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Re: Artea Hanato
Artea - 12.03.2008, 13:28Artea Hanato
Ich suche mir jetzt einfach mal diesen Bereich für die Story aus, da hier ja schon ein paar Geschichten stehen. Es wurde lesewunsch geußert, als ich in Kara irgendwie auf meine Geschichte gekommen bin. Naja, ich poste sie einfach mal, schreibt/sagt mir was ihr davon haltet. Ich schreib aber nicht gleich alles auf einmal....
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Artea Hanato
Prolog
Diese Geschichte spielt in der Welt Azeroth. Sie wurde vor sehr langer Zeit in zwei Kontinente geteilt, Kalimdor und dem östlichen Königreich. Bis Auf ein paar Inseln war Kalimdor beherrscht von der Horde. Die Horde bildeten die Völker der Tauren - einer edlen, naturliebenden Rasse, die wie aufrechtgehende Rinder scheinen-, der Trolle –meist blauen, Menschen, Elfen und Orc ähnelnde Wesen, die eine Vorliebe für Elfenohren haben-, der Untoten- lebenden, menschlichen Toten-, der Orcs - einem stolzen Kriegervolk-, und der Blutelfen –einem Volk aus edlen Halbelfen-, die sich gegen die Alliance stellten und nun gegen diese kämpft. Nur wenige der Blutelfen sind der Alliance treu geblieben.
Orcs und Trolle leben gemeinsam in der großen Stadtfestung Orgrimma. Sie liegt in Durotar einer Felsigen Gegend mit rotem Sand. Durotar ist eine Halbinsel und ist mit dem Land Azshara, einer Küstengegend, mit dem Rest von Kalimdor verbunden. Diese Gebiete liegen am nordöstlichen Rand davon. Mitten in Kalimdor liegt Mulgore. Einem Gebiet mit weiten Wiesen. Der Heimat der Tauren. Ihre Hauptstadt heißt Donnerfels und ist auf einem hohen Felsen erbaut worden. Mit Aufzügen gelangen die Tauren in ihre Stadt und somit ist sie eine fast uneinnehmbare Hochburg.
Die Untoten und Blutelfen leben im Norden der östlichen Königreiche. Ganz im Norden leben die Blutelfen im Immersangwald. Einem hellen, wundervoll friedlichem Wald. Nur eine Schneise des Todes, die vor sehr langer Zeit durch die Geisel, einer riesigen Legion Untoter, dort hineingeschlagen wurde, zerstört an dieser Stelle die Idylle. Die Hauptstadt ist ein Ort der Sonne und nennt sich Silbermond. Der Immersangwald grenzt an die Geisterlande, einem Schaurigen Ort voller Untoter, seit dem Einfall der Geisel. Untote, die den Hordlern friedlich gesinnt sind, leben nicht weit entfernt im Westen des oberen Teils der Königreiche. Ihr Land nennt sich Tirisfal und ihre Hauptstadt heißt Unterstadt. Es ist eine Kreisförmige Stadt, die unter der Erde errichtet wurde. Erreichbar ist sie, wie bei den Tauren, über Aufzüge jedoch nicht nach oben, sondern tief in die Tiefen der Erde. Tirisfal ist ein dunkler Ort, wo man schon beim betreten fühlt, dass dort nichts als Tod existiert.
Die Alliance besteht aus den stolzen Menschen, den erfinderischen Gnomen, den tapferen und schmiedebegabten Zwergen, den naturliebenden Nachtelfen und den neu dazugestoßenen Draenei, einem Volk, dass aus einer anderen Welt in diese gestürzt ist.
Die weiblichen Draenei wirken wie aufrechtgehende Rehe und die Männlichen sind nicht zu beschreiben. Sie haben blaue Haut und, wie die Tauren Hufe. Sie leben auf der Azurmythosinsel, einer, seit dem Absturz ihres Schiffes, vergiftete Welt. Die Insel ist ein blauer Wald mit blauem Gras. An vielen stellen sind die Kristalle des Schiffes der Draenei zu finden. Ihre Hauptstadt ist ihr Schiff, die Exodar. Sie hat sich beim Absturz in den Boden gekeilt und wurde als Stadt gebrauchbar gemacht und Umgebaut. Die Insel hat eine Schwester Insel, sie heißt Blutmythosinsel. Dort ist alles rot und, ebenfalls wie die andere Insel, von dem Absturz verändert worden. Diese Inseln gehören zu den drei Inseln, die in Kalimdor unter der Herrschaft der Alliance stehen. Die dritte Insel heißt Theldrassil. Sie ist die Heimat der Nachtelfen. Theldrassil ist zwar eine Insel, aber wenn man genauer hinsieht eher ein Baum. Von Rut’theran, ihrem Hafen, aus haben die Nachtelfen ein System entwickelt, mit dem sie in den Wipfel des Baumes kommen. Dort angekommen steht man direkt in ihrer Hauptstadt Darnassus. Die Häuser sind in den Bäumen und über die Seen führen alte Ruinen. Der Tempel des Mondes und der Weg zu den Wäldern des Baumes besteht ebenfalls aus alten, jedoch noch gut erhaltenen, Ruinen. Die dortigen Wälder sind alle sehr dunkel, da nur wenig Licht durch die Krone des Baumes dringt. Aber trotzdem gedeiht alles in seiner eigenen Flora und Fauna.
Die Menschen, Gnome und Zwerge leben in den östlichen Königreichen. Recht mittig am westlichen Rand der Königreiche liegt der Wald von Elwynn. Einem ganz normalen Wald. Die Hauptstadt der Menschen ist Sturmwind. Sturmwind ist ein wirklich sehr belebter Ort und wird häufig als Treffpunkt der gesamten Alliance genutzt. Die Zwerge und Gnome leben gemeinsam in der Stadt Eisenschmiede. Die Gnome haben sich eine Art Untergrundbahn ausgedacht, die Sturmwind und Eisenschmiede miteinander verbindet. Eisenschmiede ist eigentlich ein riesiger Schmiedekessel, da die Stadt in einem Vulkan gebaut wurde. Eisenschmiede wurde von den Zwergen in den Fels geschlagen. Die Stadt liegt in dem Land Dun Morogh. Dort ist immer Winter.
Jedes Volk hat ihre eigene Reittierart. Die Zwerge haben, wohl wegen den Witterungsverhältnissen, Widder als Reittiere. Die Draenei haben ihre Elekks, eine Art Elefant, und die Nachtelfen haben ihre Frost-, Nacht-, und Wintersäbler. Die Menschen reiten auf Pferden und die Gnome haben sich mechanische Reitvögel gebastelt, die genau ihre Größe haben. Die Hordler haben natürlich auch Reittiere. Die Orcs haben ihre Wölfe, die Trolle reiten auf Raptoren, die Untoten auf Untoten Pferden (wie sollte es auch anders sein), die Tauren auf Kodos, träge aussehende, dicke Dinosaurierartige Wesen. Die Blutelfen haben stolze, verschiedenfarbige Falkenschreiter.
Re: Artea Hanato
Artea - 12.03.2008, 20:18
Einfall in den Frieden
Wir befinden uns im Immersangwald. Die Kinder spielten auf den grünen, blühenden Wiesen und in der Stadt Silbermond. Leider sollte diese Idylle nicht lange anhalten. Denn ein halb auseinander fallender Mann kam vor den Toren Silbermonds an. Die Wachen fingen den Verwundeten auf. Es war so gut wie unmögliche derartige Verletzungen zu überleben. Der Mann war Blutüberströmt und man hatte den Gedanken, dass er bei der leisesten Berührung auseinander viele. Die Wache schickte seinen Partner hinein um so schnell wie möglich einen Arzt zu holen. Der Verwundete fing an zu stammeln. Es war nur sehr schwer zu verstehen. Er sagte:„ Eine ganze Armee von Untoten ist auf der Todesschneise unterwegs. Sie werden bald hier sein. Alles hinter ihnen liegt in Schutt und Asche. Sie weiten die Schneise aus.“ Die Wache war vollkommen geschockt, was man an seinem Gesichtsausdruck erkennen konnte. In seinem Gesicht stand Angst. Angst und Wut. Der verletzte Mann wurde bewusstlos als der Arzt ankam. Er wollte sich gerade die Verletzungen begutachten, als der Mann auseinander brach. Ja, er brach an einer Schnittstelle an seiner Schulter förmlich in zwei. Die Wache war kaum ansprechbar und starrte an den Horizont. Er war nun auch mit Blut befleckt und stand abrupt auf. Der Körper des Toten fiel auf den Boden und hinterließ eine Blutlache. Der Arzt und die zweite Torwache schauten nun, was er am Horizont erblickte. Und sie waren genauso schockiert. In den Geisterlanden schien es zu brennen. Dunkle Wolken machten sich breit und Asche flog durch die Luft. Der Wind drehte, so dass der Geruch von verbranntem Fleisch, Blut und Tod zu vernehmen war. Die Schildwache ließ seine Waffe und seinen Schild fallen und stürmte ins Innere von Silbermond die Straße der Urahnen entlang, durch die Mördergasse und zum Sonnenplatz. Er kam vollkommen außer Atem am Sonnenzornturm an und trat ein. Seine Befehlshaber und der Herrscher schauten ihn entgeistert an und musterten ihn zu gleich. Er erzählte ihnen sofort, was er gesehen und was ihm der Tote Blutelf berichtet hatte. Sie konnten es nicht glauben und stiegen deshalb auf die Stadtmauern um sich Selbst ein Bild zu machen. Sie erkannten schnell, dass er recht hatte und der Herrscher befahl sofort, dass jeder erreichbare Blutelf nach Silbermond in Sicherheit gebracht werden sollte. Der Hauptmann schickte die Schildwache, die davon berichtet hatte, in den Sonnenzornturm, um sich dort auszuruhen und im Ernstfall beim Evakuieren zu helfen. Die restlichen Soldaten sammelte er und postierte er vor, auf und in Silbermond. Erfahrene Schildwachen schickte er vor die Mauern Silbermonds. Die Bogenschützen kamen auf die Mauern und die noch unerfahrenen und jungen Soldaten postierte er im Inneren, für den Fall, dass einige durch die Verteidigung durchbrachen. Sie sollten ebenfalls dafür sorgen, dass alles noch halbwegs ruhig und geregelt ablief und es wegen einer Panik keine Verletzten gab.
Weiter im Süden, im schon vorbelasteten Geisterwald, breitete sich die Geisel ungehemmt aus. Sie strömten zu Tausenden aus der Todesfestung, südlich der Geisterlande, und erreichten schon sehr früh Tristessa, ein kleines, in Mitleidenschaft gezogenes Dorf. Die wenigen Wachen versuchten sich zu verteidigen. Sie sahen aber ein, dass sie keine Chance hatten und ergriffen den Rückzug. Viele Männer und Frauen fielen dem Tod zum Opfer aber einige Wenige konnten sich in Sicherheit bringen. Und diesen Wenigen war auch Tarin Hanato. Er flüchtete sich verletzt aber unverfolgt zu seiner Familie. Seine Frau, Juline Hanato, und seine Tochter, Artea Hanato, waren sehr besorgt um ihn. Juline war eine Nachtelfe und Artea eine Halbelfe. Artea hatte aber mehr Nachtelfen Blut als Blutelfen Blut vererbt gekriegt. Sie war 6 Jahre jung und hatte hellblaue kurze Haare. Sie hatte die Hautfarbe ihres Vater geerbt, da ihre Mutter blaue Haut hatte, aber ebenfalls hellblaue Haare. Tarin war ein stattlicher Blutelf mit blonden Haaren. Nachdem ihn seine Frau versorgt hatte konnte er nicht anders als sich wieder zu berüsten und zu seiner Waffe, einem langen Speer mit flammenförmiger Spitze, zu greifen. Artea hatte große Angst. Sie hatte eine sehr gute Nase und ein sehr gutes Gehör. Sie roch den Gestank von Asche, Blut, verbrannten Körpern, Leichen und Tod. Ebenfalls vernahm sie endlose Schreie von Frauen, Kindern und Männern. Das Haus lag in der Nähe des halb zerfallenen Sanktums der Sonne. Tarin öffnete die Tür und man sah Asche und Glut vorbeiwehen. Etwas weiter entfernt konnte man die Schatten der Untoten sehen. Es war eine scheinbar unabreißende Kette, die aus der Festung drang. Tarin vergewisserte sich, dass kein Untoter in unmittelbarer nähe war und winkte seine Familie nach draußen. Sie wollten in die Richtung fliehen, aus der die Geisel kam. Richtung Süden. Sie wussten, dass es hier nun keinen Frieden mehr geben würde.
Re: Artea Hanato
Maliz - 14.03.2008, 17:44
Huhu Artea,
erstmal vielen Dank fürs posten :)
Wie gewünscht dann hier ein bisschen Textkritik - immer beachten, das ist nur meine persönliche Meinung und die hat sehr viel mehr mit Geschmack und Vorlieben als mit echten Kenntnissen zu tun ;)
Also zunächst mal gefällts mir gut, dass Du einen Prolog schreibst, in dem Du die Welt erklärst, das mag für Leute, die WoW kennen nicht notwendig sein, ist aber zum Aufbau einer Geschichte in meinen Augen eine schöne Idee.
Auch inhaltlich gefällt mir das, was bisher passiert ist, ich kenne mich mit der Warcraftstory leider garnicht gut aus und ich bin sehr gespannt, wie Artea wohl zur Allianz kommt.
Verbesserungsvorschläge gibt's dementsprechend von mir eher für die sprachliche Seite :)
Da würde ich Dir empfehlen, den Text nochmal in Ruhe durchzuarbeiten, ich habe jetzt beim Drüberlesen einige Wortwiederholungen und zB einen kleinen Bezugsfehler gefunden:
Zitat:
Diese Geschichte spielt in der Welt Azeroth. Sie wurde vor sehr langer Zeit in zwei Kontinente [...]
Da wäre so einer, das Pronomen da im zweiten Satz bezieht sich auf den ersten Blick auf die Geschichte aus dem ersten Satz (die war ja Subjekt usw usf). Dass eigentlich Azeroth gemeint ist, ist natürlich klar, aber es wäre in meinen Augen eleganter, etwas umzubauen. Man könnte das zB so machen:
Die Geschichte, die ich euch erzählen werde/will, spielt in Azeroth, einer Welt, die vor langer Zeit...
Ein Beispiel für eine Wortwiederholung:
Zitat: [...] sondern tief in die Tiefen der Erde.
Da könnte man vielleicht einfach abhelfen, indem man so etwas wie:
[...] sondern hinab in die Tiefen der Erde.
schreibt. Ich würde Dir empfehlen, solche Wiederholungen zu suchen und dann umzuformulieren, das hat so einige Vorteile. Zum Einen wird der Text für meinen Geschmack runder, außerdem setzt Du Dich bewusst mit Formulierungen auseinander und oft finden sich dabei schöne "neue" "nicht abgegriffene" Worte, die gerade bei Beschreibungen "dichter" wirken, als das, was einem als erstes in den Kopf kommt.
Was mir noch aufgefallen ist, ist, dass Du an manchen Stellen Dinge sagst, anstatt sie darzustellen, das ist etwas schwierig zu erklären und eine persönliche Marotte von mir ;) ich versuche es nochmal mit einer
Textstelle:
Zitat:
Die Wache war vollkommen geschockt, was man an seinem Gesichtsausdruck erkennen konnte.
Bei solchen Sachen gefällt es mir besser, wenn einfach der Gesichtsausdruck beschrieben wird, ohne die Interpretation "geschockt".
Man könnte sogar noch etwas weiter gehen, sich kurz in den Mann hineinversetzen, anmerken, dass seine Knie heftig zu zittern beginnen, ihm übel wird, er an seine Katze denken muss, die ganz alleine... whatever ;)
Kannst Du Dir ungefähr vorstellen, was ich meine? Geschichten wirken lebendiger und bekommen für meine Empfindung einen eigeneren Charakter, wenn möglichst viel gezeigt wird, anstatt es einfach so zu sagen.
Also Gesamtempfehlung meinerseits wäre, nochmal drüberzuschauen und die einzelnen Sätze zu prüfen, lies sie laut vor, spiel ein bisschen damit, schau, ob sie rund klingen, ob sie Bilder in Deinem Kopf entstehen lassen (falls Dir all sowas Spaß macht).
Und poste, wie's weitergeht, ich will ja nicht dumm sterben ;)
Liebe Grüße, Maliz :)
Re: Artea Hanato
Artea - 14.03.2008, 19:57
Danke fürs schreiben.
Aaaalso zu aller erst einmal, bitte über Fehler hinweg sehe, dieser Text wurde noch nciht überarbeitet und anch Fehlern untersucht.
Auch danke für die Kritik, aber ich habe da Einwände.
Bei deinem ersten Zitat und Vorschlag wäre der Einwand, dass das ganze NICHT aus der "Ich"-Perspektive erzählt werden soll.
Das 2. ist ein Stilmittel, dass die Tiefe nochmal verdeutlich, es ist nicht nur Tief hinein sondern tief in die Tiefen (tief in die Weite der Erde). Frag mich nciht wieso das so ist, da musst du meine Lehrer Fragen.
Zum 3.: Wie gesagt, es ist erst die "Rohform" der Überarbeitung. Und ich habe auch im weiteren Verlauf mehr darauf geachtet, der Anfang ist noch nicht Überarbeitet, dass mache ich, sobald ich erstmal mit dem Ersten "Buch" fertig bin.
Heißt bis zur Scherbenwelt.
Aber nochmal danke, so weiß ich wenigstens, wodrauf ich danna chten sollte besonders, wenn ich endlich zur Überarbeitung komme.
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Verlust und Neubeginn
Artea traute sich nur zögernd aus dem Haus und blieb die ganze Zeit an der Hand ihrer Mutter. Sie waren noch nicht weit gelaufen und Artea wurde plötzlich unruhiger. Auch ihre Mutter und ihr Vater spürten etwas. Die drei hörten einen lauten Schrei hinter sich. Tarin drehte sich blitzschnell um und registrierte sofort zwei Untote und einen, der nur zu dreiviertel komplett war. Sie hatten sich von der großen Gruppe getrennt und griffen an. Sie waren mit Dolchen bewaffnet und Juline schloss daraufhin, dass sie früher irgendwann mal Schurken gewesen waren. Juline griff nach ihrem Stab und schon Artea etwas hinter sich. Auch Tarin packte seine Waffe etwas energischer. Und sagte:„ Juline, du und Artea haltet euch da raus. Ich lenke sie ab und ihr rennt so schnell ihr könnt. Ich möchte nicht, dass dem wertvollsten, was ich besitze etwas passiert.“ Juline sah ihn entgeistert an. Sie blickte ihm ins Gesicht und sah dort reine Entschlossenheit. Deshalb stimmte sie ihm auch zu und nahm Artea wieder bei der Hand. Artea sah ihre Mutter fragend an und diese nickte traurig. In diesem Moment sprang einer der Untoten auf sie zu und zückte in der Luft seinen Dolch. Tarin stellte sich stabil hin und schlug mit ganzer Kraft den Untoten zur Seite. Er rief:„Lauft. Ich weiß das ihr es schafft!“ Juline drehte sich schon fast weinend weg und zog Arteas Hand an, damit sie losrannte. Beide rannten in Richtung der verwüsteten und vergifteten Pestländer. Artea drehte sich mehrmals um. Sie begriff nicht ganz, warum ihr Vater nicht mitkam. Dieser wehrte sich mit ganzer Kraft gegen die Untoten. Er hatte aber keine Chance. Sie entwaffneten ihn und stachen ihm einen Dolch ins Herz. Er schrie auf und hatte als letzte Worte, in seinem Kopf:„ Ich liebe euch, lebt für mich weiter.“ Artea, die genau in diesem Moment zurückgeblickt hatte, blieb stehen. Sie schrie ihrem zu Boden sinkenden Vater zu und wäre, wenn ihre Mutter sie nicht festgehalten hätte, zu ihm zurückgelaufen. Juline versank in Tränen. Sie wollte, dass Artea weiterlief. Aber Artea reagierte kaum noch. Die Untoten lachten und stachen ihm zusätzlich noch seine eigene Waffe in den Leib. Sie sahen auf und sahen Juline und Artea. Sie lachten wieder und es schien fast so, als würden sie hämisch grinsen. Artea war immernoch geistesabwesend und ihre Mutter bekam Angst. Sie hockte sich neben Artea und bat sie weiter zu laufen. Als sie ihren Blick suchte war er leer. Die Untoten gingen auf sie zu. Sie schienen zu merken, dass sie keine anstallten machte weg zu laufen. Einer von ihnen zuckte ein Wurfmesser und zielte auf Artea. Er warf es so, dass es sie genau zwischen den Augen getroffen hätte. Juline stellte sich aber im rechten Moment dazwischen und umarmte Artea. Das Messer traf sie mitten im Rücken und die Wunde fing an stark zu Bluten. In dem Moment, wo Juline vor Schmerz aufschrie, wachte Artea wie aus einer Trance wieder auf und zuckte leicht hoch. Juline sagte zu ihr, weil Artea einen Blick hatte als würde sie sich die Schuld daran geben:„Es war nicht deine Schuld! Ich bin deine Mutter, ich beschütze dich! Komm! Lass uns hier verschwinden.“ Juline lächelte trotz der Schmerzen und stand auf. Sie drehte ihren Kopf kurz weg und musste husten. Sie wischte sich das Blut aus dem Mundwinkel und griff nach Arteas Hand. Artea hatte gezwungener maßen aufgehört zu weinen und sie rannten weiter. Nach einer Weile drehte sich Juline um und bemerkte, zu ihrer Freude, dass die Untoten aufgegeben hatten. Beide liefen nun etwas langsamer und Juline sammelte ihre letzten Kräfte um Artea an einen sicheren Ort zu bringen. Artea stützte ihre Mutter so gut sie es konnte und bald kamen die Tore zu den Pestländern in Sicht.
Juline verlor zu viel Blut und nur ihr Ergeiz erhielt sie noch am Leben. Artea war zwar nicht verwundet, wurde aber dennoch schwächer. Sie war erschöpft von dem Gerenne und der Trauer. Das Blut rann aus der Wunde. Juline hatte sich bei einer kurzen Pause den Dolch aus dem Rücken gezogen und so konnte es ungehemmt fließen. Ihre Robe war am Rücken schon Blutgetränkt und Arteas Robe war ebenfalls dabei sich rot zu färben, weil das Blut abfärbte, während sie ihre Mutter stützte. Sie hatten das Pestland erreicht. Die streunenden Riesenfledermäuse und Aasfressenden Hunde witterten das viele Blut und pirschten sich langsam an die Beiden an. Juline und Artea blieben stehen. Juline musste sich hinsetzen und konnte in ihrer Verfassung nicht kämpfen. Daher wollte Artea versuchen ihre Mutter zu beschützen und nahm sich ihren Stab. Er war viel größer als sie und wunderbar verziert. Die Verzierungen zogen sich spiralförmig zum Kopf des Stabes. Der Kopf war rautenartig und hatte einen weißen Stein in seiner Mitte. Juline wollte nicht, dass sie kämpft. Ihr wäre es lieber, wenn sie weglaufen würde. Die Tiere kamen näher und Artea richtete den Stab auf sie. Aber die Tiere störte das weniger. Sie hätten nie daran gedacht, wegen einem 6 jährigen Mädchen mit einem Stock, ihre Beute aus den Augen zu lassen. Die lilanen Wölfe knurrten Artea an. Sie stellten sich halbkreisartig auf, so als würden sie eine laufende Beute einfangen wollen. Artea wich ein paar Schritte zurück. Sie war nicht mehr so mutig, wie sie anfangs dachte. Zwei Wölfe sprangen sie an und schlugen ihre Zähne in ihre Schultern. Sie drückten Artea zu Boden und sie schrie vor Schmerzen. Man hörte den Schrei wohl noch in einigen Kilometern Entfernung. Denn nicht viel später kam eine berittene Patrouille der Argentumdämmerung angestürmt. Die Argentumdämmerung war eine Organisation der Alliance, die hauptsächlich in den Pestländern vertreten war. Die Wölfe schauten auf, rissen Artea erst mit hoch ließen sie dann aber erschrocken wieder auf den Boden fallen. Die Wölfe nahmen Abstand, so dass die Reiter zwischen Artea und Juline und den Wölfen halt machten. Sie erschlugen die Fledermäuse, die es sich gerade bei Juline bequem gemacht hatten und kümmerten sich danach sofort um die Wölfe. Diese ergriffen sofort beim Anblick der großen Pferde und der Schwerter die Flucht. Zwei Reiter stiegen von ihren Pferden ab. Es waren beides Paladine. Da Juline und Artea aussahen wie Nachtelfen versorgten die Paladine die beiden. Der eine bemühte sich die Blutungen von Juline zu stoppen und der Andere verband Arteas Schultern. Artea hatte Angst vor den Menschen. Ihre Mutter hatte ihr auf dem Weg zu den Pestländern erklärt, dass sie unter keinen Umständen Thalassisch, die Sprache der Blutelfen, reden sollte. Und Artea hielt sich daran. Sie sprach stattdessen in Darnassisch, der Sprache der Nachtelfen, zu den Menschen. Artea hatte noch nie zuvor Menschen aus dieser Nähe gesehen. Der Paladin versuchte sie mit ruhiger Stimme zu beruhigen, da er wusste, dass sie seine Sprache nicht verstehen würde. Artea ließ sich etwas beruhigen. Sie erkannte, dass er ihr nicht wehtun wollte, sondern ihr half. Sie blickte zu ihrer Mutter rüber. Sie kam langsam wieder etwas zu Bewusstsein. Der Paladin bei Artea hob sie hoch und setzte sie auf sein Pferd. Auch Juline wurde auf ein Pferd gehoben. Die Wölfe lauerten in der Nähe, ob die Menschen weggingen. Mussten aber aufgeben, weil sie niemanden zurückließen. Beide Paladine setzten sich jeweils hinter Artea und Juline und sie ritten los. Die Patrouille ritt extra langsam, damit die Verletzungen nicht schlimmer wurden. Ziel war die Kappelle des hoffnungsvollen Lichts im Osten der Pestländer. Die Kappelle war ein Rückzugs Ort für die Horde und die Alliance. Beide Gruppen versuchten dort mit ihrem Wissen die Pestländer wieder zu reinigen. Artea schaute sich vom Pferd aus um und erblickte erfreut ein paar Blutelfen. Der Paladin schaute sie erwundert an, dachte aber nicht weiter darüber nach. Die Pferde blieben vor dem Eingang stehen und eine Nachtelfe kam aus der Tür gestürmt. Der Krieger auf dem dritten Pferd sagte:„Die schreie kamen von der kleinen Nachtelfe hier. Ein Rudel Wölfe hatte sie und ihre Mutter umzingelt und angegriffen.“ Die Paladine stiegen ab und hoben die Beiden von den Pferden. Einer trug Juline nach drinnen und der andere nahm Artea bei der Hand und ging ebenfalls mit ihr rein. Die Nachtelfe rief eine Priesterin zu sich und sagte:„Könntet ihr euch bitte um das kleine Mädchen kümmern? Ich helfe ihrer Mutter, dann kann ich mich auch etwas mit ihr Unterhalten.“ Die Priesterin ging zu Artea und ging vor ihr in die Hocke. Sie war ebenfalls eine Nachtelfe, deshalb hatte Artea nicht so viel Angst vor ihr. Die Priesterin sagte in Darnassisch:„Hallo meine kleine. Mein Name ist Yuri Whatergo. Aber du kannst mich Yuri nennen. Verrätst du mir deinen Namen?“ Artea zögerte erst etwas. Dann sagte sie ihr aber ihren Namen, immer mit flüchtigem Blick zu ihrer Mutter. „Du machst dir Sorgen, nicht wahr Artea? Keine Angst. Wir kriegen sie schon wieder auf die Beine. Wir bringen deine Mutter gleich in einen Nebenraum um sie zu behandeln. Dort kann sie sich dann auch in Ruhe ausruhen. Wie geht es deinen schultern? Ich hoffe besser.“ Sie lächelte Artea an. Artea antwortete stockend, wegen ihren fehlenden Darnassisch Kenntnissen:„Dank dir geht es schon viel besser. Danke!“ Artea musste weinen, weil sie ihre Mutter in diesem Moment in einen anderen Raum brachten. Yuri versuchte sie zu beruhigen:„Nicht weinen Artea! Nebenan kann sie sich viel besser erholen. Komm wir gehen in den Keller. Dort ist es angenehm warm und bequem. Wir haben unten auch eine Bibliothek. Vielleicht findest du ja ein Buch, was du interessant findest. Dann kann ich es dir vorlesen. Und wenn nicht spielen wir ein Bisschen was. Was hältst du davon?“ Artea nickte und lächelte wieder etwas. Die Priesterin stand auf und nahm Artea bei der Hand. Beide gingen in den Keller. Artea durchsuchte erst mal jeden Winkel des riesigen Raums und entdeckte ein hervorstechendes buntes Buch. Yuri holte es runter und guckte, was Artea da gefunden hatte. Es war eins der wenigen Kinderbücher in dieser Bibliothek. Yuri setzte sich auf einen Stuhl und Artea kletterte auf ihren Schoß. Yuri begann ihr aus dem Buch, mit so vielen schönen Kindergeschichten, vorzulesen.
Oben war eine bedrückte Stimmung. Juline war nicht mehr zu helfen gewesen und sie ist gestorben. Sie hatte der Priesterin als letzte Worte gesagt, dass sie nicht möchte, dass Artea etwas von ihrem Tod erfahren sollte. Ebenfalls hatte sie als Wunsch geäußert Artea nach Darnassus zu bringen und sie alles aus ihrer Vergangenheit vergessen zu lassen. Dafür gab sie der Priesterin einen kleinen Beutel mit Kräutern. Sie wollte Artea ihren Stab und ihre Halskette als Andenken hinterlassen. Die Priesterin nahm ihr die Sachen ab und versprach alles zu tun, was sie wollte und ihr den Stab, sobald sie älter geworden ist, zu geben. Dann schlief Juline friedlich ein. Die Priesterin stellte den Stab an die Wand und begutachtete die Kräuter in dem Beutel. Sie war erstaunt, denn derartige Kräuter wuchsen nur im Immersangwald. Sie bereitete einen wohltuenden Tee für Artea vor und gab zu den Teeblättern die Kräuter dazu. Als der Tee fertig war machte sie sich auf den Weg nach unten in die Bibliothek. Sie erblickte die beiden friedlich in einer gemütlichen Ecke. Yuri war gerade fertig geworden mit der Geschichte und begrüßte sie. Die Priesterin ließ sich nichts anmerken und lächelte die beiden an. Sie sagte:„Artea, ich habe dir etwas zu trinken gemacht. Das wird dir nach der ganzen Aufregung sicher gut tun.“ Yuri schaute sie fragend an sagte aber nichts. Artea nahm den Tee an und trank ihn. Sie wurde ganz müde, als würde jede Last von ihr abfallen. Als sie eingeschlafen war, legte Yuri sie auf den Teppich ab und deckte sie mit einer Decke zu. Beide gingen ein Stückchen weg und die Priesterin erzählte ihr, was Juline ihr gesagt hatte. Yuri blickte zu Artea und sagte:„Wird sie alles Vergessen?“ Als Antwort kam:„Nein, sie wird nur die Sachen vergessen, die ihre Mutter möchte, dass die kleine sie vergisst.. Es ist wohl das Beste für sie. Wie sollte sie denn weiterleben, wenn sie wüsste, dass ihre Mutter und ihr Vater Tod sind. Wir werden sie nach Darnassus bringen und dort den Priestern anvertrauen. Ihre Mutter war ebenfalls Priesterin, da könnte sie auch die Kräfte in sich haben.“ Yuri nickte und ging zurück zu Artea. „Wir bleiben noch diese Nacht hier. Im Morgengrauen brechen wir auf. Ich bereite eine Eskorte, Proviant und Pferde vor. Schlaft gut!“ Mit diesen Worten ging die Priesterin wieder nach oben. Yuri legte sich neben Artea und dachte noch eine Weile nach. „In Darnassus würde also ein vollkommener Neubeginn auf die kleine Artea warten. Vielleicht ist es gut so, nach dem ganzen Grauen.“ Mit diesen Gedanken schlief sie dann auch ein.
Re: Artea Hanato
Artea - 14.03.2008, 19:58
Das sieht immer so wenig aus....
Das sind ganze 3 Seiten......
Re: Artea Hanato
Artea - 15.03.2008, 15:42
Neues Leben
Am nächsten Morgen war schon alles für eine längere Reise vorbereitet. Die Reittiere waren schon gesattelt und die Satteltaschen gefüllt als Yuri mit Artea nach draußen kam. Ein schwarzer Raptor mit seinem Reiter Rex Flame, einem Jäger und Nachtelf, ein schwarzer Wolf mit Catone, einem Nachtelf Schurken, darauf und noch ein drittes Tier. Es stand ein stolzer, schon fast strahlend weißer Frostsäbler bei den beiden. Alle drei hatten eine Berüstung an. Die des Frostsäblers war silbern mit großen blauen Steinen vor der Brust, auf dem Kopf und oberhalb seiner Beine. Der Raptor hatte goldenes Metall mit roten Steinen und der Wolf hatte ebenfalls eine silberne Berüstung, jedoch mit weißen, durchsichtig scheinenden Steinen. Alle drei hatten den gleichen großen Sattel mit roter Unterdecke. Yuri stellte die Beiden und ihre Tiere vor. Der Raptor wurde Pyro genannt, der Wolf Flohzirkus und der Frostsäbler wurde von Yuri mit Icy vorgestellt.
Yuri stieg auf Icy auf und Artea wurde hinter sie gehoben. Die Priesterin fragte, ob Yuri wirklich nur mit Rex und Catone losziehen möchte. Yuri nickte und sagte:„Die beiden sind meine besten Freunde. Sie haben mein vollstes Vertrauen. Wir werden ohne Probleme schnell in Darnassus sein. Vielleicht mache ich ja mal wieder einen kleinen Spazierritt durch ein paar Länder.“ Yuri kicherte und winkte ihnen zum Abschied zu. Artea war immernoch ganz müde und lehnte sich deshalb an Yuris Rücken an. Ihr hat das Mittel anscheinend etwas Kopfschmerzen bereitet. Sie ritten nach Westen, zu den sogenannten westlichen Pestländern. Sie kamen wie Yuri schon gesagt hatte ohne Probleme voran. Während ihrer Reise durch die Pestländer begegneten ihnen nur ab und an ein paar Wölfe, Bären und Spinnen, die auf sie lauerten, dass sie abstiegen. Aber da sie weiterritten kamen die Tiere auch nicht näher. Die Ruinen von Andorhal mitten in den westlichen Pestländern umgingen sie über einen Wasserweg. Dort wären nur Untote gewesen und das wollte Yuri Artea nicht antun. Sie ritten am Zugwindlager im Südwesten vorbei und erreichten das Alteracgebirge. Es war ein grünes Fleckchen Erde. Mittig des Landes war ein schneebedeckter Berg mit einem Tal. Rex beschloss allerdings nicht am Berg entlang zu reiten, sondern am Fluss, der neben dem Eingang zu den Pestländern lag. Auf dieser Route mussten sie keine Bekanntschaft mit den dortigen Lebewesen machen, sondern nur an ein paar Berglöwen vorbei. Diese trauten sich aber anscheinend nicht aus ihren Verstecken. Denn es war keiner zu sehen, obwohl Artea so sehr einen suchte und gerne gesehen hätte. Wer wollte es den Berglöwen beim Anblick eines Raptoren, eines Wolfes und eines Frostsäblers verübeln. Sie sahen schon ein bisschen bedrohlich aus. Ein am Flussufer wohnender Troll winkte den Reisenden zu und Artea winkte freudig zurück. Kurze Zeit darauf mussten sie an Tarrens Mühle vorbei, einer Stadt der Hordler. Sie waren endlich im Vorgebirge des Hügellands angekommen. Sie verließen ihren bisherigen Weg und schlichen sich an den Gebirgen östlich von ihnen entlang. Als sie genug Abstand zu der Stadt gewonnen hatten, ritten sie wieder in normalem Tempo immer in Richtung Osten. Nach kurzer Zeit erreichten sie eine alte zwergische Befestigungsmauer. Artea war begeistert von ihrer Route. Sie hatte das alles noch nie gesehen. Catone erklärte ihr ab und an mal etwas war aber ansonsten recht still. Für die Drei war diese Gegend altbekannt und schon etwas langweilig geworden. Ihr Weg führte sie durch das Tor der Mauer in das nächste grüne Land. Yuri erklärte, dass sie jetzt im Arathihochland waren und ihnen eventuell Hordler entgegen kommen könnten. Artea bemerkte, dass Rex seine Hand auf seinen Bogen legte und Catone überprüfte, ob seine Messer griffbereit sind. Yuri blieb ganz locker. Sie schien nichts zu befürchten. Artea verstand gar nicht, warum Yuri extra erwähnte, dass hier Hordler sind. Sie folgten dem Weg. Er führte erst weiter nach Westen und teilte sich später nach Süden ab. Sie ritten den Weg nach Süden und Artea erblickte in der Ferne eine halb zerstörte Brücke. Yuri, die Arteas Neugierde bemerkt hatte sagte:„ Das ist der Thandolübergang. Wenn wir drüber geritten sind haben wir das Sumpfland erreicht. Dann dauert es nicht mehr lange und wir erreichen die Hafenstadt Menethil. Dann ist es nur noch eine Schifffahrt und wir sind am Ziel.“ Es wurde langsam dunkel. In der Ferne hörte man Raptorschreie und ab und an antwortete Pyro den Rufen. So wurden sie wenigstens nicht von den Raptoren angefallen. Artea gruselte sich etwas. Es war sehr schnell dunkel geworden und leuchtende Augenpaare blitzten manchmal auf.
Sie erreichten den Übergang und Artea hörte das leise knacken eines am Boden liegenden Zweiges. Sie schaute sich um und Icy blieb abrupt stehen. Sie drehte sich zur Seite und knurrte die Dunkelheit an. Pyro schien etwas zu wittern, blieb stehen und drehte sich in die entgegen gesetzte Richtung von Icy. Flohzirkus schüttelte leicht den Kopf. Er wäre einfach weiter gelaufen. Rex zückte seinen Bogen und Yuri ihren Stab. Beide stiegen jedoch nicht, wie Catone, ab. Dieser nahm seine Dolche in die Hände und machte sich in der Dunkelheit unsichtbar. Rex schoss einen Pfeil ohne wirkliches Ziel in die Dunkelheit hinein, die Pyro anschnaubte. Er schien etwas getroffen zu haben denn es war ein orcischer Schrei zu vernehmen. Yuri sagte:„Es geht wohl doch nicht hier einfach drüber zu gehen. Jedes mal diese Wegelagerer. Hätte die Nacht nicht etwas später kommen können?“ „Anscheinend nicht. Am besten wir lassen unsere Freunde etwas mitkämpfen. Dann kannst du in ruhe auf die Kleine aufpassen und wir erledigen das mal eben.“, erwiderte Rex und stieg von seinem Raptor ab. Auch Yuri stieg von Icy ab und sie freute sich schon fast, dass sie mal wieder kämpfen durfte. Yuri stellte sich mit Artea in der Mitte. Im nächsten Moment kamen auch schon etwa zehn Orcs auf sie zu gestürmt. Alle mit erhobenem Schwert oder Keule. Rex erschoss schon drei, aus seiner Richtung, aus der Ferne. Dann zückte er seine zwei Schwerter und griff mit ihnen an. Icy hatte ihren Spaß. Sie hatte zwei Orcs auf ihrer Seite, die nicht so viel Mut gegenüber einem Frostsäbler hatten. Deshalb lief sie ihnen vergnügt hinterher und scheuchte sie durch die Gegend. Yuri seufzte wegen Icys verhalten. Artea verstand nicht ganz, warum die Orcs so gemein waren. Aber da sie angegriffen hatten, hatte sie auch kein Mitleid mit ihnen. Artea versteckte sich hinter Yuri, als zwei Orcs auf sie zukamen. Yuri rammte einem von ihnen ihren Stab in den Magen. Der andere bekam erst eine Kopfnuss von Catone verabreicht und dann den Dolch in den Rücken gestochen. Artea versteckte ihr Gesicht in Yuris Robe und wollte das Morden nicht mit ansehen. Yuri legte ihre Hand auf ihren Kopf, weil sie durch ihre Robe Tränen bemerkte und sagte:„Ist ja gut. Nicht weinen!“ Icy jagte immernoch die zwei Orcs durch die Gegend, immer hin und her. Rex parierte erst mal die Schläge der Orcs nur. Dann hielt er sein eines Schwert vor die Hälse der Orcs und ehe diese reagieren konnten stand er hinter ihnen und stach dem ersten sein zweites Schwert in den Hals. Er kippte nach vorne und köpfte sich selber an Rex erstem Schwert. Das Blut spritzte aus dem Orc heraus und hinterließ eine große Blutlache auf dem Boden. Rex machte zwei Schritte. Den ersten Schritt so, dass er mit dem Rücken hinter dem zweiten Orc stand. Mit dieser Bewegung nahm er sein erstes Schwert vom Hals des Orcs und tat dafür sein zweites Schwert davor. Den zweiten Schritt machte er gekreuzt zu dem Ersten und stand wieder mit der Front hinter dem Orc. Nun stach er mit dem zweiten Schwert zu, wieder hinten in den Hals hinein. Gleichzeitig schnitt er mit dem ersten Schwert dem Orc die Brust auf. Er fiel zu Boden und Rex zückte ein Tuch und wischte sich das Blut von den Schwertern.
Re: Artea Hanato
Artea - 15.03.2008, 15:43
Yuri guckte ihn entgeistert an und sagte:„Also, dir möchte ich nicht als Feind begegnen Rex.“ „Wäre besser.“, antwortete Rex und lachte kalt. Yuri kicherte, als sie sich Rex und Catone betrachtete. Beide guckten an sich herunter. Sie waren voll von Blutspritzern. Catone meinte dann:„Wir haben ja auch etwas getan.“ „Da hast du recht. Aber ich bin auch keine besonders gute Kämpferin. Ich passe lieber auf euch auf.“ Rex schaute sie etwas genervt und gleichzeitig mit einem Blick an, der sagen wollte: Wer passt hier auf wen auf. Dann sagte Yuri weiter:„Da fällt mir ein. Wollt ihr nicht langsam mal eure Verkleidung ablegen? Wir sind ja nicht mehr in der Kapelle und zu dem auch nichtmal mehr in den Pestländern.“ Erst jetzt schienen Rex und Catone zu bemerken, dass sie aussahen wie Nachtelfen. Sie schauten sich an und lachten kurz. Dann sahen sie zu Boden, schlossen die Augen und wurden in ein rotes Licht getaucht. Als das Licht verschwand standen statt den Nachtelfen zwei ebenso blutbefleckte, stattliche Blutelfen da. Yuri schaute zu Artea runter und sagte zu ihr:„Ich denke mal vor dir müssen wir uns nicht verstecken. Du gehörst schließlich fast zu uns. Wir mussten Silbermond durch den Teleporter nach Unterstadt verlassen und sind auf schnellstem Wege Richtung Pestländer gereist, als wir hörten, dass es Flüchtlinge gab die sich auf den Weg dorthin machten.“ Mit diesen Worten schaute Yuri zu Boden und wurde in ein blaues Licht gehüllt. Sie wurde ebenfalls zu einer Blutelfe. Sie sprach weiter:„In Darnassus sind wir als Blutelfen auch Willkommen. Und in Menethil sollte man uns auch ohne Probleme auf das Schiff lassen.“ Artea schaute Yuri an als wollte sie fragen, was ein Schiff war. Yuri lächelte und sagte:„Das wirst du ja bald sehen.“ Sie wante sich Richtung Icy, die immer noch die Orcs jagte, und seufzte. Sie rief: „Icy, wir wollen weiter. Genug gespielt. Komm!“
Icy schaute kurz auf ein holte ohne Mühe die Orcs ein. Sie sprang sie an und drückte sie zu Boden. Yuri sah, was Icy vorhatte und drückte Arteas Gesicht in ihre Robe, damit sie es nicht sah. In diesem Moment biss Icy dem einen den Kopf ab und warf ihn ein paar Meter weit weg. Der andere Orc wurde zornig und kam irgendwie unter Icys klauen weg. Sie knurrte ihn an und er drehte sich zu ihr um. Dann verpasste Icy ihm mit ihren Krallen eine tiefe Wunde. Sie zog sich über seinen gesamten Oberkörper und blutete stark. Er viel zu Boden und wurde bewusstlos. Icy ging im Glauben er seihe Tod zu Yuri und sie gingen weiter über die Brücke.
Artea rannte immer von der einen Brückenseite zur anderen. Sie fand es beindruckend wie tief es nach Unten ging und die Aussicht gefiel ihr auch sehr. Als sie auf der anderen Seite des breiten Flusses angekommen waren, hatten sie das Sumpfland erreicht. Wie der Name schon sagt ist es eine einzige Sumpfgegend mit nur wenigen Flächen auf denen man anständig stehen konnte und einem Weg der von Norden nach Süden und nach Westen führt. Es gab zwar noch einige andere Abzweigungen aber die führten nicht in Richtung einer Stadt. Sie gingen ein Stückchen zu Fuß, immer in Richtung Süden. Bald erreichten sie eine Kreuzung mit einem Schild. Artea schaute sich alles genau an und wurde doch langsam etwas müde, obwohl sie den halben Tag schon verschlafen hatte. Yuri betrachtete den Wegweiser und hob danach Artea auf Icys Rücken. Sie setzte sich dahinter, damit Artea nicht runter fallen konnte wenn sie einschläft. Auch Rex und Catone stiegen wieder auf ihre Reittiere auf und folgten Yuri, die sich Richtung Menethil aufmachte. Wie sich Yuri schon gedacht hatte schlief Artea auch bald ein. Ihr Weg führte sie nach Westen und bald sah man in der Ferne Lichter.
Als sie näher kamen wurde deutlich, dass es sich um Fackeln handelte, die neben dem Tor von der Hafenstadt Menethil befestigt waren. Die Tore waren geschlossen und auf den Mauern standen zwei Männer wache. Yuri stoppte vor dem Tor und die Männer sahen zu ihnen herunter. Einer von ihnen rief:„Wer ist da? Und was wollt ihr?“ Artea wurde von dem Geschrei wieder wach. Yuri rief den Männern zu:„Wir sind Reisende die auf dem Weg nach Darnassus sind. Wir kommen im Auftrag der Argentumdämmerung und sollen eine kleine Nachtelfe sicher nach Darnassus bringen.“ Die Tore gingen mit einem lauten Knarren auf und die Drei ritten hinein und sofort in Richtung Hafen. Das Tor schloss sich schon fast noch lauter hinter ihnen wieder. Ein Soldat begleitete sie und fragte Yuri, nachdem er die Gruppe kritisch betrachtet hatte:„Seit ihr nicht schon einmal hier vorbeigekommen, edle Priesterin? Ihr seit zwar eine Blutelfe aber dennoch, bitte nehmt es mir nicht übel, nicht so grausam und verräterisch wie andere Blutelfen.“ „Ja, wir gehören immernoch der Alliance an. Genau wie noch ein paar unserer Brüder und Schwestern. Einige von uns sind nicht mit den Machenschaften der Horde einverstanden. Und keine Sorge! Ich nehme euch eure Aussage nicht übel.“, antwortete sie und sie stiegen vor dem Steg ab. Der Mann wünschte ihnen noch ein erfolgreiche Weiterreise und ging wieder auf seinen Posten zurück.
Artea hatte keine Lust mehr zu laufen und blieb deshalb auf Icys Rücken sitzen. Rex, Catone und Yuri gingen mit ihren Reittieren zum Anlegeplatz. Es wehte ein leichter Wind und das Meer rauschte beruhigend. Sie kamen genau zum rechten Zeitpunkt an. Sie mussten nicht lange auf das Schiff warten. Die Besatzung war sehr freundlich und half Yuri und Icy, die Artea immernoch auf dem Rücken hatte, aufs Schiff. Rex, Catone, Pyro und Flohzirkus mussten selbst schauen, wie sie aufs Schiff kamen. Der Kapitän brachte die drei weiblichen Passagiere persönlich zu seiner Kabine, damit sie sich bequemer ausruhen können. Rex schaute den Kapitän misstrauisch an und blieb ihm auf den Fersen. Catone und er schoben eine Art wache vor der Tür, nachdem der Kapitän aus dem Raum kam, Yuri, Artea und Icy eine gute Nacht wünschte und die Tür hinter sich zu machte. Yuri legte Artea ins Bett und deckte sie zu. Artea schlief fast sofort ein. Icy legte sich an der Türseite neben das Bett. Yuri konnte sich nicht ganz dazu überreden schlafen zu gehen. Sie ging zur Tür und blieb vor ihr stehen. Im nächsten Augenblick hörte man ein leises rumsen und darauf ein au. Yuri musste kichern. Sie wusste schon was vor der Tür passiert war. Rex war eingenickt und zur Seite gekippt. Dabei hatte er sich den Kopf gestoßen. Yuri öffnete die Tür einen Spalt weit und guckte raus. Rex und Catone saßen Rechts und Links neben der Tür und schauten sie fragend an. Rex sagte dann:„Hey Yuri! Warum bist du denn noch nicht am schlafen?“ Yuri antwortete:„Ich wollte sehen, was ihr macht und euch noch eine gute Nacht wünschen.“ Sie lächelte. Und Rex meinte:„Danke wünsche ich dir auch. Wir bleiben die Nacht hier sitzen. Dann kann auch keiner einfach reinplatzen.“ Catone nickte zustimmend und Yuri schloss mit einem „Aber schlaft auch ein bisschen“ die Tür. Sie legte sich neben Artea aufs Bett und schlief ein.
Das Schiff fuhr die ganze Nacht durch. Als Yuri einmal kurz wach wurde schwankte das Schiff leicht. Es schien wohl etwas windig geworden zu sein. Aber so bemerkte sie, dass Rex wohl ab und zu mal reinschaute, ob alles in Ordnung sei. Als er sah, dass Yuri wach war machte er in einer plötzlichen Bewegung kehrt und hätte sich beinahe noch die Finger in der Tür eingeklemmt.
Als der Morgen dämmerte waren sie schon fast in Auberdine, einer kleinen, nachtelfischen Hafenstadt im Nordwesten Kalimdors. Yuri wurde von der aufgehenden Sonne geweckt. Sie stand auf und zog sich eine etwas Priesterlichere Robe an. Sie war aus weißblauem Stoff und hatte wunderschöne Verzierungen angenäht. Sie wirkte wie vom Mond gewebt und deshalb nannte man sie auch Mondrobe. Als Yuri fertig umgezogen war, wurde auch Artea langsam wach. Yuri machte sie etwas zurecht und sie gingen vor die Tür. Rex und Catone lagen vor der Tür. Yuri stieg über sie rüber und hob Artea neben sich. Die Tür ging nach innen auf, also blockierten die Beiden die Tür nicht. Icy trat ebenfalls in die Tür und als sie Rex und Catone da liegen sah, schleckte sie ihnen das Gesicht ab und beide fuhren hoch. Yuri kicherte und ging mit Artea aufs Deck. Den Jungs war es tierisch peinlich, dass Yuri sie so hochfahren gesehen hatte und vielleicht auch peinlich, weil sie eigentlich aufpassen wollte. Sie zogen ihre Sachen zurecht und klopften sich den Staub heraus. Dann gingen sie auch an Deck und sahen Yuri, wie sie Artea zeigte, wo sie hinfuhren. Die Jungs schauten, wie nah sie schon waren. Und bemerkten, dass es nur noch ein par Minuten dauern sollte, bis sie anlegen würden. Und das war auch der Fall. Die Mannschaft machte sich daran das Schiff anlege fertig zu machen. Kurze Zeit darauf hatten sie Auberdine auch schon erreicht.
Sie schafften es so grade eben noch auf das nächste Schiff nach Rut’theran. Der erste Maat, ein Blutelf, von dem Schiff mit dem sie übergesetzt hatten, winkte Yuri zum Abschied. Das Schiff auf dem sie jetzt waren war nicht sehr groß und hatte ein Besatzung die aus Nachtelfen bestand. Dieses Schiff war nur für die kurze Fahrt nach Rut’theran gebaut worden. Es dauerte nicht lange und sie erreichten ihr Ziel.
Sie gingen von Bord und Artea war sowohl neugierig auf diesen neuen Ort aber fürchtete sich gleichzeitig davor. Yuri beruhigte sie etwas und sie gingen den Weg entlang zu dem Portal, das sie nach Darnassus hoch bringen würde. Die Tiere kamen als letztes vom Schiff und trotteten zufrieden hinter ihnen her. Der Versorger hatte ihnen zum Abschied noch ein Stückchen Fleisch gegeben, als Dank dafür, dass sie ihm nicht alles weggefressen hatten.
Sie wurden schon in Darnassus erwartet. Die Hohepriesterin und zwei ihrer Schildwachen standen an dem Portal und warteten auf sie. Yuri hatte nicht mit einem Empfangskomitee gerechnet und war deshalb im ersten Moment etwas erstaunt. Sie verbeugte sich dann aber huldvoll vor der Hohepriesterin. Rex und Catone taten es ihr gleich und Artea versuchte es zumindest, sie hatte so etwas ja noch nie gemacht. Die Hohepriesterin bat alle sich wieder zu erheben und begrüßte sie freundlich. Sie ging zu Artea, kniete sich vor sie hin, um auf Augenhöhe mit ihr zu sein, und sagte:„Du bist doch bestimmt die kleine Artea, die wir aufnehmen sollen.“ Yuri meinte:„Ja. Aber woher wusstet ihr, dass wir kommen würden?“ Die Hohepriesterin antwortete:„Ich habe einen Brief von der Argentumdämmerung bekommen gehabt. In ihm stand, dass ihr auf dem Weg seihet und eine Priester Anwärterin mitbringen würdet.“ Sie legte die Fingerspitzen ihrer rechten Hand auf Arteas Stirn. Die Stelle leuchtete kurz auf und die Hohepriesterin nahm die Hand wieder runter. „Sie hat viele Heilkräfte in sich. Sie müssen nur geweckt werden. Wenn ihr wollt nehmen wir sie gerne bei uns auf und bringen ihr alles Wichtige bei. Soweit ich gehört hatte kann sie die Menschensprache nicht besonders gut, aber das kriegen wir schon hin.“ Artea verstand kein Wort. Die Hohepriesterin sprach in der Menschensprache mit Yuri. Sie stand wieder auf und sah diese fragend an. Yuri sagte dann:„Hier hat sie mit Sicherheit ein besseres Zuhause. Ich vertraue auf eure Fähigkeiten.“ Yuri ging zu Artea und sprach mit ihr auf Darnassisch. Sie sagte:„Dir wird es hier sehr gut gehen. Die Frau ist die Hohepriesterin dieser Stadt. Sie wird sich um dich kümmern und du wirst bestimmt zu einer sehr guten Priesterin.“ Artea bekam tränen in den Augen. Sie wollte nicht wieder von Yuri weg. Diese sagte:„Ich weiß. Aber ich komme dich hier ab und an besuchen, wenn ich in der Gegend bin. Nicht weinen, ja? Du wirst hier mit Sicherheit viele neue Freunde finden und die Priesterinnen werden sich um dich kümmern. Dir wird es an nichts fehlen und lernst neue Dinge. Wie anderen helfen, indem du ihre Wunden heilst, oder eine neue Sprache. Es wird bestimmt schön werden. Glaub mir.“ Sie drückte Artea an sich und sie hörte auf zu weinen. Artea sagte dann, mit etwas zitternder Stimme:„Bitte komm aber wirklich wieder.“ „Ich verspreche es dir, Artea.“, antwortete Yuri und lächelte sie an. Artea freute sich wieder. Yuri stand auf und brachte Artea noch bis zum Tempel. Dort verabschiedete sie sich noch mal und übergab Artea in die Hände der Hohepriesterin. Yuri ging weg und drehte sich am Ende der Treppe noch mal um. Artea winkte ihr wild zu und Yuri winkte zurück. Sie ging zu Rex und Catone und alle verschwanden in dem Teleporter.
Die Priesterin lächelte Artea an und die gingen nach drinnen. Die Hohepriesterin führte sie erst im Tempel herum und zeigte ihr alles, dann führte sie Artea in den Bereich des Tempels, der für Artea ihr neues Zuhause werden sollte. Dieser Bereich des Tempels war für die Priesterinnen, jung Priesterinnen und Novizinnen der Schlafbereich. Sie gingen bis zu dem Raum ganz am Ende der Halle. Die Hohepriesterin und Artea wurden von allen begrüßt, die gerade auf dem Weg in den Tempel waren. Die Hohepriesterin machte die Tür auf und bat Artea herein. Sie schloss hinter ihr die Tür wieder, nachdem sie auch eingetreten war. Sie waren in dem Zimmer der Hohepriesterin. Hier würde Artea die ersten Tage oder Wochen schlafen. Die Hohepriesterin wollte nicht, dass Artea von vornherein alleine schläft. Artea bekam von ihr eine schlichte Novizenrobe und wurde somit zu einer Novizin Elunes. Sie gingen wieder hinaus und die Hohepriesterin musste zurück in den Tempel. Deshalb ließ sie eine Priesterin rufen, die Erfahrung mit Novizen hatte und gleichzeitig auch Arteas Lehrerin werden konnte. Sie hieß Fin. Fin zeigte Artea erst Darnassus und erzählte ihr ein bisschen was über die Stadt. Dann setzten sie sich unter einen Baum und Artea sollte ein bisschen was über sich erzählen. Aber, sie konnte nichts erzählen. Sie sagte nur, dass sie alles vergessen hätte. Fin gab sich damit zufrieden und löcherte Artea nicht weiter. Ein paar gleichaltrige Nachtelfenkinder kamen vorbei und fragten Artea sofort, ob sie mit Ball spielen möchte. Artea sah Fin fragend und bittend an und sie gab ihr Ok. Artea freute sich sehr und Fin wurde bald ins Spiel mit eingebunden. Sie spielten, bis es schon langsam dunkel wurde und die Kinder gerufen wurden. Für Artea wurde es auch langsam Zeit schlafen zu gehen und sie gingen zurück zum Tempel. Artea erzählte der Hohepriesterin ganz begeistert, was sie heute gemacht hatte und die Hohepriesterin lachte sie an. Sie sagte zu Fin:„Ihr scheint ihr gut zu tun.“ Dann nahm sie Artea bei der Hand und sie gingen auf ihr Zimmer. Für Artea wurde ein Bett in das Zimmer gestellt. Die Hohepriesterin brachte Artea zu Bett und erzählte ihr noch eine gute Nacht Geschichte. Als sie eingeschlafen war legte auch sie sich zur Ruh. Artea hatte den Abschiedsschmerz von Yuri schon fast vergessen gehabt.
Am nächsten Morgen wurde Artea schon sehr früh geweckt. Sie sollte zum Morgengebet kommen. Artea war das frühe Aufstehen nicht gewöhnt und als die Priesterin rausgegangen war, legte sie sich einfach wieder hin. Dadurch verpasste sie das Morgengebet, was die Hohepriesterin nicht verwunderte. Sie hatte sich schon gedacht, dass es Artea nicht beim ersten Mal schaffen würde aufzustehen. Die nächsten Tage wurde es aber immer besser mit dem früh aufstehen.
Nach kürzester Zeit verlief Arteas Alltag so, wie er im Tempel sein sollte. Sie erschien pünktlich zu dem Morgengebet und war so früh auch schon topfit. Ihr Unterricht verlief in jeder Hinsicht auch sehr gut und so konnte sie bald in eine normale Novizengruppe. Sie lernte schnell Darnassisch richtig auszusprechen und danach lernte sie auch sehr schnell die Gemeinsprache. Ihre Heilkräfte entwickelten sich anfangs nur zögerlich aber, wo einige der Novizen Schattenfähigkeiten entwickelten, entwickelten sich Arteas Heilkräfte etwas schneller.
Ab da an wurde die Gruppe unterschiedlich unterrichtet. Sie wurde in drei Teile geteilt und von drei verschiedenen Priesterinnen unterrichtet. Einer Heiligpriesterin, sie war auf die Heilung spezialisiert, einem Schattenpriester, er war für die mit dunklen Künsten verantwortlich, und eine Disziplinpriesterin, die sich um die kümmert, die mehr unterstützen können aber weder richtig gut Heilen noch wirklich gut mit Schattenfähigkeiten arbeiten können. Die Heiligpriesterin wurde Selan genannt, der Schattenpriester Nicolai und die Disziplinpriesterin Fenrina. Fenrina war Draenei und wurde bei der Gruppenaufteilung von den Novize, die noch nie einer Draenei begegnet waren, erst mal genau begutachtet. Es gab keine Qualifizierten Nachtelfen, die hätten unterrichten können, jedoch schienen die Draenei in diesem Gebiet begabter zu sein. Die Disziplin Novizen waren in der Unterzahl und daher die kleinste Gruppe. Am Größten, war in dieser Gruppe, die Anzahl der Schattennovizen. Der Rest bestand aus fünf Novizen, darunter auch Artea, die in die Obhut von Selan gegeben wurden. Die einzelnen Gruppen wurde getrennt voneinander in ihren Gebieten unterrichtet. Artea bekam nebenbei noch ihren Sprachunterricht und es wurde immer weniger Zeit, die sie mit Freunden draußen verbringen konnte. Aber ihre Sprachlehrerin sorgte dafür, dass sie wenigstens ab und zu raus durfte.
So vergingen mehrere Jahre in Frieden und Artea wuchs zu einer stattlichen Heiligpriesterin heran. Sie war nun schon 17 Jahre alt und ihre Haare sind in der langen Zeit ein ganzes Stück gewachsen, sie reichen bis zur Mitte ihres Rückens. Artea hatte ihren Spaß und wurde langsam etwas ungezogen. Sie riss des öfteren mal aus und erkundete sehr gerne die Umgebung um Darnassus herum. Sie kam manchmal auch erst am nächsten Tag wieder zurück in den Tempel geschlichen. Meistens, wenn sie sich rausgeschlichen hatte, ging sie nach Dolanaar und half den Leuten dort ein Bischen. Sie erledigte Botengänge oder hörte sich die Geschichten von einem alten Druiden namens Corithras Mondzorn an. Er erzählte sehr gerne über die alten Zeiten der Nachtelfen und ihre Geschichte. Und Artea hörte ihm sehr gerne zu, auch wenn er sich öfter mal wiederholte. Nach Hause kam sie meist nicht unbemerkt. Aber wenn sie jemand sah, dann war es die Hohepriesterin. Die Hohepriesterin war zwar nicht besonders angetan von dem was Artea machte, konnte es ihr aber auch nicht verübeln. Sie erinnerte sich, dass sie in Arteas Alter auch nicht gerne nur an einem Ort geblieben ist und aus dem Tempel verschwunden war, um die Umgebung zu erkunden. Deshalb schimpfte die Hohepriesterin auch nicht mit Artea, sondern schickte sie einfach nur in ihr Zimmer und meinte, dass sie sich nicht von den Anderen erwischen lassen sollte.
Artea lebte kurz nach der Aufteilung in ihrem eigenen Zimmer, so wie jeder andere - von Anfang an-. Sie hatte es sich eingerichtet, als wäre sie in einem Raum aus Wasser. Sie liebte das Wasser und schwamm sehr gerne. Der Raum glitzerte an einigen Stellen und an anderen sah es aus, als wären Wellen an der Wand, die sich bewegten. Artea wusste bis Heute nicht, wie die Leute das hingekriegt hatten, die den Raum, nach ihren Wünschen, eingerichtet hatten. Und es war ihr auch eigentlich gleich. Denn das Zimmer war einfach nur wunderschön und das war alles, was für Artea zählte. Das „Wie“ würde sie wahrscheinlich eh nicht verstehen.
Re: Artea Hanato
Montsognir - 26.03.2008, 12:20
Hallo!
Dann will ich auch mal was über deine Geschichte schreiben. :o)
Erstmal, ich finds toll, welche Mühe du dir damit gegeben hast, das motiviert mich, auch mal wieder was zu schreiben. *g*
Wie Maliz schon geschrieben hat, ist eine einleitende Beschreibung von Azeroth sehr schön. Ich finde allerdings, dass die noch länger oder zumindest etwas straffer sein könnte (beispielsweise würde ich jedem Volk etwa den gleichen Platz zugestehen).
Der erste Satz über die Allianz ist ein gutes Beispiel, wenn auch etwas holprig.
Zitat: Die Alliance besteht aus den stolzen Menschen, den erfinderischen Gnomen, den tapferen und schmiedebegabten Zwergen, den naturliebenden Nachtelfen und den neu dazugestoßenen Draenei, einem Volk, dass aus einer anderen Welt in diese gestürzt ist.
Allerdings würde ich dann so umbauen:
Zitat: Die Alliance besteht aus den stolzen Menschen, den erfinderischen Gnomen, den tapferen [...] Zwergen, den naturliebenden [vielleicht wäre hier so etwas wie "naturverbundenen" besser] Nachtelfen und den [hier irgendwas einsetzen, was die Draenei für dich auszeichnet. "Neu dazugestoßen" passt irgendwie nicht zu "stolz" oder "erfinderisch"] Draenei.
Im allgemeinen sollte man mit Vergleichen vorsichtig sein, weil die bestimmte Erwartungen wecken. Zum Beispiel ist die Beschreibung der Trolle dadurch überhaupt nicht aussagekräftig.
Aber gut, das meiste, was ich hier schreibe, hat Maliz ja schon bereits angedeutet, deswegen will ich mal auf das inhaltliche kommen.
Wenn ich mich recht entsinne, sind die Blutelfen keine Halbelfen, sondern wirklich "reinrassige" Elfen. Die Blutelfen stammen von den Hochelfen ab, welche das Königreich Quel'Thalas beherrschten. Quel'Thalas wurde jedoch von Arthas und der Geißel nahezu vernichtet, denn Arthas wollte den Totenbeschwörer Kel’Thuzad mit Hilfe des Sonnnenbrunnens wiederbeleben. Das gelang, besiegelte jedoch den Untergang der Hochelfen, welche auf die Kräfte des Brunnens angewiesen waren. Der Brunnen war nun verdorben und viele von denjenigen, die den Angriff der Geißel überstanden hatten, wurden nun von ihrer Sucht nach magischen Energien dahingerafft. Die wenigen, die überlebten, wurden zu Blutelfen unter der Führung von Prinz Khel´thas.
Ein weiteres Problem (und deshalb schreibe ich das alles hier so ausführlich), sind die Kombination aus Blutelfen und Nachtelfen in deiner Geschichte. Blutelfen und Nachtelfen vertragen sich nicht. Die Hochelfen, von denen die Blutelfen abstammen, sind Nachfahren jener Nachtelfen, die vor langer Zeit von ihren Verwandten ausgestoßen wurden.
Vor langer Zeit gab es ein Zerwürfnis über die Frage, ob die Nachtelfen weiterhin die arkanen Energien nutzen sollten. Die Vorfahren jener, die später die Hochelfen werden sollten, waren dafür, die anderen, die heutigen Nachtelfen waren dagegen. Letztere setzten sich durch und schickten die unterlegenen Elfen ins Exil. Das bedeutete vor allem den Verlust ihrer Unsterblichkeit und Verbannung.
Mithilfe einer Phiole, deren Inhalt aus dem Brunnen der Ewigkeit gestohlen worden war, gründeten die verbannten Elfen jedoch den Sonnenbrunnen und die Stadt Silbermond.
Lange Rede, kurzer Sinn, die Blutelfen wird man in Darnassus alles andere als freundlich empfangen.
Das letzte größere Problem bildet die Zeitlinie. Wenn ich das richtig verstehe, wird Artea als Kind zu den Nachtelfen gebracht und lebt dort eime längere Zeit. Das ganze passiert nach den Ereignissen in Warcraft 3. Der Angriff der Geißel liegt jedoch gerade mal fünf (sechs, wenn man BC als Maßstab nimmt) Jahre zurück.
So, das war es erst mal von mir. Dann bin ich mal gespannt, wie es weiter geht *g*
Re: Artea Hanato
Artea - 26.03.2008, 12:44
Ist dir schomal aufgefallen, dass viele Startuen keine Nachtelfen Statuen und im Nachtelfen gebiet ein Blutelfen ähnliches etwas steht und einen nach Azshara schickt?^^
Die Einleitung war eigendlich nichtmal geplant, hatte mir nur gedacht ich amche sie, da einige meiner Freunde keine Ahnung haben, wie diese Welt im Groben aufgebaut ist. Deshalb auch die etwas unreine Formulierung.^^
Ja xD Von Zeit habe ich keine Ahnung xD Aber HEY wer hat gesagt, dass ich ganz daraus heraus schreibe, den Anfang <darf> ich ja wohl frei "aus der luft greifen" :P Ich habe ja noch garnicht angefangen zu spielen xD
Dann muss ich mich leider an die Ereignisse halten <.< Aber das hat noch ein Paar seiten zeit^^ Bei mir darf man irgendwie nach keinen genauen Richtlinien gehen, aber wer sagt, dass nciht nochmal ein paar Untote der meinung waren:"Hey, wie wärs wenn wir den Blutelfen mal einen kleinen Besuch abstatten." *lach*
Aber danke für den Vorschlag^^ Wenn ichs mal ins reine schreibe werde ich schauen ob ichs so hinbekomme^^
Re: Artea Hanato
Maliz - 28.03.2008, 03:08
Huhu Artea,
ich habs dann auch endlich geschafft, weiterzulesen und schreib' Dir noch eine kurze Kritik :)
Also, grundsätzlich finde ich, dass Du schön beschreiben kannst, die Umgebung oder Angreifer oder auch die Reiseroute, da gefällt's mir, dass Du die Fakten knapp zusammenfasst und trotzdem ein vollständiges Bild entstehen lässt. Ich finde allerdings auch, dass Du Dich bei Deinen Charakteren viel zu sehr zurückhältst, was Beschreibungen angeht. Zum Beispiel wirken alle drei "Mutterfiguren" einander sehr ähnlich, was sie aber vermutlich nicht sind. Ich könnte mir vorstellen, dass kleine Akzente da schon einiges ausmachen, zum Beispiel eine andere Art zu sprechen oder eben auch ein anderes Verhalten Artea gegenüber. Das soll nicht heißen, dass die sich in ihrer guten Gesinnung ändern müssten, um plastischer zu werden, aber ich finde, man sollte schon merken, dass es sich um Charaktere aus Fleisch und Blut handelt.
Weiterhin ist mir aufgefallen, dass Du viele Dinge sehr detailliert schreibst, andere dafür garnicht. Artea wird in den Keller geführt und da sind viele schöne Bücher, nebenbei war übrigens ihre Mutter gestorben? ;)
Ist nachvollziehbar, was ich meine? Mir gefällt es sehr sehr gut, wenn auch Details miterzählt werden, schließlich machen die eine Geschichte erst lebendig, aber ich würde Dir fürs Nacharbeiten empfehlen, an einigen Stellen zu sparen und dafür an anderen Stellen dazuzulegen. Dass zum Beispiel die Tür im Schiff nach Innen aufgeht spricht zwar dafür, dass Du eine sehr genaue Vorstellung von dem hast, was da passiert, aber es dient Deiner Geschichte nicht unbedingt, den Leser davon in Kenntnis zu setzen.
Nach dem Muster gibt es eben auch viele Dinge, von denen ich glaube, dass sie die Geschichte sehr bereichern könnten, wenn Du sie ebenso liebevoll ausführst, wie einige Kleinigkeiten.
Ich habe den Eindruck, dass Du 'ne ganze Menge an Vorstellungskraft besitzt, benutz' die doch mal ganz bewusst, um Dich in die Paladine hineinzuversetzen, die eine fremde Frau beim Sterben begleiten. Dann kannst Du diese Szene aus der Perspektive von einem der Männer beschreiben, dadurch gewinnt sowohl diese (doch recht wichtige) Schlüsselstelle, als auch der Charakter des Paladins. Nur so als Idee :)
Ansonsten solltest Du beim Nacharbeiten auch nochmal nach Umgangssprache schauen, als Stilmittel ist die natürlich gut brauchbar, aber dann auch mit Zielsetzung. Momentan kommt es mir beim Lesen eher so vor, als würdest Du da ab und zu abrutschen.
Und noch etwas ganz Wichtiges, was garnichts mit der Geschichte an sich zu tun hat: Absätze! So, wie der Text jetzt formatiert ist, ist es wirklich schwer, ihn zu lesen, gerade am PC. Hier und da ein doppelter Absatz, zumal wenn inhaltlich sowieso ein Sprung stattfindet, würde das alles wesentlich leichter machen.
Soweit erstmal von mir!
Liebe Grüße, Maliz
Re: Artea Hanato
Artea - 29.03.2008, 11:23
Dankeschon! Ja bei der Sprache rutsche ich wirklich manchmal ab... und das mit der Tür war glaube ich in sofern wichtig, weil die doch da vor lagen, wenn ich mich recht erinnere.
Für die Absätze kann ich nichts...die sind bei mir in Word besser gesetzt aber in Forumform verrutscht das leider alles.
Mit den Details hbe ich manchmal erlich gesagt keine richtige Lust die zu schreiben, wird aber natürlich bei der überarbeitung verbessert. Und das ich den Tod so nebenbei erwähnt habe lag daran, dass meine Trauer da noch sehr Akut war und ich ncihts davon mehr wissen wollte.
Danke für die Verbesserungsvorschläge und die "Kritik" diese art kritik mag ich, wenn man sagt was gut UND was schlecht ist.
Re: Artea Hanato
Artea - 29.03.2008, 11:24
Die Unruhe
Artea bemerkte, dass Mondzorn in letzter Zeit immer merkwürdiger wurde. Sie legte sich auf ihr Bett und schaute hoch zu ihrer Decke, die beruhigend, wellenförmig leuchtete und sich bewegte. Sie dachte an diesem Abend noch sehr lange über sein verhalten nach und beschloss ihn morgen zu besuchen und zu fragen, was ihn störte. Die Wellen machten Artea schläfrig und bald schlief sie in Gedanken versunken und einem Plan im Kopf ein. Am nächsten Morgen ging sie ihren priesterlichen Pflichten nach. Sie ging brav zum Morgengebet und besuchte ihren Unterricht. Am Mittag hatte sie immernoch Unterricht in Sprache. Fin ging zur Abwechslung mal wieder mit ihr nach draußen. Natürlich wusste sie, dass Artea manchmal einfach ausriss. Sie hatte es ihr selbst erzählt. Artea hatte darauf gehofft, dass sie heute nach draußen gingen, und sagte zu ihr:„Fin? Ich hätte eine Bitte an dich.“ Fin schaute sie fragend an und antwortete:„Und was hast du für eine Bitte?“ „Ich würde gerne Heute wieder nach Dolanaar gehen.“ ,Artea schwieg kurz und sagte dann weiter, „Es gibt eine Sache die mich sehr beschäftigt und über die ich gerne Klarheit haben würde. Und der bestimmt einzige, der mir eine Antwort geben kann ist Mondzorn in Dolanaar. Bitte Fin. Lass mich hin gehen.“ Fin schüttelte leicht den Kopf und meinte dann:„Ich weiß zwar nicht, ob es im Sinne der Hohepriesterin ist, aber ich lasse dich für heute gehen. Ich finde, dass du deine Antworten finden solltest, wenn dich eine Frage quält. Geh schon zu ihm.“
Fin lächelte sie an und Artea strahlte. Sie bedankte sich sehr bei Fin und rannte so schnell sie konnte in Richtung Dolanaar. Sie nahm die Wege, die sie auch benutzte, um ungesehen aus der Stadt zu kommen. Als sie leicht außer Atem in Dolanaar ankam ging sie zum Mondbrunnen. Dort stand Mondzorn normalerweise tagsüber. Aber heute war er nicht da. Sie fragte eine der Schildwachen, wo Mondzorn war und die Wache sagte, dass er im Gebäude gegenüber des Gasthauses wäre. Artea bedankte sich und ging hinüber. Sie schaute Vorsichtig ins Haus und hörte im oberen Geschoss Stimmen. Artea schlich sich die Treppe um besser hören zu können und kriegte Bruchstücke des Gespräches mit. Die Männer redeten über den Wald, dass er unruhig wurde und das bald etwas schreckliches passieren könnte. Artea hörte die Stimme von Mondzorn aus allen Stimmen raus.
Es wurde still. Und nur Mondzorn fing nach kurzer Zeit wieder an zu reden. Er redete leise, als würde er nicht nur mit den Männern reden, sondern auch mit Artea. Als wenn er wüsste das sie da wäre. Artea war verwirrt. „Wie kann er wissen, dass ich da bin? Das überhaupt jemand anderes da ist, der zuhört.“, sagte sie sich selbst und hörte wieder den Worten von Mondzorn zu. Er fing an etwas zu erklären. Er sagte, dass alle ihr Herz beruhigen und sich auf die Stimme der Natur konzentrieren sollen. Artea machte das, was er sagte. Auch wenn es ihr vollkommen fremd war. Sie war schließlich Priesterin und keine Druidin. Sie atmete tief ein und aus und beruhigte sich innerlich. Sie schloss ihre Augen und versuchte etwas zu hören. Sie hörte, dass sich Leute auf den Boden setzten und tief einatmeten und lang ausatmeten. Sie hörte ihr Herz schlagen und ihren ruhigen Atem. Dann wurde es still. Es war nichts mehr zu hören. Sie hörte ihr Herz nicht mehr, keine Stimmen, keinen Atemzug. Nicht das Kleinste Geräusch. Es war auf einmal alles schwarz vor ihren Augen. Kein Licht, dass von außen hätte einen Schimmer erzeugen können. Nichts. Nur Dunkelheit und Stille.
So verweilte sie in sich selbst. Die Zeit kam Artea lang vor. Sehr lang. Sie öffnete die Augen. Aber was sie sah war weder der Raum, die Treppe auf der sie vorhin noch stand, noch Darnassus oder Theldrassil. Es war nichts, dass ihr bekannt vor kam. Alles um sie herum war weiß. Es war kein Schnee. Nein. Bei näherem betrachten war es Sand. Weißer Sand. Artea schaute sich um. Um sie herum war nichts. Außer dem Sand. Kein Leben. Rein gar nichts. Sie blickte wieder nach vorne und was sie sah, war unbegreiflich. Dort wo vorher nichts war, stand ein Baum. Er war sehr dünn und hatte eine breite, flache Baumkrone. Sehr groß war er auch nicht. Nur etwas größer als sie selbst. Artea ging auf den Baum zu. Schritt für Schritt. Als sie vor ihm stand legte sie eine Hand auf den Stamm des Baumes. Er war leer. Es war keine Wärme in ihm. Keine, die an einen lebenden Baum erinnern könnte. Als wäre er Tod. Sie blickte sich noch mal um, ob nicht irgendwo noch irgendetwas wäre. Aber, dort war nichts anderes. Nichts. Außer dem Baum, dem Sand, der Weite und ihr. Artea nahm die Hand kurz von dem Baum weg und drehte sich um. Es war, als hätte sie hinter sich etwas gehört. Aber dort war immernoch nichts. Sie drehte sich wieder zu dem Baum um. Er war verschwunden. Statt ihm stand ein Falkenschreiter nun dort. Er bewegte sich nicht. Er war wie erstarrt. Als Artea die Hand nach ihm ausstreckte zerfiel er zu goldenem Staub und wurde von einer leichten Briese mitgenommen. Artea fing an sich leer zu fühlen, schwach, nicht mächtig etwas zu tun. Ihr wurde kalt. Sie wankte einen Schritt nach hinten und stieß gegen etwas. Als sie sich umdrehte war dort ein Drache. Er war schlangeartig und ein Geist. Man sah ihn nur in einem grauen Schemen. Der Drache sah sie an. Von ihm ging weder etwas böses, noch etwas gutes aus. Er hatte freundliche Augen denen man vertrauen kann aber der Ausdruck in seinem Gesicht war gleichgültig. Artea drehte sich ganz zu ihm um. Der Drache schaute ihr in die Augen und im nächsten Moment, war auch er weg. Artea fühlte ein Stechen in ihrer Brust. Aber sie fühlte auch wieder etwas. Sie war nicht mehr so leer, als wäre etwas zurück gekommen. Artea sah zu Boden. An ihrem Bein war ein Wolf. Er war ein Geist wie der Drache zuvor. Aber von dem Wolf ging nicht die selbe Gleichgültigkeit aus, wie von dem Drachen. Sie kniete sich hin und führ dem Wolf über den Kopf und den Rücken. Als sie wieder den Kopf berührte, fühlte sie sich, als würde etwas in sie gehen. Es war keine Kälte. Es wärmte. Ihr war nicht mehr kalt. Artea stand wieder auf und machte einen Schritt nach vorne. Sie dachte nichts und fühlte sich, als würde sie gesteuert. Als ihr Fuß den Boden wieder berührte, bildete sich Wind um ihren Fuß. Er kreißte um ihn und kroch in dieser Kreisbewegung an ihr hoch. Es war wie ein kleiner Wirbelsturm. Er breitete sich aus und umschloss sie vollkommen. Er platzte kurz nachdem er sie vollkommen umschlossen hatte auseinander. Es war wieder dunkel. Der Sand war weg.
Es war alles wieder so still, wie am Anfang. Aber nicht genau wie am Anfang. Es war ein Licht zu sehen. Ein Licht, dass genau vor ihr schwebte. Artea konnte nicht anders als es zu berühren. Auch wenn sie es nicht wollte. Als sie das Licht berührte wurde es hell. Sie sah Bilder vor ihren Augen. Bilder die an ihr vorbeizogen. Sie sah ein Land, dass ihr bekannt vorkam. Es war verwüstet. Bruchstücke eines harten Kampfes waren zu sehen. Sie gingen zu schnell vorbei um genaues zu erkennen. Ab und zu waren leise Schreie zu hören. Und bald war es nicht mehr dieses Land, das zu sehen war. Sondern ein vollkommen fremdes Land. Es zogen dunkle Wolken auf und verschlangen alles was ihnen in den Weg kam. Es war die Hölle auf Erden. Alles wurde zerstört und während die Bilder vorbeizogen war ein Summen die ganze Zeit zu vernehmen. Es war nicht zu zuordnen. Es war einfach da. Das Summen verstummte langsam. Die Bilder liefen langsamer. Und bald blieben sie auf einem Moment stehen. Artea sah ein riesiges Insekt. Sie hatte so etwas noch nie gesehen. Nicht einmal von so etwas gehört. Es war unbeschreiblich und es sah sie an. Dann streckte es den Kopf in die Luft und ein schriller, lauter Schrei dröhnte in Arteas Kopf. Sie hielt sich die Ohren zu aber er war immernoch da. Mit dem Schrei verschwamm Arteas Welt immer mehr. Und er hörte nicht auf. Er drang in sie ein, quälte sie. Alles war nicht mehr zu erkennen. Bald fing sie auch an zu schreien. Sie fühlte sich, als würde sie innerlich aufgefressen. Als würde das Leben aus ihr gesaugt. Doch. Der schrei verstummte. Sie konnte nicht aufhören zu schreien. Sie konnte nicht aus diesem Albtraum erwachen. Sie war in dieser Dunkelheit gefangen. Und, sie fühlte nichts Mehr als Schmerz. Als würde vielem Schmerz zugefügt und sie würde alles spüren.
Doch, plötzlich spürte sie wärme. Sie fühlte Geborgenheit. Sie konnte endlich aufhören zu schreien. Sie fühlte sich besser, als würde der Albtraum bald ein Ende haben können und der Schmerz nachlassen. Ihr Körper wurde schwerer und sie brach zusammen.
Als sie ihre Augen öffnete, lag sie in den Armen der Hohepriesterin. Sie war wieder da, wo sie vorher war. Nur nicht auf der Treppe, sondern unten neben dem kleinen Wundbrunnen im Haus. Die Hohepriesterin strich ihr durch die Harre und schien mit jemandem zu reden, oder eher ihn auszuschimpfen. Artea kriegte immernoch kaum etwas mit. Ihre Welt drehte sich immernoch leicht. Als die Hohepriesterin bemerkte, dass sich Artea wieder anfing zu bewegen, legte sie ihr ihre Hand auf die Stirn, als würde sie versuchen wollen Arteas Gedanken wieder in die richtige Reihenfolge zu bringen. Es half etwas. Artea sah nicht mehr ganz so stark verschwommen und konnte das besorgte Gesicht der Hohepriesterin erkennen. Diese drehte sich wieder zu dem, den sie beschimpft hatte. Artea versuchte heraus zu finden wen sie meinte und drehte sich so gut es ging in die Richtung, in welche die Hohepriesterin sah. Artea war überrascht, als sie Mondzorn mit gesenktem Kopf und einem Blick voller Schuldgefühl dort stehen sah. Er bemerkte, dass Artea ihn ansah und sagte:„Es tut mir Leid Hohepriesterin! Ich wusste nicht, dass es so eine Wirkung auf sie haben würde. Aber das konnte nur geschehen, weil irgendjemand etwas in ihr verschlossen hatte. Denn wenn dies nicht der Fall gewesen wäre, hätte die Natur nicht so drastisch auf sie eingewirkt. Ich schätze sie hat ihre Vergangenheit gesehen und etwas das den Wald unruhig macht. Auch wenn ich ihre Bewegungen am Anfang nicht deuten kann. Es muss das gewesen sein, was verschlossen gewesen war.“ „Es war trotzdem unzumutbar von euch. Ihr wusstet, dass sie zuhörte und ihr hab trotzdem weiter gemacht. Auch wenn ihr der Meinung wart, dass nichts hätte passieren sollen.“ , antwortete die Hohepriesterin. Zwei Schildwachen halfen Artea auf die Beine und stützten sie etwas. Sie war noch sehr wackelig auf den Beinen. Dann stand auch die Hohepriesterin wieder auf und sie ging mit den Schildwachen und Artea nach draußen. Draußen warteten schon ihre Reitsäbler. Sie waren nicht gepanzert, sondern nur für den Normalgebrauch da. Die Hohepriesterin setzte sich auf ihren Frostsäbler und nahm Artea vor sich. Sie konnte zwar selbst sitzen, war aber immernoch etwas neben der Spur. Die beiden Schildwachen setzten auch wieder auf und sie ritten zurück nach Darnassus. Fin erwartete sie schon an den Toren der Stadt. Sie hatte sich furchtbare Sorgen gemacht. Die Hohepriesterin beruhigte Fin etwas, dass es Artea gut ginge und sie nur etwas Ruhe bräuchte. Sie begleitete sie bis auf Arteas Zimmer. Die Schildwachen halfen der Hohepriesterin Artea auf ihr Bett zu legen und gingen dann nach draußen. Die Hohepriesterin und Fin blieben noch etwas bei ihr. Als es schien, dass Artea eingeschlafen war, gingen auch sie nach draußen. Leise schlossen sie die Tür hinter sich. Artea lauerte nur auf das leise Klicken der Tür, dass sie zu war. Als sie es endlich hörte, machte sie ihre Augen wieder auf. Ihr war gar nicht nach schlafen zu mute und fing an über das Geschehene nachzudenken. Sie empfand es als Albtraum. Ein Albtraum, ja, schon fast ein Albtraum ihrer Erinnerung. Artea war unruhig. Sie wollte unbedingt wissen, Wo, sie gewesen war.
Die Hohepriesterin war erschüttert. Sie lief die ganze Zeit aufgewühlt und unruhig in der Gegend herum. Sie machte Fin indirekte Vorwürfe, dass sie Artea hat gehen lassen. Aber in ihrem Herzen meinte sie es nicht so, wie sie es sagte. Das sah man ihr deutlich an. Sie war eher besorgt, was passieren wird. Was diese Reaktionen bei einem Lebewesen hätte auslösen können. Deshalb bestellte sie Fandral Hirschhaupt, Erzdruide und Anführer des Zirkle des Cenarius, zu sich in den Tempel. Die Hohepriesterin erwartete ihn am Tempeleingang, als er die lange Promenade zum Tempel hoch ging. Sie begrüßte ihn und sagte:„Mein lieber Fandral. Ich freue mich, dass du gekommen bist und hoffe, dass du mir bei einem Problem helfen kannst.“ Fandral ist ein sehr grimmiger Mann und auch jetzt konnte er kein lächeln hervorbringen. Er antwortete mit seiner üblichen, grimmigen Stimme:„Ich werde versuchen euch zu helfen, Hohepriesterin Tyrande Wisperwind. Was ist denn Euer Problem?“ „Kommt doch bitte erst mit in mein Arbeitszimmer. Dort kann ich Euch in Ruhe alles erklären.“, sagte Tyrande und machte eine Geste, dass der Erzdruide bitte mitkommen solle. Sie ging voraus zu einem geräumigen Raum am anderen Ende des Tempels.
Angekommen wurden die Türen von den schildwachen geöffnet und beide traten ein. „Bitte, setzt euch doch.“, sagte Tyrande und setzte sich selbst auf ein Kissen, dass auf dem Boden lag. Fandral ließ sich kurz darauf auch auf einem der Kissen nieder. Sie saßen sich fast genau gegenüber. An, oder besser in, der Wand vor der sie saßen war ein Kamin. Er spendete nur wenig Wärme und hatte eine bläuliche Flamme, die an manchen Stellen lila schimmerte. Er war nicht mit Holz angezündet worden, sondern mit etwas, dass man nicht genau erkennen konnte. Tyrande begann zu erzählen. Sie erklärte Fandral alles, was sie über den Vorfall von Artea wusste und bat ihn selbst in die Natur zu horchen, um herauszufinden, ob es wirklich eine Unruhe im Wald selbst gibt. Fandral tat, um was er gebeten wurde. Er schloss die Augen und beruhigte sein Herz. Dann lauschte er den Worten der Natur. Nach kurzer Zeit machte er die Augen erschrocken wieder auf. Er war außer Atem. Er sagte:„Die Natur ist in Sorge! Irgendetwas quält sie von weit weg. Sie wusste nicht was es genau ist. Aber. Ich schätze diese Artea könnte es gesehen haben. Ich weiß nicht wieso. Aber das könnte mit ihrem Aufschreien zu tun gehabt haben. Allerdings wird sie es sehr schnell verdrängen. Wir müssen abwarten. Und besonders dürft ihr das Mädchen nicht dazu zwingen euch irgendetwas zu sagen. Die Jugend blockiert bei so etwas. Glaubt mir!“ Tyrande nickte besorgt. Fandral wurde ernster.„Aber, Tyrande, ich weiß wo diese Störung ist und werde meine Besten Druiden zusammenrufen. Es ist möglich, dass überall in Azeroth dies wahrgenommen wird im Moment. Ich bin mir sicher, dass wir für die Reise, zu diesem Unbekannten, Anhänger aus anderen Völkern finden können. Was es auch ist. Es muss beseitigt werden! Sonst vernichtet es am Ende vielleicht das Gesamte Leben!“ Der Erzdruide stand auf und ging. Die Hohepriesterin war schockiert. „Etwas vernichten, was man nicht kennt?“, sagte sie zu sich selbst und begab sich zum großen Mondbrunnen im Zentrum des Tempels.
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