Öl - Was bedeutet was?

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    Re: Öl - Was bedeutet was?

    Helmut 523 i - 08.03.2008, 14:06

    Öl - Was bedeutet was?
    API Klassifizierung

    Die Service-Klasse zeigt die Qualitaet des Oels an; sie ist von der Viskositaet des Oels unabhaengig. Die Klassifikation wird mit zwei Buchstaben entsprechend der API definiert (amerikanisches Erdölinstitut). Der erste Buchstabe steht für die Hauptkategorie dar. Es ist entweder ein "S" für Service, und steht für Benzinmotore oder ein "C" für Kompression, und steht für Dieselmotoren. Eine einfache Weise, sich das zu merken ist " S " für "Super" Motore und "C" mit Maschinen mit Kompressionszündung.

    Der zweite Buchstabe steht fuer Bewertung. Da Bewertungen alphabetisch in der Reihenfolge ihrer Entwicklung zugewiesen werden, bedeutet ein höherer Buchstabe eine hoehere Oelformulierung. Dieses bedeutet, daß das Oel bessere Zusaetze enthaelt, die das Motorleben verlängern, indem es Ablagerungen, Schlamm-, Korrosions-, Lack-, Rost- und das Verklumpen der Molekuele (Verdicken) steuert. Dieselmotor-Ölklassen können auch eine Zahl haben, aber das interessiert *F* Fahrer herzlich wenig. Bereits veraltete Klassen sind hier mit (A) gekennzeichnet:

    Klasse Bemerkung
    SA (A) keine Leistungsanforderungen, keine Additive
    SB (A) nicht detergentes Oel, Leichtoel
    SC (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1964 ... 1967
    SD (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1968 ... 1971
    SE (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1972 ... 1979
    SF (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1980 ... 1988
    SG (A) für Fahrzeuge der Baujahre 1989 ... 1992
    SH für Fahrzeuge der Baujahre 1993 ... 1996
    SJ für Fahrzeuge des Baujahres 1997 und später

    Viscosität
    SAE

    Von CCMC PD 2 bis SAE 10W-50: so liest man die Motoröl-Codes Kaum besser verständlich als Chinesisch sind für viele Autofahrer die diversen Abkürzungen auf Motoröl-Dosen. Von "ACEA PD2" über "API CF" bis zu "SAE 10W-50" reicht das Angebot. API, CCMC oder ACEA sind Qualitätskennzeichnungen, mit denen man Aussagen über die Ölgüte treffen kann. Welche Mindestanforderungen der Motor an das Öl stellt, sollte man unbedingt aus der Betriebsanleitung heraussuchen. Denn: Das Motoröl muß nicht nur schmieren, sondern auch kühlen, abdichten, reinigen, schützen und Kräfte übertragen. Erfüllt das Öl diese Anforderungen nicht, kann die Lebensdauer des Motors sinken.

    Die Zähigkeit eines Öles verbirgt sich hinter dem Kürzel SAE. Die Zahl vor dem W enthält eine Information über das Kaltstartverhalten: Je niedriger, desto leichter erfolgt der Kaltstart. Die Ziffer nach dem W zeigt die Zähigkeit bei höheren Betriebstemperaturen. Ist diese Zahl hoch, ist der Schmierfilm auch bei Hitze relativ dick und zäh. Ein Beispiel: SAE 10W-50. Hier handelt es sich um ein Mehrbereichsöl, also ein Öl, das für Sommer und Winter geeignet ist. Es ist auch bei minus 20 Grad noch dünnflüssig genug, um für Schmierung zu sorgen und entspricht bei plus 100 Grad immer noch einem zäheren Sommeröl. "API" sind amerikanische Leistungskriterien, die sich in S-Klassen für Ottomotoren und C-Klassen für Dieselmotoren unterscheiden.

    Derzeit gültige Normen sind API SG und SH. Die Europäische Norm steht hinter der Abkürzung CCMC, die durch die ACEA-Norm abgelöst wurde. Hier steht G für Benzin (A bei ACEA ), PD für PKW-Dieselmotoren (B bei ACEA) und D für Lkw (E bei ACEA), wobei eine höhere Zahl eine bessere Qualität bedeutet. Heute üblich sind Motoröle der Normen CCMC G4 und G5 für Benzin bzw. CCMC PD2 für Dieselmotoren. Willkürlich sind die manchmal verwirrenden Bezeichnungen allerdings nicht.

    Die Qualitätsbeurteilung erfolgt nicht nur aufgrund von physikalischen Tests, sondern auch durch Testläufe in Prüfmotoren. Im Notfall kann man übrigens durchaus auch verschiedene Motoröle mischen. Wird aber ein teures Motoröl mit einem billigen Öl gemischt, gehen die guten Eigenschaften des besseren Motoröls verloren. Bevor man auf eine andere Marke umsteigt, sollte man aber einen kompletten Ölwechsel vornehmen und auch den Ölfilter tauschen.

    Alle Angaben wie immer ohne Gewähr!



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