Mondfisch

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    Re: Mondfisch

    stefan - 21.02.2008, 15:07

    Mondfisch
    Der Mola kann über 3 Meter lang, bis zu 4 Meter hoch und maximal 2,5 Tonnen schwer werden. Er erreicht ein Höchstalter von wahrscheinlich weit über hundert Jahren. Sein plump wirkender Körper hat eine ungewöhnliche, scheibenförmig komprimierte Gestalt, ein Eindruck, der durch die fehlenden Bauchflossen noch betont wird. Auch ursprünglich vorhandene Organe wie die Schwimmblase und die Schuppen wurden im Verlauf der Entwicklungsgeschichte wieder reduziert und fehlen daher.
    Während der Larvenentwicklung wandelt sich die anfangs noch gut ausgebildete Schwanzflosse allmählich zu einem wellenförmigem Saum (Clavus), gleichzeitig flacht sich der Körper seitlich ab. Der Vortrieb des Fisches erfolgt primär durch die große Rücken- und die gegenständige Afterflosse.
    Die andere der nur aus zwei Arten bestehenden Gattung aus der Familie der Mond- oder Klumpfische (Molidae) ist Mola ramsayi, ihr Körperbau ist etwas schlanker.

    Die Haut der Mondfische ist 15 cm stark und ist damit die dickste aller Lebewesen. Sie ist mit bis zu 50 verschiedenen Arten von Parasiten und Mikroorganismen besiedelt, die den Mondfisch zum Leuchten bringen können.

    Ein Weibchen kann in einem Laichvorgang mehr als 300 Millionen Eier abgeben, was als Rekord im Tierreich gilt. Die Larven sind lediglich 2-3 mm groß und damit im Verhältnis zur Größe ausgewachsener Tiere die kleinsten im Tierreich. Sie besitzen einen langen Stachel.

    Molas werden häufig mit Haien verwechselt, da sie oft an der Meeresoberfläche schwimmen und Rückenflossen haben, die ähnlich wie bei Haien aus dem Wasser ragen.

    Der pelagische Mondfisch kommt vor allem in warmen Meeren Asiens, Afrikas und Australiens vor. Dort taucht er bis zu 1000 m tief in wesentlich kältere Regionen, wo er auf die Jagd geht. Zur Zeit der Sommersonnenwende ist er auch vereinzelt im Mittelmeer zu beobachten. 2006 wurde eine Gruppe von 19 Tieren vor der Küste Cornwalls gesichtet. Solche Sichtungen werden auch als Indiz für eine zunehmende Erwärmung der Meere betrachtet. Der Mondfisch ist auch schon sehr selten in der Nordsee aufgetreten. Meistens sind es jedoch verirrte Tiere.

    Ihre Nahrung besteht vorwiegend aus gallertartigen Lebewesen wie Quallen und Salpen. Außerdem werden Plankton, kleine Fische, kleine Tintenfische und andere Meerestiere gefressen. Mondfische verhalten sich gewöhnlich zurückhaltend gegenüber Menschen wie beispielsweise Tauchern, die in ihren Lebensraum eindringen.

    Ihr Körper kann das tödliche Gift Tetrodotoxin produzieren, welches u. a. durch den Fugu bekannt ist.

    Obwohl sein Fleisch für den Menschen ungenießbar ist und er kaum natürliche Feinde hat, ist der Bestand des Mola durch die Verschmutzung der Ozeane und die Treibnetzfischerei in einigen Gebieten stark rückläufig.



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