und drehte es nachdenklich in ihren Händen.
    Dann hatte sie wenigstens einen Grund zu Jojo zu gehen, oder ihn zu treffen.
    Aber ob ihre Mum sie gehen lassen würde? Das bezweifelte sie wohl sehr.
    Resa zuckte nur mit den Schultern und beschloss, zur Not einfach zu sagen, sie würde sich mit Tom oder Justin treffen. Schließlich brauchte Jojo sein Handy.
    Aber was sollte sie jetzt mit dem angebrochenen Nachmittag anfangen? Gelangweilt saß sie im Zimmer, bis sie beschloss runter in den Proberaum zu gehen.
    Ihr Schlagzeug half ihr bestimmt, den Frust über ihre Mutter etwas loszuwerden. Dem Schlagzeug machte es nämlich zum Glück nichts aus, wenn Resa auf es einschlug. Bei dem Gedanken musste Resa grinsen.
    Sie lief die Treppen zum Proberaum runter und überlegte schon einmal, welchen Song sie spielen wollte. Völlig in Gedanken bemerkte sie ihre jüngere Schwester Ann-Marie gar nicht.
    Ungemütlich stießen die beiden zusammen und Ann-Marie fing sofort damit an, Resa anzugiften.
    „Man! Guck halt wo du hinläufst!“
    „Pass doch selber auf“, meinte Resa nur und quetschte sich an ihr vorbei.
    „Etwa schlechte Laune, weil Mama deinen Freund rausgeschmissen hat?“, grinste Ann-Marie.
    „Jojo ist nicht mein Freund!“, sagte Resa genervt. Sie hatte keine Lust auf eine Diskussion mit ihrer jüngeren Schwester. Diese kleine Barbie hatte von Musik keine Ahnung und hatte mit ihren 14 Jahren nur Jungs und Schminke im Kopf.
    „Das kann jeder sagen“, sagte Ann-Marie.
    „Ach lass mich doch in Ruhe!“
    Resa knallte die Tür zum Proberaum zu und setzte sich hinter ihr Schlagzeug.
    Ohja, zum Glück mochte ihr Schlagzeug es, wenn sie kräftig auf es einhaute...

    ps noch vo sanni: is nich viel aba des nächste mal schreib ich wieder viel mehr xD



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 25.03.2008, 20:04


    Huhu kleine Schwester von Sanni=) Danke für dein Lob=) jaa, ich finde auch, dass Sanni MEGA GUT schreiben kann=) aber, dass weiß sie ja auch ;)

    Sodele, ich werde dann mal wieder meinen beitrag leisten=):


    Resa stöpselte gerade ihre Kopfhörer in die Anlage, damit sie , während sie spielte, Musik hören konnte, als sie gedämpft von oben hörte, dass man sie rief.
    Murrend kletterte sie durch den Raum und öffnete die Tür.
    "JAAAHAA?",brüllte sie in Richtung Treppe und wartete auf eine Antwort.
    "DU SOLLST SOFORT NACH OBEN KOMMEN, SAGT MAMA!",schrie die penetrante Stimme ihrer Schwester.
    Unheil ahnend legte Resa ihre Sticks beiseite und trampelte die Treppe wieder hoch.
    Ann-Marie deutete feixend auf die Wohnzimmertür und guckte Resa grinsend hinterher als diese darauf zu ging.
    Zögernd schob Resa die Tür auf und schob sich langsam hinein.
    Ihre Mutter und ihr Vater saßen auf dem weißen Sofa, auf dem die ach so schönen Zierkissen mit Extrafalte lagen und sahen sie ausdruckslos an.
    Resa fühlte sich augenblicklich an ein Bild aus einer Werbezeitschrift erinnert.
    Das Wohnzimmer war ordentlicher als ein steriler OP-Saal.
    Ihre Mutter wirkte wie eine adlige Lady und ihr Vater hatte das Tagsjournal dekorativ vor sich auf dem dunkelbraunen Magoniholztisch liegen.
    Resa verkniff sich ein Grinsen und sah ihre Eltern fragend an.
    "Setz dich bitte, Kind!",sagte ihr Vater ruhig und Resa lies sich in den ebenfalls weißen Sessel plumpsen und drehte sich prompt so, dass sie die Beine über eine der Armlehnen baumeln lassen konnte.
    Ihre Mutter zog pikiert eine Augenbraue in die Höhe und schnaufte missbilligend.
    Herr Bachmann legte ihr beruhigend die Hand aufs Knie.
    "Nun, wir wollen gerne wissen, wer dieser junge Mann von vorhin war?",fuhr ihr Vater, immernoch die Ruhe selbst, fort.
    "Jojo!",antwortete Resa knapp.
    Wieder atmete ihre Mutter laut aus und Resa sah sie an.
    Ihr Vater räusperte sich kurz und redete dann weiter.
    "Nunja, wie du bestimmt noch nicht vergessen hast, hat deine Mutter gesagt, dass er bei dir auf der COUCH schlafen darf. Wieso lag er dann heute Morgen IN deinem BETT?"
    Resa funkelte Frau Bachmann wütend an.
    "Er hat da nicht geschlafen. Wir musste nur eine Kissenschlacht ausüben und dabei hat er dann angefangen mich zu kitzeln. Da ist doch nichts dabei!",sie fuhr sich mit einer Hand durch die Haare und sah demonstrativ woanders hin.
    Als ihre Eltern schwiegen, sah sie doch noch einmal rüber und ihr fiel auf, als müsse ihr Vater sich erst einmal sammeln, bevor er ausspricht, was er sagen möchte.
    Doch bevor er auch nur ansetzen konnte, rief ihre Mutter hysterisch.
    "DU gehst morgen mit mir zum Frauenarzt! Du versaust dir doch nicht deine gesamte Zukunft, indem du dich von irgend einem Idioten schwängern lässt!"Verblüfft starrte Resa ihre Eltern an.
    Sie setzte sich gerade hin und sah von einem zum anderen.
    Das konnte nicht deren Ernst sein!
    "Aber...ich...wir...ich meine...wir sind doch überhaupt nicht zusammen! Wir sind nur FREUNDE! Einfach so..."
    Doch sie merkte, dass sie gerade versuchte eine Wand davon zu überzeugen, dass Elefanten fliegen konnten.
    Sie schüttelte nur ratlos den Kopf, stand auf und als sie niemand daran hinderte zu gehen, verlies sie den Raum.
    Verwirrt wie sie war, vergaß sie sogar ihre Schwester anzugiften, warum diese denn hinter der Tür gelauscht habe.
    Sie ging einfach nach unten in den Proberaum , holte von dort ihre dicke Jacke , ging wieder nach oben, zog sich ihre Schuhe an und verlies das Haus.
    Draußen zog sie sofort den Reisverschluss ihrer Jacke fester zu, denn es war bitterkalt.
    Fröstelnd ging sie die Einfahrt runter und schlug, ohne es zu merken, den Weg Richtung Jojo ein.


    Als sie nach 10 Minuten in seine Straße bog, fiel es ihr auf und sie beschloss ihm sein Handy zu bringen.
    Als sie klingelte, tat sich lange Zeit gar nichts, doch dann hörte sie, wie jemand die Treppe runterpolterte und kurz darauf wurde die Tür aufgerissen.
    Max sah sie an.
    "Hey Max...ich bins Resa! Ist Jojo da?"
    Max musterte sie einen Augenblick, dann schien ihm einzufallen , um wen es sich handelt und er brüllte nach oben.
    "JOOOOOJOOOOOOOOOO! ...Er kommt!" dann verschwand er wieder.
    Resa stand unschlüssig in der Tür und wartete.
    Sie ging nicht einfach so in fremde Häuser.
    Nach 5 Minuten erschien Jojo auf der Treppe, lugte kurz nach unten, wer da ist und beeilte sich dann, nach unten zu kommen.

    "Heeey Resa...was machst du denn hier?", er schob sie ein Stück von der Tür weg und zog diese fast gänzlich hinter sich zu,sodass sie auf der schmalen Türschwelle dicht an dicht draußen standen.
    "Ich wollte dir dein Handy bringen...",sie kramte es aus ihrer Hosentasche und reichte es ihm.
    "OH danke..wäre aber nicht nötig gewesen. Ähm...es ist grad ungünstig, sonst würde ich dich ja reinbeten, aber....",er zuckte entschuldigend mit den Schultern.
    "Lass uns doch was spazieren gehen?!",schlug Resa spontan vor.
    Jojo nickte, verschwand kurz im Innern der Hauses und kam dann, bekleidet mit Mütze , Schal und Handschuhen wieder raus.

    Die beiden steuerten den Wald an und schlenderten gemütlich nebeneinander her.
    "Haben deine Eltern viel Stress gemacht?",fragte Jojo nach einer Weile.
    Resa überlegte einen Moment, ob sie ihm von dem bervorstehenden Arztbesuch erzählen sollte, doch irgendwie fühlte sie sich unwohl dabei.
    "Nönö...passt schon!",sagte sie stattdessen.
    "Ich mein, ist doch total blöd, als hätten wir was miteinander...",lachte Jojo und Resa fiel etwas verspätet mit ein.
    Irgendwie fand sie das im Moment überhaupt nicht "total blöd", doch sie verdrängte den Gedanken schnell wieder.
    Jojo und Resa.
    Das hörte sich nun wirklich blöd an.
    Fand sie.
    Auf einmal spürte sie etwas kaltes auf ihrer Nasenspitze.
    Sie hob den Kopf und sah in den Himmel....

    Abermillionen kleine weiße Schneeflöckchen fielen auf sie herab.
    Auf einmal.
    Resa sah staunend zu, wie die ersten Schneeflocken auf den Büschen hängen blieben.
    Sie liebte Schnee.
    Jojo ging unbegeistert weiter, doch Resa fing an umherzuspringen und zu versuchen, ein paar Schneeflocken mit der Zunge aufzufangen.
    Jojo beobachtete sie, wie sie mit wild umherfliegenden Haaren sowie Armen um ihn herumsprang und lachte leise.
    "Komm schon! Der erste Schnee! Und wir sind dabei....loslos! Das ist doch einsame Spitze!!",jubilierte sie.
    Resa packte ihn am Arm und wirbelte ihn im Kreis umher, grinste ihn unter ihrer Zottelmähne und der Mütze hervor an.
    Ihre roten Backen sahen schon süß aus.
    Jojo grinste zurück und drehte sich mit ihr ein paar Mal im Kreis.
    Die Schneeflocken wurde immer dicker und Resa gelang es endlich,eine mit der Zunge zu fangen.
    Stolz zeigte sie Jojo ihre Zunge.
    "Resa, dir ist schon klar, dass die sofort wegschmilzt, oder?",grinste er und sie guckte einen Moment bedröppelt, dann lachte sie.
    Jojo knuffte sie in die Seite und Resa rannte laut lachend davon.
    "Fang mich doch!!! Kriegst mich ja eh niiiie!"
    Jojo preschte sofort hinter ihr her und jagte sie durchs Unterholz.
    Irgendwann machte er einen Hechtsprung und schnappe sie von hinten.
    Er umklammerte sie fest und sie wand sich in seinen Armen.
    Sie schaffte es sich umzudrehen ,doch Jojo hielt sie immer noch fest umklammert.

    Als sie die Augen, die sie geschlossen hatte, wieder öffnete, sah sie direkt in Jojos grün-blaue Augen.
    Sie spürte sogar seinen schnellen, warmen Atem in ihrem Gesicht.
    Beide hielten plötzlich still und Resa fiel auf, dass ihr Herz sehr schnell schlug, was nicht nur vom Laufen kommen konnte.
    Sie sah in Jojos Gesicht, lies ihre Augen darüber wandern, sah sich seine leicht geöffneten Lippen ganz genau an, seine roten Wangen,seine Nase...dann wieder seine wundervollen, tiefen Augen.
    Sie spürte, dass da irgendwas war....
    Aber sie wagte sich nicht, den ersten Schritt zu tun.
    Jojo räusperte sich und kam ihrem Gesicht noch näher.
    Dann sagte er
    "Ich hab eine Freundin!" Und lies sie los.
    Resa taumelte einen Moment ein bisschen, dann sagte sie merkwürdig tonlos.
    "Aha...wie heißt sie denn?"
    "Anne!"
    Resa ordnete ihre Mütze, ihren Schal und ihr Inneres.
    Er hatte also eine Freundin, na und?
    Das war nichts außergewöhnliches für Jungen in seinem Alter.
    Sie sollte sich für ihn freuen.
    "Mensch....das...ist ja klasse!",sagte sie lahm und wusste schon beim aussprechen, dass es total falsch klang.
    Jojo hatte die Hände wieder in den Hosentaschen und ging ein bisschen vor ihr her.
    Alle Ausgelassenheit und Albernheit von vorhin war weg, verpufft und wie niemals geschehen.
    Resa spürte, dass ihre Backen brannten, so heiß waren sie und sie wollte auf einmal überhaupt nicht mehr mit Jojo hier rumlaufen...
    Sie hatte das dringende Bedürfnis sich in ihr Bett zu schmeißen, wunderbar laut Musik zu hören und zu heulen.
    Wieso nur?




    *harhar*
    Dann mach mal weiter , liebe Sanni=)=)

    *küsschen*
    Hab dich gaaanz dollle liiiieb=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 30.03.2008, 19:28


    so süße... dein teil war klasse... hehe der böse böse jojo xD
    naja hier is mein teil...hoffe er gefällt dir...
    hab dich ganz arg lieb <3



    „Seit wann denn?“, fragte Resa nach einer Unendlichkeit, in der zwischen den beiden einfach nur Stille geherrscht hatte.
    „Vielleicht so zwei Wochen...“, murmelte Jojo und konnte Resa nicht ansehen.
    Schon zwei Wochen... und warum sagte er es erst jetzt?
    Sie waren doch beste Freunde... sagte man seinem besten Freund nicht, wenn man eine Freundin hatte?
    Resa kaute auf ihrer Lippe herum, während sie neben Jojo herlief.
    Irgendwas stimmte hier nicht. Sie wusste nur nicht was.
    Warum konnte sie sich nicht für Jojo freuen?
    Er durfte doch schließlich eine Freundin haben, warum freute sie sich dann nicht für ihn?
    Wütend kickte sie einen Stein beiseite.
    „Tut mir Leid Resa... ich häts dir früher erzählt, aber irgendwie... ich weiß auch nicht... ich habs nicht auf die Reihe gebracht“, druckste Jojo herum und Resa spürte seinen Blick auf ihr.
    „Joa... ist ja deine Sache, wem du es erzählst und wann“, meinte Resa ausdruckslos.
    Jojo blieb still. Wieder liefen die beiden still nebeneinander her.
    An der Kreuzung zu Resas Straße, blieb Resa kurz stehen.
    „Ja. Ich geh dann mal nach Hause. Wir sehn uns zur nächsten Probe.“
    „Ja... bis dann“, unentschlossen stand Jojo da. Den Mut Resa zu umarmen hatte er jedoch nicht. Resa stand so abweisend vor ihm.
    Nachdenklich schlenderte Resa nach Hause und war sich immer noch nicht klar, was jetzt eigentlich passiert war.
    Vor einer halben Stunde war doch alles noch perfekt gewesen. Resa und Jojo hatten sich bestens verstanden.
    Und dann hatte er plötzlich gesagt, dass er eine Freundin hatte.
    Bei dem Gedanken zog sich Resas Magen zusammen.
    Und das schon zwei Wochen und nie hatte er auch nur ein Wort gesagt.
    Und was war mit seinen Andeutungen über das Küssen? Hatte er das alles nur zum Spaß gesagt?
    Erschrocken zuckte Resa zusammen, als sie zuhause die Haustüre aufschloss und prompt ihre Mutter vor ihr stand.
    „Du hast für morgen einen Termin beim Frauenarzt“, sagte sie spitz.
    „Ich geh aber nicht“, Resa drückte sich an ihrer Mutter vorbei.
    „Du wirst dort hingehen! Ich lasse doch nicht zu, dass du dich schwängern lässt!“, zornig sah Frau Bachmann ihre Tochter an.
    „Von wem denn bitte?!“, schimpfte Resa zurück, „Jojo hat eine Freundin! Und zwar nicht mich!“, ohne das sie es wollte, schossen Resa Tränen in die Augen. Erschrocken sah sie ihre Mutter an.
    Resa hatte schon lange nicht mehr geweint. So ein Typ war sie nicht. Normal wurde sie immer wütend und ließ ihre Wut dann am Schlagzeug aus.
    Aber weinen... nein, das tat sie selten.
    Ihre Mutter sah sie einen Moment perplex an, doch bevor sie etwas sagen konnte, war Resa an ihr vorbeigeschossen und in ihr Zimmer gestürmt.
    Wütend knallte sie die Tür zu und schmiss sich auf ihr Bett.
    Was war verdammt nochmal, denn nur los?
    Sie drückte ihr Gesicht ins Kissen und musste noch mehr weinen.
    Was fiel Jojo überhaupt ein, ihr erst so spät zu erzählen, dass er eine Freundin hatte?!
    Warum hatte er es nicht von anfang an erzählen können?
    Das machte sie wütend und traurig zu gleich.
    Und das verstand sie nicht. Normalerweise wäre es ihr egal gewesen, wenn sie erst später davon erfahren hätte, aber wegen irgendeinem Grund, den sie noch nicht wusste, machte es ihr schwer zu schaffen.
    Und dann auch noch ihre Mutter!
    Zum Frauenarzt... als ob sie nicht noch andere Probleme hätte!
    Als die Tränen einigermaßen versiegt waren, stand sie auf, lief zu ihrer Anlage und stellte laut Musik an. Richtig laut, vorher drehte sie aber noch den Schlüssel im Schloss um.
    War ihr doch egal, ob gleich ihre Mutter vor der Tür stehen würde und sich wegen der lauten Musik beschweren würde.
    Gestern abend war noch alles so schön gewesen, stellte sie wehmütig fest und musste schon wieder weinen.
    Da hatten Jojo und Resa richtig Spaß gehabt und über so vieles reden können.
    Jojo hatte richtig über seine Probleme gesprochen, was er vorher nie getan hatte.
    Morgen wäre wieder Probe. Mit Schrecken stellte Resa fest, dass sie überhaupt keine Lust auf Bandprobe hatte.
    Da würde sie nur Jojo sehen und was, wenn er seine Freundin mitbrachte, um sie allen persönlich vorzustellen?
    Aber was war, wenn Justin und Tom Jojos Freundin schon lange kannten? Hatte Jojo den beiden es als erstes erzählt und nur ihr nicht?



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 02.04.2008, 21:01


    Sodele, erstmal hier weitermachen=)=)


    Resa hörte dumpf das jemand an der Tür klopfte, doch sie reagierte einfach nicht.
    Sollten sie doch die Tür einschlagen!
    Irgendwann zog sie ganz langsam und gedankenverloren ihre Sachen aus und schmiss sie ,wie gewohnt , auf ihren Sessel in der Ecke.
    Sie zog sich ihre Boxer und ein Shirt über, hockte sich auf ihr Bett und zog ihren Laptop zu sich her und drehte sie Musik leiser.
    Sie loggte sich weder bei ICQ noch bei MSN ein.
    Nachher war Jojo online...
    Sie surfte nur ein bisschen im Web und sah sich nach neuen Sticks um.
    Ihre waren doch schon sehr abgenutzt.

    Gegen 23 Uhr schaltete sie den Laptop aus, kuschelte sich in ihre Decke und schloss die Augen.
    Sie war müde und wollte schlafen.
    Doch kaum hatte sie die Augen zugeklappt, schien ihr Hirn aufzusprudeln.
    Jojos Gesicht so nah an ihrem, sein Atem auf ihrer Haut...alles war noch so genau zu fühlen.
    Sie riss die Augen auf und starrte in die Dunkelheit.
    Was sollte das?
    Sie drehte sich einmal um, schloss wieder die Augen und versuchte an was anderes zu denken.
    Doch es war einfach unmöglich!
    Immer wieder hörte sie Jojo, wie er ihr von Anna erzählte.
    Dann spürte sie sein Herz an ihrem schlagen.
    Wieso lies das ihr Herz so hoch schlagen?
    Wieso?
    Langsam beschlich sie ein Gedanke.
    War sie...vielleicht verliebt in Jojo?
    Abrupt saß sie kerzengerade im Bett!
    Verliebt?
    Sie?
    Ausgerechnet in Jojo?
    Niemals!
    Das konnte nicht sein!
    Die beiden kannten sich doch, seitdem sie im Kindergarten waren!
    Sie konnte sich nicht in ihn verlieben.
    Das war einfach unmöglich!
    Sie knipste ihre kleine Lampe an und sah fassungslos auf ihre Decke.
    Sie war verliebt!
    Es musste so sein, sonst hätte sie sich bestimmt für Jojo gefreut.
    Sie hätte ihm gratuliert und bestimmt keine Angst vor der morgigen Probe gehabt.
    Langsam stand sie auf und ging rüber zu ihrer Pinnwand am Schreibtisch.
    Dort hingen unendlich viele Fotos.
    Von ihr mit Justin, Tom und Jojo.
    Von den Jungs, wie sie irgend einen Mist machten.
    Sie alle und Resa wurde von den Jungs auf Händen getragen.
    Schnappschüsse halt.
    Vorsichtig löste sie eines der Bilder von der Wand und nahm es behutsam in die Hand.
    Es zeigte sie und Jojo.
    Jojo kniete scherzhaft vor ihr und hatte eine rote Plastikrose im Mund.
    Das war, als sie zu viert auf dem Jahrmarkt gewesen waren.
    Jojo Schießkünste hatten nur für eine Plastikrose gereicht, mit welcher er sich prompt vor Resa hingekniet hatte und feierlich verkündet hatte:
    "Resa! Ich liebe dich so unendlich dolle!Ohne dich kann ich nicht mehr leben...schenke mir dein Herz! Deine Seele! Dein ein und alles, will ich sein!! Bitte Resa....bitte!dann war er ihr "ans Bein gefallen" und wollte sie gar nicht mehr loslassen, doch bevor Resa Hand ihn erwischen konnte, war er lachend aufgesprungen und Resas Hand ausgewichen!
    Ein leises Lächeln stahl sich auf ihre Lippen und sie betrachtete Jojos Gesicht voller Liebe.
    Dann erschrak sie über sich selbst, steckte das Foto schnell wieder an die Wand und ging ein paar Schritte bis zu ihrem Bett.
    Doch dann hielt sie inne.
    Niemand konnte sie sehen.
    Niemand wusste, was sie hier machte.
    Sie wandte sich wieder der Pinnwand zu, sah das Bild.
    Kurzentschlossen pickte sie es wieder von der Wand, krabbelte damit in ihr Bett und besah es sich genau im schwachen Schein ihrer orangenen Lavalampe.
    Passend zu ihrer neongrünen Neonröhre;).
    Nach zwei Stunden starrte sie immer noch das Bild an, ihr fielen fast die Augen zu.
    Vorsichtig sah sie sich unsinnigerweise um, dann drückte sie einen kleinen Kuss auf Jojos Gesicht, legte das Foto schnell in die Schublade ihres Nachtschränkchens und löschte das Licht.
    Mit hochrotem Kopf und rasendem Herzen lag sie in ihrem Bett und fühlte sich ertappt.
    Dabei hatte sie doch nichts Verbotenes getan,oder?
    Nein, du hast dich nur in deinen besten Freund, der eine feste Freundin hat, verliebt!,meckerte eine leise Stimme in ihrem Kopf.
    Ach und wenn schon, dachte Resa, da komm ich schon drüber weg, aber ein bisschen anhimmeln wird ja wohl noch erlaubt sein!
    Seufzend drehte sie sich zu Wand, schloss die Augen und schlief endlich ein...


    *tockocktocktock* Resa schreckte hoch.
    Was war das?
    Verwirrt streckte sie ihren Kopf aus ihren unendlich vielen Kissen hervor und sah sich im stockdunkelen Zimmer um.
    Dann fiel der Groschen!
    Ihre Mutter hämmerte gegen die immer noch verriegelte Tür!
    Schnell sprang sie auf und schloss auf.
    "WIE? Du bist noch nicht angezogen?In einer halben Stunde ist dein Termin!Beeil dich!"
    Resa murrte genervt und strich sich die Haare aus dem Gesicht.
    "Ich bin NICHT mit ihm zusammen!Er hat eine andere Freundin, okay?Kannst du mich jetzt BITTE schlafen lassen!"
    Sie knallte die Tür zu, bevor ihre Mutter irgendwas sagen konnte.
    Sie hörte sie noch keifen
    "Sowas würde Ann-Marie NIE tun!",dann stampfte sie davon.
    "Jaja, die gute Ann-Marie...",äffte Resa ihre Mutter nach und ging wieder zu ihrem Bett, lies sich rücklings reinfallen.
    Sie rieb sich die Augen und knippste ihre Lichterkette an.
    Jetzt, wo doch keiner da war...
    Und schwups, hatte sie wieder das Bild in der Hand und versank vollkommen darin...
    Keine zwei Minuten später schüttelte sie den Kopf!
    Nein! Sie durfte sich nicht in ihn verlieben.
    Er war in festen Händen und sie würde seinem Glück bestimmt nicht im Weg stehen!
    Wütend knallte sie das Foto wieder in die Schublade und schob sie zu.
    Verdammt nochmal!
    Wieso hätte ihr das nicht vor zwei Wochen auffallen können?
    Und wie konnte sie sich eigentlich sicher sein, dass sie verliebt war?
    Ja, wie?
    Sie sah auf die Uhr.
    Ohje! Gleich würde Bandprobe sein!
    Resa sprang auf, raste zu ihrem Schrank, riss ihn auf und durchwühlte ihn nach dem P E R F E K T E N Outfit.
    Sie riss ihre Sachen raus, schmiss sie achtlos durch das Zimmer und wühlte sich immer tiefer.
    Dann hielt sie mitten im Geschehen inne.
    Was tat sie denn da?
    Seit wann kümmerte sie sich denn darum, was sie trug, wenn sie BANDPROBE hatte?
    Kopfschüttelnd nahm sie irgendwelche Sachen und zog sie an.
    Dann sah sie in den Spiegel und sofort war in ihrem Kopf die Frage:
    "Gefalle ich so Jojo?", sie zuppelte an ihrem Shirt rum, zog die Baggy etwas tiefer, rückte das Cap zurecht und rupfte an ihren Ponyfransen.
    Sie wühlte in ihrer Schminktasche um die passende Farbe zu finden.
    Endlich!
    Türkis.
    Gekonnt malte sie sich einen feinen Lidstrich an den oberen Wimpern entlang, tuschte sich die Wimpern und untermalte alles mit Kajal.
    Unsicher betrachtete sie ihr Werk...
    Für eine stinknormale Bandprobe würde es wohl reichen...
    Aber! Diese Bandprobe war nicht mehr normal!!
    Unsicher drehte sie sich mal in die, mal in die andere Richtung...
    Dann klingelte es!
    OK!
    Tief einatmen. Alles ist wie immer.
    Es war nie irgendwas anders.
    Niemals!
    Sie holte tief Luft, ging nach unten und öffnete die Tür...
    Jojo!!
    Sonst kam er doch IMMER als Letzter....



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    tammin - 06.04.2008, 15:54


    hey!
    ihr habt ne neue leserin =)
    die ff ist echt toll
    ich würde mich freuen wenn ihr
    sie schnell weiter schreiben würdet ^^
    lg
    :D



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 12.04.2008, 19:48


    sooo hier ist mein teil ;)

    ich hoffe er gefällt dir, lena =)

    ich dacht ich überlass dir den Anna-Teil, weißt schon was ich mein...das was wir besprochen haben^^

    hab dich mega arg lieb <3
    sanni






    Doch diesmal war er nicht alleine.
    Resas Herz sackte einen Meter tiefer und sie starrte das Mädchen, das wirklich unglaublich hübsch war und Jojos Hand hielt, einen Moment sprachlos an.
    „Hey Resa. Das ist Anna. Anna das ist Resa“, stellte Jojo die Mädchen vor und sah Resa etwas irritiert an.
    „Hey!“, sagte Anna mit einem Lächeln und hob die Hand.
    „Äh... hey“, sagte Resa etwas lahm und wurde rot.
    Diese Anna war wirklich hübsch, kein Wunder, dass Jojo in sie verliebt war.
    „Ich dachte ich bring Anna mal mit und stell sie euch allen vor und dann kann sie ja bei der Probe mit zu gucken“, erklärte Jojo und strahlte Anna an.
    Die lächelte glücklich zurück und die beiden schienen das perfekte Paar zu sein.
    Das versetzte Resa einen Stich. Mitten ins Herz hinein.
    „Naja... dann kommt mal rein“, sagte sie und lief den beiden vor raus in den Probekeller.
    Sie stieß die Tür auf und lief in den kleinen Raum.
    Gekonnt trat sie über die vielen Kabel die am Boden lagen und setzte sich hinter ihr Schlagzeug. Hier fühlte sie sich gleich nicht mehr ganz so unwohl und fehl am Platz.
    Jojo lief Anna vor raus und hatte anscheinend versäumt ihr zu sagen, dass sie auf die Kabel achten musste. Denn Anna stolperte schon beim ersten Schritt über ein Verstärkerkabel und klammerte sich an Jojos Arm.
    „Was liegen hier denn so viele Kabel auf dem Boden!“, schimpfte sie und zupfte ihre Haare wieder zurrecht.
    Sie hatte blonde Haare. Resa hatte keine Ahnung ob es Naturblond war oder nicht – doch es stand Anna. Sehr sogar. Sie hatte blaue, strahlende Augen, die perfekt mit ihrer hellen Haut harmonierten.
    „Die Kabel müssen sein“, sagte Jojo und grinste.
    Anna sah sich kritisch im Raum um. Besah sich die vielen Neonröhren, den alten Sessel, die Instrumente und die vielen Bilder und Poster an den Wänden.
    „Ganz schön eng hier“, stellte sie knapp fest.
    „Resas Eltern wollen uns den größeren Raum leider nicht geben“, meinte Jojo und holte sich seine Gitarre.
    „So eng ist der Raum gar nicht mehr, wenn man sich erst mal daran gewöhnt“, sagte Resa und kramte ihre Sticks aus den Hosentaschen ihrer Baggy.
    Es klingelte und Resa wartete gar keine Antwort von Anna ab, sondern quetschte sich aus dem Raum, um die Haustür zu öffnen.
    Es waren Justin und Tom.
    „Hey Resa! Ist Jojo schon mit Anna da?“, fragte Justin grinsend.
    „Ja sind sie“, meinte Resa und hätte sich jetzt am liebsten in ihrem Zimmer verkrümelt.
    Tom und Justin hatten also doch schon vor ihr von Anna gewusst.
    Die drei liefen nach unten und Justin und Tom begrüßten Jojo und Anna.
    Resa besah sich die Szene mit kritischem Blick.
    Anna hatte sich in den einzigen Sessel gesetzt und sah ihnen erwartungsvoll zu.
    „Mit was wollt ihr anfangen?“, fragte sie – sah dabei aber nur Jojo an.
    „Nobody's Listening?“, fragte Jojo in die Runde.
    Resa nickte nur. Sie konnte den Song schon, die Jungs hatten noch so einige Schwierigkeiten.
    Resa war insgeheim froh, dass sie heute keinen neuen Song lernen würden. Denn irgendwie hatte sie das Gefühl, dass sie sich heute gar nicht konzentrieren konnte.
    Und da hatte sie wohl Recht.
    Gleich am Anfang verpasste sie den Einstieg.
    „Sorry...“, sie wurde etwas rot und biss sich konzentriert auf die Lippe.
    Konzentrier dich Resa, du willst dich doch vor dieser Anna nicht zum Affen, schallte es in Resas Kopf.
    Und schon klappte alles. Doch so sehr hatte sie sich noch nie auf ein Stück konzentrieren müssen. Normal gingen ihr die Schläge wie von selbst von den Fingern.
    Einmal wanderte ihr Blick zu Jojo.
    Beim Singen sah er Anna an und lächelte glücklich.
    Zuletzt hatte er Resa so angelächelt und ihr Herz war dabei höher gesprungen.
    Und schon verspielte sie sich wieder, doch der Fehler war schnell behoben.
    Nur Justin und Tom sahen sie fragend an und sie zuckte nur mit den Schultern.
    Jojo schien es gar nicht zu kümmern, dass Resa sich heute ungewöhnlich häufig verspielte.
    Wieder versetzte es Resa einen Stich. Früher hatte Jojo sich immer sofort erkundigt was nicht stimmte, wenn Resa schlecht spielte.
    Aber jetzt kümmerte es ihn nicht mehr.
    Als der Song zu ende war klatschte Anna begeistert. Sie sprang auf, stürmte auf Jojo zu und gab ihm einen Kuss.
    Schnell wandte Resa den Kopf zur gegenüberliegen Wand, nur um sich dieses rumgeknutschte von den beiden nicht ansehen zu müssen.
    Konnte die Bandprobe nicht bald vorbei sein?
    Sie spielten den Song noch dreimal bis er fast perfekt klappte.
    Aber eben doch nur fast, denn ständig verspielte Resa sich oder verpasste den Einsatz.
    Es war zum verzweifeln. Resa hasste es, wenn sie sich verspielte und einen Song nicht auf die Reihe bekam.
    Zumal sie dieses Stück doch eigentlich schon gekonnt hatte.
    Nach drei weiteren Songs – die Resa auch nicht wirklich gelingen wollten, stellte Justin seine Gitarre beiseite und sagte: „So Schluss für heute! Was haltet ihr davon, wenn wir alle zusammen noch was Trinken gehen?“
    „Klasse Idee! Anna, Jojo? Wie sieht’s aus?“, fragte Tom.
    Jojo sah Anna fragend an und die nickte.
    „Okay. Wir beide sind dabei.“
    „Resa? Was ist mit dir?“
    Resa fühlte sich unwohl unter all diesen fragenden Blicken.
    Sie hatte überhaupt keine Lust mit den andern wegzugehen. Sie wollte nur noch in ihr Zimmer, Musik hören und Trübsal blasen.
    „Eigentlich hab ich heute nicht so ne Lust...“, sagte sie langsam.
    „Ach komm Resa! Wir gehen zu fünft weg! Das wird klasse!“, sagte Justin.
    „Sei kein Spielverderber!“, lachte Tom.
    „Das wird bestimmt lustig Resa“, meinte Jojo und lächelte Resa an.
    Nur dieses Lächeln brachte sie dazu, zu zustimmen. Nichts anderes.
    „Okay. Ich bin dabei.“



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 12.04.2008, 23:32


    Huhu=)
    hier gehts leider erst morgen Abend wieter..ich muss morgen früh raus und deswegen muss ich flottokarotti ins bettchen :D:D
    Also SONNTAGabend gehts hier weiter :D:D
    Aber ich muss sonntagfrüh babysitten...deswegen geht ich jetzt heiemachen.
    ich hoffe, der teil bei ndedn gefällt dir=)=)

    hab dich soooo lieb=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 12.04.2008, 23:32


    wuuuhi, zwei seiten!!!=)=)=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 16.04.2008, 20:10


    Sodele, hier gehts auch mal weiter=)=)


    Unwillig beobachtete Resa Jojo und Anna im Bus.
    Jojo hatte sofort seinen Arm um sie gelegt und strich ihr immer wieder sanft über die Schulter.
    Anna hatte ihren Kopf an seinen Schulter gelehnt und lächelte die ganze Zeit.
    Resa war genervt!
    Sie verschränkte die Arme vor der Brust und starrte demonstrativ aus dem Fenster.
    Die vier anderen alberten rum.
    Als sie in der Stadt angekommen waren gingen sie wie immer Richtung ihrer "Bandstammkneipe" das Kittel.
    Doch als Anna nur ihre Nase reinsteckte, sprang sie zurück.
    "Was für ein Schmuddelladen...wollen wir nicht woanders hingehen?"
    Resa verdrehte genervt die Augen und wusste doch eh schon, dass die Juns niemals was auf ihre Stammkneipe kommen lassen würde.
    Doch Jojo stimmte Anna zu.
    "Stimmt schon irgendwie...kommt Jungs, lasst uns woanders hingehen!"
    Und alle wandten sich einstimmig von der Kneipe ab.
    Resa stand einen Moment fassungslos in der Tür und sah den vieren nach.
    Erst als von innen jemand nach draußen wollte und sie unsanft zur Seite schob, stolperte sie ihnen hinterher.
    Als sie schließlich in irgend einem blöden Kaffee saßen, wo Resa sich überhaupt nicht wohl fühlte, redeten die vier miteinander, während Resa sich die meiste Zeit raushielt.
    Sie starrte geistesabwesend in die Flamme der Kerze und spielte mit dem Wachs.
    Tom stupste sie an.
    "Heeey. Träumerin...los, sag du doch auch mal was dazu!!!"
    Die ganze Runde blickte sie fragend an.
    Resa spürte ,wie sie rot wurde.
    "Äähm, worum gehts denn?",stammelte sie und pulte den Wachs von ihren Fingernägeln.
    Die Jungs seufzten laut auf , dann erklärte Justin ihr, wie man es einem Kleinkind erklären würde.
    "Aaalso, Jojo sagt, dass Anna eine echt gute Stimme hat. Was meinst du? Sollen wir nicht mal versuchen, die Songs von den Frauen mit ihrer Stimme zu covern? Das wäre doch der Hammer!!! Wir könnten auch deine Stefanie Dingsbums Lieder mal probieren...na, was sagst du?"
    Sie strahlten sie an, warteten eine Reaktion ab und in Resa stieg die Galle hoch.
    Nein! Wieso dachte keiner erstmal an sie?
    Immerhin war sie auch ein MÄDCHEN. Oder nicht?
    Frustriert sah sie von einem zum andern, zuckte dann mit den Schultern und sah auf die Tischplatte wo überall Brandflecken drin waren.
    Die anderen brachen in Jubel aus und klopften Anna auf die Schulter.
    Es schmatzte und Resa riss ihren Kopf hoch.
    Jojo hatte Anna einen dicken Kuss aufgedrückt!!
    Schnell wandte sie sich wieder ab.
    Wieso stach es ihr nur jedes Mal ins Herz, wenn sie ihn so sah?
    Der Abend zog sich schleppend dahin und Resa wollte nur noch nach Hause.
    Jetzt und sofort!
    Gegen 10 Uhr konnte sie sich endlich verabschieden und alles auf ihre Mutter schieben!!
    "Ich...muss dann mal", sagte sie gespielt bedauernd und erhob sich langsam.
    Enttäuschte Gesichter sahen sie an, mit Ausnahme von Anna.
    Sie zuckte mit den Achseln und sagte genervt
    "Muum..ihr wisst schon!",dann schnappte sie sich ihre Jacke, winkte den anderen nochmal zu und verlies schnell das Lokal.


    Draußen war es bitterkalt und überall lag Schneematsch.
    Dass sie erst gestern noch mit Jojo so rumgealbert hatte....unvorstellbar.
    Sie stopfte ihre Hände in ihre Jackentasche und kickte einen Stein vor sich her...
    Sie wollte noch gar nicht nach Hause gehen und so beschloss sie ein bisschen durch die stille Stadt zu laufen.
    Die Geschäfte hatten alle schon geschlossen und es waren kaum noch Menschen unterwegs...
    Nach ungefähr einer Stunde stieg sie in den Bus nach Hause, hockte sich nach ganz hinten und hörte ein bisschen Musik.
    Zu Hause saßen ihre Eltern am Küchentisch und warteten auf sie.
    Resa hatte absolute keine Lust, sich jetzt noch zu streiten.
    Sie ging schnell an ihnen vorbei direkt in ihr Zimmer.

    Dort zog sie ihre am Boden nasse Hose aus und schlüpfte in eine warme Jogginghose.
    Irgendwie fühlte sie sich schlapp und antriebslos.
    Gelangweilt saß sie in ihrem Zimmer rum...

    Es klopfte.
    "Hmmm..."
    Ihre Schwester kam rein, hockte sich auf den Boden und lachte sie gemein an.
    Resa zog die Augenbraue hoch und wandte sich, gespielt beschäftigt, ihrem Schreibtisch zu.
    "Wer war denn die Blonde bei der Bandprobe?",feixte sie.
    "Anna...Jojos..:Freundin!",murrte Resa und bemühte sich, nicht so sehr zu stottern und stammeln.
    "Aha, soso. Ich dachte, Jojo ist dein Macker?"
    Musste sie denn unbedingt darin bohren?
    Resa schnaubte und fuhr ihre Schwester an.
    "Nein! Ist er nicht, verdammt nochmal und jetzt VERPISS DICH!RAUS",sie schob sie zur Tür und knallte diese vor ihrer Türe zu.
    Ach verdammt.
    Jetzt hatte sie sich eindeutig verraten...
    Und morgen war wieder Bandprobe...
    Sie beschloss ins Bett zu gehen, im Schlaf konnte sie wenigstens nicht nachdenken!


    Im Bett lag sie noch stundenlang wach...dementsprechend war sie amnächsten Tag total müde und geschlaucht.
    Komischweise erschienen ausgerechnet heute alle pünktlich zur Probe.
    Selbst Anna!!
    Resa klemmte sich schlecht gelaunt hinter ihr Schlagzeug und würdigte Anna keines Blickes.
    Diese fand den Proberaum auf einmal gar nicht mehr klein oder zugestellt.
    Sie posierte sich direkt mit dem Hintern vor Resas Gesicht und warf sich in Pose.
    Resa pustete ihren Pony aus ihrem Gesicht und rückte ihre Mütze zurecht.
    Sie hatte jetzt schon keine Lust mehr!!
    Jojo warf Anna ständig ehrfürchtige Blicke zu und himmelte sie an.
    Tom und Justin zeigten Anna großzügig Resas Proberaum, erlaubten ihr, sich am Kühschrank zu bedienen und sagten ihr, sie solle sich doch einfach wie zu Hause fühlen.
    Sollte das nicht Resas Satz sein?
    Sarkastisch fügte sie von ihrem Platz aus hinzu:
    "Die Toilette ist oben..."
    Leider bemerkte keiner dieses Sarkasmus und Anna hüpfte aus dem Raum, weil sie "sich mal eben frisch machen muss *kicher*"
    Resa war extrem genervt!!
    So eine Tussi!
    Als sie ENDLICH wieder da war, sah sie kein Stück verändert aus.
    Sie lächelte Jojo glücklich an und zerwuschelte ihm seine Haare.
    Resa wollte schon schadenfroh grinsen, denn jetzt würde Anna ihre Abfuhr erhalten, doch Jojo?
    Jojo lachte und warf ihr eine Kusshand hinterher!
    Resa konnte es nicht fassen!
    Bei JEDEM anderem hätte es jetzt eine riiiesen Revanche gegeben!!
    Wütend haute sie auf ihre Drums ein.
    Erschrocken wandten sich alle ihr zu.
    "Aa...lles okay, Resa?",wunderte sich Tom.
    "Äh...klar. Lasst uns endlich anfangen!!",rief sie schon fast und kramte nach der "Lieder-Liste", um sich etwas verstecken zu können.
    Wieso hatte sie ihre verdammten Gefühle nicht mehr unter Kontrolle?
    SIe schämte sich für ihr Verhalten und suchte schnell ein lautes und schnelle, von einer MÄNNERstimme gesungenes Lied raus.
    "Hmm, was haltet ihr von 'Don't stay'?",warf sie in die Runde und Tom, dessen Lieblingslied das war, stimmte begeistert zu.
    Justin nickte ebenfalls und spielte schonmal ein paar Takte.
    So gab sich auch Jojo geschlagen und Anna lies sich wieder auf dem alten Sessel nieder.

    http://www.youtube.com/watch?v=NY3VYW1DXH4

    Resa haute in die Becken, zertrümmerte fast die Hi-Hat und schlug auf die Drums ein!
    Ihre ganzen unkontrollieren Gefühle lies sie an ihrem Schlagzeug aus - das meckerte wenigstens nicht!
    Wieder hielt sie die Augen geschlossen, um diese Tusse Anna nicht sehen zu müssen, sie lauschte nur ihrem Spiel und Jojos Stimme, die wieder mal jeden Ton traf.
    Als das Lied zu Ende war, war sie außer Atem, doch es hatte unendlich viel Spaß gemacht und sie fühlte sich gleich befreiter.
    Jojo zog ein paar Noten aus seinem Rucksack und reichte sie Resa.
    "Kriegst du das hin?"fragte er sie.
    Resa überflog das Blatt und nickte, im Kopf hatte sie schon den Rhythmus.
    "Was das fürn Lied?",hakte sie nach und Jojo grinste zu Anna rüber.
    "Von Silbermond..."
    Anna stand auf und plazierte sich hinter dem Mikro.
    Resa Hochgefühl von vorhin war wie weggeblasen!
    Sie konnte Silbermond wirklich gut leiden, aber doch nur zum HÖREN.
    Zum Spielen waren die meistens Songs nicht geeignet.
    Zumindest nicht jetzt, wo sie sich austoben wollte!
    Doch sie nickte nur kurz, legte sich die Noten zurecht und trommelte lustlos drauflos.
    Jutin und Tom stimmten schnell mit ein und Anna fing an zu trällern.

    "Sag mir was hast du mit mir gemacht
    Das was hier passiert ist nicht mehr normal
    und ich zähl die Sekunden
    Denn ich brauch dich schon wieder, schon wieder"

    Immer wieder warf sie feurige Blicke richtung Jojo und dieser grinste anzüglich.
    Resa verspielte sich - absichtlich!
    "Uups...sorry! Kommt nicht wieder vor!",lächelte sie unschuldig, während Anna sie herablassend ansah.
    Ganz klar, ab jetzt waren sie Rivalinnen!!



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 27.04.2008, 20:51


    sooo hier is mal wieder ein neuer teil... man ich hab ja ganz schön lange gebraucht :oops:





    Als Anna sich wieder umdrehte und wieder anfing zu singen, verfinsterten sich Resas Augen und sie funkelte Annas Rücken an.
    Diese blöde Ziege!
    So toll konnte sie gar nicht singen... oh nein, dass konnte sie wirklich nicht.
    Was hatten die Jungs sich eigentlich dabei gedacht?
    Was war mit ihr? Sie konnte singen, zwar auch nicht perfekt, doch immerhin besser als diese Schnepfe Anna.
    Sie verstand einfach nicht, was Jojo an Anna finden konnte.
    Anna passte gar nicht zu ihm.
    Eine Stunde später war Resa mit den Nerven am Ende. Sie hatte keine Lust mehr auf weitere Songs und wollte nur noch in ihr Zimmer verschwinden.
    Vor allem wollte sie Anna und Jojo nicht mehr zusammen turteln sehen.
    Doch da hatte man ihr wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.
    Jojo und Anna dachten gar nicht daran, nach Hause zu gehen. Justin und Tom hatten sich schon längst verabschiedetet, doch Jojo saß zusammen mit Anna im Sessel.
    „Hey Resa weißt du was ich letztens bei mir im Zimmer gefunden hab?“, fragte Jojo und grinste Resa schelmisch an.
    „Ne... wasn?“, fragte Resa lustlos.
    „Ein Foto von unserer Trauerfeier!“, lachte Jojo.
    „Du meinst mit der toten Katze?!“, fragte Resa aufgeregt und der ganze Ärger war sofort vergessen.
    „Genau! Weißt du noch, als wir die damals gefunden haben und dann beerdigt haben?“, Jojos Augen strahlten vor lauter Freude.
    „Und ob ich mich noch dran erinner. So was vergess ich doch nicht“, lachte Resa.
    Damals waren Jojo und Resa immer zusammen durch die Gegend gezogen und hatten alles genau erkundet. Wie kleine Entdecker hatten sie jeden Stein umgedreht und alles Mögliche gesammelt.
    Bis sie dann auf die arme tote Katze gestoßen waren. Wahrscheinlich war sie an Rattengift gestorben oder einfach schon zu alt gewesen. Auf jeden Fall hatten Jojo und Resa sie in ein Tuch gewickelt und in Resas Garten begraben. Eine richtige Trauerfeier hatten sie organisiert. Resas Mutter war gar nicht begeistert gewesen, dass sie dieses tote Tier in ihren Garten geschleppt hatten, aber das hatte die beiden nicht gestört.
    „Oh man wie alt waren wir da?“, fragte Jojo und kratzte sich am Kopf.
    „Hmm... vielleicht fünf oder sechs“, meinte Resa und musste lächeln.
    Man das waren Zeiten gewesen.
    „Ach Jojo Schatz, wollen wir nicht noch etwas zu dir gehen?“, fragte Anna mit zuckersüßer Stimme und warf Resa einen finsteren Blick zu.
    „Wollen wir nicht noch etwas dableiben... Ich will nich nach Hause zu meinem Alten“, sagte Jojo.
    Anna schien das mal gar nicht verstehen zu können. Sie verdrehte genervt die Augen und starrte auf die Wand mit den Postern.
    Resas Herz machte Purzelbäume.
    „Sag mal Resa hat deine Mum noch irgendwie ärger gemacht?“, fragte Jojo plötzlich.
    „Was ist mit meiner Mum?“, fragte Resa verwirrt.
    „Du weißt schon... wegen letztens... ob sie noch ärger gemacht hat?“
    „Boah hör mir bloß auf! Die wollte mich zum Frauenarzt schicken“, stöhnte Resa genervt auf.
    Jojo fing an zu lachen und Resa stimmte mit ein.
    Nur Anna saß angesäuert da. Scheinbar wusste sie von nichts.
    „Was war denn mit ihrer Mutter?“, fragte sie Jojo gelangweilt.
    „Die is plötzlich ins Zimmer gestürmt, als ich Resa gekitzelt hatte... sah vielleicht alles etwas anders aus, als es eigentlich war“, grinste Jojo und zwinkerte Resa zu.
    Anna starrte Jojo einen Moment erschrocken an.
    „Aber zwischen Resa und mir war natürlich nichts, aber ihre Mum hat voll überreagiert“, erzählte Jojo noch immer lachend.
    Mit Genugtuung sah Resa wie Anna sich auf die Lippen biss. Das war wie Balsam für die Seele.
    Die restliche Zeit über, war Anna ziemlich still und hörte Resa und Jojo beim quatschen zu.
    Und Resa und Jojo hatten immer eine Menge zu erzählen und da sie mit alten Zeiten angefangen hatten, packten sie lauter alte Geschichten aus ihrer Kindheit aus.
    „Naja... ich geh jetzt mal für kleine Jungs“, lachte Jojo, „Und dann machen Anna und ich uns auf die Socken.“
    Anna sah erleichtert aus, als Jojo aufstand und den Raum verließ.
    Resa saß da und wusste auch nicht, was sie sagen sollte. Eigentlich wollte sie überhaupt nichts sagen.
    Sie klopfte mit den Fingern auf ihre Knie und sah an die gegenüberliegende Wand.
    „Jojo ist mein Freund...“, sagte Anna plötzlich.
    Resa drehte blitzschnell ihren Kopf und sah Anna verwirrt an.
    „Also lass die Finger von ihm. Verstanden?!“
    „Jojo ist mein bester Freund... mehr nicht“, sagte Resa und funkelte Anna an.
    „Funk mir einfach nicht dazwischen! Ich lass ihn mir nicht wegnehmen!“, fauchte Anna und ihre Augen schienen Blitze auf Resa abzufeuern, „Er ist MEIN Freund! Und er braucht dich nicht. Er hat jetzt mich... du kannst uns also in Ruhe lassen!“
    Resa wollte gerade zu einer wütenden Antwort ansetzen, als Jojo wieder ins Zimmer kam.
    Anna sprang sofort auf und warf sich ihn in den Arm.
    „Wollen wir dann?“, fragte sie und lächelte ihn an.
    „Klar“, sagte Jojo.
    Resa verschränkte die Arme vor der Brust und lief an den beiden vorbei.
    „Dann bis zur nächsten Probe“, sagte sie und lief die Treppe nach oben, ohne sich weiter von Jojo zu verabschieden.
    Jojo starrte Resa verwirrt hinterher.
    „Was hat sie denn? Hat sie was zu dir gesagt?“, fragte Jojo Anna kopfschüttelnd.
    „Nein. Sie war schon die ganze Zeit so komisch“, sagte Anna Schulterzuckend und zog Jojo die Treppe nach oben.
    Resa war schon in ihrem Zimmer verschwunden und stapfte wütend in Raum auf und ab.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 28.04.2008, 18:57


    weiitergeeehts=)=)

    Resa stampfte wütend durch ihr Zimmer und dachte sich Hassparolen gegen Anna aus.
    Was fiel dieser dummen Pute eigentlich ein?!
    Als würde Jojo ihr gehören!
    Sie kannte ich ihn doch viel besser, als Anna.
    Schon allein der Name!!!
    Sie kickte gegen einen Haufen Klamotten am Boden und schnaubte.
    Wie sie diese Anna jetzt schon nicht mehr leiden konnte!
    Als sie sicher sein konnte, dass die beiden aus dem Keller verschwunden waren, trampelte sie diese wieder runter und klemmte sich hinter ihr Schlagzeug.
    Ohne darauf zu achten, was sie spielte schlug sie wild drauf ein.


    Ihre Ohren dröhnten, als sie nach ein einhalb Stunden aufhörte zu spielen.
    Verschwitzt und höchst zufrieden mit ihrer Leistung ging sie nach oben, wo es jetzt essen geben würde.
    Ann-Marie saß schon am Tisch und lächelte ihr breitestes falsches Lächeln.
    Resa wusste, dass sie wieder irgendwas haben wollen würde.
    Und richtig, kaum, dass alle saßen und einen gefüllten Teller hatten, fing Ann-Marie an zu flöten:
    "Mamiiii, Papiii...darf ich mal was fragen?"
    Ihre Mutter nickte kurz und Ann-Marie fuhr fort.
    "Der große Raum unten, der wird doch von keinem benutzt, oder?",zwitscherte sie freundlich.
    Resa horchte auf.
    Moment! Den Raum wollte sie doch haben!
    Ihr Vater blickte von seinem Essen hoch, seine jüngste Tochter an.
    Diese strahlte ihn an und redete weiter.
    "Und ich bräuchte UNBEDINGT einen Raum, um darin mit meinen Freunden gemütliche Abende zu verbringen...wäre dieser Raum nicht IDEAL?! Ich würde ihn selbstverständlich leer räumen, putzen und aufräumen..."
    Resa hörte auf zu essen und wartete gespannt auf die Reaktion ihrer Eltern.
    Ihr Vater sah zu ihrer Mutter und wackelte etwas mit dem Kopf hin und her.
    Seine Frau nickte kurz, sah dann zu Ann-Marie und meinte
    "Wieso denn nicht, mein Schatz? Gerne...richte ihn dir nur schön her!"
    Resa wollte ihren Ohren nicht trauen!!
    "Wie bitte?"
    Herr Bachmann sah zu ihr rüber und zog verwirrt die Augenbrauen in die Höhe.
    Resa fuhr immer lauter werdend fort:
    "ICH habe vor nicht weniger als zwei Wochen zum hundersten Mal gefragt, ob ich und meine Band den Raum haben könnten! Da hieß es noch, dass er unbedingt so bleiben muss, wie er jetzt ist! Was soll das denn? Wir BRAUCHEN den Raum, in dem kleinen ersticken wir ja fast!!!"
    Wütend funkelte sie von einem zu anderen.
    Ihre Mutter tupfte sich die Lippen mit ihrer Serviette ab und sagte im ruhigen Ton
    "Theresa, deine Band und du, ihr HABT doch bereits einen Raum bekommen. Wozu braucht ihr denn noch einen?"
    "Weil der, den wir haben, VIEL ZU KLEIN IST!",blaffte Resa ihre Mutter an.
    Ann-Marie schnaubte und runzelte gespielt entrüstet die Stirn.
    Resas Mutter fing nur an den Tisch abzuräumen und ihr Vater sagte laut.
    "Ann-Marie bekommt den Raum. Du hast einen! Gib dich damit zufrieden!!"
    Dann stand er auf und ging ins Wohnzimmer.
    Resa sprang von ihrem Stuhl auf und rempelte ihre Schwester im vorbeirennen an.
    Wieder in ihrem Zimmer, schnappte sie sich ihr Handy und tippte schnell eine SMS an alle Bandmitglieder.
    "Heute Abend Kino? Brauche was LUFT!"
    Es war schließlich kein Geheimnis, dass ihre Eltern Ann-Marie dauernd bevorzugten, von daher, freute sich Resa immer, wenn "ihre Leute" mit ihr zusammen über besagte Personen herzogen.
    Und richtig, keine zwei Minuten später hatte sie drei Antworten, wovon sie die dritte am meisten enttäuschte.
    Sie war von Jojo.
    "Klar, immer doch. Bringe Anna mit. Bis gleich!"
    Kein "Hab dich lieb" oder "XX" nichts.
    Resa seufzte auf und überlegte, wie sie Anna loswerden oder ignorieren konnte.
    Dann verwarf sie den Gedanken und baute sich vor ihrem Kleiderschrank auf.
    Wenn schon diese Tussi mit dabei war, wollte sie wenigstens Style zeigen!
    Sie holte ihre dunkelste Baggy hervor, kramte dazu ein fast neongrünes Top raus und entschied sich nach langem hin und her für eine graue halbe Jacke, die nur bis knapp unter die Brust ging.
    Dann ging sie ins Bad und machte sich zwei kleine Zöpfchen die wirr von ihrem Kopf abstanden.
    Ihren Pony zupfte sie zurecht , wobei ihr einfiel, dass sie ihn ohnehin in zwei Minuten wieder wegpusten würde.
    Dann kramte sie ihre Schminkutensilien hervor und tuschte ihre Wimpern schön schwungvoll, puderte sich die Nase und benutzte silberweißen Lidschatten.
    Aber nur ein wenig, sodass ihre Augen optisch größer wirkten, aber nicht überschminkt.
    Sie strahlen halt ein wenig...
    Ihre Pony fiel heute ausnahmsweise mal genau richtig in ihr Gesicht und so entschied sie sich, heute ihre Mütze zu Hause zu lassen.
    Im Flur zog sie ihre mit grünen Kleeblättern geschmückten Vans an und eine dicke Winterjacke inklusive Schal über die graue Jacke.
    Dann schnappte sie sich ihren Schlüssel, ihren iPod und rief ihrer Mutter zu, dass sie heute Abend irgendwann wiederkommen würde.
    Schnell zog sie die Tür zu.
    Draußen war es bitterkalt und sie stopfte die Hände in die Jackentasche.
    Sie beeilte sich zur Bushaltestelle zu kommen und stellte sich dort in den Schutz des Wartehäuschens.
    Der Bus kam zum Glück relativ bald und sie stieg in die Wärme hinein ein.

    Bis in die Stadt dauerte es knapp 20 Minuten und Resa sah schon vom weiten die kleine Truppe die auf sie wartete.
    Auf drei Rücken freute sie sich.
    Der Vierte hätte auch zu Hause bleiben können...oder da , wo der Pfeffer wächst!!!



    Spdele..:Sanni!
    Du bist dran=)=)

    :-*:-*
    Hab dich lieb=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 26.05.2008, 20:47


    okay is echt wenig...aber ich fand das ende gut.... müsst dir da dann noch was sagen dazu ;)
    hab dich lieb <3 sorry das ich so lang zum schreiben gebraucht hab *schäm*





    Ihre drei Jungs begrüßte sie extra freudig, bei Anna fiel die Begrüßung ziemlich ins Wasser. Gerade als es bei ihr ums Umarmung ging, stieß Resa eine kleinen Schrei aus.
    „Ich glaub ich hab mein Handy vergessen!“
    Die Jungs lachten, doch Anna sah sie säuerlich an.
    Zur Tarnung suchte Resa noch einmal in ihrer Tasche nach.
    „Ups... da ist es ja...“, murmelte sie grinsend.
    „Wenn Resa also ihr heiliges Handy dabei hat, können wir dann endlich ins Kino... hier ist sau kalt“, sagte Tom und rieb sich die Handflächen aneinander.
    Zu fünft liefen wir ins Kino. Jeder kaufte sich eine Karte, naja faste jeder. Anna ließ sich natürlich von Jojo einladen.
    „Was haben deine Eltern denn schon wieder angestellt, dass du es gar nicht abwarten konntest uns wieder zu sehen?“, fragte Justin schelmisch.
    Wir liefen gerade in den Kinosaal. Wie im Entenmarsch drückten wir uns an den eng stehenden Sitzen vorbei.
    „Ihr werdet es nicht glauben... Ann-Marie muss nur einmal auf braves Töchterchen machen und mit den Augen zwinkern und schon bekommt sie den zweiten, größeren Raum im Keller!“, schimpfte Resa vor sich hin.
    „Ne oder? Aber wir brauchen den viel mehr, als deine kleine Schwester!“, sagte Jojo verärgert.
    „Was glaubst du was ich denen gesagt hab?“, Resa schüttelte vor lauter Ärger den Kopf, „Aber nein, wenn Ann-Marie etwas möchte, dann bekommt sie es auch!“
    „Die jüngsten haben es einfach immer am besten... die bekommen alles in ihren hübschen Popo geschoben“, lachte Justin.
    Alle stimmten in das Lachen mit ein. Nur eine nicht. Und zwar Anna.
    „Ach shit... sorry... du bist ja die jüngste in der Familie“, grinste Jojo zerknirscht.
    Er wollte ihr einen Kuss auf den Mund drücken, doch sie drehte beleidigt den Kopf weg.
    „Sehr witzig... macht euch nur über mich lustig...“
    Mit Genugtuung sah Resa, wie Jojo ihr einen irritierten Blick zuwarf.
    Jojo hatte ihr oft genug gesagt, dass er keinen Bock auf zickige Mädchen hatte...!
    Wir erreichten gerade unsere Plätze, da flüsterte Jojo Anna etwas zu. Sie grinste ihn an. Anscheinend war es etwas so tolles gewesen, dass sie den Ärger auf ihn vergessen hatte.
    Beleidigt ließ sich Resa auf ihren Sitz fallen. Was war eigentlich mit Jojo los? Er hasste doch das ganze Gezicke?!
    Resa verstand die Welt nicht mehr.
    Wann anders hätte sie sich gefreut neben Jojo zu sitzen, aber nicht jetzt, wenn er pausenlos mit Anna herumturtelte und es so aussah, als würden sie übereinander herfallen!
    Zum Glück hatten sie einen Horrorstreifen ausgesucht... da war die Stimmung nicht so passend zum knutschen.
    Was sollte Resa nur tun?
    Umso länger sie Jojo und Anna miteinander umgehen sah, umso mehr rumorten das Monster in ihrem Bauch. Sie konnte für nichts garantieren, wie lange sie es noch zurückhalten konnte, ehe es über Anna herfallen würde.
    Außerdem hätte sie schon wieder heulen können.
    Doch allemal war sie hier mit Jojo, auch wenn er sie scheinbar vergessen hatte, als zuhause bei ihrer ätzender Schwester.
    Doch sie hasste diese Anna trotzdem.
    Sie konnte es noch immer nicht fassen, was die von ihr verlangt hatte.
    Jojo war ihr bester Freund... wie sollte sie da die Finger von ihm lassen?
    Resa würde auf jeden Fall nicht kampflos aufgeben.
    Aber was sollte sie tun?
    Jojo schien schwer verknallt in Anna zu sein... Warum merkte denn keiner, was für eine falsche Schlange Anna war?!
    Nicht einmal Justin und Tom schienen ihr falsches Spiel zu entdecken.
    Der Film fing an. Den Vorspann bekam Resa irgendwie gar nicht mit. Plötzlich fühlte sie sich nämlich schrecklich alleine.
    Denn mit wem sollte sie denn über das Problem Anna reden? Oder über ihre Eifersucht?
    Mit Jojo, das konnte sie schon einmal ganz vergessen...
    Tom und Justin... nein... das ging einfach nicht!
    Und ihre Familie – niemals!
    Sie hatte immer nur mit Jojo so richtig reden können, wenn auch nicht über so richtige Mädchensachen. Klar Resa war nie so der Typ für richtige Mädchensachen gewesen. Aber jetzt gerade vermisste is jemandem, dem sie all ihre aufgewühlten Gefühle beichten konnte.
    Erst als der Film so richtig schlimm wurde, wurde sie aus ihren Gedanken gerissen.
    Neben sich hörte sie einen erstickten Schrei. Sie brauchte sich nicht umzusehen um zu wissen, dass es Anna war.
    Resa konnte Jojo wieder etwas flüstern hören. Scheinbar redete er beruhigend auf Anna ein.
    Was war sie überhaupt mitgekommen, wenn sie keine Horrorfilme vertrug?, dachte Resa genervt.
    Obwohl Resa bei einigen Szenen auch eine Hand gebraucht hätte, an die sie sich klammern könnte. Aber war es nicht schließlich normal, dass man bei einem Horrorfilm erschrak...?
    Früher war es Jojos Hand gewesen, die sie in solchen Moment halb zerquetscht hatte.
    Die Jungs hatten sie dann danach immer auf den Arm genommen.
    Anna würden sie bestimmt nicht auf den Arm nehmen, obwohl die wesentlich mehr Schiss hatte, als Resa je gehabt hatte.
    Was war an dieser Anna nur so besonders?
    Sie war doch auch nur ein Mädchen... genau wie Resa?!



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 27.05.2008, 16:41


    Weitergehts=)=)



    Resa geriet ins Grübeln und fragte sich, wo der Unterschied zwischen ihr und Anna lag.
    Klar - sie war viiiel cooler als Anna, die für sie eine totale Zicke war, aber ein Mädchen war sie doch auch, oder?
    Sie fing an, im Kopf die "Gemeinsamkeiten" aufzuzählen.
    Sie schminkten sich beide, wenn auch unterschiedlich.
    Sie achteten auf das, was sie anzogen.
    Sie waren definitv beide nicht lesbisch oder sowas.
    Hm, im Grunde genommen war sie also auch ein "Mädchen-Mädchen" nur ohne diesen ganzen rosa/pink Quatsch.
    Plötzlich schreckte sie hoch.
    Anna hatte dermaßen hoch und laut geschrien, dass es ihr fast das Trommelfell zertrümmert hätte.
    Jojo drückte sie schützend an sich und Resa fühlte, wie ihr die Galle hochkam.
    Jojo....wieso mochte er dieses ...Etwas?
    Sie war so überhaupt nicht sein Typ.
    Sie vertrug keine Horrorfilme, sie takelte sich auf wie die größte Tusse, sie mochte ihre Musik nicht so sehr...
    Resa wurde immer wütender.
    Als der Film - endlich - zu Ende war, stand Resa sofort auf und verlies fluchtartig das Kino.
    Justin und Tom folgten ihr, während Jojo und Anna sich zeitließen.
    Sie kamen 5 Minuten später, kicherten und steckten die Köpfe zusammen...
    Resa stutze.
    Jojo und KICHERN?
    Oh mein Gott,was tat diese Anna nur mit Jojo?
    Resa schüttelte den Kopf und wandte sich von den beiden Turteltauben ab.
    Sie entschieden, noch etwas trinken zu gehen - diesmal aber in ihrer Stammkneipe, davon wollten die drei, also Justin,Tom und Resa sich nicht abbringen lassen.
    Insgeheim hoffte Resa Anna würde gehen, doch sie blieb.
    Im Kittel, setzten sie sich an "ihren" Tisch und warteten auf die Bediehung.
    Resa bestellte sich ein Bananenweizen.
    Die Jungs taten es ihr gleich nur Anna bestand auf ein Pinacolada.
    Resa verdrehte die Augen.
    Dann sah sie zu Jojo rüber, der sie wütend anfunkelte.
    Uuups, hatte er sie etwas beobachtet?
    Verschämt senkte sie den Blick und zerriss einen Bieruntersetzer.
    Die Getränke kamen und so langsam fing auch ein Gespräch an
    "Neee, ich finde wir sollten andere Lieder nehmen, wenn wir auftreten!",warf Anna gerade ein und Resa stand abrupt auf und murmelte, dass sie mal aufs Klo müsse, um Anna keine zu kleben.
    Was fiel dieser Schnepfe nur ein hier jetzt auch noch das Konzept für ihren Auftritt zu ruinieren?
    Immerhin hatten sie daran schon stundenlang gesessen!
    Sie steuerte auf die Toiletten zu und stürmte in den kleinen Vorraum, wo sie erstmal tief einatmete.
    Wieso war sie nur so eifersüchtig?
    Sie hatte doch gestern Abend noch beschlossen, nicht mehr in Jojo verliebt zu sein.
    Auch wenn es sich als viel schwerer herausstellte, als sie dachte.
    Mit wem konnte sie schon reden?
    Sie brauchte irgendjemanden, doch ihr fiel einfach niemand an.
    Die Mädels aus ihrer Klasse hielten sie doch alle für eingebildet, weil Tom sie manchmal mit dem Auto seiner Eltern abholte - sie dachten alle Resa wäre sich zu fein für sie, weil sie schon mit so viel Älteren Jungs rumhing.
    Dabei mochte sie einige aus ihrer Klasse ganz gerne.
    Aber so richtig zum reden war da auch keine...
    Sie wusch sich die Hände um irgendetwas zu tun, dann verlies sie den Raum wieder und sprang zurück, als Jojo auf einmal ziemlich nahe vor ihr stand.
    In dem Gang zu den Toiletten war es aber auch eng!!
    "Was ist los mit dir Resa?",flüsterte er leise.
    Resa zuckte mit den Schultern und panisch überlegte sie, ob sie sich wohl irgendwie verraten hatte?
    Wusste Jojo etwas von ihren Gefühlen, die nicht sein sollten?
    Resa versuchte sich so weit wie möglich von Jojo wegzudrücken, doch er rückte immer näher an sie ran
    "Anna bringt doch nur ein paar gute Ideen ein, wieso verdrehst du ständig deine Augen und brummelst irgendwas vor dich hin?", zischte er durch die Zähne.
    Resa merkte, wie sie immer wütender wurde und sie verschränkte die Arme vor der Brust.
    "Weil...weil, weil....",stotterte sie und Jojo zog die Augenbrauen hoch.
    "Ja, was hat sie dir getan, hä?",blaffte er immer noch leise redend.
    Und Resa platzte der Kragen.
    "Weil wir nunmal schon ein Konzept haben und sie soll sich nicht einmischen. Es ist unsere Band! Sie ist doch nur...die weibliche Stimme. Weil...ihr ja alle denkt, dass sie das einzige Mädchen in der Band ist! Und sie ist so eine Zicke! Wieso lässt du dir das überhaupt gefallen? Ich dachte auf sowas stehst du nicht! Und wie die rumläuft! Hast du Tomaten auf den Augen oder was? Und dann macht sie auch noch die Stammkneipe mies und macht es sich in unserem Probekeller gemütlich!! Sie...sie nimmt dich mir weg! Mensch Jojo, ich hab doch auch Gefühle!"
    Sie starrte ihn an und wurde sich da erst bewusst, was sie gerade gesagt hatte.
    Das passte doch gar nicht mehr zu Jojos Frage!
    Jojo wirkte perplex, dann schien ihm etwas aufzufallen.
    Über sein Gesicht huschte ein Grinsen.
    Feixend sah er Resa an
    "Sag mal...Resalein...bist du etwa eifersüchtig auf meine Freundin?"
    Er betonte das Wort eifersüchtig und sah Resa scheinbar amüsiert an.
    Resa merkte wie sie rot wurde.
    Tränen stiegen ihr in die Augen und sie schubste Jojo von sich weg
    "Quatsch, das ist doch totaler Blödsinn",rief sie, dann haute sie ab.
    "Aber Resa..."
    Doch Resa rannte schon die Straße runter zum Bus.
    Sie huschte noch gerade durch die sich schließenden Türen und war heilfroh, dass Jojo ihr so nicht nachrennen konnte.
    Wie konnte sie nur so blöd sein?
    Jetzt wusste er bestimmt alles oder?
    Sie lies sich auf einen der Sitzplätze fallen und starrte missgelaunt aus dem Fenster.
    Nach einer halben Stunde stieg sie aus und lief die restlichen zwei Stationen bis nach Hause.
    Dort schloss sie leise die Türe auf und schlich über den Flur in ihr Zimmer.
    Sie hatte keine Lust mit irgendjemandem zu reden.
    Umso überraschter war sie, als sie auf ihre Schwester traf.
    Die sich an ihrem Schrank zu schaffen machte!
    "Heey...",fiel ihr als erstes ein.
    Ann-Marie wirbelte herum und Resa sah, wie sie sich eines ihrer Tops probehalber vor den Bauch hielt.
    Resas Wut stieg wieder auf und sie deutete schnaubend auf die Tür.
    Ann-Marie wollte mir dem Shirt in der Hand an ihr vorbeihuschen, doch Resa hielt sie an einem Ärmel fest.
    "Her damit, und wage es nicht, noch einmal dieses Zimmer zu betreten!!"
    Ann-Marie grinste nur und ging in ihr Zimmer.
    Wütend ging Resa zu ihrem Schrank, besah sich das Chaos darin kurz, knallte die Türen zu und warf sich auf ihr Bett.
    Warum waren in letzter Zeit alle so dermaßen bescheuert?
    Vor ein paar Tagen noch hatte Jojo bei ihr übernachtet, sie hatten zusammen über sein blaues Auge geredet, was Anna wahrscheinlich nicht mal auffallen würde.
    Resa entschied sich dazu, noch etwas Schlagzeug zu üben.
    Ein bisschen abreagieren tat ihr bestimmt jetzt ganz gut...
    Wenn sie schon keinen zum reden hatte!!!



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 10.08.2008, 20:11


    sooo... ich weiß ich schäm mich in grund und boden weil ich so lang gebraucht hab... tut mir echt leid =(

    hab dich soooooooooooooooo lieb <3



    Erst spät in der Nacht ging Resa wieder hoch in ihr Zimmer. Sie war verschwitzt. Ihr Gesicht glänzte.
    Sie wusste nicht, ob da auch Tränen dabei waren, oder ob es nur der Schweiß war... sie wollte es gar nicht wissen.
    Sie hasste es, wenn man sie zum weinen brachte.
    Und von Jojo hatte sie das niemals erwartet.
    Vor allem, wie er sie so einfach fallen lassen konnte. Sie waren doch beste Freunde!
    Sie hatten so viel durchgemacht. Nie hatte es einen Unterschied gemacht, dass Resa ein Mädchen war und Jojo ein Junge.
    Und jetzt plötzlich schien das zwischen ihnen zu stehen, denn Justin und Tom schienen kein so großes Problem mit Anna zu haben, wie sie es hatte.
    Was sie mal überhaupt nicht verstehen konnte.
    Anna... sie passte überhaupt nicht zu Jojo.
    Geschweige denn, dass Anna in die Band passte.
    Wie hatte Jojo diese Tussi überhaupt kennen gelernt?
    Er hatte nie etwas erwähnt, dass er ein Mädchen kennen gelernt hatte... nie auch nur ein Wörtchen. Das versetzte ihr einen Stich in die Magengrube.
    Sie hatte eigentlich gedacht, dass Jojo ihr alles anvertraute – von der Sache mit seinem Vater mal abgesehen, über die er einfach nicht gerne redete.
    Und dann erzählte er ihr so etwas wichtiges, dass er sich verliebt hatte, seiner besten Freundin nicht?!
    Resa konnte nicht schlafen. Wach lag sie in ihrem Bett und starrte die Decke an.
    Das ging bis zum frühen Morgen so. Erst als die ersten Lichtstrahlen ins Zimmer fielen, schlief sie unruhig ein.
    Es war ihre Mutter, die sie weckte. Ohne zu klopfen stürmte sie wieder ins Zimmer. „Resa! Aufstehen! Du hast mal wieder besuch!“
    Und schon war sie wieder aus dem Zimmer verschwunden. Verschlafen konnte Resa hören, wie ihre Mutter unten im Flur meinte: „Du kannst hoch, sie ist jetzt wach.“
    Das war sie eben nicht! Sie zog die Decke über ihren Kopf und wollte nur noch einmal einschlafen.
    „Hey Resa...“, sagte eine Stimme gedehnt.
    Sofort war Resa hellwach.
    „Jojo!“, hysterisch setzte sie sich auf. Ohje wie sie aussehen musste!
    „Wart hier... ich bin gleich wieder da!“ Sie schlug die Decke von sich runter und stürmte ins Bad.
    Zum Schminken war jetzt keine Zeit mehr und zum Duschen auch nicht. Hätte sie das doch gestern Nacht noch gemacht, nachdem sie so geschwitzt hatte.
    Sie wusch sich eilig, benutzte eine Menge Deo und beseitigte die verwischte Schminke aus ihrem Gesicht.
    So... das musste reichen.
    In ihrem Zimmer zurück, saß Jojo schon auf dem Sofa und sah aus dem Fenster.
    „Da bin ich wieder...“, sagte Resa unbeholfen.
    „Das sehe ich“, grinste Jojo schwach.
    Stille.
    Resa setzte sich auf ihr Bett und hatte Schwierigkeiten damit Jojo überhaupt anzusehen.
    „Wollen wir unseren Streit von gestern nicht vergessen?“, fragte Jojo schließlich.
    Vergessen?
    Wie sollte sie vergessen, dass sie Jojo ‚gestanden’ hatte, dass sie in ihn verliebt war?!
    „Von mir aus...“, nuschelte sie trotzdem.
    Sie wollte Jojo nicht ganz verlieren, aber das würde sie, wenn sie ihm jetzt widersprechen würde.
    „Vielleicht musst du Anna nur noch etwas besser kennen lernen“, sie hörte die Hoffnung in Jojos Stimme.
    Am liebsten hätte Resa den Kopf geschüttelt und ihm gesagt, dass sich ihre Meinung zu Anna nie ändern würde, weil Anna eine eingebildete Schnepfe war. Aber auch das würde Jojo und sie nur weiter auseinander treiben. Also hielt sie lieber den Mund und nickte nur gezwungen.
    „Okay... ich muss dann auch schon wieder. Ich bin mit Anna zum Essen verabredet“, sagte Jojo. Er stand schon wieder auf.
    Resa ging mit runter zur Haustür.
    Sie bemerkte, wie Jojo mit sich rang ob er sie jetzt umarmen sollte oder nicht. Schließlich drückte er sie ganz kurz an sich und stürmte dann auch schon zur Tür raus.
    Resa sah ihm traurig hinterher.
    Das war eindeutig nicht normal für Jojo. Er hatte noch nie groß überlegt ob er sie jetzt umarmen sollte oder nicht.
    Aber jetzt stand etwas zwischen ihnen – und Resa wusste auch was, oder besser gesagt wer. Anna.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 13.08.2008, 11:02


    sodele weitergehts!


    RUNDE 1 DES WUNDERVOLLE FF-VORMITTAGS!!



    Die Tür fiel leise klickend ins Schloss und Resa schlurfte wieder nach oben in ihr Zimmer, lies die Rollläden runterkrachen und legte sich in ihr Bett.
    Dann zog sie sich die Decke über den Kopf und stöhnte gequält.
    Wieso musste das denn so kompliziert sein? Wieso hatte sie Jojo grade nicht einfach alles an den Kopf geknallt?
    Sie hätte ihm einfach alles sagen können, was sie an Anna stört, was sie an seinem Verhalten stört. Einfach alles.
    Aber nein, sie hatte geschwiegen und das nur, weil sie so sehr um die Freundschaft zwischen den beiden bangte.
    Und jetzt war er weg - zu Anna.
    Ihr stieg die Galle hoch und sie hustete.
    Wenn sie nur an diese Person dachte, drehte sich ihr der Magen um.
    Immer noch lag sie unter der Decke, wo es langsam ziemlich stickig wurde.
    Doch eigentlich wollte sie nochmal einschlafen, Jojo hatte sie doch sehr früh geweckt.
    Leider spukten ihr jetzt Horrorvisionen von den beiden im Kopf umher.
    Wie Jojo Anna liebevoll ein Stück Erbeere mit Schokolade überzogen in den Mund schob, dazu ihr grauenvolles Kichern.
    Wieder stöhnte sie genervt auf, warf die Decke von sich und sprang aus dem Bett.
    Jetzt war wohl der richtige Moment für eine heiße Dusche.
    Sie suchte sich ein paar Sachen aus dem Schrank zusammen, ging über den Flur ins Badezimmer und schloss sich ein.
    Sie zog ihren Schlafanzug aus, huschte schnell unter das warme Wasser und versuchte sich zu entspannen.
    Sie DURFTE nicht mehr sauer sein, sie hatten den "Streit" ja vergessen.
    Sie MUSSTE wieder normal sein, so normal wie es ging.
    Das heiße Wasser prasselte auf ihre Schultern und sie versuchte so krampfhaft sich zu entspannen, dass sie genau das Gegenteil erreichte.
    Heute Nachmittag war Probe. Bis dahin MUSSTE sie sich unter Kontrolle haben.
    Selbst, wenn sie alle drei auf sie einstürmten, wegen dem tollen, neuen Konzept was ANNA entworfen hatte.
    Selbst wenn ANNA wieder dabeiwar.
    Was sie wohl sein würde...sie musste Jojo ja bewachen, wie ein blutrünstiger Wachhund.
    Kopfschüttelnd stellte sie das heiße Wasser ab, griff nach dem Handtuch, was sie neben die Dusche gelegt hatte und trocknete sich ab.

    Gleich würde es frühstück geben, vielleicht sollte sie sich dazu setzen.
    Ablenkung tat ihr bestimmt gut.
    Sie zog sich den Jogginganzug über, den sie sich extra mitgenommen hatte und wickelte ein Handtuch um ihre Haare, die wirr und frei auf ihrem Kopf herumflogen.
    Die würde sie später bändigen!
    Wie sie es schon geahnt hatte, ihr unfehlbare Familie saß auch an diesem Samstagmorgen angezogen und fertig für ein perfektes Frühstück am Tisch.
    Sie setzte sich grummelnd dazu, als einzige noch in so bequemen Sachen.
    "Guten Morgen, Theresa!", lächelte ihre Mutter.
    Wahrscheinlich hatte sie mitbekommen, dass es irgendwie stunk gab, zwischen Resa und Jojo.
    "Hmmm...",murrte Resa und griff nach einem Croissant.
    Sie schnitt es auf und strich Erdbeermarmelade hinein, wobei sie wieder an ihre Horrorvision erinnert wurde.
    Sie verzog das Gesicht und biss in das Croissant. SO! Weggebissen. Das ganze blöde , süße, affige Turteltaubengetue. Sie würde es einfach wegbeißen!
    Wieder riss die wütend ein Stück von dem Croissant ab, dass ihr überhaupt nicht auffiel, wie ihre Familie sie betrachtete.
    Das arme Croissant.


    Der Mittag und der Anfang vom Nachmittag zog sich in die Länge und Resa verbot sich, früher als nötig in en Probekeller zu gehen.
    Als sie dann schon fast zu spät war, stürmte sie nach unten, wo sie alle vier schon vor der Garagentür standen.
    Anna strahlte wieder nur zu Jojo hin und Jojo hielt sie eng an seiner Seite.
    Resa unterdrückte ein Würgen.
    Justin und Tom umarmten sie kurz, dann quetschten sie sich in den Proberaum.
    Resa blieb noch einen Moment an der Tür stehen, atmete tief die kühle Luft ein, dann folgte sie den anderen.
    Beherrschen. Einfach nur unter Kontrolle haben.
    Nur bis sie weg sind, dann kannst du dich austoben!
    Sie redete sich selber gut zu, und so gelang es ihr, mit einem Lächeln den Raum zu betreten.
    Keine zwei Sekunden tropfte es von ihrem Gesicht, welches sich zu einer verzerrten Maske verzog.
    Anna saß wieder in dem Sessel, himmelte Jojo aber so überflüssig an, dass einem vom bloßen zusehen schlecht werden konnte.
    Gerade zwitscherte sie
    "Wisst ihr eigentlich, wie Jojo", sie warf ihm einen schmachtenden Blick zu, "und ich uns zusammengekommen sind?"
    Nein! Oh nein!
    Resa quetschte sich hinter ihr Schlagzeug, zwang sich, nicht hinüberzusehen, während man eindeutige Geräusche eines Kusses vernehmen konnte.
    Justin und Tom schüttelten aus Höflichkeit die Köpfe, zeigten aber kein besonderes Intresse an der Geschichte.
    Was Anna herzlich wenig störte.
    Sie plapperte einfach weiter.
    "Das war soooo schön und sooo romantisch! Wir hatten uns verabredet und waren zum Rummel in der nächsten Stadt gefahren...er hat mich natürlich eingeladen!"
    Resa fiel ein, wie Jojo ihr mal erzählt hatte, er würde auf den Rummel gehen. Mit ein paar Freunden. Das hatte der damals gesagt.
    Sie schluckte und starrte auf die Hi-Hat , in der sich das Licht spiegelte.
    Sie kicherte und spielte mit Jojos Hand herum, während dieser sie anlächelte.
    "Und dann waren wir zusammen auf dieser unglaublich schönen Kutschfahrt, einmal durch das keine Städtchen! Es war so romantisch! Auf jeden Fall hatte er irgendwoher eine Rose. Und als wir anhielten und er mir aus der Kutsche geholfen hatte, stand er vor mir, mit dieser Rose und fragte mich, ob ich mit ihm zusammen sein wollte...natürlich hab ich ihn geküsst und ja gesagt...aber es war so schön!!"
    Wieder unterdrückte Resa ein Würgen, doch sie konnte es nicht mehr so gut mit einem Hustenanfall tarnen und so entwischte ihrer Kehle ein merkwürdiges Krächzen.
    Ein Bild drängte sich in ihr Bewusstsein.
    Wie Jojo vor ihr kniete, die Rose vor ihr Gesicht hielt und sie inständig darum bat, seine Frau zu werden.
    Tom und Justin sagten etwas, doch Resa hörte nich hin.
    Sie kämpfte gegen den Drang an, die Hi-Hat aus ihrer Halterung zu reißen und damit Annas Kopf zu zerdeppern.
    Jojo hängte sich seine Gitarre an den Rücken und umarmte Anna.
    Konnten die sich denn keine zwei Minuten in Ruhe lassen?
    Resa griff zu ihren Sticks und trommelte genervt auf ihrem Schlagzeug rum.
    "Sind wir hier zum proben oder zum Geschichten erzählen?", fragte sie, wobei ihr selbst nicht auffiel, wie verletzt und traurig ihre Stimme klang.
    Sie hoffte, sie würde sehr genervt klingen.
    Doch auch den anderen fiel es nicht besonders auf. Nur Justin, der nunmal der älteste war, sah sie fragend an.
    Resa merkte es nicht, aber langsam glaubte Justin zu verstehen, wieso sie sich in letzter Zeit so seltsam benahm.


    Bitteschön meine Liebste=)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 13.08.2008, 11:44


    RUNDE 2 DES WUNDERVOLLEN FF-VORMITTAGS



    dein teil ist super!!! iwie lustig :-D
    meiner is etwas kürzer =/
    hab dich soo lieb <3



    Jojo hatte das Gespräch von heute Morgen und den Streit von gestern Abend anscheinend wirklich vergessen oder er war sehr gut im verdrängen.
    Resa war da anscheinend nicht so gut darin. Es fiel ihr ziemlich schwer, sich zu konzentrieren. Doch sie wollte beweisen, dass sie ihre Gefühle im Griff hatte.
    Sie hämmerte ungewöhnlich stark auf ihr Schlagzeug ein. Ihr selbst fiel es gar nicht auf. Jojo war so damit beschäftigt Anna anzusehen, dass er es auch nicht wahrnahm.
    Und Justin und Tom beachtete Resa gar nicht. Es kam ihr so vor, als wäre sie ganz alleine mit Jojo und Anna im Raum.
    Doch Resa stand abseits, weggedrängt von den beiden Turteltauben – alleine.
    Sie schlug so arg auf die Hi-Hat, dass einer ihrer Sticks leise Knacks machte.
    Erschrocken hielt sie inne.
    „Resa? Was ist los?“, fragte Tom verwirrt, als sie plötzlich aufhörte zu spielen.
    „Mein Stick hat einen Knacks!“
    Zum Beweis hob sie ihn hoch. Die anderen nickten.
    „Ich geh schnell in meinem Zimmer einen neuen holen“, murmelte sie.
    Alle Blicke lagen auf ihr, während sie sich zwischen dem Schlagzeug und den andern hindurchquetschte. Sie hasste es, von jedem beobachtet zu werden.
    Sie rannte nach oben, um in ihrem Zimmer ihre zweiten Sticks zu suchen. Gerade als sie wieder die Treppen hinunter rennen wollte, stand Justin vor ihr.
    „Resa... was ist eigentlich los?“, fragte er.
    „Was soll los sein... nichts ist los!“, erwiderte Resa genervt.
    Justin schüttelte den Kopf, „Ich bin doch nicht blöd. Ich seh doch was los ist. Und DU“, er tippte Resa vor die Brust, „Bist eifersüchtig auf Anna!“
    „Das stimmt nicht! Was redest du da für nen Quatsch!“, schimpfte Resa.
    Schnell wollte sie sich an ihm vorbeiquetschen, aber er stellte sich ihr in den Weg.
    „Ich hab doch Augen im Kopf! Mit deinen Blicken, die du Anna zuwürfst schießt du lauter kleine Blitze auf sie ab... sehr beeindruckend wenn du mich fragst“, plötzlich grinste Justin.
    „Ach hör schon auf...“, Resa fühlte sich unwohl in ihrer Haut.
    Es ärgerte sie, dass nun auch Justin schon mitbekommen hatte, was Sache war. Dabei versuchte sie doch, alles so gut es ging zu verbergen.
    „Mit was soll ich aufhören? Die Wahrheit zu sagen? Ach komm Resa... du weißt dass ich Recht habe!“
    Resa knurrte nur. Natürlich wusste sie, dass er Recht hatte. Na und wenn schon? Was änderte das an der Situation? Gar nichts.
    „Darf ich dir einen Rat geben, Resalein? So wirst du Jojo nie für dich bekommen, wie du dich gerade aufführst... im Moment bist mehr DU die Zicke, als diese Anna...“, mit diesen Worten drehte Justin sich um, und ging wieder in den Probekeller.
    Resa ließ er alleine. Sie biss wütend auf ihrer Lippe herum.
    Sie und eine Zicke? Niemals!
    Anna war die Zicke. Anna nahm ihr Jojo weg und verlangte von Resa, dass sie nicht mehr mit Jojo befreundet war.
    Aber das wusste ja niemand! Und sagen würde Resa es natürlich auch niemanden, so tief gesunken war sie nun auch wieder nicht.
    Doch als sie zurück in den Probekeller kam und Justins auffordernden Blick traf, kam sie doch ins Grübeln.
    Benahm sie sich wirklich so schlimm, wie Justin sagte.
    Schließlich war auch Jojo schon aufgefallen, dass sie sich anders benahm.
    War sie wirklich so schlimm? Vertrieb sie Jojo wirklich damit?
    „Und? Bereit um weiterzuproben?“, fragte Tom in ihre Richtung.
    Resa nickte.
    Mehr zu sich selbst als auf Toms Frage.
    Justin hatte Recht und Jojo hatte auch Recht.
    Sie MUSSTE sich zusammenreißen. Sie wollte um Jojo kämpfen. Doch wie ging das? Sie hatte keine Ahnung, weil sie noch nie um einen Jungen gekämpft hatte. Ihrer Meinung nach sollten das auch eigentlich die Jungs machen und nicht umgekehrt. Aber wenn es nicht anders ging, würde Resa eben tun was sie tun musste.
    Vielleicht konnte sie sich noch ein paar Tipps bei Justin holen. Sie versuchte nicht zu grinsen.
    Im Allgemeinen lief die Bandprobe nun viel besser. Resa wusste nicht, ob es nur ihr auffiel oder den anderen auch. Justin warf ihr auf jeden Fall einen weiteren Blick zu.
    Ohja... Justin würde ihr bestimmt helfen. Er mochte sie lieber als diese Anna. Der Gedanke machte sie ein klein wenig Stolz.
    Doch irgendwann war Anna diejenige, die die Probe unterbrach.
    „Tut mir Leid... aber ich muss jetzt gehen... hab noch einen Termin beim Frisör“, flötete sie.
    Als ob das jemanden interessieren würde, ob sie nun bei der Probe dabei war oder nicht... dachte Resa. Ließ sich aber hoffentlich nichts anmerken.
    Sie verabschiedete sich mit einem langen Kuss von Jojo, bei dem Resa sich die Nackenhaare hochstellten.
    Für Justin, Tom und schließlich auch Resa hatte sie nur ein Winken übrig.
    Und schon war sie weg. Resa hatte das Gefühl, dass die Stimmung gleich ganz anders war im Keller.
    Irgendwie gelöster, oder lag es nur an ihr, dass sie sich gleich viel wohler fühlte, wenn Anna weg war?
    Das konnte natürlich sein, aber auch Jojo kam ihr sofort irgendwie verändert vor. Viel mehr, wie der Jojo früher.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 14.08.2008, 20:48


    Sodele ich mach dann mal weiter und hab grad nen genialen Geistesblitz :D:D



    Die Band probte noch etwa eine Stunde, vor allen die Parts, wo eines der Instrumente hakte oder aber besonders knifflige.
    Jojo hängte sich mächtig rein und spielte gekonnt ein wundervolles Gitarrensolo, zumindest für Resa klang es wundervoll.
    Doch irgendwann mussten alle nochmal nach Hause und Tom und Jojo packten schnell zusammen.
    Justin hingegen lies sich Zeit, verstaute gemütlich seine Gitarre, band sich dann noch umständlich den Schuh zu, sodass Tom und Jojo schon längst wegwaren.
    Resa sah ihre Chance!
    "Justin?",fragte sie zögernd.
    Justin sah zu ihr hin und ein Grinsen umspielte seine Lippen.
    "Na siehst du! Es geht doch auch anders", neckte er sie lächelnd.
    Resa lief leicht rot an und grinste verschämt den Boden an.
    "Was möchtest du denn, Kleines?"
    NIEMAND, wirklich NIEMAND durfte sie "Kleines" nennen außer Justin. Er war nunmal vier Jahre älter als sie.
    Sie wurde puterrot im Gesicht, knetete ihre Hände und nuschelte dann leise.
    "Deine Hilfe...irgendwie..."
    Justin sah zu ihr hin und dachte einen Moment nach, dann machte es "Klick".
    "Du willst kämpfen? Richtig?", hakte er nach.
    Resa spürte, wie peinlich ihr das alles auf einmal war, doch sie biss die Zähne zusammen und nickte erneut den Boden an.
    Justin fing an zu lachen, erschrocken sah Resa zu ihm hin, war ihre Idee denn so aussichtslos?
    Doch er lachte sie nicht aus, er lachte.
    "Kleines, deswegen musst du doch nicht so rot werden! Natürlich helf ich dir, gerne. Ich kann diese Anna auch nicht soo sehr leiden...nur kann ich besser so tun, als würde ich, immerhin bin ich nicht in Jojo verschossen...!", er zwinkerte ihr zu.
    Resa kicherte unsicher und sah Justin dankbar an.
    In dem Moment platzte Tom in die Tür rein.
    "WAS?", rief er.
    Justin und Resa erschraken und sahen ihn entgeistert an.
    "Du bist in Jojo verschossen?", entrüstete sich Tom.
    Aus Resas Gesicht wich jegliche Farbe , doch Tom kam nicht um sie auszulachen.
    Er strahlte sie regelrecht an.
    "Mensch! Wie toll! Los, Justin, wir verkuppeln die beiden, dann sind wir die Schreckschraube Anna bald los!", tatendurstig setzt er sich zu Justin und wollte scheinbar sofort loslegen mit dem planen.
    Nun war es an Resa bedeppert aus der Wäsche zu gucken.
    Wieso hatte sie nicht mitbekommen das Anna grundsätzlich verhasst war in der Truppe?
    "Ähähä", stammelte sie, als Justin und Tom sie begeistert ansahen.
    "ookay..."
    Sie setzte sich dazu genau in dem Moment, wo Justin aufsprang!
    "ICH HABS!!!", rief er und stürmte davon.
    Tom und Resa sahen ihm verdattert hinterher.
    Tom kratzte sich verwirrt am Kopf.
    "Was hat den denn gestochen?", fragte er in den Raum hinein.
    Resa zuckte mit den Schultern.
    Woher sollte sie das denn wissen?
    Sie kämpfte immernoch gegen die wieder aufgestiegende Röte in ihrem Gesicht an.
    Nervös trommelte sie mit ihren Sticks auf ihren Knien rum und machte eine große Blase mit dem Kaugummi den sie im Mund hatte.
    Da stürmte Justin wieder rein und der Kaugummi zerplatzte und die Hälfte davon pappte in Resas Gesicht.
    Tom lachte und half ihr, alles aus ihrem Gesicht zu bekommen.
    "Leute! Das isses! Wir nutzen unseren Auftritt um Jojo endlich die Augen zu öffnen!! Also, erstmal, Resa, singst du vor anderen Leuten?"
    Fragend sah er sie an.
    Resa schaute verdutzt aus ihrem kaugummiverschmiertem Gesicht zu ihm hin.
    Er verdrehte die Augen
    "Machst dus oder nicht?"
    Sie nickte kurz.
    Wieso nicht? Sie hatte nicht so das Problem vor Leuten aufzutreten.
    "Super! Ich hab hier nämlich das PERFEKTE Lied für dich! Und das singst du an unserem Auftritt nur für ihn. So als Überraschung! Warte, ich zeigs dir!"
    Er eilte zu der kleinen Anlage rüber und schob eine CD hinein, schaltete sie ein, ein paar Lieder weiter und drückte auf 'Play'
    Sanfte Klavierklänge leiteten das Lied ein, eine wunderschöne Männerstimme setzte ein.

    http://www.youtube.com/watch?v=5sTDyaPpQdE

    Resa lauschte gespannt und sah dabei eine Millionen Bilder von sich und Jojo vor Augen.
    Wie sie sich stritten und Resa Jojo hochkannt rausschmiss. Keine 10 Minuten später trafen sie sich bei Resa vor der Tür, entschuldigten sich 1000Mal beieinander.
    Wie sie lachend und sich kitzelnd auf Jojos Bett rumtollten, einfach weil es Spaß machte.
    Wie sie sich über irgendeinen Platz in der Stadt jagten, wie Jojo sie nach Hause brachte, als sie das erste Mal besoffen war.
    Wie sie ihm half, als er sich vom Alkohol übergeben musste.
    Wie sie einfach nur schweigend dasaßen, über das geredete nachdachten und zusammen waren.
    Wie sie einen Film zusammenschauten...wie Jojo Resa neckte.
    Wie er sie sanft im Arm wiegte, weil sie so fertig war, wegen ihrer Familie.
    Wie sie zusammen neue Erfolge feierten...
    Wie sie zusammen die Band versuchten zu retten und es auch schafften.
    So viele Erinnerungen strömten auf sie ein und sie wusste, dieses Lied war perfekt.
    Gedankenverloren starrte sie in die Luft und Tom und Justin schwiegen, sie wollten sie nicht stören.
    Als das Lied zu Ende war, schüttelte Resa kurz den Kopf um wieder klare Gedanken fassen zu können und strahlte Justin an.
    "Das ist perfekt!", lächelte sie.
    Er nickte.
    Tom klatschte in die Hände, griff zu seinem Bass und rief
    "Lasst uns üben!!"


    Bitteschön Sanni=)=)
    Jetzt hast du viel zu tun ;);)



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    sannimaus - 14.06.2009, 20:00


    so... nach langer, langer, laaaaaaanger zeit mein nächster teil

    kurz...und...naja... les selbst

    hab dich sooooooooooooooo lieb


    Doch aus dem Proben wurde nichts mehr. Ann-Marie stürmte ohne zu klopfen in den Proberaum und verkündete genervt: „Mama sagt du sollst zum Essen hochkommen“, sie machte eine kurze Pause, „Und deinen Freunden auf wiedersehen sagen.“
    Dann stolzierte sie wieder aus dem Raum.
    Resa verdrehte die Augen. „Typisch!“
    Justin und Tom packten ihre Instrumente und grinsten Resa an.
    „Keine Sorge, wir schaffen es schon noch zu proben, du kannst ja alleine ein bisschen vor dich hinträllern.“
    „Das werd ich wohl tun müssen“, seufzte Resa. Sie stellte sich schon vor, was an ihrem Auftritt genau passieren würde.
    Sie würde vorne auf der Bühne stehen, für Jojo singen und diese Olle Anna würde nur im Publikum sitzen und mit offenem Mund zuschauen müssen, wie Jojo sich für sie entscheiden würde.
    Als sie sich von Justin und Tom verabschiedet hatte und nach oben in die Küche lief, war es schwer ihr Lächeln zu unterdrücken.
    Doch der Gedanke, dass Jojo sich von Anna trennen würde – wegen ihr – war einfach nur wunderbar.
    Das Essen verlief zum größten Teil schweigend und selbst wenn Ann-Marie irgendetwas erzählte, war Resa so in ihren Gedanken, dass sie es gar nicht mitbekam.
    Sie schlang ihre Lasange herunter und murmelte dann ihren Eltern zu: „Ich bin dann wieder unten“, ehe ihre Mutter auch schon etwas daran aussetzen konnte.
    Im Probekeller stellte sie das Lied wieder ein und lümmelte sich in den Sessel. Immer und immer hörte sie sich das Lied an und malte sich die tollsten Dinge dazu aus. Irgendwann konnte sie den Text schon auswendig und sang leise mit.
    Wenn Jojo dieses Lied von ihr gesungen hörte, musste er einfach merken, dass Anna nicht die Richtige war.
    Resa fragte sich, warum sie erst jetzt hatte begreifen können, dass sie in Jojo verliebt war. Hätte sie nur zwei Wochen früher gewusst, hätte Jojo wahrscheinlich Anna erst gar nicht kennengelernt.
    Denn bei einem war Resa sich sicher: Jojo war auch in sie verliebt.
    Diese Andeutungen, die er selbst die letzten Tage noch gemacht hatte, als er bei ihr geschlafen hatte, waren nicht nur spaßig gemeint gewesen. Er musste auch für sie etwas empfinden.
    Doch dann verstand sie nicht, warum er dann mit Anna ging.
    Es lief ihr kalt den Rücken herunter, wenn sie nur daran dachte, wie liebevoll er seinen Arm um Anna geschlungen oder wie er sie angesehen hatte.
    Sie wünschte sich, sie würde an Annas Stelle sein. Jojos Hände würden sie berühren und er würde sie küssen.
    Ein seliges Lächeln trat wieder auf ihre Lippen und sie nahm sich fest vor, morgen nach der Schule Tom und Justin anzurufen und sich mit ihnen zum Proben zu treffen.
    Als es langsam schon spät wurde ging Resa nach oben. Sie nahm die CD aus dem Musikplayer.
    Sie würde bestimmt endlich wieder beruhigter schlafen können, wenn sie das Lied nebenher hörte.
    Zu ihren Eltern sagte Resa erst gar nicht gute Nacht, sondern lief gleich nach oben in ihr Zimmer. Schnell hatte sie ihre Schlafsachen angezogen, sich im Bad schnell abgeschminkt und Bett-fertig gemacht, die CD in ihre Anlage gelegt und das Lied angestellt.
    In ihrem Bett zusammengerollt lauschte sie den leisen Klängen und freute sich schon auf den nächsten Tag. Sie konnte es gar nicht abwarten, endlich richtig das Lied zu proben.



    Re: *Liebe? Richtig oder falsch?*

    Lenchen - 26.08.2009, 18:42


    :D weitergehts!


    Sie schlief tief und fest. Als sie am nächsten Morgen aufwachte, konnte Resa sich nicht mal mehr daran erinnern, ob sie geträumt hatte.
    Sie lies den Schultag über sich ergehen und überlegte die ganze Zeit nur, wie sie Jojo von ihrer geheimen Probe fernhalten konnte. Denn eins war klar - er durfte es NIEMALS vorher erfahren!
    Sie kritzelte gerade mit ihrem Bleistift rum und trommelte mit den Fingern gedankenverloren auf den Tisch, als etwas in ihrem Nacken kitzelte.
    Sie drehte sich nach hinten um, wo ihr Lehrer stand und scheinbar intressiert las, was sie geschrieben hatte.
    "Ihre Gefühle für 'Jojo' intressieren Goethe wahrscheinlich brennend, schade, dass er schon tot ist und Sie sich lediglich mit diesem Gedicht von ihm befassen sollen!", wutentbrannt wandte er sich wieder der Klasse zu und lies Resa mit hochrotem Kopf sitzen.
    Neben ihr saß Charline. Eine nervende Zicke, die Tratsch in Null Komma Nichts auf der ganzen Schule verbreitet hatte. Sie kicherte und linste auf Resas Blatt. Sie schob schnell ihren Arm drüber.
    Oh nein - ALLE würden es wissen. Das musste sie verhindern, denn ALLE beinhaltete auch Jojo selber. Mit glühendem Kopf drehte sie sich zu Charline um und lächelte zuckersüß....und brachte kein Wort über die Lippen.
    Ihr wurde übel, wenn sie daran dachte, wie Jojo sie auslachen würd. Es war eh alles eine sinnlose, lächerliche Idee.
    Den Rest der Stunde verbrachte sie damit, sich nicht zu übergeben.

    Zu Hause angekommen verwarf sie den Gedanken an das Lied komplett und schickte eine SMS an Tom.
    "Das wird nichts. Vergiss es!" - und prompt kam die Antwort "Nichts da , Kleens, das wird durchgezogen!!"
    Da sie keine Lust hatte zu widersprechen ergab sie sich kampslos ihrem Schicksal.
    Stattdessen versuche Resa weiterhin eine Ausrede zu finden, um Jojo heute von hier fern zu halten. Grad, als sie es erwägte einfach zu schreiben, dass sie ihn momentan nicht würde sehen können, fiebte ihr Handy
    "Hey Rere, sorry, Anna und ich haben heut einmonatiges. Ich komm nicht zur Probe. Cu, Jo" Sonst nichts. Kein Küsschen, kein "hab dich lieb" nichts. Immerhin hatte er sich an ihren allerersten Spitznamen erinnert. "Rere" , sie mochte ihn, doch er wurde selten benutzt.
    Die Zeit bis zum Abend vertrieb sie sich mit Hausaufgaben und Text lernen - obwohl sie ihn eh auswendig konnte.
    Als es klingelte, flitzte sie zur Tür, riss sie auf und blieb abrupt stehen. Jojo.
    Um Gottes willen, was wollte denn der hier?, schoss es Resa durch den Kopf. Sie starrte ihn fassungslos an und versuchte eine Ausrede zu finden, dass er unbedingt abhauen musste.
    Doch er grinste sie nur an und rief fröhlich
    "Heeey, du hast noch ne Kappe von mir.Ich bräuchte die heute - du weißt schon, ein bisschen schick machen für meine Süße!"
    Es tat weh, ganz dolle weh, doch sie nickte tapfer und lief nach oben, holte die Kappe und kam wieder runter. Jojo nahm die Kappe und verschwand.
    Sie spürte, dass etwas anders war. Er benahm sich so aufgesetzt, so unecht. Es war nicht 'ihr' Jojo. Resa ging niedergeschlagen nach unten in den Proberaum und kuschelte sich in den alten Sessel. Sie fror, doch hatte einfach keine Lust aufzustehen und sich eine Jacke zu holen.
    Die Minuten verstrichen, es klingelte, Ann-Marie öffnete und lies jemanden rein. Tom und Justin kamen an.
    Resa richtete sich schnell auf und zauberte ein falsches Lächeln auf ihre Lippen. Wenn sie schon keine Hoffnung mehr hatte, bloß nicht die der anderen zerstören!
    Sie biss die Zähne zusammen und die drei fingen mit den Einsätzen an. Resa kannte jede Zeile in und auswendig.
    Justin lobte sie oft und Tom half ihr bei den schweren Dingen mit guten Tips.
    Es gefiel ihr, die Sängerin zu sein und auch Tom meinte, dass sie ruhig mal früher hätte sagen können, dass sie singen kann.
    Resa lächelte und sang kurz darauf absichtlich unglaublich schief. Die drei lachten und legten eine Pause ein.
    Sie tranken etwas Cola und Resa holte von oben ein paar Kekse.
    Erst um 10 Uhr beendeten sie ihren Probemarathon. Inzwischen klappte das Lied richtig gut und Resa war sogar ein wenig stolz auf sich.
    Tom blieb etwas länger als Justin und unterhielt sich noch etwas mit Resa.
    "Und , Kleine? Wie isses....", er sah sie forschend an. Resa zuckte mit den Schultern "Weiß nicht...geht", murmelte sie und tat, als würde sie die Becher zusammensuchen.
    Tom kam zu ihr rüber, nahm sie in den Arm und sagte "Das wird schon, Kleines. Wir helfen dir...wirst sehen. Jojo weiß schon , was gut ist " , er zwinkerte ihr zu.
    Resa nickte, löste sich vorsichtig aus der Umarmung. Die Tränen stiegen ihr schon in die Augen und sie wollte unter keinen Umständen anfangen zu weinen.
    "Hmm, hast bestimmt recht!", stimmte sie Tom wage zu und brachte das Geschirr nach oben.
    Tom folgte ihr und verabschiedete sich kurz darauf.
    Resa verkroch sich auf ihr Zimmer, hörte das Lied und lies es zu, dass sie sich in Tagträumen verlor.
    Es waren schöne Träume... mit Jojo. Und ihr. Nur sie zwei.



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