Diaryeinträge von Nevio.tv

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    Re: Diaryeinträge von Nevio.tv

    Jenny-Admin - 05.03.2006, 15:00

    Diaryeinträge von Nevio.tv
    Neustadt a. d. Aisch, 02. März 2006

    Ciao a tutti!


    Das Kapitel DSDS ist nun vorbei, ein neues wird aufgeschlagen...
    Ich wünsche mir so sehr, dass ihr mir trotzdem treu bleiben werdet, denn was soll ich ohne euch machen? Ihr seid das Schönste, was mir passiert ist in der letzten Zeit...!

    Seid bitte nicht traurig, denn wer weiss, ob mein Ausscheiden auch etwas Gutes hatte. Ich kann euch noch nichts verraten, aber lasst bitte den Kopf nicht hängen. Ich z.B. bin wirklich frohen Mutes, habe schon lange einen Haken hinter die Plattform Superstar gemacht und jetzt geht es erst richtig los...und das sage ich nicht aus Trotz, sondern das habe ich auch während meiner gesamten Zeit bei DSDS immer wieder unterstrichen. Die Zeit nach so einer Show ist am Wichtigsten!

    Es ist paradox, aber ich habe noch weniger Zeit als während Superstar, ich fahre von einem Termin zum Anderen und muss mich für das schlüssigste Konzept entscheiden. Ich bin die ganze Zeit unterwegs und geniße die Tatsache, dass ich dadurch meinem Traum ein Stückchen näher rücken kann.
    Endlich geht es wieder um Musik, um wahre Musik, um echte Emotionen, ja...um Liebe!

    Bitte habt etwas Geduld, ich werde die Site hier (www.nevio.tv) natürlich in der selben Art und Weise weiterführen, es werden einige Neuerungen folgen, aber der Kontakt zu euch wird NIE abreißen, versprochen!

    Ich werde mich bald wieder melden...und sobald es etwas Neues gibt, seid ihr die ersten, die davon erfahren werden!
    Also, seid nicht traurig...seid etwas geduldig, habt Spaß, und glaubt nicht immer alles, was im TV kommt:)

    euer
    NEVIO





    Köln, 25. Februar 2006

    Hallo an Alle!

    Wieder einmal ist eine Woche vorbei, vieles ist passiert. Aber ich kann euch eines versichern: Nevio ist immer der alte geblieben und wird es auch immer bleiben.

    Ich weiß genau, dass sich einige aufgeregt haben über die Interviews in dieser Woche, einige haben mich verstanden, einige haben spekuliert, ob alles mit rechten Dingen zugeht, einige finden mich jetzt plötzlich wieder achso „arrogant" und eingebildet. Viele haben mich gefragt, wie ich mich nun fühle...wollt ihr ehrlich oder halbehrlich? Ganz ehrlich?
    Ich fühle mich richtig gut...und wisst ihr auch warum? Weil ich genau weiß, was ich gesagt habe und wie ich es gemeint habe. Ich schäme mich nicht für meine Aussagen, denn ich habe hier noch nie schlecht gegen jemanden gesprochen, das ist nicht meine Art und verstößt gegen meine tiefsten Ideale.
    Wenn mich jemand quasi dazu „zwingt", eine (negative) Meinung über meine „Mitstreiter" (oder sollte ich mittlerweile besser sagen Freunde?) abzugeben, dann äußere ich mich dazu, aber eben aus einer ganz persönlichen, subjektiven und vor allem technischen und nicht persönlich beleidigenden Sicht.
    Ich schätze alle drei verblieben Kandidaten sehr und das wissen auch alle.
    Mike ist ein lieber Mensch, der - gerade weil er der Älteste im Feld ist - den anderen Kandidaten viel geben kann. Ich finde es toll, dass er und Vanessa sich gefunden haben und teilweise tut es mir sehr leid für die beiden, dass sie nun unter dem Druck, dem sie nun ausgesetzt sind, leiden müssen. Aber auch wenn irgendwann einer der beiden ausscheiden sollte, dann können sie doch trotzdem zusammenbleiben...die paar Wochen bis zum Ende der Staffel müsste die Beziehung doch eigentlich aushalten können ohne größere Dramatik und inszenierte Verabschiedungsszenen. Wir sind uns aber alle einig: die Tatsache, dass die beiden nun zusammen sind, sollte nicht die Entscheidung beeinflussen, wer nun am Ende Deutschlands Superstar wird. Auch Vanessa, die eher introvertiert erscheint, hat tolle Werte, die sie vertritt und hat übrigens ein wahnsinnig professionelles Auftreten auf der Bühne, für ihre 18 Jahre ist sie schon sehr weit! Das muss ihr erst jemand mal nachmachen! Über Tobi brauche ich nicht viel zu sagen, denn ich bin mir sicher, dass unsere Freundschaft auch nach DSDS Bestand haben wird. Außerdem schätze ich ihn als Musiker, wir beide sind die einzigen im Feld, die eigene Songs schreiben und Instrumente spielen. Das muss aber nichts heissen!
    Ich bin so was von gespannt, ob sich die Jury morgen fair verhalten wird und rein technisch (was ja eigentlich ihre Aufgabe wäre) urteilen wird oder ob sie wieder unpassende Kommentare (nach meiner bescheidene „Dackelmeinung"J), die den Charakter, die Identität, das Wesen...ja sogar die Würde des Menschen tangieren, verteilen werden. We'll see.
    Im Grunde genommen will ich lediglich sagen, dass ich es totschade finde, dass es so hingestellt wird, als seien wir untereinander verstritten. Das ist absoluter Blödsinn.
    Alle Kandidaten sehen das geanuso! Natürlich ist es interessanter über sich vermeintlich streitende und zoffende Möchtegern-Superstars zu berichten als über vier junge Sänger oder Künstler, die sich respektieren, sich gegenseiteig aufbauen, sich Tipps geben und einander helfen. Das kann ich auch irgendwo nachvollziehen, denn - wie mir vor einigen Tagen einer der Producer der Show gesagt hat - ist der Begriff „Showgeschäft" nicht nur rein grammatikalisch ein zusammengesetztes Substantiv sondern setzt sich auch inhaltlich aus „Show" einerseits und „Geschäft" andererseits zusammen, wenn ihr versteht, was ich meine. Ich finde, er hat das mit ´seiner Aussage sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Es ist klar, dass jeder gewinnen will...natürlich möchte auch ich Superstar werden und denke, dass ich - wenn ich meine Stärken einzusetzen weiß .- eventuell ganz gute Chancen haben könnte. Alles andere zu behaupten wäre verlogen, igendwann muss man ja mal Farbe bekennen. Aber trotzdem spiele ich jeden Sommer mit meinem besten Freund Tennis und möchte gewinnen...das heißt aber noch lange nicht, dass wir nicht mehr beste Freunde sind! Und das heisst auch lange nicht, dass ich den Anderen (also Tobi, Vanessa, Mke) jemals ans Bein pinkeln werde. Das wäre nicht respektvoll und außerordentlich unfair...es lebe der kategorische Imperativ! Schon komisch, dass als mein Lebensmotto (übrigens auch auf der RTL-Seite) der kategorische Imperativ angegeben wird und dann die Berichterstattung ganz anders aussieht. Vielleicht sollten sie dann dieses Lebensmotto einfach aus meiner Kurzbiographie löschenJ

    Ich habe aber schon mal gesagt, dass ich mich nicht immer rechtfertigen will, denn Vieles erklärt sich von selbst, wenn man zwischen den Zeilen liest und nicht alles sofort für bare Münze nimmt. Ich sehe das alles mittlerweile wirklich gelassen, denn ich bin mit mir im Reinen und das ist das Wichtigste für mich. Ich bin mir, meinen Idealen und meinen Werten stets treu geblieben und das macht mich stolz.

    Morgen darf ich wieder auf die Bühne...dieses tolle Gefühl kann mir keiner nehmen.
    Und das tolle Gefühl, von euch so fantastisch unterstützt zu werden kann mir ebenfalls NIE genommen werden. Dieses Gefühl werde ich immer in meinem Herzen tragen...auch nach DSDS.
    Als ich eben in die Villa gekommen bin, standen 3 Mädchen da und haben für mich vor dem Villentor Hunderte von Teelichtern aufgestellt mit meinem Namen.
    Das sind die kleinen großen Dinge, für die es sich lohnt, jeden Samstag sein Bestes zu geben. Morgen werde ich an euch denken, wenn ich singe!

    Das hier habe ich beim Surfen im Internet gefunden (ich lass es einfach mal so stehen ohne Kommentar)

    „Schade, dass es im Deutschen Fernsehen anscheinened nicht mehr um die Musik geht. Schade, dass ein wirklicher Künstler und Vollblutmusiker wie Nevio Passaro als arrogant dargestellt wird, obwohl ihm nichts ferner ist und es bei ihm wirklich nur um Musik geht, wie man in der letzten Show sehen konnte, nach Dieter Bohlens Juryurteil. Ein bisschen selbstverliebt sollte jeder sein und Nevio weiß seine Vorzüge einzusetzen. Sollte man ihm daraus wirklich einen Strick drehen?"

    Ihr wisst mittlerweile...wer verstehen will, der hat verstanden! Und ich weiss genau: IHR VERSTEHT MICH auch ohne Tausend Worte!

    Und wer Nevio kennenlernen will, dem sage ich immer: „Hört auf meine Musik, auf meine Stimme, denn das bin ich wirklich, da spricht ein Teil meiner Seele zu euch...mein ehrlichstes und tiefstes Ich"."

    Euer
    NEVIO






    Neustadt - Bologna - Neapel und Köln, vom 11.05.1980 bis ???

    Liebe Musik,

    vielleicht wird es dich überraschen, einen Brief von einem Unbekannten zu bekommen, aber auch wenn du mich nicht kennst, sind wir uns in den letzten 25 Jahren sehr häufig begegnet. Heute möchte ich dir schreiben, weil du es immer wieder geschafft hast, mir mein Leben zu erhellen, während ich fühle, dir nie genug gegeben zu haben. Die Worte, die du lesen wirst, sind für all das, was du bis jetzt für mich getan hast und für all das, was du für mich in Zukunft noch tun wirst.

    Sicherlich wirst du dich fragen, wo wir uns das erste Mal begegnet sind ... na ja, um ehrlich zu sein, weiß ich das nicht genau. Ich weiß nur, dass du, seitdem ich dich entdeckt habe, immer meine wichtigste und geliebteste Begleiterin gewesen bist. Ich glaube, dass sich unser erstes Rendezvous mit einem für mich sehr grundlegenden Ereignis deckt: Keine Ahnung, wie es der Nikolaus damals geschafft hat, auf seinen Schultern deinen riesigen Freund, das alte Klavier, zu schleppen, aber irgendwie (ich denke, dass Mama und Papa ihm dabei behilflich waren) ist es ihm geglückt, es in mein Zimmer zu transportieren. Damals war ich 3 Jahre alt und ich vermute, dass dein hölzerner Freund ungefähr mindestens 20 Jahre älter war. Unabhängig von dem großen Altersunterschied habe ich mich sofort in ihn verliebt, in ihn, der mir nicht nur geholfen hat, musikalisch zu wachsen, sondern der auch meine erste große Liebe war. Bis dahin hat meine kleine Welt doch nur aus Stofftieren und Spielsachen bestanden ...

    In diesem Alter - das weiß man - sind Kinder sehr neugierig.

    Es verbindet sie die Lust, alles um sich herum zu entdecken. Natürlich war ich da keine Ausnahme und so fing ich an, mich anzunähern, es mit den Fingern zu berühren und dann habe ich nach und nach so langsam verstanden, wie es funktioniert. Weißt du, was die allererste große Freude war, die du mir geschenkt hast? Das Herausfinden, dass dieses große, braune und hölzerne „Gebilde" auch Töne erzeugen kann. Klar, dass ich noch nicht kapiert hatte, was dies für mich bedeuten könnte. Noch nicht...

    Aber, ich erinnere mich auch, dass es dann irgendwie fast anfing, mich zu nerven. Das Klavier stand immer brav und ruhig auf seinem Platz. Wenn ich anfing, meine Finger über seine weißen und schwarzen Tasten zu bewegen, bekam ich immer die gleiche Antwort. Außerdem war es mir damals nur möglich, es mit meinen beiden Zeigefingern zum Klingen zu bringen! Mit der Zeit hat sich diese Langeweile fast in eine Art Wut verwandelt. Ich dachte, es wäre daran schuld und so ließ ich es für einige Zeit links liegen.

    In diesem Alter - auch das ist bekannt - werden Kindern die Dinge um sie herum sehr schnell langweilig.

    Damals war es eine Herausforderung, die größer war als ich selbst. Heute weiß ich, dass ich zu dieser Zeit einfach noch zu klein, zu unreif war, um zu verstehen, welcher Schatz mir in meinen eigenen vier Wänden geschenkt wurde. Und genau diese vier Wände sind es, die ich heute so vermisse, in die ich viel zu selten zurückkehre.

    Ach ja, ich hätte fast vergessen, dir zu erzählen, dass ich ca. 20 Jahre in Deutschland gelebt habe, bevor ich nach Italien gezogen bin. (Ich weiß natürlich, dass auch du Deutschland sehr gut kennst: ... deine Spuren lassen sich in den grandiosen Werken der genialen Musiker wieder finden, die du diesem Land geschenkt hast). Meine Mama ist Deutsche, mein Papa Italiener. Er hat sich ungefähr vor 30 Jahren nach Deutschland „verzogen" (ja ... die Liebe!!!) Ich habe gerade meinen Abschluss an der Universität für „Moderne Fremdsprachen für Dolmetscher und Übersetzer" in Bologna (Forlí) gemacht. Es fehlt mir nur noch die Diplomarbeit!

    Wo war ich eigentlich stehen geblieben? Ach ja, ich erzählte dir, dass ich in Deutschland geboren sei, in einem relativ unbekannten Städtchen namens Bad Windsheim in Franken, ungefähr eine Autostunde von dem viel berühmteren Nürnberg entfernt, das nicht nur wegen seines geschichtlichen Hintergrundes bekannt ist. Um ehrlich zu sein, habe ich früher nie richtig bemerkt, wie schön die Stadt Nürnberg eigentlich ist. Es kommt ja vor, dass, wenn man in einer solch wunderschönen Stadt mit unzähligen Kunstreichtümern aufwächst, sie häufig gar nicht richtig kennt. Erst jetzt, da ich sozusagen als „Tourist" dorthin zurückkomme, gelingt es mir, sie wirklich zu schätzen.

    Du sollst wissen, dass meine Mama in der Stadt Musiklehrerin ist, in der auch ich bis zum Beginn meines italienischen Abenteuers gewohnt habe: Neustadt an der Aisch. Da ihr eine schöne Stimme geschenkt wurde, hat sie an der Musikhochschule in Würzburg studiert. Zweifellos habe ich meine Musikalität von ihr geerbt. Mit Sicherheit auch deshalb, weil mein Vater ständig falsch singt. Als er jung war, sang er hauptsächlich im Stadion, um „die Alte Dame, Juventus Turin, anzufeuern oder um die raren Siege seiner Mannschaft „La Nocerina" gemeinsam mit den eigenen Teamkollegen zu feiern. Mein Vater jedoch hat viele andere Qualitäten, die mir heute sehr nützlich sind, um mich in deiner Welt, liebe Musik, zurecht zu finden. Ich bin ihm sehr dankbar für all das, was er in den letzten Jahren für mich unternommen hat und schätze ihn mehr, als er glaubt. Später werde ich dir das noch genauer erklären. Also, um noch einmal auf meine Mutter zurück zu kommen, die, wie nur wenige Andere das Glück gehabt hat, ihre Leidenschaft mit ihrem Beruf zu verbinden, bin ich mir dessen bewusst, dass ich die Annäherung an dich zunächst nur ihr zu verdanken habe. Ich erinnere mich daran, dass sie manchmal in mein Zimmer kam, um nur für mich alleine wunderschöne Stücke zu spielen. Noch heute, wenn ich die Augen schließe, höre ich jene liebevollen Melodien genau. Die Dinge, die mich am meisten beeindruckt haben, waren der Ausdruck in ihrem Gesicht und ihre Art zu spielen. Es schien mir fast so, als ob sie außer mit den Händen auch mit den Augen spielte, die sie während der schönsten Passagen immer schloss und auch mit ihrem Mund, den sie dann leicht verzog. Im Laufe der Zeit wurde ich mit dem Klavier vertrauter ... natürlich versuchte ich, Mama zu imitieren und plötzlich war auch ich in der Lage, kleine Liedchen zu spielen, aber vor allem begann ich mit dem Singen! So merkte ich, dass ich nicht nur ein, sondern zwei Instrumente „spielen" konnte. Ich will nicht verleugnen, dass mir die Klänge, die aus meinem Mund kamen, gefielen. Dies zu merken, war die größte Entdeckung. Es ist mir klar, dass, wenn du diese Aufnahmen von damals heute hören würdest, dir bestimmt alle deine nicht vorhandenen Haare zu Berge stehen würden. Es waren lediglich einfache Melodien aus dem Kindergarten oder dem Radio, deren Interpretation zu wünschen übrig ließ.

    Nachdem ich mit sechs Jahren in der 1. Klasse einige Buchstaben schreiben konnte, jedoch eher nicht so gut im Rechnen war, beschloss meine Mama, mich bei einer deiner vielen Schulen, der „Musikschule Neustadt an der Aisch" anzumelden. Vielleicht war sie es leid, diese für sie wohl recht ungewöhnlichen Klänge anhören zu müssen, die aus meinem Zimmer drangen. Sie wollte, dass ich das Klavierspiel ordentlich erlerne. Zugegeben, ich war recht skeptisch, denn die Gemütlichkeit ist ein nicht unwesentlicher Teil meines Charakters. Das zeigt sich auch darin, dass ich, anstatt gewisse Dinge anzupacken oftmals zu früh aufgebe. So etwas ist aber nicht sehr hilfreich, wenn man einen Traum verwirklichen möchte. Damals erschienen mir die wenigen Stücke, die ich imstande war zu spielen, schon regelrechte großartige Meisterwerke. Tatsache aber ist, dass ich von da an jeden Mittwoch zur Klavierstunde gehen musste. Die Lehrerin, eine etwa fünfzigjährige Frau, hatte das große Glück (oder vielleicht war es eher meins), mich nur zweimal in ihrem Leben zu treffen. Das war so: Abgesehen davon, dass sie gleichermaßen unsympathisch und streng war, werde ich mich immer an ihren starken Mundgeruch erinnern. Ich zweifle keineswegs an ihren Fähigkeiten, und sicher könnte ich heute viel besser spielen, hätte ich nicht ihre fünfminütige Abwesenheit während der zweiten Stunde ausgenutzt. Das war der letzte Unterricht, weil ich weinend nach Hause flüchtete. Meine Mutter war sehr wütend auf mich, aber jetzt weiß ich, dass ich eine grundlegende Sache verstanden habe. Dies ist zu einer meiner tiefsten Überzeugungen geworden:

    Musik, wenn man dich kennen lernen möchte, muss man es selbst in die Hand nehmen. Du kannst nicht erzwungen werden! Das Verhältnis, dass zwischen dir und den Menschen und umgekehrt besteht, muss vollkommen natürlich sein, ich meine damit, dass es nicht der Hilfe eines Vermittlers bedarf. Es handelt sich vielmehr um eine spontane Liebe, die für dich entflammt und einen nicht mehr los lässt. Natürlich muss ein gewisser Grad an Veranlagung vorhanden sein, ein verborgenes Talent in einem schlummern, aber sicher auch die notwendigen und praktisch nutzbaren Mittel, um dich zu erreichen. So gesehen hatte ich zugegebenermaßen großes Glück.

    Du weißt schon, dass meine Mutter diejenige war, die mich als erste dazu angeregte, in deine Welt einzutauchen. Außerdem haben das Klavier und - die wichtigste Entdeckung - die mir eigene Art, mich auszudrücken, (meine Stimme) es mir erlaubt, dies tun zu können. Situationen und Menschen können dir helfen und zu dir finden, aber der wichtigste Moment, in dem du dich verliebst, muss aus deinem Inneren kommen. Stell dir vor, deine Freunde stellen dir ein Mädchen vor. Es ist eindeutig, dass du ohne ihre Hilfe nie mit ihr Kontakt aufgenommen hättest, aber du verliebst dich nicht, weil dich andere dazu auffordern. Genau das meine ich: du bist nicht nur ein mathematisches System, bestehend aus Noten, Tonleitern und Akkorden, sondern auch - und vor allem - Liebe, Leben, Erinnerung, Leidenschaft, Freud und Leid. Du bringst Menschen gleichzeitig zum Lachen und Weinen. Du sorgst für Gänsehaut und Bauchschmerzen. Du bist echt.

    "Un giorno senza la tua fantasia sarebbe inutile anche viverlo e più t'ascolto e più ti sento mia sei verità purissima energia quando piango sei con me potessi ti ringrazierei" (dt. "Ein Tag ohne deine Phantasie wäre des Lebens nicht wert und je mehr ich von dir höre desto mehr fühle ich dich, du bist mein, du bist Wahrheit, pure Energie; wenn ich weine, bist du bei mir und wenn ich könnte, würde ich dir immerzu danken" aus "Sei musica" - Nevio).

    Und hier beginnt die Zeit meiner ersten öffentlichen Auftritte.

    Mein erstes richtiges Konzert gab ich im Alter von 10 Jahren, weil meine Mutter einen männlichen Interpreten für den Schulchor brauchte, den sie leitete. Jedes Jahr geben alle Schulen und die jeweiligen Chöre ein in ganz Neustadt bekanntes Konzert. Anfangs war ich von ihrem Vorschlag nicht gerade begeistert. Mag sein, weil ich noch nie außerhalb meines Zimmer und vor einem anderen Publikum als meiner Familie aufgetreten war, vielleicht weil ich mich als einziger Junge in mitten hunderter Mädchen unwohl fühlte. Selbstverständlich hätte ich heute ohne Nachzudenken sofort zugesagt (natürlich nur um meiner Mutter einen Gefallen zu tun, versteht sich:)

    Ich erinnere mich daran, dass ich mich während der Konzertproben von den Mädels beobachtet fühlte, und ich machte mir daher größere Sorgen um meine Frisur als um den Gesang.

    Wenn ich manchmal nervös werde und mir Sorgen mache, liegt das nur an den äußeren Umständen und nie daran, dass mein Auftritt auch daneben gehen könnte. Ich bin - und war es auch damals - von meinem Gesangstalent überzeugt, auch wenn - wie in allen Bereichen - noch großer Verbesserungsbedarf besteht. Zudem hat das Publikum eine Mittlerrolle: es bildet sich immer seine eigene Meinung über deine Stimme und deine Interpretation und äußert diese. Einerseits fühle ich mich sehr selbstsicher, andererseits bin ich offen für Kritik ... solange sie konstruktiv ist. Im Laufe der Zeit habe ich etwas entdeckt, was dem Anschein nach unlogisch ist. Mir fällt es viel schwerer vor zwei, drei Personen zu singen, als vor unzähligen Augenpaaren, die auf mich gerichtet sind. Zum Beispiel war mir das Singen vor einer einzigen Person anfangs unangenehmer. Ich konnte die Familientreffen nicht ausstehen, wenn meine Verwandten dabei waren und meine Mutter immer wieder die gleiche fantastische Idee hatte: "Nevio, setz dich doch ans Klavier und sing etwas für uns!" Ich weigerte mich und verdrückte mich, weil mir das sehr peinlich war. Vielleicht lag es daran, dass ich auf dich, liebe Musik, eifersüchtig war und dich mit niemandem teilen wollte. Nachdem ich die positiven Seiten, die beispielsweise das Singen für ein einziges Mädchen mit sich bringt, erkannt und zu nutzen gelernt hatte, überwand ich mit der Zeit diese Abneigung.

    In meinen Augen ist das Singen ein "Striptease der Seele". Man zeigt sein Innerstes denjenigen, die einem zuhören, und entblößt sich bis aufs letzte Hemd. So wirkt man plötzlich zerbrechlich und anfällig. Dieser Umstand ist nicht immer leicht zu ertragen. Singen zu können, bedeutet stets auch eine große Portion Mut. In Bezug auf Mädchen, wollte ich dir von ganzem Herzen danken, weil du mir auf diesem Gebiet sehr geholfen hast. Weißt du, dass es um ein Vielfaches leichter ist, bei ihnen Eindruck zu schinden, wenn man das Glück hat, ein bisschen singen und die Gitarre zupfen zu können (was ich mir übrigens im Laufe von 3 Jahren selbst beigebracht habe - ich bin ein armer Student und kann mir den Luxus eines Pianos nicht leisten)?

    Na klar, weißt du das, die du mehr mit den Gefühlen anderer spielst als irgendjemand sonst! Auf jeden Fall bin ich dir sehr dankbar für die „Zusatzausstattung", die du mir diesbezüglich geschenkt hast.

    Zurück zum Eindruck von der Bühne und dem Publikum bei meinem ersten Konzert. Meine Rolle war die eines kleinen Drachens, Hauptdarsteller eines Musicals für Jugendliche, aus der Feder des bekannten Sängers Peter Maffay. Ich hätte zwei Stücke singen sollen, eines als Widmung an meinen Bühnenvater, einen riesigen Drachen, und das andere zur Vernichtung des Riesen.

    Licht aus.
    Vorhang auf.
    Stille.
    Fünfhundert Zuschauer.
    Temperaturen wie am Äquator ... und mir läuft der Schweiß kalt über die Stirn!
    Die Haare sitzen.
    Husten im Zuschauerraum und Mama gibt das Zeichen.
    Alle sind bereit.
    Die Musik läuft und der Chor beginnt zu singen.
    Ich bin dran.
    Hinter den Kulissen habe ich mir das anders vorgestellt. Sobald ich zu singen angefangen habe, ist die anfängliche Anspannung plötzlich ganz und gar verschwunden. Die mit dir eingegangene Symbiose war nahezu perfekt. Du, liebe Musik, hast mich an der Hand geführt und sofort habe ich mich sicher gefühlt, weil auf einmal diese ganzen Leute nicht mehr da waren. Ich habe dich ganz nahe gefühlt. Alleine. Du und ich. Du warst meine einzige Zuschauerin. Ich habe mich so stark gefühlt, dass ich sogar gewagt habe, die Melodie eigenständig zu ändern und zu improvisieren.
    Große Augen und Überraschung.
    Trancezustand.
    Nur Mut! Mama lächelt.
    Tosender Beifall.
    Ich verbeuge mich.
    Der Vorhang fällt.
    Die Lichter sind noch an.
    Shake hands hinter den Kulissen.
    Allgemeine Zufriedenheit.
    Persönliche Zufriedenheit.
    Von nun an hätte ich keine Angst mehr vor einem Publikum gehabt. Das Schiff "Nevio" hat seine erste, wichtigste und aufregendste Jungfernfahrt überstanden.
    Die nächsten Jahre meines Lebens sind durch viele Konzerte und Abendveranstaltungen in Pianobars charakterisiert. Fast jedes Wochenende habe ich ein italienisches Restaurant gefunden (und dieser gibt es viele in Deutschland, fast in jeder Stadt gibt es eine Pizzeria, die oft den Namen "Pizzeria Roma" oder "Pizzeria Capri" trägt), das bereit war, mich für ein paar Stunden guter Musik zu bezahlen. Gute Musik? Von wegen! Meine Aufgabe bestand lediglich darin, einige Pärchen mehr ins Lokal anzulocken, um somit die abendlichen Einnahmen des Besitzers zu erhöhen. Du kannst dir vorstellen, dass das Spielen während andere essen und dich gar nicht richtig wahrnehmen, nicht das höchste der Gefühle ist! Auch nicht die akustische Verschmutzung so vieler schmatzender Zungen (auch wenn ich zugeben muss, dass sie manchmal den Takt mit meinen Liedern gehalten haben). Weißt du, man ist da und singt den ganzen Abend lang "O sole mio" oder "Azzurro". Man sollte die italienische Tradition sicherlich respektieren, doch du wirst sicher verstehen, dass ein 13- oder 14-jähriger Junge sich so nicht amüsieren kann. Wenn ich manchmal davon rede, dass man sich manchmal für dich "verkaufen" muss, beziehe ich mich auf diese Vorkommnisse. Die einzige positive Note an dem ganzen war der nicht geringe und vor allem konstante finanzielle Vorteil. Hinzu kommt, dass ich eine gewisse Erfahrung gesammelt habe, dadurch, dass ich an verschiedenen Orten und zu verschiedensten Anlässen gespielt habe. Doch ich muss zugeben, dass ich mich nicht in allen Situationen unwohl gefühlt habe. Die Möglichkeit durch die eigene Interpretation etwas mitteilen zu können, das ein Applaus oder auch nur ein einfaches Lächeln entfacht, macht mich auf jeden Fall glücklich.
    Währendessen ging mein Leben ohne große Überraschungen weiter und in jener Phase, ich meine meine post-Akne Phase, haben andere Sachen den Vorrang vor dir gehabt. Es war die Zeit wo ich herausgefunden habe, dass die Eigenerotik einige Zeit in meinem Leben in Anspruch nahm. Vielleicht auch zu viel. Um diesem mitleiderregenden Zustand ein Ende zu setzen und, weil, - Scherz beiseite -, die Frauen eines von zwei Wundern auf der Welt sind (das andere bist du, meine liebe Musik), begann ich immer mehr mich für sie zu interessieren. Ich würde sagen, dass ich damit eine äußerst gute Wahl getroffen hatte.
    Endlich volljährig! Führerschein, Auto und Schulabschluss, alles in der Tasche! Zum Bund? Ich habe mich für den Zivildienst entschieden, weil ich so nicht nur wenige Kilometer von zu Hause entfernt weiterarbeiten konnte, sondern auch weil ich viel hinzulernen konnte. Es ist schön, zu helfen und sich nützlich zu fühlen. In jener Zeit habe ich herausgefunden, dass zusätzlich zu all den Krankheiten, die ältere Leute befallen, die schmerzvollste von allen die Einsamkeit ist. Eines Tages werde ich darüber in eines meiner Lieder singen und es ihnen widmen.
    Aber du, liebe Musik, wo bist du in all dem abgeblieben? Du hast das schönste Ende erfahren, das man nur erhoffen kann. Ich werde mich klarer ausdrücken. Mich entblößen, damit man mich als Sänger im Musikgeschäft kennen und schätzen lernt, war schon immer mein großer Traum. Weißt du, Musik, dass in Deutschland - nach den Vereinigten Staaten - am meisten Platten verkauft werden?
    Wenn mich jemand gefragt hat, was ich als Erwachsener machen wollte (auch wenn ich (fast) erwachsen bin, hört man nie auf dazu zu lernen), so habe ich immer geantwortet, dass ich einen schwierigen, aber auf mich zugeschnittenen Weg einschlagen wollte. Sänger zu werden, die Welt zu bereisen, die bekanntesten Stars zu treffen, aber vor allem so etwas für die Nachwelt zu hinterlassen.
    Ich schäme mich nicht, dir zu sagen, dass der Tod mir Angst macht. Ich kann die Tatsache weder verstehen noch annehmen, dass eines Tages alles Ich verschwunden und dass mein Innerstes wie eine Kerze im Wind ausgelöscht sein wird. Nur durch dich empfinde ich eine Art von Unsterblichkeit. Ich glaube, dass das Schreiben von Liedern, mir die Möglichkeit gibt, das Herz vieler Menschen zu berühren und somit in ihren Erinnerungen zu überleben. Es ist vielleicht nur ein kleiner Trost, aber es ist immerhin etwas, was mich glauben lässt, dass nicht alles umsonst gewesen ist.
    Aus diesem Grund habe ich mich bemüht, jemanden zu finden, der mir auf meinem Werdegang hilft. Das Glück, wie man weiß, hilft den Tüchtigen. In der Tat ist es eines Tages so passiert: als ich in einem Musikladen ein E-Piano ausprobiert und dazu gesungen habe, dass der Besitzer auf mich neugierig geworden ist und mich nach meiner Telefonnummer gefragt hat. In Wirklichkeit war ich dort nur, weil ich leider meinen lieben, aber zu alt gewordenen Zimmergenossen (das gute alte Klavier) abgeben musste. Nach einer Woche haben mich überraschenderweise Freunde des Musikladenbesitzers angerufen, die später meine Produzenten werden sollten. Sie haben mich gefragt, ob ich für ein Vorsingen bereit wäre. Ich habe gedacht: "Die wollen mich verarschen". Doch natürlich habe ich angenommen. Nach einer Woche sprach ich vor, vollkommen süchtig nach Träumen (siehst du, dass süchtig sein, manchmal hilft?). Nach dem Vorsingen, wurde ich wie ein Päckchen, das an den Absender zurückgeht, nach Hause geschickt. Ich habe geglaubt, ihnen nicht gefallen zu haben. Doch ich hatte Unrecht. Einen Tag später bekam ich die schöne Nachricht: World of music, here I am!
    Das war der Anfang unserer musikalischen Zusammenarbeit.
    Projekt Nr. 1: "Oh no!" - Was leider ein böses Omen war, denn wie der Titel schon sagt, wurde keine der berühmten, im Showgeschäft relevanten Persönlichkeiten darauf aufmerksam.
    Projekt Nr. 2: "La mia parola". Wir haben es geschafft! BMG Ariola (RCA) mit Sitz in Hamburg klopft an meine Tür und beginnt, mir den Hof zu machen. Das Ergebnis? Zwei zugesicherte Singles plus die Option auf drei Alben.
    Promotion der Single: Radiopromotion bei den wichtigsten Sendern, Schaffung einer offiziellen Homepage, fünf Auftritte bei den nationalen Fernsehsendern (ZDF, RTL, RTL2), Fotosessions in Berlin für das Cover und für verschiedene Pressefotos.
    Ich muss dir einfach von dem Konzert erzählen, das mir bis heute die stärksten Gefühle bereitet hat. Die Plattenfirma hatte mich zur Popkomm geschickt, eines der wichtigsten nationalen Popevents, das jährlich (damals noch in Köln) stattfand. Wie kann ich nur meine Eindrücke auf jener Bühne erklären, wo weltbekannte Stars (siehst du Ricky Martin, das ist ein echt heißer Typ:) zusammen mit mir aufgetreten sind? Jeder zwei Songs, 25.000 Zuschauer. Orgasmus der Sinne. Verstanden? Understood? 25.000 ZUSCHAUER! Kannst du dir vorstellen, was man empfindet, in einer Limousine zu sitzen, umgeben von Bodygards und ausgeflippter Fans, die nicht einmal deinen Namen kennen, die dich aber nach deinem Auftritt verzweifelt um ein Autogramm bitten (und um die Hotelzimmernummer)?
    Ich ja. Deswegen kann ich mich nicht an den Gedanken gewöhnen, mich damit abfinden zu müssen.
    Glück und Schmerz geben sich oft die Hand. Denn die Schmerzen haben auch mich eingeholt. Meine Art Director von BMG war schwanger und bevor die zweite Single herausgebracht werden konnte, wie vertragsmäßig vereinbart, musste sie ihren Schwangerschaftsurlaub antreten. Ihr Nachfolger hat aber überhaupt kein Interesse gehabt, das Projekt "Nevio" voranzubringen. Der Grund dafür war der tägliche Überlebungskampf ihrer Klasse innerhalb der Plattenfirma. Auch wenn der Vertreter auf mich gesetzt und geglaubt hätte, wären die Verdienste auf die zurückgefallen, die in jenem Augenblick Windeln wechselte. Scheiße (im wahrsten Sinne des Wortes)! Nun, da es uns nicht vergönnt war, auf zivilisierte Art und Weise mit jenem „Gentleman" zu kommunizieren, bestand die einzige Möglichkeit um mit gar nichts dazustehen darin, aus dem Vertrag auszusteigen und eine Geldsumme zu kassieren, die unter mir und meinen beiden Produzenten aufzuteilen war. Aber deiner Meinung nach, auch wenn du glaubst, dass es nicht lohnt, sich umsonst aufzuregen, was zum Teufel interessiert mich das ganze Geld dieser Welt an, wenn ich nicht den Traum meines Lebens realisieren kann?!Und diesem widmet sich auch mein Papa, der für mich weiterträumt. Denn seit ich in Bologna (Forlì) lebe, quält er mit der für Eltern typisch zähe und liebevolle Art, die deutschen und italienischen Plattenfirmen mit ständigen Anrufen, ohne Zeit oder Geld zu scheuen. Zum Glück haben seine Anstrengungen Früchte getragen. Ich habe schon einige Gespräche in Rom und Mailand geführt und versucht, mich auf dem zum Teil verkorksten Markt zurecht zu finden.
    Dann müssen wir natürlich noch abwarten, wie sich das aktuelle Abenteuer "Deutschland sucht den Superstar" entwickelt, für das ich zur Zeit wirklich mein letztes Hemd geben würde, da es eine riesige Chance ist, meinen Traum zu verwirklichen.
    Schließlich ist mir aufgefallen, dass die Welt des Plattengeschäfts kein Zuckerschlecken ist. Denn es reicht nur ein Augenblick und du bist "out". Es ist wirklich eine Schlangengrube und bis man oben ist, muss man viele Rückschläge hinnehmen. Es ist wahr, dass die richtigen Verbindungen, die "berühmten" Beziehungen (Italien - aber nicht nur Italien - lebe hoch!) zu besitzen, unumgänglich ist, um sich zu behaupten!
    Liebste Musik, jetzt weißt du fast alles über mich, während ich nie deine abertausende Facetten und Formen, als wärst du ein unschätzbarer Diamant, kennen werde.
    Ich verspreche, nie vor Schwierigkeiten klein beizugeben und zu kämpfen, um dich bestmöglichst kennen zu lernen. Manchmal werde ich dir vielleicht distanziert erscheinen, zwei Schritte von dir entfernt, oder auf dem Thron eines arroganten Königs. Doch ich bin weiterhin in meiner Arglosigkeit überzeugt, dass jedes neue Konzert dir zeigen wird, wie wahr und echt meine Liebe für dich ist.
    So banal es auch sein mag, ein aufrichtiges Dankeschön an dieser Stelle ist mehr wert als tausend Worte. Ich weiß nicht, was du in Zukunft für mich bereithältst, doch ich hoffe, es bald zu entdecken. Eines ist sicher. Ich werde nie und nimmer damit aufhören, deinen Augen zu folgen, wo immer sie mich hinführen werden. Auch wenn ich weiss, dass früher oder später mein Lauf zum Stillstand kommen wird, während du ewig leben wirst.

    In Liebe.

    Nevio






    Köln, 08. Februar 2006

    An all die, die Samstag für Samstag für mich abstimmen, an all die, die mich mit Lob und tollen Komplimenten überhäufen, an all die, die an mich glauben und meinen Weg verfolgen, an all die, die mir das alles erst ermöglicht haben, an all die, die sich mir anvertrauen mit ihren Sorgen und Ängsten, an all die, die mich lieben und die ich liebe, an all die, die noch auf Beantwortung ihrer Fanpost warten, an all die, die misstrauisch geworden sind oder es noch werden, an all die, die über mich lachen, an all die, denen ich eine Freude bereitet habe, an all die, die mir Schlechtes wollen, an all die, die mich nicht mögen und natürlich auch an all die, die mich durch den Dreck ziehen oder noch ziehen wollen...

    Ich habe mein Lachen nicht verloren.
    Im Gegenteil, ich bin motivierter denn je.
    Mir geht es gut! Sehr sogar:)
    Ich habe gesagt was gesagt werden musste und nun möchte ich mich auf das Wesentliche konzentrieren! Wer verstehen will, der hat verstanden.
    Ich bin IMMER ehrlich gewesen und werde es auch immer sein!
    Ich bin unendlich dankbar für das, was mir die Menschen schenken und Tag für Tag geben.

    ICH WÜNSCHE MIR MEHR ALS ALLES ANDERE, MEINEN TRAUM WEITERLEBEN ZU DÜRFEN!

    Ich brauche euch.
    Vertraut mir.

    euer
    Nevio






    Köln, 03. Februar 2006

    Meine lieben Fans!

    Ich freue mich so auf morgen!!! Die Proben heute sind gut gelaufen und ich denke, der Song passt auch zu mir. Außerdem ist es fantastico, mit so einer Mega-Band zu spielen. Das macht riesigen Spaß und ehrt mich ungemein!

    Leider habe ich jetzt nur sehr sehr wenig Zeit, denn es stehen noch ein paar Drehs an. Danach werde ich nochmal kurz zuhause bei meinen Liebsten anrufen und dann auch ins Bett gehen, denn ich will morgen unbedingt eine Topleistung bringen. Ich möchte verdammt nochmal nicht ausscheiden, denn ich habe euch noch so viel zu sagen, so viele Herausforderungen warten noch auf mich, so viele Überraschungen habe ich noch für euch vorbereitet und ich möchte euch vorallem nicht enttäuschen, denn ihr zeigt mir immer wieder, wie sehr ihr an mich glaubt!
    Nächste Woche - versprochen - schreibe ich euch wieder!
    Und bitte...verzeiht mir die morgige Frisur:)...it's big band time!
    Macht euch keine Sorgen und schlaft gut...I'm feeling good!

    euer
    NEVIO






    Neustadt a. d. Aisch, 25. Januar 2006

    Hi!!!

    Es ist wunderschön, endlich mal wieder – auch wenn es nur wenige Tage sind – im Kreise der Familie zu sein. Hier fühle ich mich geborgen, verstanden und aufgehoben. Familie hat für mich sowieso einen enorm hohen Stellenwert.
    Meine langjährigen Freunde, meine vielen Bekannten und natürlich auch meine Family kennen mich seitdem ich ein kleines „bambino“ war. Alle sind hier wiklich geschockt über das, was sie in den Medien (egal ob in den Zeitungen oder im Fernsehen) über mich lesen oder mitbekommen haben in den letzten Tagen. Keiner kann nur annähernd verstehen, wie sich manche Leute erlauben und sich das Recht herausnehmen, gewisse Unterstellungen zu machen, vorallem weil mich keiner so gut kennt wie mein Umfeld, in dem ich aufgewachsen bin. Meine Freunde z.B. würden mich gewaltig in den Arsch treten, wenn ich nur annähernd arrogant wäre oder werden würde, meine Familie würde mich eigenständig runterholen, wenn ich Flügel bekäme und tatsächlich abheben würde. Mangelnde Bodenhaftung, Arroganz...das sind alles Dinge, die mit Nevio so wenig zu tun haben, wie Kalbsleberwurst mit Atomkraftwerk. Ich frage mich immer wieder, warum diese Vorwürfe erst jetzt geäußert werden – nachdem ich mir öffentlich erlaubt habe, Kritik zu äußern – und vorher wirklich nie erwähnt wurden. Will sich die RTL-Maschinerie jetzt an mir rächen, nur weil ich mir erlaubt habe zu sagen, dass ich mir von ganzem Herzen wünsche, dass wir alle einen fairen Wettkampf wollen? Will Dieter Bohlen mit subjektiver und persönlich beleidigender Kritik versuchen, Nevio aus der Show zu ekeln? Sind gewisse Leute neidisch, weil ich nunmal ganz passabel singen kann und mich wohl fühle auf der Bühne? Das sind alles Fragen, die ich mir natürlich stelle. Trotzdem habe ich keine Lust mehr, mich immer rechtfertigen zu müssen. Ich habe lediglich ein Zeichen setzen wollen, welches teilweise falsch verstanden bzw. interpretiert wurde. Wenn man es vermag, zwischen den Zeilen zu lesen, dann versteht man auch meine Intention. Ich glaube, ich habe mich schon oft genug dazu geäußert und habe vor, nur dann wieder zu sprechen, wenn dafür auch der richtige Zeitpunkt gekommen ist. Ich will mich – wie ich auch immer betont habe – voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Ich möchte Samstag für Samstag mein Bestes geben und glaube, es auch getan zu haben, egal was die Jury beim letzten gesagt hat. Denn KEINER von den Dreien hat den Gesang kritisiert, alle Kommentare waren irgendwie auf unwichtige Dinge bezogen, die rein gar nichts mit meiner Performance zu tun hatten. Solche Sachen wie Gestik (by the way...Gestik ist all das, was man z.B. mit den Händen macht und Mimik spielt sich im Gesicht ab, bei allem Respekt, geschätzter Herr Bohlen:)) sind so was von subjektiv...ich werde meine Art zu leben, zu lieben und zu denken nicht verändern! Meine Mimik gehört nunmal zu meiner Person wie meine Nase, oder mein Allerwertester...und wenn ich meine Fresse verziehe beim singen, dann mit Sicherheit nicht aus showtechnischen Gründen, sondern, weil ich eben so fühle. Keiner wird mir das jemals nehmen...no way!
    Aber seht ihr...ich mache schon wieder den Fehler und versuche mich für alles zu rechtfertigen...ich muss auch lernen, mit allem fertig zu werden und für mich selbst einen Weg finden. Einer der Producer der Show hat mir vor einigen Tagen einen sehr guten Tipp gegeben, als er mir in einem hochinteressanten und fairen Gespräch unter vier Augen geraten hat, alles nicht so an mich ranzulassen, denn sonst geht man wirklich kaputt. Und genau diesen Rat will ich mir zu Herzen nehmen.
    Ich möchte mich, und ich wiederhole es bis zum Erbrechen, auf die Musik konzentrieren – was Schöneres gibt es kaum - und vorallem meine Fans und die Leute, die mich Tag für Tag unterstützen und mich wirklich zu Tränen rühren, sind mein wahres und ehrlichstes Anliegen.

    Als ich heimgekommen bin, habe ich erstmal meine Post gecheckt...WOW! So viele Briefe auf einen Haufen habe ich noch nie gesehen! Ihr seid ja alle so was von lieb und auch oftmals wirklich unglaublich kreativ. Ich habe Armbänder, Stofftiere, endlos lange Briefe, Bilder, Zeichnungen usw. bekommen...das ist das Schönste an dieser ganzen Sache...eure „Liebe“ zu spüren ist unglaublich. Ich finde fast keine Worte dafür, wie wichtig ihr mir seid! Ich muss mich schon jetzt dafür entschuldigen, wenn es länger dauern wird, bis ich allen antworten kann, ich habe jetzt schon die ganze Nacht Fanpost beantwortet, bitte seid mir nicht böse, wenn es etwas länger dauert. Ich will mir nämlich Zeit nehmen, genauso wie ihr euch Zeit nehmt für mich. Viele von euch schreiben mir auch ihre Probleme auf und fragen mich, ob ich einen Tipp für sie hätte. Da muss ich mir einfach genügend Zeit nehmen, das seid ihr mir einfach wert und ich bin es euch schuldig! Wenn ich so weit gekommen bin, dann nur, weil ihr mir eure Stimme gegeben habt.

    Ich weiss, dass so mancher sich fragt, warum ich bei der Entscheidung nach vorne geholt worden bin. Man kann jetzt spekulieren...war es etwa ein Denkzettel vom Sender für die vergangene Woche? Fakt ist, dass im Prinzip jeder – selbst derjenige, der am meisten Stimmen bekommen hat – nach vorne geholt werden kann. Diese Woche war ich eben dran. Es ist klar, dass derjenige, der ausscheidet mit vorne steht (diese Woche die kleine, süße und lebensfrohe Lena Hanenberg), aber die anderen beiden müssen nicht unbedingt die wenigsten Stimmen erhalten haben. Ich erinnere an die Top-20-Shows, als Daniel vorne stand, obwohl er die drittmeisten Stimmen erhielt. Damals wurden die Prozentzahlen ja veröffentlicht, da Marco (der Moderator der Show) einen Fehler begangen hatte und Stefan letztendlich weitergekommen ist (zum Leidwesen von Markus Derwall). Bei der Show war ich Erster, Mike Zweiter und eben Daniel Dritter und er stand trotzdem vorne.
    Also, macht euch mal keine Sorgen...ich kann euch versprechen, dass ich mich super vorbereiten werde für das Thema Big Band (ich singe „Feeling Good“ von Bublé) und bin schon gespannt, wie die Jury, die ich ja wirklich überaus schätze, wenn sie technisch und konstruktiv kritisch urteilt, über mich sprechen wird. An der Gestik...entschuldigt...Mimik wird sich nichts ändern, das kann ich schonmal verraten!
    Aussteigen werde ich auf keinen Fall, ich spiele auch nicht damit, wie so manch anderer im Teilnehmerfeld:), um mehr Sympathien zu wecken, sondern bleib‘ so lange dabei, wie ihr mich wollt und wählt. Ich würde mir so wünschen, in die nächste Runde zu kommen, denn das 5.Motto ist „Love Songs“ und ich kann schonmal erwähnen, dass es eine Überraschung geben wird. Außerdem kommt am Valentinstag die Superstars-CD auf dem Markt, eine Scheibe von 10 sehr talentierten jungen Sängern, die wirklich bombastisch gute Songs aufgenommen haben. Es lohnt sich wirklich. Natürlich ist mein Song an all diejenigen gerichtet, die mir ermöglicht haben, diese CD aufzunehmen...ja, das seid ihr!!!

    Ich bin wirklch tottraurig über die Tatsache, dass euch im Fernsehen ein Nevio präsentiert wird, der überhaupt nichts mit dem wahren Nevio zu tun hat. Das hier bin ich, ich schreibe euch, unterhalte mich mit euch und versuche, euch jedes Mal ein Stückchen mehr von mir zu geben, sodaß ihr am Ende mein wahres Gesciht kennenlernt. Alles andere ist Show, Vermarktung, Quotenspeilchen, Taktik, Kommerz, gezielt Beeiflussung des Publikums...alles auf Kosten eines ehrlichen Menschens, dessen oberstes Prinzip der kategorische Imperativ ist und der nun auf einmal ein arrogantes *liebling* zu sein scheint...Ich habe mich durchgekämpft, jahrelang in den schlechtesten Pizzerien Deutschlands gespielt, um mir mein Studium leisten zu können und nun werde Sachen über mich behauptet, die so was von realitätsfremd sind, dass es schlimmer nicht geht!
    Und das Allerschlimmste ist, dass man sich dagegen nicht wehren kann, und seinen Mund nicht aufmachen darf, denn sonst bekommt man die Konsequenzen zu spüren.
    Wenn Sylvia Kollek sagt „Nevio, ich finde es toll, dass du deinen ganz eigenen Weg gehst“, dann hat sie recht. Egal, wie steinig der Weg sein wird, ich werde ihn gehen...zusammen mit euch!
    Ich habe nun alles gesagt, wer mich verstehen will, der verteht auch.

    „Der Klügere gibt nach!“

    euer
    NEVIO





    Köln, 21. Januar 2006

    Hallihallo,

    da die letzten Tage sehr intensiv waren und ich euch aber versprochen habe, mich noch einmal bei euch vor der Mottoshow zu melden habe ich mir gedacht, ich setze mich noch mal kurz vor den Rechner und sende euch auf diesem Wege noch ein paar Zeilen bevor es heute Abend richtig losgeht.

    Nach dem ganzen "blabla" der vergangenen Tage freue ich mich nun riesig dass es heute Abend endlich wieder um das Singen geht.
    Es gäbe wirklich viel zu erzählen nur ruft mich gerade der Fahrer und wir müssen alle ins Studio zur Generalprobe.

    Ich bin glücklich heute Abend für euch alle singen zu dürfen, ich gebe euch meine Stimme - bitte gebt mir eure.

    Cari amici italiani, ho bisogno del vostro sostegno. Votate x me, così potrò cantare qualche brano in italiano durante gli show che verranno (se dovessi superare il turno). Lasciatemi rappresentare il nostro paese, canterò anche x voi!
    Grazie di cuore!

    1000 Küsse an alle,
    NEVIO





    Köln, irgendein Internetcafé, 17. Januar 2006

    Hi ihr!

    Puh, es ist wirklich viel passiert in den letzten Tagen, mammamia!
    Bin gerade in der Kölner Innenstadt in irgendeinem Internetcafé und muss auch gleich wieder zum nächsten Dreh.
    Wollte trotzdem allen kurz mitteilen, dass ich es wirklich lächerlich finde, was in den letzten Tage geschehen ist und welche Geschichten über meine Person erzählt und auch zum Teil frei erfunden werden! Ich werde mir daher - wie immer - in den nächsten Tagen (sicherlich noch vor der 3.Mottoshow) die Zeit nehmen, ausführlich über alle Themen, die euch so interessieren, zu reden. Zum Glück habe ich meine eigene Website, meinen ganz direkten, ehrlichen und aufrichtigen Draht zu euch, auf der NUR DIE WAHRHEIT und nichts anderes steht und stehen wird. Hier bin ich nicht abhängig von Zensur, Schnitt, irgendwelchen Vermarktungsstrategien usw. Hier kann mir keiner den Mund verbieten, hier kann ich wirklich die Tatsachen auf den Tisch legen und ich selbst sein.
    Ihr als meine treuen Fans habt alle ein großes Recht darauf, zu wissen, wie die letzten Tage wirklich verlaufen sind.
    Jetzt kann ich nur sagen...glaubt nicht immer alles, was im Fernsehen gezeigt wird, lasst euch nicht verarschen! Das was zählt, ist die Musik und die daher nur die Liveshow am Samstag Abend. Ich werde übrigens "Everything I do" von Bryan Adams singen, ein Song, der zu mir passt...dieses Mal geht die Widmung ganz klar an die Musik...everything I do, I do it for you, music!
    Was meinen "Textpatzer" angeht, kann ich nur sagen, dass ich selbst von mir enttäuscht war, aber...zeigt mir einen Kandidaten, der bis jetzt keinen Ton versemmelt hat...ich hab eben ein Wort im Eifer des Gefechts vergessen...ist das wirklich so schlimm? Ich glaube, die gesangliche Leistung an letzten Samstag war trotzdem ansprechend, für mich persönlich eine der besten bis jetzt, aber das ist auch nur meine persönliche und bescheidene Meinung!
    Und genau diese persönliche Meinung werde ich IMMER und ich wiederhole...IMMER äußern...keiner wird es je schaffen, mir den Mund zu verbieten. Denkt doch mal nach...mein Lebensmotto ist der kategorische Imperativ, also in einfachen Worten ausgedrückt: "das was du nicht willst, das man dir tut, das füge keinem anderen zu!". Warum sollte ich mich mit den anderen Kandidaten zoffen und sie schlecht behandeln? Ich habe in Italien 5 Jahre in einer WG mit verschiedensten Personen gelebt und niemand hat sich jemals über mich beschwert, im Gegenteil...wir sind alles Freunde für's Leben geworden.
    Schon mal nachgedacht, warum mich vorher alle Teilnehmer bei DSDS "geliebt"
    haben und jetzt von heute auf morgen alle gegen mich sein sollten?!? Bei einer internen Sympathie-Abstimmung unter den Kandidaten selbst lag ich klar auf Platz eins mit vier Stimmen (Mike nur zwei, Vanessa sogar nur eine usw.). Die Kandidaten haben mich sicherlich nicht nur wegen meiner guten Stimme gewählt, sie haben mich wegen meines Teamgeists, meiner Ehrlichkeit und meiner menschlichen Qualitäten gewählt, und das sage nicht ich!
    Na...macht's nun "klick" bei euch? Wer steckt wohl dahinter, dass jetzt plötzlich alles ganz anders auszusehen scheint? Über Nacht vom Liebling zum Bösewicht...!
    Ich kann dazu nur sagen...alle wissen, wer im Kampf "David gegen Goliath"
    gewonnen hat...;)
    Ich will unbedingt Superstar werden und hoffe weiterhin auf eure Unterstützung...ich weiss, dass ihr mich nicht enttäuschen werdet. Trotzdem brauche ich euch jetzt mehr denn je!
    Haltet die Ohren steif! Ich werde mich wie gesagt noch einmal vor der Show am Samstag bei euch melden, denn ich habe viele Sachen, die einfach gesagt werden müssen.
    Ich wünschte, manch anderer Teilnehmer von DSDS würde auch sagen, was er wirklich denkt, denn so würde das Format und die gesamte Show an Glaubwürdigkeit gewinnen und auch noch viel besser beim Publikum ankommen.

    NEVIO





    Köln, 13.01.2006
    3.28 Uhr nachts

    Buonasera ihr Lieben!

    Es ist zwar schon sehr spät und morgen müssen wir wieder sehr früh raus (ich als Langschläfer liebe das natürlich :)), aber irgendwie spüre ich das Bedürfnis, euch wieder ein paar Zeilen zu schreiben. Keine Angst, es wird kein Roman wie beim letzten Mal!
    Ich sitze hier am PC in unserer Villa, in meinem Discman läuft „Every breath you take“ im Loop (ich muss den Text noch auswendig lernen) und alle anderen schlafen schon.
    Ich bin etwas enttäuscht über die Tatsache, dass sich unsere Woche fast ausschließlich nach den vielen Presseterminen richtet und viel zu wenig Zeit für das Wesentliche – die Musik – übrig bleibt. In den letzten anstrengenden und langen Tagen hatten wir übermäßig viele Interviews, Drehs und TV-Termine, aber leider nur ein einziges Mal Vocalcoaching mit unseren Gesangslehrern. Somit bleibt wirklich kaum Zeit, sich für Samstag gezielt und ausreichend vorzubereiten.
    Da die 80er Jahre (Motto der 2.Show) zwar die Zeit ist, in der ich geboren bin, ich aber damals noch viel zu jung war, um mich wirklich richtig mit diesem Musikjahrzehnt auseinanderzusetzen, bin ich über die von Außen auferlegte Vernachlässigung unserer eigentlichen Aufgabe, nämlich am Samstag eine gute Show für all unsere lieben Fans und treuen Zuschauer abzuliefern, ziemlich überrascht. Morgen kommt bestimmt wieder eine Story im TV über zu dicke Superstars oder einen zu eitlen Nevio anstatt dass alles dafür getan wird, dass die Stimme, der Song und die Liebe zur Musik im Vordergrund stehen. Warum wird eigentlich nie gezeigt, wie wir uns vorbereiten oder wie wir uns gesanglich verbessern und mit unserem hervorragenden Team, mit den Coaches, zusammen mit Musikexperten, mit der Band usw. zusammenarbeiten? Interessiert die Leute da draußen wirklich nur, wer mit wem eine Pseudo-Affäre hat oder wessen Bauch am dicksten ist? Das kann und will ich nicht verstehen. Es ist klar, dass wir hier Fernsehunterhaltung machen...aber dann bitte mit Niveau! Ich spiele dieses Spielchen gerne mit und habe auch viel Spaß dabei, habt ihr ja vielleicht in dem ein oder anderen Fernsehbericht oder heute Morgen bei Oliver Geissen gesehen. Ich habe ja auch de facto sehr viel dazugelernt aus menschlicher Sicht und mit den Leuten hier in der Villa-WG verstehe ich mich nach wie vor blendend. Trotzdem scheint es mir, als ob wir uns immer mehr vom eigentlichen Ziel entfernen...ich bin nämlich vorrangig hier als Sänger und Künstler, nicht als Marionette. Niemand wird die Fäden für mich ziehen, nur ich alleine werde das tun und Protagonist all meiner Handlungen sein! Daher bin ich auch wirklich glücklich, dieses Medium, also meine eigene Homepage www.nevio.tv, zur Verfügung zu haben. Hier könnt ihr alles erfahren, das ist mein direkter Draht zu euch.

    Einige Leute im Gästebuch fragen mich, ob das stimmt mit meinem Plattenvertrag. Vor ca. 6 Jahren hatte ich einen Vorvertrag mit RCA Hamburg. Eine Single mit dem Namen „La mia parola“ kam auf den Markt. Danach gab es Probleme mit der Plattenfirma und der Vertrag endete. Natürlich habe ich zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Verträge, das würde gegen die Regeln von DSDS verstoßen. Das versteht sich aber glaube ich eigentlich von selbst.
    Durch meine damalige Erfahrung habe ich einen kleinen Einblick in das Showgeschäft erhalten, leider war ich noch zu unerfahren, um aus der damaligen Chance wirklich Kapital zu schlagen. Als es dann Probleme mit der Recordcompany gab, wurde der Vertrag aufgelöst und ich bin nach „bella italia“ ausgewandert. Eine weise Entscheidung, denn in den letzten Jahren habe ich enorm viel dazugelernt und habe all meine Erlebnisse und Erfahrungen in etliche neue Songs gepackt. 5 Jahre an Ideen, Emotionen, Gedanken, Liebe, Trauer, Zufriedenheit, Angst und Hoffnung...hoffentlich wird es in absehbarer Zukunft die Chance für mich geben – am Besten durch ein erfolgreiches Abschneiden bei DSDS – euch allen diese Songs auf einer eigenen CD mit auf euren Weg geben zu dürfen. Das wäre für mich das Allergrößte. Außerdem bin ich in den letzten Jahren künstlerisch gewachsen und habe mich weiterentwickelt, die Songs, die ich jetzt schreibe, haben kaum etwas mit den Liedern von vor einigen Jahren zu tun. Hoffentlich erfüllt sich dieser große Traum, für den ich so vieles gegeben habe und auf den ich so lange gewartet habe. Jetzt ist die Chance da, es liegt an mir...es liegt auch an euch und an euren Anrufen und eurer Unterstützung. Ich werde euch nie enttäuschen!

    Bitte sendet all eure Wünsche, Geschichten, Anliegen, Grüße, Kritik etc. an folgende, extra dafür eingerichtete Postfachadresse. Ich werde mir alle Briefe persönlich von meiner Familie oder meinen Freunden, die immer zu den Mottoshows kommen, übergeben lassen. Bitte legt einen frankierten Rückumschlag bei, solltet ihr Autogrammwünsche haben. Ich wiederhole es ein letztes Mal: Nur hier im Tagebuch (diary) schreibt euer richtiger Nevio, egal wer sich unter meinem Namen im Gästebuch eintragen sollte.

    Nevio Passaro
    Postfach 15 25
    91405 Neustadt an der Aisch
    Germany


    „...un mondo senza musica non si può neanche immaginare...”

    euer müder aber am Samstag bestimmt ganz fitter und enthusiastischer

    Nevio



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