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Re: Book of Lost Tales, The
Heidi - 26.02.2008, 22:54Book of Lost Tales, The
Book of Lost Tales, The
Band 1 u. 2
Roman. Unvollendet.
Erklärungen
http://www.tolkien-buecher.de/book-of-lost-tales/ ->
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.), The Book of Lost Tales
* Autor: J.R.R. Tolkien
* Herausgeber: Christopher Tolkien
* Erstausgabe: London: George Allen & Unwin, 1983/1984.
* Deutsche Übersetzung: Hans J. Schütz, Das Buch der Verschollenen Geschichten, Stuttgart: Klett-Cotta, 1986/1987.
* Einsortiert in: Primärliteratur, The History of Middle-earth
Eriol, ein ruheloser (menschlicher) Seefahrer aus Helgoland, landet unvorhergesehen auf der Insel Tol Eressëa, wo Exil-Elben leben, die nicht mehr nach dem nicht weit entfernten Aman, dem Land der Götter oder Valar, zurückkehren dürfen.
Eriol bekommt während seines langen Aufenthaltes dort die Götter- und Heldengeschichten der Vorzeit und nahen Vergangenheit berichtet, die er notieren und den Menschen bringen soll. Er selber durchläuft auf Tol Eressëa eine starke Entwicklung.
Das Werk The Book of Lost Tales ist insgesamt unvollendet. Es besteht aus einer ausführlichen Rahmenhandlung – der sogenannten Eriol/ÆlfwineEriol/Ælfwine
Der – fiktive - Mensch, dem die Geschichten erzählt werden – wurde von Tolkien zunächst Eriol genannt; später im Werk benannte er ihn um in Ælfwine. Damit war eine Konzeptänderung verbunden. Eriol stammte von Helgoland, England gab es da (innerhalb der fiktiven Sagenwelt Tolkiens) noch nicht; Ælfwine hingegen war Engländer, kam von England.-Geschichte – und den Erzählungen, die Eriol/Ælfwine von den Exil-Elben vorgetragen werden.
Die Erzählungen sind – stofflich gesehen – analog zu den späteren noch vielfach umgearbeiteten Silmarillion-Sagen. Die ausführliche Rahmenhandlung hingegen ist von Tolkien später nicht mehr verändert worden. Ob sie von ihm in dem geplanten „The SilmarillionEs ist inzwischen Usus, den Silmarillion-Komplex - also sämtliche Entwürfe Tolkiens über dieses Thema - mit Anführungszeichen und nicht kursiv „The Silmarillion“ zu schreiben, während das 1977 herausgegebene The Silmarillion kursiv und ohne Anführungszeichen geschrieben wird.“ stets mitgedacht oder aber in dieser Form verworfen wurde, ist umstritten.
Die meisten Erzählungen sind in sich abgeschlossen, wenn auch oft im Rohzustand. Ersteres gilt auch für weite Teile der Rahmenhandlung, so dass die Grundanlage von The Book of Lost Tales deutlich erkennbar ist.
Die Teile, die Tolkien nur sehr fragmentarisch oder gar nicht mehr ausgearbeitet hat, sind von dem Herausgeber Christopher Tolkien (dem jüngsten Sohn Tolkiens) in der Weise gefüllt worden, dass er ersatzweise die Entwürfe seines Vaters herausgab oder sie selber skizzierte. Auf diese Weise bekommt man ein Gesamtbild dessen, wie Tolkien sich die Vollendung gedacht hat.
Geschrieben wurde das Werk zwischen 1916/17 und 1920 – genauere Angaben sind bislang nicht möglich.
Tolkien hat das Werk also 1920 abgebrochen; vermutlich steht das damit in Zusammenhang, dass er sein erstes und weit ausgearbeitetes Konzept – mit Eriol – verwarf und es auf neue Grundlagen stellen wollte – mit Ælfwine. Das hätte eine Totalrevision zumindest der gesamten Rahmenhandlung erforderlich gemacht, und dazu ist Tolkien nicht mehr gekommen.
Christopher Tolkien hat beide Versionen ausführlich erläutert und miteinander verglichen.
Wir haben hier die erste Prosafassung des sogenannten Silmarillion-Komplexes vorliegen; sie unterscheidet sich deutlich von den späteren Entwürfen und ist schon deshalb eine interessante Lektüre. Tolkien hat später stets nur einzelne Teile dieses ersten Gesamtentwurfes verändert, nie das Ganze – so dass der ursprünglich gedachte Bezug zwischen Rahmenhandlung und den erzählten Sagen nur in diesem Werk deutlich studiert werden kann.
Das ursprüngliche Werk liegt handschriftlich vor, teilweise sehr unleserlich (wie Christopher Tolkien berichtet). Mitunter hat Tolkien seine ursprüngliche Version ausradiert und neu überschrieben. Christopher Tolkien ist es gelungen, auch die ausradierte Version zu entziffern, sodass die Leser auch das zur Kenntnis bekommen, was Tolkien ursprünglich schrieb, dann aber überschrieben hatte.
Wie in jedem Band der HoMeThe History of Middle-earth finden wir hinter jeder Erzählung oder jedem Zwischenstück einen Kommentarbereich. Sehr wertvoll ist aber in diesem Fall zusätzlich, dass Christopher Tolkien sehr viele frühe Gedichte (in all ihren Variationen) von Tolkien eingefügt hat; damit ist dem Tolkienforscher und dem Tolkieninteressierten die Möglichkeit gegeben, einen Bezug herzustellen zwischen den allerersten gedanklichen und poetischen Konzepten Tolkiens und deren allmählicher Entfaltung, Veränderung und Identität in seinem langen Leben.
Die Zweibändigkeit – The Book of Lost Tales 1 und The Book of Lost Tales 2 - ist ein Produkt des Verlages, sie ist nicht von J.R.R. Tolkien selber so gewollt.
Der erste Band erschien erstmals 1983 im Verlag George Allen & Unwin, Band 2 ein Jahr später im gleichen Verlag. Momentan sind die beiden Bände von The Book of Lost Tales in verschiedenen Verlagen - HarperCollins, Houghton Mifflin und Del Rey - sowohl als Hardcover- als auch als Paperback-Ausgaben erhältlich.
1986 wurde The Book of Lost Tales ins Deutsche übersetzt. Der Übersetzer war Hans J. Schütz, der Verlag war Klett-Cotta in Stuttgart; der Titel der Übersetzung lautet: Das Buch der Verschollenen Geschichten. Auch hier wurde die Zweibändigkeit gewählt. Das erste Kapitel wurde bereits vor Erscheinen der vollständigen Übersetzung in J.R.R. Tolkien - Der Mythenschöpfer (herausgegeben von Helmut W. Pesch) veröffentlicht.
Das ins Deutsche übersetzte Werk ist bis heute im Verlagsprogramm. Neben den einzeln erhältlichen Ausgaben ist es auch in der 1999 erschienenen Zusammenstellung Die Sagen von Mittelerde enthalten.
Weiteres Material
* Thematische Gliederung der History of Middle-earth: nach Bänden sortiert
* Thematische Gliederung der History of Middle-earth: nach Themen sortiert
* Kommentierte Übersicht lieferbarer Ausgaben der History of Middle-earth
Englische Ausgaben
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
The Complete History of Middle-Earth - Vol. 1
London: HarperCollins, [6. Januar] 2003.
Hardcover
Diese Ausgabe enthält die ersten fünf Bände der History of Middle-earth.
ISBN: 978-0-00-714915-5
UVP: 60,00 £ [1] (ca. 66,99 € [2])
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
Histories of Middle-earth, Box
New York: Ballantine Books.
Paperback
ISBN: 978-0-345-46645-7
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
The Book of Lost Tales 1
London: HarperCollins.
Paperback
ISBN: 978-0-261-10222-4
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
The Book of Lost Tales 2
London: HarperCollins.
Paperback
ISBN: 978-0-261-10214-9
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
The Book of Lost Tales 1
New York: Del Rey Books.
Mass Market Paperback
ISBN: 978-0-345-37521-6
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
Deutsche Ausgaben
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
Das Buch der Verschollenen Geschichten, Band 1
Stuttgart: Klett-Cotta.
Gebundenes Buch
ISBN: 978-3-608-93061-0
22,50 €
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
Das Buch der Verschollenen Geschichten, Band 2
Stuttgart: Klett-Cotta.
Gebundenes Buch
ISBN: 978-3-608-93062-7
22,50 €
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
J.R.R. Tolkien, C. Tolkien (Hg.)
Das Buch der Verschollenen Geschichten, Band 1+2
Stuttgart: Klett-Cotta.
Gebundenes Buch
ISBN: 978-3-608-93079-5
40,00 €
Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.com
Die Sagen von Mittelerde
Stuttgart: Klett-Cotta, 1999.
Gebundenes Buch
ISBN: 978-3-608-93521-9
Amazon.de, Amazon.com (nicht mehr neu erhältlich)
http://www.tolkien-buecher.de/book-of-lost-tales/
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