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Qualität des Beitrags: Beteiligte Poster: hase2000 Forum: www.seilbahn-forum.de.vu Forenbeschreibung: Ein Forum über Seilbahnen aus dem Unterforum: Bahnen Antworten: 1 Forum gestartet am: Sonntag 05.03.2006 Sprache: deutsch Link zum Originaltopic: Kuppelbarer Skilift Letzte Antwort: vor 17 Jahren, 21 Tagen, 12 Stunden, 43 Minuten
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Re: Kuppelbarer Skilift
hase2000 - 05.03.2006, 21:00Kuppelbarer Skilift
Kuppelbare Skilifte Tirefesse wurden von der Französisch Firma Pomagalski in Grenoble vor dem 2WW entwickelt (1935). Dieses System war das erste brauchbare Schleppliftsystem das eine ausreichende Kapazität aufwies. Es hat sich bis heute gehalten, auch wenn einige technischen Verbesserungen angebracht wurden. Die Talstation ist einfach aufgebaut. Eine kleine Umlenkscheibe ist direkt an den Motor gekoppelt, der sich über der Stahlrohrkonstruktion befindet. Die Gehänge umlaufen die Umlenkscheibe und werden in einem Rechen gestoppt. Dabei wird die Klemme entlastet, wobei das Seil durch die Klemme weiter läuft und das Gehänge stehen bleibt. So stehen etwa 200 je nach Länge mehr oder weniger Gehänge in einem korbartigen Rack. Die Gehänge sind nicht mit einem Seilzug und einer Schlepptrommel ausgestattet, sondern wie bei einer Zeltstange aus konischen Aluminiumrohren die ineinander gesteckt und von einer im Rohr verlaufenden Stahlfeder zusammengezogen werden. Diese Stange ist etwa 3m Lang. Unten ist ein kleiner Plastikteller angebracht, oben eine spezielle Klemme. Die Klemme wird angezogen sobald das Gehänge belastet wird. Kommt ein Skifahrer in der Talstation an den Start zeigt im eine Ampel an ob der Abstand zum nächsten Tellergehänge gross genug ist. Springt die Ampel auf grün, kann er sich das vorderste Gehänge schnappen und durch eine Lichtschranke oder, bei älteren Liften, durch einen Endschalter fahren. Bei den älteren Liften gab es immer Spaßvögel, die es lustig fanden, sich den hintersten Teller zu nehmen und in der Schranke stehen zu bleiben. Was zur Folge hatte, dass alle Gehänge auf einmal die Station verlassen haben und so die Leute die noch standen warten mussten bis die Teller wieder unten waren. Das wurde aber mittels Zeitrelais unterbunden. Die Klemme wird in der Talstation durch einen Elektromagneten angezogen und so belastet, wodurch das Seil eingeklemmt wird. Sobald der Teller das Rack verlassen hat muss die Klemme nicht mehr gespannt werden, da jetzt ein Skifahren dran hängt. Oder mindestens ein Tellergehänge, dessen Eigengewicht schon ausreicht. Die Klemme ist so aufgebaut, dass sie extrem kurvengängig ist. Da sie 30° nach oben gebogen ist, können alle Rollen problemlos umfahren werden. Aus diesem Grund sind aber pro stütze nur maximal 2 Rollen vorhanden, was eine sehr unbequeme Fahrt zur Folge hat. Die Bergstation ist ganz einfach aufgebaut. Eine Umlenkrolle wird an Stahlseilen aufgehängt und ein dickes zwischen dem Berg- und dem Talseil aufgehängtes Hanfseil verhindert, dass sich die Gehänge gegenseitig rammen. Aus diesem Grund sind auch die Fahrbahnen unterschiedlich hoch. In der Talstation ist die Spur kleiner als auf der Strecke. Dadurch wird verhindert, dass das Gehänge in der Talstation zu weit ausschert. Zur Sicherheit sind noch eine ganze Menge schlauchartiger Abweiser montiert. in der Bergstation wird kurz vor der Rolle ein dickes Seil quer über die Strecke gespannt, wodurch die Gehänge nicht bis unter die Rolle fahren können und so wie bei einem Todpunktausstieg nur die Klemme die Scheibe umfährt. Ziemlich billige Konstruktion mit sehr grosser Verschleiss. So muss alle 3-4 Jahre ein neues Seil eingezogen werden. An manche schönen Wintertagen ist der Schnee in der Talstation schwarz von den vielen Stahlspänen die vom Seil abgerieben werden.
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