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Re: Riffbarsch
stefan - 21.02.2008, 17:40Riffbarsch
Die Familie der Riffbarsche (Pomacentridae), die im deutschen auch Jungfernfische oder Korallenbarsche genannt werden, gehört zur Ordnung der Barschartigen (Perciformes). Zu den bekanntesten Riffbarschen gehören die Anemonenfische (Amphiprion), die in einer Symbiose mit großen Seeanemonen leben.
Carl von Linné der Begründer des Klassifizierungsystems hat schon im Jahre 1758 drei Riffbarsche (Abudefduf saxatilis, Amphiprion polymnus und Dascyllus aruanus) mit bei den ersten Fischen mit Hilfe der binominalen Nomenklatur beschrieben.
Riffbarsche leben in den tropischen und subtropischen Zonen aller Weltmeere immer an den Küsten bei Fels- und Korallenriffen. Eine Art, der Mönchsfisch (Chromis chromis) lebt auch im Mittelmeer und im Schwarzen Meer. Im Gebiet des westlichen Indopazifik und der Karibik kommt jeweils eine Art vor, die auch in das Brackwasser geht.
Riffbarsche sind kleine, gedrungene, mehr oder weniger hochrückige Fische, die vier bis 35 Zentimeter lang werden. Der Körper ist mit Ctenoidschuppen bedeckt. Ihr Maul ist klein und mit konischen Zähnen, die oft mit bürstenartigen Spitzen haben, besetzt. Die unteren Schlundzähne sind zusammengewachsen. Riffbarsche haben eine einzige durchgehende Rückenflosse mit 8 bis 17 Hart- und 11 bis 18 Weichstrahlen. Der vordere, hartstrahlige Teil ist bei allen Arten länger als der weichstrahlige. Die Afterflosse hat zwei, selten drei Hartstrahlen. Das Seitenlinienorgan ist unvollständig und endet unter dem weichstrahligen Teil der Rückenflosse. Im Unterschied zu den meisten anderen Fische haben Riffbarsche nur ein Paar Nasenlöcher, die blind enden. Die meisten anderen Fische und auch Barsche haben zwei paar durchgängige Nasengänge. Viele Arten der in tropischen Gewässern lebenden Riffbarsche sind bunt gefärbt, Rücken und Bauch oft unterschiedlich. Auch senkrechte Streifen kommen bei vielen Gattungen vor. Die Jungfische vieler Arten haben ein wesentlich prächtigeres Farbkleid als die Adulten.Der größte Riffbarsch ist der leuchtend orange gefärbte Garibaldifisch (Hypsyops rubicundus) der im kühlen Wasser der Tangwälder an der kalifornischen Küste lebt.
Die meisten sind Zooplanktonfresser (Gattungen Abudefduf, Chromis und Dascyllus), andere Allesfresser oder Algenfresser, wie die Schuppenflosser (Parma). Die Stegaster-Arten legen als Farmerfische Algenbeete auf abgestorbenen Korallenästen an, verteidigen diese und zupfen schlecht schmeckende Algen, damit die besser schmeckenden gedeihen.
Alle Riffbarsche betreiben Brutpflege. Sie laichen auf festen Substraten, entweder offen oder in Höhlen. Die Männchen oder das Paar bewachen und pflegen die Eier bis die Larven schlüpfen. Der Schwalbenschwanz-Riffbarsch (Acanthochromis polyacanthus) beschützt, als einzige Art, auch nach dem Schlupf noch bis zu 4 Wochen lang die Jungen.
Riffbarsche gehören zu den Lippfischartigen (Labroidei), einer Unterordnung der Barschartigen (Perciformes). Ihre engsten Verwandten sind damit die Buntbarsche, Lippfische, sowie die nicht so bekannten Brandungsbarsche.
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