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Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 02.03.2006, 20:42Dem H.I.M. seine Konzertreviews
25. Februar 2006...
Es war ein Tag wie jeder andere Tag im Februar...kalt! Gegen 21 Uhr (es könnte auch später gewesen sein) traf seine Majestät nach anfänglichem (aber dank Mittenent2's leuchtender Jacke in straßenarbeiterorange früh behobenem) Verläufnis im Schuppen ein. Diese Lokalität war nicht so, wie ich sie mir eigentlich vorgestellt hatte…sie war schlimmer! Der Raum, liebevoll von uns die „Konzerthalle“ genannt, war ungefähr so groß wie mein Wohnzimmer und weitaus versiffter. „Beheizt“ wurde der Schuppen von einem winzigen alten Ofen, dessen Rohr sich halbwegs gut geflickt an der Decke langzog. Es grenzte an ein Wunder, dass da keiner draufgefallen ist, aber gut, soviel Pogo gabs ja an dem Abend nicht. Fenster wurden mit alten Matratzen versiegelt und ein Loch in der Wand behob man mit etwas Bauschaum und Jacken (!), die man hineingestopft hatte. Lustig war auch die Backstage-Tür, welche ein Gebilde aus Pappe, Holz und kaputten Becken war und bei Einzug bestimmt noch nicht vorhanden war =)
Als dann die erste Band spielte, die ihren Stil übrigens als „mja…“ beschrieb“, war ich dann schon besserer Laune. Gut, es war solide, es war rockig, ganz in Ordnung eben und dass Locke als unfreiwilliger Gastsänger den Text von Toxicity nicht kannte, tat daran keinen Abbruch. Als Savage dann nach besagter SOAD-Zugabe verschwanden, kamen dann Pace Of Hearse auf den als Bühne bezeichneten zusammengepappten Steinhaufen. Ich muss sagen, die haben mir ziemlich gut gefallen, obwohl die Aufnahme, die ich vorher von denen hörte, nicht so der Bringer war. Feine Musik mit feinen Coversongs (Metallica, Maiden), der Beweis, dass gute Musik auch aus Provinzkaffs kommen kann =)
Punishment, welche danach auftraten (da der Herr Sänger zum Glück im letzten Moment noch eintraf), leisteten ihr Übriges, um die Menge anzuheizen und für Sic(k)reation warm zu machen. Dieser Typ hat aber auch ne Quietschstimme…
Dann war es endlich soweit, unsere Götter betraten die Bühne, pardon, den Steinhaufen und feuerten erste Songs wie Schiffsartillerie in die Menge und den Block der Sic(k)reation-Army ganz vorn (ich war dabei =) ). Dummerweise fiel des Maxens Bass aus, was dann so verkündet wurde: „Also ihr verfickten Penner, entweder der Bass oder der Verstärker is im Arsch…ich bange jetz“. Tja, und dann ging es leider unfreiwillig dem Ende zu, Mittenent2 und Luke zockten Soli, man spielte ein Cover (oh warum nur? *heul*) und das war es dann.
Alles in allem war es ein feiner Abend (und das sage ich nach zwei Stunden Gewaltmarsch nach Hause), aber leider war der Maxausfall recht enttäuschend…wir schauen mit Freude auf den Märzauftritt, bei dem dann hoffentlich alles funktioniert und sowohl der Sic(k)reation-Armist als auch der Durchschnittsdepp von der Straße die volle Ladung Krachbumm-Metal geboten bekommen.
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 20.03.2006, 00:08
18. März 2006
Nordische Kälte im März, da lacht das Blackmetallerherz (obwohl lachen ja untrue ist...obwohl dämonisches Lachen?...ich schweife ab...). Seine Majestät kam mit Freunden im Schlepptau und nen Zacken zu spät im Hellraiser Leipzig/Engelsdorf an. Die letzten zwei Songs von der ersten Band namens "The Baits" hab ich noch mitbekommen, nicht genug um eine repräsentative Meinung abzugeben, also lass ich das mal lieber. Wenige Minuten später traten dann unsere Mannen von Sic(k)reation auf die Bühne und machten erstmal Soundcheck. Das hat dann tatsächlich ne Weile gedauert, aber gut Ding will eben Weile haben und so warteten wir eben. Nachdem man einige Soundprobleme überwunden hatte, ging es dann endlich los und die vorderste Schlachtreihe der Sic(k)reation-Army ließ die Haare fliegen. Schnell spürte man den Duft von Fructis Shampoo mit Pflegespülung in der Luft (die Sic(k)riation-Army weist alle Beschuldigungen der Travestie von sich). Doch was war das? Plötzlich lag eine magische Stille im Raum und Tim begann zu sprechen. Man bedankte sich, dass die Band im Hellraiser auftreten durfte (noch ahnten wir nichts…). Sanfte Gitarrenklänge von Herrn Mittenentzwei begleiteten dann das folgende Ereignis: Denise, ihres Zeichens Freundin Tims und Mutter seines Kindes, wurde auf die Bühne gebeten (und mittlerweile gingen meine Gedanken schon in Richtung Liebeserklärung). Und dann kam es…ein Heiratsantrag nach allen Regeln der Kunst wurde vorgetragen und die Menge tobte, was dann durch strahlende Augen und ein Nicken von Denise noch aufgeschaukelt wurde. Ein Wahnsinn! An diesem Punkt verstand ich, warum unsere Helden fein mit Krawatte und co. Auf die Bühne gekommen waren. Anschließend, nach dieser ehrlich respektwürdigen Aktion donnerte Battlefield los und brachte die Hallen des Hellraisers ins Wanken (aber echt, Battlefield nach nem Heiratsantrag? *g*). Es war schön zu sehen, wie sich diverse Paare aus dem Publikum auch nach Battlefield noch in den Armen lagen, animiert von diesem Liebesbeweis. Nachdem die Gänsehaut verschwunden war und man wieder ruhiger wurde (obwohl der Gesprächsstoff zum Thema nicht ausging) betraten New Faith die Bretter. Ich will ehrlich sein, die haben zwar echt reingehauen, aber der Renner war es nicht. Der Sänger erinnerte mich, man verzeihe den Vergleich, an ein kleines Kind, dass seinen Pudding nicht bekommen hatte. Trotzdem, es gibt immer schlimmere Bands, und die spielen keine Metallica- und Motörhead-Cover. So viel also zum Thema Thrash Metal. Nachdem diese Band um den originellen Frontmann mit rostiger Kettensäge gegangen war, kamen dann die Jungens von FluchtWG vor die inzwischen wirklich warme Menge. Das erwies sich als gut, denn FluchtWG konnten, nicht zuletzt aufgrund ihrer anscheinend zahlreichen Fans, das Publikum richtig mit einbeziehen, das ging mal tierisch ab. Feine Rockmusik, das geb ich zu (man ist ja tolerant). Ein aus dem Film „Pulp Fiction“ bekannter Song (zu dem ich übrigens John-Travolta-mäßig getanzt habe) eröffnete die Punkabilly Invasion von Jack In The Box. Wie ich es erwartet hatte, war das ein zweiter kleiner Höhepunkt für mich. Mit klasse Gesang und Gitarrenmelodien (Ramones-Cover!) boten die Jungs ihr Set der Menge an, die dieses auch „gut aufnahmen“. Jetzt müsste man nur noch einen Slap Bass mit einbeziehen und die Sache wär perfekt. Sauber! Nach diesem wie auch bei Sic(k)reation viel zu kurzen Auftritt wurde es dann Zeit für Stone Wedge und diese Männer (und eine Frau) brachten wirklich mal die totale Wüste. Traditioneller Stoner/Desert Rock, der schon leicht metallische Züge annahm. Langsam wankten die Köpfe hin und her, denn es war schon spät und Stone Wedge konnte die Leute nicht wirklich aufwecken (aber wer will denn das schon bei Stoner?). Es wurde ruhig im Hellraiser und der sympathische Sänger mit der lustigen Frisur und dem Thorshammer verabschiedete sich und die Band, welche einen meiner Ansicht nach gelungenen Auftritt hingelegt hatte. Eine glorreiche Schlacht ging zuende…
Mal außerhalb meiner geschwollenen Schriftsprache: „Scheiß die Wand an, das war mal saugeil!“. Ich schließe mit den Worten vom Ronman: „Vergesst nicht, Black Metal ist Krieg“ und sage, dass ich mich tierisch auf den nächsten Abend mit Sic(k)reation freue!
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 19.06.2006, 13:45
16. Juni 2006
Nach einem Unwetter von apokalyptischen Außmaßen trafen sich allerlei unheimliche Gestalten (ironischerweie) im Circle Of Armageddon um einen Festtag außerordentlichen Blugemetzels zu begehen...oder man könnte sagen, dass sie einfach nur Stromgitarrenmusik hören wollten. Auf jeden Fall befand sich seine Majestät samt Dienerschaft auch unter ihnen. Die Overtüre wurde interpretiert von einer sympathischen Kapelle namens Haradwaith (ich schreibs mal richtig). Man mochte meinen, dass die Leute nocht nicht ganz warm waren, denn es handelte sich ja um die erste Band...aber falsch gedacht! Das Publikum hat genau das gemacht, was man auch einem Black Metal - Konzert nun mal macht...mit verschränkten Armen in der Ecke stehen und böse gucken (gegen Bier trinken ist auch nix einzuwenden). True nenn ich das. Solide, Puristisch mit einem ordentlichen Drumming und einer Ode von Gorgoroth (wenns einmal um "mittelerde-betitelte" Bands geht). Von den Texten hab ich nicht allzu viel verstanden (was ja immer der Fall ist, auch bei anderer Musik...), aber ich hatte ehrlich ein uraltes Summoning-Cover erwartet, ganz ohne viel Trara. Nach einer guten halben Stunde (die einem natürlich viiiieeel länger erschien ;) ) verabschiedeten sich die bemalten Herren von der Bühne und räumten das Feld für die Sic(k)reateure. Hier sei erwähnt, dass ich eigentlich unsere Götter ankündigen wollte, doch das wurde scheinbar übergangen....diesmal sei es verziehen, diesmal! Dass bei Sic(k)reation keine Gefangenen gemacht wurden, ist ja wohl klar...unbarmherzig wurde Song für Song aus den Tontranspotmedien geschmettert. Zwischendrin wurde unserem geschätzten Army-Bruder Martin zum Geburtstag gartuliert und zwar mit War (und das ganze auch noch mit Sonnenbrillen, wie selbst MC Hammer keine cooleren hat)! Zum Schluss hat er die pornohaftigeste dieser Brillen geschenkt bekommen, die Falk auf seiner Nase hatte. Ein Relikt! Ein Highlight war natürlich auch die Präsentation des neuen Songs Lass Mich Frei. Wie soll ich sagen? Er war balladesk...er war kafkaesk...(ürbigens wird jeder erschossen, der irgendwie Parallelen zu Tokio Hotel's Rette Mich zieht...). Leider gab es die von der Army geforderte Zugabe nicht...das war wohl die Rache dafür, dass man sich nicht gemeldet hatte, als Falk es verlangte...so spüret denn den Zorn der Götter, ihr blasphemischen Traitor! Taarnet hießt das Zauberwort, denn die waren als nächstes dran und gezaubert haben die tatsächlich. Fein melodisch metallisierten sie ihre Zuhörer. Ein herrliche Wall of Bang war unser Tribut an diese feine Band mit der überaus schnuckligen, wenn auch etwas unenthusiastischen Keyboarderin. Stellenweise fühlte man sich doch tatsächlich an Musik aus Göteborg erinnert, wobei die Lieder zum Teil etwas lang geraten waren...Highway To Hell von einer unbekannten Band namens Gleichstrom/Wechselstrom gecovert beendete das Blutfest mit einem vollkommenen Outro. Hisinfernalmejesty bedankt sich für die Erhöhung seiner Herzfrequenz und verschwindet auf ne Flasche Doppelherz in seinem Dungeon. Bis zur nächsten Attacke!
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 22.04.2007, 20:32Fleischlos in Markleeberg
Hiermit läute ich die H.I.M.M.R.L.H.N.D.B. - Ära ein!
20. April 2007
Das Mettwurst für die Massen Festival, Alljährliches Saufgelage der Fleischerinnung, erster inofizieller Parteitag der Fleischliberalen Schlacht-Partei...viele Namen für ein und dasselbe: das Fleischfestival in Markleeberg! Auch diese kleine Festivität beschloss seine Majestät mit seiner Anwesenheit zu beglücken...und das beinahe zu spät. Aber das kennt man ja.
Sic(k)ration machten einen auf Opener und schleuderten uns gewohnt geniales Material vor die Ommen. Ein starker Auftritt (besonders Locke war spitze), aber dummerweise ist Opener nicht gleich Headliner, weswegen das ganze ein wenig kurz geraten war. Und ich meine nicht im eigentlichen Sinne, denn eigentlich ist jedes Konzert dieser Band ja viel zu kurz, aber die Menge Metall, die mir da entgegen geschleudert wurde reicht gerade mal für ein Steakmesser und ich denke, die Army sieht das genauso. Also, beim Sic(k)reation Festival will ich mehr sehen (und nich mal War...und...aber wieso nur? *heul*). Aber man kann nicht alles haben...was übrigens auch für die Veröffentlichung des ersten Sic(k)reation Albums gilt, denn das gabs ja leider auch nicht. Wir schauen mit sehnsuchtsvollen Blicken auf das rote Meer von Blut, das vom arachniden Proberaum zu uns rüberschwappt und hoffen auf baldige Vollbedienung, sowohl live als auch auf Silberling.
Tja, ich dachte zwar, dass der alte Mann von oben Gomorrha mal zerstört hat, aber es stimmt offensichtlich nicht alles aus der Bibel, denn die traten nach Sic(k)reator auf die Bühne...und merkwürdigerweise war das keine Stadt, sondern Männer(?!). Wie dem auch sei, diese Band hat alles zugschranzt, so als müsste man all das, was Sic(k)reation nicht spielen konnten und das eigene Material zusammenraffen und ins Publikum schmeißen. Ich will die Band einmal so beschreiben: der Sänger hatte eine Art zu singen, die mir nicht lag und schredderte mit seiner Gitarre rum, der Gitarrist war absolut irre (gitarren- ebenso wie verhaltenstechnisch) und schredderte mit seiner Gitarre rum, der Drummer prügelte vor sich hin und blickte drein, als ob es ihn nichts angehen würde und der Bassist hatte schlichtweg keinen Nutzen. Brutal Death und so...
Zu The Atmosfear kann ich leider nichts sagen, da ich von Gewaltspielen schwärmend mit dem Schlagzeuger von Speech Defect draußen stand. Aber Zeit genug wird sein, diese Band kennenzulernen, da bin ich mir sicher...eines Tages...
Fleshless...*seufz*...Fleshless...ich stand kurz davor, auf die Bühne zu rennen und vor dort: "Fuck Germany, I will move to the Czech Republic" zu schreien. Eine derartig geile Band, dass es mir beinahe die Sprache verschlägt. Grindig, Deathig und mit dem nötigen Groove schoss diese Band mit erbaulichen Geschichten von Blut, Gewalt und Terror um sich. Der Brüllbolide verfügt über eine spitzenmäßige Stimme (muss wohl an den Locken liegen :D ) und der Herr Gitarrist hatte auch einiges drauf, trotz seiner (von wild abgehend bis steif rumstehend) stets wechselnden Posen...
Diese Band wurde dem Anspruch, den ich an einen Headliner stellen würde überaus gerecht. Tschechiens Hoffnung auf den Sturm des Death-Underground-Thrones sollte man in nächster Zeit im Auge behalten, denn ich bin mir sicher, dass man von denen noch eine Menge hören wird.
Blutbefleckt und kampfesmüde kehrten wir von der Schlacht heim, aber der Krieg war noch nicht vorbei...
H.I.M.
:evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 23.04.2007, 22:04
21. April 2007
Fleischlos in Markleeberg...das war einen Tag zuvor, doch an diesem Tag/Abend gabs ne Menge Fleisch. Auch dieses Mal kam seine Majestät wieder zu spät und stolperte in die Spinne, durch Death Embrace's "Rattenreich" und aufs Klo und das nicht weil ich die Band so scheiße fand, nein ganz im Gegenteil...man nehme ein halbes Kilo Geschlagenes, zweihundert Gramm Gitarrenwurst und für den Gesang noch etwas von der merkwürdigen kurzhaarigen Wurst da hinten und fertig ist die Thrash Metal Granate, die sich Death Embrace nennt...Bumm! Wie meine Bestellung vermuten lässt, vermisste ich sowohl die Haarpracht des Sängers, aber auch das abnorme Schreiquietschen, dass er noch zu goldenen Schuppen-Zeiten (ich mein doch die Lokalität, ihr Idioten!) an den Tag legte. Dennoch tat das der Explosion keinen Abbruch und während man sich noch die Splitter aus dem Körper zog, wurde es leider schon Zeit für die nächste Band...
...Speech Defect. Also was kann man zu dieser Chaotentruppe noch sagen (außer das Fabe ne hässliche Gitarre hat *duck*)? Georg war wieder mal voll dabei, wie es seine Art ist. Zum Glück hat die Menge von Anfang an mitgemacht, denn was der Georg macht, wenn er merkt, dass das Publikum pennt, davon kann manch geplagter Metalhead ein Liedchen kreischen. Doch etwas war faul im Staate Speech Defect, denn jetz war das Mikro beim Schlagzeug, also sangen jetzt Seb und Georg. Ich will nix gegen den werten Janni sagen, aber das rechne ich der Band als Verbesserung an, zumal Sebs Organ wirklich für sich spricht :wink:
Wo wir grad bei Organen sind...die obligatorische "Seb muss singen"-Phase wurde wieder einmal mit Bravour abgeleistet, immernoch mit der selben Sebschen Art, immernoch mit einer Stimme wie aus einem Hohlen Fass in einer Höhle..."Monkey Hits Concrete...Now it's gonna bleed"
*grunz*
Auch hier machte sich das Fleischfestivalgeschwür bemerkbar, denn es gab wieder keine Zeit für eine Zugabe... :cry:
Sadistisches Gehirnschlachten mit Liedern über Magdeburg, Leute umbringen und Hausboote lieferten die Männer von Sadistic Brainslaughter (und das ganz ohne Bass...). Diese Mannen aus Pirna waren mir noch positiv von ihrem letzten Auftritt im C.O.A. in Erinnerung und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Mal ehrlich, wie könnte man auch eine Band, die so heißt und mit einem Lied namens "Völkermord am Gartenzaun" sofort anfängt, scheiße finden? Denkt mal drüber nach! :wink:
Was mich etwas störte war, dass der Song von Gabis Sohn gefehlt hat, aber das war sicherlich nicht der letzte Auftritt der Sadisten in dieser unserer Stadt und ich denke, ich werde mir auf jeden Fall weitere Auftritte dieser Deathgrinder angucken.
Echte Brasilianer (Insurrection Down) gabs nach der Zugabe (!) von SB zu sehen. Tja und was soll ich dazu sagen? Geschranze war das nicht wirklich, aber zugebolzt mit ihrer Mischung aus Death Metal und Corezeugs haben sie auf jeden Fall alles um sich herum. Innovation gab es nicht, aber die Herren waren mir sympathisch und die eine oder andere Passage war dennoch bangtauglich. Das mittlerweile bei jeder drittklassigen Band obligatorisch gewordene Slayer-Cover enttäuschte zwar etwas, aber das hatte kaum Gewicht auf der ohnehin schon etwas beschädigten Ansicht der Band von meiner Seite her. Empfindlich gestört hat mich aber, das die Band doch recht früh fertig war und die Zeit hätte wirklich noch anderweitig genutzt werden können. Mit Zugaben von Leipziger Metalikonen nämlich...aber was solls, das Sic(k)reation-Festival kommt bestimmt :wink:
Metal is the Law, der Kampf war vorüber und die restlichen Leute (bei ID waren es schon beträchtlich wenige) gingen nach Hause zu Beischlaf, Krach und Nierentee und mit diesen Worten verabschiedet sich seine Majestät, bis zum nächsten Konzert, ob mit Fleisch oder ohne, ob in Spinnen oder Hunden, ob...naja tschüss auf jeden Fall...
H.I.M.
:evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 14.05.2007, 15:54
11. Mai 2007
"Black, Death, Thrash, we are the forces of metal!" - jaja, so ist das hier in Revolution City, von Blasphemikern auch abstoßenderweise L.E. genannt...dämliche Ausgeburten der...a propos, wo wir grad bei Blasphemikern sind: die gabs nicht auf dem Forces Of Metal Festival im truen Villakeller. Seine Majestät kam viel zu früh, noch vor der Dame mit den Stempeln und wie ihr wisst, das mag in letzter Zeit schon was heißen. Nun, nach einigen Minuten das Wartens und Herumstehens (äußerst truen Herumstehens natürlich) ging es auch schon los...
...mit Casus Luciferi, dem schwarzmetallischen Nebenprojekt der Band No Empathy. Tja, was soll ich sagen? Wenn der Herr Gitarrist und Sänger nicht so straff gewesen wäre, hätte das ein sehr vergnügliches Bröckchen Hass werden können, von dem die hungrigen "Massen" durchaus satt geworden wären. Aber wie der Zufall (oder besser der Alkoholteufel) so will, hat man sich doch desöfteren verspielt. Mit The Hordes Of Nebulah und Transilvanian Hunger lieferte die Band zwei Darkthrone Cover ab, aber auf Grund des angesprochenen Problems kam es auch da zu kleinen Patzern. Aber wir wollen mal nicht so sein, denn ein Großteil dieses und des anderen Materials der Band wurden rübergebracht. Außerdem holte man sich Ronman als Gastbassisten und -sänger ins Boot und verlieh besagten Coversongs eine Prise mehr Würze. Und zu guter letzt gab es noch Nargaroth's "Black Metal Ist Krieg" auf die Ohren, ihr Wichser!!! *hust* weiter gehts...
Iiiieeeaaaahhh...das reicht meiner Meinung nach aus, um die folgende Band - Pace Of Hearse - zu beschreiben, aber manch ein "Nichtdagewesener" möchte sich bestimmt auch ein Bild machen, also: ich muss sagen, ich hab diese Band nun dreimal live gesehen und mir fiel erst dieses Mal auf, dass die es doch echt können. Teils old-schooliger, teils melodischer Thrash mit einer Spur Witz und einem Charm versprühenden Sänger. Wie auch schon im Schuppen damals, lieferte man auch hier Songs von Iron Maiden und Metallica ab, zauberhaft interpretiert und bravourös gespielt. Auch der Rest des Materials (unter anderem ein Song namens "Ventilator" und eine absolute Thrashhymne, deren Namen ich wie immer nicht verstanden habe) vermochten mich weniger bethrashten zu überzeugen. Danke.
Wo wir grad bei Thrash sind...die Heroen von Death Embrace betraten als nächstes die Bühne. Ein starker Auftritt, das ist mal sicher. Wie mir schon beim Fleischfestival auffiel, besitzt der Song Death Embrace auch einen Hymnencharakter und kann sich neben Sic(k)reation's "War" sehen lassen, ohne rot zu werden. Und überhaupt, wer mag denn schon Sic(k)reation? Ab in die Death Embrace Army! Gut, Spaß beiseite...wir haben es hier unübersehbar mit einer technisch sehr anspruchsvollen Band zu tun, dennoch haben die Songs alle einen gewissen Gleichklang, was mir nicht so gefällt...vielleicht irre ich mich ja, oder das ist dem Thrash zu eigen, wie man so hört...wobei ich eigentlich den Gleichklang beim Black Metal mag...und das macht meine Existenz sinnlos...
...aber nicht bevor ich ein paar Worte zu Die Optrien verloren habe! Metal entstand aus dem Rock'n'Roll und das zeigen die Herren und die Dame von Die Optrien, die sympathischen Leute, die laut eigener Aussage nur fantastische Songs komponieren :wink:
Dieses war wirklich das allererste Mal, dass ich mich mit dem Phänomen Die Optrien auseinandersetzen konnte und ich wurde nicht enttäuscht. Mit punkigen "Klassikern" sowie Rocknummern kamen sie daher und mit Applaus gingen sie, aber nicht ohne ein gutes altes Lied von Dritte Wahl.
Erste Wahl hingegen ist für mich nach wie vor die folgende Band: Sic(k)reation! Man hat manchmal das Gefühl, dass diese Band mit jedem Auftritt wächst und stärker wird und irgendwann, nach Sic(k)reation-Festival und Wacken Open Air, wird sie die Welt verschlingen...und verschlingen möchte man Sic(k)reation auch auf Grund ihres typischen, abwechslungsreichen Genremixes, den sie uns wie gewohnt präsentierten und den wir feierten. Wer diesen genialen Auftritt verpasst hat, der selbst Nichtmetaller zum bangen brachte, der kann sich auf dem Album "Born Into A Nightmare" einige Impressionen holen, denn dort verwendete Soundsamples fanden sich auch auf dem Auftritt wieder und harmonierten gut mit dem mit Elan und Einsatz präsentierten Material. Aber zur Cd will ich mich später mal auslassen...
An dieser Stelle sei gesagt, dass ohne mich der Verkauf der CDs wohl behindert gewesen wäre, denn ich musste die werten Verkaufsdamen erst zur Villa führen. Will sagen: ohne mich ist diese Band nichts! Nichts, hört ihr? Sogar die Army wäre...ach das glaubt mir ja doch wieder keiner...ciao, Sic(k)reation ist Krieg!
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 16.07.2007, 14:45
14. Juli 2007
Hallo und herzlich willkommen zu einem weiteren Review aus meiner Feder. Kommen wir ohne Umschweife zum Eingemachten...den Gewürzgurken! Aber nicht irgendwelchen Gewürzgurken, sondern den Gewürzgurken des Heavy Metal, die sich zu oben genanntem Datum versammelten, um Holterdipolter- und Krachbumm-Musik zu machen...
Für die Overtüre zeichneten sich Grimnord verantwortlich, welche an diesem Tag ihren ersten Auftritt hatten. Zauberhafter Death Metal, den ich nicht erwartet hätte, nicht zuletzt deswegen weil Steve einmal zu mir sagte: "Black Metal ist mein Leben". Tja, ich sehe es schon kommen, wenn ich nicht bald ne Band auf die Beine stelle, stirbt der Leipziger Black Metal aus, aber das soll hier nicht Thema sein :wink:
Auf jeden Fall war Grimnords Musik sehr solide und erinnerte mich ab und zu an Todesmusikanten aus dem hohen Norden, was ich, ohne wirklich Fan davon zu sein, dennoch begrüßen kann (mehr Bärte Jungens, mehr Bärte!!!). Auf jeden Fall steckt in dieser Band Potenzial und ich werds mir sicher in Zukunft auch wieder anschauen/-hören. Das etwas kleine Repertoire wurde von einem überraschendem Auftritt des einzig wahren Kansy aufgestockt, der die Bude weggerockt hat. Alles in allem: Daumen hoch!
Exsurdo, Bassmusik aus dem neunten Jahrtausend. Mehr war das auch nicht, denn die Gitarren waren absolut nicht zu hören, zumindest eine davon. Verstärker aus? Was war da los? Die andere Gitarre dümpelte vor sich hin und überzeugte mich nicht wirklich. Es mag sein, dass diese Band einiges auf dem Kasten hat, aber so, wie der Sound bei diesem Auftritt war, klang er wie die Vertonung des letzten Schluckes in einer Bierflasche. Von so genanntem Death Metalcore keine Spur...der Gesang bringt den letzten Gnadenpluspunkt.
Mit Destillat (verdammt, schreibt das doch mal richtig!) kam eine Band auf die Bühne, bei der der Name nicht viel verriet. Er verriet gar nichts vom zauberhaften Gitarrenspiel und den genrell sehr gut arrangierten Liedern. Auch der Gesang vermochte zu überzeugen. Lediglich das Schlagzeug hätte etwas schneller sein können und überhaupt...wieso macht ihr keinen Black Metal, hm? Egal, Destillat lieferten ein feines Stück, teilweise sehr melodisch-groovendem, Death Metal ab, welches hoffentlich bald wieder meine Ohren beglückt.
Zu meiner Schande habe ich diesmal schon wieder The Atmosfear nicht meine volle Aufmerksamkeit zukommen lassen. Ich sah/hörte lediglich einige Sachen aus dem Circlefenster. Tja, irgendwie war das derart standarmäßig, das es mich beinahe langweilte und ich meine Zeit damit zubrachte, einen Altar aus Steinen und Bierflaschen zu bauen. Etwas langatmig dröhnte dazu der Death Metal dieser Band über meinem Kopf hinweg. Der Sänger setzte sich einen Tierschädel auf den Kopf (uh, wie böse) oder holte mal einige Fans auf die Bühne, die sich die Birne rausbangten. Hm, das war das einzige, was mir irgendwie auffiel, ansonsten würde ich mir diese Band höchstens antun, wenn ich einschlafen will...
Der Tragödie letzter Teil bestand aus Sic(k)reation. Und was soll man sagen? Irgendwie war da der Wurm drin, denn man verzettelte sich das eine oder andere Mal doch arg und am Anfang war auch der Sound etwas unstimmig, aber das legte sich bald. Auch der Circle hatte sich etwas geleert, was ich ehrlich gesagt überhaupt nicht verstehen kann! Auf jeden Fall versuchte ein etwas demotivierter Locke die wenigen Verbliebenen anzuheizen und die Army war natürlich mit von der Partie. Nach dem üblichen Repertoire und einigen Zugaben (Kuckuck!) verabschiedete sich Locke von der Bühne, doch die Army wollte mehr und so kam es zum bösen Blick ohne den Herrn Sänger. Das haben wir alle schonmal besser gesehen und ich möchte ein wenig ketzen und sagen, dass unsere Götter auch nur Menschen sind.
Wie dem auch sei, alles wird Blut und die Hoffnung wird zuletzt mit teuflischen Ritualen unter Anbetung sämtlicher Höllengeister von den Toten wiederauferstehen. Bis zum nächsten Mal, euer Siege.
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 25.11.2007, 19:07
23. November 2007
Tri, Tra, Trullalla, die Majestät ist wieder da...und diesmal wieder mal schon wieder eigentlich erst zum zweiten mal zu früh dran. Der Abschied vom Clubhause des Circle Of Armageddon, auch Final Judgement Festival (oder von mir R.I.P.C.O.A.) genannt, stand an. Etwas, dass man sich nicht entgehen lassen kann und was ich logischerweise auch nicht getan habe, sonst würde ich nicht schon wieder Sonntags meine wundervoll-erotische Freizeit dafür verschwenden, drittklassige Reviews zu schreiben, die keiner liest...
Tag eins begann mit Visc, einer umbesetzten Variante von No Empathy. Tja, ich frage mich immer wieder, was ich zu diesen Herren sagen soll...wie die Band mitteilte bestand sie erst seit anderthalb Wochen und hat in dieser Zeit acht Songs geschrieben. Nun, so hörte sich das auch an. Dennoch Respekt, denn was bitteschön ist da noch truer (außer mir)? Wie man es von den Leuten kennt, wurden neben dem primitiv-krachigen Stücken auch Coversongs gespielt. Diesmal waren es zwei Lieder der amerikanischen Black Metal Wegbereiter VON, welche meiner Meinung nach schon von zu vielen Bands gecovert wurden, aber hey, ich kanns nich spielen ;)
Auch wurde ein Tribute an eben jene Band namens "NOV" gespielt, was mir die Mundwinkel nach oben zog (oder wäre nach unten besser gewesen? Ich meine, bei Immortal also...ach naja...).
Böse Krieger gibt es nicht nur in norwegischen Wäldern, nein sie existieren auch in Leipzig. Evil Warriors hieß die Band, welche Visc ablöste und das Publikum mit teils groovigem, teils brachial finsterem, aber stets eingängigem Uraltblackmetalbummbumm-Material beschoss. Coole Sache, vor allem das nachgeschobene Possessed-Cover "Death Metal". Ich möchte hier auf ein Zitat von mir zurückgreifen, welches ich an diesem Abend aussprach: "Wenn die zwanzig Jahre älter wären, würde ich sie zu meinen (musikalischen) Einflüssen hinzufügen".
Pace Of Hearse aus Groitzsch...um Höllens Willen war das wieder cool. Ich liebe diesen Sänger, der mich immer begrüsst ohne jemals meinen Namen erfahren zu haben, ich liebe diese Musik und ich liebe meine Ohren dafür, dass sie funktionieren. Eine Thrashgranate nach der anderen, die meinen früheren Eindruck von dieser Band für immer ins Nirvana geblasen haben. Mit "Ventilator" kam die Old-School-80er-Hymne, die sogar einen renomierten Altmetaller grinsend zum Abscheddeln brachte. Das mittlerweile obligatorische Schnapslied mit anschließendem Ausschank war natürlich ebenso mit von der Partie, wie die Coversongs von Iron Maiden (Aces High) und Metallica (Seek And Destroy), obwohl mir ein zweites Mal Ventilator doch mehr gefallen hätte ;)
Schade allerdings war, dass des Sängers Mikro ein wenig zu leise war, was besonders bei hohen Tönen und somit auch bei "Aces High" negativ auffiel...was solls, meine Haare flogen...wusch und so...
Und das wars auch schon für den ersten Tag des jüngsten Gerichts (gekochte Kinder? Seid ihr blöd?), doch ein zweiter sollte folgen...
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 25.11.2007, 19:42
24. November 2007
...und er folgte...und zwar am nächsten Tag, also dem Morgen von Vorgestern, sprich Samstag oder auch Sonnabend genannt, manch Heide nennt ihn Laugardag, aber auf jeden Fall war es ein Tag...nein eigentlich war es ja ein Abend...
...voller Musik, unter anderem von Destillat, welche den Anfang vom Ende (des C.O.A.-Hauses) musikalisch intonierten. Herrlich melodisch, mit überzeugender Gesangsdarbietung und abwechslungsreichen Liedern der sonst so elitär-breiigen Sparte des Death Metal. Mir tat zwar der Nacken vom Vortag noch weh, aber das schreckt einen echten Metalhead nun mal nicht ab ;)
Einige Lieder erinnerten mich an Amon Amarth (hör ich nich) oder an vergleichbare Death Metal Bands (hör ich auch nich). Besonders gefielen mir die Stücke, die mit klarer Gitarre eingeleitet wurden, nur um dann noch gewaltiger loszubrettern...feinfeinfein.
Von der nachfolgenden Band Antyra bekam ich relativ wenig mit muss ich sagen. Mittenentzwei und ich einigten uns auf eine Mischung aus Heavy Metal und Melodic Death Metal und ich persönlich fand den Sänger sympathisch und den Gitarristen etwas Gitarrenverposert (jaja, der Neid...). Für mehr möchte ich mich hier mal nicht aus dem Fenster lehnen (Keyboard zu leise...ja, ich bin ja schon ruhig...).
Demiurg...Demiurg, Demiurg, Demiurg...diesmal nicht in Lack und Leder (hehe) spielten ihren üblichen Mix aus melodischem Metal mit verschiedensten (gothischen und tödlichen) Anstrichen. Mir sagt der Stil der Band nicht zu...wer meint, jetzt weinen zu müssen, sollte das tun und bekommt von mir Taschentücher von Gut & Günstig.
Siggriäschn machten dank super Technik "heute aber ganz schön Druck" (Bruder Matze nach dem zweiten Song). Tatsächlich war der Sound hervorragend, was einen Großteil der Anwesenden Langhaarigen zum bangen (mich auch, neben meinem Luftgitarre spielenden Wahlonkel vom C.O.A. alias Schermi, der übrigens begeistert war) brachte. Am Anfang von "Traitor" schrie niemand "Traitor" und das finde ich ganz schön Traitorhaft von meinen Göttern, aber ihre Wege sind unersicklich. Mit Wolfsgeist kam eine neues Stück auf die Live-Welt und wurde (selbstverständlich) wie nicht anders zu erwarten war huldigend von der Army entgegengenommen, um nicht zu sagen: BAM! Und was war das am Ende (außer dass man merkte, dass Tims Mikro aus war)? Ein neuer Brüller, der den Kuckuck böse rupfte...ein Männlein steht im Walde. Ob es sich hierbei um einen bewaffneten Blackmetaller, der mit Corpsepaint im Wald rumspazierte handelt, darüber schweigt sich die Band momentan noch aus...
Zwei, drei Songs von Philosopher, der musikalischen Inkarnation H.P. Lovecrafts habe ich noch gehört (denn die Majestät verließ das Gebäude), klang für mich wie Cannibal Corpse...sagt ruhig, dass ich von Death Metal keine Ahnung habe, da wachsen mir keine Brüste von.
Mit wehmütigen Blicken verabschiedeten wir uns vom Clubhaus des Circle Of Armageddon, Heimat des Metal für so viele Abende, wo so viele Haare flogen, so viele Töne erklangen und so viele Tränen...hah, nee das nicht. Hoffen wir, das die Jungens bald wieder was auf die Beine stellen, damit diese Lücke im Puzzle des Metal-Undergound-Support bald wieder geschlossen wird...danke *schnüff*
H.I.M. :evil:
Re: Dem H.I.M. seine Konzertreviews
HisInfernalMajesty - 10.01.2009, 16:00
9. Januar 2009
So ihr Lieben, dann ist jetzt mal Schluss mit Popmusik! Heavy New Year ihr Pfeifen! Dies (ohne die Pfeifen) war auch der Titel der Veranstaltung, die seine Majestät jüngst besuchte, denn seine Haare waren schon lange nicht mehr verfitzt, sein Nacken schon lange nicht mehr steif und seine Gehörgänge gehörten mal wieder ordentlich durchgepustet...
Auftakt des Abends war die Band Vampyre Erotyca (also, wer sich diesen Namen hat einfallen lassen...) mit ihrem melodischen Metal. Bewaffnet mit einer schnuckeligen Sängerin (die ein bisschen mehr hätte aus sich rausholen können), einem Bassisten mit einer anständigen Thrash-Röhre aus der Kehle, einem versierten Gitarristen und dem passenden Schlagzeuger machte diese Band das Publikum warm für das, was noch kommen sollte. Die Spielfreude, die man diesen Menschen ansah und der Gastauftritt einer lustig anzusehenden Growl- und Screamperson machte die teilweise grausigen Effekte auf Bass und Gitarre wieder wett (an dieser Stelle sei gesagt, dass der Herr Gitarrist vielmehr einen Effektschrank als ein Effektgerät besaß, aber dafür hat er seine ESP-Gitarre geschrottet und musste mit der Klampfe von Antyra spielen...hehe). Zeit für Sic(k)reation...
...und wir feiern! Locke, unser vielseitig begabter Brüllpanzer zelebrierte mit seinen Kollegen einen herrlichen Auftritt. Lang lang war es her für seine Majestät und es ist nicht übertrieben, dass er hier den Tränen nahe war ;)
Gespielt wurden neben Klassikern der Götter auch ihre neuen Songs, die einigen Fortschritt im Bereich Solotechnik (obwohl Herr Mittenentzwei 2 davon versemmelt hat) und Songwriting verrieten. Die Titel hörten auf klangvolle Namen wie "Kill For Meat", "Drowned" oder "Delikat"...ja...und genau so klang das auch, wie wenn man eben im Tötungsrausch für delikates Fleisch versunken ist. A Propos Fleisch, Mr. Spoon war auch noch so freundlich dem Publikum einige seiner köstlichen Fleischbonbons zu über...werfen, kniet nieder vor der geschmacklichen Inkarnation der Gottheiten!
Um Gottheiten, verrückte Araber und deren noch viel verrücktere Bücher ging es in den Songs, der Chemitzer Death Metal Dampfwalze Philosopher. Leute, ihr wisst, dass ultratiefer Wummer-Death Metal und ich keine Freunde sind und werden, deswegen will ich mich kurz fassen: zwischen Baddabumm und GrunzKreischGrunz entstand sogar eine (nicht zuletzt durch ein wenig Sample-gestärkte Komposition) gewisse Atmosphäre. Ich bin mir sicher, wer auf Death Metal und kleine, dicke, schreiende Männer steht, ist hier gut beraten und der Auftritt der Headliner war anständig und ohne Makel (bis auf die Tatsache, dass er bei mir Kopfschmerzen auslöste). Einfach nicht meine Welt...
...hat neue Bewohner und die heißen Antyra! Die Formation um die Gebrüder Dave (Gesang) und Purzel (Gitarre und Gesang) verstand es, den letzten Rest Verstand aus dem verbliebenen Publikum zu blasen. Ihr Keyboard-gestützter Metal-Bastard aus Death und Heavy Mucke verstand es, zu gefallen. Mit fabulöser Gesangsdarbeitung und nicht minder fabulösem Gitarrenspiel könnte man dem Herrn Mittenentzwei ein "einfach schön" und mir ein gemurmeltes "Ja, verdammt" entlocken. Entlockt wurde hierbei bestimmt auch die eine oder andere Frisur der Headbanger. Großartig!
Ich schließe mit einem Zitat aus einem Antyra-Song: Metal is fucking heavy! Bis zum nächsten mal und:
Frohes Neues
H.I.M. :evil:
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